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Die Verdammten – ein ungewöhnliches Browserspiel

…Langsam öffne ich die Augen. Die warme Sonne scheint mir ins Gesicht. Ich blicke mich um. Staub und Sand überall. In der flimmernden Luft zeichnen sich einige Umrisse von Gebäuden ab. Ich wanke auf sie zu, mich fragend, warum ich hier bin und was ich hier soll. Plötzlich fasst jemand meine Schulter. “ Bau dir ein Zelt, schnell. Wir brauchen mehr Verteidigung für die kommende Nacht. Die Zombies werden diese Stadt überfallen…” Da fällt es mir wieder ein: ich muss überleben, mit meinen 39 Mitbürgern. Der Kampf beginnt von vorn. Wie viele Tage werden wir diesmal überstehen… Angekommen in der postapokalyptischen Welt Die Verdammten ist ein browserbasiertes Zombie-Survivalgame aus der TWIN MOTION Spieleschmiede. Nach eurer Anmeldung werdet ihr in eine wüstenähnliche Welt hineingeworfen, in der ihr Tag für Tag ums überleben kämpfen müsst. Es fängt alles damit an, dass ihr Teil einer zufällig zusammengestellten 40-köpfigen Stadtgemeinschaft werdet. Ab sofort heißt es, die richtige Balance zwischen den eigenen Bedürfnissen und denen der Gemeinschaft zu finden, um möglichst lange durchzuhalten. Wie gut ihr in der Stadt zusammengearbeitet habt, erfahrt ihr jede Nacht am eigenen Leib. Denn um Mitternacht fallen die Zombies über die Stadt her und versuchen eurer schmackhaften Körperteile habhaft zu werden. Eine halbe Stunde zittern und bangen. Danach könnt ihr im Leichsblatt, der renommierten Stadt-Gazette, nachlesen, wie verheerend der Angriff war. Solltet ihr wider Erwarten nicht überlebt haben, so bedeutet dies nicht das Ende. Denn ihr werdet gleich wiedergeboren. So könnt ihr in einer neuen Stadt nochmal ganz von vorn anfangen und es besser machen.

Das tägliche Leben in der Stadt Wenn ihr in einer Stadt angekommen seit, erhaltet ihr den Status eines einfachen Einwohners bzw. Bürgers. Als Bürger habt ihr jeden Tag 6 Aktionspunkte (AP) zur Verfügung. Mit Nahrung, Wasser oder Drogen ist es möglich, die Aktionspunkte wieder aufzufüllen. Diese Punkte könnt ihr für Bauarbeiten in der Stadt oder an eurer Behausung verwenden. Ihr könnt aber auch einen Ausflug in die Außenwelt machen und dort nützliche Gegenstände finden, die eure Stadtgemeinschaft voranbringen. Wichtig ist erstmal Bekanntschaft mit den anderen Mitbürgern zu schließen. Von ihnen und der Spielhilfe erfährt man allerlei interessante, zum Überleben notwendige Details. Es lohnt sich auch einen Blick ins Anfänger-Wiki zu werfen. Zudem gibt es eine To-Do-Liste auf der ihr sehen könnt, welche Dinge ihr jeden Tag erledigen solltet, damit ihr gut in der Stadt und in der Außenwelt zurechtkommt.

Außenwelt Wie schon gesagt, könnte ihr Erkundungen der Umgebung vornehmen. Dazu geht ihr zum Stadttor. Dort schaut ihr auf die Karte und erkennt welche Sektoren ihr absuchen könnt oder welche Gebiete von Zombies bevölkert werden. Wer als Erster in die Außenwelt will, wird jedoch mit einer Karte konfrontiert, die keinerlei Hinweise, über die Zombieaktivität enthält. Wer mutig ist, kann auch allein mit der Erkundung anfangen. Mit einem Zombie werdet ihr spielend fertig, wenn mehrere auftauchen, ist es ratsam in einer Gruppe, auch Expedition genannt, das Gelände zu erforschen. Ihr könnt das erforschte Areal auch kennzeichnen, um den anderen Bewohnern der Stadt Hinweise zu geben, was sich dort befindet.

