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Google stellt Wave ein

Das war’s also mit Google Wave. Weil die “user adoption” nicht so angestiegen ist, wie erwünscht und wie es intern wohl der Fall war, wollen sie es nur noch als feature einbauen. Wahrscheinlich für ihre Enterprise 2.0 Initiative rund um Google Office Services. Zumindest erklärt das Urs Hölzle von Google im offiziellen blog.

But despite these wins, and numerous loyal fans, Wave has not seen the user adoption we would have liked. We don’t plan to continue developing Wave as a standalone product, but we will maintain the site at least through the end of the year and extend the technology for use in other Google projects. Wenn man sich zeitgleich den rasanten Anstieg von facebook ansieht, wird es mittlerweile spannend, darauf zu schauen, wann facebook denselben Werbekuchen wie Google futtern wird. Und noch wichtiger wird es, zu sehen, wer dann facebook das Wasser abgraben wird. Es könnte aber auch in die Richtung der Pessimisten gehen, die an den Jugendlichen erkannt haben wollen, dass das Web nur noch so etwas ist wie Strom oder Wasser. Benutzt jeder aber es gibt keine Menschenschlangen für den Kaufhäusern, wenn brandneue Duscharmaturen von Grohe in die Läden kommen oder rosa-glänzende 5fach-Steckdosen von Brennenstuhl.

Vielleicht haben wir ja Glück und der Zug zur comodity, also zur Alltagsware Web, läßt uns wieder mehr Spielraum. Denn dann wird der Fokus des Kapitals wieder weiterziehen in andere Gefilde wie Erneuerbare Energien, Elektroautos oder 9D-Fernsehen mit eingebautem Twitterclient und Riechsalzapplikation.

Vielleicht kommt dann ein alternder Larry Page auf die Bühne und verkauft uns nochmal eine Armbanduhr mit Minibeamer, die Navi, Telefon, Videorecorder und Blutdruckmessgerät in einem ist.

August 5 2010, 1:40pm

Pimp your Wave: 12 Gadgets für Google Wave

Google Wave ist eine Spielwiese geworden. Manche haben private Waves, die ganz hilfreich sind, um gemeinsame Vorhaben zu koordinieren. Auch das gemeinsame Bearbeiten von Texten läuft schon ganz gut. Aber viel mehr passiert noch nicht außer den ruckelnden öffentlichen Waves. Die Suche als Navigationsinstrument zu nutzen, hat sich noch nicht jedem erschlossen. Aber ohne die gespeicherten Suchabfragen ist es etwas mau im Staate Wave. Es sei denn, man nutzt die vielen Gadgets und Extensions, die es mittlerweile gibt. 12 sind hier versammelt.

