Lifestream » web-20

ELENA und die doppelte Petition

Das elektronische Entgeltnachweisverfahren, kurz ELENA, erzeugt endlich ersten aktiven Widerstand bei Netzbürgerrechtlern. Zwei Bürger haben beim Bundestag eine Petition eingereicht, die dagegen protestiert, dass Höhe des Gehalts, Krankmeldungen, Kündigungsgründe und viele andere Daten über einen Arbeitnehmer automatisch gespeichert werden.

Das alles diene dem Bürokratieabbau, so die offizielle Begründung für die Datensammlung. Im Dezember, als in vielen großen Medien erstmals ausführlich über das ab Januar 2010 in Kraft tretende Verfahren berichtet wurde, hörte man aus den Kreisen der Bürgerrechtsbewegung nicht viel. Fast überrascht schienen dort viele zu reagieren. Schleswig-Holsteins stets auskunftsfreudiger Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert war einer der wenigen, die sich zum damaligen Zeitpunkt zu dieser Frage äußerten. Einen Monat später ist das Thema in aller Munde – und die Netzaktivisten mobilisieren. Etwa so wie eine Handvoll Piratenparteimitglieder am letzten Wochenende in Berlin.

Worum geht es eigentlich: Hintergrund über Elena In der taz fassten Daniel Schulz und Franziska Langhammer schon im Dezember 09 zusammen: Ab dem 1. Januar sollen die Arbeitgeber dazu verpflichtet werden, regelmäßig Daten aus den monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnungen elektronisch an die sogenannte Zentrale Speicherstelle bei der Deutschen Rentenversicherung in Würzburg zu übermitteln. Ab 2012 soll Elena dann in Betrieb gehen und dafür sorgen, dass Sozialleistungen wie Eltern-, Wohn- oder Arbeitslosengeld schnell und unkompliziert beantragt werden können. Mit seiner elektronischen Signatur identifiziert sich der Versicherte bei der Zentralen Speicherstelle und erlaubt der jeweiligen Behörde, seine Daten abzurufen. Verdienstbescheinigungen des Arbeitgebers, die dieser bislang auf Papier ausfüllen musste, werden nicht mehr benötigt. Auch Daten von Selbstständigen will man erfassen, insgesamt sind 40 Millionen Erwerbstätige betroffen. Die Gemüter erregt ELENA, weil damit nicht nur Daten über Art und Höhe des Einkommens gespeichert werden, sondern auch viele sensible Angaben über Arbeitnehmer, die weit mehr Aufschlüsse über deren berufliche Karriere liefern als eine herkömmliche Lohn- und Gehaltsabrechnung. So werden detaillierte Angaben über Fehlzeiten und deren Ursachen erfasst.

Weitere Artikel zum Thema: *In der Süddeutschen warnt Heribert Prantl in Bericht und Kommentar vor ELENA während die FAZ sich deutlich zurückhält.

*gulli berichtet über die Widerstände auch von Arbeitgeberseite gegen ELENA, telepolis schreibt über die “Milchmädchenrechnung” Bürokratieabbau.

*Ob man sich ELENA per einstweiliger Verfügung entziehen kann, fragt ein Focus-User. Die Antwort ist irgendwie lustig, aber wenig aufschlussreich: Bei Ex-Innenminister und ELENA-Kritiker Gerhard Baum “kann Ihr Anliegen mit vielen Anderen, dementsprechend behandelt werden!”

Was können und wollen die Petitionen gegen ELENA?

Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Versehen, dass schon jetzt zwei Petitionen im Bundestag gegen ELENA eingereicht wurden. Ein reiner Absprachefehler ist das aber nicht, denn beide haben beim näheren Hinsehen recht unterschiedliche Ziele.

Die erste Petition, die der Saarländer Peter Caspar initiiert hat, wendet sich allgemein gegen das Vorhaben und fordert, “dass die Vorratsspeicherung gemäß dem 6. Abschnitt des Sozialgesetzbuch IV, §§95 ff. (Verfahren des elektronischen Entgeltnachweises) aufgehoben wird”

Zur Begründung schreibt Caspar: Es werden unzulässig Daten erhoben, die weit über den ursprünglichen Sinn des Gesetzes hinausgehen. Zum Beispiel werden Streik- oder Aussperrungszeiten gespeichert, die Arbeitgeber müssen Abmahnungs- und Kündigungsgründe angeben. Dem Sinn des Gestzes widerspricht schon der 2 jährige Aufbau einer Datenbank, die auch mit erheblichem Aufwand der Arbeitgeber verbunden ist. Von der beabsichtigten Kostenersparnis kann keine Rede sein, es werden millionenfach Daten erhoben, die nie benötigt werden, da die meisten Bürger – aus welchen Gründen auch immer – weder Wohngeld, Eltergeld oder Arbeitslosengeld beantragen. Nach meiner Meinung wurde mit diesem Gesetz das Recht auf informationelle Sebstbestimmung verletzt.

Über 9.300 Unterzeichner hat Casper für seinen Aufruf schon bekommen und wird dabei unterstützt von Onlinebürgerrechts-Granden wie Ralph Bendrath, Y und Z. Bis 2.März kann hier noch unterzeichnet werden.

Die zweite Petition stammt aus der Feder von Thomas Herr und fordert wesentlich zurückhaltender, dass die Speicherung und Datensammlung im Rahmen von ELENA “nochmals überarbeitet und überdacht werden”. In seiner Begründung schreibt Herr: Es geht kein Finanzamt und keine Krankenkasse an, wenn ich zu spät zur Arbeit komme, wenn ich streike, wenn ich unbezahlten Urlaub nehme und so weiter. Ich fühle mich als Bürger total gläsern und total vom Staat überwacht. Desweiteren zweifle ich an, ob dieses Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht stand hielte. Folgende Daten müssen meines Erachtens nach NICHT an die genannten Behörden/Körperschaften übertragen werden

Mit dieser Petition, die ebenfalls noch bis zum 2.März mitgezeichnet werden kann, konnte Herr noch keine 3.000 Unterzeichner begeistern. Damit hält sich der Erfolg beider Petitionen in Grenzen – und das, obwohl in Sozialen Netzwerken wie twitter bereits kräftig um Unterstützung geworben wird. Andererseits wurden bei beiden Petitionen Kritik an der Qualität der eingereichten Begründungen laut.

Was bringen solche Petitionen?

e-petitionen sind seit dem Sommer 2009 schwer in Mode. Damals unterzeichneten Zehntausende innerhalb kurzer Zeit die erste digitale Bürgerrechtler-Petition der Berliner Franziska Heine gegen die “Internetsperren”, mit denen die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen die Verbreitung von Kinderpornografie unterbinden wollte. Seitdem gibt es jeden Monat neue Petitionen von Nerds und Geeks: gegen Killerspielverbote, für Open Access, die Gema und so weiter. Im Freitag ist ein ganz guter Überblicksartikel zum Thema erschienen.

Der Vorteil bei der ePetition: Die Hürde, mitzumachen ist gering, über Web 2.0-Kanäle kann die Nachricht von der Existenz der Petition schnell verbreitet werden – und die nur diffus organisierte digitale Bürgerrechtsbewegung kann demonstrieren, wie viele Unterstützer für eine bestimmte Sachfrage sie hinter sich versammeln kann.

Andererseits zeigt sich, wie stumpf das Schwert der ePetition ist: Nach dem Sommer konnte keine einziges Anliegen den Erfolg der “Zensursula”-Petition wiederholgen – weil die allgemeine Erregung fehlte oder die Online-Mitzeichnung ihren Neuigkeitswert verloren hatte. Doch auch die super-erfolgreiche Petentin Heine wartet noch immer auf ihre Anhörung beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags. Und dass, obwohl sich die Debatte um das Zugangserschwernisgesetz seit Ende der Mitzeichnungsfrist im Sommer deutlich weitergedreht hat.

Sonstiger Widerstand Es kursieren aber wohl auch noch andere Ideen als allein das Unterschreiben von Petitionen. Heise zufolge fordert Schleswig-Holsteins Datenschützer Weichert den Bundesrat dazu auf, gegen ELENA zu stimmen, weil die Verordnung “verfassungswidrig” sein könnte.

Bildnachweis: ppdigital

February 1 2010, 1:00pm

Das Buch Hiob

Das Buch Hiobs via @orangeguru

January 31 2010, 10:44pm

Interview: Was ist die transmediale.10 ?

Am Dienstag den 02.02 beginnt in Berlin die transmediale.10 FUTURITY NOW! im Haus der Kulturen der Welt (HKW). Die meisten Leser werden den Namen schon oft gelesen haben, den einen oder anderen Vortrag per Video im Web gesehen und gehört haben – was aber ist nun dieses Festival eigentlich?

Ein Interview mit Clemens Lerche (CL) (Marketing, der Mensch hinter der transmediale facebook Fanseite) sowie dem Programmleiter des Festivals Markus Huber (MH) gibt Aufschluß über den Rahmen und den Inhalt des Netzkultur-Festivals und der zugehörigen Vilém-Flusser-Preis-Preisverleihung sowie dem Kongress Future Observatory. Der Bogen spannt sich von Liquid Democracy, Netzideologien und der Zeitlosigkeit des Netzes bis zur ästhetischen Echtzeit-Bearbeitung der 9stündigen-Diskussion eines beeindruckenden line-ups von Gästen, die in Zweiergesprächen diverse Themen ins Visier nehmen.

Herr Lerche, viele Leser der blogpiloten kennen den Namen der transmediale aber können sich wenig darunter vorstellen. Bringen wir etwas Licht ins Dunkle. Was ist die Geschichte der transmediale, was ist ihr Ziel im Allgemeinen und welche Ziel verfolgen sie mit der aktuellen Ausgabe? CL: Die transmediale wurde 1988 als VideoFilmFest ins Leben gerufen, einem Nebenprogramm der Sektion Internationales Forum des Jungen Films der Berlinale. Damit wollte der Mitbegründer und künstlerische Leiter Micky Kwella auch solchen Produktionen ein Forum bieten, die auf elektronischen Medien realisiert wurden und somit von reinen Filmfestivals wie der Berlinale ausgeschlossen waren. 1997/98 änderte es seinen Namen von ‘VideoFest’ zu ‘transmediale’. Diese Änderung reflektierte die programmatische Erweiterung des Festivals, welches inzwischen ein weites Spektrum multimedialer Kunstformen umfasste. 2006 änderte sich der Untertitel des Festivals, das nun  nicht mehr international media art festival, sondern “festival for art  and digital culture” heißt und damit eine Abkehr von reiner Medienkunst und die Öffnung hin zum Spannungsfeld von Kunst, Technologie und unserem digitalisierten Alltag beansprucht. Mehr dazu hier.