Ressourcen Wenn ihr etwas gefunden habt, dann müsst ihr entscheiden, ob ihr es der Gemeinschaft spenden wollt, oder lieber für euch behaltet. Überlegt euch gut was ihr mitnehmt, denn der Platz in euren Rucksäcken ist begrenzt. Allzu egoistisches Verhalten kann jedoch möglicherweise mit einer Anzeige von Mitspielern geahndet werden, ebenso wie anderes Fehlverhalten. Doch dazu später mehr. Mit den gefundenen Gegenständen könnt ihr Verteidigungsanlagen oder andere Gebäude bauen. Wenn ihr es geschafft habt z.B. eine Werkstatt zu bauen, könnt ihr neue Gebäude errichten und gefundene Rohstoffe in andere wichtige Baumaterialien umwandeln. Im Wiki gibt es weitere nette „Rezepte“ für verschiedenen Sachen, z.B. aus einer Streichholzschachtel und einem Baumstumpf stellt ihr eine Fackel her, die wenn ihr sie der Stadt spendet, die Verteidigung erhöht. Eine der essenziellen Ressourcen, die ihr zum Überleben braucht und Aktionspunkte zurückbringt, ist Wasser. Jeden Tag solltet ihr euch deshalb aus dem Brunnen der Stadt eine Ration entnehmen. Doch Obacht, Wasser ist ein begrenztes Gut und sollte sparsam verwendet werden. Nahrung, hingegen, ist meistens vorhanden. Schaut nicht so sehr auf die Qualität des Essens. Einfach runter damit, das füllt eure AP’s nochmal auf und gibt ordentlich Kraft für das nervenaufreibende Leben in der Postapokalypse. Nur mit dem Verzehr von Menschenfleisch solltet ihr euch zurückhalten, da könnt ihr euch leicht eine todbringende Infektion einfangen. Apropos nervenaufreibend, wenn der Thrill zu groß werden sollte, könnt ihr mit ein paar Drogen Abhilfe schaffen, dann werdet ihr wieder entspannter. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Manche Substanzen machen abhängig, die braucht ihr dann jeden Tag. Wenn ihr sie nicht bekommt, sterbt ihr. Es lohnt sich also, so lange es geht, clean zu bleiben. Bei Verletzungen und Infektionen hilft eine Behandlung mit Bandagen und Antibiotika. Schafft ihr es nicht in absehbarer Zeit euch zu verarzten, sterbt ihr. Daher: passt gut auf euch auf! Ja, es ist ein durchaus hartes Leben in der Ödnis. Deshalb ist die Zusammenarbeit untereinander vielleicht die wichtigste Ressource, damit ihr und letztendlich auch die Stadt viele Tage überstehen könnt. Die ist allerdings manchmal ganz schön schwierig, wo die Meinungen und Befindlichkeiten von 40 Bürgern aufeinander prallen. Nicht jeder verhält sich immer kooperativ. Oft genug sind Saboteure am Werk. Aber für sie gibt es verschiedene Mittel und Wege der Bestrafung. Entweder ihr verbannt die Bösewichte oder hängt sie auf.

