Weblog

Über freies Arbeiten und das digitale Erwachsenwerden

1. August 2009

Heute ist es also so weit, der 1. August 2009, der Tag, an dem ich (endlich) das Blogposting (tatsächlich) schreibe und veröffentliche, das sich seit fast drei Jahren in meinem Kopf zusammenbraut. Es wird lang, es wird in weiten Teilen persönlich, nachdenklich aber auch befreiend sein. Also auf jeden Fall etwas für all diejenigen, die “Bloggern” so gerne vorwerfen so ekelhaft selbstreferentiell, selbstverliebt und exhibitionistisch veranlagt zu sein. ;-)

Blick zurück: Ende 2006

Der Entschluss mich als freiberuflich arbeitender Medien- & Verlagsberater, Trainer und Social Media Experte selbstständig zu machen fällt. Es war zum einen im Nachhinein die bisher beste Entscheidung meines Lebens, gleichzeitig aber auch die einsamste, die ich je treffen musste. Eine Entscheidung, die einem niemand abnimmt, abnehmen kann und – auch das im Nachhinein – niemand abnehmen sollte. Als sich meine Zeit in Trier zu Ende neigte, stand die Frage im Raum: Quo vadis? Optionen für eine neue Festanstellung bei Verlagen oder Beratungsunternehmen gab es zwar, aber bei keinem der mir angebotenen oder der von mir gefundenen Joboptionen hatte ich das Gefühl, all das an Fachwissen und Fähigkeiten einbringen zu können, was ich mir in sechs Jahren Forschung, Lehre, Projektarbeit und Beratung angeeignet hatte. Wenn man zur künftigen Entwicklung der Medienlandschaft forscht ist es nunmal schwer “da draussen” (drinnen war damals = Wissenschaftsbetrieb) ein Jobprofil zu finden, das möglichst umfassend dieses “neue Wissen” abfragt. So zumindest ist es mir nach einer naiven ersten Orientierungsphase auf dem Arbeitsmarkt damals mehr als deutlich (gemacht) geworden.

Warum von der Stange, wenn es auch maßgeschneidert geht

Zum Zeitpunkt der “naiven Phase” kam mir eine Lesung von Holm Friebe und Sascha Lobo im Rahmen ihrer Buchtour zu “Wir nennen es Arbeit” mehr als gelegen. So, wie die beiden an dem Tag nach einer mehr als achtstündigen Zugfahrt von Berlin nach Trier bei miesem Wetter aussahen, fühlte ich mich in meiner misslichen Lage. Die zitierten Passagen aus ihrem Buch waren damals Balsam auf meine berufliche Seele und haben zumindest eine kleine Nebenrolle bei dem Entschluss gespielt, mir kurzum meinen eigenen Job zu basteln. Die “Spielmasse” für diese Bastelarbeit waren meine Interessen, meine Fähgikeiten und Talente, mein Wissen aus Studium und der Zeit als Unidozent sowie ein damals zwar noch kleines, aber dafür schon sehr feines Netzwerk aus wunderbaren Menschen, mit denen ich den fachlichen Austausch online wie offline gepflegt habe. Restrospektiv kann ich mit Fug und Recht sagen, dass mein Weblog, meine aktive Beteiligung in der Blogosphäre, das neugierige Beobachten und Ausprobieren des damals noch nicht als Web 2.0 betitelten Internets mir genau das sichere Ufer für meinen “medialen Ozean” gegeben haben, die ich zum Losschwimmen in das Freelancertum gebraucht habe.

2007 – Boy, what a ride!

Das erste Jahr meiner Selbstständigkeit war geprägt von Geld – und zwar Lehrgeld. Davon habe ich bezahlt und nicht zu knapp. Zum Glück war es kein echtes Geld, sondern tatsächlich Lehrgeld in Form von versuchen, Fehler machen, drüber reflektieren, daraus lernen, wieder versuchen, es richtiger machen, wieder lernen etc. Schnell wurde aus der reinen Rede vom “Lebenslangen Lernen”, tägliche, nein, minütliche Praxis im Alltag. Die Tage wurden länger (weil intensiver) und weil mein Gehirn plötzlich mit einem Maß an neu einströmendem Input und zu treffenden Entscheidungen konfrontiert war, wie ich es bis dato nicht kannte. Das hat anfangs bisweilen zu kognitivem Muskelkater geführt, aber wie beim Marathonläufer wird die Kondition nach und nach besser, Muskel, Körper und Geist spielen mit und freuen sich, wenn sie endlich wieder auf Touren kommen dürfen. Kurzum: Mein Leben – vor allem der mit Arbeit bestrittene Teil – wurde seither von Tag zu Tag intensiver und erfüllter.