Ziel im Allgemeinen, kurz gesagt: Die transmediale präsentiert künstlerische Positionen, die die Rolle neuer Technologien in der  heutigen Gesellschaft reflektieren. Die transmediale teilt mit anderen Veranstaltungen, wie zB der re:publica, eine kritische und zugleich begeisterte Sicht auf Medien. Was der transmediale wichtig ist: Sie  versteht Medientechnologien als Kulturtechniken, die man sich aneignen  muss, um durch sie unsere heutige Gesellschaft verstehen, kritisieren  und gestalten zu können.

Aktuelle Ausgabe und Thema “FUTURITY NOW!”: Vorab: Es wird kein  Zukunftsfestival bzw, Zukunftskongress sein! Unter dem Motto FUTURITY NOW! untersucht die transmediale.10, welche Rolle die Entwicklung des Internets, die globale Netzwerkpraxis, Open-Source-Methoden, nachhaltige Gestaltung und mobile Technologie bei der Bildung neuer kultureller, ideologischer und politischer Modelle spielt. Nicht Zukunft, als etwas denken das kommt, sondern als etwas das wir tun. Stephen Kovats dazu im Video:



Während der transmediale findet dieses Jahr die parallele Konferenz unter dem Motto Future Observatory statt, zu dem außer den drei Keynote-Speakern auch eine ganze Reihe Face2FAce-Gespräche stattfinden werden am 05.02. werden bei der neunstündigen Futurity Long Conversation 21 Gäste über das Thema sprechen. Obwohl mir einige Sprecher bekannt sind, ist das bei den potenziellen Besuchern wohl weniger der Fall. Kein großes Namedropping…  MH: …genau darum geht es bei dieser Veranstaltung. Statt mit Namen aufzutrumpfen, steht hier das Gespräch und das Thema selbst im Vordergrund. Die teilnehmenden Sprecher bilden ein Gewebe aus Künstlern, Medientheoretikern, Designern und Aktivisten, die sich in ihrer Arbeit auf ganz spezifische Weise mit dem Thema FUTURITY NOW!! auseinandersetzen. Zudem tauchen viele der Teilnehmer an verschiedenen Stellen im Festival auf. Die Idee ist, in diesen 22 minütigen Gesprächen ganz unterschiedliche Ansätze und Einstiegspunkte in das Festivalthema zu bieten, um die Sprecher dann auch in anderen Kontexten, Formaten und Zusammenhängen im Festival zu erleben. So sind Ken Rinaldo, Jimmy Loizeau und Julian Oliver beispielsweise auch in der Ausstellung zu sehen. Joy Tang wird ihre Arbeit über Network Improved Communites in der Konferenz (http://www.transmediale.de/de/ideologien-und-zukunfte-des-internets) vorstellen; David Link und Warren Neidich sind zwei der vier für den Vilém Flusser Theory Award nominierte Künstler.http://www.transmediale.de/de/award/vilemflusseraward Und Carolyn Christov-Bakargiev, die Leiterin der documenta 13 in 2012 spricht u.a. mit Susan Neiman, Leiterin des Einstein Forums in Potsdam. Alan Shapiro, vielen bekannt durch sein Buch “Star Trek: Technologies of Disappearance” spricht über die Möglichkeiten einer neuen Computerwissenschaft, die die Star Trek Technologie möglich machen soll.

Mehr Informationen zu den einzelnen Sprechern und ihren Statements, die etwas mehr Einblick verschaffen findet Ihr hier.  Was könnte die Besucher motivieren zu kommen und wie gewährleistet ihr, dass es nicht in einer beliebigen Kakophonie endet, bei jeder sein Thema einfach inflationiert?  MH: Interessant, dass du das fragst, denn eine parallel stattfindende Datenvisualisierungs-Installation wird genau das „beobachten“. Das Künstlerkollektiv Sosolimited wird die Konversation mittels einer speziell entwickelten Software auf sprachliche oder inhaltliche Muster und Strukturen hin analysieren und visualisieren und so einen vollkommenen anderer Rezeptionsansatz bieten als in den Dialogen wenige Meter höher im Haus. Dazu gehört auch die Analyse, wie häufig und ‚inflationär‘ bestimmte Begriffe und Formulierungen genannt werden.

Es ist aber auch so, dass keiner der Teilnehmer einen Vortrag halten oder pps benutzen wird. Es geht ausschließlich um den Dialog zwischen zwei Experten. Die Konversation ist nicht moderiert, einziger Rahmen bilden die 22 minütigen Gesprächsfenster. Wir verstehen dieses “lange Gespräch” nicht so sehr als eine quantitative Ansammlungen von Personen, Thesen und Theorien, sondern als eine Möglichkeit, die prozessuale, unterdefinierte und umbrüchige Struktur von Zukunft sichtbar und erfahrbar zu machen. Wenn ein Sprecher länger als 22 Minuten spricht, so nimmt er dem nächsten Redner einen Teil seiner Konversationszeit. Es handelt sich also auch um einen kollaborativen Prozess, der nur funktionieren kann, wenn jeder sich diesem Rhythmus unterordnet.

Eine letzte Sache, der erste Gesprächspartner, Drew Hemment, Leiter von Futureeverything ist auch der letzte Gesprächspartner. Und wenn diese Gesprächskette am Ende wieder bei Drew Hemment ankommt, hat sich der erste Impuls, mit dem er die Konversation angestoßen hat während der 8-stündigen wechselnden Gespräche verändert, ergänzt und wieder verworfen. Die Zukunft, die zu Beginn verhandelt wurde, ist noch immer da und zugleich völlig verändert.

Die Futurity Long Conversation ist eine Sonderzeitzone, in die jeder Besucher eintreten, verweilen und zuhören kann und nach einiger Zeit auch nochmals zurückkehren kann, um zu sehen, in welche Richtung sich “die Zukunft” entwickelt.

Mehr dazu hier und hier.

Außer Sascha Lobo, Florian Rötzer und Merceds Bunz ist einige vielleicht noch Juliana Rotich von ushahidi und globalvoices bekannt. Das Thema selbst muss also überzeugen. Was erhofft Ihr Euch als Veranstalter von diesen Gesprächen in  Bezug auf das sehr offene Thema Zukunft? MH: Ich bin in den 80er Jahren groß geworden und da wurde die Zukunft ständig verschoben. „No Future“ war der ununterbrochene Versuch, eine Fristverlängerung auszuhandeln, damit Zukunft nicht stattfand. Das ist für mich auch das Spannende an dem Thema, denn diese Fristverlängerungen sind abgelaufen und paradoxerweise befinden wir uns heute in eine Zukunft, die der Vergangenheit angehört – und die gleichzeitig im Widerspruch zu unserer Gegenwart steht. Und da frage ich mich: verwenden wir unser technisches, politisches und soziales Potential weiterhin dafür, Zukunft als Utopiekatapult und  Projektionsmaschine am Tropf zu halten oder nehmen wir es als Möglichkeit der Gestaltung, als kulturelle Praxis? Der Zukunftscode des 20. Jahrhunderts ist von der globalen Realität des 21. Jahrhunderts eingeholt worden. Die transmediale.10 zeigt, wie dieser Code funktioniert hat und auch, warum er heute nicht mehr  funktionieren kann. Die Konferenz Future Observatory untersucht drei Bereiche in denen ‘Zukunft’ als eine verlässliche, weil unerschöpfliche Ressource für die politische und alltägliche Planung und Anwendung in unserer  Gesellschaft ausgeht. Das hat mit der Weise zu tun, wie wir diesen Utopie- und Projektionsautomat benutzen. Das Konzept von Zukunft gerät angesichts technologischer, kreativer und sozialer  Entwicklungen in eine Krise. Mit der Konferenz werden drei Bruchstellen diskutiert, an denen sich diese Krise zeigt. Future Observatory widmet sich den Bruchstellen, an denen die Untüchtigkeit von Zukunft – wie sie das 20.Jahrhundert hindurch gedacht und in Design, Architektur, Politik und Kunst formuliert wurde – zum Vorschein kommt.

Wie sucht ihr die Leute aus? MH: Das ist ein langer Weg. Mit dem Ende eines Festivals beginnt eigentlich sofort die Recherche und Themendiskussion für das nächste Festival. Im Laufe eines solchen Prozess’ laufen wir auch in viele Sackgassen, aber nach und nach kristallisieren sich dann die Themenfelder heraus und damit oft auch Teilnehmer. Eine wichtige Quelle für uns ist aber nach wie vor der Wettbewerb, den wir jährlich ausschreiben. Aus den 1500 Einreichungen aus über 70 Ländern finden wir dann viele Projekte, Künstler und Wissenschaftler, die sich in das Thema fügen. Aber auch das ist ein Prozess, der bis zum Festival anhält und sich ständig verändert oder erweitert.

Mit dem Thema FUTURITY NOW! fokussieren wir sehr stark die kollaborative Praxis der Netzwerkkultur. Etwa Adam Hyde, der in einem Book Sprint die transmediale.10 Publikation “Collaborative Futures” innnerhalb von 5 Tagen mit 6 internationalen Open Source und Free Culture Experten geschrieben hat.

Joy Tang, die Gründerin der oneVillage Foundation, die sich um einen Technologietransfer in Entwicklungsländer bemüht, Matteo Pasquinelli, u.a. Gründer der Mailinglist “Rekombinat” untersucht die ökonomischen und kollaborativen Bedingungen im postindustriellen, digitalen Zeitalter. Tiziana Terranova, Professorin für politische Ökonomie José Luis de Vicente, Direktor von ArtFutura in Barcelona Mehr Infos zu den Teilnehmern sind hier zu finden.

Bildnachweis: transmediale

January 29 2010, 11:30am

@meta_blum: Was ist Slow Media?

Sabria David betreibt die Bonner “Zweiraumagentur” Text-Raum und hat zusammen mit zwei Kollegen das “Slow Media”-Manifest verfasst. Hier erklärt sie, was das für sie bedeutet. Natürlich schön slow. Sabria David erklärt Slow Media

Als Mp3 hören

January 29 2010, 10:00am

@plomlompom: Was ist Singularität?

Christian Heller aka @plomlompom erklärt die Singularität und was sie bedeuten könnte, zum Beispiel “das Sonnensystem in einen gigantischen Computer umzuwandeln, derartiges”.

Anja Krieger - Plomlompom erklärt Singularität

als MP3 hören

January 28 2010, 5:56pm

Gestatten, iPad!

Ja. Es ist gelüftet, das Geheimnis um das iPad, ehemals iSlate.

Was soll ich sagen, es ist ein Computer. Vielen Dank für die geneigte Aufmerksamkeit.