Heldenmodus Einwohner zu sein ist schön und gut. Aber manchmal fühlt sich der ein oder andere zu höherem berufen. Dann möchte man Held sein. Bei Die Verdammten könnt ihr dann eure Stadt als ‘Buddler’, ‘Wächter’ oder ‘Aufklärer’ unterstützen. Diese Professionen bieten natürlich auch einige Vorteile: Der Buddler kann die Außenwelt schneller erkunden. Er findet auch wesentlich häufiger seltene Gegenstände. Der Aufklärer verfügt über eine Art Tarnumhang, so kann er sich unbeobachtet, weit von der Stadt entfernen und das Gelände sondieren. Als Wächter steuert ihr der Stadt ein paar extra Verteidigungspunkte bei, wenn die Zombiehorden über euch herfallen wollen. Wichtiger ist der Wächter jedoch im Außengelände, denn dort zählt er für zwei Spieler und kann so mehr Zombies in Schach halten. Es gibt noch viele weitere Heldenfeatures. Diese erschließen sich aber erst, wenn ihr längere Zeit als Held unterwegs seit. Einziger Wermutstropfen: Held wird man nicht einfach mal so. Dazu müsst ihr das kostenpflichtige Premiumangebot nutzen. Aber es macht auch riesigen Spaß das Spiel im Einwohnermodus zu erleben.

Erste Spielerfahrung Auf den ersten Blick, hat sich bei mir eine leichte Überforderung eingestellt. So viele Buttons, so viele Dinge, die zu erledigen sind. Was muss ich der Reihe nach tun, um vorwärts zukommen? Zu Beginn habe ich in ein kleines Tutorial geschaut, um ein Gefühl für das Spiel zu bekommen. Außerdem gibt es noch eine Hilfe, die einen groben Überblick über alles Wichtige vermittelt. Sollten dennoch Fragen auftauchen, so kann man diese im Forum loswerden. Dazu gibt es ein Weltforum, in dem eher allgemeine Dinge diskutiert werden und ein Stadtforum, in dem Dinge, die speziell die Stadt betreffen, beredet werden. Insgesamt herrscht ein entspannter und größtenteils angenehmer Ton im Forum, selbst als wir über das Aufhängen einiger Mitbürger sprachen. Neulinge werden im Allgemeinen nett aufgenommen, also habt keine Scheu etwas zu fragen. Wenn die Spieler jedoch erfahrender werden, kommt es oft zum Kompetenzgerangel, wie im wahren Leben auch. Dann kann es auch schon mal etwas rauer zugehen im Forum. ‘Die Verdammten’ spielt mit Ambivalenzen. Zum einen habt ihr die Möglichkeit ein braver Bürger zu sein, der sich Tag für Tag in den Dienst der Stadt stellt. Zum Anderen könnt ihr aber auch als Saboteur tätig sein und eher eure eigenen Ziele verfolgen. Dann müsst ihr aber auch mit den Gegenmaßnahmen der Bürger leben. Vorausgesetzt ihr werdet entdeckt. Ich habe das Spiel ca. 14 Tage getestet und bin sehr begeistert. Ich habe gebaut, die Außenwelt abgesucht, mich in die Gemeinschaft eingebracht, Diebe und Saboteure angezeigt usw. Leute zu hängen ist mir jedoch nicht vergönnt gewesen. Die Verdammten ist komplex, aber benötigt nicht Unmengen an Zeit. Mir hat besonders die Beschreibungen verschiedener Aktionen gefallen. Beispielsweise als ich eine Heldentat vollbrachte: „Mit Hilfe seiner übermenschlichen Heldenkräfte hat Butze 2 Zombie(s) lauthals schreiend und mit bloßen Händen umgebracht!“ Ein weiterer Punkt, der mich sehr begeistert hat, war die Möglichkeit durch die Kombination verschiedener Gegenstände, neuen Dinge herstellen zu können. Das gibt nochmal zusätzlich Motivation, Tag für Tag, die unwirtliche Wüste abzusuchen. Am Besten fand ich aber die Teamarbeit. Denn wenn es mal funktioniert hat, das man sich über die geplanten Bauprojekte einig war, dann hat man recht zügig seine Stadt fit machen können, um den Zombieansturm widerstehen zu können. Menschliche Abgründe sind an der Tagesordnung, Drogen, Sucht, Diebstahl, Sabotage, schädigender Egoismus. Die Verdammten fördern so einiges an abweichenden Verhalten zu Tage. Hineingeworfen ins postapokalyptische Zombieszenario entwickeln sich die Menschen zu richtig tollen Teamspieler oder zu destruktiven Bösewichten. Neben letzteren haben auch Leute, die sich nicht am Bau der strategisch wichtigen Gebäude beteiligen, sondern lieber irgendwas bauen, meine Nerven strapaziert. Weil dadurch der Spielfluss und mein Ziel, nämlich zu Überleben, erheblich gestört wurde. Glücklicherweise kann man immer wieder neu anfangen und vielleicht aus Fehlern lernen. Die Verdammten ist ein verdammt cooles Spiel. Tolle Idee, kreative Umsetzung, witzige Beschreibungen. Unbedingt auprobieren! Ach, ja dieses Browserspiel ist absolut werbefrei. Auf der Website gibt es außerdem noch ein witziges Video sowie eine ganz ausführliche Beschreibung des Spiels.

