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Social Media Monitoring Tools 2011

Discarded monitor, Lover’s Retreat (Kenneth Allen) / CC BY-SA 2.0

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ein ständiges Thema ist und bleibt die Auseinandersetzung mit Social Media, nicht nur für die Nutzer, sondern umso stärker auch für die Unternehmen. Zu beobachten wie Unternehmen, Produkte, Marken oder auch öffentliche Personen im Netz diskutiert werden, hat in diesen Zeiten einen hohen Stellenwert bekommen und dient nicht nur der Zuarbeit in Sachen Public Relations, sondern auch strategischen Entscheidungen. Fragen wie: „Werden Produkte angenommen vom Kunden? Wenn nicht, woran liegt das?“, können essentielle Änderungen nicht zuletzt auch in der Produktion hervorrufen. Außerdem gibt es viele weitere Einsatzmöglichkeiten. Beispielsweise kann man durch Social Media Monitoring auch Zielgruppen sowie deren Plattformen aufspüren, um geeignete Kampagnen zu starten, wie auch sogenannte Influencer ausfindig machen. Influencer sind einflussreiche Nutzer, die die öffentlichen Meinungen über Unternehmen oder Produkte richtungsweisend beeinflussen können und die man in diesem Zusammenhang auch nach einem objektiven Feedback bitten könnte.

Um diese Resonanzen und Antworten im Web zu finden und sie gebündelt vor sich ausbreiten zu können, haben sich auch in diesem Jahr zahlreiche Tools von der Masse abgehoben. Wir möchten euch heute einmal in Kurzform einige der erfolgreichsten Tools in diesem Jahr vorstellen.

Sysomos Heartbeat Sysomos Heartbeat ist vielen sicherlich bekannt. Dieses Tool wurde bereits 2010 zu einem der wichtigsten Werkzeuge im Social Monitoring von Goldbach Interactive gekürt und besticht auch dieses Jahr wieder durch sein hervorragend einfaches Interface. Gerade für Einsteiger besitzt das enorme Vorteile, denn lange Einarbeitungszeiten fallen hier weg. Das Tool ist hauptsächlich darauf ausgelegt, Meldungen auf Blogs, Foren oder Newsseiten zu eruieren. Die Seiten, die überwiegend breite Meinungen aggregieren und sie oft punktgenau wiedergeben. Doch auch der Facebook- und Twitter-Auftritt kann beobachtet und von dort aus direkt gesteuert werden. Durch Social Profiles kann man Sysomos Hearbeat als Schnittstelle dieser beiden Social Networks festlegen und auch Messages und Statusupdates darüber formulieren. Großartig ist auch, dass man nicht nur seine eigenen Fanpages, sondern auch die der Konkurrenz übersichtlich im Blick behalten kann.

BrandWatch BrandWatch ist ein ebenfalls bekannter Protagonist in der Social Media-Monitoring-Landschaft. Das britische Tool, welches durch erstklassige Analyseverfahren sein Geld auf jeden Fall wert ist (mittlere bis gehobene Preisklasse), bereinigt nämlich bei der Erhebung bereits die Daten. So werden nicht nur Dubletten aussortiert, sondern sogar Spam sowie unrelevanter Content bei der Datenerhebung schon vorneweg gar nicht erst berücksichtigt. BrandWatch lässt sich auch für sämtliche wichtige Medien konfigurieren. Es analysiert Blogs, Firmenwebseiten, Foren und fast alle sozialen Netzwerke von Facebook über Twitter bis hin zu YouTube. Ein echter Alleskönner also. Vom Handling her überzeugt das Tool ebenfalls und durch die mitgelieferte API, kann man es sogar an die hauseigenen IT-Systeme anbringen. BrandWatch hat nur einen Nachteil. Die Filterungsmöglichkeiten sind noch ausbaufähig. Heißt: Kriterien wie z.B. Alter oder Geschlecht können sich nicht wirklich gut in Verbindungen mit Beiträgen und Meinungen verbinden. Zur Zielgruppenanalyse dient diese Werkzeug, also auch nur geringfügig.

Google Alerts Google Alerts ist das wohl einfachste und bekannteste Monitoring Tool, das aber nicht besonders umfassend analysiert. Warum ich es dennoch nennen möchte? Weil es kostenlos ist. Google Alerts arbeitet getreu der Keyword-Manier im Sinne Googles. Man gibt sein Schlüsselwort oder sogar ganze Sätze einfach in die Benutzeroberfläche ein und legt sich fest in welchem Intervallen, Alarme ausgelöst werden sollen. Funktioniert bestens wenn man Nachrichtenseiten, Blogs und Foren durchkämt sehen möchte. Wird eines dieser Keywords, von den Webcrawlern der Google-Suchmaschine bei deren Streifzug getroffen, bekommt man eine Benachrichtigung über die Quelle direkt ins E-Mail-Postfach. So kann einem eigentlich kein Artikel und Blogbeitrag im Web mehr entgehen. Großes Manko, ist natürlich die fehlende Berücksichtigung der Gespräche innerhalb der sozialen Netzwerke und das man innerhalb dieser E-Mail-Benachrichtigungen keine relevanten Statistiken erhält. Aber dennoch. Wer einfach immer Up-to-date sein will über Berichterstattungen im Netz, der kann mit diesem Tool viel anfangen.

Social Media Monitoring Wiki gestartet Anfang November ist außerdem ein Wiki gestartet, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, sämtliche Social Media Monitoring-Tools aus dem deutschsprachigen Raum zu listen. Der Blogsuchmaschinen-Anbieter Twingly hat dafür die eigens kreierte Domain Medienbewachen.de ins Leben gerufen. Schräger Name, für ein durchaus brauchbares Verzeichnis. In diesem Sammelsurium findet Ihr weitere Tools, die einen nennenswerten Treffer ergeben haben, inklusive kurzen Beschreibungen und den externen Links zum Anbieter. Ein Blick in diese Palette lohnt sich auf jeden Fall.

December 22 2011, 9:30am

Bottlenose: Mehr Ordnung für die Onlinewelt

Das Internet wächst und wächst und nimmt einen immer größeren Teil unseres Lebens ein. Laut einer Bitkom-Studie verbringt jeder Deutsche im Durchschnitt 100 Minuten täglich im Netz. 100 Minuten, die die meisten Personen damit verbringen sich zu informieren. Der Informationsfluss im Netz ist ein schneller. Meist ungefilterter. Wer generelle News verfolgen möchte, besucht die Seiten der Massenmedien. Wer detailliertere Nachrichten erhalten möchte, liest einschlägige Blogs und wer News immer aus erster Hand erfahren will, verfolgt Spezialisten auf Twitter, Google Plus oder Facebook. Somit konsumiert man eine Vielzahl von Informationen am Tag. Für einige Menschen, sind das zuweilen sogar zu viele Informationen, deren Flut man kaum noch folgen kann.