media-ocean – Wie aus der Namensfindung auch eine Lebensmetapher wurde

Die Metapher medialen Ozeans (der Name media-ocean feiert bald 10-Jähriges) führte in diesem neuen Aggregatszustand des Freiberuflertums dazu, dass es keine vorgefertigten Bahnen mehr gibt, keine Leitplanken, sondern nur noch Richtungen, Strömungen und das Zusteuern auf einen Horizont bzw. eine Zukunft, die in jeder Sekunde ungewiss ist. Was ich anhand der Metapher aber auch gelernt habe: Wenn ich nicht nur ziellos herumdriften will wie Treibholz, dann muss ich selbst die Initiative ergreifen, aktiv mit oder gegen die Strömungen schwimmen und einen Riecher für die richtigen Passatwinde entwickeln. Die einzige Sicherheit: Das soziale Netz, die fachlichen und privaten Kontakte im und ausserhalb des Netz, würden mir vom Ufer jederzeit ein Leuchtturm sein. Und genau das war damals nicht nur eine Stille Hoffnung, sondern war und ist auch noch heute Realität: Das Sozialkapital, die Hilfsbereitschaft, die Uneigennützigkeit, die Freundlichkeit und der wertschätzende Umgang der mir mein soziales Kontakte-Netz entgegenbringt und die ich umgekehrt auch selbst versuche ständig in meine Netze und die Netze meiner Kontakte hineinzugeben, bilden als Grundwerte quasi das Rettungsboot in diesen stürmischen und gerade deswegen so spannenden medialen Zeiten.

Was ich vom Bloggen, Netzwerken und Twittern gelernt habe

Fachwissen ist das eine, das haben viele. Aber worin der Wert im Teilen von Wissen und “The art of sharing” insgesamt liegt, scheinen noch viele Mensche nicht begriffen zu haben. Vielleicht aus der Angst heraus etwas preiszugeben, was andere dann dazu nutzen könnten besser, schneller, weiter zu kommen als sie selbst? Ich habe durch das Bloggen, Netzwerken, Twittern und – nenn es von mir aus nochmal – Web 2.0 oder Social Web gelernt einen tiefen Einblick in die “menschliche Seele” und die Art und Weise erhalten, wie Menschen als soziale Wesen funktionieren und wie sie ihr soziales Verhalten und Handeln – z.B. ihre Art und Weise des Miteinanderkommunizierens – organisieren und verhandeln sowie mit Hilfe von Social Software im Web öffentlich einsehbar dokumentieren. Als studierter Sprach- und Medienwissenschaftler hatte ich natürlich einen gewissen Wissensvorsprung dadurch, dass ich die klassischen Sprach-, Kommunikations- und Medientheorien im Hinterkopf habe und diese als Schablone bei Bedarf zuschalten kann, wenn ich die Welt an sich und die Medien- und Webwelt im Speziellen unter die Lupe nehme. Ich lerne täglich durch Tweets, Blogeinträge, Feeds, E-Mails und Co. dazu. Und warum: Weil hunderte von Menschen die ich in meinem engeren und weiteren Netz “auf dem Radar” habe, Informationen teilen, Meinungen kundtun, Tipps geben und offenbar Spaß daran haben, das größte soziale Experiment der Menschheit mitzugestalten. Die Ignoranten nennen es Exhibitionismus, aber die Ignoranten beziehen ihr Wissen auch aus altgedienten Informationsoutlets und Realitätsverzerrungsfiltern und verwehren sich einer neuen medialen Öffentlichkeit, die zwar genauso subjektiv filtert und Realitäten erzeugt wie die soeben kritisierten “Alten”, die aber um ein n-faches facettenreicher, meinungsstärker, innovativer und inspirierender sind als alles bisher Dagewesene.