Ist das wirklich alles? Zunächst zur Pflicht…

Nachdem die Diskussionen im Spekulatiusland wochenlang ins Kraut geschossen sind, macht sich allenthalben Ernücherung breit, weil es eben nur ein Computer ist und keine Fee mit 3 Wünschen und den drei goldenen Haaren des Teufels in der Premiumversion.

iPad: Zu den harten Fakten. Die Pflicht Zunächst das Wichtigste: Das Display breitet sich über eine 9,7-Zoll-Diagonale (1024×768 Pixel) aus, das iPad ist insgesamt schmale 1,27 Zentimeter hoch und bringt um die 700 Gramm auf die Waage. Im iPad werkelt ein eigenentwickelter ARM-Prozessor (1 Gigahertz), der auf den sensationslosen Namen Apple A4 hört. Der Festspeicher kann zwischen 16 und 64 Gigabyte (SSD=lautloser Flashspeicher) gewählt werden. Wie das aktuelle iPhone verfügt der/das iPad über einen Bewegungssensor, Kompass, einen Ambient Light Sensor sowie Lautsprecher und ein Mikrofon. Anschlüsse externe Geräte an den Mac erfolgen über bekannten iPod- und iPhone-Anschlüsse plus einen DockConnector und einem Schacht für die SIM-Karte. Wifi, Bluetooth 2.1 und GSM/UMTS (HSDPA) sind ebenso an Bord wie WLAN 802.11n. Apple publiziert eine Batterielaufzeit von bis zu 10 Stunden (im Videomodus). Es spielt 576p und 480p per externem Komponenten-Kabel ab. Es ist in der Lage H.264-Dateien, also natives HD-Material in 720p abzuspielen. Alle bekannten Audio-Formate, die das iPhone OS abspielt, werden auch hier unterstützt. Das kleinste Modell kostet nur 499 Dollar (ohne UMTS-Verbindung und Mobilfunkvertrag). Aber was nutzt ein iPad ohne UMTS? eReader vielleicht? Ich glaube, die Welt ist dieses Jahr noch nicht bereit für einen eReader, aber man kann das iPad natürlich dazu nutzen, was Sinn macht, denn es ist ein Farbdisplay (Verleger aufgepasst), ob es aber auch tageslichtauglich ist?

Das Betriebssystem ermöglicht das Anzeigen aller im Geschäftsverkehr bekannten Dateianhänge aus der Officewelt. Ab Werk werden folgende Sprachen unterstützt, das schließt auch die Keyboard-belegung der virtuellen Tastatur ein: Englisch, Französisch, Deutsch, Japanisch, Holländisch, Italienisch, Spanisch, vereinfachtes Chinesisch und Russisch.

iPad: Die Kür Die ersten Auguren machen schon Enttäuschung aus. Der ganz große Wurf sei das Ganze ja gar nicht. Nun, man muss diesen Menschen entgegenhalten, dass Apple sein Geld zwar nicht im Massenmarkt verdient, aber die Gadgets der Geeks und Nerds an diejenigen verhökert, die man als Late Adopters bezeichnen kann. Das ist eine deutlich größere Gruppe als die Early Adopters.

Es ist vor allem eine Gruppe, die von der großen Masse der Konsumenten als Vorbild betrachtet wird. Sie setzen die Trends, die die Avantgarde schon wieder lächelnd aus den Händen legt. Es könnte daher gut sein, dass das iPad der Türöffner für all die Nachahmer des iPod-, iPhone-Booms sein wird. Denn den MP3-Player gab es vor dem iPod, es gab auch Handys vor dem iPhone, aber diese beiden Produkte waren der Fuß in der Tür der HighTech-Industrie zum Massenmarkt.

Eine ähnliche Geschichte könnte mit dem iPad passieren. Es wird sehr viele Nachahmer geben und gerade in diesem Frühjahr und Sommer kommen viele neue kleine Tablets als smarte Nachfolger des Netbook-Booms auf den Markt, die mit Windows 7 im Terrain des iPad wildern wollen. Insofern setzt das iPad einen Trend, den Microsoft vor ein paar Jahren nicht setzen konnte. Die Leute mit viel bling-bling und die professionellen Schöngeister werden in den Cafés, Parks und den öffentlichen Verkehrsmitteln dem gemeinenm Volk einen voriPaden, dass es nur so raucht in den Kassen derjenigen, die kleine leichte Webgeräte vertreiben, WENN es denn einem Provider gelingt JETZT einen wirklich attraktiven Flatratepreis für mobiles Surfen in den Markt zu drücken. Dieser Anbieter könnte eine dicke Tranche der iPad-Produktion zusammen mit einem Flatrate-Kampfpreis anbieten und damit treue Kunden binden. Denn mobile web macht Spaß – mit dem iPad sicher noch mehr, wenn das iPhone OS 4 draußen ist.

Bildnachweis: http://www.gizmodo.com und apple.com

January 28 2010, 11:15am

Jeff Jarvis: Apple, iSlate und Medien

karrierebibel.de (Jochen Mai) hat ein spannendes Interview mit Jeff Jarvis auf der DLD10 geführt. Es geht um Apple Fanboys, das iPhone und den neue TabletPC namens iSlate sowie deren Tauglichkeit als eReader. Spannend ist Jarvis’ Meinung zur Produktentwicklung bei Apple und Microsoft. Kein tolle Bildqualität, dafür ist der Inhalt umso hörenswerter:

Und der zweite Teil:

January 25 2010, 11:42am

Unsere Bäume

Ein Gedanke in Ruhe.

via johanneskleske.com

January 24 2010, 11:34am

Google: Brin & Page verkaufen Mehrheit

Die Bombe ist geplatzt: Sergey Brin und Larry Page, die Google-Gründer verkaufen einen dicken Batzen ihrer Aktien. 5,5 Milliarden Dollar wird ihnen dieser Coup einbringen. Wie heißt es so schön, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Wer sonst als sie kann erkennen, wann Google im Zenith seiner Macht und seines Marktvolumens steht. Oder haben sie eine neue Firma, bzw. einen Zukauf im Sinn? Es gäbe ja einige Schnäppchen während der Wirtschafts/Finanzkrise.

Sie verkaufen in den nächsten 5 Jahren über 17% ihrer Anteile, was ungefähr 10 Millionen Aktien entspricht. Damit sinkt ihr Aktienanteil von 59% auf 48% der gesamten Anteilsscheine.

Prost!

Bildnachweis: Joi Quelle: allthingsd

January 23 2010, 11:21am

Schimpfen auf NYT: M.I.A. ist zurück

Grüne Lichtpunkte zeichnen schemenhaft eine Person nach, Elektrogepumpe, “Gravity is my enemy” – so meldet sich Elektro-Hiphopperin M.I.A. (bürgerlich Maya Arulpragasam) nach ihrer letzten Platte 2007 zurück.

Hört sich an wie eine von zahllosen Pre-Releases, mit denen Musiker auf ihre neusten Werke auf sich aufmerksam machen wollen. Stimmt – aber so ganz ohne Krawall kommt M.I.A. bei ihrer Vorankündigung nicht aus: Kurz bevor sie diesen Track postete, hatte die Musikerin in ihrem Twitter-Account die New York Times wüst beschimpft. Grund: Die NYT hatte eine Rangliste von touristischen “Places to go” 2010 veröffentlicht – mit dem bürgerkriegsgebeutelten Sri Lanka auf Platz eins. “Fuck New York Times. Do you think you need to go here on vacation?” schimpfte M.I.A. daraufhin auf Twitter und postete Fotos von zerstückelten oder halb verwesten Leichen. Und postete eben auch Youtube ihren neuen Track “There’s space for ol dat I see”:

Alles viraler Netzhype schreibt der Musikblog des Guardians, soll doch im Frühjahr bis Frühsommer das neue M.I.A.-Album rauskommen. andere wie etwa die taz gestehen der Musikerin zu, mittels geschicktem Einsatz des Netzes nicht nur auf ihre kommenden Plattenveröffentlichungen, sondern auch auf die Probleme ihrer Heimatregion Sri Lanka aufmerksam zu machen.

M.I.A., geboren in London, wuchs in Sri Lanka auf, bezeichnet sich als einzige in westlichen Medien präsente Tamilin und spricht von einem “Genozid” in ihrer Heimat. Spekulationen über ihre Sympathien für die inzwischen militärisch vernichteten “Tamil Tigers” brachten M.I.A., die heute in New York und London lebt, immer wieder Ärger und miese Presse ein.

Foto: Screenshot youtube.com

January 21 2010, 2:00pm

Tracks & Fields: Für Musiker & Remixer

Myspace ist Standard für die Präsentation einer Band im Netz. Aber wie und wo kann man gemeinsam mit bekannten und unbekannten Musikern Songs machen, remixen, überarbeiten? Bei http://www.tracksandfields.com können Musiker oder Bands einzelne tracks online stellen und remixen (lassen). Zum Start dürfen Remixer im Rahmen eines Contests sogar an Hand an Wolfmother legen!

Dort treffen sich auch Bandmitglieder um ihre verteilt eingespielten Spuren zusammenzuführen. Es gibt sogar einen Online-Sequencer und ein MIDI-Tool für die rein digitalen Musikspuren. Das ganze passiert zum Einen auf der Basis von Samples und Tracks sowie einer Songstruktur oder eben anhand von Menschen, ähnlich einem sozialen Netzwerk, die in Nutzer und Gruppen strukturiert sind. Diese können Sessions starten und loslegen. Diese Musik-Kollaborationsplattform wird heute in Cannes auf der Musikmesse MIDEM vorgestellt.

In der Presseinformation heißt es: Tracks & Fields ist die erste webbasierte Kooperations-, Netzwerk- und Businessplattform, die sich vor allem an professionell arbeitende Musiker und Produzenten richtet. In der virtuellen Produktionswelt von Tracks & Fields können Musiker Sounds in einer öffentlichen Musikdatenbank ablegen, große Audio-Dateien über die Plattform austauschen und ganze Tracks mit Hilfe eines integrierten Sequenzers gemeinsam online von überall auf der Welt mit Musiker-Kollegen bearbeiten. Das Berliner Unternehmen löst mit diesem Ansatz ein Grundproblem der zeitgemäßen Musikproduktion, in der sich Arbeitsprozesse meist noch stärker als in anderen Branchen zeitversetzt und über den gesamten Erdball verteilen.

Mit dem digitalmusician.net ist seit einiger Zeit ein ähnliches Projekt online, das noch nicht den ganz großen Erfolg verbuchen kann. Wünschen wir dem neuen Anbieter mehr Erfolg und vor allem mehr Nutzer. Denn talentierte Musiker gibt es ohne Frage genug. Ob und wie das Web dazu beitragen kann, auch die Instrumentalisten und Live-Musiker näher zusammenzubringen, bleibt eine spannende Frage. Denn bezahlbares, latenzfreies (verzögerung durch umwandeln von analog in digital) Zusammenspielen wird es im Web in absehbarer Zeit kaum geben können. Allein, wer im stillen Kämmerlein sitzt, kämpft bei Equipment unter der 1000€ Grenze nicht selten mit Latenzen. Insofern ist die Idee, das Ganze direkt mit einem Online-Sequencer bzw. einem Online Midi-Tool umzusetzen ganz neckisch. Man nimmt einfach die eingespielten Parts und arrangiert und produziert online. Ob dann auch die großen VST-Flagschiffe oder Pro-Tools-Plugins mit an Bord sind oder sein werden, bleibt abzuwarten.