Man installiert die Gadgets global über die Extensions–Wave per URL über das Icon mit dem grünen Puzzlestück innerhalb einer Wave. Im Moment sind noch alle kostenlos, aber das kann sich bald ändern. Sudoku Das Sudoku–Gadget, bei dem man gemeinsam ein Sudoku lösen kann, erfreut sich internationaler Beliebtheit. Install Link: http://blah.appspot.com/wave/sudoku/sudoku.xml Chess Auch Schach gibt es als Gadget. Es sollen sogar Turniere möglich sein. Install Link: http://code.google.com/apis/talk/examples/chess.xml oder: http://bulatgafurov.name/gadgets/chess.xml oder über das Puzzle–Gadget: http://gerculanum.appspot.com/gadgets/com.example.chessgadget.client.ChessGadget.gadget.xml KARTEN SPIELEN Eine Auswahl von Kartenspielen: Install Link: http://wave-cards.googlecode.com/svn/trunk/cards.xml Kommen wir nun zu den „sinnvollen“ Dingen rund um Google Wave: Eine Videokonferenz mit Google Wave. 6Round Es ist ganz einfach. Man installiert das Gadget per Extension über die URL oder eben in jeder Wave mit dem Puzzle-Icon. Dann lädt man Leute ein und nimmt Platz auf einem SEAT. Darauf muss auch der andere gegenüber klicken. Dann dauert es ein bisschen, bis Wave die Bilder aufbaut und man hat nach kurzer Zeit ein zweigeteiltes Bild, der andere links und man selbst rechts. Cooles Tool. Es gibt viele Spielerein in dem Gadget und sogar die Möglichkeit, zusammen ein Youtube–Video zu sehen. Install Link: http://st.6rounds.com/wave/widget2.xml und noch das Video zum Gadget Audio Conference Wem es einfach per Audio reicht, der hat hier ein schönes Gadget für Audiokonferenzen innerhalb von Wave: Install Link: http://ribbitwave.appspot.com/gadgets/ribbitConferGadget.xml Checky Eine Checklist. Praktisch für die Organisation von Events in einer Wave. Install Link: http://wave-gadgets.appspot.com/checky.xml < iFrame > iFrame war mein erstes Gadget, weil ich natürlich friendfeed und ähnliches in Waves einbinden will. Mit diesem Gadget kann man jede Website in eine Wave einbinden. Klein, aber oho. Install Link: http://wave-ide.appspot.com/iframe.xml HTML Dieses Gadget ermöglicht das Einbinden von HTML. Install Link: http://wave-ide.appspot.com/html.xml Vector habe ich noch nicht probiert, aber hört sich cool an. Ein Vector–Editor zum Zeichnen innerhalb einer Wave. Ist sicher bei einigen Besprechungen per Wave sehr hilfreich um etwas zu skizzieren. Install Link: http://jsvectoreditor.googlecode.com/svn/trunk/wave/vectoreditor.xml Wave Alert Mein Liebling ist dieses Gadget XMPPLite. Einfach bei der Wave deiner Wahl folgenden Kumpel einladen: wave-xmpp@appspot.com. Dann per subscribe den eigenen XMPP–Client nutzen (Pidgin, Google Talk oder Trillian). Die muss man vorher darauf einstimmen, dass sie von …@wavesandbox.com Messages empfangen können. RSS–Reader Einfach eine neue Wave und dann diese URL installieren: http://www.wave.to/botinstaller/rssybot_bot_installer.xml Twitter Gadget Ein schönes kleines Gadget, das man gut anpassen kann an seine Bedürfnisse mit allen grundlegenden Twitter–Funktionen. Ein Mini–Tweetdeck (leider mit weniger Funktionen). Install Link: http://www.twittergadget.com/gadget_gmail.xml