Mediennutzungsgewohnheiten außer Rand und Band

Im Alter von neun Jahren, 1984, habe ich meinen ersten Computer geschenkt bekommen. Es war ein Commodore VC20, später dann ein C64. Die brutale (und schöne) Wahrheit ist also, dass ich seit nunmehr 25 Jahren nicht nur passiv Teil des digitalen Zeitalters bin, sondern über den Umgang mit der Hardware, das früh erwachte Interesse für Medien und dann später durch Studium und Beruf, auch aktiv das digitale Zeitalter für mich und meine Generation mitgestalte. Wie wir spätestens seit dem Longtail-Modell wissen, ist dabei jeder noch so kleine Beitrag durch den Einzelnen in der Summe und der emergenten Kombinatorik all dieser Einzelaktivitäten bedeutsamer, als die Einzelleistung isoliert betrachtet. Einfacher gesagt: Ich überschätze meine Rolle für die digitale Evolution nicht, sondern reflektiere mein eigenes Mediennutzungs- und Produktionsverhalten vor dem Hintergrund der epochalen Veränderungen, in denen wir gerade stecken. Wie bei mir hat sich auch das Medienverhalten bei Millionen anderer Menschen begonnen zu wandeln… Es gibt glaube ich nur wenige technische Endgeräte zur Nutzung von Medien (inklusive gedruckte Zeitung) die ich nicht mindestens einmal ausprobiert, verworfen, neu entdeckt oder in ihrer Bedeutung für mich als Mensch mit Informationsbedürfnis im Allgemeinen und Medienexperte im Speziellen immer wieder neu hinterfragt und in ihrer Wertigkeit neu definiert hätte. Es ist eben nicht mehr DIE eine Zeitung, DAS eine Radioprogramm oder DER eine oder DIE 2-3 Fernsehprogramme an die ich mich binde. Nein, wie bei einem Neuron im Gehirn, wird situationsabhängig genau die Bindung zur Informationsproduktion, – distribution und -rezeption gewählt, die in dem einem Moment die subjektiv richtige ist. ICH bestimme MEIN Informations- und Kommunikationsverhalten. Ich glaube so tickt eine wachsende Schar von Mediennutzern. Hierauf reagieren die klassischen Medien zögerlich, holprig und bisweilen unheholfen. Und das mit gutem Recht und vollkommen nachvollziehbar.

Der Reiz des Unvorhersehbaren

Es gibt niemanden auf diesem Planeten der das, was wir aktuell als Wandel begreifen 1:1 hätte voraussagen können, geschweige denn, die künftige Entwicklung vorhersagen kann. Aber genau das macht für mich den Reiz meiner Arbeit bzw. meiner Leidenschaft aus, zumindest retrospektiv die Entwicklung der menschlichen Kommunikation, der technischen Kommunikationsmedien, der Digitalisierung und den damit verbundenen sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen so gut zu verstehen wie es nur geht – und: auf Basis dieses Verständnisses möglichst gut begründete Vorhersagen (bzw. Konzepte und Strategien) zu entwickeln, die mir dabei helfen die Welt zu verstehen und zwar ganz egoistisch zunächst einmal für mich selbst. In unzähligen Gesprächen mit anderen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit den gleichen Phänomenen beschäftigen, ergibt sich dann in der Kommunikation über die gemeinsamen Themen (jaja, wir sind schrecklich “meta” und “selbstreferentiell”) der theoretische, praktische und bisweilen philosophische Abgleich der medialen Weltentwürfe. Die Inspiration, die Anregungen und Perspektiven die sich aus dem vernetzten Austausch für mich in den letzten fast zehn Jahren ergeben haben sind nicht nur unbezahlbar, sondern … ja … wie mag man es nennen … Kultur? Kulturelle Naherfahrungen? Culture in the Making? Kulturproduktion?

2008 – Das zweite Jahr: Talk, Talk, Talk

So gesehen war ich im zweiten Jahr meiner Selbstständigkeit mehr als je zuvor – wenn man so will – als Kulturbotschafter unterwegs, als Dolmetscher oder Digital-Anthropolge oder wie auch immer man es metaphorisch umschreiben kann. Nie zuvor habe ich so viele Vorträge, Workshop und Seminare in einem Jahr gehalten wie 2008. Ich war laut meiner Dopplr-Jahresbilanz für 2008 229 on the road, bin über eine Million Kilometer gefahren oder geflogen und habe gefühlte 1000mal die neue Medienwelt, so, wie sie sich aus meiner Sicht darstellt, erklärt, diskutiert, verteidigt, verteufelt, gelobt…. Ja, es hat am Ende des Tages tatsächlich was Missionarisches. Der gebetsmühlenartige Anteil meiner Arbeit war bisweilen also recht hoch. Aber mit dem Erfolg steigender Anfragen neuer Kunden nach “Mehr” von alledem, was ich versuche mit viel Leidenschaft und dem mir bis heute zur Verfügung stehenden Wissen zu verkörpern.

Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!