Dabei gehen viele nach dem Briefkastenprinzip vor. Tagtäglich verbringen sie viel Zeit damit, ihren selbstgestrickten Newsfeed zu überprüfen und ihn ferner durch das Öffnen und reinschauen zu leeren. Manch einer geht es gemächlich an und tut das am Morgen und am Abend einmal. Manch einer tut es stündlich und nicht wenige tun das in Echtzeit, sagen wir mal im 5 – 10 Minuten-Takt. Man schaut auf jede einzelne Nachricht und filtert zu meist im Kopf die Messages aus, die einen als unwichtig und wichtig erscheinen. Kennen wir zum Beispiel auch vom Umgang mit E-Mail-Programmen. Dabei haben viele bereits erkannt, wie zeitraubend und anstrengend diese Methode sein kann. Wiederum andere gehen dabei schon ein wenig gezielter vor und nutzen Kuratoren und Aggregatoren um von den vielen News, die wichtigsten auszusortieren. Kuratoren sind die oben bereits genannten Spezialisten, die ihrerseits eine besondere Kompetenz in bestimmten Ressorts besitzen und selber aus deren Newsfeed, die interessantesten und wichtigsten Informationen gebündelt weitergeben. Oftmals auch reduziert auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Von Aggregatoren spricht man, sobald man technische Helfer einsetzt. Diese Dienste werten algorithmisch die Nachrichten aus und bündeln sie nach Aktualität, Wichtigkeit oder nach thematischer Bedeutung. Das Zusammenspiel dieser beiden Möglichkeiten kann einem einiges erleichtern im Umgang mit dem Informationsfluss. Zu den häufig genutzten Aggregatoren zählen u.a. Dienste wie Summify oder Instapaper. Summify nimmt dabei in etwa die Rolle des Social Readers ein. Der Dienst sammelt Links, die Freunde innerhalb ihres sozialen Netzwerkes, RSS-Feed und/oder Microblogs gepostet haben und schickt je nachdem wie oft man diese Links vor sich ausgebreitet sehen möchte, eine Mail an den Nutzer, die quasi als ein Best-of-Verteiler agiert. Die häufigsten geteilten oder kommentierten Links kommen dabei in die engere Auswahl. Instapaper ist ein Programm mit dem man Links bzw. Artikel abspeichern kann, sobald man auf diese stößt, sie interessant findet, aber derzeit keine Zeit hat die Artikel zu lesen. Diese Tools erweisen sich als sehr hilfreich und freuen sich einer großen Beliebtheit bei der Internetgemeinde. Mit Bottlenose erschien letzte Woche ein neues Tool, welches bereits beim Start für großes Aufsehen gesorgt hat und welches gerade für Power-User eine brauchbare Alternative darstellt. Bottlenose kanalisiert den Facebook- und Twitter-Feed zu einem einzigen News-Feed, der sich sogar thematisch filtern lässt. Folgt man zum Beispiel dem Urheberrechts-Experten Matthias Spielkamp auf seinem Facebook oder Twitter-Account so bekommt man womöglich nicht nur interessante Links seiner Expertise vor sich ausgebreitet, sondern gegebenenfalls auch mal den ein oder anderen Foodspotting-Link. Für die meisten sicherlich eher uninteressant, aber in Zeiten der Social Media nun mal gängige Praxis. Lässt man doch gerne berufliches und privates im Netz zusammenfließen. Bottlenose macht hier jedoch einen Schnitt und lässt sich so einrichten, dass man einfach das Thema Urheberrecht anlegt und sämtliche Meldungen dahingehend algorithmisch ausgelesen bekommt und diese somit sortiert werden. Das Beste daran ist, dass man so sogar die Meldungen von Personen erhält, die nicht zwangsläufig in der eigenen Freundesliste sind, aber zu dem Thema etwas neues beizusteuern haben. Man kann so beliebig viele Themen-Feeds erstellen, die man auch als visuelle Knoten auf einer Karte sichtbar machen kann. Durch diese Karten, die man „Sonar“, nennt wird ferner die Navigation durch die Themen um einiges vereinfacht. Mit einigen weiteren Instrumenten wie „reply“ oder „send alert“ kann man darüber hinaus noch mehr automatisieren. Die Funktion „send alert“ kann einem einen Alarm dann schicken, wenn beispielsweise zehn Links zu einem Thema veröffentlicht worden. Somit wird man direkt benachrichtigt, sobald besonders wichtige Updates kursieren. Mit der Funktion „Reply“ kann man automatische Antworten generieren auf bestimmte Fragen. Doch damit nicht genug. Für mich ebenfalls interessant, sind Prozesse, wie das automatische Verschieben von Bildern in die Dropbox, die man leicht via Buttons vornehmen kann. Im Test hat sich Bottlenose sehr intuitiv und einfach angefühlt. Es ist schnell eingerichtet und hat einen spürbar schlankeren Feed zu bieten. Besonders für Twitternutzer ist dieses Tool interessant. Denn mal ganz ehrlich: Wer behält ab 1.000 Follower denn noch den Durchblick? Probiert das Tool doch einmal aus und schreibt uns in die Kommentarzeile, ob euch Bottlenose gefällt. Genauso würde uns interessieren, wo Ihr Nachteile erkennt. Unten seht Ihr das Video zum Tool noch einmal.

December 20 2011, 10:00am

ununi.tv – Die Unkonferenz am Unort zur Unzeit

Ununi.tv – Eine Unkonferenz am Unort zur Unzeit ist ein neues Web 2.0-Experiment von Anja C. Wagner, Fabian Topfstedt, Bertram Gugel und meiner Wenigkeit – Wolfgang Gumpelmaier. Das Projekt ist als eine virtuelle Hochschule für Film, TV und Web zu verstehen und soll Interessierte, Medienmacher/innen und Quereinsteiger/innen die Möglichkeit bieten, sich umfassend an der Schnittstelle von Internet und Bewegtbild weiterzubilden. Aber was bedeutet das konkret? Aufbauend auf der Barcamp-Idee haben wir uns überlegt, wie wir diese “von Teilnehmer/innen getriebene, offene Zusammenkunft” ins Internet übertragen können. Mit etablierten Webinar-Systemen wie Adobe Connect wäre dies zumindest in technischer Hinsicht grundsätzlich möglich, allerdings ist Connect nur als lizenzierte Software erhältlich und damit zumeist an eine bestimmte Person gebunden. Mit der Einführung der Hangouts in Google+ können Nutzer nun jederzeit einen Live-Audio/Video-Chat starten und Gleichgesinnte dazu einzuladen. Dabei stehen die aus gängigen Online-Konferenz-Systemen bekannten Funktionalitäten wie Bildschirmfreigabe, Dokument- und Video-Sharing sowie Text-Chat zur Verfügung. Somit ist Hangouts im Grunde ein vollwertiges Video-Konferenz-System, dessen permanente Weiterentwicklung zu einer Demokratisierung des globalen Wissens- und Erfahrungsaustausches beitragen wird.

Auch wenn es z.B. mit gphangouts.com bereits Versuche gibt, öffentlich zugängliche Hangouts zu systematisieren und somit besser zugänglich zu machen, finden diese Hangouts momentan noch recht zufällig statt und es mangelt an inhaltlich hochwertigen Formaten. Mit ununi.tv schaffen wir eine Infrastruktur, die dazu ermutigen soll, sich aktiv an dieser Demokratisierung zu beteiligen. Jede/r kann in Zukunft seine Hangouts-Session aus den Themenbereichen (Film-/TV-/Video-) Produktion, Marketing, Finanzierung, Distribution auf ununi.tv eintragen und sich interessierte Gesprächspartner/innen dazu einladen. Die einzelnen Sessions können aufgezeichnet und via Live-Stream auch außerhalb von Google+ zugänglich gemacht werden. Um den Einstieg in die Welt der Online-Unkonferenzen möglichst einfach und wertvoll zu gestalten, haben wir erste Formate für die Durchführung einer Hangouts-Session definiert, die von einem “klassischen” Vortrag mit Q+A, über so genannte Kaminrunden bis hin zu aktiven Workshop-Sessions reichen. Im Kick-Off zur Unkonferenz von 6. – 8. Dezember 2011 werden diese Formate einem ersten Test unterzogen und sollen anschließend von allen Beteiligten diskutiert und gegebenfalls auch weiterentwickelt werden. Insgesamt werden wir beim Kick-Off sechs Sessions zu unterschiedlichen Themen, mit unterschiedlichen Experten und in unterschiedlichen Formaten starten. Im Anschluss daran öffnen wir die Plattform und ihr könnt in Zukunft das Programm (oder wenn man so will “den Lehrplan”) auf ununi.tv selbst mit gestalten. IHR SEID ununi.tv!

Weitere Infos dazu findet ihr in Kürze hier auf Facebook und Twitter. Wir freuen uns über eure Teilnahme!

November 24 2011, 9:30am

Netz-Helfer: Eine Nachricht aus der Vergangenheit

Vielleicht kennt der ein oder andere von euch den Film „The Kid“? Ein Imageberater, gespielt von Bruce Willis, bekommt einen Besuch von seinem alten Ego aus der Vergangenheit. Der Junge namens „Rusty“ wirbelt dabei kräftig das Leben des Erfolgsmenschen auf und erinnert ihn an längst vergessene Tugenden.