Zum Schluß das Bonbon für alle Remixer:

 Zum offiziellen Start der Plattform bietet das Major-Label Universal Music mit Wolfmother, Florence & The Machine und Moke drei seiner angesagtesten Indie-Acts für die Remix-Contests auf http://www.tracksandfields.com auf: Von der australischen Stoner-Rock-Band Wolfmother steuert Universal den Song „California Queen“ und die Donner-Groove-Hymne „New Moon Rising“ zur kreativen Veredelung bei. Neben viel Ruhm und Ehre winken den Gewinnern des Wolfmother-Remix-Contests die Einstellung des Sieger-Beitrags auf der offiziellen Myspace-Seite der Band, eine digitale Veröffentlichung der Produktion durch Universal Music sowie eine Gibson SG Special HC E-Gitarre. Die Südlondoner Indie-Pop-Band Florence & The Machine ist mit ihrem Hit „You got the Love“ im Remix-Contest vertreten; ebenso die auch aus England stammende Indie-Rockband Moke mit dem Song „Switch“. Auch für die Gewinner dieser Wettbewerbe sponsert Universal Music weitere Preise. Das Berliner Indie-Elektronik-Label !K7 schickt mit Bomb the Base einen Pionier der Sampling-Musik in einen weiteren Tracks & Fields Remix-Contest zum offiziellen Launch des Portals. Alle weiteren Informationen zu den Remix-Contests und die Teilnahmebedingungen finden sich auf http://www.tracksandfields.com.

Bildnachweis: tracksandfields 

January 21 2010, 11:22am

Lesetipps für den 21. Januar

Die Blogpiloten sammeln Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Wenn Ihr auch lesenswerte Vorschläge habt, dann postet sie in den Kommentaren. Es kann sein, dass sie im Spamfilter landen – vor allem, wenn es mehrere pro Kommentar sind – aber wir werden sie uns trotzdem ansehen. Wer Links zu Produkten oder Firmen schickt, kann nur in raren Ausnahmefällen damit rechnen, dass wir sie hier weiterempfehlen.

Krautrock- German Electronic Music History: Eine Stunde BBC-Dokumentation über die 70er Jahre rund um Krautrock, Elektrische Musik und den Geist der Freiheit… Apple will in die Cloud. Erscheint sinnvoll, sonst fegt Android das iPhone in ein bis zwei Jahren noch tiefer in die Ecke für Design- und Kunstgeeks YuccaTree Post: 25 wunderbare deutsche Blogs abseits des Mainstreams: Neue Blogs zum Lesen, Empfehlen, Schmunzeln, Wundern, Hassen, Kommentieren… TÜV verleiht VZ-Netzwerken Siegel für Datensicherheit: Dann hoffen wir einfach, dass der Nächste, der Sicherheitslücken findet, nicht schon wieder seltsame Einladungen in die Zentrale erhält und dort kostengünstige Einzelzimmer als Belohnung zu erwarten sind Google-Bashing: Zur politischen Ökonomie einer Suchmaschine: Da hat doch ein schlauer Fuchs erkannt, dass Google nur eine Firma ist. Ob wir das Apple oder Microsoft petzen sollten? Medial Digital» Neu RGMP Multimedia Tutorial » Serie Multimedia-Tutorial RGMP jetzt als kostenloses ebook: Und nun das Social/Multi Media Handbuch zum Runterladen Global Voices Online » Announcing the Technology for Transparency Network: Rising Voices maps citizen media training initiatives A Rant About Women « Clay Shirky: Clay Shirky erreicht das Thema gender studies…Wann erhellt er uns über die langkettigen Aminosäuren in Psylocybinpilzen? Report: 44% Of Google News Visitors Scan Headlines, Don’t Click Through: Jetzt ist es raus: Die Verlage haben etwas dagegen, dass die Leser anhand der Überschriften bei Google News die Lage scannen und sich nicht weiter dafür interessieren. Ist das ein Fehler von Google, ist Google daran schuld und was heißt das für die Reichweitendiskussion im Printbereich? comScore slams Gartner mobile app stats: Ob die Zahlen von Gartner zu den Mobile Apps falsch, getürkt, einseitig oder einfach nur schlecht gerechnet sind? Einführungsmethode von Collaboration Plattformen: Präsentation zu einem Einführungsmodell der Uni St. Gallen für Microsoft Sharepoint Projekte “Avatar” darf in China nur noch in 3D-Kinos gezeigt werden: Der Kinofilm quot;Avatarquot; läßt Chinesen an die Zwangsumsiedlungen denken. Außerdem nimmt es zuviel Umsatz von den gleichzeitig laufenden einheimischen Produktionen. Social-Networks für Unternehmen: kein Selbstläufer: Mitarbeiter und ihre Arbeitgeber nutzen vermehrt Kontaktnetze wie Facebook oder Xing. Da entsteht schnell die berechtigte Sorge, dass Privates und Berufliches vermischt wird. IDC hat ein paar Tipps für Unternehmen für den Umgang mit den neuen Online-Tools. Eurozine – The meaning of network culture: Langer, aber sehr lesenswerter Artikel zur Netzkultur von Kazys Varnelis

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

January 21 2010, 9:15am

Lesetipps für den 20. Januar

Die Blogpiloten sammeln Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Wenn Ihr auch lesenswerte Vorschläge habt, dann postet sie in den Kommentaren. Es kann sein, dass sie im Spamfilter landen – vor allem, wenn es mehrere pro Kommentar sind – aber wir werden sie uns trotzdem ansehen. Wer Links zu Produkten oder Firmen schickt, kann nur in raren Ausnahmefällen damit rechnen, dass wir sie hier weiterempfehlen.

78 Photography Rules for Complete Idiots: no comment ;-) – einfach gucken! Doc Baumann über HDR Schrott Verlinken ist kein Diebstahl: Jeff Jarvis stellt bei Zeit Online einmal mehr fest, dass Doc Searles mit seinem Ausspruch recht hatte, dass das Web ein öffentlicher Ort sei. Ob das die Debatte rund um ein Leistungsschutzrecht für Verlage beeindruckt?

Nominiert Eure Favoriten für den Prix Ars Electronica 2010 bis zum 5.März. Was der größte Blogger der Welt (306 Millionen Views), der Chinese Han-Han, zum Thema Google vs. China denkt und schreibt, macht nachdenklich…

Und hier nun die ganze Liste der 10 Trends für 2010 aus Sicht der Electronic Frontier Foundation aus der Meike Laaff am Montag Auszüge zitierte – IN DEUTSCH

Neuigkeiten über das iSlate von Apple in Bild und Wort, das am 27.01.2010 vorgestellt wird

Eltern fordern Verbesserungen bei IT im Unterricht: Der PC ist in Schulen ein kaum benutztes Utensil – außer im Informatikunterricht Fliegende Kameras für Europas Polizeien. Das EU-Projekt INDECT schafft wenig Vertrauen. Wieviel Affe steckt im Menschen? X:enius (arte) über Primaten und Soziale Intelligenz (26 min.)

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

January 20 2010, 9:15am

Lesetipps für den 20. Januar

Die Blogpiloten sammeln Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Wenn Ihr auch lesenswerte Vorschläge habt, dann postet sie in den Kommentaren. Es kann sein, dass sie im Spamfilter landen – vor allem, wenn es mehrere pro Kommentar sind – aber wir werden sie uns trotzdem ansehen. Wer Links zu Produkten oder Firmen schickt, kann nur in raren Ausnahmefällen damit rechnen, dass wir sie hier weiterempfehlen.

78 Photography Rules for Complete Idiots: no comment ;-) – einfach gucken! Doc Baumann über HDR Schrott Verlinken ist kein Diebstahl: Jeff Jarvis stellt bei Zeit Online einmal mehr fest, dass Doc Searles mit seinem Ausspruch recht hatte, dass das Web ein öffentlicher Ort sei. Ob das die Debatte rund um ein Leistungsschutzrecht für Verlage beeindruckt?

Nominiert Eure Favoriten für den Prix Ars Electronica 2010 bis zum 5.März. Was der größte Blogger der Welt (306 Millionen Views), der Chinese Han-Han, zum Thema Google vs. China denkt und schreibt, macht nachdenklich…

Und hier nun die ganze Liste der 10 Trends für 2010 aus Sicht der Electronic Frontier Foundation aus der Meike Laaff am Montag Auszüge zitierte – IN DEUTSCH

Neuigkeiten über das iSlate von Apple in Bild und Wort, das am 27.01.2010 vorgestellt wird

Eltern fordern Verbesserungen bei IT im Unterricht: Der PC ist in Schulen ein kaum benutztes Utensil – außer im Informatikunterricht Fliegende Kameras für Europas Polizeien. Das EU-Projekt INDECT schafft wenig Vertrauen. Wieviel Affe steckt im Menschen? X:enius (arte) über Primaten und Soziale Intelligenz (26 min.)

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

January 20 2010, 9:00am

Wissen kann dumm machen

Gestern ist das DeutschlandRadio Wissen gestartet. Ich habe große Erwartungen, denn es gibt immer weniger Versuche der journalistischen Zunft, dem Diktat der Reichweite und der Einschaltquoten etwas entgegenzusetzen. Das mag weniger an den Journalisten als viel mehr an einigen Geschäftsführern liegen, die glauben, Verlage und Sender wie Maschinenbaufirmen oder Speditionsunternehmen oder Lackfabriken zu führen. Dort wird gern die Wahrheit knapp und die literarische Ausschmückung ausschweifend gepflegt. Leider beginnen wir auch unsere Schulen und unser Zusammenleben nach dem Vorbild der Knappheitsreligion namens Wirtschaftslehre zu gestalten. Man führt objektive Gründe für dieses Verhalten an. Was aber ist Objektivität? Der berühmte Philosoph John Searle erklärt dem deutschlandradio Wissen zumindest wie man objektive Wahrheit herstellt. Hergeschaut und Mitgebaut.

