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Viral-Charts im August 2011

Das war er wieder – der August. Doch bevor wir uns für dieses Jahr vom letzten Sommermonat verabschieden, möchten wir euch natürlich nicht die Viral-Charts für den August vorenthalten. Welche Netzvideos haben euch diesen Monat besonders gefallen? Und wie oft wurden die Top-Virals geshared? Wir wünschen gute Unterhaltung beim Gucken!

  1. DC SHOES: Ken Block’s Gymkhana Four

DC und Ken Block präsentieren Gymkhana FOUR: The Hollywood Megamercial. Mit viel Feuer und Action schafft es Ken Block in seinem 2011er Ford Fiesta an die Spitze der Charts. 1,434,358 shares für die Nummer Eins.

Mehr nach dem Klick.

  1. Nissan – Pôneis Malditos

Läuft dein Wagen auch mit Pony- statt Pferdestärken? Dann dürfte dich dieses Video interessieren. Nissan zeigt was wahre Männer wirklich wollen – und zwar keines Falles rosa Pony’s unter der Motorhaube! 669,676 shares für unsere Nummer Zwei.

  1. Danny MacAskill – Industrial Revolutions

Danny Macaskill wäre nicht er selbst, wenn er nicht wieder mit einem seiner tollen Videos in den Viral-Charts wäre. Dieses Mal mit Industrial Revolutions. Hier werden die Stunts und Tricks in einem Industrie-Bahnhof ausgelebt. Das Ganze wurde für die Channel 4 Doku “Concrete Circus” produziert. 469,931 shares für den dritten Platz!

  1. Battlefield 3 | Caspian Border Gameplay

Dieses Promovideo das auf der GamesCom 2011 vorgestellt wurde, zeigt die 64-Spieler-Map “Caspian Border” vom Spieleknaller Battlefield 3. Diese Map, die mit einer Vielzahl von Autos und Jets beglückt, brachte die Gamerszene gerade zu zum jubeln. Mit 265,119 shares landete das Video auf dem vierten Platz!

  1. Ultimate Batting Practice

Der Typ in dem Video weiß was er macht und er macht es gut. Ein Pitchback nacheinander über sternförmig angebrachte Netzbanden. Definitiv ein Hingucker. 210,443 shares zementieren den fünften Platz!

  1. Ape With AK-47

Im Juli war dieses Video noch auf Platz Eins. Inzwischen ist es abgerutscht auf Platz Sechs. Aber das macht nichts! Dieses Video aus dem Hause 20th Century Fox versteht es immer noch die Leute zum Staunen zu bringen. 191,433 shares für Platz Sechs!

  1. Party Rock Anthem-Kia Soul Hamster Commercial [HD]

Vergesst Cat-Content! Golden hamster sind die neuen Lieblinge im Netz. Dieser Spot, der auf den Auftritt von der Band LMFAO auf den MTV Video Music Awards basiert, ist die neue KIA Soul Werbung 2012 145,999 shares beweisen einen guten Riecher der Werbefirma und bringt den Spot auf Platz Sieben!

  1. T-Mobil Angry Birds Live

Die Live-Version des Angry Bird Games will und will sich einfach nicht verabschieden. Seit Juni besetzt das Video Plätze in der Top 10. Ich glaube da ändert sich auch erstmal nichts dran – oder? 124,849 shares für den achten Platz!

  1. Ken Block’s Gymkhana Three

Ken Block steht auf den schnellen Ruhm. Nicht nur im Wagen, auch in den Video-Charts! Die dritte Folge seiner Reihe “Gymkhana” ist diesen Monat auf Platz Neun gelandet und das zweite Video innerhalb des Rankings von Ken Block und DC. Respekt! 117,316 shares für den neunten Platz!

  1. Danny MacAskill – “Way Back Home”

Und auch Danny McAskill gibt sich nicht nur mit einer Platzierung zufrieden. Das Video, welches nun auch schon seit mindestens April in den Top 10 ist, wird sich vermutlich bald verabschieden. Es sei denn Ihr wollt den MTB-Champion nicht aufgeben! Mit 110,712 shares reicht es gerade noch für Platz 10!

Quelle: Mashable Global Ads Charts

September 2 2011, 10:00am

Wenn Konzerne Startups kaufen (und ruinieren) …

Manch einer wird sich in den letzten Wochen schadenfroh die Hände gerieben haben. Rupert Murdoch, der einflussreichste Medien-Inhaber der Welt, hat eine phänomenale Schlappe hinnehmen müssen. Im Jahr 2005 hatte er das Soziale Netzwerk Myspace für 580 Mio. US-$ gekauft – sechs Jahre später hat er es für in Relation geradezu lächerlich anmutende 35 Mio. wieder verkauft. Wie konnte das passieren?

Myspace war einmal die viel erfolgversprechendste Community im Netz. Es war ein soziales Netzwerk, das Menschen auf der Grundlage von Musik zusammen brachte. Bands richteten Profile ein und stellten Hörproben sowie Downloads zur Verfügung, die Fans konnten sich ihren Stars nahe fühlen und sich selbst exzessiv darstellen. Im Jahr 2006 hatte Myspace mehr als 100 Mio. Accounts, zum Höhepunkt im Herbst 2009 270 Mio. Irgendwann kam Facebook und überholte Myspace. In den letzten Jahren hat Myspace immer mehr an Bedeutung verloren. Hunderte Mitarbeiter wurden entlassen und die deutsche Repräsentanz geschlossen, viele Accounts wurden zu Karteileichen oder gleich gelöscht.

Medien-Konzerne können keine Startups führen Meine These ist, dass diese Entwicklung nicht zwangsläufig war und nicht nur auf die Existenz von Facebook zurückzuführen ist. Dass Myspace-Konzept war stimmig. Die gemeinsame Basis Musik hatte das Zeug, Nutzer global zusammen zu führen. Das Problem war vielmehr, dass Myspace überhaupt von einem klassischen Medien-Giganten wie Murdoch’s News Corporation gekauft wurde. Es gibt einen Mechanismus, der, wenn er zu Ende gedacht wird, die Logik hinter dem Aufbau und der Finanzierung von Startups infrage stellt. Wenn klassische Medien-Konzerne aufstrebende Startups kaufen, geht das meistens schief. Startups sind auf ständige Innovationen angewiesen, auf Experimente und die schnelle Umsetzung von Ideen. Dem steht die etablierte und hierarchische Management-Kultur eines Großkonzerns diametral entgegen. Wichtige Entscheidungen müssen dann plötzlich von klassischen Medienmanagern abgenickt werden, die ihr Handwerk im Print- oder im besten Fall im Fernseh-Geschäft gelernt haben. StudiVZ ist das deutsche Myspace Ähnlich war und ist es bei StudiVZ. Es war ein gut gemachter, beinahe schon kreativer, Klon von Facebook, der innerhalb kurzer Zeit einen schnellen Aufstieg erlebte. Es gab vier Sprach-Versionen für die größten europäischen Länder und mit SchülerVZ und MeinVZ auch Varianten für nicht-studentische Zielgruppen. StudiVZ war damit die deutsche Internet-Hoffnung schlechthin. Der deutsche Medienkonzern Holtzbrinck hat das Startup im Jahr 2007 für insgesamt 85 Mio. übernommen. Ab 2009 ging die Nutzung rapide und verlässlich zurück. Für die einzige Hauptzielgruppe Studenten ist es mittlerweile verpönt, noch auf StudiVZ zu sein.

