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Google stellt Wave ein

Das war’s also mit Google Wave. Weil die “user adoption” nicht so angestiegen ist, wie erwünscht und wie es intern wohl der Fall war, wollen sie es nur noch als feature einbauen. Wahrscheinlich für ihre Enterprise 2.0 Initiative rund um Google Office Services. Zumindest erklärt das Urs Hölzle von Google im offiziellen blog.

But despite these wins, and numerous loyal fans, Wave has not seen the user adoption we would have liked. We don’t plan to continue developing Wave as a standalone product, but we will maintain the site at least through the end of the year and extend the technology for use in other Google projects. Wenn man sich zeitgleich den rasanten Anstieg von facebook ansieht, wird es mittlerweile spannend, darauf zu schauen, wann facebook denselben Werbekuchen wie Google futtern wird. Und noch wichtiger wird es, zu sehen, wer dann facebook das Wasser abgraben wird. Es könnte aber auch in die Richtung der Pessimisten gehen, die an den Jugendlichen erkannt haben wollen, dass das Web nur noch so etwas ist wie Strom oder Wasser. Benutzt jeder aber es gibt keine Menschenschlangen für den Kaufhäusern, wenn brandneue Duscharmaturen von Grohe in die Läden kommen oder rosa-glänzende 5fach-Steckdosen von Brennenstuhl.

Vielleicht haben wir ja Glück und der Zug zur comodity, also zur Alltagsware Web, läßt uns wieder mehr Spielraum. Denn dann wird der Fokus des Kapitals wieder weiterziehen in andere Gefilde wie Erneuerbare Energien, Elektroautos oder 9D-Fernsehen mit eingebautem Twitterclient und Riechsalzapplikation.

Vielleicht kommt dann ein alternder Larry Page auf die Bühne und verkauft uns nochmal eine Armbanduhr mit Minibeamer, die Navi, Telefon, Videorecorder und Blutdruckmessgerät in einem ist.

August 5 2010, 1:40pm

Hörtipp: Heute Abend Chaosradio zu De-Mail

Wer in den letzten Tagen im Web unterwegs war, kennt die Diskussionen um den E-Postbrief, einer Art bezahlter E-Mail, die dafür rechtssicher sein soll. Ganz ähnlich soll De-Mail werden, mit der sich rechtsverbindliche Kommunikation am Rechner erledigen lassen soll. Jedenfalls werde ich bei diversen E-Mail-Konten ständig gefragt, ob ich mir nicht schnell einen De-Mail-Namen sichern wolle, schließlich seien ja sonst die Besten weg. Gegenvorschlag zum schnellen Sichern des Namens: Erst mal hören, was Leute dazu sagen, die sich mit sowas auskennen. Wer das genauso sieht, sollte heute Abend das Chaosradio von 22:00 bis 00:00 auf Fritz hören, bei dem es um E-Postbrief und De-Mail geht. Ab morgen dann als Podcast und Download.

July 28 2010, 9:32am

Apple Rückruf? iPhone 4 mit Fehler

In den Staaten schlagen die Wellen hoch. Das Unfassbare ist eingetreten. Apples Schmuckstück hat einen Hardwarefehler, die “Death Grip” genannten Empfangsprobleme hängen mit der Antenne zusammen. Apple kann sich nicht mehr länger auf ein Software-Update herausreden. Es wird wohl bald eine Rückrufaktion geben laut Cult Of Mac. Die Krisenkommunikation bei Apple ist alles andere als professionell.

July 14 2010, 2:21pm

Android hat mehr Entwickler als Apple iOS

Chart des Tages:

Quelle: businessinsider

July 8 2010, 10:31am

HD-Videos mit dem iPhone 4

Dieses Video wurde mit dem neuen iPhone 4 aufgenommen und geschnitten. Würde ja gern wissen, wie sie die Fahrten und Schwenks so hinbekommen haben. Wie sie die Schärfe bewertet haben, würde ich auch noch gern wissen. Aber doller Kontrastumfang und schöne Farben.

June 29 2010, 11:00am

Tanz Deine Spiele!

