Lifestream

Lesetipps für den 9. Februar

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

CeBIT CeBIT Kostenlos /a>: Für die CeBIT 2012 hat sich die Redaktion der COMPUTERWOCHE etwas ganz besonderes einfallen lassen: Unter allen Lesern verlost COMPUTERWOCHE 36 kostenlose Karriere- & Gehaltsberatungen unseres Partners HSC und 4.000 kostenlose CeBIT Eintrittskarten.

FACEBOOK & FTC The FTC saves Facebook…from itself: No doubt executives at Facebook are licking their wounds about the tough sanctions imposed on the company by the Federal Trade Commission last month. The social media juggernaut must now re-architect its systems and policies to protect privacy. It’s likely the bankers preparing Facebook’s imminent IPO are feeling the pain, too.

TEURE FEHLER IM WEB Die teuersten Vergehen im Internet: Pro Stunde verstößt jeder Internetnutzer einmal gegen geltendes Recht – vor allem in Sozialen Netzwerken. Die wenigsten wissen, wie schnell man sich sündteure Geldstrafen einfängt. Hier sind die sieben gefährlichsten Online-Vergehen

KENNT NOCH JEMAND YAHOO? Yahoo krempelt Verwaltungsrat um: Vorsitzender hört auf: Nach Yahoo-Gründer Jerry Yang verlassen vier weitere Mitglieder den Verwaltungsrat des schwächelnden Internetkonzerns Yahoo

PHOTOVOLTAIK Solarmodul mit 33,9 Prozent Wirkungsgrad: Das Start-up Semprius hat mit einem verbesserten CPV-Modul nun einen Wirkungsgrad von 33,9 Prozent erzielt, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Normal ist eher die Hälfte…

HIHI… Jens Koeppen und Axel Fischer: Wir brauchen einen Ausschuss für "Internet und digitale Gesellschaft" im Deutschen Bundestag | Blogfraktion.de: Wenn Du nicht mehr weiter weißt, gründe einen…: "Deshalb schlagen wir vor, unmittelbar im Anschluss an das Ende der Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” einen gleichnamigen Ausschuss im Deutschen Bundestag einzurichten."

MEDIZIN & 3D-DRUCKER Woman receives 3D-printed transplant jaw: A woman in the Netherlands has been fitted with a lower jaw created by a 3D printing process. Doctors say it is the first operation of its kind and paves the way for more widespread use of printed implants.

PHILOSOPHIE & TUGEND Leben: Wozu Tugend? (Radiosendung): Über Gerechtigkeit, Tapferkeit, Klugheit und Maßhalten

eBOOKs eBooks: Selbst ist der Autor: Jürgen Neffe ist ein Pionier, was das eBook betrifft. Sein Beitrag für den Perlentaucher hat mich allerdings irritiert. Er hat ja recht: Verlage haben kein Konzept, was eBooks und damit ihre Zukunft betrifft. eBooks sind hierzulange viel zu teuer, was man nur damit erklären kann, dass man ihren Siegeszug dringend verhindern möchte. Und von den Fehlern der Musikindustrie hätte man lernen können.

PATH & DATENSCHUTZ Path uploads your entire iPhone address book to its servers: We upload the address book to our servers in order to help the user find and connect to their friends and family on Path quickly and effeciently as well as to notify them when friends and family join Path. Nothing more.

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February 9 2012, 9:15am

Videotipp: M&M;“Sexy and I Know It” Super Bowl Commercial 2012

Kurz, knackig und mit dem einem gewissen Augenzwinkern, hat dieser Super Bowl Spot einigen Zuschauern ein Lächeln von den Lippen verlangt. Hinterlegt mit LMFAOs “Sexy an I know it!” hat dieser Spot, meiner Meinung nach die passende Würze und verdient die Ehre den Platz des heutigen Videotipps einzunehmen.

February 8 2012, 12:00pm

Vertauen ist gut, Kontrolle ist besser – vom Datenschutz im Alltag

Image by Tomas Aleksiejunas (some rights reserved) Dem Datenschutz wird mehr und mehr eine wachsende Bedeutung zugesagt. Durch eine immer stärker vernetzter werdende Welt und der steigenden Kommerzialisierung des Webs begibt sich inzwischen nämlich jeder zweite Bundesbürger regelmäßig ins Internet, um Informationen zu suchen, einzukaufen oder seine Kontakte auf einem der zahlreichen sozialen Netzwerke zu pflegen. Klar fragt man da auch nach dem Schutz der dort hinterlassenen Daten. Doch wie weit geht das Interesse tatsächlich? Viele Nutzer neigen zur Phrasendrescherei und lassen sich zunehmend ausnehmen.

Was BITKOM dazu sagt… Der Hightech-Verband BITKOM hat Anfang des Monats mal wieder ermittelt und was herausgefunden wurde, spiegelt eine Situation wieder, die alles andere als mündige Internetuser kennzeichnet. Doch das erfreuliche zuerst: Laut BITKOM stufen satte 93% der befragten Internetnutzer den Datenschutz zukünftig als besonders wichtig ein. Ganze 63% Prozent halten das Thema derzeit sogar für „eher unterschätzt“, was darauf schließen lässt, dass der überwältigende Großteil der Bürger sich der Gefahr des gläsernen Daseins im Web bewusst ist und das dieser gewählt ist sich dem zu entziehen. So weit so gut. Hört sich an, als ob der inzwischen zur Routine gewordene Diskurs endlich einmal auch auf breite Resonanz stößt. Doch fragt man genauer nach. So tut sich doch ein anderes Bild auf. BITKOM fragte ebenfalls die gleichen Internetnutzer, wer denn tatsächlich die Datenschutzbestimmungen zu den genutzten Webdiensten bei der Anmeldung liest. Das Ergebnis ist eher unzufrieden stellend. Denn nur 7% gaben an, dass sie die Bestimmungen immer lesen würden und 12% entgegneten mit der Antwort sich den langatmigen Paragraphenbibeln nur manchmal hinzugeben. Ganze 30% sagten dazu: „Nö, klicke ich immer weiter“. An der Stelle muss man nun kein Thilo Weichert sein, um hier die Stirn zu runzeln. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser… Das Vertrauen der Nutzer in die Unternehmen im Web scheint tatsächlich groß zu sein. Wie sonst kommt eine solche Statistik zustande. Der Slogan „don’t be evil!“ den die Google-Gründer Brin und Page vor in etwa neun Jahren im Wired-Magazin begründeten und der die Mentalität um die Datenverwerter bezeichnen sollte, scheint als Credo für die ganze Branche zu dienen. Doch Vorsicht, liebe Nutzer. Ganz so lieb sind die Gepflogenheiten nämlich nicht, wie Ihr vielleicht glaubt. Während in Deutschland der Datenschutz im privatwirtschaftlichen Sektor weitestgehend vertrauenswürdig ist und mit der Note „gut“ für den Kunden betitelt werden könnte, sind gerade in den Datenschutzbestimmungen ausländischer Webdienste oftmals kleine Tücken versteckt. Die zu erkennen, kann so manchem die Entscheidung abnehmen, ob man sich auf der x-ten Plattform registriert oder man sich bei einem beliebigen Onlinehändler anmeldet, um das neueste Paar Nike-Sneaker aus Übersee zu ordern. Dabei möchte ich nicht mal auf die Nutzung von Cookies oder der Speicherung von Daten zum Zwecke der Profilbildung hinweisen, was ja inzwischen tatsächlich als „normal“ betitelt werden dürfte, sondern vielmehr auf Klauseln, die darauf aus sind zu gewährleisten, dass Profile auch an Dritte übermittelt werden können und zwar nicht nur zum Zwecke der Werbung. Auch zum Zwecke der „Gefahrenabwendung“ dürfen beispielsweise staatliche Behörden, gut und gerne mal auf die Herausgabe von Kundendaten drängen. Mit welchem Zweck sowas zum Beispiel bei Onlinehändlern wie Groupon passieren soll und wen man damit schützen würde, bleibt fraglich. Insofern macht es schon Sinn, mal kurz Inne zu halten, sich die Bestimmungen durchzulesen und sich selber zu fragen: „Muss das jetzt sein?“ Besonders in Anbetracht x-beliebiger Deals wie: „14,90 statt 49 € – Selber kochen leicht gemacht: Tüte mit frischen Lebensmitteln und Rezepten für 5 Mahlzeiten für Zwei frei Haus von Anbieter XY“, wäre mir der Hunger womöglich vergangen bzw. wäre es mir persönlich nicht wert gewesen, eine Tüte Lebensmittel und ein Rezept so teuer zu bezahlen. Und damit meine ich jetzt nicht die 14,90 €. Dann doch lieber Wochenmarkt und die Großmutter oder alternativ die Mutter anrufen und um das Familienrezept bitten. Eine Datenschutzbestimmung hat einen gewissen Wert für einen Kunden und man sollte nicht verpassen sich gerade die einschlägigen Klauseln anzuschauen. Ist man dann mit den Bedingungen zufrieden, darf man sich auch gerne registrieren. Doch tut man dies einfach blind, laufen wir Gefahr den Daten- sowie den Verbraucherschutz dahingehend einfach auszuhebeln. Wohin das im schlimmsten Fall führen kann, hat uns nicht zuletzt auch Google vor einigen Tagen gezeigt, indem sie eine Nutzungsbedingung geschaffen haben, die jeglicher Vorstellung von geschützten Daten spottet und ferner dem User sogar die Entscheidungskraft weitestgehend genommen hat.

February 8 2012, 9:45am

Die Social Media Week zu Besuch bei Hamburgs Web-Unternehmen

Unter dem Credo (Die Welt)… zu Gast bei Freunden hießen 2006 die Planer der Fußball-Weltmeisterschaft die Besucher in Deutschland willkommen. Ähnlich könnte auch die Überschrift der Social Media Week 2012 in Hamburg lauten, denn auch wir Hamburger dürfen zu Gast sein und zwar bei einigen der interessantesten deutschen, wie auch internationalen Web-Unternehmen, die Ihren Standort in Hamburg gewählt haben. Die Rede ist von niemand geringerem als Facebook, Google, der Otto Group, myTaxy und Jimdo, die uns Tür und Tore öffnen und einen Einblick in deren heilige Hallen gewähren. Hier nun einige Hinweise und eine Planungshilfe für die einzelnen Events…

Die Planer rundum die SMW 2012 haben dafür gesorgt, dass den Besuchern nicht langweilig wird. Neben interessanten Panels und aktiven Workshops, hat das Team der Agentur hi-life um Uriz von Oertzen, nun auch dieses Schmankerl in die Tat umgesetzt. Als Medienpartner der SMW, liegt es uns besonders am Herzen, euch diese Events zu empfehlen und ferner euch zu bitten sie direkt mal in den Kalender einzutragen.