Auch Holtzbrinck hat versucht, einen Käufer für das Netzwerk zu verkaufen, doch mangels geeigneter Angebote den Versuch gerade eingestellt. Der Fehler im System der Startup-Finanzierung Die Logik der Startup-Verwertungskette sieht so aus: Studenten oder Absolventen mit guten Ideen, aber ohne eigenes Geld, gründen ein Startup. Wenn sie glaubhaft machen können, dass die Idee tragfähig ist, finden sie Investoren. In der ersten Stufe sind das Business-Angels mit kleineren Summen, in der zweiten Stufe Venture-Capital-Firmen, die mit Millionen-Beträgen einsteigen. Die Investoren treibt die Hoffnung an, dass das Startup mit ihren Anteilen inein paar Jahre für sehr viel mehr Geld verkauft wird. Um so größer das Startup vor dem „Exit“ schon ist, um so schwieriger wird es, einen Käufer zu finden. In der Regel kommt entweder ein größerer (US-amerikanischer) Wettbewerber infrage oder einer der verzweifelten deutschen Medien-Konzerne. Diese wissen, dass es mit Print bergab geht, die Zukunft im Internet liegt und sie etwas tun müssen. Sie haben zwar keine eigenen Konzepte, wollen aber dennoch im Netz mitmischen. Deswegen kaufen sie Startups. Das Ziel der Gründer ist erreicht. Doch wenn dieser Exit mithilfe eines großen Medienkonzerns gelingt, ist das oft der Anfang vom Ende. Das ist die eingebaute Paradoxie bei der Startup-Finanzierung. Vermutlich werden wir noch viele Myspace- und StudiVZ-Geschichten erleben.

September 2 2011, 9:59am

Crowdfunding: Seminar für unabhängige Filmemacher

Anfang August hat netzpiloten.de-Autor Andreas Weck mein Crowdfunding-Seminar für unabhängige Filmemacher! angekündigt. Die Idee dahinter war folgende: Ich wollte von Österreich nach Berlin fliegen, mit Kollegen ein Seminar zum Thema „Crowdfunding für unabhängige Filmemacher“ veranstalten, nette Leute treffen und interessante Filmprojekte kennenlernen! Mittlerweile hat das Seminar wie geplant stattgefunden, finanziert und ko-organisiert wurde es mit Hilfe der “crowd” über die Plattform http://www.mySherpas.com.

Nach einer kurzen Einführung meinerseits, in der ich einen Einblick in das Thema “crowdfunding for independent filmmakers” gab, lauschten die rund 20 Teilnehmer den beiden erfolgreichen Crowdfundern Daniel Böhme aus Berlin und Lucas McNelly, der extra aus den USA (bzw. aus London) zum Seminar eingeflogen wurde. Daniel Böhme von Sodafilm hat mit Hilfe von insgesamt 38 Unterstützern über € 2.000,- für sein Crowdfunding-Projekt “13 Stufen” eingesammelt und will es nun wieder tun. Er ist der Meinung, dass Crowdfunding Teil einer Demokratisierung des Filmschaffens ist und so geht er mit “Timur und sein Trupp” erneut an den Start. Dieses Mal liegt sein Ziel deutlich höher und getreu seinem Motto “We are the crowd” sollen in den nächsten 9 Monaten € 150.000,- für das Film- und Jugendprojekt von und für ‘sozial benachteiligte’ Jugendliche zusammenkommen. Auch Lucas McNelly hatte am Samstag allerlei zu berichten, befindet er sich doch seit mittlerweile mehr als 6 Monaten auf einer Tour quer durch Amerika (und Europa). “A Year Without Rent” nennt sich sein Projekt, bei dem er ein ganzes Jahr lang unabhängigen Filmemachern zur Seite steht. Finanziert wurde es durch die Crowd, die auf kickstarter $ 12.000,- in einen Topf geworfen haben, um Lucas bei seinem Vorhaben zu unterstützen. Ein Teil der Einnahmen unseres Seminars (insgesamt € 150,-) ging ebenfalls an Lucas. Spannend war vor allem die abschließende Diskussion, die folgende Dinge zu Vorschein brachte: Die Unterschiede zwischen Europa und Amerika sind nicht allzu groß. Da und dort haben Filmemacher Schwierigkeiten, ihre Filme zu finanzieren. Sowohl in Amerika, als auch in Europa setzen immer mehr Kreative auf die Unterstützung ihrer Fans. Allerdings haben die Amerikaner diverse Hürden bereits genommen, die in Europa, speziell aber in Österreich und Deutschland den Siegeszug von Crowdfunding noch etwas bremsen. Während wir noch viel Zeit damit verbringen, das Konzept Crowdfunding zu erklären und was dahinter steckt, können sich amerikanische Filmemacher bereits auf ihre Kampagnen konzentrieren, da sie eine gewisse Soziale Medienkompetenz voraussetzen. Daher betone ich es auch an dieser Stelle noch einmal: Crowdfunding ist ein Teil eines Umdenkprozesses, der in Amerika vielleicht schon etwas früher begonnen hat, aber auch bei uns immer mehr gelebt wird. Dieser Paradigmenwechsel betrifft nicht nur die Finanzierung von Filmen, sondern auch wie sie vermarktet werden, welche Vertriebswege sich durch neue Medien erschließen, welche Möglichkeiten der Kommunikation und Zusammenarbeit sich ergeben etc etc. Und in diesem Sinne werden die Geschichten und vor allem die Personen hinter den Projekten immer wichtiger. Das ist es was die Leute hören, sehen, lesen wollen und es sind die Personen, denen sie (zumeist) ihr Geld anvertrauen. Außerdem gab Lucas McNelly allen angehenden Crowdfundern einen kleinen Rat: “Die Leute wollen Leidenschaft und ein Ergebnis sehen!”. Zusammenfassend war die Veranstaltung nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für uns Vortragende wieder ein Beweis dafür, wie wichtig Vernetzung und Kommunikation sind – sowohl online als auch offline. Daher möchte ich auch noch einmal Andreas und den Netzpiloten sowie allen anderen Unterstützern für ihren Support danken und hoffe, dass wir uns bald wieder einmal sehen. Für all jene, die nicht dabei sein konnten, gibt’s in meinem Artikel Rückblick Crowdfunding-Seminar die Folien meiner Präsentation, alle Tweets sowie die Aufzeichnung des Live-Streams.

Über den Autor: Wolfgang Gumpelmaier ist selbstständiger Berater im Bereich „Neue Medien“, Blogger, Projektmanager und Vortragender. Er beschäftigt sich bereits seit über zwei Jahren mit dem Thema Crowdfunding.