Jetzt geht es endlich los. Nachdem die Wii den Weg geebnet hatte für ein physisches Spielerlebnis trotz virtueller Simulation, stehen nun Microsoft mit Kinect und Sony mit Move in den Startlöchern. Wer zukünftig spielsüchtig sein will, muss auf eine Konsole verzichten, denn nach einer Stunden dürfte der untrainierte Zocker mit seiner Kondition am Ende sein. Die Redmonder haben mit Kinect eine völlig controllerfreie Variante auf die Beine gestellt. Mit einer Leiste, die an die Wii erinnert, weil man sie auf den Fernseher stellen muss, nimmt Kinect mit zwei Kameras die Bewegungen des Spielers im Raum auf und übersetzt sie in Bewegungen der Spielerfigur. Sonys Antwort auf der PS3 basiert noch auf einem Controller, den man in der Hand halten muss. Das hat bei einigen Spielarten, wo man eh einen Schläger oder ähnliches nutzt möglicherweise Vorteile. Dort kann man dann eventuell auch noch mit den Fingern feineren Einfluß auf bestimmte Parameter nehmen.

Es hängt alles von den Spieleentwicklern ab. Die zeigen sich jedoch außer Peter Molyneux (Black & White, Fable) nicht unbedingt begeistert. Activisions COO Thomas Tipps äußerte gegenüber gamasutra.com:”„Ich glaube, Move und Kinect liefern interessante Möglichkeiten, um Innovationen in bestimmten Franchisesysteme zu bringen, aber wahrscheinlich nicht in jede Art von Spiel. Wir werden abwarten müssen, wie groß die installierte Basis dafür letztendlich sein wird.“ In den USA wird man Kinect von Microsoft für 150 Dollar erwerben können. Sony nennt für seine beiden Move Controller einen Preis von 110 EUR in Europa. Die Befürchtungen der Entwickler könnten mit einem tollen Spiel verschwinden, dass die Hemmschwelle senken würde. So wie seinerzeit Halo der XBOX zum Erfolg verholfen hatte oder God of War bei der Playstation 2. Aber da sind wir dann wieder beim Henne-Ei-Problem…

June 25 2010, 10:00am

Neu: Der Mac mini

Haben Sie auch einen Server in der Firma, aber der sieht bescheiden aus und macht Krach wie sechs brünftige Elche? Brauchen Sie einen Rechner, der zu ihren Philippe-Starck-Möbeln passt? Finden Sie, dass ein Computer am besten aussieht wie eine postmoderne Zigarrenkiste? Dann gehören Sie zur potenziellen Kundschaft für den Mac mini. Im Windschatten des iPad-Booms ist das kleine silberne Kästchen (jetzt mit schwarzem Apfel!) zum Liebling der Heimrechner avanciert, wenn man nicht so die ganz großen Ansprüche an Hardware oder Erweiterbarkeit hat. Apple hat auf einmal die Marketingabteilung entlassen und wirbt mit so kruden Sätzen wie “2x schnellere Grafik, 2x so viel Spaß”. Er hat sogar endlich einen HDMI-Anschluß für den Heimfernseher. Im Unibody-Gehäuse steckt ein Core 2 Duo-Prozessor mit 2,4 Ghz sowie eine GeForce 320M Grafikkarte, 320 GB HD und in der Standardversion 2 GB RAM. Ähem. Bei der mageren Ausstattung muss eine Menge Marge abfallen. Einzige Neuerung – außer dem schwarzen Apfel – man kann endlich den Arbeitsspeicher erweitern ohne eine Feinmechanikerlehre absolviert zu haben. Ab 809 EUR ist man dabei, die Servervariante kostet ab 1.149 EUR und kommt ohne DVD-Laufwerk, aber dafür mit 2×500GB Festplatten und der SnowLeopard Serverversion. Bildnachweis: Apple

June 15 2010, 10:45am

Video: DAS INTERVIEW mit Steve Jobs (D8)

Hier nun das lang erwartete Video des Interviews von Kara Swisher & Walt Mossberg mit Steve Jobs. Themen: HTML5 vs. Flash, Foxconn, Plattformen…

Quelle: allthingsd

June 7 2010, 5:01pm

Video: Web 3.0 und die Auswirkungen

Web 3.0 from Kate Ray on Vimeo. (via @Dominik_R)