Diese spezielle Form der “Ich-Bezogenheit”, die ich in den beiden vorangegangenen Absätzen beschrieben habe und in meine Arbeit lege, ist offenbar dann auch die Antwort auf die Frage, warum die Auftragslage in Zeiten der Wirtschafts-, Finanz-, Medien- und Zeitungskrise vergleichsweise so gut ist. Klar, in Krisenzeiten steigt der Bedarf nach Beratung bzw. fundierter Fachexpertise, aber da draussen gibt es eine große Schar an Beratern – große Unternehmen, Einzelkämpfer oder aber vernetzte Multitasker wie mich. Teil 2 der Antwort ist – wie ich erst lernen musste . auch mein Background als Medienwissenschaftler. Wie sehr ich von meinem Studium und meiner wissenschaftlichen Arbeit profitiere ist mir zwar schon sehr früh klar gewesen, aber dass dies auch ein “Verkaufsargument” sein könnte, hatte ich anders eingeschätzt. Teil 3 der Antwort: Es ist gerade das jetzt schon mehrfach angesprochene Netzwerk, das Beratungssuchende zum Beratunggebenen bringt. Es sind die Menschen in den Netzwerken meiner Kunden und mein eigenes Netzwerk, die über wenige enge und viele lose Kontakte miteinander verwoben sind. Diese Netzwerke basieren dabei nicht auf klüngelartigen Seilschaften, sondern vielmehr auf Vertrauen, Respekt und Reputation. Die Sozialkapitalwerte für Vertrauen, Respekt und Reputation sind bei engen Kontakten naturgemäß sehr hoch und dienen dann bei der Kontaktherstellung zu einer neuer Person, die über einen oder mehrere Ecken einem eigenen Kontakt bekannt ist, quasi als Versicherung bzw. als Vertrauens- und Reputationsvorschuss. Ich glaube, dass diese soziale Mechanik in ihren Grundzügen stimmt, zumindest funktioniert sie für mich als Erklärung sehr gut. Irgendwie MUSS ich es verstehen, es ist eine Art Rückversicherung, die in einer häufig durchgeführten Selbstreflektion die Qualität in der eigenen Kommunikation möglichst hochhalten soll und auch die Qualität der eigenen Arbeit immer auf dem Maße hält, so dass Kunden und ich selbst am Ende mehr als zufrieden sind. Leicht geschrieben, viel schwerer umzusetzen bzw. aufrechtzuerhalten. Schliesslich ist man ja am Ende dann doch nur ein Mensch. :-)

Veränderungen, Verwandlungen, Versuch(ungen)

Alles, was ich bis hierhin ge- und für die letzten Jahre beschrieben habe läuft unter meinem Namen und vor allem unter meinem media-ocean. In so ziemlich jedem wichtigen sozialen Netzwerk bin ich ebenfalls als mediaocean auffindbar. Jedoch ist es meiner Meinung nach nicht mehr überall sinnvoll den Realnamen und den “Firmennamen” für alle Facetten des eigenen Selbst als Privatperson und Berufsperson zu verwenden. Damit meine ich nicht, dass ich ab sofort vieles nur noch anonymisiert oder unter einem anderen Pseudonym im Web veröffentlichen werde, dennoch muss eine Veränderung her. Beispiel Blog: Ich blogge hier kaum noch, es fehlt die Zeit und durch die Blogverpflichtungen an anderen Bausstellen ist mein Blogzeitbudget schon mehr als am Limit. Dennoch möchte ich auch weiterhin hier im media-ocean zeigen, womit ich mich beschäftige und welche Meinungen und Positionen ich vertrete. Die sporadischen Leselisten sind da eine winzig kleiner Beitrag. So, wie ich früger gebloggt habe würde ich hier aber auch nicht mehr bloggen wollen. Dazu ist der media-ocean und meine Website insgesamt viel zu sehr zur Visitenkarte für das was mich beruflich ausmacht geworden. Heisst: Anders Bloggen. Beispiel Twitter: Nach anfänglicher Ablehnung, habe ich im vergangenen Jahr extrem intensiv getwittert, damit experimentiert und kaum beruflich relevantes getwittert. Inzwischen folgen mir aber zahlreiche Medienexperten, Chefredakteure, Verlagsmenschen etc. die mich mit interessanten Links und Fachtweets versorgen. Da passen meine persönlichen/ experimentiellen Tweets nicht (mehr) dazwischen. Schliesslich will ich meine wichtigsten Follower nicht langweilen und verlieren, gleichzeitig aber auch nicht auf Tweets, wie sie sich auf Twiter gehören, verzichten. Heisst: Anders twittern. Meine Onlineidentität möchte ich granularer Anlegen, auf wenigstens ein zweites Profil aufsplitten, um das media-ocean Profil auf das fachliche zuzuspitzen und mit einem noch neu zu findenden zweiten Profil. Das ganze kann nur ein Versuch sein, aber einer, der sich nach den Erfahrungen der letzten 3 Jahre quasi aufdrängt.

So, Ende und aus… :-)

Lesetipps für den 10. Juli: Clay Shirky, Beiboote und Nachrichtenwebsites, Paid Content

10. Juli 2009

Hier meine aktuellen Linktipps und Leseempfehlungen:

  • Clay Shirky: How social media can make history: Clay Shirky in einem Video bei TED.com über die Rolle von Sozialkapital im Bereich Social Media und was dies für die Transformation des Mediensystems bedeutet.
  • Paid Content bei der NYT?: Wie der Telegraph berichtet, überlegt man bei der NYT über einen Preis von 5 USD im Monat. Die Entscheidung soll im August fallen.
  • Baut Beiboote!: Auszug aus einem Gespräch zwischen Bernd Ziesemer (Handelsblatt) und Jochen Wegener (Focus Online) im aktuellen Mediummagazin. Auch hier: Microsites, Beoboote als Strategie für online. Ist zwar nichts neues, aber ich finde es gut, dass das Thema nochmal von zwei guten Leuten in die Branche getragen wird. Denn: Die Strategie ist gut!
  • MediaShift . 5 Ideas to Transform Newspaper Sites: Roland Legrand schreibt auf Mediashift über Startegien, wie Newspaper-Websites künftig aussehen sollten und trifft damit meiner Ansicht nach voll ins Schwarze. Mit Microsites lässt sich nämlich vor allem in Häusern, die jetzt erst richtig ins Web einsteigen wollen, der notwendige Kulturwandel in den Redaktionen gerade bei knappen Ressourcen ideal anschieben.

Lesetipps am 22. Mai: Twittertraffic für Zeitungen und Qualität im Journalismus

22. Mai 2009

Hier meine aktuellen Linktipps und Leseempfehlungen:

  • Facebook und Twitter leiten Leser auf Nachrichtenseiten: Holger Schmidt bringt in seinem Blog Netzökonom das auf den Punkt, was ich selbst immer predige: Eine Social Media Strategie die Dienste wie Twitter, Facebook und Co. beinhaltet treibt User nicht dorthin, sondern bringt sie von dort auf die Seiten der Zeitungshäuser. Zahlen und Fakten gibts im Text. p.s. Nach Google bringt mir Twitter die meisten User auf meine kleine Blogheimat
  • Zukunft des Journalismus: Was würde uns fehlen ohne Journalismus?: Stefan Niggemeier über guten und schlechten Journalismus. Im Text finden sich einige Zitate namhafter deutscher Medienhäuser. Befremdlich für mich: Web 2.0, Bürgerjournalismus etc. werden da nochmal als Probleme stilisiert, Säue, die längst durch das Branchendorf getrieben wurden. Auch setzt sich Niggemeier mit dem Beitrag von Miriam Meckel auseinander.
  • Die Buschtrommel-Doktrin: Miriam Meckel reagiert in ihrem Blog wiederum auf die Analyse von Stefan Niggemeier. Es geht nicht um die Grenzen zwischen Print und Online oder Profis und Amateuren, sondern zwischen gutem und schlechtem Journalismus. Aha!
  • Why journalists deserve low pay: Achtung und in Deckung, liebe Journalisten, auf dem Christian Science Monitor schriebt Robert G. Picards, warum Journalisten eine schlechte Bezahlung verdienen. Denn, so der Kommentator, Journalisten würden heutzutage zu wenig Wert erzeugen, qualitativ nichts Berauschendes liefern. Zum Glück schreibt Picards aber auch noch etwas über den Wert journalistischer Arbeit und dass sich hier einiges tun muss.

Lesetipps am 20. Mai: Kindle2, Zeitung 2.0, Making media social

20. Mai 2009

Hier meine aktuellen Linktipps und Leseempfehlungen:

  • Making media social: news as user experience:
    Cindy Royal geht in diesem Artikel auf Online Journalism Review unter anderem der Frage nach: "So, how are news organizations supposed to build a business model around an increasingly interactive online experience?"
  • Lutz Wolff: Kurs halten – gegen die Konzernverlage:
    Der verlegerische Geschäftsführer des DuMont Buchverlags, Lutz Wolff, im Interview auf faz.net und darin u.a. über die Bedeutung von eBooks.
  • User-generated Nonsense:
    Oliver Bendel auf Telepolis über Literaturbesprechungen von Laien im Web 2.0
  • Kindle Joins Hybrid Solution for News:
    Bill Mittchell in seiner NewsPay-Kolumne auf Poynter.org über den Kindle 2 und warum er mit dem neuen E-Reader mehr Geld für Nachrichten ausgibt als je zuvor.
  • Zeitung 2.0 in der New York Times:
    faz.net-Blogger Holger Schmidt über neue Bausteine in der Web 2.0-Strategie der New York Times, die mit dem TimesReader 2.0 ein neuartiges ePaper-Angebot startet und nun auf Times Wire die Nachrichtenlinks aus dem Webangebot der NYT und der NYT-Blogs aggregiert.