September 2 2011, 9:30am

Infografik: Growth of Social Media

Der eine liebt sie der andere hasst sie: Infografiken. Hier eine Grafik, die den Statistikern unter den SocialMedia-Beratern das Herz höher schlagen lässt: Wer mehr sehen will, klickt sie einfach an…

Source: The Growth of Social Media: An Infographic

September 1 2011, 10:14am

Netz-Helfer: bitcoins

Einige wenige Netz-Ideen krempeln die Gesellschaft um. Wikipedia etwa hat den Umgang mit öffentlichem Wissen verändert. Auch Bitcoin hat das Zeug, viel zu erreichen. Das Open-Source-Projekt hat sich einen großen Brocken vorgenommen, den es reformieren will: das weltweite Währungs- und Finanzsystem. Bitcoins könnten die neue Verkehrswährung im Netz werden. 1 Was leisten Bitcoins? Bitcoins ermöglichen eine anonyme Transaktion von virtuellem Geld, direkt von Nutzer zu Nutzer. Sie kommen ohne eine vermittelnde Stelle wie PayPal oder ein Kreditkarten-Unternehmen aus, die Gebühren entfallen somit…

2 Wie funktionieren sie? Man lädt den Bitcoin-Client herunter und installiert ihn, das System weist einem eine eigene Bitcoin-Adresse zu. Bitcoins kann man auf eigens dafür eingerichteten Börsen kaufen, privat von anderen Nutzern erwerben oder über ein aufwändiges Mining mit dem eigenen PC selbst berechnen. Bei einer Transaktion wird der jeweilige öffentliche Schlüssel des Empfängers an die Zeichen-Abfolge des Bitcoins angehangen. Ein am System beteiligter Mining-Rechner überprüft die Transaktion, gibt sie frei, und das Geld gelangt zum Empfänger.

3 Hintergrund Bitcoins basieren auf einem unendlich komplizierten mathematischen Modell, das kryptographische Verfahren mit der Peer-to-Peer-Technologie verbindet. Bitcoins bestehen aus einer Menge an Bits, also einer Zeichen-Abfolge. Die Gesamtmenge ist auf eine absolute Zahl von 21 Mio. Bitcoins beschränkt, zur Zeit sind bereits 7 Mio. berechnet. Der Rest wird durch Netzwerk-Teilnehmer, die ihre Rechenleistung an das System anschließen, berechnet. Das geschieht, indem eine Art kryptographisches Rätsel geknackt wird. Die beteiligten Rechner überprüfen gleichzeitig anstehende Transaktionen auf Unstimmigkeiten. Das ist möglich, da die Historie aller Transaktionen in Netzwerk gespeichert ist. Der Gegenwert aller im Moment fluktuierenden Bitcoins entspricht etwa 100 Mio. US-$. Zu Beginn war ein Bitcoin nur wenige Cent wert, die Währung hat aber einen rasanten Aufstieg erlebt und lag im Juni 2011 bei etwa 30 $. Sie ist dann innerhalb weniger Tage auf die Hälfte des Werts abgestürzt und Anfang August noch einmal auf 7 $. Seitdem hat sie sich wieder leicht erholt. Es gibt einige Börsen, die sich auf den Tausch von Bitcoins und klassischen Währungen spezialisiert haben. Die Zahl der Händler, die Bitcoins akzeptieren, ist noch begrenzt. Größtenteils sind es Firmen im Umfeld von Netz-Technologie und -Dienstleistungen (im deutschen Bitcoin-Wiki gibt es eine Übersicht). 4 Risiken und Nachteile Die extremen Kursschwankungen von Bitcoins schaffen eine große Unsicherheit, vor allem wenn man echtes Geld, also Euro oder Dollar, eintauscht.

Kurs Bitcoin-Dollar, Quelle: bitcoin-charts.com Bitcoins werden aus vielen Richtungen attackiert: US-Senatoren fordern ein Verbot, die renommierte Zeitschrift The Atlantic sieht das Ende von Bitcoins kommen (allerdings mit eher schwachen Argumenten). Der deutsche Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) warnt drastisch vor der Verwendung und wählt dabei einen Ton, der an Kalte-Kriegs-Propaganda erinnert: „Auch in Zukunft werden einzelne, zersetzende Kräfte immer wieder ihr Interesse bekunden, eine eigene neue Währung losgelöst von staatlicher Kontrolle zu schaffen.“ Die zwei am häufigsten vorgetragenen Argumente contra Bitcoins lassen sich bei genauerer Betrachtung schnell relativieren: (1) Eine Währung ohne staatliche Kontroll-Möglichkeit befördert Kriminalität: Vom Segen aller Anonymisierungs-Tools im Netz können auch Bösewichter profitieren. Moralisch fragwürdige Geschäfte lassen sich somit vielleicht leichter abwickeln, da Kriminelle nicht auf PayPal oder komplizierte Konten-Konstrukte angewiesen sind. Doch auch Bargeld hat schon immer eine anonyme und kaum nachvollziehbare Bezahlung ermöglicht. Menschenhandel, Drogen- und Waffengeschäfte in größerem Stil wurden bevorzugt in Dollarscheinen abgewickelt. (2) Der Währung steht kein eigener Wert entgegen, sie ist ausschließlich auf ihre Legitimität angewiesen: Auch das ist eine eher schlichte Logik. Zwar kann man natürlich mit Gold nach einem Wertverfall immer noch schöne Schmuckstücke basteln, wie das Wirtschaftsmagazin Forbes argumentiert, das ist mit einer Abfolge von Bits nicht möglich. Doch auch Papiergeld besitzt keinerlei Eigen-Wert, außer dem, den es Kraft seiner Legitimität symbolisch trägt. Ein wirkliches Problem sind die verschiedene Sicherheitspannen, die in den letzten Wochen aufgetreten sind. Zwar ist die Bitcoins-Technologie nach einhelliger Meinung (bis jetzt) manipulationssicher, doch das gilt nicht für die beteiligten Akteure. Bei der größten Börse Mt. Gox hat ein Hacker Mitte Juni Bitcoins entwendet, die etwa 7% der weltweiten Gesamtmenge ausmachten. Die polnische Börse Bitomal.pl hat durch einen Konfigurationsfehler bei der Umstellung ihrer Server den kompletten Datensatz verloren, und damit auch die Bitcoins der Kunden. 5 Fazit Wie bei jeder anderen Währung ist der eigentliche Knackpunkt die Akzeptanz als Zahlungsmittel und die Verbreitung. Steigt diese, steigt der Wert der eigenen Bitcoins, sinkt sie, sind große Verluste möglich. Der eher mäßige Erfolg des Micro-Bezahlsystems Flattr zeigt, dass auch ein geniales Konzept scheitern kann, weil einfach zu wenige mitmachen.Während bei Flattr, genau wie beim Wettbewerber Kachingle, die Vorteile für die meisten Nutzer aber rein ideell sind, bieten Bitcoins auch Anreize jenseits des Glaubens an die gute Sache. Da wären zum Beispiel die hohen Gebühren von Finanzdienstleistern, die wegfallen, oder eine Umgehung der selektiven Sperrpolitik von PayPal. In jedem Fall trägt das Bitcoin-Projekt das Potenzial in sich, die Welt auf eine Art zu verändern, die wir jetzt noch nicht einmal abschätzen können.