May 28 2010, 10:00am

Google-Suche im stealth-mode

Wer nicht möchte, dass andere (Firma, Ehepartner etc.) wissen, was er oder sie bei Google sucht, der benutzt ab jetzt einfach die Version https://www.google.com und schon werden die Begriffe verschlüsselt. (Natürlich kann Google noch weiterhin alle Suchanfragen archivieren.) Achja, und wer will, der kann übrigens mit einem Google Chrome AddIn bei sich bei Google Analytics (Google Analytics Opt-Out) abmelden und keine Website, die man besucht wird ihn oder sie per Google Analytics tracken.

May 27 2010, 10:15am

netbooknews stellt NVIDIA tablet vor

May 25 2010, 2:51pm

Google baut iPad-Killer

Nach den etwas glücklosen neuen Produkten wie Google Wave oder Google Buzz ist sich auch Google offenbar nicht zu schade, sich in die lange Schlange hinter dem iPad einzureihen und einen tablet pc anzukündigen. Wall Street Journal berichtete gestern, dass sie zusammen mit Amerikas größtem Mobilfunkanbieter Verizon Wireless ein dolles Ding auf die Beine stellen werden. Verizons CEO Lowell McAdam erklärte gegenüber der WSJ, ”Wir sehen uns alles an, was in Googles Archiven schlummert und das wir in einen tablet einbauen können, damit es eine großartige Erfahrung wird, es zu benutzen.” Zumindest könnte es großartig werden, wenn nicht der Teilemarkt derart leer gekauft wäre. Dieser Umstand wird nicht gerade dadurch entkräftet, dass Trilliarden anderer Hersteller auf den tablet pc aufspringen wollen, was allerdings die aktuelle Windows Version 7 nicht wirklich ermöglicht. Tja, und da die Skepsis vieler Konsumenten gegenüber Linux leider groß ist, dürfte es ein enormes Kommunikationsproblem werden oder man schlägt sich wieder mit einem Win7 rum, dass den tablet alt aussehen läßt und schimpft auf die Technik. Insofern hätte Google mit seinem eigenen Chrome OS ein Ass im Ärmel, wenn es wirklich tablet-tauglich wäre. Aber da es hier eigentlich um den Kampf zwischen AT & T und Verizon Wireless geht, wird der Kampf in den USA um geolocation services im OS gehen und um 3.5G oder gar 4G und was nicht alles demnächst im Markt des mobilen Webs kommen wird. Vielleicht sogar endlich ein payment service der das Haus rockt. Meine Prognose: Wer als Erster mit dem mobile web die Kreditkarte überflüssig macht, der wird Google, Apple und Microsoft einfach zum Nachtisch verputzen. Und Google wird – falls diese Kooperation klappt – seinen ersten wirklichen iPhone-Killer zum Dank mit speziellen Verizon-Flatrates in den Markt drücken dürfen. Denn dieser Markt scheint das eigentlich Ziel zu sein und der steht und fällt mit einem breitbandigen und zuverlässigen Internetzugang.

May 12 2010, 9:30am

28. Mai: iPad in Deutschland

Ende Mai ist es soweit: Abermillionen werden vor den Läden übernachten, um eines der wenigen ausgesuchten iPads zu ergattern. Ab dem 10. Mai kann man schon im Online-Shop Vorbestellungen abgeben. Laut heise.de stehen die Preise noch nicht fest, dürften sich aber an den anderen europäischen Ländern orientieren: In Spanien kostet das WiFi-Modell ohne UMTS dann 479, 579 oder 679 € (16, 32, 64 GByte), das iPad WiFi+3G 579, 679 sowie 779 € – in Frankreich sind sie um jeweils 20 Euro teurer. Unklar ist immer noch, wie und wann das deutsche eBook-Angebot vertrieben wird.

May 7 2010, 6:50pm

Evolution of Google

Es dauert ein bißchen, bis es spannend wird, aber dann wird es wirklich sehenswert!