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November 11 2009, 8:22am

Pimp your Wave: 12 Gadgets für Google Wave

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Man installiert die Gadgets global über die Extensions–Wave per URL über das Icon mit dem grünen Puzzlestück innerhalb einer Wave. Im Moment sind noch alle kostenlos, aber das kann sich bald ändern. Sudoku Das Sudoku–Gadget, bei dem man gemeinsam ein Sudoku lösen kann, erfreut sich internationaler Beliebtheit. Install Link: http://blah.appspot.com/wave/sudoku/sudoku.xml Chess Auch Schach gibt es als Gadget. Es sollen sogar Turniere möglich sein. Install Link: http://code.google.com/apis/talk/examples/chess.xml oder: http://bulatgafurov.name/gadgets/chess.xml oder über das Puzzle–Gadget: http://gerculanum.appspot.com/gadgets/com.example.chessgadget.client.ChessGadget.gadget.xml KARTEN SPIELEN Eine Auswahl von Kartenspielen: Install Link: http://wave-cards.googlecode.com/svn/trunk/cards.xml Kommen wir nun zu den „sinnvollen“ Dingen rund um Google Wave: Eine Videokonferenz mit Google Wave. 6Round Es ist ganz einfach. Man installiert das Gadget per Extension über die URL oder eben in jeder Wave mit dem Puzzle-Icon. Dann lädt man Leute ein und nimmt Platz auf einem SEAT. Darauf muss auch der andere gegenüber klicken. Dann dauert es ein bisschen, bis Wave die Bilder aufbaut und man hat nach kurzer Zeit ein zweigeteiltes Bild, der andere links und man selbst rechts. Cooles Tool. Es gibt viele Spielerein in dem Gadget und sogar die Möglichkeit, zusammen ein Youtube–Video zu sehen. Install Link: http://st.6rounds.com/wave/widget2.xml und noch das Video zum Gadget Audio Conference Wem es einfach per Audio reicht, der hat hier ein schönes Gadget für Audiokonferenzen innerhalb von Wave: Install Link: http://ribbitwave.appspot.com/gadgets/ribbitConferGadget.xml Checky Eine Checklist. Praktisch für die Organisation von Events in einer Wave. Install Link: http://wave-gadgets.appspot.com/checky.xml < iFrame > iFrame war mein erstes Gadget, weil ich natürlich friendfeed und ähnliches in Waves einbinden will. Mit diesem Gadget kann man jede Website in eine Wave einbinden. Klein, aber oho. Install Link: http://wave-ide.appspot.com/iframe.xml HTML Dieses Gadget ermöglicht das Einbinden von HTML. Install Link: http://wave-ide.appspot.com/html.xml Vector habe ich noch nicht probiert, aber hört sich cool an. Ein Vector–Editor zum Zeichnen innerhalb einer Wave. Ist sicher bei einigen Besprechungen per Wave sehr hilfreich um etwas zu skizzieren. Install Link: http://jsvectoreditor.googlecode.com/svn/trunk/wave/vectoreditor.xml Wave Alert Mein Liebling ist dieses Gadget XMPPLite. Einfach bei der Wave deiner Wahl folgenden Kumpel einladen: wave-xmpp@appspot.com. Dann per subscribe den eigenen XMPP–Client nutzen (Pidgin, Google Talk oder Trillian). Die muss man vorher darauf einstimmen, dass sie von …@wavesandbox.com Messages empfangen können. RSS–Reader Einfach eine neue Wave und dann diese URL installieren: http://www.wave.to/botinstaller/rssybot_bot_installer.xml Twitter Gadget Ein schönes kleines Gadget, das man gut anpassen kann an seine Bedürfnisse mit allen grundlegenden Twitter–Funktionen. Ein Mini–Tweetdeck (leider mit weniger Funktionen). Install Link: http://www.twittergadget.com/gadget_gmail.xml

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Sudoku Das Sudoku-Gadget, bei dem man gemeinsam ein Sudoku lösen kann erfreut sich internationaler Beliebtheit. Install Link: http://blah.appspot.com/wave/sudoku/sudoku.xml

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Wave Alert Mein Liebling ist dieses Gadget XMPPLite. Einfach bei der Wave Deiner Wahl folgenden Kumpel einladen: wave-xmpp@appspot.com. Dann per subscribe den eigenen XMPP-Client nutzen (Pidgin, Google Talk oder Trillian). Die muss man vorher darauf einstimmen, dass sie von …@wavesandbox.com Messages empfangen können.

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November 3 2009, 8:34am

pip.io: Das bessere Google Wave

Wer versucht hat, eine Einladung für Google Wave zu bekommen und dann endlich reinschauen konnte, war überrascht und enttäuscht zugleich. Es ist ein cooles Tool, um mit Kollegen zusammen zu arbeiten. Die Integration anderer bestehender Netzwerke ist nicht direkt möglich. Obwohl zum Beispiel twittergadget auch ganz ohne die iFrame-Extension funktioniert. Die muss man erst einbinden, um friendfeed zu sehen.

pip.io erscheint auf den ersten Blick wie ein Google Wave, das schon erwachsen ist. Es war eigentlich als Desktop-App gedacht und wird wohl auch weiterhin als white-label Version für Firmen vertrieben werden, um die Koordination innerhalb der Firma und zu den einzelnen bestehenden Sozialen Netzwerken zu verbessern. Die Gründer verstehen es als ein OS (Betriebssystem) für Soziale Netzwerke. Es ist deutlich performanter als Wave (es kennen aber auch sehr wenige Nutzer und läuft auf Amazons AWS - also in der cloud).