August 29 2011, 9:45am

20 Jahre Linux

Eine Infografik (nach dem Click) der Linux Foundation zum 20jährigen Jubiläum. Lieben Dank an alle Linux-Entwickler, die es ermöglicht haben, dass ich nach dem Apple-Desaster namens OSX(Intel) und Microsoft mit ubuntu und debian endlich wieder eine schönes, stabiles und wirklich hilfreiches Betriebssystem nutze, das sogar meine Mutter erfreut und mir Dutzende freie Wochenenden ohne Anrücken im familiären Umfeld wegen Computerproblemen beschert hat. Wer von Euch keine Lust mehr auf teure Intel-Dosen mit altem Unix hat oder einfach nur mit kostenloser Software auf der sicheren Seite sein will, weil er oder sie mit seinem Rechner Geld verdient, versucht mal ubuntu, debian, opensuse oder eines der anderen Linux-Kinder…

August 26 2011, 10:12am

Videotipp: Gunther von Hagen – Remixed

Der Mann polarisiert. Eine Künstlergruppe hat sich seiner angenommen und seine hehren Absichten durch den Kakao…also durch die Schokolade gezogen:

August 25 2011, 12:00pm

Videotipp: Portal: No Escape

Ohen Worte. Schauen. Staunen.

August 24 2011, 12:00pm

Kein Check-In mehr bei Facebook (Places)

Heimlich still und leise hat Facebook gestern seine Check-In-Funktion namens Places in Rente geschickt. Nur 6% der Facebook-Nutzer machten Gebrauch von dem Konkurrenzdienst zu Gowalla und Foursquare. Nun kann man alternativ einfach seinen Standort zu einem Statusupdate dazu übermitteln, sozusagen Check-In in Lightversion. Der nächste Konkurrent Foursquare wird sich freuen und seine 10 Millionen Nutzer nun als großen Schatz anpreisen können. Mehr als eine halbe Million Händler arbeiten bereits mit den New Yorkern zusammen. Der Kurs steht auf Wachstum. Auch Gowalla rechnet sich nun größere Chance auf mehr Nutzer aus. Ob sie allerdings enttäuschte Facebook-User willkommen heißen können, bleibt abzuwarten.

August 24 2011, 9:20am

Schleswig-Holstein vs. Facebook

Es ist immer wieder gespenstisch: du gehst auf eine Website, deren Betreiber du nicht kennst und die du vorher noch nie besucht hast. Der Inhaber aber scheint zu wissen, wer deine Freunde sind und wem von diesen die jeweilige Website gefällt. Dass Facebook eine gefährliche Omnipräsenz im Netz entwickelt hat, ist nicht neu und kein Geheimnis.

Neu ist auch nicht, dass Staats-Vetreter Facebook öffentlich anprangern. Die Verbraucherschutz-Ministerin Ilse Aigner etwa hatte mit viel Trara angekündigt, ihr FB-Profil zu löschen und wurde dafür statt mit Dank mit Spott bedacht. Bemerkenswert hingegen ist die Pressemitteilung, die das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) verfasst hat. Erstens zeugt sie von tatsächlicher Netz-Kompetenz und der Fähigkeit, sich fundiert in ein komplexes Thema einzuarbeiten (beides ist bei Politikern und öffentlichen Stellen oft nicht der Fall). Zweitens verwundert der Ton. Es wird nicht nur genörgelt, dem Konzern der „inzwischen weltweit einen geschätzten Marktwert von über 50 Mrd. Dollar erreicht“ hat, wird offen der Krieg erklärt. Ein regionaler Staats-Beamter legt sich lautstark und kompetent mit einem US-Konzern an – das gab es zuletzt 2003, als der Münchener Oberbürgermeister verkündet hat, dass seine Stadtverwaltung von Windows auf Linux umsteigt. Im Netz wurde viel über den Tonfall diskutiert und über die eigentliche Intention der Datenschützer spekuliert. Um eine breitere Diskussion zu ermöglich, möchte ich versuchen, allgemeinverständlich die Argumentation des ULD nachzuzeichnen. Sie findet sich in einem 25-seitigen Arbeitspapier, das die Grundlage für die Pressemitteilung ist.

Die zwei Modi von Facebook Das ULD unterscheidet zwei Charaktere von Facebook: - soziales Netzwerk (definiert als „Kommunikationsplattform[en] im Online-Bereich“, diese zeichnen sich durch persönliche Nutzerprofile, nutzergenerierte Inhalte und Verbindungen zwischen Nutzern aus) - eine technische Infrastruktur zur Messung des Gebrauchs von Angeboten im Internet (an anderer Stelle „externer Dienstleister“ genannt) Drei Tracking-Optionen Weiterhin werden drei technische Verfahren zur Analyse von Nutzerverhalten unterschieden: (1) die Analyse angemeldeter Nutzer auf Facebook.com selbst (2) die Analyse von Nicht-Nutzern, dies geschieht vor allem mithilfe von Social Plugins, die externe Seitenbetreiber eingebunden haben (3) die Analyse angemeldeter Nutzer über solche Social Plugins Eine Schlüsselrolle spielen die verschiedene Cookies, die die Mitarbeiter des ULD beschreiben, wobei sie über deren Bedeutung und eigentlichen Zweck oft nur spekulieren können. So wird etwa bei jedem Aufruf von Facebook.com ein 2 Jahre gültiges Cookie gesetzt, das den Nutzer bei jeder erneuten Kommunikation mit Facebook identifizieren kann.

Social Plugins, Fan Pages und Facebook Insights Kommen wir zu den Facebook-Elementen, die den Datenschützern ein Dorn im Auge sind: Social Plugins sind mittlerweile auf der Mehrzahl der größeren Webangebote integriert. Das häufigste ist eine Box, die auf die Fanpage der jeweiligen Website verlinkt und anzeigt, welche Facebook-Freunde des Nutzers die Website gelikt haben. Fanpages ähneln auf den ersten Blick stark allgemeinen Nutzerprofilen, nur dass sich hier nicht Individuen, sondern Organisationen, Medien etc. präsentieren können. Während Privat-Profile sich bei der Nutzung von Facebook nichts zuschulden kommen lassen, haben Betreiber von Fanpages für die Datenschutz-rechtlichen Schnitzer von Facebook gerade zu stehen. Beiden Features ist gemein, dass sie über Facebook Insights detaillierte aggregierte Informationen über ihre jeweilige Nutzerbasis erhalten. Dieses Tool erstellt „pseudonymisierte“ Profile, das ist laut Telemedien-Gesetz (TMG) zulässig. Fanpage-Inhaber und Betreiber von Websites mit Social Plugins müssen ihre Nutzer aber explizit darauf aufmerksam machen. Zudem muss es für Nutzer möglich sein, dem zu widersprechen und die Datenübertragung zu verhindern. All das ist faktisch nicht praktiziert und ist in der Regel technisch gar nicht vorgesehen. An dieser Stelle müssten noch Facebook-Apps kommen, also die Drittprogramme, die über Schnittstellen automatisiert persönliche Daten von Nutzern abfragen können. Sie sind die mit Abstand problematischsten Datenfresser. In der gegenwärtigen Analyse werden sie leider noch nicht berücksichtigt. Zumindest ist sich das ULD aber dieses Defizits bewusst und macht explizit darauf aufmerksam.