April 30 2010, 9:30am

Video: Das WePad könnte doch irgendwann kommen

Diesmal keine Videodemo sondern ein echtes Hands On WePad. Naja fast. Sagen wir es so: Wenn es innerhalb von 8 Monaten erhältlich ist und bezahlbar, dann könnte es sein, dass der brand neofonie ein für alle mal weg von der Assoziation glückloser Suchmaschinenhersteller hin zu so etwas wie einem Maxfield-Wunder werden könnte. Oder der Besitzer wird in einem Jahr Milliardär. Falls nicht, sollte er eine starke Werbepartnerin brauchen.

April 27 2010, 9:30am

Geschichte des Internet und Ursprung des Web

Anläßlich der Diskussion um das Web und dessen Auswirkungen nicht zuletzt im öffentlichen Fernsehen, ist es offenbar an der Zeit, einige Vorurteile und Legenden zu beleuchten. Denn um eine profunde Diskussion darüber zu führen, was es kann das weltweite Datennetz, wäre es hilfreich, seine Anfänge und Vorhaben in den Blick zu nehmen, da die primäre Gestaltung dieses Netzes Folgen hatte, die wir heute zumindest teilweise in den Menschen oder die Gesellschaft verlegen.

Noch während des zweiten Weltkriegs begann das, was wir heute den militärisch-industriellen Komplex nennen. Mit diesem Begriff bezeichnet der Soziologe Charles Wright Mills ein Amalgam aus Industrie und Militär. Diese Verknüpfung der Interessen beider Lager sind aus seiner Sicht eine enorme Bedrohung für die modernen Demokratien. Die Verhältnisse während der Bushregierung, vor allem die Diskurse über Halliburton, Dick Cheney sowie Bushs Beziehungen zu einige bekannten Risikokapitalfirmen haben die Diskussion um diesen Begriff aktualisiert. Der bekanntes Name aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs in diesem Zusammenhang ist gleichzeitig einer der Väter des Web, wie wir es täglich nutzen: Vannevar Bush. Sein Memory Extender (memex) war eine Vorwegnahme dessen, was wir heute mit dem Web-Konzept des Tim Berners-Lee verbinden: Ein visueller Zugang auf untereinander vernetzte Dokumente. Bush war auch einer der Gründer des bekannten Rüstungskonzerns Raytheon, das hängt mit seiner Tätigkeit rund um Radar und Sonar zusammen. Der Memex war Inspiration für Englebarts und Lickliders erste Versuche eine nutzerfreundliche Mensch-Maschine-Interaktion zu gestalten. Sie taten diese im Auftrag der ARPA (Advanced Research Projects Agency), einer Behörde des Verteidigungsministeriums, die gegründet wurde, um militärisch relevanten Technologien im Sinne des Militärs koordinieren zu finanzieren.

In den 50er Jahren begann die militärische Aufklärung mit den damals größten Informationssammlern, einem landesweiten Netzwerk aus Radarstationen zur Luftverteidigung, das in einer ARPA-Abteilung namens SAGE (Semi Automatic Ground Environment) geführt wurde. Das war das erste Mal, das viele militärische Informationen per Netzwerk zusammenführte. Um diese Informationen zusammenzuführen gründete man mit dem Information Processing Technology Office (IPTO) eine Computerabteilung, deren Aufgabe darin bestand eben diese Informationen zusammenzuführen und auszuwerten – und was noch deutlich wichtiger war – es musste ein Projekt in Gang setzen, dass als robustes und krisenfeste Kommunikationsnetzwerk den Austausch zwischen den verteilten Radarstationen und den Zentralrechnern gewährleisteten sollte. Es sollte damit beginnen, die Computer von Pentagon, Cheyenne Mountain und dem SAC Hauptqartier als autonomes Netz zu verbinden. Der erste Chef des IPTO wurde Joseph Carl Robnett Licklider, der 1962 mit dem Galaktischen Netzwerk konzeptionell die Idee des Internet zusammenfasste. Außerdem ermöglichte er es, dass fortan Informatiker in den USA zu Gebiet Computerwissenschaften promovieren konnten. Fußnote: Als Co-Direktor des US-Rüstungslieferanten Bolt Beranek and Newman (BBN) kaufte Licklider einen großen DEC-Rechner und plante und realisierte quasi darauf das erste Mehrbenutzersystem (Time Sharing).