Lesetipps am 12. Mai: Qualitätsjournalismus, Second Life, Zeitungsdesign und Twitter

12. Mai 2009

Hier meine aktuellen Linktipps und Leseempfehlungen:

  • Einen automatisch zwitschern: Telepolis in einer kurzen aber interessanten Meldung wie sich das Nutzerverhalten auf Twitter wandelt. Vom Twitterer zum Zwitscherautomaten? Scheint so…
  • Zeitungstitel als Poster: Schon bisschen älter: Jacek Utko bei den TED-Talks über die Rolle von Zeitungsdesign und Zeitungsdesignern. Wiedergefunden bei Peter Schumacher.
  • Kaum noch Leben im zweiten Leben: DerWesten über das leblose Second Life und warum die Luft raus zu sein scheint. Komisch, für mich war Second Life schon vor ca. 2 Jahren tot. Dauert wohl, bis der Tod in den Westen kommt. ;-)
  • Die Angst der Unternehmen vor Twitter: Holger Schmidt über die Zurückhaltung von Unternehmen, wenn es um den Einsatz von Twitter geht. Wie immer sind US-amerikanische Unternehmen hier einen Schritt weiter.
  • Qualitätsjournalismus: In der Grotte der Erinnerung: Miriam Meckel auf FAZ.net über den Bedeutungszuwachs von Qualitätsjournalismus von Profis in Zeiten von user-generierten Inhalten, Blogs und Co.

Lesetipps am 9. Mai: Zensursula, Netzsperren, SZ-Magazin

9. Mai 2009

Hier meine aktuellen Linktipps und Leseempfehlungen:

  • Zukunft des Journalismus: Die Texte des Süddeutsche Zeitung Magazins zu der Ausgabe “Wozu Zeitung?” Lesenswert, aber nicht zwingend wegen der Güte der Beiträge, sondern eher wegen der Diskussionen, die diese Ausgabe in der Blogosphöre und darüber hinaus ausgelöst hat.
  • Video: Jeff Jarvis and The Great Restructuring: Vortrag von Jeff Jarvis bei der NEXT09. Wer seine Thesen aus “What Would Google Do?” noch nicht kennt, bekommt hier einen unterhaltsamen und informativen Einblick vom Meister himself.
  • „Es mischen sich jetzt Online- und reale Welt“: Thomas Knüwer auf Handelsblatt.com ebenfalls über die ePetition, die Aktion gegen die geplanten Netzsperren und die Manipulationen aus dem Hause Zensursula.
  • Politiker, Journalisten, alte Blogger, junge Blogger: Jens Scholz mit einem klugen Artikel über die Art und Weise, wie die Blogosphäre bzw. das Social Web im Jahr 2009 funktioniert und wo und wie Politik, klassische Journalisten und “alte” Blogger versagen.
  • Interview mit Franziska Heine, Hauptpetentin der ePetition gegen Netzsperren: Sascha Lobo führt das Interview, das die Profi-Journalisten bisher nicht geführt haben. Er sprach mit Franziska Heine, die die ePetition gegen Netzsperren initiiert hat.
  • The Future of the Social Web: In Five Eras: Jeremiah Owyang fasst in diesem Blogeintrag Ergebnisse eines Forrester-Research Projekts zusammen und identifziert 5 Etappen, die das Social Web demnach in den nächsten Jahren durchlaufen wird. Welche das sind, steht im Beitrag. Visualisierungen gibt es außerdem dazu.

Lesetipps für den 27. April

27. April 2009

Hier meine aktuellen Linktipps und Leseempfehlungen:

  • Digitalisierte Medien: Die Zukunft des Buches:
    Im FAZ-Net Feuilleton gibt es einen interessanten Überblicksartikel über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Buches zu lesen. Der Autor, Peter Richter, stellt verschiedene "Neuformatierungen" der Verbreitung von Buchinhalten vor. Unter anderem wird die Espresso Book Machine vorgestellt, ein offenes Buchdrucksystemm das von Book on Demand Anbietern eingesetzt wird.
  • Bezahl-Angebote im Netz: Verleger warten ab:
    Auf dem Portal "Journalism Online" will man in den USA künftig journalistisch qualitativ hochwertige Bezahlinhalte im Web anbieten. Wie im Onlineangebot der FR zu lesen ist, zeigen sich deutsche Verleger zwar interessiert an einem vergleichbaren Modell für Deutschland, sind aber insgesamt noch zögerlich. Insgesamt klingt das aber wieder danach, dass die Verlage bzw. die Redaktionen entscheiden, was Qualität ist.
  • Medienkrise: Fünf Thesen zum Umbruch:
    Mein Lieblingsblog medienlese.com wird ja leider Gottes bald nicht mehr weiter betrieben. Einer der Autoren, Peter Sennheiser, nimmt die Reaktionen auf die Blogschließung und die darin zum Ausdruck gebrachten Meinungen zum Umbruch in der Medienwelt zum Anlass mal systematisch 5 Thesen zu eben diesem Umbruch zu fomulieren. Lesenswert!
  • Kostenlos-Kultur ≠ Urheberrechtsverletzung:
    Robin Meyer-Lucht schreibt auf carta.info 10 Thesen zum Modernisierungsversagen der Medieneliten nieder.