Vier Typen von Beteiligten Der eigentliche Adressat des Vorstoßes ist Facebook. Trotzdem heben die Schleswig-Holsteinischen Datenschützer hervor, dass sich die Verantwortung für die Datenschutz-Defizite auf verschiedene Akteure verteilt: (1) Facebook Der „Dienstbetreiber“ hat zwar deutsche Mitarbeiter, doch die sind nur für PR und Vertrieb und nicht für die Datenverarbeitung zuständig. Es gibt keine eigenständige Niederlassung in Deutschland, so dass es kaum möglich ist, deutsche Gesetze gegen Facebook direkt anzuwenden. (2) Content Delivery Networks Dieser Dienstleister-Typus reduziert die Ladezeiten von Seiten. Eine große Zahl weltweit verteilter Server ermöglicht, dass die Distanz, die eine zu ladende Bild-Datei auf dem Weg zum Endnutzer zurücklegen muss, klein ist. Als einziges Content Delivery Network haben die Datenschützer die Firma Akamai identifiziert, die unter anderem auch für das Bundeskanzleramt Inhalte ausliefert. Ob Akamai mit deutschen oder europäischem Recht zu belangen ist, konnten die Autoren noch nicht klären. Die Firma erledigt „Auftragsdatenverarbeitung“ für Facebook und ist damit theoretisch auch rechtlich verantwortlich. Wenn sie die Aufgabe für die europäische Facebook-Tochter in Irland übernimmt, würde Akamai unter europäisches bzw. sogar unter deutsches Recht fallen. Da sich FB aber in den Datenschutz-Richtlinien das Recht sichert, persönliche Daten in die USA zu übertragen und damit unter Umständen auch dort verarbeitet, wird die Sache wieder komplizierter. (3) Webseiten-Betreiber Sowohl die Betreiber externer Seiten als auch die Inhaber von Facebook-Fanpages werden zu dieser Kategorie gezählt. Als „Diensteanbieter von Telemedien“ fallen sie unter das Telemedien-Gesetz. Damit sind sie für die von Ihnen verursache Verarbeitung von Nutzerdaten verantwortlich – auch dann, wenn sie dafür „externe Dienstleister“ in Anspruch nehmen. Wenn ein Seitenbetreiber ein Social-Plugin von Facebook einbaut, ist er damit auch für die Art verantwortlich, wie Facebook mit den jeweiligen Nutzerdaten umgeht. Ein kollektiver Akteur, der eine Fanpage betreibt, macht sich durch die Nutzung des Statistik-Tools Facebook Insights schuldig. (4) Nutzer Auch diese Kategorie ist für Datenschutz-Juristen nicht trivial: Laut TMG können Nutzer gleichzeitig Betroffene von und juristisch Verantwortliche für Datenschutz-Bedenken sein. Die Frage, ob es sich primär um private oder nicht-private Präsentation und Kommunikation handelt, ist entscheidend. So begründet sich, wieso Facebook-Profile und Facebook-Fanpages juristisch unterschiedlich behandelt werden.

Rechtsfolgen? Die Datenschützer verweisen immer wieder darauf, dass die verschiedenen aufgezählten Verstöße als Ordnungswidrigkeiten gesehen werden können. Dafür sieht das TMG eine Geldbuße von bis zu 50.000€ vor. Dies gilt für Seitenbetreiber mit Social-Plugins und Inhaber von Fanpages, die ihre Nutzer nicht über Facebook Insights aufklären. Beiläufig angesprochen wird weiterhin eine individuelle Impressums-Pflicht auf Facebook-Fanpages (!) und die verbotene Verknüpfung pseudonymisierter und personalisierter Daten durch Social-Plugins. In der breit durchs Netz gegangenen Pressemitteilung fordern die Datenschützer, dass die Betreiber in Schleswig-Holstein „umgehend die Datenweitergaben über ihre Nutzenden an Facebook in den USA einstellen, indem sie die entsprechenden Dienste deaktivieren.“ Gefordert wird also ernsthaft, Social-Plugins zu deaktivieren und Fanpages zu löschen. Als Zeitrahmen für die Umsetzung ist ein Monat vorgesehen. Was dann passiert, wird allerdings sehr vorsichtig formuliert. „Anwender in Schleswig-Holstein können nach einer Umsetzungsfrist von einem Monat im Einzelfall aufgefordert werden, die rechtswidrige Datenverarbeitung über deren Webseite einzustellen, verbunden mit dem Hinweis auf die Möglichkeiten einer Untersagung … und eines Bußgeldverfahrens.“

Fazit Es handelt sich also nicht um einen Amok-Lauf gegen die Netzgemeinde von Schleswig-Holstein, sondern um ein Säbelrasseln, das im kalifornischen Hauptsitz von Facebook gehört werden soll. Natürlich kann ein regionaler Landes-Datenschützer kann etwas gegen einen multinationalen Netz-Konzern ausrichten. Aber Deutschland ist ein wichtiger Werbemarkt, und so könnte er Facebook zumindest so lange ärgern, bis es vielleicht doch genervt einlenkt. Der juristische Ansprechpartner der Studie Moritz Karg hat in einem Interview klargemacht, dass es bei der Aktion primär um Facebook selbst geht und und nicht „um den Wald- und Wiesen-Küstenblogger [und] um kleine Unternehmen, die versuchen, auf Facebook Geschäfte zu machen.“ Diese Aussage beruhigt. Dennoch sind die bösen Briefe an Website-Betreiber in Schleswig-Holstein angekündigt. Im Moment bleiben nur Fragen: Was genau wird nach der Umsetzungsfrist geschehen? Werden sich die Datenschützer der anderen Länder dem ungleichen Kampf gegen den Giganten Facebook anschließen? Wird die Bundeskanzlerin gezwungen werden, ihre Fanpage zu löschen? Es wird spannend. Unter Umständen werden wir einen heißen Herbst erleben.

August 22 2011, 9:35am

Facebook: Musik abspielen dank Chrome Plugin!

Das +Music Plugin für den Chrome Browser macht es möglich, dass man beim Surfen auf Bandpages oder Musikblogs die Musik der Artists im Hintergrund hören kann. Das Plugin nutzt die Music Intelligence Service’s API von Swarm.fm und erkennt welche Tracks gerade abgespielt werden sollen. Auch Facebook Seiten werden in das Plugin integriert. Geht Ihr nun z.B. auf die Seite von Arcade Fire braucht ihr nur noch neben dem Bandnamen auf „Play“ drücken und schon spielt die Playlist ab, die die API übergeben hat. Auch eine Share-Funktion ist integriert!

Steuern könnt ihr die Playlist übrigens auch. Oben neben der Browserleiste findet sich nämlich nach der Installation auch ein entsprechender Button, der es ermöglicht Songs aus der Playlist zu überspringen oder gar komplett rauszuwerfen. Auch eine Suchleiste ist enthalten, mit der Ihr direkt Bands aufsuchen könnt – unabhängig vom Surfen auf entsprechenden Musiker-Seiten.

