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Wir sind alle Kriminelle – unser groteskes Urheberrecht

Ja, schon wieder einer dieser Artikel über das Urheberrecht. Lesern, Hörern und Zuschauern geht es so langsam ein wenig auf die Nerven. Urheberrecht hier, Umsonstkultur da und mitten drinnen äußern sich immer wieder Personen, deren Objektivität man nun wirklich nicht mehr einschätzen kann. Tatsächlich ist die Debatte um das Urheberrecht schon lange keine Debatte mehr, sondern verkommt allmählich immer mehr zur Schlammschlacht. „Das ist billige Propaganda“ erklärte uns Gunnar Sohn zum Beispiel vor einigen Tagen, als er sich zur Handelsblatt-Depesche „Mein Kopf gehört mir!“ geäußert hat, die sich gegen die sogenannte Umsonstkultur richten sollte. Kein Tag vergeht, an dem man nicht irgendeinen „Spezialisten“ dazu reden hört. Angefangen mit Sven Regner, der sich fühlt als würde man ihm „ins Gesicht pinkeln“, über eine GEZ-geneigte Kolonne von Tatort-Autoren, die sich durch die „Lebenslügen“ im Internet bedroht fühlen, bis hin zu solch „Experten“ wie Hans-Peter Friedrich, Jette Joop und Philipp Rösler, die sich in der oben genannten Kampagne als „kreative Köpfe“ ihrer Interessen beraubt sehen. Der neueste Clou kam aber von DJ und Labelboss Paul van Dyk. Dieser äußerte sich im Tagesspiegel-Interview zu ACTA und der Piratenpartei kritisch:

Zu ACTA:

„Es geht dabei nur ganz am Rande darum, ob einer einen Hollywood-Film oder ein Musikstück runterlädt. Worum es geht, ist Kriminalität, um Datenklau.“

Zu den Piraten:

„Die Grünen haben zwar auch als wilder Haufen angefangen, aber die wollten wirklich was, nämlich Umweltschutz. Aber zum Internet gibt es in den etablierten Parteien längst große Arbeitsgruppen. Deshalb glaube ich, wir brauchen die Piraten nicht.“

Im Gegensatz dazu liest man kritische Stimmen wie die Markus Beckedahls häufig in Bezug auf ACTA, dem Fundament, des von der Contentlobby gewünschten Urheberrechts, sagen:

“Acta könnte zu größerer Überwachung der Nutzer führen” (ZEIT Online).

Oder:

“ACTA ist ein intransparentes, schädliches und undemokratisch verhandeltes Abkommen auf internationaler Ebene, was das bestehende Urheberrecht zementieren wird.” (NDR/zapp).

Wem soll man denn da noch glauben? Und vor allem, was geht mich das an denken sicherlich viele. Wie unser derzeitiges Urheberrecht gestrickt ist, geht nicht nur Künstler und Produzenten etwas an. So wurde vor einigen Stunden zum Beispiel bekannt, dass es eine erste Abmahnung für ein gepostetes Lichtbild an eine Facebook-Pinnwand durch Dritte gegeben habe. Man schätzte vorab schon, dass die durchschnittliche Pinnwand eines 16-Jährgen einen Abmahnwert von 10.000 Euro habe. Wenn man sich dann noch vorstellt, dass die überragende Mehrheit der deutschen Jugendlichen auf Facebook ist und ohne Bedenken jederzeit in solch eine Abmahnfalle treten kann, dann sollten den Menschen klar sein, wie schlecht das Urheberrecht derzeit nicht nur Urheber, sondern auch Konsumenten schützt. Wir erinnern uns, ACTA fundamentiert das derzeitige Urheberrecht. Wollen wir das? Wer dem Geschwafel einiger Experten nicht mehr glauben mag bzw. der Schlammschlacht leid ist, der möge sich doch fortan einfach fragen, wie es denn im eigenen Lebensmodell aussieht. Wie das Gesetz das eigene Leben beeinflusst und was es mit einem macht. Das groteske Urheberrecht macht uns zu Kriminellen. Manchmal sogar dann, wenn wir gar nicht direkt am „Verbrechen“ beteiligt sind, sondern uns nur in der Nähe des Tatortes befinden, wie man am obigen Beispiel sehen kann.