Social Business: Hamburger Hausbesuche Google Hosted by:Trendbüro Category:Technology & Innovation Location:Google Germany GmbH Monday, February 13 at 6:30 PM – 7:30 PM Social Business: Hamburger Hausbesuche Facebook Hosted by:Trendbüro Category:Technology & Innovation Location:tbd Tuesday, February 14 at 10:00 AM – 11:00 AM Social Business: Hamburger Hausbesuche Jimdo Hosted by:Trendbüro Category:Technology & Innovation Location:tbd Wednesday, February 15 at 6:30 PM – 7:30 PM Social Business: Hamburger Hausbesuche – myTaxi Hosted by:Trendbüro Category:Technology & Innovation Location:myTaxi / Intelligent Apps GmbH Thursday, February 16 at 6:30 PM – 7:30 PM Social Business: Hamburger Hausbesuche – Otto Group Hosted by:Trendbüro Category:Technology & Innovation Location:Otto GmbH & Co KG Friday, February 17 at 9:30 AM – 10:30 AM

Weitere Veranstaltungstipps Was es sonst noch für interessante Events auf der Social Media Week 2012 in Hamburg gibt, könnt Ihr außerdem im Interview mit der Projektleiterin Sabine Ewald erfahren, dass wir vor einigen Tagen veröffentlicht haben.

February 8 2012, 9:30am

Lesetipps für den 8. Februar

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

STUDIE: SOCIAL MEDIA & FIRMEN Kunden sind unzufrieden mit Social-Media-Aktivitäten von Unternehmen / BSI-Studie: Zu wenig Kundenservice und unzureichende Dialogorientierung im sozialen Web : Unternehmen gehen im sozialen Web zu wenig auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ein. Drei Viertel der Nutzer sind enttäuscht über die mangelnde Dialogorientierung und den geringen Service von Unternehmen bei Facebook und Twitter. 83 Prozent empfinden die Unternehmensaktivitäten sogar als Werbung.

FOTO Nikon stellt D800 mit 36 MegaPixel FX Sensor vor: Nikon hat heute die neue D800 Kamera vorgestellt. Die Kamera verfügt über einen 36.3 MP Sensor im FX Vollformat und kann damit auch Full HD Videos aufzeichnen

MUPPETS vs. MURDOCH Muppets und Murdoch: Antikapitalistische Stoffpuppen: Rechtskonservative in den USA unterstellen der Filmindustrie eine Umweltschutzagenda und Kapitalismuskritik. Bezichtigt werden auch die Muppets. Doch die wehren sich.

WETTEN OHNE GRENZEN? Lebensdauerzertifikat: Ärger über Deutsche Bank: Bei der Deutschen Bank können Anleger indirekt auf den Tod von Personen wetten. Für die Policenaufkäufer sind moralische Erwägungen fehl am Platz.

GOGGLE+ 5 Gründe für Unternehmen, auf Google Plus präsent zu sein: Mit Google plus ist im letzten Jahr ein soziales Netzwerk entstanden, dessen Potential eine wichtige Rolle im Social Media Marketing spielen zu können, nicht unterschätzt werden sollte. Sicher bleibt Google plus noch weit hinter den Nutzerzahlen des Branchenriesen Facebook zurück. Jedoch lässt sich ein zügiges Wachstum beobachten.

FLIEGEN & SOCIAL MEDIA Meet & Seat: KLM verbindet Social Media mit Sitzplatzreservierung: Die niederländisch-französische Airline KLM kam nun auf die Idee ihr Sitzplatzreservationssystem mit den Social Media Profilen der Benutzer zu verbinden. Das nennt sich Meet & Seat und funktioniert folgendermassen

S3 WIRD BILLIGER Amazon Drops the Price of its S3 Cloud Storage Service: Oh, ist die Nachfrage doch so groß mittlerweile? Amazon today announced that it is dropping the price of its Simple Storage Service (S3) for storing data in the cloud.

eBOOK Jahresübersicht: Was wir 2011 mit unserem E-Book verdient haben: Jetzt wird es höchste Zeit für eine Jahresbilanz, denn die offiziellen Verkaufszahlen von Amazon liegen seit einigen Tagen vor.

FREIER FALL Baumgartner bereit für freien Fall aus 36 Kilometern: Hoffen wir für ihn, dass er sich dann endlich mal spüren kann: "Mit einem Sprung aus über 36.000 Metern Höhe will der Salzburger als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen."

LOBO OUTET SICH ALS HEVELINGVERSTEHER Sascha Lobo – „Die Angst vorm Netz ist nicht völlig unberechtigt“: Der Blogger und Internetpilot Sascha Lobo kann die Angst der Kreativindustrie vor dem Internet nachvollziehen. Im CICERO-ONLINE-Interview spricht er über die Drohungen des CDU-Politikers Ansgar Heveling, über das Urheberrecht und seinen Begriff von TransparenzZahlt die CUD jetzt mehr als weiland die SPD oder hat er denselben Auftraggeber wie Heveling, fragt sich der Redaktionsleiter von netzpiloten.de

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February 8 2012, 9:15am

Videotipp: Flying People in New York City

Die Illusion war perfekt! Was kreiste da über New Yorks Dächer, fragten sich einige New Yorker letzte Woche sicher. Waren es Vögel, Flugzeuge oder gar Supermänner? Tatsächlich waren es sogenannte RC-Flugzeuge, die hier fliegende Menschen vorgaukelten. Lustige Aktion!

February 7 2012, 12:00pm

SOPA/PIPA-Interview mit Parker Higgins von der EFF

Parker Higgins is a Staff Activist at the Electronic Frontier Foundation (EFF) and occasional author at Netzpiloten.de. We ask Parker some questions about the SOPA and PIPA in the USA and what it mean to us in Europe. 1. The two US bills SOPA & PIPA were just averted after massive criticism. Can you sum up what they were meant to do, and why they were problematic? Supporters of the bills argued that SOPA and PIPA were necessary to fight a class of “rogue” foreign sites that have no assets in the U.S., but that were facilitating unauthorized downloading by Americans. These sites, the supporters say, aren’t possible to prosecute under existing U.S. law. There are a couple of issues with that. The first is that there isn’t a lot of evidence that these sorts of sites exist as a major problem, which is compounded by the fact that the content industries’ numbers are never available for peer review and are notoriously difficult to trust. When the U.S. Trade Representative compiled an “out-of-cycle” report about the “rogue” sites in question, they were only able to list 19 sites. And one of those sites was MegaUpload, which was recently closed by the FBI. So because the problem’s not well-defined, the solution is bound to be a bit rough. In the case of SOPA and PIPA, it was very rough. Civil liberties groups like EFF and the ACLU were joined by first amendment scholars, tech companies, cyber-security experts, and many others in pointing out the collateral damage these bills would cause to the Internet as we know it. And on top of all that, the consensus was that these bills were unlikely to be effective in stemming the problem they identified, because their technical measures would be pretty trivial to circumvent. SOPA and PIPA hit that sweet spot of unnecessary, harmful, and ineffective that made it easy for people who heard about them to decide they were opposed and let their legislators know about it.

  1. There was a massive online protest against SOPA/PIPA. The New York Times labeled it a coming-of-age moment for internet politics. What was different from former online protests? The most obvious difference from earlier protests was the size and scope, with tens of thousands of sites involved and millions of people participating in one way or another. Chris Dodd, the chairman of the Motion Picture Association of America and one of the primary supporters of the bill, compared the protest to the Arab Spring. (As a side note: he might not have thought the analogy all the way through, because it doesn’t work very favorably for the MPAA.) I’m not sure this protest was on the same level as some of those government-toppling actions in the Middle East, but it was an important moment for the Internet and demonstrated that public opinion can still have an impact on the actions of legislators.
  2. SOPA & PIPA were at least temporarily shelved. What is the status now, and what’s next? Copyright reform activists know to expect these bills to come back, in one form or another. Maybe it’s not in 2012, because these bills are pretty politically toxic and we’re in an election year, but it’ll likely be soon. I’m hopeful that the enthusiasm and public awareness generated as a response to these bills can be used productively, maybe towards a positive agenda of re-shaping copyright laws to better reflect the public interest, and not that of a handful of companies in the content industries.
  3. What should we all look out for, in Europe and in the US? The content industries aren’t used to legislative defeats, and they’re almost certainly devising new ways to get these sorts of laws through in a new way. Two techniques for pushing through unpopular legislation that we’ve seen used a lot in the last few years are “policy laundering”, or passing laws in international arenas that are unlikely to pass muster domestically, and pressure from the U.S. Trade Representative on governments around the world. Of course that first technique has been the driving force behind dangerous international agreements like the Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) and the Trans-Pacific Partnership Agreement (TPP), which are winding their way through the approval process now. The second technique is probably responsible for bad laws like Spain’s Ley Sinde, which has been tied to leaked threatening memos from the U.S.T.R.
  4. How can we get involved? ACTA has been signed by most of the countries that were involved in its secret drafting, but has yet to be ratified by the EU Parliament. Telling your MEPs that you oppose the proposed agreement, and they should too, is a good way to take action against it. The other important thing is to keep informed on developments on this sort of legislation. EFF is a good resource for keeping informed, and we try to cover news from all around the world. Sites like Le Quadrature du Net are great for news specific to Europe, and civil society groups in each country do a good job of covering local developments. It takes a bit of effort to really be an informed citizen, but it makes it that much harder for laws that conflict with the public interest to get passed under the radar.

February 7 2012, 9:59am

Das roboterhafte Gefasel der Marketingindustrie

Dialog um jeden Preis: Kundendienstler halten an einer fixen Idee fest – statt Service schaffen sie damit jedoch gehaltlose Worthülsen. Nadim.LB / photocase.com „Märkte sind Gespräche.“ Die erste These aus dem populären „Cluetrain Manifest“ zählt wohl zu den größten Missverständnissen der kurzen Rezeptionsgeschichte des Internets. Zwölf Jahre nach dem Erscheinen der 95 Thesen zum Wesen und Unwesen von Märkten und Marketing ziehen zwei der vier „Cluetrain“-Autoren Bilanz. Veröffentlicht in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift „brand eins“. „Cluetrain“ ist wohl auf falsche und höchst einseitige Weise Kanon der Marketingbranche geworden. Einige Unternehmen würden den Gesprächen in vernetzten Märkten zwar besser zuhören – aber nur, weil ihnen gar nichts anderes übrig bleibt.