Interview mit Christiane Schulzki-Haddouti

23. April 2009

kooptech

[Hinweis: Dieses Interview ist zuerst auf Blogpiloten.de erschienen. Christiane Schulzki-Haddouti hat es in ihrem Blog in diesem Beitrag aufgegriffen.] Christiane Schulzki-Haddouti ist freie Journalistin und führt das Blog Kooptech. Im Blogpiloten-Interview spricht sie über die Wandel der Medienbranche, die Misere im (Online-)Journalismus und ihre Studie zu “Kooperativen Technologien”.

christiane-buntChristiane, auf KoopTech bloggst Du über den Wandel in der Mediengesellschaft. Wie hast Du die Veränderungen und den Wandel in den letzten Jahren in Deinem eigenen Leben und Arbeiten wahrgenommen?

Ich bin seit 13 Jahren Online-Journalistin – die Veränderungen waren für mich erstmals mit der Wirtschaftskrise nach 2001 deutlich zu spüren, doch jetzt nehmen sie dramatische Ausmaße an. Um zu begreifen, was passiert und wie man den Veränderungen pragmatisch begegnen kann, habe ich mich daher mit den Hintergründen des Wandels in einer Analyse namens “Kooperative Technologien” auseinandergesetzt, die bald erscheinen wird.

Kannst Du schon ein paar Kernergebnisse verraten?

Schwierig, das in kurzen Worten zu fassen. Letztlich zeigt die Analyse, dass Kooperation und Kommunikation von Anfang an in der Entwicklung des Internet eine zentrale Rolle gespielt haben und wie sich entsprechend verschiedene Dienste und Techniken in den letzten Jahren evolutionär entwickelt haben. Sie analysiert über 1000 Anwendungen kooperativer Technologien nach ihren Hauptfunktionialitäten, entwirft ein Benchmarking und destilliert hieraus sieben Akzeptanz- und Erfolgsfaktoren, die in einem Modell sinnhaft dargestellt werden. Außerdem zeigt sie in fünf Szenarien (Online-Redaktion, Wissensmanagement in Unternehmen, Forschungsgruppen, Betriebliche Weiterbildung, Nicht-Regierungsorganisationen), dass diese je nach Anwendungsbereich unterschiedlich sind. Dabei stellt sie fest, dass kooperative Technologien in allen beschriebenen Bereichen als dynamische, sich rasch weiterentwickelnde Werkzeuge fungieren, die viele Lebensbereiche beeinflussen, indem sie die Art und Weise der Kommunikation und Koordination, das Planen und Managen, das Teilen und das Entstehen neuer Erkenntnisse sowie die Kollaboration kontinuierlich verändern. Damit verändern sich auch Verhaltensweisen rund um das individuelle Identitäts-, Reputations- und Beziehungsmanagement.

Mit Deinem Themenfokus bist Du sehr nah an technischen, medialen und gesellschaftlichen Entwicklungen dran, die in der breiten Masse noch nicht angekommen sind. Und auch unter Journalisten scheinen diese Themen noch nicht sehr populär zu sein. Oder?

Irgendwie mache ich immer wieder die Erfahrung, dass die Themen, die ich im Moment sehr spannend finde, erst Jahre später im Mainstream landen – wenn überhaupt. Was das journalistische Arbeiten im Online-Bereich anbelangt konnte ich etwa vor zehn Jahren im Zuge der Recherche zur Kryptografie-Debatte und den so genannten Enfopol-Papieren, die der Vorläufer der Vorratsdatenspeicherung waren, eine grenzüberschreitende kollegiale Zusammenarbeit von freien Journalisten erleben, die jetzt im digitalen Mainstream zu spüren ist. Ich glaube, dass Journalisten sich nicht entlang von Marken, sondern entlang von Interessen besser untereinander vernetzen und damit auch wirksamer unterstützen könnten. Wichtig dafür ist natürlich auch ein vertrauensvoller Umgang. Natürlich gibt es heute neue Tools, aber wir haben noch immer kein umfassendes journalistisches Online-Modell entwickelt, das den kompletten Workflow von der Recherche bis zur Produktion sowie zum Feedback umfasst. Wir setzen daher diese Tools noch nicht bewusst genug ein.

Was sind nach Deiner Erfahrung im Privaten wie im Beruf die größten Barrieren, wenn Du anderen versuchst zu erklären, wie die digitale Kultur “funktioniert?”

Es gibt verschiedene Reaktionen, die ich in Summe nicht sehr ermutigend finde. Die eine typische Reaktion ist, alles als Hype zu verschreien, aber nicht genau hinzugucken, was genau passiert. Die andere besteht in purem Desinteresse. Beidem kann man nur durch einfache, pragmatische Erklärungen begegnen.

Zum Beispiel?