In der westlichen Welt hat man aus der Ohnmacht gegenüber den Naturbeobachtungen wie den Gestirnen oder Blitz und Donner eine Macht abgeleitet, die über dem Beobachter steht. Als die Religion etwas weniger mächtig wurde, hat man dieses dem Menschen gegenüber Stehende als Objekt bezeichnet, um die übermenschliche Schöpfung mit einem möglichst neutralen Begriff zu beschreiben. Besonders schlaue Denker haben diesem Begriff ein Gefäß beigeordnet, in dem sich das Objekt sozusagen aus der unförmigen Masse des gesamten Daseins herauslöst und zu einem Einzelnen wird. Dieses Gefäß nennen wir Subjekt. In der Moderne haben sich die Menschen dazu verstiegen, eine Spaltung zwischen Objekt und Subjekt herbeizureden. Das erscheint sinnlos, denn wenn der Urmensch nicht Zeuge besonderer bestaunenswerter Ereignisse wie Erdbeben, wilder Tiere oder Gewitter gewesen wäre, hätte er sich auch nicht als ihnen ausgeliefert empfunden.

Nun sind Philosophen stets bemüht gewesen, über dieses besondere in der Welt nachzudenken. Da jeder anders darüber dachte, kam man zu dem Schluß, dass es ja relativ sei, was jeder über diese Dinge denke, da ja auch jeder die Erlebnisse anders empfinden und erleben würde. Es gäbe folglich keine Objektivität, weil jeder dieses Etwas für sich entdecken würde. Die Anhänger dieser Idee nannte man Relativisten. Die anderen Menschen glaubten aber an etwas, dass ganz außerhalb unserer persönlichen Wahrnehmung existieren musste. Sie sprachen vom Wesen der Dinge. Wenn man es genau betrachtet, dann sind Dinge aber etwas ganz anderes als das, was Objektivität meint. Denn Menschen können ja auch Gegenstand eines Erlebnisses sein, aber gelten nicht als Dinge.

Um die Verwirrung perfekt zu machen hat nun John Searle, der Begründer der Sprechakttheorie gegenüber einer Autorin vom Deutschlandradio Wissen ein Interview gegeben und den Streit zwischen Relativisten und Objektivisten zu einer Frage der Angst vor einer bestimmten Form der Wahrheit erklärt, nämliche die objektive Wahrheit. Was aber ist Wahrheit? Sie ist seit den Griechen der Begriff für das Unverborgene. Also muss es auch etwas Verbergendes geben. Durch mathematische oder physikalische Verfahren oder Logik versuchen moderne Wissenschaftler das Verbergende von den Dingen abzustreifen. Ob so Objektivität entsteht oder nur zum Vorschein kommt ist strittig.

Auf diesem dünnen Eis nun diskutiert Searle die Furcht der Menschen vor objektiver Wahrheit, die sie zu Relativisten mache. Und dann erklärt er die Motive (übersetzt vom Deutschlandradio Wissen): Na ja, wenn Sie sich die Leute anschauen, die eine solche Angst empfinden – sie nennen sich selbst Relativisten – dann gibt es zwei Motivationen: die eine ist ein Gefühl von Gleichheit. Wir sollten aus dieser Sicht nicht behaupten, dass unsere westliche wissenschaftliche Weltsicht die anderen bevormundet. Da spielt also Demut eine Rolle, eine Art politischer Korrektheit.

Gleichzeitig spielt dabei Arroganz eine Rolle, eine Art Wille zur Macht. Du magst vielleicht deine Wahrheit haben, aber ich habe meine Wahrheit, über die ich ganz allein entscheide. Demut im Bezug auf konkurrierende Anspüche und Arroganz im Bezug auf die Definitionsmacht über die eigene Wahrheit, beides zusammen führt zu einer Ablehung der Objektivität und zu einer Unterstützung des Relativismus. John Searle erklärt also eine kaum begründbare Theorie, die als Gegenentwurf des noch weniger begründbaren Objektivismus eher reflexartig entstand, als ein psychologisches Verhalten angesichts bestimmter Traditionsmuster. Und dann kommt Searle mit einer beeindruckenden Argumentation für die Objektivität:

Wenn man z.B. in einem Raum ist, wie ich gerade, und man ist der Ansicht, es regnet und stellt dann draußen fest, dass es gar nicht regnet, dann haben sie objektiv überprüft, dass es nicht regnet. Das ist ein sehr einfacher Fall.

Er sagt also, dass das persönliche Nachprüfen einer Aussage ein objektives Prüfen sei. Damit erklärt er schlicht, dass diejenigen, die sich auf ihre eigene Wahrnehmung verlassen, damit Objektivität erkennen oder gar nutzen. Jeder normale Mensch würde denken, dass es eben eine sehr subjektive Herangehensweise wäre, die Aussage ” Es regnet”, durch Rausgehen und Nachschauen zu überprüfen. Man könnte glauben, Searle ist entweder dumm oder möchte uns nicht ganz ernst nehmen. Und weiter erklärt er: Es gibt keinen Rechenbefehl mit dem man die Wahrheit finden könnte, es gibt aber verschiedene rationale Verfahren für verschiedene Arten von Wahrheit. Der allgemeine Ausdruck dafür ist Wissenschaft, obwohl der Begriff irreführend ist, weil er eine einheitliche Rechenweise suggeriert, die es so nicht gibt. Es gibt nur Vernunft und Intelligenz, das sind die maßgeblichen Voraussetzungen für objektive Wahrheit. Aha. Und nun heißen die ehemaligen höheren Wesen, die Blitz und Donner verursacht haben, nicht mehr Götter, sondern sie heißen Vernunft und Intelligenz. Leider weiß Searle offenbar nicht, dass der Begriff Intelligenz in der Wissenschaft eine ähnliche Karriere erfahren hat wie Energie. Man weiß eigentlich nicht genau, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt, aber “Intelligenz” und “Energie” deuten ein besonderes Etwas an. Ich empfehle jedem die (inter)disziplinären Diskussionen rund um diese beiden Begriffe. Man könnte meinen, man säße an einem Lagerfeuer und die Urmenschen diskutierten über die seltsamen Erscheinungen am Himmel, die nachts als helle Punkte erscheinen und über lange Zeiträume weiterzuziehen scheinen. Es hat den Eindruck, als ob die ganz gescheiten Denker dieser Zeit sich immer näher an das Wissen des Cro-Magnon-Menschen heranpirschen. Searle ist da schon recht weit… Man könnte auch denken, dass sein Plädoyer für die eine objektive Wahrheit ein wenig monotheistisch erscheint. Aber das wäre sicher ein Schelm, der den großen Philosophen völlig falsch und total einseitig mißverstanden hätte. Festzuhalten bleibt, dass das Spätwerk von großen Leuten nicht immer an Qualität gewinnt.Irgendwie habe ich dieses Gedankengut früher schon einmal gehört und habe keine gute Erinnerung daran. Bildnachweis: Wikimedia

January 19 2010, 10:00am

Lesetipps für den 19. Januar

Die Blogpiloten sammeln Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Wenn Ihr auch lesenswerte Vorschläge habt, dann postet sie in den Kommentaren. Es kann sein, dass sie im Spamfilter landen – vor allem, wenn es mehrere pro Kommentar sind – aber wir werden sie uns trotzdem ansehen. Wer Links zu Produkten oder Firmen schickt, kann nur in raren Ausnahmefällen damit rechnen, dass wir sie hier weiterempfehlen.

Netzkultur: Der digitale Maoismus ist zu Ende: Jaron Lanier ist ein Internet-Pionier. Den Begriff „virtuelle Realität“ hat er geprägt und die Gratiskultur beschworen. Nun sieht er, wie Kreative ausgebeutet werden. Im Gespräch verwirft er die „Schwarmintelligenz“. Er spricht vom digitalen Mob. Was wir begehren, sehen wir räumlich näher: Na sowas: Wahrnehmungsstudie stützt die Theorie des Konstruktivismus, dass sich jeder seine eigene Welt aufgrund der Sinneseindrücke und persönlicher Vorgaben „zusammendenkt„ und eine Objektivität für Menschen wahrscheinlich gar nicht zugänglich sein kann… TP: Schlamperei im letzten IPCC-Bericht: Dass die Himalaya-Gletscher bis 2035 laut dem UN-Weltklimarat verschwunden sein werden, stützt sich nur auf eine wissenschaftlich nicht unterlegte Äußerung eines Wissenschaftlers in einem populärwissenschaftlichen Magazin The Price Of Google In China: techcrunch verfolgt das Thema Google vs. China weiter. Crowdsourcing: Wie Cisco die Weisheit der Vielen nutzt: Wie Cisco eine Firma 2.0 wurde: Crowdsourcing und Social Media im Firmenalltag Gartner Says Consumers Will Spend $6.2 Billion in Mobile Application Stores in 2010: 6 Milliarden Markt für Apps: Der Run auf die App-Welt setzt mit einem gemächlichen Trab ein. Bin gespannt, wann die ersten von der Meute zertrampelt werden… Ein Echtzeit-Experiment: Der Mensch wird zum Datensatz: Frank Rieger vom Chaos Computer Club über die staatlichen Digitalbegleitung quot;von der Wiege bis zur Bahrequot;. The iTunes Effect and the Future of Content: The Future of Content on digital publishing plattforms by Scott Berinato Radio Berkman 141: Signaling in the Wild, Signaling Online: Audio-Interview mit Judith Donath (MIT Sociable Media Reseach Group): Warum die Signale wilder Tiere vergleichbar sind mit dem, was viele Menschen im Web tun (täuschen, anlocken, manipulieren…) Wenn die Unternehmenskultur nicht für soziale Medien geeignet ist « centrestage Blog: Das Thema Unternehmenskultur mal anders beleuchtet.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

January 19 2010, 9:15am

Lesetipps für den 18. Januar

Die Blogpiloten sammeln Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Wenn Ihr auch lesenswerte Vorschläge habt, dann postet sie in den Kommentaren. Es kann sein, dass sie im Spamfilter landen – vor allem, wenn es mehrere pro Kommentar sind – aber wir werden sie uns trotzdem ansehen. Wer Links zu Produkten oder Firmen schickt, kann nur in raren Ausnahmefällen damit rechnen, dass wir sie hier weiterempfehlen.