„Aber die Schwungräder des Business as usual drehen sich weiter, sie betreiben Tracking und Targeting, sie fangen und akquirieren, managen und verwalten ‚ihre‘ Kunden, als ob wir Sklaven oder Vieh wären. Diese Einstellung ist immer noch dominierend, und ich glaube nicht, dass wir das allein auf der Unternehmensseite reparieren können“, wird Doc Searls von „brand eins“ zitiert. Die Menschen, die Kunden, müssten die Führung übernehmen und ihre eigenen Werkzeuge entwickeln. „Das meiste sogenannte Conversational Marketing ist genau genommen peinlich“, so David Weinberger. Vieles sei roboterhaftes Gefasel. Netzunterhaltungen werden verfälscht und verseucht. Auch das freundliche „Wir haben verstanden, was darf ich für Sie tun“-Geblubber auf Facebook oder Twitter kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die meisten Firmen ihren Kommunikationsmodus immer noch auf Einweg geschaltet haben. Der Kunde als Störenfried Wer als Kunde anfängt zu kritisieren, ist ein unliebsamer Störenfried. Wer sich im Netz über Produkte und Services echauffiert, wird mit Floskeln abgebürstet. Anders kann ich folgende Antwort nicht werten: „Sehr geehrter Herr Sohn, es tut uns leid, dass Ihnen in Verbindung mit einem Espresso-/Kaffee-Vollautomaten aus unserem Haus in den vergangenen Tagen Ärger entstanden ist. Um solchen Unannehmlichkeiten vorzubeugen, weisen wir auf unserer Homepage http://www.jura.com über die von uns autorisierten Fachhändler und die damit verbundenen Garantieleistungen hin. Somit ist sichergestellt, dass im Schadensfall Anspruch auf die volle Garantieleistung besteht. In Folge der hohen Beratungsintensität unserer Premium-Produkte (hier solltet Ihr Euch ein Beispiel an Steve Jobs nehmen: Bauhaus-Stil statt Techno-Stress, gs), beschlossen wir 2001, uns auf den beratenden Fachhandel als Vertriebsweg zu unseren Kunden zu konzentrieren. Wird unser Produkt bei einem von uns autorisierten Händler gekauft, gewähren wir als Hersteller 25 Monate Garantie. Ihre IMPRESSA C5 haben Sie bei einem von JURA nicht autorisierten Fachhändler erworben, weshalb wir keine Kosten in Garantie oder Kulanz übernehmen.“

So ein Auszug des Jura-Antwortschreibens auf die Protestnote in meinem Ich-sag-mal-Blog. Da ich so doof war, die Jura-Maschine über Amazon zu bestellen, betrachtet man mich einfach nicht als Kunde. Vollautomaten-Liebe In meinen Recherchen über das höchst merkwürdige Servicediktat von Jura bin ich übrigens auf eine sehr dialogorientierte Website des Unternehmens gestoßen, die beispielhaft ist für die Debattenkultur der Wirtschaftswelt: „Und das sagen unsere Kunden …“ heißt die Aneinanderreihung von Jubelperser-Statements, ohne Möglichkeit für Kunden, dort selbstständig etwas zu posten. Entsprechend glaubwürdig ist diese Anthologie der Freude, Kunde der Schweizer Kaffeeautomaten-Seligkeit zu sein. Da schreibt doch Rita W. am 25. Januar 2012: „Wir möchten uns für die reibungslose und mehr als exclusive Betreuung des Hauses JURA nochmals sehr bedanken. Dieser Service ist ohne Übertreibung einmalig und muss weiter empfohlen werden.“ Am selben Tag kommt Konstanze L. zu folgender Erkenntnis: „Nochmal vielen Dank für Ihre schnelle und nette Antwort. Das Milchschaumset haben wir besorgt und der Milchschaum ist fantastisch wie zuvor. Ich wollte Ihnen auf jeden Fall mitteilen, wie sehr wir mit ihrem Kaffeevollautomaten und auch dem Service zufrieden sind.“ Ähnlich orgiastisch ist die überschäumende Stellungnahme von Wilfried H. am 12. Januar 2012 (Rechtschreibfehler machen das noch authentischer, liebwerteste Jura-Gichtlinge): „Wir bedanken uns für den tollen Service unser Z5. Nachdem sie Anfang Januar 2012 ‚verstorben‘ war, und wir uns an den super kompetenten Service wandten, wurde uns geholfen. Wir versandten die Z5 am Freitag Nachmittag und am Dienstag Mittag klingelte der DHL an der Tür. Wir konnten es nicht glauben unser Herzstück war komplett gereinigt und repariert wieder zurück. So einen super guten Service haben wir noch von keinem Hersteller erfahren können. Auch der Preis ist super günstig (in der Maschine war alles kaputt) Wir sind total begeistert von der Firma Jura.“ Das waren mitnichten Eintagsfliegen. Denn auch vor zwei Jahren äußerte Werner S. am 7. Januar 2010: „Ein herzliches Dankeschön für die Bearbeitung und den schnell darauf folgenden telefonischen Kontakt. Ihr Service ist Spitzenmäßig! Fehlerbehebung übers Telefon einfach genial. Ruhig und ohne Zeitdruck. Die Maschine läuft wieder wie am ersten Tag. Suuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuper! Also nochmals vielen vielen Dank und ein erfolgreiches 2010.“ Einfach mal die Schnauze halten Es fehlen eigentlich nur noch Heiratsanträge, um mit einem Kaffee-Vollautomaten den Bund der Ehe einzugehen. Christian Wulff würde wohl schon mit einem Zehntel der Jura-Liebesschwüre zufrieden sein, um wieder Kraft zu tanken für das schwere Amt des Bundespräsidenten. Doc Searls hält übrigens diesen Plauderton von Unternehmen im Netz für reine Makulatur. Deswegen spricht er nicht mehr gerne von Märkten als Unterhaltungen. „Diesen Satz haben zu viele Leute falsch verstanden.“ Einigen Rabulistik-Rhetorikern des Marketings könnte man auch zurufen: Einfach mal die Schnauze halten. Crosspost von theeuropean

February 7 2012, 9:40am

Lesetipps für den 7. Februar

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THE DAILY & APPS Meedia: The Daily – bittersüße Bilanz zum Geburtstag: The Daily ist also nicht die alles überragende Erfolgsstory auf dem iPad geworden, die sich manche aus der Verlags- und Medienbranche zum Start vielleicht erhofft hatten. Aber The Daily ist auch alles andere als ein Rohrkrepierer. Das Digital-Magazin findet langsam immer mehr Leser, hat ein tragfähiges Geschäftsmodell (Werbung wird schon heute fleißig gebucht) und kann darauf zählen, dass immer mehr Menschen erreicht werden können, weil die Verbreitung an Tablets und Smartphones immer weiter steigt. GOOGLEs NEUE DATENSCHUTZERKLÄERUNG Internet-Law » Googles neue Datenschutzerklärung: Google macht auch keinen Hehl daraus, dass man mit einer umfassenden Protokollierung des Nutzungsverhaltens zu rechnen hat GOOGLE BAR Neue Version der Google Bar im Test – Google schraubt erneut an der Navigationsleiste | myGooglePlus: Die “2012er-Version” der Google-Navigationsleiste vereint die schwarze Leiste mit den exponierter dargestellten Google+ Funktionen der neueren Generation, verzichtet aber auf das oft kritisierte “verstecken” des Google-Menüs hinter dem Logo. Tatsächlich sind nun sogar mehr Navigationspunkte als jemals zuvor auf einen Blick sichtbar. FACEBOOK? Is it time to leave Facebook?: Amid plans for a $10bn share offering, the social networking giant has come under fire for its controversial 'Timeline' feature. Two Observer writers discuss the merits of logging off for good STUDIE BMWi – Studie zu illegalen Downloads: Die Studie stellt die innerhalb der Europäischen Union diskutierten Modelle zur Versendung von Warnhinweisen dar. Ziel der untersuchten Modelle ist in erster Linie, die Nutzer über die rechtliche Einordnung illegaler Downloads und über legale Geschäftsmodelle aufzuklären. ACTA IM VOLLTEXT ACTA und Internet – Art. 27 im Volltext: Es wird aktuell viel gestritten um ACTA. Netzsperren und Internet-Filter vermuten die Kritiker – stimmt ja gar nicht, sagt die EU-Kommission. Was stimmt denn nun? Letztlich lässt sich das nur beantworten, indem man den Vertrag im Wortlaut liest. Wir veröffentlichen für unsere Leser ungekürzt den Artikel 27 des ACTA-Textes, der sich mit der Rechtsdurchsetzung im Internet befasst. OCCUPY APPLE? Wenn #Occupy einen deutschen Apple-Store zur Schließung zwingt: An diesem Wochenende haben Protestler der #Occupy-Bewegung (oder die sich einfach dazuzählten) den Apple-Store zu einer früheren Schließung gezwungen. AFRIKA & SHARING Inside the Cell Phone File Sharing Networks of Western Africa (Q+A) | Motherboard: Digital filesharing doesn’t need the internet. This is the case at least in Western Africa and other parts of the developing world, where computers aren’t yet consumer goods for most and, even if they were, web access isn’t exactly New York City. Lovers of music still get it done, however, sharing files between knockoff cell phones via bluetooth connections and accumulating song collections in memory cards and bitrates that would probably make most in our lossless world laugh. It’s created a music culture that’s uniquely underground, an awesome anything-goes world of No Limit-style rap marrying Megaman-synth workouts, strange new techno-folks, and various other things so far untaggable. CLUETRAIN 2012 Markenkommunikation Online: "Habt Geduld!": Mit ihren 95 Thesen zum Wesen und Unwesen von Märkten und Marketing haben sich die vier Autoren des Cluetrain-Manifests zunächst Häme und dann zunehmend Respekt eingehandelt. Das ist zwölf Jahre her. Was ist von den Thesen geblieben? Doc Searls und David Weinberger blicken für brand eins zurück und nach vorn. PINEREST & SHARING Pinterest und die rechtlichen Grenzen beim Teilen und Verlinken: Pinterest ist gerade die Social Media In-Plattform. Sie bietet zwar nicht den Funktionsumfang von Facebook & Co, bringt aber eines derer Features zur Perfektion – das Teilen von Inhalten. [...] Doch wer teilt, verstößt sehr häufig gegen das Urheberrecht und trägt die Haftung für die geteilten Inhalte. Dabei liegt das Risiko nicht bei den Plattformen, sondern bei den Nutzern.

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February 7 2012, 9:15am

Videotipp: OK Go – Needing/Getting – Official Video

OK Go sind ja bekannt für deren eher unkonventionellen Musikvideos. Das neueste Schmankerl zu “Needing/Getting” ist wieder eines dieser Glanzstücke. Erfolg scheint bei so viel kreativen Herzblut garantiert. Denn der Spot wurde dermaßen oft geteilt in den letzten Stunden, dass ich euch jetzt schon fast ein Widersehen in den Viral-Charts versprechen könnte.

February 6 2012, 12:00pm

Occupy Industry?