Auf der täglichen Suche nach den Linktipps ist uns FutureMe.org ins Auge gefallen. Mit diesem Tool könnt Ihr euch selbst eine Nachricht schreiben und den Erhalt der Message in die Zukunft datieren. Ihr habt somit die Möglichkeit in die Rolle des Rusty zu schlüpfen und eurem zukünftigen Ich eine Nachricht zu übermitteln. Fordert euch zu mehr Engagement oder mehr Gelassenheit auf. Verschickt lustige Anekdoten, die euch an eine bestimmte Situation erinnern sollen. Oder versendet ein Bild, das euch in zehn Jahren erreicht und ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Das macht nicht nur Spaß, das kann auch nützlich sein! Welche Fragen haben euch beschäftigt? Wie habt Ihr euch die Zukunft vorgestellt und was ist daraus geworden? Welche unnötigen Sorgen haben euch den Schlaf geraubt? Darüber nachzudenken, kann schon jetzt Wirkung zeigen und nicht erst in zehn Jahren. Probiert das Tool auf http://www.futureme.org aus und werdet zum Botschafter eurer selbst in naher oder ferner Zukunft!

October 17 2011, 10:00am

Netz-Helfer: “if this then that”

Simplify Your Digital Life – “If this than that” ist nicht nur ein cooler Name für eine Webseite, sondern auch ein cooles Tool für die Gestaltung sinnvoller Arbeitsabläufe im Web. Auf http://www.ifttt.com könnt Ihr wiederkehrende Abläufe automatisieren. Einmal eingerichtet, arbeitet das Tool eure gesamten routinierten Aufgaben ab. Ein Ereignis löst ein anderes Ereignis aus, das wiederum ein etwas Neues aulöst. Perfekt für Web-Junkies!

Ihr wollt beispielsweise, dass bestimmte Artikel direkt als Bookmark an Delicious übertragen werden, ohne dass Ihr diese Links per Hand auswählen müsst? Dann erstellt doch einfach eine Abfrage per ifttt.com. “If new link on netzpiloten.de than add a new bookmark to delicious”. Der neue Link von netzpiloten.de ist der so genannte “Trigger” und das Hinzufügen zum Delicious Dienst ist die so genannte „Action“. Dieses einfache System bietet euch eine große Anzahl an Möglichkeiten. Verknüpft bestimmte Hashtags auf Twitter mit eurem E-Mail Account oder ein Datum mit einem Post auf eurem Facebook Account. „If 25.12.2011 than post Merry Christmas to Sandra“. Die Variationen sind vielfältig. Besucht einfach http://www.ifttt.com und probiert es aus – simplify your digital life!

September 29 2011, 10:00am

Wie im Traum – kreatives Webdesign auf Knopfdruck

Als Kreativer steht man bei einem Website-Relaunch vor einem riesigen Berg Arbeit: Briefing, Brainstorming, erste Entwürfe – und schließlich zahlreiche Überarbeitungsphasen bis man dem Kunden endlich das finale Design präsentieren kann. So mancher träumt von einem einfacheren, schnelleren Weg. Wie schön wäre es, wenn man seine Ideen und Vorstellungen ganz mühelos per Knopfdruck umgesetzt sehen könnte? Wenn man dem Kunden innerhalb von Minuten mehrere innovative Designvorschläge liefern könnte – ohne wochenlange, arbeitsreiche Vorbereitung? Das würde sehr viel Zeit und damit auch Kosten sparen. Ein wahrer Traum…

Was sollte so ein Tool können? Stellen wir uns vor: Man nimmt eine bestehende URL, wählt je nach Auftrag zwischen verschiedenen Design-Themen, sucht sich eine passende Schriftart aus und legt anschließend das gewünschte Text-Bild-Verhältnis fest. Auf Knopfdruck erscheint die Website in einem komplett neuen und modernen Layout. Browserbasiert selbstverständlich – so dass man von überall Zugriff darauf hat. Und die Nutzung ist natürlich kostenlos. Absurde, unrealistische Träumerei? Nein, so ein Tool wäre nur eines: innovativ. Mit Weblift, dem neuen Online-Service für State of the Art-Webdesign, wurde nun genau solch ein Tool geschaffen: Weblift macht es dem Anwender besonders leicht: Einfach die URL einer beliebigen Website eingeben und anschließend mit wenigen Klicks festlegen, wie die Wunsch-Website aussehen soll. Minuten später erhält man mit Weblift ein qualitativ hochwertiges und innovatives Layout. Wie das genau funktioniert, kann man sich im folgenden Video anschauen:

Sind Sie überzeugt? Dann hören Sie auf zu träumen und lassen Sie sich gleich als Beta-Tester vormerken: http://www.weblift.me Autor: Matthias Zürn Profil der Firma: cyperfection GmbH ist die Agentur für Online-Markenführung. Ihre Kernkompetenzen bündeln individuelle Beratung und Konzeption, Kreation, Realisierung und Vermarktung – für erfolgreiche Kommunikation im sich wandelnden Web. Mehr Informationen gibt es unter http://www.cyperfection.de

September 26 2011, 9:30am

HTML5 – Die Bibel

Irgendwann Ende der Neunziger habe ich angefangen, Webseiten mit HTML zu erstellen. Diese seltsamen Website-Tools, die es damals gab, um Seiten zusammenzustöpseln waren einfach nichts Halbes und nichts Ganzes. Also musste ein Buch her, damit man alles schön per Hand in einem Editor selbst schreiben konnte. Damals war das Buch der Wahl HTML4 aus dem Markt & Technik Verlag. Aber nach kurzer Zeit brauchte ich nur noch eine Referenz im Netz, um nachzusehen, welche Attribute zu welchen Tags gehörten. Und dann kam natürlich auch CSS. All das fand man online ganz schnell auf selfhtml.org. Der damalige Betreiber Stefan Münz wurde unter den HTML-Menschen so etwas wie das personalisierte HTML. Jetzt hat er eine HTML5-Bibel verfasst, die man auch online lesen kann. Natürlich sind auch wieder Themen wie CSS, Formulare und Grafiken integriert und eben die Referenz, obowhl sich das W3C ja noch nicht mit einer endgültigen HMTL5-Version auf den Markt traut. Wer auch nur im Enterferntesten mit Webentwicklung, CMS und ähnlichen Themen zu tun hat, dem sei diese Quelle wärmstens empfohlen, denn sie wird auch gepflegt und nicht nur ins Web gekippt so wie die Abertausenden Artikel der vielen großen und kleinen Verlage, die das WWW so langsam in eine allwissenden Müllhalde ohne Aktualisierungen und Dialog verwandeln. Kaufen kann man das Buch natürlich auch noch. Dann hat man sowohl dem Autor als auch dem Verlag eine Existenzverlängerung für diesen herrlichen Frühling gewährt.

March 24 2011, 9:46am

Auf der Alm da gibt’s viel Wind

Heutzutage reden alle von Offshore-Windparks vor den Küste Europas – vornehmlich rund um Großbritannien, weil dort das Meer so schön flach ist. Und die Alpenländer, was machen die? Die haben auch Wind. Enorme mengen sogar. Allerdings in 2000 Meter Höhe. Also bauen sie dort nun ihre Windparks auf. Bei diesen extrem böigen Standorten braucht man besondere Turbinen. Denn nicht im Bereich Produktionsmenge, sondern mit Extremstandorten setzt die Schweiz Höchstmarken der Windenergienutzung: Das mit 2332 Meter über dem Meer bislang am höchsten gelegene Grosswindrad Europas auf dem Gütsch im Kanton Uri wird zum höchsten Windpark des Kontinents ausgebaut. Zur seit mehreren Jahren bestehenden Windturbine gesellen sich in diesen Tagen zwei etwas grössere und leistungsfähigere Anlagen des Typs Enercon E-44. Die Dimensionen der für stark böige Standorte ausgelegten Windturbinen: 55 m Nabenhöhe, 44 m Rotordurchmesser und je 900 kW Leistung. Die Fundamente der beiden Windturbinen wurden im Juli nach der Schneeschmelze betoniert. Der Anlagentransport erwies sich als Herausforderung: Da der Weg durch die Schöllenenschlucht zu steil und zu eng ist, wurden die Teile durch den Gotthardtunnel gefahren. Via Gotthardpassstrasse gelangten sie nach Andermatt und von da mit dem Spezialtransporter auf der Militärstrasse zum Standort. Klingt aufwändig, aber wer sich mit den Offshore-Windparks, dem Setzen und Aufschütten der Fundamente und den besonderen Turmbelastungen, den heftigen Anforderungen in einer Umgebung mit peitschender Salzwassergischt auseinandersetzen muss, der wird bergiges Terrain mit einem entspannten Lächeln quittieren. Der Fachmann staunt, und der Laie im zugigen Gelände setzt sich einfach eine kleine vertikale Turbine auf sein Haus und freut sich des günstigen Stroms…

October 4 2010, 9:50am

Bildersuche der gehobenen Art

Gazopa gibt Orientierung im Meer der Bilder. Was mir dabei besonders gefällt, ist die Suche mittels einer selbstgezeichneten Vorlage. Leider noch nicht als Android-App vorrätig.