Es hat eine Ebene auf der die Profile von twitter, Facebook, Youtube und Netflix (Internet-TV in den USA) eingebunden werden können. Von pip.io aus werden alle beschickt mit statusupdates und Neuigkeiten der Freunde, die man einlädt werden dort auch sichtbar. So hat jedes Netzwerk seine eigene Seite. Sehr übersichtlich. Push und Pull funktioniert gleichermaßen. Die Seiten müssen also nicht mehr geöffnet werden um bei facebook eine Statusmeldung abzusenden.

Es gibt darüberhinaus aber auch eine Möglichkeit wie in Wave eigene Rooms einzurichten, die in etwa einer Wave bei Google entsprechen. Man lädt Freunde oder Kollegen ein und kann dann Dateien hochladen, Links austauschen. Man kann sogar mittels eines kleinen Schloßsymbols an ganz bestimmte Nutzer oder Gruppen Posts versenden, obwohl man sich auf der globalen Ebene befindet.

Auf der globalen Ebene hat Google nichts Entsprechendes anzubieten. Mann kann via Google Maps einen bestimmten Bereich der Erde eingrenzen und dort alle globalen Posts ansehen oder einen absenden. Das Tolle ist, man kann also sehen, was Leute in bestimmten Regionen gerade interessiert. Diese globale Ebene ist also eine geografiebasierte Suchoberfläche für Echtzeitkommunikation.

Leo Shimizu, CEO von pip.io denkt bereits darüber nach, neue Inhalte und Dienste kontinuierlich einzurichten. Er versteht pip.io als Grundgerüst für das gesamte Realtime Web, weil sie alles als realtime event ansehen. Jeder Nutzer produziert einen Strom von Events und kann jeden einzelnen Post nach Wunsch einschränken auf bestimmte Zielgruppen oder einzelne Freunde.

Es gibt auch einen Bereich namens Recents. Da wird alles, was man als Letztes aufgesucht und bearbeitet hat, aufgelistet. Sollte sich da irgendetwas tun - ein Freund oder Kollege antwortet oder stellt eine neue Datei ein, dann wird das mit einem kleinen Symbol angezeigt und man hat jederzeit mit einem Blick im Auge, ob sich in einem der letzten tasks etwas getan hat und kann reinklicken, man ist genau an der richtigen Stelle um zu reagieren oder um es nur zu lesen. Es ist also eine schöne Darstellung des Veränderungsgrades der realtimestreams aus der nahen Vergangenheit, weil man ja nie alles gleichzeitig im Blick behalten kann. Dies ist mein TOOL OF THE YEAR 2009.

Probier es aus:http://www.pip.io

Invitationcode: pipiobeta

Hier ein Video-Interview mit Robert Scoble und zwei Gründern, nach circa 8 Minuten werden alle Funktionen erklärt.

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October 27 2009, 8:28am

Gadgets für Google Wave werden immer interessanter

Mittlerweile kann man ja wirklich schon spannende Dinge in seinen Google Waves anstellen. Zum Beispiel seine Statusmails in Facebook abrufen oder Tweets an Twitter senden. Einige dieser Gadgets möchte ich Euch einmal vorstellen und eine kleine Anleitung geben, wie ihr diese integrieren könnt.

Twitter for Google Wave

Die Benutzung des Twitter Clients, wie auch die Benutzung vieler anderer Gadgets ist relativ simpel. Die meisten Robots / Gadgets haben eine eigene E-Mail Adresse oder einen einfachen Link zu dem Gadget. Bei Dem Twitterclient ist es zum Beispiel die URLhttp://www.twittergadget.com/gadget_gmail.xml Wenn ich mich in einer wave befinde und die Edit Funktion nutze, kann ich auch “Add Gadget by URL” gehen. Hier die URL eingefüght, schnell noch die Twitter Account Daten eingegeben, und schon kann ich meinen Twitter Stream aus einer Wave verfolgen. Es lässt sich wirklich total unbeschwert twittern, sei es über Golf oder die neusten Nachrichten aus der eigenen Region. Das schöne ist hierbei, dass man sein Gadget in jede neue Wave einbinden kann. Es geht schnell und ist wirklich komfortabel.

iWave (Facebook Updates)