Es war ein symbolischer Akt. Am Wochenende hatten einige Aktivisten, die sich dem Occupy-Gedanken nahe fühlen, vor dem Apple Flagship Store am Hamburger Jungfernstieg protestiert. Denn Apple lässt seine heiß begehrten Produkte in China unter teilweise abenteuerlichen und lebensgefährlichen Bedingungen produzieren. Das ist nicht neu. Auch andere IT-Firmen lassen ihre Tablets, Notebooks und Smartphones bei denselben Produzenten herstellen. Auch bei diesen Produktionslinien kann nicht davon ausgegangen werden, dass sie besonders umsichtig vonstatten gehen, von umweltschonenden Verfahren ganz zu schweigen. Denkt man das Thema noch weiter, dann erscheinen ausgemergelte Kinder in afrikanischen Minen vor dem geistigen Auge der Mediengesellschaft, die im Schlamm nach Seltenen Erden suchen. Dasselbe kennen wir auch von den tödlichen Chemie-Cocktails in denen Inder jahrelang stehen, um unsere billige Kleidung bzw. die Stoffe dafür zu färben. Es wäre sinnvoll, wenn man sich nicht alle zwei Jahre neue Laptops und jährlich ein neues Smartphone kaufen würde solange nicht sinnvolles Recycling und umsichtige Produktionsmethoden gang und gäbe wären. Aber nicht nur die pickeligen Nerds und Geeks haben zahlose Menschenleben in Asien und Afrika auf dem Gewissen. Auch die adretten Mädchen, die bei ZARA und H&M noch ein paar billige Teile ergattern müssten bei Licht besehen nur ein oder zweimal Nachdenken, was sie anrichten… Proteste sind cool. Cooler ist jedoch das eigene verantwortungsvolle Handeln im Alltag. Occupy Society. Video der Aktion nach dem Klick:

Quelle: Sendung mit dem Internet

February 6 2012, 10:17am

SAFER INTERNET DAY

Morgen findet weltweit der neunte „Safer Internet Day“ statt, der sich unter dem diesjährigen Credo „Mehr Verantwortung im Netz“ präsentiert. Anhand einiger Panels und Veranstaltungen soll der Tag seinen Teil dazu beitragen, das Bewusstsein um das digitale Medium „Internet“ zu stärken. Initiiert wird der Thementag von der Europäischen Kommission. Umso beachtlicher ist daraufhin der Umstand, dass die Initiative nicht nur innerhalb der europäischen Grenzen stattfindet, sondern auf allen fünf Kontinenten und in insgesamt 59 Staaten ihre Toren öffnet. In Deutschland wird der Tag ebenfalls zelebriert und lädt zu über 60 Veranstaltungen bundesweit ein.

SID 2012 als Initiative der EU und klicksafe.de… Hinter der Planung steckt ferner das Team um klicksafe.de. Klicksafe ist ebenfalls ein Projekt der europäischen Kommission und soll die Medienkompetenz im Umgang mit dem Internet und den sogenannten neuen Medien fördern. Hintergrund beider Sensibilisierungskampagnen, ist ein Aktionsplan, den die EU 1999 erstellt hat, um Verbraucher vor unerwünschten Inhalten im Web zu schützen und die sichere Nutzung moderner Kommunikationsmittel zu fördern. Das Safer Internet Programme legte seinen Schwerpunkte seitdem u.a. stark auf die Bekämpfung von illegalen, unerwünschten oder schädlichen Inhalten. Laut Website beinhaltet das aber auch, die Bevölkerung dahingehend aufzuklären und die Zusammenarbeit zwischen betreffenden Gruppen und Einrichtungen zu stärken. Entstanden, ist daraus aber nicht nur der Thementag, um den es sich heute dreht, sondern vielmehr auch ganze Zentren, die sich als Meldestelle für kritische Inhalte und als Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer verdient machen sollen. Diese „Safer Internet Centren“ gibt es inzwischen in 26 europäischen Ländern. Zum Thema Medienkompetenz… Die Bemühungen um die Medienkompetenz ist ein Thema, welches gerade auch Pädagogen nicht zuletzt durch die steigende Kommerzialisierung des Webs umtreibt. Beinhalten tut dieser Begriff vier Säulen. Man spricht in dem Zusammenhang von der Medienkritik und der Medienkunde, die sich stark mit der Art und Weise beschäftigen, wie Medien vermittelt werden. Mit der Mediennutzung und der Mediengestaltung wird zusätzlich nach zielorientierten Antworten geforscht. Laut Wikipedia bedeutet der Begriff allerdings ganz einfach, die Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend zu nutzen. Gerade in Bezug auf die digitalen oder neuen Medien wird dabei aber oftmals auch nach einem Konsens gesucht, wie viel Medienkonsum gut für uns ist und wie stark man auch User schützen muss, deren Kompetenz erst noch entwickelt werden muss oder die per se eher weniger fähig sind eine Art Kompetenz zu entwickeln. Konservative Stimmen neigen in dem Zusammenhang oft zu der Meinung Medien reglementieren und ein Stück weit zensieren zu müssen z.B. durch bestimmte Schutzprogramme wie JusProg, während liberale Meinungen genau das Gegenteil wollen und eher dafür einstehen, dass gerade Kindern und Jugendlichen dahingehend schon in der Schule beigebracht werden soll, was ein verantwortungsvolles Handeln und ein sicheres Auftreten im Web ausmacht. Die Reglementierung von Inhalten sei nur in besonders heftigen Situationen wünschenswert, wie zum Beispiel bei pornografischen Inhalten. Wir Netzpiloten haben dahingehend vor einiger Zeit, Birgit Kimmel, die als pädagogische Leiterin von klicksafe.de, in unserem erschienenen Report „Wir ohne Grenzen“ einmal interviewt. Auf die Frage hin wie man denn das Internet für Kinder sicher machen könne, lautete ihre Antwort:

„Mit Blick auf die Risiken, die Kindern und Jugendlichen im Internet begegnen können, gilt es, sie vorzubereiten, zu stärken und – ihrem Alter entsprechend – ihre Medienkompetenz zu fördern. Während bei Grundschulkindern Risikovermeidung im Vordergrund steht, wird später die Risikoreduzierung wichtiger. Eltern und Pädagogen sollten darauf achten, dass sich Jüngere in kindergeeigneten, sicheren Surf- und Kommunikationsräumen bewegen. Parallel sollte bereits dem Alter angemessen Medienkompetenz vermittelt werden. Bei älteren Kindern und Jugendlichen steht dies dann an erster Stelle: Sie sollten lernen, Risiken zu erkennen und zu vermeiden. Technische Schutzprogramme verlieren dann an Bedeutung, denn mit Verbesserung ihrer Fähigkeiten und Kenntnisse können Ältere diese umgehen“.

Frau Kimmel positionierte sich zu der Zeit klar zur Aufklärung, allerdings ist sie Schutzprogrammen nicht gänzlich abgeneigt. Zumindest im sehr jungen Alter, wie es scheint. Damit bewegt Sie sich im Bereich zwischen Konservatismus und Liberalismus. Ein kurzer Blick in die Veranstaltungsliste… Einen neutralen Blick und das Augenmerk auf beide Richtungen sollen nun auch die Veranstaltungen des SID 2012 aufzeigen. Schaut man sich die Veranstaltungsliste einmal an, so wird klar, dass hier jeder gemäß seiner Vorstellung auf lohnenswerte Panels und Workshops stoßen wird. Da die Veranstaltungen dezentral in der gesamten Bundesrepublik ablaufen, wird es allerdings schwierig werden, an jedem mehr oder weniger interessanten Panel teilzunehmen. Drei dieser Veranstaltungen, die wie ich glaube lohnenswert sein könnten, möchte ich euch dennoch einmal vorankündigen. Angefangen wird z.B. mit einer Pressekonferenz im Bilingualen Gymnasium Phorms in Berlin. Hier treffen sich u.a. die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, der TV-Moderator Jörg Pilawa (!), der Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen Dr. Jürgen Brautmeier und die bereits oben erwähnte Birgit Kimmel, die außerdem als Mitarbeiterin der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), mit ihren Gesprächspartner ersten Fragen Rede und Antwort stehen wird. Es bleibt zu hoffen, dass diese auch kritischen Naturen sein dürfen. Interessant wäre zum Beispiel die Frage, warum Deutschland mit einer starken Neigung zur Zensur von Inhalten im Web (die gerne unter dem Deckmantel des Jugendschutzes vollführt werden), jegliche Bildung von Medienkompetenz einengt und den Nutzern die Möglichkeit nimmt, sich mit Inhalten auseinanderzusetzen und Erfahrungen zu sammeln. Diese exemplarische Frage, könnte sicherlich der ein oder andere Experte – zum Beispiel Frau Schröder – in dieser Runde beantworten. Freunde von Statistiken und Daten, könnten außerdem in München auf interessante Erkenntnisse stoßen. Denn hier wird zur Präsentation einer Studie geladen, die vom Institut für Medienpädagogik (JFF) geführt wurde. Das Thema lautet „Konflikte in Sozialen Netzwerkdiensten“ und tritt mit dem schonungslosen Titel „Wo der Spaß aufhört …“ an. Das JFF-Institut hat für diese Teilstudie (mehr Informationen hier) insgesamt 61 Schüler befragt, wie sie dem Thema Cybermobbing und Persönlichkeitsrechtsverletzungen gegenüber stehen und welche Konflikterfahrungen sie bisher selber gemacht haben. Es wird interessant sein zu erfahren, ob die Jugendlichen, den leider auch oft unverhältnismäßigen Ängsten der Eltern und Pädagogen recht geben oder ob sie einige Vorurteile der Erwachsenen zerstreuen können. Besonders lohnenswert dürfte zudem der eher kleine Beitrag des Cafes „ABdate“ in Aschaffenburg sein, welches Kindern, Jugendlichen, Eltern und Pädagogen Vorort zeigen wird, wie man u.a. sein Facebook-Profil gemäß der höchstmöglichen Privacy- und Datenschutzbedingungen einstellen kann. Leider findet sich nämlich nicht jeder in dem Gewirr aus Richtlinien und versteckten Opt-ins des sozialen Netzwerkes zu Recht. Diese Veranstaltung empfinde ich als Pflichtevent für jeden, der sich im Umkreis des Städtchen aufhält und dessen Kind Mitglied auf Facebook ist. Es gibt natürlich noch weitere Veranstaltungen, die vielleicht interessanter erscheinen, als die von mir präsentierten. Wer diese Veranstaltungen, Panels und Workshops erfahren möchte und wissen will, ob es auch Termine in der eigenen Stadt gibt, der ist hier im Schedule-Bereich des Safer Internet Days gut aufgehoben.