September 20 2010, 1:39pm

Datei-Konverter online

Das ist der umfangreichste Online-Datei-Konverter, der mir bisher über den Weg gelaufen ist. Unbedingt bookmarken!

September 16 2010, 10:15am

Spanischpod

“Spanischpod” ist der Sprachkurshappen für unterwegs. Und das Beste ist: Hier schlägst Du zwei Fliegen mit einer Klappe. Du frischst Dein Englisch auf und lernst als Zugabe jeden Tag ein wenig Spanisch. Hablas inglese? Do you speak spanish? Na claro!

August 30 2010, 2:40pm

Google stellt Wave ein

Das war’s also mit Google Wave. Weil die “user adoption” nicht so angestiegen ist, wie erwünscht und wie es intern wohl der Fall war, wollen sie es nur noch als feature einbauen. Wahrscheinlich für ihre Enterprise 2.0 Initiative rund um Google Office Services. Zumindest erklärt das Urs Hölzle von Google im offiziellen blog.

But despite these wins, and numerous loyal fans, Wave has not seen the user adoption we would have liked. We don’t plan to continue developing Wave as a standalone product, but we will maintain the site at least through the end of the year and extend the technology for use in other Google projects. Wenn man sich zeitgleich den rasanten Anstieg von facebook ansieht, wird es mittlerweile spannend, darauf zu schauen, wann facebook denselben Werbekuchen wie Google futtern wird. Und noch wichtiger wird es, zu sehen, wer dann facebook das Wasser abgraben wird. Es könnte aber auch in die Richtung der Pessimisten gehen, die an den Jugendlichen erkannt haben wollen, dass das Web nur noch so etwas ist wie Strom oder Wasser. Benutzt jeder aber es gibt keine Menschenschlangen für den Kaufhäusern, wenn brandneue Duscharmaturen von Grohe in die Läden kommen oder rosa-glänzende 5fach-Steckdosen von Brennenstuhl.

Vielleicht haben wir ja Glück und der Zug zur comodity, also zur Alltagsware Web, läßt uns wieder mehr Spielraum. Denn dann wird der Fokus des Kapitals wieder weiterziehen in andere Gefilde wie Erneuerbare Energien, Elektroautos oder 9D-Fernsehen mit eingebautem Twitterclient und Riechsalzapplikation.

Vielleicht kommt dann ein alternder Larry Page auf die Bühne und verkauft uns nochmal eine Armbanduhr mit Minibeamer, die Navi, Telefon, Videorecorder und Blutdruckmessgerät in einem ist.

August 5 2010, 1:40pm

Video: How to measure word-of-mouth

Olivier Blanchard in einem erhellenden Vortrag über ROI und word of mouth. (Letzteres ist jenes Phänomen, dass Agenturen mittlerweile via socia networks und social media auslösen bzw. sogar steuern wollen)

July 16 2010, 11:01am

Enterprise 2.0 in Deutschland

Wie weit ist der Einzug der social software in deutschen Büros und Amtsstuben und was bringt es überhaupt? Ein Präsentation von Prof. Dr. Joachim Niemeier vom 08.07.2010:

View more presentations from JNiemeier.

July 15 2010, 11:00am

Business Relationship Management 2.0

Präsentation von Prof. Dr. Joachim Niemeier zu “Wertschöpfung im Wandel”:

Business Relationshipmanagement im Web 2.0 View more presentations from JNiemeier.

July 9 2010, 11:04am

Video: DAS INTERVIEW mit Steve Jobs (D8)

Hier nun das lang erwartete Video des Interviews von Kara Swisher & Walt Mossberg mit Steve Jobs. Themen: HTML5 vs. Flash, Foxconn, Plattformen…

Quelle: allthingsd

June 7 2010, 5:01pm

Video: Web 3.0 und die Auswirkungen

Web 3.0 from Kate Ray on Vimeo. (via @Dominik_R)

May 28 2010, 10:00am

netbooknews stellt NVIDIA tablet vor

May 25 2010, 2:51pm

28. Mai: iPad in Deutschland

Ende Mai ist es soweit: Abermillionen werden vor den Läden übernachten, um eines der wenigen ausgesuchten iPads zu ergattern. Ab dem 10. Mai kann man schon im Online-Shop Vorbestellungen abgeben. Laut heise.de stehen die Preise noch nicht fest, dürften sich aber an den anderen europäischen Ländern orientieren: In Spanien kostet das WiFi-Modell ohne UMTS dann 479, 579 oder 679 € (16, 32, 64 GByte), das iPad WiFi+3G 579, 679 sowie 779 € – in Frankreich sind sie um jeweils 20 Euro teurer. Unklar ist immer noch, wie und wann das deutsche eBook-Angebot vertrieben wird.

May 7 2010, 6:50pm

Evolution of Google

Es dauert ein bißchen, bis es spannend wird, aber dann wird es wirklich sehenswert!

April 30 2010, 9:30am

Social Media Monitoring Tools

Einen enorm großen Haufen Social Media Monitoring Tools haben die Leute in diesem Wiki zusammengetragen. Die längste Liste, die ich kenne. Die ganze Liste nach dem Click:

Company Name Platform Name Media Type Coverage URL Country Submitted By

Radian6 Radian6 All http://www.radian6.com Canada Ken Burbary

Techrigy SM2 All http://www.techrigy.com USA Ken Burbary

Google Blogsearch Blogs http://blogsearch.google.com USA Ken Burbary

Twitter Twitter Search Twitter http://search.twitter.com USA Ken Burbary

Icerocket Icerocket Blogs http://www.icerocket.com USA Ken Burbary

ScoutLabs ScoutLabs All http://www.scoutlabs.com USA Ken Burbary

Brands Eye Brands Eye All http://www.brandseye.com South Africa Ken Burbary

Visible Technologies TruCast, TruReputation All http://www.visibletechnologies.com USA Ken Burbary

Twazzup Twazzup Twitter http://www.twazzup.com USA Ken Burbary

Effyis Boardreader Forums http://boardreader.com USA Ken Burbary

Collective Intellect ci/Listen, ci/Learn All http://www.collectiveintellect.com USA Ken Burbary

Backtype Connect Blogs, Twitter, Friendfeed http://www.backtype.com/connect USA Ken Burbary

Technorati Blogsearch Blogs http://technorati.com USA Ken Burbary

Pidgin Technologies Boardtracker Forums http://www.boardtracker.com USA Ken Burbary

Facebook Search Facebook http://www.facebook.com/search USA Ken Burbary

Facebook Lexicon Facebook http://www.facebook.com/lexicon USA Ken Burbary

Social Mention Social Mention All http://socialmention.com USA Ken Burbary

Now Metrix Trendrr All http://www.trendrr.com USA Ken Burbary

Monitter Monitter Twitter http://www.monitter.com USA Ken Burbary

Spiral16 Spark All http://www.spiral16.com USA Ken Burbary

Linkfluence Linkfluence All http://linkfluence.net USA Ken Burbary

New Media Strategies AIM All http://newmediastrategies.net USA Ken Burbary

JD Power Umbria All http://www.jdpowerwebintelligence.com USA Ken Burbary

Sysomos MAP, Heartbeat All http://www.sysomos.com Canada Ken Burbary

Crimson Hexagon Voxtrot All http://www.crimsonhexagon.com USA Jay Baer

Visible Measures TruReach, Video Engagement Video http://www.visiblemeasures.com USA Pierre-Loïc Assayag