Im journalistischen Umfeld gibt es hier das Beispiel Twitter. Am Anfang hat man diejenigen belächelt oder sogar hart kritisiert, die das Tool einfach nur einmal ausprobiert haben. Jetzt ist der Umgang durch die alltägliche Praxis schon etwas souveräner.

Bei welchen wichtigen gesellschaftlichen Themen im Zusammenhang mit medialen Veränderungen versagt der Journalismus aktuell?

Hier gibt es unterschiedliche Ebenen – zum einen die thematische, zum anderen die methodisch-praktische. Bei den Themen vermisse ich das Nachhaken. Vieles wird nur vermeldet, aber man bleibt dann nicht mehr wirklich am Ball. Entsprechend gefallen mir natürlich Formate wie “Was macht eigentlich xy?” oder “Nachgehakt”. Ich vermisse auch im politischen Raum eine Vorfeldberichterstattung. Oft habe ich schon gehört, dass man das Thema erst machen möchte, “wenn es aktuell ist” bzw. wenn die Entscheidung kurz bevorsteht. Aber dann ist der Entscheidungsprozess ja schon so gut wie abgeschlossen. Die Medien können so nicht wirklich einen öffentlichen Diskurs gestalten. Was den Umgang mit digitalen Medien anbelangt, finde ich manches Verhalten in sozialen Netzwerken verantwortungslos. Wenn hier nach Katastrophen wie etwa dem Amoklauf von Winnenden die Bilder von minderjährigen Opfern einfach verwendet werden, ist das eine Art von digitalem Witwenschütteln, die nicht mehr akzeptabel ist.

Warum glaubst Du ist der Qualiätsjournalismus bedroht?

Ein Grundthema, das ich immer wieder in meinen Arbeiten finde, sind die digitalen Bürgerrechte sowie Partizipationsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft. Das hängt wohl damit zusammen, dass ich die Demokratie als etwas eher zerbrechliches empfinde, das nur durch mündige Bürger lebendig gehalten werden kann. Mündigkeit speist sich aus Wissen und umfassender Partizipation. Wenn das Lernen und die Teilhabe auf irgendeine Weise behindert werden, dann finde ich das alarmierend. Im Moment beispielsweise erlebe ich, dass Zeitungen aufgrund der schlechten Anzeigensituation nur sehr wenig Platz haben und viele Themen, die mir wichtig sind, nicht berücksichtigen können. Auch Online-Medien haben wenig Platz, weil sie ihren Honorartopf am Anzeigenvolumen orientieren. Diese Entwicklung bedroht nicht nur jetzt schon die Existenzgrundlage vieler freier Journalisten, sondern mittelfristig auch die Medienvielfalt, die für unsere Demokratie so wichtig ist. Hoffentlich können die Blogs und Social Networks sich so weiter entwickeln, dass sie einen Teil des so entstehenden Informationsdefizits wieder auffangen.

Welche Potentiale und Einsatzfelder siehst Du für den (Online-)Journalismus in den Social Media Tools?

Die Anwendungen werden sich so weiter entwickeln, dass jeder bzw. jede Gruppe oder jedes Unternehmen sich seine persönliche Öffentlichkeit, sein informationelles Ökosystem schaffen und optimieren kann. Insofern werden auch neue Player in der Medienöffentlichkeit auftauchen. Nicht nur Leute oder Dienste, die Aggregationen auf vielfältigste Weise vornehmen, sondern auch Menschen, Gruppen und Unternehmen, die aufgrund ihrer Glaubwürdigkeit das Vertrauen ihrer Öffentlichkeit gewonnen haben und so als wichtige Netzwerkknoten ein eigenes Agenda-Setting betreiben können. Um diese Knoten herum werden sich neue ökonomische Verwertungsmöglichkeiten entwickeln. Schon heute spielen Werbung und Sponsoring eine Rolle, vorstellbar sind beispielsweise auch Spin-Off-Produkte wie etwa eine gezielte Zusammenstellung von Informationen in ausdruckbaren Handbüchern oder Magazinen oder die Organisation exklusiver Konferenzen, die beispielsweise nur für Premium-Mitglieder stattfinden.

Was das journalistische Arbeiten anbelangt, kann ich mir vorstellen, dass Journalisten gezielt für aufwändige und anspruchsvolle Recherchen engagiert werden. Neue Aufgaben gibt es sicherlich auch im Bereich technisch unterstützter Aggregationsdienstleistungen oder eines Communitymanagements, das mit einer Art Crowd Reporting umgehen muss. All dies wird sich vermutlich zunächst in thematischen Nischen abspielen und über eine Kombination von crossmedialem Verlagsengagement, Sponsoring und Werbung finanzieren. Aber all diese Veränderungen werden wir nicht von einem auf den anderen Tag erleben, sondern nur in einem eher schleppenden, teilweise auch mühsamen Prozess, der sicherlich auch zahlreiche Umbrüche mit sich bringen wird.

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