February 6 2012, 10:10am

Lesetipps für den 6. Februar

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

BUCHMARKT & AMAZON Interview zu Amazons Verlagsaktivitäten: Matthias Ulmer: "Amazon hat bislang ein komplett anderes Geschäftsmodell. Dazu gehörte etwa auch, dass es keine erreichbaren Katalogredakteure mehr im Inland gab. In diesem alten Geschäftsmodell ist Amazon erfolgreich. Ob sie rentabel sind? Aktuell vermutlich nicht. Langfristig schon eher." OFFENES NETZ Geschlossene Ökosysteme: Abschied vom Netz, wie wir es kennen » netzwertig.com: Das Internet in seiner bisherigen Form wird nicht nur durch Regierungen und fortschrittsfeindliche Unternehmen bedroht. Die Demontage eines offenen Netzes findet auch von “innen” statt. SHITSTORM & PR Mistwetter – Die fünf Phasen eines PR-Desasters: Irgendwann trifft er jeden mal. Meistens unerwartet, aber nicht zwangsläufig unvorbereitet. Unangenehm bleibt er dennoch: der Shitstorm im Internet FACEBOOK Mark Zuckerberg’s 6 Ingredients For Success: When asked if Wall Street would accept a young Mark Zuckerberg in his early 20s as CEO, Facebook investor Peter Thiel said: “Well, we’ll wait until he’s over 25 to file”. APPLE Apple’s iPhone Business Alone Is Now Bigger Than All Of Microsoft: Apple's iPhone business alone is now bigger than Microsoft. Not Windows. Not Office. Microsoft. ÖKONOMIE Ökonomie in der Kritik: "Wir stehen am Anfang einer Revolution": Durch die Schuldenkrise bröckelt das Fundament der Wirtschaftswissenschaften. IfW-Chef Dennis Snower sieht die Ökonomie vor einem neuen Zeitalter. GOOGLE & BLOGS 25 Reasons Why Google Hates Your Blog: Creating high-quality, relevant content is a must if you want your blog to be noticed by search engines but it’s only part of the picture. If you’re not sure if Google really hates your blog, or whether it’s just ambivalent, then step through these warning signs. FAMILIE? Wieso Sex? Wir wollen Kinder!: So dass es ja durchaus sinnvoll sein kann, die Zeugung und Erziehung gleich von Beginn weg nach den Regeln der Vernunft statt nach den Flattereien des Herzens zu organisieren. WIKI & PRO-ACTANetend Wiki: Kollaborative Dokumentation von Urheberrechtsverstöße deutscher Politiker und ACTA-Befürworter ALGORITHMEN Freiburg: Freiburger Informatik-Professorin Hannah Bast erhält Google-Forschungspreis über eine Million Dollar : Die Routenplanung der nächsten Generation entsteht auch mit Hilfe einer Freiburger Wissenschaftlerin: Professorin Hannah Bast, Inhaberin des Lehrstuhls Algorithmen und Datenstrukturen, hat einen Forschungspreis über eine Million US-Dollar von Google bekommen.

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February 6 2012, 9:15am

Videotipp: A Swarm of Nano Quadrotors

Ein Schwarm von Nano Quadrotors kann ziemlich viele coole Dinge. In Formationen fliegen zum Beispiel. Wie präzise und schick das aussehen kann. Seht Ihr hier.

February 3 2012, 11:49am

social media will kill the revolution

Ein kleiner Denkanstoß zum Wochenende. Wahrscheinlich haben ja weder diejneigen recht, die glauben, dass es ohne Social Media keinen arabischen Fürhling gegeben hätte noch diejenigen, die das Gegenteil behaupten. Die Blogger und Aktivisten in den Maghreb-Staaten jedenfalls wissen um die Möglichkeiten seit Youtuben, Facebook, Twitter und Blogs – ganz zu schweigen von der niedergeknüppelten iranischen Revolution. Aber wissen wir im ruhigen Europa und den USA um die Möglichkeiten direkter Handlungen trotz, wegen bzw. nach Occupy? Courtesy by Propaganda Times

February 3 2012, 10:42am

Die 5. Woche im Web

Diese Woche war voller konstruktiver Beiträge zur breiten gesellschaftlichen Diskussion des Internet als öffentlichem Raum. Daher hat die CDU einen anerkannten Experten zum Thema gefunden, der die tiefen Gräben zwischen den 50 Millionen Netznutzern und dem Rest der Deutschen zuschüttet. So haben dann Frank Rieger und Lawrence Lessig auf diese goldene Brücke ihre Plüschtiere gelegt und den Flauschstorm genauso behutsam beantwortet. Außerdem ist plötzlich aufgefallen, dass nicht nur die USA PIPA und SOPA hat sondern wir sogar mit ACTA in der EU ein veritables Geschwisterchen geboren haben, dass den Einen oder die Andere auf die Palme bringen könnte – zumindest wenn man in Polen lebt. Am 11. Februar wird es dann also auch in der BRD losgehen und in vielen Städten werden Hunderte Demonstranten das weitgehend abgenickte Abkommen mit Protest beantworten. Wie wir alle wissen, wird ab nächsten Dienstag das eBook die Weltherrschaft übernehmen. Zu diesem Zweck hat Amazon eigens ein sogenanntes Social Zepter auf den Markt gebracht, mit dem wir die Kultur regieren können. Böse meinende Zungen nennen es auch eReader oder gar Tablet, in Anlehnung an die alten Schultafeln aus den Erzählungen der Steinzeit-Schüler…

8,4% der befragten Deutschen haben angegeben, dass sie sich von den demografischen Statistiken über Google+ insegsamt oder in Teilen betrogen fühlen. Ungefähr 3.897.562 Nutzer Sozialer Netzwerke haben ein Video mit vielen kleinen Quadrokoptern verteilt, sodass ich nun neben der Anomalie gegenüber animierten GIFs nun auch eine Anomalie gegenüber Quadrokoptern entwickelt habe, dergestalt, dass ich bei ihrem Anblick instantan in eine Schockstarre verfalle, die über Minuten anhalten kann und mit heftigem Gewölle im Rachenraum endet. Was letzte Woche im Eifer des Geschlechts unterging: Das Thema Open Data lebt, dazu war am 20. Januar in Köln ein netter Event: der Open Data Hack Day. Peter K. aus M hat mitgeteilt, er werde zunächst 80% aller Facebook-Aktien übernehmen, da er seit zwei Monaten sein Taschengeld gespart hat. Sein weiteren Pläne mit dem Unternehmen wird er bekannt geben, wenn die Aktien Penny-Stock-Status erreicht haben werden, also Ende 2017.

February 3 2012, 10:00am

Jugendliche wollen Musik

Katrin Viertel von medienlotse.com beantwortet Fragen rund ums Thema Erziehung und digitale Medien. Heute geht es ums Musikhören und -beschaffen.

Wenn es um Filme und Musik aus dem Netz geht, sind mir meine Kinder (14 und 16 Jahre) weit voraus. Sie wissen, was es wo zu streamen, runterzuladen und zu tauschen gibt. Was davon legal oder illegal ist, interessiert sie nicht. Ich gestehe, dass es mich zwar interessiert, dass ich aber schlicht nicht mehr Bescheid weiß. Immerhin frage ich mich noch, ob sich die Kinder strafbar machen. Muss, kann, sollte ich verhindern, dass sie sich ihre Lieblingsstücke aus dem Internet holen?

Antwort: Nein, verhindern können Sie das nicht und – je nach Quelle – müssen Sie das auch nicht. Tatsächlich sind die Debatten ums Downloaden und Streamen recht komplex und langwierig. Auch die Begriffe „Urheberrecht“ und „geistiges Eigentum“ werden diskutiert, wobei die generelle Gültigkeit des letztgenannten– soweit folgen halbwegs interessierte Eltern oft noch dem aktuellen Geschehen – inzwischen stark angezweifelt wird. Aber was bedeutet das konkret für den Umgang mit Musik und Filmen zu Hause? Ich empfehle, dass Sie mit den Kindern immer wieder darüber sprechen, was es für Künstler bedeutet, wenn sie mit ihrer Arbeit, ihren Werken nichts verdienen. Überlegen Sie, welche Geschäftsmodelle möglich wären, damit Künstler von ihrer Arbeit leben können. Bis es andere Lösungen gibt, sollten auch Ihre Kinder die zahlreichen kostenlosen und legalen Angebote nutzen (eine aktuelle Liste von Webseiten, Gebühren und Leistungen findet sich hier). Mittlerweile gibt es so viele Angebote im Netz, dass diese „Beschränkung“ sicher nicht das Ende des Musikhörens und Filmeguckens bedeuten würde. Vielleicht könnten Sie auch gemeinsam ein Konto mit Flatrate einrichten? Das gibt es für weniger als 5 Euro im Monat. Reden Sie auch darüber, dass viele dieser Beschaffungsdienste Abzocke-Angebote sind, dass Abmahnungen der Nutzung folgen können. Schärfen Sie den Kindern ein, diese Schreiben nicht zu ignorieren und holen Sie sich gegebenenfalls Unterstützung bei Ihrer Verbraucherzentrale. Je nach Alter der Kinder, der Menge der illegal beschafften Inhalte und der Frequenz der Downloads haften die Kinder unter Umständen selbst. Die Eltern als Inhaber des Anschlusses sind sowieso mit dran. Zum einen sollten Sie also die Konsequenzen der illegalen Nutzung aufzeigen und immer wieder über das Thema reden, auch wenn Sie selbst kein Urheberrechts-Spezialist sind. Vielleicht wird es Jugendliche nicht davon abhalten, weiter zu streamen und runterzuladen. Dennoch verstehe ich es als Aufgabe der Eltern, mindestens ein gewisses Unrechtsbewusstsein herzustellen und an die Selbstverantwortung zu appellieren. Zum anderen: Geben Sie ein gutes Beispiel und nutzen Sie selbst nie CDs, DVDs, Programme und Dateien aus zweifelhaften Quellen.

February 3 2012, 9:30am

Lesetipps für den 3. Februar

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

CSS The CSS3 Test: Wieviel CSS3 kann Dein Browser? Teste es hier und jetzt…

WORDPRESS Wie die WordPress Admin Bar als Datenkrake missbrauchbar ist: Über die mit WordPress 3.3 eingeführte erweiterte Admin Bar kann eine in den USA angesiedelte Firma E-Mail-Adressen von Nutzern der selbstgehosteten WordPress-Variante mit den Adressen der von ihnen bearbeiteten Blogs zusammenführen.

YOUTUBE How YouTube is Part of a Global Economic Transformation: The Internet may have grown up first in the United States, but it's a global phenomenon now. The same can be said for the fast-growing body of educational content on the web. YouTube announced a new batch of partners that were added to its Education Channel today and noted that nearly 80% of the viewership of educational content on the site came from outside the United States.

STUDIE & SOCIAL DINSGBUMS Zwei Studien und ein Ergebnis: Wie groß sind Einfluss und Vertrauenswürdig von Social Media 2012 nicht? : Im Vergleich zu Presse, Unternehmens- und anderen Medien wird den “Social Media” als Informationsquelle immer noch am wenigsten Vertrauen entgegengebracht. Waren es im letzten Jahr nur 8% Prozent, die Inhalten im Social Web Vertrauen geschenkt haben, so sind es 2012 schon 14%. Also eine Steigerung von 75% Prozent.