Image by poweron (Some rights reserved)

April 10 2012, 5:18pm

#Shitter – Tweets auf Toilettenpapier gedruckt

Hier einmal wieder etwas aus der Kategorie “Dinge, die die Welt (nicht) braucht”. Falls Ihr noch nicht wisst, was Ihr euren Lieben zu Ostern schenken wollt. Shitter wäre eine humorvolle Alternative. Zumindest für Twitter-Fans. (Gefunden auf Nerdcore)

April 5 2012, 2:54pm

Video: Twitter in den 80igern und Facebook in den 90igern

Wenn es etwas gibt was meine Eltern nicht verstehen (wollen) dann wohl Facebook und noch viel weniger Twitter. Der Hype ist einfach an ihnen vorbei gegangen. Wie es ausgesehen hätte, wenn Zuckerbergs Imperium und der Microblog Twitter schon in den 80igern sowie in den 90igern existiert hätte seht ihr hier: Twitter in den 80igern

Facebook in den 90igern

April 3 2012, 9:10pm

Google+ die Zukunft des Social Media oder nur eine Eintagsfliege?

Viel wurde über das Potenzial von Google+ spekuliert. Der sogenannte „Facebook Killer“ sollte die Marktherrschaft von Mark Zuckerbergs Datenkrake beenden. Doch was ist aus dem Social Network geworden, welches damit wirbt, Datenschutz groß zu schreiben? Florian Franck gibt einen Einblick in die Geschichte von Google+ sowie in die momentane Situation und die Perspektiven.

Die Geschichte von Google und Google+ Die Suchmaschine startete 1996 unter dem Namen „BackRub“ und wurde 1998 in das uns heute bekannte Google getauft. Seitdem hat sich die Oberfläche der Suchmaschine nur geringfügig geändert. Grund dazu gab es auch nie. Die Suchmaschine ist seit ihrer Gründung einfach und intuitiv bedienbar. Spricht man heute von einer Suche im WWW nutzt man den Begriff „googeln“ er ist zum Synonym einer ganzen Generation geworden. 2011 besaß Google einen Marktanteil von 89,1%, welches die Dominanz des Unternehmens noch einmal unterstreicht.

Google+ ging am 28. Juni 2011 ans Netz. Damals erreichte man das soziale Netzwerk nur über eine Einladung von Nutzern, die bereits auf Google+ aktiv waren. Seit dem 20. September 2011 war es allen Nutzern möglich, dem Netzwerk beizutreten. Innerhalb von 88 Tagen registrierten sich mehr als 40 Millionen Menschen. Zum Vergleich: Facebook erreichte diese Zahl erst nach 1325 Tagen. Google hat in der Vergangenheit aus den Fehlern gelernt, die gemacht wurden. Als Beispiel sind hier vor allem Wave & Buzz zu nennen, welche von der Benutzerfreundlichkeit alles andere als verständlich waren. Das Nutzerverhalten, welches von Google über Jahre gesammelt wurde, floss in die Entwicklung von Google+ mit ein. Herausgekommen ist ein schlichtes und einfach zu verstehendes Layout, welches dem von Facebook sehr nahe kommt. Zugleich wird dem User aber auch eine größere Privatsphäre eingeräumt. Dies gelang Google+ mit den sogenannten „Circles“ (Kreisen) in denen man verschiedene Personen hinzufügen konnte. Somit ist es dem User selbst überlassen, welche Inhalte bestimmte Personenkreise sehen dürfen und welche nicht. Das Potenzial, welches hinter Google+ steht ist enorm. So hat der Nutzer zugriff auf Mails via GoogleMail, Videos von YouTube und kann seine Fotos über Picasa veröffentlichen. Dagegen wirkt Facebook fast so featurelos wie Twitter. Anfang März 2012 kam nun auch noch der neue Android Dienst von Google – GooglePlay – auf den Markt. Momentane Situation auf Google+ Die Momentane Lage von Google+ trübt das im Vorfeld so gelobte Soziale Netzwerk dennoch. Einer akutellen Analyse von comScore nach sind User auf Google+ lediglich drei Minuten pro Monat aktiv. Auch hier zeigt der Vergleich mit Facebook das Desinteresse der User auf. Durchschnittlich verbringt ein User 405 Minuten im Monat auf Facebook. Selbst das mittlerweile angestaubte MySpace hat mit 8 Minuten eine höhere Auslastung. Die Frage lautet hierbei wie aussagekräftig diese Zahlen wirklich sind. MySpace konnte durch die Integration seines Musikplayers auf Facebook wieder einige alter User und Bands reanimieren. Konkurrenz erhält MySpace allerdings von dem kürzliche gestarteten Streaming Anbieter Spotify. Die Statistiken beziehen sich allerdings auf reine Desktop Anwendungen, da es für comScore bisher keine Möglichkeit gibt, Mobile Devices zu tracken. Ein weiterer Aspekt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte ist die Tatsache, dass Google+ mit knapp 6 Monaten noch ein relativ junges Netzwerk ist. Somit bleibt der Blick in die Zukunft von Google+ spannend. Zukunft von Google+ 8 Monate bzw. 6 Monate nach dem offiziellen Start von Google+ ist die Meinung über das soziale Netzwerk gespalten. Das WSJ zitierte dazu, leider ohne Quellenangabe, Brain Solis mit den Worten: „Niemand will ein weiteres Netzwerk, im Moment“. Denn wer bereits auf Facebook aktiv ist, wird nicht zu Google+ wechseln, da sich beide Netzwerke vom Layout kaum unterscheiden. Durch das große Netzwerk und die damit verbundenen Applikationen hat Google+ das Potenzial, Facebook in einiger Zeit abzulösen. Viele Facebook User sind mit der Politik und den Veränderungen auf Facebook unzufrieden. Bisher fehlt ihnen jedoch der Anreiz, das Portal zu verlassen und sich nach Alternativen umzuschauen. Eine weitere wichtige Neuerung verbirgt sich hinter dem Begriff „Search+ your World“ bei dem die Google+ Ergebnisse und Posts in der Suche von Google prominenter eingebunden werden sollen. Die Zukunftschancen für Google+ stehen zwar nicht unter einem funkelnden Stern, dennoch sind die kommenden Neuerungen eine Chance für Google Facebook vom Thron zu stoßen oder ihm zumindest Konkurrenz zu machen.