Ein Schwarz-Weiß-Display wird das neue Apple-Tablet sicherlich nicht haben…: Jetzt ist sie raus die Einladung zur heiß ersehnten Tablet-PC Vorstellung von Apple am 27.Januar in San Francisco… Verleger: Google soll Internetsuche offenlegen: Google ist einmal mehr Sündenbock und Ziel des Neids von Verlegern. Kennt noch jemand nachrichten.de? Interkulturelle Lernwerkstatt zum Thema "Vertrauen und Kooperation" an der Universität Passau: Warum ist es in Ordnung, wenn Ihr indischer Bekannter Sie an die Hand nimmt und führt und Ihr argentinischer Sie mit einem Kuss begrüßt? Warum aber sollte es nicht umgekehrt sein? Mit diesen und anderen Phänomenen befasst sich die erste Interkulturelle Lernwerkstatt quot;Vertrauen und Kooperationquot; am 16. und 17. April 2010 an der Universität in Passau. Prof. Dr. Christoph Barmeyer (Lehrstuhlinhaber für Interkulturelle Kommunikation) sowie Professor Dr. Klaus Dirscherl (Institut für Interkulturelle Kommunikation, kurz ink.up) möchten Fach- und Führungskräfte ebenso ansprechen wie Studierende, die Kontakt zu anderen Kulturen haben. Ausschreibung für den Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus hat begonnen: Teilnahmeberechtigt sind alle deutschsprachigen und/ oder in deutschsprachigen Medien veröffentlichenden Journalistinnen und Journalisten. Junge Autoren werden ausdrücklich ermutigt, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. Die eingereichten Arbeiten sollen allgemein verständlich sein und zur Popularisierung wissenschaftlicher Sachverhalte, insbesondere aus den Bereichen Naturwissenschaften, Technologie und Medizin, beitragen. Entscheidend ist die originelle journalistische Bearbeitung aktueller wissenschaftlicher Themen. France to Give $2.88 Billion to Improve Internet Speed: Das Wall Street Journal präsentiert ein Frankreich mit freier Fahrt für’s Breitband-Web, ob und wie das mit Hadopi zusammenhängt, bleibt offen. Googlephone No Match for Kafkaesque Carriers: Das Gadget Lab macht sich Gedanken über den Zusammenhang von Smartphones und Telefoncarrier am offenen Beispiel Nexus One DLD Conference stellt Programm unter dem Titel "Map Your Future" vor: Die Referentenliste lässt keine neuen Horizonte erahnen. Dann freuen wir uns umso mehr auf die TED Long Beach ab dem 10. Februar… Marketing in the Age of Google: Vanessa Fox Interview: Ob das auch mal ein oder zwei deutsche Firmen lesen könnten, vielleicht auch einer vom Süddeutsche Verlag? Süddeutsche Zeitung kauft sich lobende Blogposts – UPLOAD Blog: Sie können es einfach nicht lassen…ob sie nicht einfach mal von der Deutschen Bahn und vodafone lernen können? Apple vs. Google – BusinessWeek: How the battle between Silicon Valley’s superstars will shape the future of mobile computing The Real Cost of Social Media and Other Myths: Social Media ist nicht ganz so günstig wie viele glauben (und andere mit Verweisen auf Open Source glauben machen wollen), und selten ist es einfach umzusetzen. Hier mal Butter bei die Fische.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

January 18 2010, 9:13pm

US-Bürgerrechtler benennt 12 Trends für 2010

Das nächste Jahr wird in vielerlei Hinsicht für die Online-Bürgerrechte und -Freiheiten auf der ganzen Welt entscheidend. Tim Jones von der Electronic Frontier Foundation hat jetzt zwölf Trends aufgeschrieben, denen er im kommenden Jahr eine bedeutende Rolle zuschreibt. Cory Docotorow, ebenfalls EFF-Aktivist, sieht darin Stoff für 50 neue Science-Fiction-Romane versteckt.

Ich als Medienfrau finde natürlich diesen Punkt besonders interessant:

Books and Newspapers: .TXT is the new .MP3 Since 2000, the music industry has most spectacularly flailed (and failed) to combat the Net’s effect on its business model. Their plans to sue, lock-up and lobby their way out of their problem did nothing to turn the clock back, but did cause serious damage to free speech, innovation and fair use. These days, the book and newspaper industries are similarly mourning the Internet’s effect on their bottom line. In 2009, Rupert Murdoch changed the tone of the debate when he called those who made fair use of his papers’ content “thieves”. We think 2010 and beyond will see others in the print world attempt to force that view, and break the fair use doctrine by lobbying to change accepted copyright law, challenging it in the courts, or by placing other pressures on intermediaries. A cluster of similar battles around user control are also gathering around e-reader products like Kindle and Google Book Search, many of which rewrite the rules for book ownership and privacy wholesale. So, in 2010, will the printed word step smartly into the digital future, or will it continue to stay stuck in the denial and bargaining phase that dominated digital music’s lost decade? Verführerisch wäre es an dieser Stelle, vorherzusagen, wie wahrscheinlich es doch sei, dass die Printbranche sich ähnlich ungeschickt gebahren könnte, wie die audiovisuelle Unterhaltungsbranche – doch die EFF-Liste ist noch viel länger und zu interessant, um sich an einer solch ausgelutschten Thesen festzusaugen.

Weiteres spannendes Thema auf Jones Liste: Internetzensur. Autoritäre Regime zensieren natürlich ohnehin schon, jetzt ziehen aber Australien und Europa (schönen Dank, Frau von der Leyen) nach – beste argumentative Munition für Iran und Co, die sich hübsch darauf zurückziehen können, nur das zu tun, was alle anderen auch machen oder zumindest vorhaben. Interessant dürfte ja auch werden, was aus von der Leyens Zugangserschwernis-Stoppschildern wird…

Weiter auf der EFF-Liste: Bedrohung der Privatsphäre (location-privacy) durch die ewig funkende Gadget-Flut in unseren Hosentaschen und die bevorstehende Zuspitzung in Fragen der Netzneutralität. Und zwei weitere Themen, die in meinen Augen noch lange nicht ausreichend und breit genug diskutiert werden (zumindest hierzulande):

  1. Social Networking Privacy: Something’s Got To Give For some, social networking sites are the Internet. Facebook now has over 350 million accounts — roughly the same as the total number of Internet users worldwide a decade ago. That means that the bad guys who were exploiting security weaknesses in the wider Net in the last decade will now turn in force on the bigger networking sites. And by bad guys, we mean everyone from criminals, to unethical data-mining companies, to ISPs who can’t resist snooping on that remunerative personal data passing down their pipes, to governments seeking new ways to track their citizens.

Will a major privacy scandal or two fix the social networking sites’ casual attitude to their customers’ personal data? Will new laws? Or will technologists and increasingly sensitive Net users find a their own way to protect their privacy? 10. Three Strikes: Truth and Consequences In countries across the globe, the entertainment industry has been pushing for laws requiring ISPs to terminate their users’ connection at the whim of the entertainment industry. In 2009, they got their wish — in France and South Korea, at least. This year will see the spin battle over what is actually happening in those countries.

Expect media industry reports describing amazing local declines in filesharing, aimed at policymakers in other nations considering the same. And look out for local press reports from these three strikes ground zeroes, documenting the calamitous consequences of disconnections, the lack of financial return to working artists, and the political blowback for the politicians who championed these unjust laws

Gerade die Three-Strikes-Thematik hat sich im letzten Jahr als sehr sperrig erwiesen und wenig Aufmerksamkeit auf sich gezogen – tragisch, angesichts der Tragweite der Maßnahmen. Da werden es alle neuen Entwicklungen im Social Networking-Bereich wesentlich leichter haben, öffentlich und ausgiebig diskutiert zu werden. Bildnachweis: mzacha

January 18 2010, 9:15am

Lesetipps für den 15. Januar

Die Blogpiloten sammeln Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Wenn Ihr auch lesenswerte Vorschläge habt, dann postet sie in den Kommentaren. Es kann sein, dass sie im Spamfilter landen – vor allem, wenn es mehrere pro Kommentar sind – aber wir werden sie uns trotzdem ansehen. Wer Links zu Produkten oder Firmen schickt, kann nur in raren Ausnahmefällen damit rechnen, dass wir sie hier weiterempfehlen.

Change Management Blog: Workshop on Deep Democracy in Berlin: Ende Januar wird es spannend in Berlin. Deep Democracy ist eine Methode, um Konsens statt Kompromissen zu finden. Sascha Pallenberg zeigt das zum Lesen sehr gut geeignete Display von Pixel Qi | Leander Wattig: Wenn das netbook zum e-Reader wird. Mittwoch 20.01.2010: Livestream der Diskussion “Gottes Werk und Googles Beitrag”: Am kommenden Mittwoch von 19-22 Uhr lädt die Heinrich-Boell-Stiftung in Berlin zur Diskussion unter dem Titel “Gottes Werk und Googles Beitrag” ein. Thema: Die “machtvolle Konkurrenz” der neuen Aggregatoren für die klassischen Medien, das fehlende “Modell für bezahlten Online-Journalismus” und – natürlich – die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht für Presseverlage im Netz. (carta.info) Vorratsdaten und die Logik der Datenkollektivierung: Für eine gesellschaftliche Kultur des Datenschutzes: Wer macht mit den Demos gegen Vorratsdatenspeicherung? Der oder die könnte dann auch mitdiskutieren beim gesamtgesellschaftlichen Diskurs rund ums Thema. Google Mail: Welche Funktionen umfasst Google Mail?:

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

January 15 2010, 9:15am

Wenn Netze werken

Der Aufenthalt und die Nutzung sozialer Netzwerke im Web werden immer wichtiger – sowohl auf individueller wie auch auf organisatorischer Ebene. Das passiert nicht zur Zufriedenheit aller. Widerstände und negative Reaktionen auf diese Netzwerke und ihre umfangreichen Potenziale sind keine Seltenheit. Mark Zuckerberg, der Gründer von Facebook, hat vor ein paar Tagen das Ende der digitalen Privatsphäre ausgerufen und das Echo war geteilt. Das ist kaum verwunderlich. Nach einer bizarren Änderung der Nutzungsbedingungen im letzten Jahr hatte gerade Facebook eine sehr fein granulierbare Rechteverwaltung für hochgeladene Inhalte eingeführt. Das macht das ökonomische Nutzen der riesigen “Kundenzahlen” nicht eben einfacher. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Scam- und Hoax-Gruppen, die nichts anderes tun, als bei den sozialen Netzwerken ihre Werbebotschaften unter das Volk zu bringen.

Eigentlich kommt die Idee hinter diesen Netzwerken aus dem klassischen Verhalten, das wir schon seit Jahrzehnten im Geschäftsverkehr kennen: Endlose Kontaktlisten mit unzähligen Visitenkarten zu erstellen, um die eigenen Interessen mithilfe eben dieser vielen Personen durchzusetzen. Die Visitenkartenschnüffler haben schon früher durch intensive Sammelaktivitäten und aufgeregtes Schleimen von sich reden gemacht.

Was viele bisher nicht verstanden haben: Es geht eben in dieser enorm schnellebigen Zeit nicht mehr darum, einfach endlose Listen von Kontakten zu sammeln, sondern sich genau diejenigen Leute auszusuchen, von denen man aktuell viel lernen kann und mit denen man gemeinsam Probleme lösen kann. Verfügbare und offene Menschen mit den Fähigkeiten, die im Moment substanziell sind für eine Aufgabe, gilt es zu finden und zu binden. Die Kontakte an sich sind nicht besonders wertvoll – es geht um die Teilnahme an bestimmten Informationsumgebungen, Wissensflüssen und Experten-Communities. Die finden aber in den sozialen Netzwerken gar nicht statt. Dort geht es zumeist sehr privat zu. Manche sind sogar überlaufen von freelancern auf der Suche nach Aufträgen.