Die Vision des Galaktischen Netzwerk von Licklider verfasste er in einer Reihe von Memos. Das erste wurde 1961 publiziert unter dem Titel “Man-Computer Symbiosis” und fokussiert die Mensch-Maschine Interaktion. Diese Buch kann als Werk der Kybernetik und der künstlichen Intelligenz angesehen werden. Er hat dort schon sehr früh die Grenzen des Computers formuliert – anders als viele heutige Kritiker des Web bzw. des Computers: “Men will set the goals, formulate the hypotheses, determine the criteria, and perform the evaluations. Computing machines will do the routinizable work that must be done to prepare the way for insights and decisions in technical and scientific thinking.” Das zweite Memo hieß “On-Line Man Computer Communication” und behandelte die soziale Interkation zwischen Menschen über das Netzwerk. Mit Robert Taylor schrieb er dann 1968 “The Computer as a Communication Device” wo Online Communities als effektive Systeme der menschlichen Kommunikation vorgestellt wurden.

1962 überzeugte er die anderen Forscher, dass das Netzwerk der Kern aller notwendigen Aufgaben darstellen würde. Er veranlasste das Project MAC am MIT, ein Computer, der bis zu 30 Personen die Arbeit am Mainframe-Rechner per eigenem Terminal und eigener Tastatur ermöglichte. Er war es auch, der die Gelder für ähnliche Projekte an anderen Universitäten bereitstellte – vor allem für das Stanford Research Institute unter Douglas Englebart (den Erfinder der Maus und Autor von Augmenting Human Intellect). Dann wurde Licklider Direktor des Project MAC und baute damit das erste Online Setup sowie ab 1964 Multics, den Vorfahren von UNIX.

Die Idee des robusten Netzwerks basierte auf einer besonderen Form der Nachrichtenvermittlung, die Donald Watts Davies ersann. Die Inhalte werden in Pakete aufgeteilt und mit Quellenangabe, Ziel, Datenlänge, einer Laufnummer und einer Klassifizierung (Netzneutralität!). Bei der Paketvermittlung werden Rechner gebraucht, die ersten dieser waren 1969 von Honeywell und konnten 50Kbit/s im ARPANET übertragen. Dieses erste Netzwerk, das auf betreiben von Lickliders Nachfolger Robert Taylor von Lawrence Roberts, Leonard Kleinrock, Paul Baran und Watts Davies konzipiert wurde (TCP/IP). Zwischen Kleinrocks Network Measurement Center an der UCLA und Englebarts SRI (Stanford) kam es am 29.Oktober zu ersten funktionierenden Übertragung von zwei Buchstaben. Das LOGIN klappte nur bis zum Buchstaben G, dann fiel die erste Verbindung zusammen. Nach einigem Hin und Her kamen aber doch robuste paketvermittelte Verbindungen zustande. Zur selben Zeit wurde UNIX entwickelt und die Programmiersprache C – zusammen mit dem ARPANET wird diese als Nukleus des Internet angesehen. Aber erst die als Ideen von Vannevar Bush über den visuellen Zugriff auf Wissenssammlungen mit Ted Nelsons Konzept des Hypertexts von 1960 (XANADU) zusammenkam in einem Projekt namens world wide web des Briten Tim Berners-Lee am CERN in Genf, da begann der Siegeszug des Datennetzes, wie wir es kennen auf dem HTT(P)-Protokoll.

Es ist nicht davon auszugehen, dass der erste Gedanke des Netzwerks ein Verknüpfen der Universitäten war. Zumal zweckfreie Grundlagenforschung gar nicht der Zweck der ARPA war. Dass im Laufe des Projekts klar wurde, dass die verschiedenen Abteilungen, Projekte und Forscher überhaupt erstmal miteinander verbunden werden müssen enbindet nicht von dem historischen Gedanken, warum die federführende Stelle IPTO überhaupt gegründet wurde. Nämlich um die Idee des SAGE-Netzwerks weiterzuführen. Und SAGE hatte keine universitäre Ursache oder akademische Veranlassung. Eat Your Own Dogfood bedeutet ja nicht, dass es nicht einen externen Anlass für die Entwicklung des Hundefutters gibt. Und wenn man die juristische Schlußfolgerungsregel conditio sine qua non bemühen will, dann kann man sagen, dass der russische Sputnik als im wahrsten Sinne des Wortes damals höchste Form des Radars deswegen einen initialen Einfluß auf die ARPA hatte. Denn erst danach reagierte sie mit dem Auftrag ein mächtigeres und überwachungssicheres Kommunikations-Netzwerk als SAGE zu entwickeln, das auch die oben genannten militärischen Rechenzentren zuverlässig verbinden sollte. Bidlnachweis: jkombae