April 3 2012, 8:30am

Viral-Charts im März 2012

Die Viral-Charts für den März 2012 stehen wieder an und was wir zum Auftakt präsentiert bekommen ist schon mal absolut sehenswert. Viele bunte und humorvolle Clips wurden fleißig geshared, doch der Tabellenführer ist ein kleiner, großer Star geworden. Nämlich William Stokkebroe, der uns zeigt wie man einen vernünftigen Jive tanzt. Was sonst noch so zum heißen Stuff gehört, wer sich zu den Neueinsteigern zählen darf und wer seinen Tabellenplatz einfach nicht räumen möchte, erfahrt hier in den Viral-Charts für den März 2012. Viel Spaß!

  1. 2years old dancing the jive Teaser

Dieser kleine Wonnepropen zeigt was er kann. Nachdem seine Eltern Kristina und Peter Stekkebroe im Studio43 ihren Auftritt hinlegten, fühlte sich William scheinbar herausgefordert und wollte zeigen wie man einen Jive richtig tanzt. Klar das dieser Spot zum Renner wurde. Über 8 Millionen Views bekam der Spot seit seinem Release vor zwei Wochen. Gratulation! 1,113,761 shares für die Nummer Eins.

Mehr nach dem Klick.

  1. The Road We’ve Travelled

Der Academy-Award-Gewinner Davis Guggenheim hat einen 16-minütigen PR-Spot für Präsident Obama gedreht. Er interviewt u.a. einige einflussreiche Politiker wie Bill Clinton oder den Vizepräsident Joe Biden, die Obamas Regierung mit einigen illustren Worten den Rückhalt bieten soll, die der Präsident nun im Wahlkampf sicherlich braucht. Ob das reichen wird, um wieder gewählt zu werden? Man wird es sehen, spätestens am 06. November 2012. 271,645 shares für die Nummer Zwei.

  1. Invisible Mercedes

Anstatt das neue Brennstoffzellenauto von Mercedes auf einer Konferenz oder einer Messe vor tausenden von Leuten zu präsentieren, entschied sich Mercedes es als “unsichtbares” Concept Car durch Hamburgs Straßen zu schicken. Was dabei rauskam seht Ihr hier./>226,584 shares für die Nummer Drei.

  1. L’Odyssée de Cartier

Cartier hat mal richtig tief in die Tasche gegriffen und einen Hochglanz-Spot entwickelt, der nach eigenen Angabe, eine Reise zwischen Traum und Realität darstellen soll. Was sich dahinter verbirgt erfahrt Ihr hier: 169,155 shares für die Nummer Vier.

  1. DollarShaveClub.com – Our Blades Are F***ing Great

Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht. Vermutet man zumeist. Hier ist eines dieser Beispiele. Habt Ihr schon mal über eine Rasierklingen-Flaterate nachgedacht? Sicher nicht. Es gibt denDollarShaveClub, der dir jeden Monat frische Rasierklingen frei Haus liefert. Hier ist das Werbevideo dazu. 151,125 shares für die Nummer Fünf.