August 6 2010, 11:11am

WeTransfer: Einfache Übertragung großer Dateien

Was ist der größte Nachteil von E-Mails? Wenn ihr mich fragt: die Größe der Anhänge. Irgendwann läuft einfach nichts mehr. Klar gibt es Alternativen: direkte Übertragung per Skype beispielsweise. Das funktioniert sehr gut bei Menschen, die eine gewisse Affinität zum Web haben – und einen Skype-Account. Alle anderen wollen eine gebrannte CD oder – wie gesagt – eine E-Mail. WeTransfer ist ein Dienst, der die Einfachheit von E-Mails auf große Dateien übertragen möchte. Wir schauen uns den Beta-Dienst an und erklären euch, ob er was taugt. Wie funktioniert WeTransfer? Das Interface von WeTransfer ist denkbar simpel. In der Mitte gibt es einen Kasten mit vier Feldern: Datei auswählen, Empfänger-Adresse, Absender-Adresse und optional eine kurze Mitteilung. Beim Rüberfahren mit der Maus erscheinen kleine Erklärungen in Sprechblasen. 20 E-Mail-Adressen können gleichzeitig angegeben werden, Dateien dürfen bis zu 2 GB groß sein und werden für zwei Wochen aufgehoben. Natürlich lassen sich auch mehrere Dateien auf einmal versenden, so lange sie nicht das 2-GB-Limit übersteigen. Versandt wird über den großen “Transfer”-Button unten.

Nett gemacht ist der Ladebalken: Um die Angabe in Prozent dreht sich eine Anzeige, die mit steigender Transferdauer immer breiter wird. Nach dem Upload bekommt man eine Bestätigungs-E-Mail, die einen Link zur Datei bietet – falls man den Download-Link noch an weitere Leute weitergeben möchte. Der Empfänger bekommt eine E-Mail (meistens im Spam-Ordner!), klickt drauf und kann die Dateien herunterladen – einfach, schnörkellos, funktional. An wen richtet sich WeTransfer? Profitieren können von WeTransfer alle Leute, die große Dateien durchs Web schicken müssen. Der Service ist werbefinanziert. Die Werbung besteht aus riesigen Bildern im Hintergrund, die richtig stylisch aussehen. Abgesehen davon gibt es keine Anforderungen: Keine Anmeldung, keine Punktekonten, keine nervigen Banner oder Overlays. WeTransfer behauptet, nicht in die Dateien hineinzuschauen – dennoch gilt: Wer Zweifel hat, sollte sensible Daten nicht an externe Dienste geben. Netzpiloten-Fazit WeTransfer ist die einfachste Lösung für den Transfer großer Dateien, die ich bisher gesehen habe, und daher eine echte Empfehlung wert. Bugs in der Beta-Version sind mir keine aufgefallen. Es bleibt zu hoffen, dass sich der Dienst durchsetzt, insbesondere da die Kosten nicht gering sein dürften. Bildnachweis: Logo WeTransfer, Screenshot