Bivings Group Impactwatch All http://impactwatch.com USA Dave Murr

CustomScoop ClipIQ All http://www.customscoop.com USA Chip Griffin

Betaworks Chartbear Twitter http://www.chartbeat.com USA Nathan Folkman

TweetBeep TweetBeep Twitter http://www.tweetbeep.com USA Michael Jensen

Attentio Buzz Report All http://www.attentio.com Belgium Simon McDermott

Raven Raven All Raven SEO Tools USA Roy Morejon

Who’s Talkin Who’s Talkin ALL Who’s Talkin USA Roy Morejon

Hubspot Twitter Grader Twitter Twitter Grader USA Len Kendall

Collecta Collecta Micromedia, Blogs, Video Collecta.com USA Len Kendall

Sensidea SocialSeek Blogs, Video, Micromedia, Photos SocialSeek USA Len Kendall

Conversition TweetFeel Twitter TweetFeel USA Len Kendall

Biz360 Inc. Biz360 All Biz360 USA Len Kendall

Synthesio Synthesio All Synthesio Europe Len Kendall

YackTrack YackTrack Blogs http://yacktrack.com USA Rob Diana

Brandwatch Brandwatch All http://www.brandwatch.net UK Fabrice Retkowsky

Sports Media Challenge Buzz Manager All http://www.sportsmediachallenge.com/buzzmanager/index.html USA Ryan Stephens

Crowd Favorite Addictomatic All http://addictomatic.com USA Michelle Sullivan

e-CBD Dialogix All http://www.dpdialogue.com.au Australia Ken Burbary

Echometrix ThePulse All http://www.echometrix.com USA Adam Smilowitz

BuzzNumbers BuzzNumbers All http://www.buzznumbershq.com Australia Ken Burbary

CustomScoop BuzzPerception Blogs http://www.customscoop.com USA Chip Griffin

BuzzGain BuzzGain On and Offline Mainstream Media, blogs, social networks BuzzGain USA Christine Fife

Overtone Open Mic All http://www.overtone.com USA Ed Hartigan

DNA13 dnaMonitor All http://www.dna13.com/ Canada Christine Fife

CoTweet CoTweet Twitter http://www.cotweet.com USA Ed Hartigan

Xerocity Design Group twitt(url)y Twitter http://twitturly.com/ USA Claudius Gerstner

Flaptor Trendistic (formerly Twist) Twitter http://trendistic.com Argentina Claudius Gerstner

Frank Westphal Rivva Blogs, Twitter http://rivva.de/ Germany Claudius Gerstner

OneRiot OneRiot Twitter, Digg, YouTube http://www.oneriot.com USA Ed Hartigan

Inuda Innovations HowSociable All http://howsociable.com/ UK Christine Fife

The Search Monitor The Search Monitor (Starter and Pro) All http://www.thesearchmonitor.com/ USA Christine Fife

Twitter Analyzer Twitter Analyzer Twitter http://twitteranalyzer.com Netherlands Claudius Gerstner

Converseon Conversation Miner All http://www.converseon.com USA Ken Burbary

PR Newswire eWatch Blogs http://ewatch.prnewswire.com USA Ken Burbary

Cision Cision Social Media All http://us.cision.com/products_services/cision_social_media/overview.asp USA Ken Burbary

Emerge Technology Group Socialscape All http://www.socialscape.biz USA Ken Burbary

Viralheat Viralheat All http://www.viralheat.com U.S.A Greg

RepuMetrix RepuTrace, RepuTrack All http://www.repumetrix.com Canada Ken Burbary

Samepoint Samepoint All http://www.samepoint.com USA Ken Burbary

Glam Media Tinker Twitter http://www.tinker.com USA Ken Burbary

Buzzient Buzzient Enterprise All http://www.buzzient.com USA Ken Burbary

BuzzLogic BuzzLogic Insight All http://www.buzzlogic.com USA Ken Burbary

Dow Jones Dow Jones Insight All http://solutions.dowjones.com USA Ken Burbary

eCairn Conversation All http://www.ecairn.com USA Ken Burbary

Attensity Market Voice All http://www.attensity.com USA Ken Burbary

Vocus, Inc. Vocus PR All http://www.vocus.com/content/social-media.asp USA Ken Burbary

Digimind Digimind Meta-Search All http://www.digimind.com USA Ken Burbary

MyFrontSteps Steprep All http://steprep.myfrontsteps.com Canada Ken Burbary

Onalytica Direct Access – InfluenceMonitor All http://www.onalytica.com UK Ken Burbary

Market Sentinel LiveBuzz All http://www.marketsentinel.com/ UK Christine Fife

Reputation Defender Reputation Defender All http://www.reputationdefender.com USA Ken Burbary

ReputationHQ My Reputation Manager All http://reputationhq.com USA Ken Burbary

Macranet Sentiment Metrics All http://www.sentimentmetrics.com UK Ed Hartigan

Filtrbox G2 All http://www.filtrbox.com USA Ken Burbary

Moreover Technologies Newsdesk All http://w.moreover.com USA Ken Burbary

uberVU uberVU blogs, Twitter, Digg, FriendFeed and many more http://www.ubervu.com/

Bryan Skelton

Inifinimedia StartPR All http://startpr.com USA Ken Burbary

Networked Insights SocialSense All http://www.networkedinsights.com USA Ken Burbary

StreamWall StreamWall All http://www.socialmediamonitoring.com.au Australia Ken Burbary

Cierzo Development S.L Smmart All http://www.smmart.es Spain Ken Burbary

Infegy Social Radar All Social Radar USA Len Kendall

BuzzStream BuzzStream All http://www.buzzstream.com USA Ed Hartigan

Web Analytics Demystified Twitalyzer Twitter http://www.twitalyzer.com USA Ken Burbary

iMooty iMooty News http://www.imooty.eu Germany Ken Burbary

SocialMetrix SocialMetrix All http://www.SocialMetrix.com Argentina Sebastian Rosenfeld

Expert System Cognito Monitor All http://www.expertsystem.net Italy, USA Ken Burbary

White Noise Inc. White Noise All http://www.herdthenoise.com Canada Ken Burbary

Rees Bradley Hepburn Ltd RBH Radar All http://www.rbh.co.uk UK Ken Burbary

Tealium Tealium SM All http://www.tealium.com/products/social-media/index.html USA Tony Felice

Trackur LLC. Trackur All Trackur USA Roy Morejon

Nielsen Blogpulse Blogs http://www.blogpulse.com USA Ken Burbary

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April 19 2010, 10:00am

Geschichte des Internet und Ursprung des Web

Anläßlich der Diskussion um das Web und dessen Auswirkungen nicht zuletzt im öffentlichen Fernsehen, ist es offenbar an der Zeit, einige Vorurteile und Legenden zu beleuchten. Denn um eine profunde Diskussion darüber zu führen, was es kann das weltweite Datennetz, wäre es hilfreich, seine Anfänge und Vorhaben in den Blick zu nehmen, da die primäre Gestaltung dieses Netzes Folgen hatte, die wir heute zumindest teilweise in den Menschen oder die Gesellschaft verlegen.

Noch während des zweiten Weltkriegs begann das, was wir heute den militärisch-industriellen Komplex nennen. Mit diesem Begriff bezeichnet der Soziologe Charles Wright Mills ein Amalgam aus Industrie und Militär. Diese Verknüpfung der Interessen beider Lager sind aus seiner Sicht eine enorme Bedrohung für die modernen Demokratien. Die Verhältnisse während der Bushregierung, vor allem die Diskurse über Halliburton, Dick Cheney sowie Bushs Beziehungen zu einige bekannten Risikokapitalfirmen haben die Diskussion um diesen Begriff aktualisiert. Der bekanntes Name aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs in diesem Zusammenhang ist gleichzeitig einer der Väter des Web, wie wir es täglich nutzen: Vannevar Bush. Sein Memory Extender (memex) war eine Vorwegnahme dessen, was wir heute mit dem Web-Konzept des Tim Berners-Lee verbinden: Ein visueller Zugang auf untereinander vernetzte Dokumente. Bush war auch einer der Gründer des bekannten Rüstungskonzerns Raytheon, das hängt mit seiner Tätigkeit rund um Radar und Sonar zusammen. Der Memex war Inspiration für Englebarts und Lickliders erste Versuche eine nutzerfreundliche Mensch-Maschine-Interaktion zu gestalten. Sie taten diese im Auftrag der ARPA (Advanced Research Projects Agency), einer Behörde des Verteidigungsministeriums, die gegründet wurde, um militärisch relevanten Technologien im Sinne des Militärs koordinieren zu finanzieren.