  1. Round up your mates for a GUINNESS on St Patrick’s Day

Auch ein super Spot! Wie holt man sich eine Bande Trinkwütiger zum St. Patrick’s Day in die Kneipe? Grundsätzlich braucht man nur einen Hütehund, der die potenziellen Kunden, ähnlich wie Schafe, zusammenhält und ins gemachte Nest manövriert. So einfach ist das: 145,491 shares shares für die Nummer Sechs.

  1. Vytautas Mineral Water! It’s Earth’s Juice!

WOW.. das ist mit ABSTAND, der abgefahrenste Spot, den ich je gesehen habe! Frontal, aggressiv und polarisierend. Innerhalb zwei Wochen, wurde er fast 1.500.000 mal angesehen. Wie findet Ihr dieses Stück Bewegtbild? 113,138 shares für die Nummer Sieben.

  1. “DoYaThing” Official Video – Gorillaz featuring Andre 3000 and James Murphy

Checkt den neuen Spot aus von Converse, der außerdem letzten Monat unseren Platz Sechs einnahm. Der 5-minütige Werbeclip indem die Gorillaz, Andre 3000 und James Murphy ein Stell-dich-ein gegeben haben, hält sich hartnäckig in den Charts. Für mehr Informationen und die Möglichkeit den Track herunterzuladen, könnt Ihr hier klicken. 101,020 shares für die Nummer Acht.

  1. Angry Birds Space: NASA announcement

Die wütenden Vögel sind mal wieder unterwegs. Und zwar im Weltall. Da liegt es doch nahe, dass die die NASA ein wenig die Werbetrommel für das Game rührt. Don Pettit zeigt uns einmal wie die Vögel in der Schwerelosigkeit agieren. 66,304 shares für die Nummer Neun.

  1. Introducing the MARSHALL FRIDGE

Alles was ein Rockstar braucht ist Musik, womöglich eine gutgebaute Blondine und genug Alkohol um die Tour zu überstehen. Für letzteres hat Marshall jetzt einen Kühlschrank entwickelt, der in Box-Form daherkommt und sicherlich die Rock’n’Roll-Fangemeinde das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Hier seht Ihr den Introducing Spot. 53,782 shares für die Nummer Zehn.

Quelle: Mashable Global Ads Charts

April 2 2012, 1:28pm

EnemyGraph auf Facebook – Feind statt Freund

Wie heißt es doch so schön? Sei deinen Freunden nah, und deinen Feinden noch näher. So oder so ähnlich lautet das Sprichwort, welches sich das Entwickler-Team von EnemyGraph auf die Fahnen geschrieben hat. Enemy Graph ist eine Anwendung, die es erlaubt unsägliche Personen und Seiten, oder mal etwas drastischer ausgedrückt – seine Feine – in eine Liste zu packen und dient dabei als nette Abwechslung zur eingestaubten Like-Button-Kultur auf Facebook.

Dislike-Button war gestern… Den Ruf nach einem Dislike-Button, der immer mal wieder auftaucht, ist dabei allzu nachvollziehbar. Zu gerne würde man auch mal per Klick mitteilen wollen, wenn etwas als unnütz oder schlecht empfunden wird, ohne dabei gleich ein Statement zu verfassen. Was wir von YouTube schon kennen, wird auf Facebook mit Absicht außen vorgelassen, da die Like-Mentalität nur positive Assoziationen zulassen soll. Willkommen in der Konsumwerbewelt! Nehmen wir doch die Seite von Big Brother auf Facebook. Satte 2.3 Mio Fans hat der große Bruder. Die Annahme, dass diese Sendung unterhaltend, ja vielleicht sogar „wertvoll“ ist, liegt nicht fern. Natürlich wissen wir es besser. Doch sicherlich genauso interessant wäre es einmal zu wissen, wie viele Personen das RTL II-Flagschiff nominal nicht mögen. Ja, die Show gar als „Feind“ betrachten. Eine adäquate Lösung hierfür gab es bisher nicht. Doch nun kommt der EnemyGraph ins Spiel. Wer sich die Anwendung in sein Facebook-Profil installiert, hat dort die Möglichkeit seinen Feind in eine Übersicht hinein zu adden. Dort bekommt man dann direkt einen Einblick, wer diese Meinung ebenfalls teilt. Am Beispiel Big Brother ist die Anzahl bis jetzt zwar enttäuschend – nur 12 Personen – aber der Graph ist auch relativ neu und besitzt derzeit erst 10.000 Nutzer, die überwiegend in den Staaten beheimatet sind.