April 12 2010, 12:48pm

Vorstellung: Canon 550D Fotos & HD-Videos

Habe mir vorgestern die DSLR Canon 550D kommen lassen. Die erste Spiegelreflexkamera unter 1000 EUR, die FullHD-Videos kann in 1080p25 und auch noch 720p50 beherrscht sowie einen Stereo-Mikrofoneingang besitzt. Das Kit-Objektiv – ein Zoom von 18-55mm Brennweite bezogen auf Vollformat – ist nicht so das ganz lichtstarke Objektiv. Aber für erste Tests und den Amateuralltag reicht es allemal. Die Automatikprogramme sind umfangreich, aber neigen gern zu überbelichteten Bildern, aber das läßt sich schnell mit der Belichtungskorrektur optimieren.

Der 18-Megapixel-Sensor ist in APS-C-Größe und damit in etwa dreimal größer als übliche 2/3-Zoll-Sensoren der guten Videokameras. Das ist der Hauptgrund für meinen Kauf gewesen, da ich endlich einen vernünftigen Sensor für HD-Videos haben wollte und das Ganze bei den teuren Videokameras langsam lächerlich wird. Außerdem kann man den gesamten Sermon an Tonwertprogrammen, Weißabgleich in allerfeinsten Justierungen bis zum Bildstil nutzen – also alles direkt in der Kamera Vorhandene ist auch für Film anwendbar. Nur der Autofokus ist kein dynamischer, der ein Objekt verfolgt. Aber wozu gibt es eigentlich den Fokusring am Objektiv? Denn der 1Megapixel-Monitor ist extrem scharf und erlaubt darüberhinaus eine gute Einschätzung der Farben: beides bei HD-Video extrem wichtig. Leider ist der Screen nicht schwenkbar, was sich auch im Live-Modus der Fotofunktion gut gemacht hätte – da werden einige Leute lieber zur bald erscheinenden G2 von Panasonic greifen.

Rauschen: Die Fotos sind allesamt wirklich scharf (bei ausreichend Licht ist auch der Autofokus schnell) und neigen bis zu ISO 1600 nicht erkennbar zu Rauschen. Darüber wird es kritischer, wenn man anspruchsvoll ist, aber die meisten Zeitgenossen sehen bis ISO 3200 nix Schlimmes außer man druckt es aus. Ich würde allerdings davon absehen in der Konfiguration die Schärfe besonders aufzudrehen. Die Kanten werden dann schnell unnatürlich aufgesteilt. Bin von einer 18Megapixel-Kamera sehr beeindruckt, nicht umsonst sehen viele Ersttester die Kamera in punkto Schärfe und Rauschverhalten direkt hinter der Nikon D90.