July 27 2010, 1:30pm

Etsy vs. DaWanda: Kampf der Titanen

Etsy und DaWanda – die beiden Anbieter stehen für Social Commerce: Während andere nur hier und da Elemente in ihre Shops einfügen, setzen sie voll auf die Kraft des sozialen Kaufens und Verkaufens. Das Konzept ist schnell erklärt: DaWanda und Etsy wollen dem Handwerker oder der Bastlerin von nebenan ihren eigenen Shop geben. Zugelassen sind ausschließlich selbstgemachte Produkte, Materialien oder Dinge aus der guten alten Zeit. Finanzieren tut sich dieser Service zum einen durch die Einstellgebühr: Jeder Verkäufer muss pro eingestelltem Artikel einen Betrag bezahlen. Etsy verlangt derzeit 20 (US-)Cents, DaWanda setzt auf ein abgestuftes System zwischen 10 und 30 (Euro-)Cents. Zum anderen gibt es eine Verkaufsprovision: 3,5 % des Verkaufspreises gehen an Etsy, DaWanda verlangt 5 %. Wer sein Produkt gerne auf der Startseite anpreisen möchte, findet dafür verschiedene weitere Preismodelle. Social Commerce als Nutzer: Shopping wie auf dem Bastelmarkt Beide Anbieter haben verfügen über sinnvolle Suchmöglichkeiten, z.B. über Farben. Etsy setzt dabei auf eine Flash-Anwendung, die zwar schick aussieht, aber wesentlich unpraktischer ist als DaWandas einfache Farb-Suchoption. DaWandas Geschenkefinder bietet über Schlagworte schnellen Zugriff auf beliebte Geschenkekategorien, und eine redaktionelle Auswahl (z.B. zur Fußball-WM) pusht entsprechende Produkte zusätzlich. Eingeloggte Nutzer können sich Produkte merken, ihre Wertschätzung über Herze ausdrücken oder Kommentare dazu abgeben. Apropos eingeloggt: Sowohl Etsy als auch DaWanda sind erfreulich datensparsam und begnügen sich mit Name, E-Mail und Passwort – die Adresse wird erst verlangt, wenn sie notwendig wird. Nach einem Kauf können einige Produkte durch Absprache mit dem Verkäufer noch individualisiert werden – zum Beispiel, um einen passenden Rahmen zu wählen oder den eigenen Namen auf die Tasche sticken zu lassen.

Produktseite von DaWanda: Kommunizieren trifft auf Kaufen Social Commerce bedeutet, den Nutzer zu Wort kommen zu lassen, und folgerichtig setzen Etsy und DaWanda auf eine Reihe von Social-Web-Elemente: Etsy bittet die Community an die Wahlurne, welches Geschenk wohl am besten für Muttertag geeignet sei; DaWanda lässt die Community als Geschenkeberater fundieren – wobei die Vorschläge naturgemäß nicht selten aus dem eigenen Warenangebot stammen. Social Commerce als Verkäufer: Mit dem Hobby das Sparschwein auffüllen Bisher habe ich vor allem die Features behandelt, die den Nutzer erwarten – aber Social Commerce ist keine Einbahnstraße, sondern erlaubt, sich einen eigenen kleinen Online-Shop zu erstellen. Dafür benötigt man zunächst einen Account, der dann in einem zweiten Schritt zum Verkäufer-Account umgemodelt werden kann. DaWanda merkt man an dieser Stelle an, dass sie auf den deutschen Markt spezialisiert sind: Es gibt eigene Felder für AGBs, Impressum und Widerrufsbelehrung, zudem wird zwischen privaten und gewerblichen Verkäufern unterschieden. Die Bezahlung der Gebühren läuft über Lastschrift (für deutsche Verkäufer) oder über PayPal bzw. Überweisung (für Verkäufer außerhalb Deutschlands). Etsy sieht man seine amerikanische Herkunft an – angefangen mit der Tatsache, dass für die Abwicklung der Gebühren zwingend eine Kreditkarte notwendig ist. Optisch lässt sich der Shop über ein Banner anpassen, weitere Gestaltungsmöglichkeiten gibt es jedoch nicht.