Mann kann aber in den ganzen Diskussionsforen, Gruppen, Fanseiten und Plattformen gar nicht erkennen, welche Fähigkeiten jemand “mit der Hand am Arm” – also im Projekt hat. John Hagel III fasst diese darin zusammen, dass er das Dilemma darin sieht, dass man via sozialem Netzwerk gar nicht aus das stille Wissen (tacit knowledge) also das Hintergrundwissen einer Person zugreifen kann, weil es sich eben gerade nicht Zertifikaten und dem Auflisten von Stufen der beruflichen Laufbahn widerspiegelt. An derselben Stelle, können unterschiedlich Menschen völlig diametral unterschiedliche Erlebnisse und Erfahrungen mitnehmen und diese wiederum ganz anders später umsetzen.

Um solche Einschätzungen von Fähigkeiten vorzunehmen nutzen “weak ties”, also lose Bindungen überhaupt gar nichts, weil man jemanden nur präzise einschätzen kann, wenn man sie oder ihn lange kennt. Große Datenbanken mit umfassenden Tabellen über Menschen helfen dabei wenig.

Ein oft unterschätzter Aspekt ist die eigene Attraktivität. Ist eine Firma oder ein Projekt nicht nur erwünscht sondern erhofft oder gar als Auszeichnung bewertbar, dann leisten die Menschen ganz anders. Da helfen auch finanzielle Anreize wenig. Viele verstehen deshalb auch nicht warum die – in qualitativer Hinsicht nicht immer überzeugenden, aber immer sehr teuren Produkte von Apple einen reißenden Absatz finden. Sie sind einfach sehr attraktiv. Wenn man das falsch versteht, dann wird Netzwerken zu einem schleimenden Manipulieren von künstlichen menschenähnlichen Profilneurotikern.

Aber es ist genau der andere Ansatz, der sowohl Apple als auch die erfolgreichen Netzwerker zum Erfolg verhilft: Es geht um das neugierige Herantasten an die Bedürfnisse des Gegenübers. Wie aber erfährt man die wirklich wichtigen, oft verletzlichen Schwachstellen einer Person? Es ist einfach, aber für moderne erfolgsverwöhnte Menschen fast unmöglich: Man muss sich selbst als halbgar, als unfertig, als verbesserbar darstellen und eigene Schwächen offen darlegen. Nur so ermöglicht man es dem Anderen sich auch in seiner ganzen Breite zu öffnen. Nur wer verletzlich ist, ist attraktiv für andere Verletzliche. Und auf dieser Basis kann ein offener Dialog über die klaren Anforderungen in einer gemeinsamen Kooperation entstehen. Das ist Netzwerken im postheroischen Zeitalter.

Denn wenn man erst einmal gemeinsamen Grund gefunden hat im Unperfekten und Verbesserungswürdigen, dann kann man gemeinsam die Stärken bündeln, und diese Schwächen angehen. Eine bessere Ist-Analyse als der neugierige und offene Umgang mit anderen ist kaum denkbar und zugleich die beste Basis für fundamentale Besserung. Denn wer sein Hintergrundwissen nicht genau kennt – und das trifft auf uns alle zu – der ist erst bei einer offenen Schilderung der Lage dazu imstande, seine Fähigkeiten und sein Wissen in praktischer oder theoretischer Hilfe einzusetzen.

So ganz nebenbei finden auf dieser Basis auf fruchbare Beziehungen statt, weil auf dieser offenen Basis auch Vertrauen entstehen kann. So eine Kooperation, die mit einer konstruktiven Arbeit auf der Basis eines offenen Umgangs realisiert wird, bindet die losen Enden von Personen anhand von gemeinsamen Erfahrungen zu einem echten Netzwerk, dass intuitiv sich immer an denjenigen wendet, der in bestimmten vergleichbaren Situationen die Sache zum besseren wendet. Diese Offenheit und Neugier ist ein soziales Netzwerk, das ohne Strom und touchscreen enorme Erfolge zeitigt. Und Facebook, Xing und Konsorten können das bleiben was sie sind: Gestelle die diese Qualitäten aufnehmen können, aber nicht hervorrufen.

Bildnachweis: Clara Natoli

January 13 2010, 11:04am

Lesetipps für den 13. Januar

Die Blogpiloten sammeln Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Wenn Ihr auch lesenswerte Vorschläge habt, dann postet sie in den Kommentaren. Es kann sein, dass sie im Spamfilter landen – vor allem, wenn es mehrere pro Kommentar sind – aber wir werden sie uns trotzdem ansehen. Wer Links zu Produkten oder Firmen schickt, kann nur in raren Ausnahmefällen damit rechnen, dass wir sie hier weiterempfehlen.

Was ist nun dran am Orange/iSlate-Statement?: Die Gerüchteküche rund um Apples Tablet PC unter dem Arbeitstitel iSlate brodelt auch in Frankreich immer heftiger. Google Docs wird zum universellen Onlinespeicher – Golem.de: Google Docs erweitert seine Dienste in ähnlichem Umfang wie box.net oder dropbox: Jeder kann eigene Dateien hochladen. Haben die E-Mail Attachments bald ausgedient? Nexus One: Google und T-Mobile kämpfen mit Serviceproblemen: Entweder Google(HTC) oder T-Mobile haben ein Problem. Man merkt deutlich, dass neue Ideen mit sogenannten Skalierungseffekten zu kämpfen haben. Wenn es viele nutzen, treten positive wie negative Netzwerkeffekte ein. (via Focus Online) Deutschlandradio Kultur – Die Digitalnatives ins Theater locken: Theater goes Jugend? Was Franz Schubert im stillen Kämmerlein auslebte, kann Wilhlem Müller heute per Facebook erleben? Cost-benefit analysis: net neutrality makes economic sense: Netzneutraliät als ökonomischer Vorteil. Das IPI warnt davor, dass mangelnde Netzneutralität Gewinne der Content-Anbieter auf die Seite der Internet Service Provider transferiert.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

January 13 2010, 9:15am

Kreativ-Community zu verschenken

Community mit 3000 Nutzern zu verschenken

Du hast kreative Ideen und möchtest diese umsetzen? Den Spielplatz Internet findest du interessant und du möchtest selbst mitmachen? Dann schreib uns eine kurze Mail an info@mumate.com Betreff „Community zu verschenken“ und stell dich vor. Keine Sorge – Du musst keinen Roman schreiben oder deinen Lebenslauf anhängen. Wir wollen nur in 2-3 Sätzen hören wer du bist, warum du mumate gerne weiterführen möchtest und was du aus mumate machen möchtest. Wenn du Schüler oder Student bist, ist das natürlich kein Hindernis. Es kommt nur darauf an, dass du Engagement und Motivation mitbringst, dann kann dir mumate.com schon bald gehören – und das ganz umsonst.

Was ist mumate.com?

mumate ist eine Community, die helfen soll, deinen kreativen Lifestyle dorthin zu bringen wo er sein soll: Bei den Menschen! Du bist Musiker, Künstler, Maler, Fotograf, schreibst gerne Gedichte oder bist einfach ein innovativer Mensch? Melde dich an und teile dich mit. Natürlich kannst du dich auch als nichtaktiver Kreativling anmelden, dem Ganzen zusehen und neue Kontakte knüpfen. Musiker können vollständige oder halbfertige Songs online stellen und sich andere mumates zur Unterstützung suchen, die ihrem Lied den letzten Schliff verpassen sollen. Jeder, der grafisch tätig ist, kann sich in der Art-Gallery ausleben und den Schrifstellern ist der Lyric Blog mit all den bekannten Blogfunktionen gewidmet. Auch wenn du weder musizierst noch schreibst: Dein Lifestyle gehört auf mumate.com (Die Texte sind von den mumate-Machern. Etwaige Schreibfehler bitte dort monieren.)

 Verwandte Artikel

Keine verwandten Artikel

January 12 2010, 2:13pm

Interview: Google is going mobile

AllThingsD in Las Vegas at the CES Video: Andy Rubin (Google) interviewed by Walter Mossberg during the CES at Las Vegas (11.1.2010) about the Google Mobile Business at present and in the future: Best of the Talk:

The whole Thing (about 47 minutes):

 Verwandte Artikel

Keine verwandten Artikel

January 12 2010, 12:07pm

Lesetipps für den 11. Januar

Die Blogpiloten stoßen bei ihren Streifzügen durch’s Netz auf jede Menge spannende Links. Einige besonders lesenswerte stellen wir hier vor.

Der Stylespion fotografiert Daisy in der Stadt.: Habt Ihr auch eine gute Fotostrecke zum “Schneesturm” im Netz gefunden? Bitte in den Kommentaren posten. PressThink: The People Formerly Known as the Audience: Ein Text von 2006, den die meisten “Experten” rund um Medien und Journalismus leider nicht kennen, wie ich bei der Lektüre von carta.info und anderen Journalismus-Debatten feststelle. Hier der Klassiker von Jay Rosen als kleines Gerüst für eine Diskussion fern der Gemeinplätze. Das Ende der CD-Kritik?: Diedrich Diedrichsen lesenswerter Text über Musikkritik in Zeiten von MP3 und torrents. Zwanzig Zehn: Bei Kooptech erzählt Lorenz Lorenz-Meyer seine Ansichten über das vergangene und das neue Jahr in Bezug auf die Medienlandschaft. Erneut ein Credo für ein deutsches Talking Point Memo. Ich würde ergänzen, dass wir in Deutschland drigend ein Knight Foundation brauchen, die Experimente in diesem Feld unabhängig unterstützt. 25 Mind Blowing Social Media Infographics: Wer es visuell mag, kann hier mal sehen, wie man Social Media Infografiken hübsch macht. Reorganisation: Krisen zur Neuorientierung nutzen - Harvard Businessmanager: Warum die zwanghafte Fokussierung auf Wachstum ihre Tücken haben kann und was es für alternativen gibt. Kritischer Text aus Kanada zur Bewegung des Open und Free, die vor allem in Kreisen der Medienberater und Gesellschaftspropheten als Heilsmantra der zukünftigen digitalen Welt gilt. Eine marginale Perspektive auf das Konstrukt der “Offenheit” die gekonnt dargelegt wird. Meine Empfehlung des Tages.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

 Verwandte Artikel

Topliste der BBQ-Grill-Blogs (7) Linkliste-Spezial: Dossiers zum Wahlkampf 2009 (5) Link-Spezial: Zensursula-Endspurt (0) Lesetipps-Spezial: Zensursula-Interview in der ZEIT (2) Lesetipps-Spezial zur re:publica (Tag 2) (4)

January 11 2010, 9:45am

iSlate, must-have oder heiße Luft?