Video: Mit dem AVCHD-Codec haben so manche Rechner ihre liebe Mühe, denn 46Mbit/sec muss man erstmal verarbeiten können. Da kann das Rendern oder allein schon das Darstellen im Playerfenster zur Ruckelorgie werden – vor allem wenn man – wie ich gerne – Schwenks in Bäumen und ähnlich komplexen Strukturen veranstaltet. Das eingebaute Mikro nimmt einen arhythmisch auftauchenden hohen Ton auf, der offenbar aus der Kamera kommt. Mein externes Mikro (Rode M3) ist per XLR2Stereo-Miniklinke gerne dabei und wird ohne Rauschen oder ähnlich schlimme Sachen aufgezeichnet. Der interne Verstärker ist also kein Hindernis – eher die automatische Pegelung, die stille Parts gerne mal unnatürlich verstärkt. 720p50 erfordert schon eine schnelle Karte also mindestens Class6 und auch FullHD ist nicht eben anspruchslos und verbraucht bei derselben Datenrate (eben die 46Mbit/sec) circa 350 Megabyte pro Minute. Beide Modi also 1080p25 und auch 720p50 konnte ich nicht wirklich an meinem LCD-TV in der Qualität unterscheiden. Aber allein die Möglichkeit 50 Bilder/Sek. mit einer “günstigen” DSLR in der Qualität aufzuzeichnen, ist schon der helle Wahn und klasse für alle Sportfilmer. Und mit den neuen SDXC-Karten (exFAT bis zu 2TB-Größe – aktuell kostet eine 48GB große Karte um 300 EUR) sind dann auch deutlich mehr als 32GB-Karten drin. die 550D unterstützt auch EyeFi-Karten (also SD-karten mit eigener WLAN-Funktion zum Upload)

Bedienung: Ich hatte früher eine Nikon und musste mich umgewöhnen. Bin allerdings nach einer Stunde mit wehenden Fahnen zum Canon-Bedienkonzept übergelaufen. Wer sich ein bißchen mit Fotografie auskennt, wird staunen über die schnelle Erreichbarkeit der wesentlichen Änderungsmöglichkeiten mittels Q-Taste und Drehrad (Dateneingabe) vorne direkt hinterm Auslöser. Sogar die vollautomatischen Modi nutze ich jetzt manchmal ohne große Probleme, weil sie gut funktionieren. Außer den viel zu offenen Blenden im Sonnenlicht, aber da holt man sich eben eine geschlossene Blende durch AE im strahlenden Licht und speichert diese mittels der *-Taste…

Fazit: Nach zwei Tagen und einigen Clips später und zwei Fotospaziergängen bin ich doch überrascht. Ob überhaupt noch irgendjemand Videokameras mit den fizzeligen Sensoren kaufen wird? Wenn ich mich an die Brotdosen von Sony und Panasonic erinnere die zwischen 6000 und 12.000 Euro kosten, dann kann ich getrost zur D550 mit einem dicken 3000EUR-Canon-Zoom mit 2,8 bei 70-200mm raten. Die Qualität der Filme wird um einiges besser sein. Pferdefuß: Die Lautstärke hat nur einen automatic gain, aber das wird dann bereits die bald erscheinende G2 von Panasonic mit Kopfhörer-Eingang und regelbarem Pegel noch verbessern. Allerdings hat die nur einen FourThirds-Sensor und nicht so professionelle Zooms und Festbrennweiten oder per Adapter sogar die irren Zeiss Digiprimes…

March 26 2010, 11:00am

iPhone-Tutorial 11: Das iPhone als Modem (Tethering)

Über das iPhone ins Web.

March 26 2010, 10:00am

iPhone-Tutorial 10: Klingeltöne individualisieren

Mach Deine eigene Fahrradklingel zum Telefonton…

March 24 2010, 10:00am

iPhone-Tutorial 9: Ein Knopf – viele Funktionen

Was macht man mit dem Home-Button?

March 22 2010, 10:00am

SXSW10: Is WordPress Killing Web Design?

Ein paar Gedanken zu CMS und Webdesign und deren Kontext und Hindernisse. “The web is not paper behind glass.”

March 19 2010, 1:30pm

ElRep: Augmented Reality (Die letzte Folge)

Der Elektrischer Reporter (Julius Endert und Mario Sixtus) strahlen ihre letzte Folge ElRep aus.

Queller: http://www.elektrischer-reporter.de

March 19 2010, 12:48pm

iPhone-Video 8: Tips fürs Tippen

Sätze tippen ohne Tasten? Mit ein paar Tricks und Kniffen geht’s überraschend einfach.

March 19 2010, 10:00am

iPhone-Tutorial: Sprachsteuerung

Das iPhone per Sprachsteuerung kontrollieren.

March 17 2010, 10:00am

iPhone-Tutorial 6: Apps suchen, finden und installieren

Das Herz des iPhone liegt außerhalb – im Apple App Store.

March 15 2010, 10:00am

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