Einzelne Shops werden ausführlich vorgestellt, hier Etsy Die AGBs entsprechen weitgehend den Erwartungen. Eine Quelle von Missverständnissen ist, dass beide Anbieter es nicht erlauben, Gebühren zu umgehen – was strenggenommen bedeuten würde, dass die Produkte ausschließlich über die eine Plattform verkauft werden dürfen. Auf Nachfrage bestätigten jedoch beide Anbieter, dass damit lediglich gemeint sei, keine Links zu einem externen Online-Shop zu posten, bei dem keine Gebühren fällig werden würden – man darf seine Produkte also durchaus auf mehreren Wegen verkaufen. An wen richten sich Etsy und DaWanda? Die Zielgruppe von Etsy und DaWanda lässt sich am besten über typische Anwendungsszenarien erläutern. Eine Künstlerin, die ihre Gemälde oder Fotografiedrucke unter die Leute bringen möchte. Ein Handwerker, der nach Feierabend Schmuck oder sonstige schöne Dinge herstellt. Oder eine Bastlerin, die aus Filz Broschen und Taschen herstellt. Wer sich in solchen oder ähnlichen Beschreibungen wiederfindet, für den dürften Etsy und DaWanda die erste Adresse sein, um seine Werke einfach unters Volk zu bringen. Netzpiloten-Fazit Featuremäßig geben sich Etsy und DaWanda nicht viel – beide sind weit vorne, was Features für Nutzer und Verkäufer angeht. Wünschenswert wäre es, wenn es weitere Möglichkeiten gäbe, den eigenen Shop anzupassen – beispielsweise über eine eigene CSS-Datei. Wegen der einfachen Bedienung und der Anpassung an deutsche Gesetze hat DaWanda naturgemäß die Nase vorne. Etsy lohnt sich vor allem für Verkäufer, die explizit auf den englischsprachigen bzw. internationalen Markt drängen möchten.

May 31 2010, 10:00am

Kostenfreies Screen Sharing mit Mikogo

Es gibt ja so Gelegenheiten, da fragt man immer seinen Alpha-Nerd. Oder seine Alpha-Nerdin. Der oder die wird’s schon richten, denkt man sich dann. Ganz so einfach ist das aber doch nicht, denn wie erklärt man jemandem übers Telefon, was er wo zu klicken hat, um endlich … (hier bitte ein beliebiges Problem eintragen) zu können?

An dieser Stelle setzt Mikogo an. Der Dienst schreibt sich “free screen sharing for people and businesses” auf die Fahne und wartet sogar mit Fernbedienbarkeit des Rechners auf. Im Rahmen der (mittlerweile beigelegten) Auseinandersetzung um den Twitter-Account @mannheim hat Mikogo einige Publicity bekommen. Es wird also Zeit, den Dienst genau unter die Lupe zu nehmen.

Wie funktioniert Mikogo?

Wie im Screen Sharing üblich, startet eine Person eine Session und lädt dann andere Teilnehmer ein, die übers Web alles sehen können, was auf dem Bildschirm des Session-Leiters geschieht. Dazu muss der Leiter oder die Leiterin eine Software installieren, die von Mikogo kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Linux-User bleiben hier leider draußen. Den kompletten Funktionsumfang gibt es nur für Windows-Rechner, Mac-Anwender müssen auf einige Funktionen verzichten. Ist die Software installiert, kann man einen Account machen, ihn eintragen und loslegen. Jedes Meeting hat eine eigene ID aus neun Zahlen, die man den Teilnehmern mitteilen muss. Dazu bietet die Mikogo die Möglichkeit, direkt aus der Software heraus eine E-Mail zu verschicken oder die ID zu kopieren.