FACEBOOK & IPO As Facebook files IPO mobile presence leaves questions unanswered: For the last couple of years, I’ve been writing about the huge challenge Facebook faces when it comes to asserting its social networking dominance as consumers move from the desktop to mobile devices. The numbers within the Facebook filing for its IPO were certainly impressive. Nothing really unexpected within the tech community, but the traditional media will of course lap it up with stories of billionaires and world domination.

APPLE Sozialtheoristen » “supposed to be fair”: 13 Mrd. Quartalsgewinn (Apple) macht, bei geschätzten 100.000 Foxconn-Mitarbeitern (Apple-Anteil), ein Jahresgewinn pro Person von etwa einer halben Million Dollar. Könnte man 10% davon als Lohn für Arbeit an die Menschen weitergeben? Nein, das macht man nicht.

SAMSUNG & TABLET Samsung gibt Vorgeschmack auf Tablet mit „Retina“-Display und 2GHz-Exynos-Prozessor » t3n News: Samsung demonstrierte im Zuge einer Präsentation des neuen mobilen Exynos 5250-Prozessors, wie die Antwort auf Apples iPad 3 aussehen könnte.

STUDIE & WEBNUTZUNG W&V;: Studie: Erwachsene sorgloser als Kinder im Umgang mit Netz: Nur 44 Prozent der User denken darüber nach, welche langfristigen Auswirkungen ihre Online-Aktivitäten auf ihre Reputation haben könnten. Erschreckenderweise zeigte eine aktuelle Microsoft-Studie, dass dabei die Zahl der unbesorgten Erwachsenen genauso hoch ist wie bei den Acht- bis 17-Jährigen. Befragt wurden Konsumenten in Deutschland, den USA, Kanada, Spanien und Irland.

FACEBOOK & IPO Facebook’s Biggest Risks Explained: In its S-1 filing, Facebook outlined a litany of risks for the company going forward. Monetizing the mobile user base in a system dominated by its competitors will be a major challenge going forward. Diversifying its portfolio away from its reliance on advertising will be a big task, one that Google has never quite figured out. We take a deep dive into Facebook's risk factors below.

ACTA #ACTA: Proteste in Deutschland werden größer: Zur Koordinierung und Kommunikation des Anti-ACTA-Protesttag am 11.2.2012 gibt es jetzt ein Wiki und einen Twitter-Account. Dort finden sich auch eine lange Liste mit Demonstrationen und Aktionen in ganz Deutschland

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February 3 2012, 9:15am

Videotipp: The Dog Strikes Back: 2012 Volkswagen Game Day Commercial

Hier haben wir gleich zwei Höhepunkte im neuen Volkswagen Viral-Spot. Es geht um einen dicken Hund, der alles daran setzt wieder schlank zu werden und um einen alten Bekannten, mit dem, soweit bekannt, nicht gut Kirschenessen ist. Aber ich will nicht zu viel verraten.

February 2 2012, 12:00pm

Viral-Charts im Januar 2012

Welche viralen Spots haben euch wohl diesen Monat in den Klick-Wahn verfallen lassen? Nun ja, da wäre zum einen ein Rudel imperialistischer Hunde, die nicht nur mit lustigen Kostümen auf sich aufmerksam machen und zum anderen ein adrenalinsüchtiges Ferkel, das im wahrsten Sinne des Wortes Schwein hat. Die Viral-Charts diesen Monat sind wieder prall gefüllt mit erheiternden Clips jeder Sorte. Auch ein Flashmob der etwas anderen Art, im Flugzeug der Airline “Finnair” hat sich eingeschlichen. Starten wir den Tag mit einem Lächeln!

  1. The Bark Side: 2012 Volkswagen Game Day Commercial Teaser

Diese Volkswagen-Star-Wars-Schiene, die der Konzern nun bereits seit fast einem Jahr fährt, reißt nicht ab. Die Kampagne, die mit dem “Little Darth Vader” begann, ist einfach eine eierlegende Viral-Wollmilchsau geworden und besitzt das Zeug zur legendärsten Werbekonzeption überhaupt. Mit „The Bark Side“ versuchen die Werber ihren Erfolg fortzuführen. Für den Monat Januar jedenfalls hat es gereicht. Platz Eins der Viral-Charts ist dieser Clip geworden. Gratulation! 615,436 shares für die Nummer Eins.

Mehr nach dem Klick.

  1. Megaupload Mega Song HD

Das muss man sich mal vorstellen! Da haben die Künstler aus der Musik- und Fernsehwelt über Jahre Seite an Seite mit Ihren Labels und Produktionsfirmen gegen das Filesharing gekämpft. Mit Tränen darauf hingewiesen, wie sehr es Ihnen doch im Geldbeutel weh tut, dieses böse, böse Filesharing und nun dies… ein Promovideo für Megaupload in dem Stars wie Jamie Fox, Kanye West oder Will.i.am lauthals verkünden: „Wir lieben Megaupload!“ Da hat Kimble sicherlich tief in die Tasche gegriffen! Der Clip jedenfalls, ist auf Platz Zwei im Januar gelandet und hat den Mythos um Kim Dotcom ein Stück weiter gefestigt. Immerhin. 514,334 shares für die Nummer Zwei.

  1. Motorcycle vs. Car Drift Battle 2

Wer es schnell mag, der wird dieses Video lieben. Nick „Apex“ Brocha ist zurück und er bringt seinen Teamkollegen Ernie Vigil mit. Was die beiden Raketen leisten, wenn sie sich auf eine Kräftemessen in Form eines „Motorcycle vs. Car Drift Battles“ einlassen, widerspricht jeglicher Vorstellung von Physik. Fliehkräfte werden einfach ausgeschaltet und Reibung existiert gar nicht. Ein Platz auf dem Siegerpodest ist Ihnen sicher. Auch wenn es „nur“ Platz Drei ist. 336,624 shares für die Nummer Drei.

  1. The Joy of Books

Schlaflose Bücher, die am Abend ein Eigenleben führen und einen eigenen kleinen Lesezirkel zelebrieren. Könnt Ihr euch das vorstellen? Nach dem coolen Stop-Motion-Video vom Buchhändler Sean Ohlenkamp aus Toronto vielleicht. Lustige Idee die beim umräumen der Bücherregale entstanden sein soll. Für so viel Kreativität gibt es einen Platz im Ranking 244,160 shares für die Nummer Vier.

  1. Official 2012 Honda CR-V Game Day Commercial – “Matthew’s Day Off” Extended Version

Zur Feier des neuen Honda CR-V 2012 macht der scheinbar etwas in die Jahre gekommene Matthew Broderick blau und erlebt einen Tag voller Wunder. Festgehalten in diesem Spot ließ sich die Neugierde der Zuschauer nicht bremsen. Was ein Star wohl in seiner „Freizeit“ macht? Bis dato haben sich 5,253,972 User dieser Neugierde ergeben und die Spot auf Platz Fünf manövriert. 196,348 shares für die Nummer Fünf.

  1. Si Lemhaf – Kharrej Legrinta Elli Fik (Official Clip by Coca-Cola)

Dieses Musikvideo ist die offizielle Hymne der tunesischen Nationalmannschaft und darf gerne als Aufforderung an den Kampfgeist der Tunesier herangezogen werden. Nachdem das Volk nun eine harte Zeit durchlebt hat, darf es auch mal wieder feiern. Das geht am besten beim bevorstehenden Africa Cup. Der Clip wurde von Coca-Cola gesponsort und wird derzeit oft genug geteilt, um es auf Platz Sechs der Viral-Charts zu schaffen. 175,542 shares für die Nummer Sechs.

  1. Game Of Thrones Season 2: “Shadow” Tease

Jetzt kommt was für Fantasy-Fans. Der Trailer zur 2. Staffel der HBO-Produktion „Games of Thrones“ teasert die im April stattfindende Premiere an. Die Serie basiert auf die Romanvorlage von George R.R. Martin. Jedes Buch wird in das Format einer Staffel abgefilmt. Ob die Produktion auch auf dem deutschen Markt ausgestrahlt wird, scheint noch nicht ganz klar zu sein. So müssen die Herr der Ringe- und Harry Potter-Fans noch ein wenig bangen. Der Trailer jedenfalls bekleidet zurzeit Platz Sieben der Viral-Charts. 117,263 shares für die Nummer Sieben.

  1. Surprise Dance on Finnair Flight to celebrate India’s Republic Day

Takeoff to Bollywood! Hier überrascht eine Tanzcrew die Passagiere an Bord eines Finnair-Fluges nach Delhi. Grund ist der Tag der Republik, den Indien am 26. Januar feiert. Nichts für meine Ohren. Aber das tut auch nichts zur Sache, denn scheinbar gefällt diese Aktion anderen doch sehr. 117,099 shares für die Nummer Acht.

  1. Coming Soon

Tja. Was soll ich dazu sagen. Der Clip geht keine 10 Sekunden und ist der Anheizer für die obige Honda-CR-V-Game-Day-Werbung, die auf Platz Fünf zu sehen ist. Soviel zum Thema Neugierde. Bis jetzt haben sich diesen Spot genau 4,817,684 Zuschauer angeschaut. Applause! 90,176 shares für die Nummer Neun.

  1. Maxwell the Pig Returns! Zip-line Piggy – New GEICO Commercial

Geico ist ein Versicherer, der öfter mal mit Viral-Videos auf sich aufmerksam macht und seine Pappenheimer darauf hin weist, dass auch Adrenalin-Süchtige hier versichert werden. In diesem Sinne: Weeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee! Platz 10 für den Spot rundum die neue Geico-App! 87,214 shares für die Nummer Zehn.

Quelle: Mashable Global Ads Charts

February 2 2012, 9:45am

Lesetipps für den 2. Februar

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

HEVELING & LAWRENCE LESSIG Der Vietnam-Krieg des Internets: Mit seinen Thesen zum Web 2.0 hat Ansgar Heveling für Aufregung gesorgt. In einem Gegenentwurf setzt sich der Urheberrechts-Vordenker Lawrence Lessig mit einem zentralen Thema der Debatte auseinander – Copyright im Web.

GOOGLE+ HANGOUT How to use Google+ Hangouts for Business: There is nothing more personal than having a face-to-face conversation. Exchanging e-mails is impersonal, speaking on the phone is a step up, but having a face-to-face conversation allows you to see people’s reactions and non-verbal communication.

XBOX Vol. 3Neue Xbox: Marktstart für 2013 immer wahrscheinlicher: Die neue Xbox, der Nachfolger von Microsofts aktueller Heimkonsole , könnte nach neuesten Gerüchten im Herbst 2013 auf den Markt gebracht werden.