Mit Facebook iWave kann ich meinen Status bei Facebook ändern! dafür fürge ich in einer Wave einfach wieder folgende Gadget URL hinzuhttp://gadget.wave.to/iWave/iWave.xml Schon öffnet sich ein, in das ich meine Daten eintragen kann. unter dem Punkt “Edit” kann ich dann meine neue Nachricht eingeben. In Facebook ändert sich es dann insofern, dass zum beispiel folgendes angezeigt wird. Dadurch gebe ich Leuten auf Facebook die Möglichkeit, sich bei Google Wave mit mir zu vernetzen. Dieses Gadget sieht noch nicht wirklich schön aus und auch die Funktionen sind noch sehr sehr eingeschränkt. So postet es auch nicht direkt auf meine Pinnwand, sondern gibt den Usern auf Facebook die Möglichkeit, sich mit mir auf Google Wave zu vernetzen. Schade halt für die, die noch keinen Wave Account innehaben. Das muss man so und so sagen.  Google Wave macht erst richtig Spaß, wenn man Leute kennt, die auch einen Account haben. Denn die Suche ist noch nicht so verfeinert, als da man darüber neue Leute suchen und finden kann. Ein weiteres interessantes Gadget ist:

Amazon for Wave

Hier muss ich zunächst einmal eine Mail Adresse in meiner Kontaktliste hinzufügen. bei Amazon wäre das dann amazon-withwaves-com@appspot.com. Danach öffnet man eine neue Wave und lädt die gerade hinzugefügte Adresse mit in die Wave ein. Danach muss man nur noch das Gadget hinzufügen, in dem man hier folgenden Link eingibt: http://gadgets.withwaves.com/installer/amazon/manifest.xml Durch die Eingabe von “Amazon: z.b iPhone” werden einem dann die Artikel dazu angezeigt! An Amazon sieht man soft mal wieder, wie schnelllebig doch dieses Geschäft ist und wie schnell man mit dem Trend mitgehen muss. Während andere sich noch fragen, was Google Wave eigentlich ist, hat man hier shcon gehandelt und seine Produkte eingebettet! Schöne, wirklich schöne PR für das Unternehmen. Es gibt auch noch mehr Gadgets wie zum Beispiel Wikipedia usw, das einem dann sofort die Verlinkung zu einem Artikel anzeigt, aber das waren mal die ersten drei, die ich persönlich sehr spannend und interessant fand!

Ich hoffe ihr könnt die Anleitung gebrauchen und es funktioniert bei Euch auch.

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October 20 2009, 9:08am

Google Wave - 100.000 Wellen

Heute geht es los. Google startet seine erste öffentliche Testphase mit Wave, der Plattform für das Web in Echtzeit. Damit jeder versteht, wie die Struktur aufgebaut ist, und was man damit machen kann, eine kleine Einführung in das Realtime–Web.

Was ist Wave?

Wave ist eine Möglichkeit, in Echtzeit anderen beim Tippen zuzusehen. Zumindest, wenn man in einer Wave mitmacht. Was ist denn nun so eine Wave? Eine Wave ist ein übergreifendes Thema, das über eine Zeitleiste betrachtet wird; es bekommt eine eigene URL. Diese URL kann man überall integrieren – auch in die eigene Website. Man kann auch einzelne Unterthemen zu diesem Thema erstellen, das ist dann ein Wavelet. Sie sind hierarchisierbar wie Threads bei Diskussionsforen. Da können dann einige bestimmte Leute oder Sprachgruppen ihren Senf zum Hauptthema abgeben oder einfach Nebendiskussionen führen.

Es können beliebig viele mitmachen und zum Thema etwas schreiben, das ist dann ein einzelnes blip. Dies ist die kleinste Informationseinheit in einer Wave. Kann normaler Text sein, aber auch Links zu Bildern, Videos, Dokumenten oder die Dateien selbst können ein blip werden. Eine Wave enthält auch kleine Programme namens Gadgets aus der Google–Open–Social–Welt oder kleine automatisierte Robots, die als dienstbare Geister wiederkehrende Aufgaben erfüllen und eine Wave mit stets aktuellen Daten versorgen können (eben Tweets mit bestimmten Hashtags integrieren oder sogar mit Nutzern interagieren).