Das Plugin wurde für die Echo Nest Social Music App Challenge entwickelt. Der Wettbewerb, der verschiedene Entwickler aufgerufen hat coole Social Music Apps zu entwickeln, läuft noch bis zum 7. Sept. 2011 und lässt kreative Entwicklungen erwarten. Das +Music Plugin hat es allerdings jetzt schon geschafft sich einen Namen zu machen! Die Songs und Playlists des Plugins können auch unter Freunden auf Facebook geteilt werden, was dem Ganzen natürlich noch mehr Social Media Glanz verleiht. Durch eine Warteschleifenfunktion könnt Ihr Bands und Songs auch später hören und sie euch vormerken. Auf den ersten Blick eine tolle Sache. Kein Gesurfe mehr auf Youtube, keine Musik-Ordnersysteme mehr auf der Festplatte und vor allem keine blöden Abos von Musik-Services wie Last.fm oder ähnliches. Wieder eine coole Integration. Ob sie gelungen ist, wird man allerdings erst nach eingehender Nutzung sagen können. Irgendwelche Crashs oder Fehlfunktionen habe ich bisher aber nicht erlebt. Lediglich im Rockmelt Browser, der stark an Chrome angelehnt ist, gibt es hier und da kleine Probleme beim Abspielen. Aber zumindest ist dieser Browser, als einziger überhaupt fähig das Plugin neben Chrome zu nutzen. Einziges großes Manko, welches ich festgestellt habe – sicheres Surfen ist leider nicht mehr möglich beim abspielen der Musik. Good bye SSL und TLS Versionen! Zum Download des +Music Plugins geht es übrigens hier entlang! Und hier seht Ihr noch ein kleines Begleitvideo zum Plugin:

August 19 2011, 9:30am

Video: Cat Herders

Nach Jahren der Katzen-Abstinenz nun also cat-content:

August 18 2011, 9:35am

Infographic: The Internet on 2015

Wo werden am meisten Internet Games gespielt? Wo wird am meisten Internet TV geschaut? Wo wird am meisten Filesharing betrieben? Wer generiert am meisten Business Traffic? Antworten gibts nach dem Click!

August 17 2011, 10:00am

Facebook Browser: neues Rockmelt-Update ist da!

Nicht nur Mozilla hat ein neues Update für seinen Browser herausgegeben, auch Rockmelt hat seinen Facebook-Browser verbessert. An die 100 Bugs wurden gefunden und repariert laut dem Rockmelt Blog. Nicht für alle, aber für einige sicher interessant ist, dass Rockmelt jetzt auch mit neuen Themes arbeitet. Der Browser erinnert sehr an Google Chrome 13.

Für alle die den Rockmelt-Browser noch nicht kennen – er verbindet eure Social Media Accounts direkt in einer Sidebar. Rechts im Bild habt ihr eure Freundesliste, die nach Online- und Offline-Freunden geordnet ist. Diese Leiste übernimmt quasi euern Facebook-Chat. Links im Bild habt ihr eine Liste die euch per RSS über neue Beiträge informiert. Außerdem könnt ihr hier eure Newsfeeds z.B. auf Facebook und Twitter verfolgen. Ich selber nutze Rockmelt schon eine ganze Weile. Das ein oder andere Mal ist der Browser zwar schon gecrashed, aber Spaß macht er mir dennoch. Wer mehr Informationen haben will, den verweise ich hier auf einen älteren Artikel: “Beta Test: ein eigener Facebook-Browser muss her…”.

Außerdem gibt es auch dieses Promo-Video (ist allerdings schon ein wenig älter).

Achso eines noch: der Browser fragt die Webserver standardmäßig nach SSL- und TLS-Versionen ab. Ein sicheres Surfen ist somit auch ohne Plugins möglich. Rockmelt wird sich in den kommenden Tagen von alleine updaten. Für alle die es aber nicht abwarten können steht der Browser hier zum Download bereit.

August 16 2011, 9:45am

Google+ und die neue Suche

Jetzt ist es also soweit: Google+ landet in der Suchfunktion von Google, zumindest wenn man bei Google angemeldet ist. Denn dann erscheint in der social search Funktion des Werberiesen unter den angezeigten Links, ob und wer diesen Artikel schon einmal öffentlich bei Google+ mit anderen geteilt hat – zumindest wenn derjenige in den eigenen Circles einsortiert ist. Soweit, so gut. Aber Google will mit der Integration von Sozialen Netzwerken und seiner Suche noch weiter gehen: Quora, flickr und sogar wieder twitter sollen in social search integriert werden. Das erinnert an das selige Google Buzz…und auch twitter war ja schon mal an Bord. Mal sehen, ob social search ein Feature wird, dass wirklichen Mehrwert liefert. Zumindest kann man dann Eli Parisers “Filter Bubble” live beobachten, wenn unter zwei von drei Links bekannte Gesichter und Namen auftauchen. Mehr hier.

August 15 2011, 10:34am

Infographic: Twitter vs. Facebook (Follower oder Fans?)

Diese Infografik zeigt auf wo es für Marken am nützlichsten ist sich zu engagieren und zu präsentieren. Diese Infografik ist von buysellads.com herausgegeben wurden und hat ein paar demografische Daten der User gegenüber gestellt. Doch seht selbst!

August 15 2011, 9:37am

Google: Panda geht in die 2. Runde!

Googles Suchmaschinen-Algorhitmus Panda, der vor ungefähr einem halben Jahr in den USA startete und vor kurzem auch für Deutschland angekündigt wurde, wird nun auf weitere Sprachen ausgeweitet. Bis auf japanische, chinesische und koreanische Suchanfragen werden nun alle anderen Sprachen mit Panda ausgewertet. Deutsche Webmaster zittern schon!

Der Nutzen geht dahin, dass Seiten mit qualitativ minderwertigen Inhalten herabgestuft und Seiten mit hoher Qualität entsprechend höher in den Suchergebnissen gelistet werden. Was heißt höhere Qualität? Nun ja, das heißt Seiten mit tiefergehender Berichterstattung werden höher gerankt. Auswirken wird sich das laut Google auf ungefähr 6 – 9 % der meisten Suchanfragen. Google möchte damit gegen Contentfarmen wie Demand Media vorgehen, die im Netz minderwertig produzierten Content live stellen um Suchergebnisse auf Ihre Seiten zu lenken. Eigentlich eine gute Sache. Doch leider verursacht dieses Update auch einige Kolleteralschäden bei nicht wenigen Websiten. Einige Webmaster klagten über tiefe Einbrüche an Traffic, da Ihre bisherigen SEO-Bemühungen binnen weniger Tage ins Leere führten. Bis zu 90 Prozent sollen bestimmte Websiten an Sichbarkeit verloren haben. Eine Hilfestellung für betroffene Websites bietet diese Fragen-und-Antworten-Liste von Google.

August 12 2011, 4:31pm

Facebook: Neues Update für den verkorksten Chat!

Nach eingehender Kritik des neuen Facebook-Chats, der die Freunde nicht mehr nach dem Online- und Offline-Status sortiert, hat Facebook sich für eine weiteres Update entschieden. Das System “Freunde mit der meisten Interaktion” bleibt zwar an oberster Stelle vorerst bestehen, allerdings kann man nun beim Runterscrollen auch wieder das ältere System finden und alle Freunde, die Online sind, sehen…

Das System wird sicher erst nach und nach bei allen aktiv werden. In allgemeiner Facebook-Manier werden die Änderungen erst bei einem kleinen Teil getestet, nämlich bei einer Anzahl unter 5 Millionen Personen. Im Anschluss wird dann Stück für Stück nachgerüstet. Wer jetzt ganz ungeduldig ist und das Update haben möchte, muss sich gegebenenfalls ein wenig gedulden. Der neue Facebook-Chat hatte für negatives Aufsehen gesorgt. Ich berichtete bereits auch über mögliche Alternativen in dem Beitrag: Facebook: zurück zum alten Facebook-Chat!. Für die Leute, die sich für die Lösung der Installation des Sidebar Chat Reversion Script entschieden haben, ist es nun womöglich nötig, dieses wieder zu deinstallieren um das Update von Facebook sauber nutzen zukönnen. Übrigens ein schönes Beispiel wie es laufen kann, wenn man sich als User geschlossen für etwas einsetzt! Man kann nämlich doch was bewegen. Auch bei Facebook!