AMAZON KINDLE NUR FÜR EINSPRACHIGE Adieu, Kindle: Wie es Peter Glaser so schön formulierte: Dr. Kindle auf der Flucht: "Wenn ich in einer Welt, die durch Amazon mit eBooks versorgt würde, all meine Interessengebiete abdecken wollte, müsste ich mir ein halbes Dutzend Kindles unter konspirativen Adressen in allen betreffenden Läden registrieren und müsste statt Büchern meine internationale Kindle-Sammlung auf Reisen mitschleppen".

LINUX & GNOME GNOME Shell Extensions: Endlich: Ein Extension Repository für GNOME 3. Wer braucht schon OSX oder Windows 7 bzw. 8, wenn es LINUX in solcher Qualität und mit so einem Service gibt – nur Masochisten und unverbesserliche Gewohnheitstiere…

GEMA & CC GEMA bleibt beim Nein zu Creative-Commons-Lizenzen: Die GEMA ist weiterhin der Ansicht, dass sich ihr Verwertungsmodell und das alternative Lizenzierungssystem Creative Commons (CC) nicht unter einen Hut bringen lassen

WISSENSCHAFT & WISSEN Verbot und Erfahrung – Argumentation und Scholastik #systemtheorie #peterfuchs « Differentia: So kommt es in der Wissenschaft dann nicht mehr auf Wissen oder Nichtwissen an, denn beides ist das Produkt von sozialer Wissensproduktion, die nicht allein in der Wissenschaft statt finden kann, sondern darauf, in der Wissenschaft zitiert und wahrgenommen zu werden, was sich in Zitationsnachweisen niederschlägt, welche ihrerseits zur Kenntnis gebracht werden müssen, was so einfach nicht mehr ist. Gelingt dies im unwahrscheinlichen Fall dennoch, so ist Wissenschaft das, was zitiert und bürokratisch abgestempelt, nicht was gelesen, studiert, durchgearbeitet, verstanden wurde, sondern nur noch das, was diese Bedingungen der Steigerung von Unwahrscheinlichkeit überwindet

CAUSA HEVELING Antwort auf Ansgar Heveling: Ein Aufruf zu Integration und Vernunft: … bin ich der Überzeugung, dass es weder eine Netzgemeinde, noch eine digitale Gesellschaft gibt. Es gibt Menschen, deren Leben sich stärker digital abspielt, die kommunikativer sind. Genau so, wie es Menschen gibt, die mehr in die Kneipe gehen, zum Sport und ständig mit dem Sportwagen fahren

URHEBERRECHT Der „dritte Korb“ darf kein Maulkorb für Urheber werden…: Vor 30 Jahren befassten sich allenfalls Spezialisten mit dem deutschen Urheberrecht. Heute muss sich jeder normale Bürger damit herumschlagen. Vor 30 Jahren waren immaterielle Güter ein Sonderthema für philosophische Besinnungsaufsätze, heute setzt die Kulturindustrie mit digitalen Dateien mehr um als die Automobil-Industrie.

KINDLE FÜR STUDENTEN Gastbeitrag: Erfahrungsbericht Amazon Kindle: Hier also der dritte Nutzerbericht über den eBook-Reader aus dem Hause Amazon.

SAMSUNG & ARBEITSBEDINGUNGEN Schwere Vorwürfe wegen Arbeitsbedingungen bei Samsung: Der südkoreanische Konzern Samsung sieht sich weiterhin Vorwürfen ausgesetzt, Schuld am Krebstod von Dutzenden seiner Mitarbeiter zu tragen.

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February 2 2012, 9:15am

Videotipp: Sesame Street & OK Go – Three Primary Colors

So liebe Leser, an der Stelle möchten wir mal ein wenig Nachhilfe geben und allen noch mal die drei Grundfarben erklären. Das ist albern findet Ihr? Finden wir nicht, zumindest nicht wenn sie auf solche lustige Art und Weise von der Band “OK Go” geleistet wird.

February 1 2012, 12:00pm

How the Quantified Self might change our lives – a 2020 scenario

We’ve recently been doing a number of interviews on the Quantified Self, the trend of capturing behavioral and body data for analysis and sharing. One of the questions that keeps popping up in these interviews and everyday conversations alike is: Where will this lead down the road? In other words, how will our life change if we continue on this path? It’s a loaded question of course, and has many aspects – of societal change, the perception of the self, business models, privacy, ownership and control, just to name a few. So I’m going to engage in a little speculation and write a scenario of an everyday scene. Please think of it as playful exploration, a thought experiment rather than full-blown forecasting scenarios or predictions.

1 Ramp up your Med Credits

It’s 2020. Patrick wakes in his sleep pod that’s just large enough for him to stretch out. As every morning, the first thing he does is active his in-pod computer. “Show me my vital signs and prepare an appropriate breakfast.” While he climbs out of the sleep pod and walks over to the shared kitchen area, the internet fridge pours a bowl of porridge-like nutritional mash. “Darn,” Patrick thinks, “the flavor cartridge has to be replaced, the taste is all off.” The moment he puts down his bowl, his connected smartphone uses the in-house speaker system to remind him that he has a 30 minute workout coming up: He’s running low on Med Credits, and if he doesn’t fullfil his weekly fitness duties, he’ll lose his health insurance for the month. Swearing, he heads over to the in-house gym. After all, there’s no way around it. You can’t cheat the body sensors… Not really, tough, right? Not really, no. However, reading the media reports and talking to the critics of self-tracking, one could get the impression that something like this is the worst case scenario they have in mind. We hope and believe that a scenario like the following is much more likely than that extreme case.

2 A visit to the doc in 2020

Here’s the scene: It’s 2020. Eight years from now, the thing called “Quantified Self” has become integrated in our daily lives. Nobody really mentions it anymore, it’s just become normal. Mara is on her way to the doc for a quick checkup. Last night she had been out with her friends when she felt a little dizzy. Through the heartbeat sensor in her necklace, her phone had picked up the change of her pulse and reacted immediately: It asked her a couple of questions to make sure she was ok and no external help was needed, and asked if she’d like to see the doc just to make sure she’s ok. “Better safe than sorry,” she thought, and punched the OK button. Matching her calendar with her doc’s, the Medical App coordinated and confirmed an appointment for the next morning. Sitting on the subway, Mara listens to an audiobook while preparing for the doc. The doc’s software, as usual, is preparing a small dossier for him so he’s up to speed on her health. She confirms his requests to pull together some data from her body sensors to check for any major changes over the last few months as well as her nutritional and food logs. Through her app, the doc’s software also asks if she had been exposed to a lot of stress. She can’t help thinking of the red warning light on her banking app – it had been a pretty expensive month, and her salary was still overdue. “Medium stress,” she tells the doc’s software, and prepares to leave the subway. “Anything else we should know?” asks the software while Mara walks towards the doc’s building. She considers for a moment, then remembers that her DNA analysis had shown a slightly above-average predisposition to high blood pressure. She was very conscious of that kind of data and wouldn’t give it to her health insurance – she had heard rumors they might decide to put some exceptions on her health coverage and wouldn’t want to take that risk. “It might be relevant for the doc, though,” she thinks as she sends that part of her DNA analysis over to the doc. Entering the doc’s practice, the friendly young woman at the reception asks her to take a seat in the waiting room for a few minutes. When her name is called and she enters the office, the doc is already familiarizing himself with the data she had sent earlier. “Nothing major in here, but it seems that last night you had a bit of a fast heartbeat. Let’s see if it’s anything serious.” He runs his tests, and adds the results to her dossier to be synced back to her. It turns out not to be too bad. “The data shows that you’ve slept somewhat irregularly for the last few days, though. Maybe try to skip the espresso after 9pm for the next week and see how that goes.” 10 minutes later, Mara is leaving the practice. On her way out, the receptionist says goodbye, remarking: “I’ll sync some background information about improving sleep and about blood pressure with your phone. There was just a study that shows a connection to eating greens.” Laughing, she adds: “Well, not a whole lot of news there, right?” Plugging in her earphones, Mara heads back to work. Nothing to worry about. It’s good to know for sure. So, what now? As scenarios goes, this one isn’t terribly exciting. No blood, no action, right? That’s for good reasons. One, we think about technology and its implications for society – not medical issues. So rather than making up something spectacular and quite possibly wrong, I went for a false alert here. Forgive me for this not-so-cunning literary device. Two, it’s that element of the mundane, the fact that the whole thing is really quite unspectacular, that is the point here. Today, the notion of consciously tracking our behavior seems odd, almost freakish. It seems something for nerds, or those with the medical need to track. But fairly soon, as networked sensors become ubiquitous and data plans on smartphones become really, really cheap, this is going to change. We’ll look back at today and wonder how people didn’t freak out over not knowing if something was wrong, and over not having an early detection system in place for emergencies. All this is, of course, just a matter of getting used to new circumstances. It’s in the very nature of change. In a recent interview, we were asked why dig into emerging topics. It’s quite simple, really. We’d like to help shape emerging trends for the better. To make sure that user rights are respected in whatever is built by the folks we work with, we want to be on top of stuff. Because oftentimes, even the big decisions are made in a moment during a conversation, sometimes without that much deliberation. We expect of ourselves to be able to make a good call in that moment. To make most of the near future, in whichever role we can. By the way, we’re not the only ones engaging in speculation about the future of the Quantified Self. For a slightly different take – that’s also better written – we recommend Cory Doctorow’s short story ‘The Things that Make Me Weak and Strange Get Engineered Away’ from his collection With A Little Help.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf thirdwaveberlin.com

February 1 2012, 10:00am

Eine Streitfrage: wem gehören eigentlich die Follower?

Image by ssalonso (some rights reserved) Das Thema Social Media ist für Unternehmen in der Medienbranche nicht mehr wegzudenken. Um deren Accounts auf Facebook, Twitter und Co. im Web zu betreuen, stellen viele Firmen extra sogenannte Social-Media-Manager ein. Diese Personen kommunizieren aber oftmals nicht bloß im Namen des Unternehmens, sondern geben dem Unternehmen mit ihrer persönlichen Handschrift auch ein Gesicht. Ihr Gesicht. Insofern kann man sich streiten, wer für die Follower verantwortlich ist und wer im Falle einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen Anspruch auf die gewonnenen Leser hat. Die Beantwortung dieser arbeitsrechtlichen Frage ist bislang nicht geklärt, weil sie in der Vergangenheit auch einfach nicht zur Debatte stand. Inzwischen hat sich da aber so einiges geändert und so manche Partei trifft sich derzeit vor dem Richter wieder.