In den 50er Jahren begann die militärische Aufklärung mit den damals größten Informationssammlern, einem landesweiten Netzwerk aus Radarstationen zur Luftverteidigung, das in einer ARPA-Abteilung namens SAGE (Semi Automatic Ground Environment) geführt wurde. Das war das erste Mal, das viele militärische Informationen per Netzwerk zusammenführte. Um diese Informationen zusammenzuführen gründete man mit dem Information Processing Technology Office (IPTO) eine Computerabteilung, deren Aufgabe darin bestand eben diese Informationen zusammenzuführen und auszuwerten – und was noch deutlich wichtiger war – es musste ein Projekt in Gang setzen, dass als robustes und krisenfeste Kommunikationsnetzwerk den Austausch zwischen den verteilten Radarstationen und den Zentralrechnern gewährleisteten sollte. Es sollte damit beginnen, die Computer von Pentagon, Cheyenne Mountain und dem SAC Hauptqartier als autonomes Netz zu verbinden. Der erste Chef des IPTO wurde Joseph Carl Robnett Licklider, der 1962 mit dem Galaktischen Netzwerk konzeptionell die Idee des Internet zusammenfasste. Außerdem ermöglichte er es, dass fortan Informatiker in den USA zu Gebiet Computerwissenschaften promovieren konnten. Fußnote: Als Co-Direktor des US-Rüstungslieferanten Bolt Beranek and Newman (BBN) kaufte Licklider einen großen DEC-Rechner und plante und realisierte quasi darauf das erste Mehrbenutzersystem (Time Sharing).

Die Vision des Galaktischen Netzwerk von Licklider verfasste er in einer Reihe von Memos. Das erste wurde 1961 publiziert unter dem Titel “Man-Computer Symbiosis” und fokussiert die Mensch-Maschine Interaktion. Diese Buch kann als Werk der Kybernetik und der künstlichen Intelligenz angesehen werden. Er hat dort schon sehr früh die Grenzen des Computers formuliert – anders als viele heutige Kritiker des Web bzw. des Computers: “Men will set the goals, formulate the hypotheses, determine the criteria, and perform the evaluations. Computing machines will do the routinizable work that must be done to prepare the way for insights and decisions in technical and scientific thinking.” Das zweite Memo hieß “On-Line Man Computer Communication” und behandelte die soziale Interkation zwischen Menschen über das Netzwerk. Mit Robert Taylor schrieb er dann 1968 “The Computer as a Communication Device” wo Online Communities als effektive Systeme der menschlichen Kommunikation vorgestellt wurden.

1962 überzeugte er die anderen Forscher, dass das Netzwerk der Kern aller notwendigen Aufgaben darstellen würde. Er veranlasste das Project MAC am MIT, ein Computer, der bis zu 30 Personen die Arbeit am Mainframe-Rechner per eigenem Terminal und eigener Tastatur ermöglichte. Er war es auch, der die Gelder für ähnliche Projekte an anderen Universitäten bereitstellte – vor allem für das Stanford Research Institute unter Douglas Englebart (den Erfinder der Maus und Autor von Augmenting Human Intellect). Dann wurde Licklider Direktor des Project MAC und baute damit das erste Online Setup sowie ab 1964 Multics, den Vorfahren von UNIX.

Die Idee des robusten Netzwerks basierte auf einer besonderen Form der Nachrichtenvermittlung, die Donald Watts Davies ersann. Die Inhalte werden in Pakete aufgeteilt und mit Quellenangabe, Ziel, Datenlänge, einer Laufnummer und einer Klassifizierung (Netzneutralität!). Bei der Paketvermittlung werden Rechner gebraucht, die ersten dieser waren 1969 von Honeywell und konnten 50Kbit/s im ARPANET übertragen. Dieses erste Netzwerk, das auf betreiben von Lickliders Nachfolger Robert Taylor von Lawrence Roberts, Leonard Kleinrock, Paul Baran und Watts Davies konzipiert wurde (TCP/IP). Zwischen Kleinrocks Network Measurement Center an der UCLA und Englebarts SRI (Stanford) kam es am 29.Oktober zu ersten funktionierenden Übertragung von zwei Buchstaben. Das LOGIN klappte nur bis zum Buchstaben G, dann fiel die erste Verbindung zusammen. Nach einigem Hin und Her kamen aber doch robuste paketvermittelte Verbindungen zustande. Zur selben Zeit wurde UNIX entwickelt und die Programmiersprache C – zusammen mit dem ARPANET wird diese als Nukleus des Internet angesehen. Aber erst die als Ideen von Vannevar Bush über den visuellen Zugriff auf Wissenssammlungen mit Ted Nelsons Konzept des Hypertexts von 1960 (XANADU) zusammenkam in einem Projekt namens world wide web des Briten Tim Berners-Lee am CERN in Genf, da begann der Siegeszug des Datennetzes, wie wir es kennen auf dem HTT(P)-Protokoll.

Es ist nicht davon auszugehen, dass der erste Gedanke des Netzwerks ein Verknüpfen der Universitäten war. Zumal zweckfreie Grundlagenforschung gar nicht der Zweck der ARPA war. Dass im Laufe des Projekts klar wurde, dass die verschiedenen Abteilungen, Projekte und Forscher überhaupt erstmal miteinander verbunden werden müssen enbindet nicht von dem historischen Gedanken, warum die federführende Stelle IPTO überhaupt gegründet wurde. Nämlich um die Idee des SAGE-Netzwerks weiterzuführen. Und SAGE hatte keine universitäre Ursache oder akademische Veranlassung. Eat Your Own Dogfood bedeutet ja nicht, dass es nicht einen externen Anlass für die Entwicklung des Hundefutters gibt. Und wenn man die juristische Schlußfolgerungsregel conditio sine qua non bemühen will, dann kann man sagen, dass der russische Sputnik als im wahrsten Sinne des Wortes damals höchste Form des Radars deswegen einen initialen Einfluß auf die ARPA hatte. Denn erst danach reagierte sie mit dem Auftrag ein mächtigeres und überwachungssicheres Kommunikations-Netzwerk als SAGE zu entwickeln, das auch die oben genannten militärischen Rechenzentren zuverlässig verbinden sollte. Bidlnachweis: jkombae

April 12 2010, 12:48pm

Das Web 2020 – more tinsel

Wer als Berater 4000 € und mehr am Tag erlösen will, der muss schon mit Lametta um sich schießen. Das tut man heutzutage nicht mehr mit einem MBA, einem Doktortitel und sechs Auslandssemestern in drei Ländern. Solche Leute arbeiten zu Hunderten in unzähligen Praktikumsstellen in Berlin und Hamburg. Sogar einige Firmen in München können sich noch Praktikanten leisten. Zumindest die Forschungsabteilungen der großen Automobilfirmen und die Pharmaunternehmen, die mittlerweile immer mehr günstige Werkdoktoranden und junge High Potentials mit Werkverträge auf Distanz halten, bis die endlich im Ausland verschwunden sind. Da verwundert es nicht, wenn die strategischen Berater dieser Welt mit derselben vita sich mit abenteuerlichen Ideen hervortun müssen. Das “Web 2020″ passt ins Beuteschema. Wer auf breitband im deutschlandradio am letzten Samstag (siehe bei den Linktipps von heute) dem Vorsitzenden der Enquète-Kommission für das Internet lauschen durfte, der versteht, warum wir Berater brauchen. Denn Politiker und Entscheider können heutzutage vor lauter Entscheidungen nur noch überblicken, welche Personen sie als geeignet betrachten, sie zu beraten. Warum Expertise? Es gibt doch externes Denken. Denn offenbar kommt Expertise von extern. Die Berater sind im schlechtesten McLuhanschen Sinne zum Exoskelett der Entscheidungsebene mutiert. Inhaltlich ist da offenbar ein großes Vakuum im Bereich strategisches Management. Offenbar auch ein Grund, warum aus Deutschland beispielsweise seit SAP und Software AG nix global Besonderes mehr in Sachen Web und IT kam. Abgesehen von all den Grundlagenforschungen, die für dreifuffzich ins Ausland verhökert werden von lächerlich unterbelichteten Spin-offs der Unis, die regelmäßig bei den Lizenzverhandlungen mit asiatischen und amerikanischen Firmen übervorteilt werden. Zum Thema: Nun also hat so ein 4000€-Tagessatz-Berater tacheles gesprochen zum web2020 – auch noch im Manager Magazin.