Mit Mikogo lässt sich ein fremder Rechner einfach fernsteuern, um beispielsweise die Systemeinstellungen zu kontrollieren

Für die Teilnehmer/innen ist die Sache einfacher. Sie müssen lediglich auf die Mikogo-Homepage gehen und unter “Join Session” ihren Namen und die ID der Session eingeben, an der sie teilnehmen möchte. Mikogo bereitet daraufhin eine ausführbare Datei vor, die heruntergeladen und gestartet werden muss. Ist das erledigt, können sie den Bildschirm des Leiters/der Leiterin sehen. Sehr schön sind eine Reihe von Zusatzfeatures, die es ermöglichen, Dateien auszutauschen oder auf den Bildschirm eines Teilnehmers zu wechseln. Es ist sogar möglich, den eigenen Rechner zur Fernsteuerung freizugeben. Der Wermutstropfen der ganzen Sache ist allerdings die fehlende Audio- oder Chat-Unterstützung innerhalb der Software. Mikogo hat jedoch spezielle Telefonnummern für verschiedene Länder eingerichtet, über die Konferenzen durchgeführt werden können.

An wen richtet sich Mikogo?

Mikogo soll die Werbetrommel für die ausgefeilten und kostenpflichtigen Anwendungen von BeamYourScreen rühren und bietet daher einen eingeschränkten Funktionsumfang. Aus diesem Grund wird Mikogo für viele Unternehmen kaum interessant sein: So ist die Anzahl der Teilnehmer auf zehn Personen beschränkt, und es gibt keine Möglichkeit, direkt innerhalb des Systems über Chat oder Telefon Rückmeldung zu geben. Außerdem schlägt als Nachteil zu Buche, dass sich die Teilnehmer nicht über einen HTML-Viewer einloggen können, sondern eine ausführbare Datei herunterladen und starten müssen. Wenn man mit diesen Einschränkungen leben kann, lässt sich Mikogo natürlich auch gewinnbringend im Unternehmensumfeld einsetzen.

Über die Fernsteuerung wird sich der oben erwähnte Alpha-Nerd freuen: So lassen sich einfach Probleme beheben. Ansonsten bietet sich der Dienst für kleinere Projekte oder Seminare an. Windows-Nutzer dürfen sich außerdem über die Möglichkeit freuen, eine Aufzeichnung des Meetings anlegen zu können.

Blogpiloten-Fazit

Mikogo ist ein interessanter Dienst für die genannten Zielgruppen. Gerade in der Möglichkeit der einfachen Fernsteuerung liegt ein echter Mehrwert gegenüber anderen Diensten, mit denen sich der Bildschirm teilen lässt. Umständlich ist der Verzicht auf einen HTML-Viewer. Man muss also auch den technisch Unbedarften under den Teilnehmern klar machen, dass sie eine Datei ausführen müssen, wenn sie am Meeting teilnehmen möchten. Abgesehen davon ist der Funktionsumfang jedoch beeindruckend und die Handhabung einfach. Mit einer eigenen Telefonnummer wird zudem die Einschränkung aufgehoben, dass Mikogo keine direkten Telefonkonferenzen bietet. Somit kann Mikogo für alle kleineren Meetings empfohlen werden.

February 4 2010, 10:00am

Was ist eigentlich Gowalla?

Der Pl0g–Screencast geht in die sechste Runde. Diesmal erklären uns Marco (aka emzo) und Florian (aka dotdean) Gowalla, ein sogenanntes location–based game, in anderen Worten: Ein Spiel, das weiß, wo du dich befindest und diese Information ins Spielgeschehen einbezieht. So wird der öffentliche Raum zum Spielfeld. Warum das wirklich Spaß machen kann und hilft, deine Stadt neu zu entdecken, erklärt die Pl0g–Crew im Podcast …

pl0gscreencast #06 - gowalla from dotdean on Vimeo. Mehr zu lesen und weitere Pl0gcasts gibts auf Pl0g.de, die Shownotes und Links direkt zum Podcast gibts hier.

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November 21 2009, 8:00am

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