Der Fall Phonedog gegen Noah Kravitz (USA)… In den USA haben wir derzeit einen dieser Rechtsstreite, der sich genau damit beschäftigt und der womöglich eine Signalwirkung haben könnte. Das Internetportal phonedog.com, auf dem Mobiltelefone und Smartphones von Besitzern bewertet und besprochen werden können, verklagt nämlich seinen ehemaligen Social-Media-Manager Noah Kravitz auf 340.000 Dollar Schadensersatz, weil dieser 17.000 Twitter-Follower auf seinen privaten Account übertragen haben soll. Um genau zu sein, hat er seinen Twitter-Account http://www.twitter.com/phonedog_Noah in http://www.twitter.com/noahkravitz umbenannt. Das habe der Arbeitgeber ihm zugestanden nach dem Ausscheiden sagt Kravitz, doch dieser möchte davon heute nichts mehr wissen. Die andere Seite, die die Rechtsabteilung von Phonedog bekleidet, gibt natürlich an einiges investiert zu haben, um sich im Social Web gut zu platzieren und um die Zahl der Fans und Follower zu steigern. Man kann auf diese Kunden, wie Phonedog sie beschreibt, nicht einfach verzichten. Außerdem begründet die Unternehmensleitung ihr Recht darin, dass die Schaffung einer entsprechenden Markenwahrnehmung im Netz durch einer erheblichen Eigenleistung entstünden sei und dass ferner die Liste der Follower eine Art Betriebsgeheimnis ist. Für das Verraten des Betriebsgeheimnisses soll Noah Kravitz nun zahlen. Und zwar genau 2,50 Dollar pro User. So die Sachlage. Der Rechtsstreit ist perfekt und die Anwälte freuen sich inzwischen: “Wir haben nur auf so einen Prozess gewartet”, gesteht der Anwalt Henry J. Cittone, “das wird einen Präzedenzfall schaffen“. Ob der Fall zum Maßstab werden kann, wird aber so einfach nicht zu klären sein. Denn das größte Problem ist, auch über diesen Fall hinaus, dass es kein eindeutig greifbares Gesetz für diese Fälle gibt, Unternehmen meist keine Richtlinien im Vorfeld aufgestellt haben und der Tatbestand des Eigentums in den seltensten Fällen klar festgestellt werden kann. Der Fall BBC gegen Laura Kuennsberg (GBR)…

Vor etwa einem halben Jahr hat sich ein anderer Fall in England abgespielt, der ähnlich ablief. Die BBC-Journalistin Laura Kuennsberg hat bei Ihrem Arbeitgeberwechsel zum Konkurrenten ITV (Independent Television) ebenfalls Ihren Twitter-Account einfach mitgenommen. Durch die Umbennung Ihres Accounts @BBCLauraK zu @ITVLauraK hat die BBC so mal eben 59.000 Follower an die Konkurrenz verloren. Die Frage, wen die Menschen abonniert haben, die politische Chefkorrespondentin, die auch für Ihre Breaking News bekannt war oder das Broadcasting-Netzwerk BBC, stand hier im Raum und wurde schlussendlich zu Gunsten von Laura Kuennsberg entschieden. Mit einer der Hauptargumente dafür war auch, dass Twitter eigentlich keine Unternehmenskonten erlaubt. Heute hat der Account ganze 72.000 Follower und die kann sich zumindest momentan ITV aufs Konto schreiben. Einschätzung nach deutschem Recht… Wie solch eine Sache nach deutschem Recht, für einen Fall wie den beiden obigen ablaufen könnte, hat nun Dr. Carsten Ulbricht mal auf dem Blog http://www.rechtzweinull.de eingeschätzt. Er glaubt zwar, dass solch eine Schadensersatzklage in Deutschland eher abwegig erscheint, ABER.. man wird ja mal träumen dürfen. Und so hat er folgende Parameter aufgestellt, die herangezogen werden können, wenn man klären möchte, wer denn hier tatsächlich als Eigentümer festgestellt werden kann:

Wer hat den Account angemeldet? Wie ist die Ausgestaltung (auch Nutzungsbedingungen) des jeweiligen Sozialen Netzwerkes? Wer bezahlt etwaige Kosten des Accounts Wie ist der Accountname (z.B. Firmenname enthalten)? Auf welche Email-Anschrift wurde der Account angemeldet? Wird der Account schwerpunktmäßig privat oder geschäftlich genutzt?

Wer Social-Media-Manager ist, wird nun feststellen, dass man hier quasi Bingo spielen könnte, denn in nicht wenigen Fällen, ist weder alles eindeutig dem Unternehmen, noch eindeutig dem Mitarbeiter zuzuordnen. Von daher behält der Rechtsanwalt recht, wenn er sagt: “… man wird hier die jeweilige Gestaltung und Historie des Accounts betrachten und bewerten müssen”. Ein wenig anders schätzt er das Ganze allerdings bei rein geschäftlichen Accounts ein, die als offizieller Unternehmenskanal im Auftrag des Arbeitgebers geführt werden. Also quasi, die typischen Unternehmensseiten auf Facebook, Twitter und Co. Auch wenn ein Social-Media-Manager diese angelegt hat und eventuell sogar alleine im Besitz der Passwörter etc. ist, so hätte die Person, hier schlechte Aussichten auf eine Übernahme der Fans und Follower. Die Sache ist komplex. Von daher könnt Ihr hier mal den gesamten Blogpost lesen, inklusive einer Bewertung des oben genannten Falles „Phonedog vs. Kravitz“. Es ist interessant, was Dr. Ulbricht dort zu sagen hat. Mit internen Richtlinien ist man gut beraten… Wer nun auf Nummer sicher gehen will – und damit meine ich nicht nur den Unternehmer – der sollte bereits bei der Vertragsschließung für Klarheit sorgen und in Form einer Nebenabrede im Vertrag oder in einer internen Social-Media-Richtlinie, die Verhältnisse klären. Das raten zumindest Experten. Eine Schadensersatzklage bei eventuellem Wechsel, möchte sicherlich keiner freiwillig ausgesetzt sein. Vor allem nicht, wenn sich ein Wert von 2,50 Dollar (z.Zt. ca 1,90 Euro) pro Follower durchsetzt. Wenn Unternehmen es zulassen, dass Ihre Korrespondenten, Social-Media-Manager und Journalisten die Firmenbezeichnung im Profilnamen nutzen, dann ist das sicher nur zum Vorteil für das Unternehmen, da die Professionalität und die Bekanntheit motivierter Mitarbeiter auch auf das Unternehmen abfärben wird. Gleiches gilt natürlich umgekehrt. So wird eine Person die für einen bekannten und angesehenen Arbeitgeber arbeitet, ebenfalls von diesen profitieren. Von daher empfiehlt es sich sicherlich nicht, diese Querverweise zu unterbinden. Übrigens… während die New York Times und der Guardian sehr lose Social-Media-Richtlinien haben, was zum Beispiel das Posten von Breaking News angeht, hält Reuters es sehr strikt und fordert vertraglich von seinen Mitarbeitern, dass diese sich, was Twittermeldungen angeht, zurück halten müssen bis die Nachricht von Reuters freigegeben wurde. Das kann man vielleicht als Beispiel einer strengen Social-Media-Richtlinie sehen. Wie steht Ihr zu dem Thema? Sollte man seine Social-Media-Kontakte mitführen dürfen, auch wenn der Firmenname im Account steht? Oder seht Ihr das eher unternehmerfreundlich und würdet behaupten, dass ein solcher Account dem Arbeitgeber und somit eventuell dem Nachfolger übergeben werden muss? Wir sind gespannt auf eure Meinung!

February 1 2012, 9:45am

Lesetipps für den 1. Februar

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

FINANZKRISE "Islands Häresie stellt einen Test der ökonomischen Doktrin da": So geht es auch liebe EU: "Island erholt sich von der Krise – auch weil es sich weigerte, die Bankenschulden zu sozialisieren, und mehr Demokratie zugelassen hat. Nun stellt sich der IWF hinter Island"

HACKER Hacken – ist es gut, böse zu sein?: Einerseits übertreffen sich Hackergruppen mit fragwürdigen Mutproben. Auf der anderen Seite decken sie technische Fehler auf, die Ausgangspunkte großartiger Entwicklungen sein können.

RANT & GOOGLE live.hackr : Googleheimer – Ein Rant: Der erste Megatrend 2012 ist eindeutig das Dissen von Google. (Aber dieser ist wirklich gut!)

ELEKTROMOBILITÄT Elektromobilität: Klimaschutz nur mit zusätzlichen erneuerbaren Energien: Die Klimabilanz von Elektrofahrzeugen ist nur dann ausgewogen, so die Untersuchungen des Öko-Instituts, wenn zusätzliche Kapazitäten erneuerbarer Energien in den Strommarkt gebracht werden. Nur dann kann ihr Betrieb emissionsfrei erfolgen

BEWERTUNGEN & RECHT Alles Fake in Social Media ? – Rechtslage negative und rufschädigende Einträge – Bewertungen Bewertungsportal UWG Rufschädigung: Immer wieder stellt sich daher die Frage nach rechtlichen Möglichkeiten gegen rufschädigende bzw. gefälschte Bewertungen vorzugehen. Auch wenn Anbieter von Waren und Dienstleistungen – gerade in Zeiten von Social Media – sich auch negative Kommentare und Kritik gefallen lassen müssen, gilt die Meinungsfreiheit auch im Internet natürlich nicht uneingeschränkt.

AMAZON WAmazon punktet mit Tablet-PC Kindle Fire: Wenn der Internet-Händler am heutigen Abend die Zahlen für das vierte Quartal 2011 vorlegt, dürfte er vor allem jenseits des Stammgeschäfts überraschen: Experten erwarten einen Boom im Tablet-Geschäft.

PRIVACY Wie bleibe ich Herr meiner Daten bei Facebook, Google & Co?: Gerade hat EU-Kommissarin Viviane Reding in Brüssel ihre Pläne in Sachen digitaler Daten vorgestellt. Sie fordert u.a. ein “Recht auf Vergessen” und den problemlosen “Umzug” mit den eigenen Daten von einem Internetunternehmen zum anderen. Im Internet wird dieses Thema schon länger unter dem Schlagwort “Data Portability” diskutiert.

CSS & WEBDESIGN Bear CSS – Helping you build a solid stylesheet foundation based on your markup: Helping you build a solid stylesheet foundation based on your markup

HEISE & MUSIKINDUSTRIE Musikindustrie scheitert mit Verfassungsbeschwerde gegen Heise-Urteil: Der BGH hatte im Oktober 2010 entschieden, dass heise online im Rahmen der Berichterstattung einen Link zur Homepage eines Software-Herstellers setzen darf, der ein Programm zur Umgehung des DVD-Kopierschutzes anbietet. Konkret ging es um die Firma Slysoft und deren Produkt AnyDVD.

DARPA & CROWDSOURCING & IMMATERIALRECHTE Jugend forscht für DARPA: US-Militärforschungsbehörde sucht Zusammenarbeit mit Schülern. Für die Jugendlichen gibt es Preisgelder, aber keine Ansprüche auf ihr "geistiges Eigentum"…

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

February 1 2012, 9:15am

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