Wave ist eine Open–Source–Plattform von Google, die alle Entwickler, Nerds, Geeks, Freaks einlädt, sich beim Ausbau zu beteiligen. So gibt es zum Beispiel mit Twave schon eine Twitter-Applikation für Wave. Neben iGoogle–Gadgets können Entwickler auch Applikationen entwickeln, wie wir sie von Facebook oder Xing her kennen. Sogar ganze Spiele sind integrierbar. Es wird also nicht lange dauern, bis uns hunderte Time–Bandits das Leben versüßen wollen. Wie leistungsfähig die Plattform ist, wird sich zeigen. Auch die Tatsache, dass so ein System anfällig ist für Überflutungen mit Werbung und SPAM, scheint bisher den Hoffnungen keine Dellen beizubringen.

Aber eines ist zentral, und bietet den größtmöglichen Nutzen und gleichzeitig den potenziell größten Schaden, denn wirklich jeder Buchstabe in einer Wave wird von jedem mit jedem geteilt. Es dürfen also alle alles ändern. Vergleichbar zu einem Wiki entsteht parallel eine enorme Metadatenflut, die jede Änderungen protokolliert und es den Nutzern ermöglicht, wieder zu einem früheren Status zurückzukehren. Wikipedia hat diese enorme Freiheit gerade eingeschränkt, um langjährigen Wikiautoren besondere Autoritäten zu verleihen, damit ein bestimmter Qualitätsstandard gehalten wird. Es wird ein sehr spannendes Experiment, wie wir damit umgehen, dass jeder immer alles ändern kann. Natürlich sind auch Kommentare möglich und erwünscht. Ob es hier auch bestimmte Autoritäten bei begehrten Waves geben wird, bleibt abzuwarten. Falls nicht, hätten wir die erste liquide Informationsplattform vor uns, die inhaltlich zu jeder Zeit ins Bodenlose oder ins bessere oszillieren kann.

Es soll auch eine automatisierte Übersetzung der Texte geben. Ob sie Babelfish heißt, weiß ich nicht. Ich hoffe, sie erreicht bessere Ergebnisse als das, was ich bisher von Online–Übersetzungen kenne. Ich fürchte jedoch, dass das eine Computerpower erfordern würde, die sicher 12.000 Many–Core–Rechner mit durchschnittlich 600 Prozessoren pro Rechner je Wave und Sprache kosten würde. Ganz davon abgesehen, dass es noch immer kein taugliches OS für paralleles Processing solcher Aufgaben gibt. Wie soll so ein normales Übersetzungsprogramm auf normalen Rechnern in nahezu Echtzeit erkennen, welche Übersetzung im Kontext die passende ist? Aber das ist ein anderes Thema.

Das Schönste zum Schluß: Dateien werden einfach per drag-and-drop in der Wave abgelegt.

Wer jetzt selbst Hand anlegen will und einen Robot erstellen will, der kommt hier weiter. Wer sich die Google–Wave–API genauer ansehen will, der wird hier und hier fündig. Einen allerersten Blick sollten Extensions-Entwickler hierhin zu Mashable werfen. Das ganze Wave–Programm gibt es aber bei den Google Wave Ressources.  Und wer sich mit dem Einbinden ein paar tolle Ideen für neue Websites ausgedacht hat, der wird hier Wege finden, aus den Waves anderer Leute etwas Schönes zu machen beim Wave Embed Developer’s Guide. Ach ja, und weil es gerade Links hagelt, hier noch den zum Google Wave Federation Protocol für schöneres Einbinden in einer wavigeren Welt. Man hat den Eindruck, dass ähnlich wie beim New Wave in den 80er des vergangenen Jahrhunderts einfach sehr viele verschiedene Marschrichtungen (der Musik und Jugendkultur) zu einem Begriff verschmolzen werden sollen. Ob Google es umgekehrt schafft, aus einer einzigen Idee – Threaded Tweeting mit unbegrenzter Zeichenanzahl und Versionierung – eine neue Diskussionskultur zu erwecken, bleibt abzuwarten. Aber sehr spannend ist es allemal.

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