August 12 2011, 10:05am

SocialMedia Map

Welches Tool kann man wofür benutzen? 1001 Tool sind in der Welt von SocialMedia schon ein(?) Grund, die Übersicht zu verlieren, die bekanntesten Werkzeuge hat overdrive kategorisiert und facebookbiz.de hat diese karte ausgegraben. Hier kann man sie herunterladen als PDF.

August 12 2011, 10:00am

Wikipedia in The Daily Show

Jimmy Wales, Gründer von Wikipedia bei John Stewarts Daily Show:

The Daily ShowGet More: Daily Show Full Episodes,Political Humor & Satire Blog,The Daily Show on Facebook

August 12 2011, 9:45am

Google+ Games wurde gestartet, na super!

Gestern Abend startet Google+ die bereits erahnte Google+ Games Plattform. Diese soll zwar leichter zu ignorieren sein als bei Facebook, dennoch scheint zumindest für mich klar, dass Google+ nicht umhin kommt, sich auch für gewisse Partnerschaften zu öffnen. Vielleicht auch bald für Werbung?

Kurz nachdem Google+ startete, gab es im Code schon die ersten Hinweise auf eine mögliche Integration einer Spieleplattform. Hinzu kam, dass auf der Google Seite auch noch nach einem Games-Manager gesucht wurde und spätestens nach der Vorstellung von In-App Payments war es eigentlich überdeutlich das Google+ seine Spiele-Plattform öffnen wird. In-App Payment ermöglicht nämlich erst die Bezahlung innerhalb von Web Apps und ist eine Entwicklung, die notwenidg ist für die Monetarisierung einer Spiele-Plattform innerhalb eines sozialen Netzwerks. Nachdem sich also die Tatsachen häuften und Mutmaßungen von Erkenntnissen abgelöst wurden, ging es gestern Abend in die heiße Phase. Nutzer werden womöglich im Stream erst Stück für Stück den Button “Games” sehen. Genau wie bei Facebook auch wird man auf die Spiele per Einladung und per Benachrichtigung, dass Freunde ein Spiel spielen, aufmerksam gemacht werden. Zwei strategische Vorteile für Google werden die geringeren Anteile an den Einnahmen von den Spielebetreibern sein und das Angebot, die Spiele auf dem eigenen Server zu hosten. Dadurch werden die Spiele sicherlich um einiges schneller laufen. Für Entwickler wie Rovio also ein besserer Geschäftspartner als Facebook? Zumindest gut genug um das erfolgreichste Social Game überhaupt – Angry Birds – direkt mal auf G+ anzubieten. Ein erstes Video zum Update gab es auch direkt zu bestaunen.

August 12 2011, 9:25am

Twitter-Klons: Heello und Subjot

Still ist es geworden um Twitter. Jeden Tag liest man auf Google+, dass der eine oder andere zugunsten von Googles neuem Spielzeug bei Twitter oder Facebook die Türen zusperrt. Eigentlich ist das keine gute Zeit für Twitter-Klons. Aber da diese seit einiger Zeit in der Entwicklung sind, konnten die Gründer ja nicht ahnen, dass Google so schnell so viel Nutzer anzieht. Mit Heello und Subjot sind diese Woche zwei Dienste gestartet, die noch vor 6 Wochen Furore gemacht hätte, zumindest Subjot, denn das ist wirklich ganz sinnvoll ausgestattet.

TwitPic-Gründer Noah Everett hat nun nichts mehr zu lache, seit Twitter seinen Foto-Dienst quasi mit eigener Direct-Upload-Funktion vereinnahmte. Aber auch mit seinem Konkurrenzprodukt zu Twitter namens Heello hat er nichts Neues erfunden: seine tweets heißen ping und man kann direct messages mit ganzen Gruppen teilen, dass sind aktuell die Alleinstellungsmerkmale. Subjot ist grundsätzlich auch mit Twitter vergleichbar. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, seine tweets (subjots) mit Etiketten zu versehen (tags), sodass man dann bestimmten Leuten folgen kann in bezug auf ihre Themen. Das macht für mich deutlich mehr Sinn. Es wäre – ohne Google+ – sicher heute der Burner, denn es sieht schick aus ist performant (zumindest bisher). Im Grunde wünscht man genau diese Funktionen für Google+ (das differenzierte Folgen nach Themen). Subjot ist daher wirklich zuende gedacht. Aber es ist eben noch recht leer in beiden Diensten, der Robert Scoble Effekt hat noch nicht eingesetzt. Schaut es Euch an, bei Heello ist seit gestern schon etwas mehr los, bei subjot überzeugt die Idee. Aber beides sind “nur” Twitter-Klone. Mal sehen, ob und wie sie erweitert werden.
Ob Twitter durch seine andere neue Funktion Show me more mehr Nutzer halten kann, wer weiß? Analysetools für Twitter gibt es wie Sand am mehr. Aber vielleicht ist es ja Teil des Twitter-Ökosystems, nach und nach alle erfolgreichen Funktionen, die Dritte geliefert hatten selbst anzubieten. Apple ist ja auf diesem Ohr auch besonders hellhörig, wenn man den AppStore beobachtet. Es scheint, dass das Thema Ökosystem rund um Software-Plattformen seine Kinder auffrisst. Das kann für Startups und Neugründer nur heißen, ganz neue Züge auf ganz neue Gleise zu setzen…

August 11 2011, 9:41am

Twitter: Jetzt auch Fotosharing möglich!

Beim Microblog Twitter war es bisher nur für einen kleinen Teil der Nutzer möglich Bilder zu teilen, nämlich denen die externe Dienste hinzugezogen haben. Eine Neuerung in der Tweetbox ändert das nun. In der unteren Ecke der Tweetbox findet Ihr jetzt zwei Symbole, eine kleine Kamera für den Upload und einen Kompass für die Auswahl des Standortes. Als Host dient das Photosharing-Portal Photobucket, welches sich hier scheinbar einer tollen Koorp. mächtig gemacht hat und bereits seit dem 12. Juli diesen Jahres besiegelt ist.

Jeder Upload darf nicht mehr als 3 MB groß sein, was völlig im Bereich des Nötigen ist und jeder Tweet kann auch nur einen Upload anzeigen. In der Timeline wird das Bild nur als pic.twitter.com-Link ausgegeben und man muss die Nachricht direkt anklicken um es anzuschauen. Durch einen weiteren Klick auf das verkleinerte Bild wird es dann vergrößert. Eine genaue Anleitung zum Upload habe ich im Twitter Help Center für euch gefunden. Ansonsten hilft sicher auch dieses Video:

Viel Spaß beim Twittern!

August 11 2011, 9:30am

Infographic: Beitragsanalyse deutscher FB-Seiten

Diese Infografik von Social Bench zeigt auf wie das Userverhalten der Fans auf deutschen Facebook-Seiten ist. Sie zeigt auf wann die User am aktivsten sind, sowohl die Tageszeiten als auch die Wochentage finden hier Bedeutung. Social Bench ist ein Unternehmen, dass Firmen hilft ihre Social Media Strategien zu entwickeln und zu optimieren. Die Daten die im Juli 2011 erfasst wurden, finde ich recht nützlich – doch seht selbst!