Roman Friedrich, Telekommunikationsexperte der Unternehmensberatung Booz & Co stand dem manager magazin Rede und Antwort um auf diese Weise eine Studie zu propagandieren. Und da es seit circa zwei Jahrzehnten offenes Geschäftsmodell aller strategischen Berater ist, den Firmen den Weg von der Forschung zum Markteintritt zu begleiten, erkennt Friedrich auch, dass es im Webzeitalter besonders für Telkos besonders wichtig ist, die Dauer des time-to-market zu straffen. Präzise und konkret, wie die Berater nun mal sind nennt er als besonderes Hilfemittel neue Innovationsmodelle. Nun, wer Michael Schrages Bestseller Serious Play – in den USA der Oberburner des Jahres 2000 – gelesen hatte, der wird verschmitzt lächeln über all das Szenariengefasel was sich an solche einleitenden Wort von Strategiebratern anschließt. Sogar auf Change Management in der Organisation weist er hin. Das klingt fast radikal – so noch nie gehört vorher. Ähem. Aber es kommt noch vieeel besser: Denn bei den Boozianer kommt was Neues auf die Welt zu. Nach den Generationen X, Y und Z kommt nun die Generation… ? Raten Sie mal. Richtig. Die Generation C. C steht für “connect, communicate und change“. Ja, liebe Kinder und Kinderinnen das kommt auf uns zu. Das Lebensgefühl und Weltverständnis dieser Generation wird sich durch Telekommunikation, moderne Endgeräte und damit verbundene soziale Trends völlig verändern. Das ist wohlgemerkt keine Science-Fiction, sondern basiert auf der Fortschreibung bereits heute existierender technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen. Ich hatte schon gedacht, dass der Satiriker, der die Texte für Matthias Horx schreibt, ein ausgesuchter Misanthrop sein muss, dass er die Zukunftsforscher mit dieser Kunstfigur so im Fernsehen diskreditiert. Aber derjenige, der die Texte für Herrn Friedrich schreibt, muss eine andere Motivation für solche Sätze haben. Wer so einen Quatsch öffentlich in ein Magazin für Manager schreibt, der muß entweder deren Intelligenz radikal unterschätzen oder sich über sie lustig machen. Ich könnte ja noch verstehen, wenn so etwas ein Marketingfuzzi seinem Abteilungsleiter als Notiz unter die slide zum “mobile web” schreibt für die Sales-Präsentation. Aber ein Strategieberater? Kaum haben sie mal eben DIE Telekomunikation in Gänze, das Endgerät an sich (ist damit eigentlich historische Finalität gemeint?) und zukünftige soziale Trends ohne weiteren Kontext oder Sinn in einem Satz aufgezählt und als evolutiven Schritt der Gegenwart postuliert, da krachen auch schon die ersten Buzzwords aus dem wolkenverhangenen Himmel voller zerbeulter Geigen. Denn auf die Frage des Journalisten (?) des mm, ob virtuelle Realität im Rahmen von augmented reality überhaupt realistisch werden könne, antwortet der Hohepriester der Telekommunikation: In Zukunft werden beispielsweise Navigationssysteme wesentlich intelligenter sein. Sie zeigen nicht nur stupide den Weg zur eingegebenen Adresse, sondern liefern auch aktuelle Informationen über freie Hotelplätze in der Nähe, über geeignete Abendveranstaltungen oder lokal verfügbare soziale Kontakte. Das alles ist im Prinzip heute schon technisch möglich. Tatsächlich, das ist heute schon in Navis möglich, manche konnte das sogar schon vor zwei Jahren, aber was hat das mit AR zu tun? Doch in Zukunft werden derartige Informationen dank hoher Bandbreiten und Prozessorgeschwindigkeiten noch viel schneller und automatischer abrufbar sein. Damit wird die Realität des Internets quasi in die menschliche Wahrnehmung integriert. Ach so, AR wird also erst möglich, wenn man mehr Bandbreiten und schnellere Prozessoren hat. Und ich dachte schon, dass man schnelle Bilderkennung, Echtzeitbild/videokompression und vor allem riesige Datenbanken mit noch riesigeren Metadatenlisten braucht sowie sehr kundennahe Geschäftsmodelle. Aber Booz macht das einfach mit leistungsfähigerer Hardware. Hut ab. Ein tolles Unternehmen mit wertvollen Tipps. Und nun kommt nach der einsame Satz zum Thema Soziale Netzwerke. Warum sollte man diesem Nachfolger der Massenmedien, der schon jetzt Hunderte Journalisten pro Jahr arbeitslos macht überhaupt noch mehr beachten. Deshalb also nur dieser eine Satz des Spezialisten. (Wissen die eigentlich, dass die Carrier selbst auf den Contentmarkt wollen oder zumindest per die Weiterleitung des Contents sich hübsch bezahlen lassen wollen von den Verlagen?). Ein Vertreter der Generation C wird seinen virtuellen Freundeskreis über das mobile Internet überall hin mitnehmen, und die Kontaktfrequenz wird erheblich zunehmen. Naja, warum soll man dieses Soziale Dingsbums vor dem Milliardäre wie Springer, Burda und Mohn zittern überhaupt weiter und tiefer eruieren. Die nehmen gerade Google kleine Teile des Werbemarkts weg. Woher soll man den jetzt schon wissen, dass die fünf Jahren Google entthront haben und die andere Hälfte es Werbemarkts auf sich vereinen. Und her bastelt der Friedrich dann auch den Gedanken hinter Googles goggle mit ein und verweist auf AR als Einkaufsführer und recommendation engine per facebook und Konsorten. Und dann kommt die uralte Telemedizin wieder zum Vorschein. Friedrich exhumiert das Thema ehealth ausgerechnet mit lokalen Sensoren, die die Werte des Körper direkt ans Krankenhaus senden. Eine Technologie die bereits erfolgreich seit Ende Neunziger – ich erinnere noch die nets AG – eingesetzt wird. Aber es passt zum gesamten Eindruck des Zukunftsvision von Booz. Den Managern soll aktuelle Technologie, die ausgereift und marktfähig ist als Zukunft verkauft werden. Wer solche Berater hat, wird in den nächsten Jahren sicher erfolgreich sein mit der Technologie von heute. Ich verstehe nun, warum die Asiaten dem LCD-Monitor zum Erfolg verholfen haben, warum MP3 durch peer-to-peer weltberühmt wurde und warum viele andere revolutionäre Kompressionsverfahren und vieles mehr von ausländischen Firmen in Milliardenumsätze umgewandelt wird. Es ist wie bei der deutschen Politik. Zunächst machen wir einen Plan. Dann überlegen wir, was die anderen planen und zum Schluß holen wir uns Berater. Wenn wir dann diesen bewährten Ansatz der strategischen Planung bis zum Exzess der Informations- und Datensammelei gebracht haben, stellen wir fest, dass unsere Produktentwicklung noch in der Zertifizierungsphase steckt. Wenn die abgeschlossen ist, dann kommen die time-to-market-Optimierer und erzählen uns, was mittlerweile Sache ist. Da wir gemerkt haben, dass unser Produkt zu veralten droht, hören wir uns an, was sie uns von der Gegenwart Zukunft erzählen und entwickeln wie bisher weiter. Immer schön mit langer Analyse- und Planungsphase und bloß keine Geschäftsfeldanalyse machen. Dann sind wir rechtzeitig auf dem Markt, wenn die Asiaten die zweite Produktgeneration der Technologie auf den Markt werfen, die wir gerade vorstellen wollen. Wie sie an die Infos gekommen sind? Nun, Diplomarbeiten werden in Firmen geschrieben. Das wissen die Anderen. Man muss nur wissen, wieviele Lohnsklavendenker Diplomanden in welchen Firmen in den R&D-Abteilungen sitzen. Solche Arbeiten werden doch immer veröffentlicht. Da steht alles drinnen. Böse Firmen nutzen die sperrangelweit offenen Datenbanken vieler Firmen, die zwar ihre Applikationen mit Kerberos und Single-SignOn absichern, aber ihre Datenbanken jedem halbwegs Eingeweihten zur freien Verfügung lassen. Das gilt vor allem für die großen Oracle-Farmen auf denen die Archive, SAP und ähnliches ihre Inhalte ablegen. Aber im Kern liegt es nicht an den mangelnden Sicherungsmaßnahmen sondern schlicht an teuren Experten, die Dinge herbeiphilosophieren, die längst vorhanden und im Markt sind und das Ganze als Zukunftsstudie verkaufen wollen. Wie gesagt: Es gibt Zeugnisse der Armut und Armutszeugnisse. Ich weiß noch nicht, ob ich die Berater gebasht habe oder die Manager, die solche Leute Ernst nehmen. Ich überlege noch…