Apple ist bekanntlich ein wahrer Mythos. Ein Mythos, der aber seine Ecken und Kanten hat. Ich selber bin bekennender Apple User, doch frage ich mich mittlerweile auch immer öfter, sind die Produkte ihr Geld wirklich wert? Natürlich ist man erst einmal sehr gespannt, wenn Apple wieder etwas Neues ankündigt. Aber die Frage sei erlaubt: Geht es wirklich um ein gutes, neues Produkt?

Vor allem, da das iSlate etwas sein soll, das nach Zukunftsmusik klingt, die so neu jedoch gar nicht ist. Denn Tablet PCs gibt es ja bereits. Apple ist bekannt dafür, dass die Produkte wirklich gut aussehen und auch sehr anwenderfreundlich sind. Doch muss ich wirklich sagen, dass mich der Preis, den Apple für das iSlate angeblich verlangen soll, ein wenig schockiert hat. Die Jungs von Basic Thinking hatten ja vor einiger Zeit darüber berichtet. Ende Januar soll es soweit sein. Wahrscheinlich wird Steve Jobs dann wieder alles zusammentrommeln, was Rang und Namen hat und die genau so verrückt nach neuen Appleprodukten sind wie viele von uns. In den ersten Reihen werden wieder die Kinnladen runterfallen und gestandene Männer und Frauen werden sich wie die kleinen Kinder  vor dem Weihnachtsfest benehmen. Und das alles nur für ein Gerät, dass wieder für Gesprächsstoff im heimischen Wohnzimmer sorgen wird. 10-11 Zoll, die die Sinnfrage herausfordern. Aber schauen wir uns mal an, was dass iSlate eigentlich sein wird. In der Gerüchteküche wird ja schließlich viel gemunkelt und vor allem auch viel diskutiert. Es soll es ja Dokumente geben, die uns zeigen, was das iSlate alles kann und was in ihm drin steckt. (Quelle: Areamobile News) Laut dieser Angaben, soll in dem Modell soll sogar ein Projektor (Minibeamer) integriert sein, was sehr unwahrscheinlich ist. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Apple so etwas integrieren würde, auch wenn es natürlich sehr interessant wäre. Außerdem sind ein 2,26 Gigahertz schneller Intel Core 2 Duo Prozessor, 2 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 120 Gigabyte große Festplatte mit SATA-Anschluss vorgesehen. In meinen Augen ist das wenig sinnvoll, da man es dann wahrscheinlich nicht mehr in der Hand halten kann, da es muckelig warm werden könnte. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen Quellen, doch nur um Informationen, die Traffic auf einer Seite generieren sollen. Denn wenn so ein Dokument wirklich raus gekommen wäre, dann hätte Apple wahrscheinlich schon längst was unternommen. Vermehrt konnte man auch schon lesen, dass das iSlate wohl eher einem MacBook, als einem iPhone ähneln wird. Es soll natürlich komplett per Finger über Touchscreen bedient werden. In meinen Augen ein Manko. Warum? Bei meinem iPhone gibt es eine Sache, die mich wirklich stört: Natürlich ist der Touchscreen und die Berührungsempfindlichkeit weitaus besser als bei vielen andere Geräten, die ich kenne, doch jedes mal, wenn ich mein iPhone bedient habe, gibt es da diese hässlichen Schlieren und Fettflecken. Der Screen scheint auch nicht bei allen lange zu halten. Ein Problem, dass mit Sicherheit auch schnell bei dem iSlate auftreten wird. Der Hype, der mittlerweile darum entstanden ist, ist natürlich riesig. Wenn man Apple iSlate eingibt, erschlagen einen knapp 7 Millionen Suchergebnisse. Da würden sich viele freuen, wenn ihre zukünftigen Produkte bereits heute so viele Suchtreffer erzielen würden. Doch die Frage wird sein, ob Apple sich mit diesen Tablet PC am Markt wirklich durchsetzen kann. Auf der Windowsplattform hat es bis dato niemand geschafft, einen Tablet PC erfolgreich in den Markt zu drücken. Ein großer Vorteil wird natürlich sein, dass Apple eine andere Positionierung im Markt einnimmt. Im Bereich Trend und Design kann Apple keiner etwas vormachen - auch nicht beim Marketing. In meinen Augen ein Plus, das man nicht wegdiskutieren kann. Doch dir Frage wird sein, ob es wirklich alltagstauglich sein wird. Am 7.1.2010 hat der Microsoft-Chef Steve Ballmer die neueste Generation von Tablet PCs mit Microsofts Windows 7 vorgestellt. Und ihr werdet es kaum glauben, aber die Geräte von Microsoft/HP hören auf den Namen “Slate”. (Quelle: FAZ - CES in Las Vegas). Insgesamt waren es drei Rechner die vorgestellt wurden. Ich sage extra Rechner, da durch die Verwendung von Windows 7 auf jeden Fall mehr Geduld vonseiten des Nutzers nötig ist. Für mich ein Manko bei jedem Tablet PC. Da muss es schnell gehen und der Datenzugriff und Menuwechsel muss sofort stattfinden. Ballmer sprach von einer neuen Kategorie von PCs: „Portabel wie ein Handy. Leistungsstark wie ein PC, auf dem Windows 7 läuft. Diese PCs werden die Möglichkeiten von Windows 7 ausschöpfen, was Funktionen wie berührungsempfindliches Display und Mobilität betrifft. Sie sind besten geeignet, um zu lesen, im Internet zu surfen oder Unterhaltung für unterwegs mitzunehmen. Slate PCs werden in diesem Jahr auf den Markt kommen.“ Fragt sich nur wann. Wenn es wirklich so sein wird, dann war Microsoft in meinen Augen wirklich pfiffig, vor allem mit dem Namen, den sie vorgestellt haben. Denn wenn Microsoft es Slate nennt, dann kann ich mir schwer vorstellen, dass Apple es iSlate nennen wird. Ein Punkt, der die Sache bestimmt nicht einfacher machen wird. Aber man kann sich drauf verlassen, wenn Apple mit einem Tablet PC erscheint, dann werden sie mit Vollgas in den Markt drängen. Ob die Menschen dann statt eines Netbooks einen Tablet PC kaufen, steht in den Sternen. Die Tastatur ist ein per Gewohnheit erworbenes Werkzeug. Werden die Nutzer gerne drauf verzichten, wenn “Apple” am Computer steht? Weiterhin gibt es da natürlich auch noch Tablet PCs wie Ende und Mitte letzten Jahres das besagte Crunchpad. Es wurde ein großer Hype darum aufgebaut, bis das Projekt dann Anfang Dezember fast eingestellt wurde. Jetzt wird es ohne TechCrunch und Michael Arrington verkauft. Für viele war es schon die besagte Zukunftsmusik, von der wir am Anfang geredet haben. Das CrunchPad sollte 300 US-Dollar kosten, ein 12-Zoll-Display haben und unter 2 Zentimeter flach sein. Doch am 30. November verfasste  der Projektgründer Arrington einen Blog-Eintrag, der vielen die Vorfreude wieder nehmen sollte. Er zitiert eine E-Mail des Chefs von Fusion Garage Chandra Rathakrishnan, wonach Fusion Garage Entwicklung, Herstellung und Vertrieb des CrunchPad selbst übernehmen wolle, ohne TechCrunch. Für viele war es natürlich sehr deprimierend, was man aber auch voll und ganz verstehen kann. Für mich war es ein äußerst ungünstige Entscheidung, einen der weltweit bekanntesten Blogs aus der Projektentwicklung herauszunehmen. Diesen Kommunikationskanal hätte man meiner Meinung nach sehr gut nutzen können. Wie man auch noch weiter lesen konnte, kam es auch noch viele Diskussionen und Verhandlungen. JooJoo soll das CrunchPad nun heißen und es sollte am 11.12.2009 auf den Markt gekommen sein. Bisher gibt es dazu keine verläßlichen Angaben. Es könnte ebenso wie das CrunchPad über einen 12,1 Zoll großen Touchscreen, 4GB Solid State Disk, einen Beschleunigungssensor, eine ausreichende Grafikkarte für HD Videos (NVIDIA Ion) und keine physischen Schalter außer dem Einschaltbutton. Das JooJoo soll um 499$ kosten. Klingt spannend. Natürlich ist das iSlate bis dato nur ein Gerücht, bei dem noch keiner weiß, ob es wirklich kommt. Am 7.1. bin ich dann noch über eine ganz nette und zu gleich amüsante Headline beim Abendblatt gestoßen. “Der iSlate kann fast alles außer Kaffee“. Getreu dem Motto, es gibt für alles eine App, wird man das wahrscheinlich auch bei dem iSlate erwarten. Auch beim Abendblatt hat man sich sehr viel Mühe gemacht, und 10 Thesen aufgestellt, warum man das iSlate denn besitzen muss. Doch in meinen Augen gibt es gerade in diesen Thesen auch ein paar Punkte, die gerade gegen ein iSlate sprechen würden. Es ist natürlich ein neues Design, dass irgendwie anziehend wirkt und man doch irgendwie haben möchte. Doch für mich ist der primäre Punkt bei allen Dingen, ob der Preis gerechtfertigt ist. Denn als ich gestern über den nächsten Artikel von Basic Thinking gestoßen bin, kam ich noch mehr ins grübeln. “Das Apple Tablet soll 347 Dollar in der Herstellung kosten” Es gibt Unternehmen, die haben wahrscheinlich noch größere Gewinnspannen in ihren Produkten, aber trotzdem finde ich, ist das eine heftige Hausnummer. Denn in Deutschland werden wir dann nicht mit den 1000 Dollar auskommen.  Die besagte Summe stammt vom Wall Street Journal, die angeblich erfahren haben, welches Unternehmen als Zulieferer involviert ist und was die Bestandteile kosten werden. Natürlich kann ich diese ganzen Gerüchte und Diskussionen darüber verstehen, doch stellt sich mir zum Schluss immer noch die Frage, wird das iSlate, oder wie es auch immer heißen wird, sein Preis wert sein? Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber wenn es nach mir geht, sieht es so aus, als ob man die Hülle eines iPhones genommen hat, diese etwas vergrößert, und dann einige Bestandteile eines MacBooks und iPhones integriert. Ich bin mit Sicherheit genauso gespannt wie viele von Euch, wenn es denn dann wirklich auf dem Markt ist, aber trotzdem kann ich für mich sagen, dass ich wahrscheinlich erst einmal verzichten werde. Aber trotzdem würde es mich sehr interessieren, wie ihr es seht und was ihr meint. Würdet ihr es Euch kaufen, oder hat die ganze Sache noch Zeit?

Und woran erkennt man nun einen guten touchscreen?

Moto erklärt es uns:

DIY Touchscreen Analysis from MOTO Development Group on Vimeo.

 Verwandte Artikel

Keine verwandten Artikel

January 11 2010, 9:15am

Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ...20