August 9 2011, 10:00am

Interview mit facebookbiz.de

Apps verbinden Facebook mit der großen kommerziellen Online-Welt außerhalb des sozialen Netzwerks. Als Nutzer begegnet man ihnen meistens, weil auf der Pinnwand eines Freundes eine seltsame, halb-automatisierte Statusmeldung erscheint. Dann ärgert man sich entweder über die Verschmutzung des eigenen Streams oder freut sich über die tolle Anwendung, die man dank eines Freundes entdeckt hat. Für Firmen haben Apps das unglaubliche Potenzial, über virales Marketing kostenlos an viele Nutzer zu kommen. Ein Gespräch mit Jan Firsching, Redakteur des Blogs Facebookbiz*, über Erfolgsfaktoren von Apps und über das Verhältnis von Viralität und Spamicity.

Welche Ziele verfolgen Firmen, wenn sie für ihre schon existierenden Online-Dienste Facebook-Apps bauen? Sie wollen die Reichweite von Facebook nutzen, um neue Nutzer für ihre Plattform zu bekommen. Mit der Facebook-Connect-Verknüpfung kann man es dem Nutzer leichter machen, sich anzumelden. Und es gibt eine automatische Verbindung zu Facebook, die sehr praktisch ist. Wenn ein Nutzer etwas macht, kannst du es als Entwickler automatisch veröffentlichen lassen. Dann sehen es die Freunde des Nutzers, klicken drauf und melden sich eventuell bei dir an. Was macht eine App erfolgreich? Viele Apps schöpfen die Möglichkeit nicht richtig aus. Zum Beispiel gibt es einen kleinen Counter auf der linken Spalte, eine Benachrichtigung für Applikationen, die relativ wenig Apps wirklich nutzen. Wenn etwas in der Anwendung oder dem Social Game passiert oder ein Freund eine Anfrage sendet, steht dann dort “Cityville 1, 2, 3, 4, 5.“ etc. Du wirst als Nutzer darauf aufmerksam gemacht und klickst eventuell noch einmal auf die Anwendung. Das ist ein Kanal, der, richtig eingesetzt, neben einem Post auf der Pinnwand des Nutzers für weitere Aufmerksamkeit sorgt. Das zweite Problem ist, dass die Posts teilweise sehr langweilig sind. Weil sie ein 55-Jähriger in der PR-Abteilung schreiben muss, der jetzt plötzlich auch Social Media machen muss … Ja. Ganz schlimm ist es zum Beispiel bei Coupon-Geschichten. Kein Mensch postet doch freiwillig, dass er gerade einen 10%-Gutschein von Firma X eingelöst hat. Wenn du den Post cool schreibst und versuchst, Interesse zu wecken, kriegst du natürlich auch neue Nutzer für die App. Das ist das, was Zynga mit seiner App Farmville perfektioniert hat. Die Posts gehen zwar Tausenden Leuten auf die Nerven, aber wenn du es intensiv spielst und Freunde von dir auch, denkst du: “Worh, der hat schon wieder was tolles gemacht. Ich müsste auch mal wieder Farmville spielen.” Wie ist das Thema Apps bei deutschen Facebook-Nutzern angekommen? Deutsche Nutzer sind sehr kritisch. Wenn bei den Berechtigungen zur Nutzung von Daten zwei, drei Sachen dabei sind, fragen sich schon viele: „Warum fragt ihr meine Daten ab? Was wollt ihr mit den Informationen über meine Freunde?“ Was können Entwickler da tun? Das Problem ist, dass meistens nicht richtig erklärt wird, was die jeweilige App macht und wieso sie die Daten benötigt. Das lässt sich viel optimieren. Und was ich ganz schlimm finde, ist, wenn gleich zehn Permissions abgefragt werden, obwohl die Anwendung die am Anfang überhaupt nicht braucht. Ich würde das Schritt-für-Schritt machen und zuerst nur Basisdaten abfragen, um den Nutzer nicht gleich abzuschrecken. „Virales Marketing“ ist das große Ziel vieler Apps. Wie funktioniert Viralität auf Facebook? Facebook spricht selten von “viral”, sondern meistens von “sozial”. Wenn die App sozial ist, dann verbreitet sie sich auch. Sozial wird sie, indem du die Freunde der Nutzer einbeziehst. Wie regen Firmen dieses virale oder soziale Marketing gezielt an? Wenn du auf einer App mit deinen Freunden etwas machen kannst und dir das dann am Ende auch noch irgendeinen Nutzen bringt, postest du es eher. Über die Posts kommt die App Aufmerksamkeit und so weiter. Das ist der virale Kreislauf. Und: wenn es um Virales geht, funktioniert Lustiges sehr gut. Ernste Geschichten oder Produkt-Sachen werden selten viral. Wenn man sich mit Facebook-Apps beschäftigt, fällt auf, dass die erfolgreichsten Apps gleichzeitig oft sehr spammy sind. Wie hängen Viralität und Spamicity zusammen? Ganz einfach: um so mehr Posts du auf der Wall eines Nutzers platzierst, um so mehr Freunde sehen das und um so mehr Nutzer bekommst du auch. Viele erfolgreiche Apps scheinen bewusst auf Spam-Methoden zu setzen. Manche Anwendungen versuchen von ihren Nutzer mit allen möglichen Tricks die Erlaubnis zu bekommen, dass eine Mitteilung auf der Pinnwand des Nutzers oder von dessen Freunden gepostet werden darf. Du erweckst so natürlich Aufmerksamkeit für deine Anwendung und bekommst schnell Reichweite. Aber das ist ein gefährliches Spiel. Wenn Facebook auf dich aufmerksam wird, können die dich sehr schnell killen. In den Statistiken der Apps gibt es ein Diagramm, das die ausgelösten Posts mit der Zahl der Spam-Meldungen vergleicht. Und es ist eine rote Linie eingezeichnet. Sobald die überschritten wird, ist deine App gesperrt. Allerdings kannst du dir, wenn du groß bist und viele Nutzer hast, natürlich auch mehr Spam-Markierungen erlauben. Das sollte aber natürlich nicht das Ziel eines Unternehmens sein. Wo würdest du die Grenze zwischen Spam und der legitimen Förderung von Viralität ziehen? Automatisierte Posts sind immer problematisch. Ich find es besser, wenn ein Dialog kommt, nach dem Motto: “Du hast das gemacht. Willst du es veröffentlichen?”. Im Idealfall folgt die Aufforderung, noch eine persönliche Bemerkung dazu zu schreiben. Das kommt dann auch besser an als automatische Posts. Was würdest du Entwicklern von Facebook-Apps noch mit auf den Weg geben? Wenn ich eine Anwendung konzipiere, würde ich mir von Anfang an Gedanken machen, wie ich die Freunde der Nutzer mit einbeziehen kann. Es sollte keine Solo-App werden, bei der ein Nutzer für sich alleine irgend etwas macht. Sie sollte sollte Spaß machen. Und statt auf kurzfristige Effekte wie bei Gewinnspielen zu setzten, sollte der Nutzer einen Sinn darin sehen können, die App auch längerfristig zu nutzen.

  • Facebookbiz gehört zur Agentur Berliner Brandung, die Beratung und andere Dienstleistungen zu Social Media anbietet und unter anderem Facebook-Apps konzipiert.

August 9 2011, 9:45am

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