Manchmal, aber nur manchmal… haben Firmen auch ein bißchen Relevanz gern. Dazu müsste man natürlich auch mal feststellen, was aus der Vergangenheit – also der Firmentradition unabweislich nicht auf den Prüfstand gehört, weil sich alle einig sind, dass es wirklich klasse ist. Dazu muss man erstmal das kleine Wörtchen ALLE ausdifferenzieren. Wer das tut, kann Erstaunliches herausfinden, denn das bloße Wort stakeholder kann Überraschungen enthalten und sehr viel kostbares Wissen. Wenn man die darin zusammengefassten Personen zu Wort kommen läßt und zuhört. Denn auch blindes, evolutionäres Strategiemanagement à la Google nach dem St.-Florians-Prinzip ist auch kein totaler Erfolgsgarant, wenn man vor lauter PS-Protzerei das Profil auf den Reifen vergessen hat.

Bildnachweis: cohdra

March 30 2010, 10:00am

Vorstellung: Canon 550D Fotos & HD-Videos

Habe mir vorgestern die DSLR Canon 550D kommen lassen. Die erste Spiegelreflexkamera unter 1000 EUR, die FullHD-Videos kann in 1080p25 und auch noch 720p50 beherrscht sowie einen Stereo-Mikrofoneingang besitzt. Das Kit-Objektiv – ein Zoom von 18-55mm Brennweite bezogen auf Vollformat – ist nicht so das ganz lichtstarke Objektiv. Aber für erste Tests und den Amateuralltag reicht es allemal. Die Automatikprogramme sind umfangreich, aber neigen gern zu überbelichteten Bildern, aber das läßt sich schnell mit der Belichtungskorrektur optimieren.

Der 18-Megapixel-Sensor ist in APS-C-Größe und damit in etwa dreimal größer als übliche 2/3-Zoll-Sensoren der guten Videokameras. Das ist der Hauptgrund für meinen Kauf gewesen, da ich endlich einen vernünftigen Sensor für HD-Videos haben wollte und das Ganze bei den teuren Videokameras langsam lächerlich wird. Außerdem kann man den gesamten Sermon an Tonwertprogrammen, Weißabgleich in allerfeinsten Justierungen bis zum Bildstil nutzen – also alles direkt in der Kamera Vorhandene ist auch für Film anwendbar. Nur der Autofokus ist kein dynamischer, der ein Objekt verfolgt. Aber wozu gibt es eigentlich den Fokusring am Objektiv? Denn der 1Megapixel-Monitor ist extrem scharf und erlaubt darüberhinaus eine gute Einschätzung der Farben: beides bei HD-Video extrem wichtig. Leider ist der Screen nicht schwenkbar, was sich auch im Live-Modus der Fotofunktion gut gemacht hätte – da werden einige Leute lieber zur bald erscheinenden G2 von Panasonic greifen.

Rauschen: Die Fotos sind allesamt wirklich scharf (bei ausreichend Licht ist auch der Autofokus schnell) und neigen bis zu ISO 1600 nicht erkennbar zu Rauschen. Darüber wird es kritischer, wenn man anspruchsvoll ist, aber die meisten Zeitgenossen sehen bis ISO 3200 nix Schlimmes außer man druckt es aus. Ich würde allerdings davon absehen in der Konfiguration die Schärfe besonders aufzudrehen. Die Kanten werden dann schnell unnatürlich aufgesteilt. Bin von einer 18Megapixel-Kamera sehr beeindruckt, nicht umsonst sehen viele Ersttester die Kamera in punkto Schärfe und Rauschverhalten direkt hinter der Nikon D90.

Video: Mit dem AVCHD-Codec haben so manche Rechner ihre liebe Mühe, denn 46Mbit/sec muss man erstmal verarbeiten können. Da kann das Rendern oder allein schon das Darstellen im Playerfenster zur Ruckelorgie werden – vor allem wenn man – wie ich gerne – Schwenks in Bäumen und ähnlich komplexen Strukturen veranstaltet. Das eingebaute Mikro nimmt einen arhythmisch auftauchenden hohen Ton auf, der offenbar aus der Kamera kommt. Mein externes Mikro (Rode M3) ist per XLR2Stereo-Miniklinke gerne dabei und wird ohne Rauschen oder ähnlich schlimme Sachen aufgezeichnet. Der interne Verstärker ist also kein Hindernis – eher die automatische Pegelung, die stille Parts gerne mal unnatürlich verstärkt. 720p50 erfordert schon eine schnelle Karte also mindestens Class6 und auch FullHD ist nicht eben anspruchslos und verbraucht bei derselben Datenrate (eben die 46Mbit/sec) circa 350 Megabyte pro Minute. Beide Modi also 1080p25 und auch 720p50 konnte ich nicht wirklich an meinem LCD-TV in der Qualität unterscheiden. Aber allein die Möglichkeit 50 Bilder/Sek. mit einer “günstigen” DSLR in der Qualität aufzuzeichnen, ist schon der helle Wahn und klasse für alle Sportfilmer. Und mit den neuen SDXC-Karten (exFAT bis zu 2TB-Größe – aktuell kostet eine 48GB große Karte um 300 EUR) sind dann auch deutlich mehr als 32GB-Karten drin. die 550D unterstützt auch EyeFi-Karten (also SD-karten mit eigener WLAN-Funktion zum Upload)

Bedienung: Ich hatte früher eine Nikon und musste mich umgewöhnen. Bin allerdings nach einer Stunde mit wehenden Fahnen zum Canon-Bedienkonzept übergelaufen. Wer sich ein bißchen mit Fotografie auskennt, wird staunen über die schnelle Erreichbarkeit der wesentlichen Änderungsmöglichkeiten mittels Q-Taste und Drehrad (Dateneingabe) vorne direkt hinterm Auslöser. Sogar die vollautomatischen Modi nutze ich jetzt manchmal ohne große Probleme, weil sie gut funktionieren. Außer den viel zu offenen Blenden im Sonnenlicht, aber da holt man sich eben eine geschlossene Blende durch AE im strahlenden Licht und speichert diese mittels der *-Taste…

Fazit: Nach zwei Tagen und einigen Clips später und zwei Fotospaziergängen bin ich doch überrascht. Ob überhaupt noch irgendjemand Videokameras mit den fizzeligen Sensoren kaufen wird? Wenn ich mich an die Brotdosen von Sony und Panasonic erinnere die zwischen 6000 und 12.000 Euro kosten, dann kann ich getrost zur D550 mit einem dicken 3000EUR-Canon-Zoom mit 2,8 bei 70-200mm raten. Die Qualität der Filme wird um einiges besser sein. Pferdefuß: Die Lautstärke hat nur einen automatic gain, aber das wird dann bereits die bald erscheinende G2 von Panasonic mit Kopfhörer-Eingang und regelbarem Pegel noch verbessern. Allerdings hat die nur einen FourThirds-Sensor und nicht so professionelle Zooms und Festbrennweiten oder per Adapter sogar die irren Zeiss Digiprimes…

March 26 2010, 11:00am

iPhone-Tutorial 5: iPhone aktivieren und mit Daten befüllen

Wie aktiviere ich das iPhone? Und wie befülle ich es mit Inhalten?

March 12 2010, 10:00am

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