Alles nur ein Gag…? Sicherlich sagt der ein oder andere jetzt, dass die Anwendung mindestens genauso unnütz ist wie Big Brother, doch man beachte die Möglichkeiten. Wird demnächst über einen Hype berichtet und mit explodierenden Fanzahlen auf Facebook argumentiert, könnte man als kritischer Konsument hierzu einfach mal als Paradebeispiel fungieren und zusammen mit seinen Brüdern im Geiste das Gegenargument fundamentieren. Hypes wie KONY2012, dessen Erfolg einzig und allein an den Facebook-Zahlen gemessen wurde, könnten sofort entkräftet werden, ohne sich wochenlangen Debatten hingeben zu müssen. Die Anwendung könnte ein Erfolg werden, sofern der Nutzer mitspielt. Das hängt aber zuletzt nicht auch davon ab, wie die Entwickler verfahren. Apps dieser Art greifen auf Profildaten zu und was damit gemacht wird, ist nicht ersichtlich. Transparenz schafft Vertrauen. Und Vertrauen schafft Loyalität. Ferner läuft die Anwendung meines Erachtens noch nicht ganz einwandfrei. Lange Ladezeiten strapazieren beispielsweise die Geduld. Wer den EnemyGraph einmal testen möchte, der kann ihn hier installieren. Mal schauen, ob der Graph irgendwann selber zum Feindbild wird. Das wäre dann wahrhaftige Ironie.

Abbildung der EnemyGraph-Benutzeroberfläche (ohne Feinde)

Image by Steel Wool (Some rights reserved)

March 28 2012, 12:15pm

Tweet des Tages… “Ich hab doch söwiesö nüscht mehr zu verlier’n”

March 27 2012, 6:12pm

Comic: The Internet Of Things

Das Internet der Dinge wird kommen und wird einen gewichtigen Teil in unserem zukünftigen Leben einnehmen. Da wird der Ofen via iPhone 6 vorgeheizt und die Badewanne über Twitter eingelassen. Wehe nur die Dinge erfinden ein Eigenleben. Das kann dann schon mal für Verwirrung sorgen, wie man in diesem Comic von Geek and Poke sehen kann.

Quelle: Geek and Poke (Some rights reserved)

March 26 2012, 12:53pm

Mut zur Wut – Plakate die den Mund aufmachen

Kritik am gesellschaftlichen Leben und vorherrschenden Strukturen wird derzeit hoch gehalten. Die Arabische Revolution, Occupy, WikiLeaks oder die immer mehr an Bedeutung gewinnende Bewegung Anonymous gelten dabei als Paradebeispiele für die steigende Bereitschaft zum Protest und der damit verbundenen erhöhten Handlungsfähigkeit der Menschen aus unserer Mitte. Was aber macht man mit Leuten, die weder mit DDoS, Whistleblowern oder dem Besetzen öffentlicher Plätze was zu tun haben? Menschen, die durchaus wissen, dass viele Dinge verkehrt laufen, aber im illusorischen Dunstkreis von Werbung und medialem Entertainment, sich bestenfalls abends vor dem Lagerfeuer der Nation über eine Nachricht in der Tagesschau empören? Diese Leute holt man am besten da ab, wo sie festgehalten werden. In der Konsumwerbewelt.

Dort Aufmerksamkeit schaffen, wo jegliche Kritikfähigkeit abtrainiert wurde, ist eines der erklärten Grundziele des Plakatwettbewerbs „Mut zur Wut“, der seit nun zwei Jahren international initiiert wird. Was mit einer gezielten Einladung einiger weniger Künstler im Jahr 2010 begann, hat sich zu einem Aufruf an einen jeden Interessierten im letzten Jahr entwickelt. 436 Künstler und Designer aus 32 Staaten reichten somit Ihre Visionen und Plakate zu einem ihnen vertrauten Missstand in der Gesellschaft ein und wurden, bewertet durch eine ebenfalls internationale Jury, im öffentlichen Raum, in den Fußgängerzonen und vor den Ladentüren Heidelbergs ausgestellt. Insgesamt wurden so 787 Plakate eingereicht von denen 30 den Weg auf die Straße gefunden haben und unter denen schlussendlich nicht zuletzt auch von den Passanten selbst, ein Werk, zum Siegerplakat gekürt wurde. „Mut zur Wut“ wurde somit innerhalb kürzester Zeit zu einem Erfolg mit dem zunächst niemand gerechnet hatte. Dieses Jahr wird der Plakatwettbewerb ebenfalls wieder stattfinden und dazu einladen, sich kreativ und gestalterisch mit gesellschaftlichen Problemen auseinander zusetzen. In der Zeit vom 1. April bis zum 31. Mai startet die aufregende Einreichungsphase in der die Künstler ihre Werke zur Auswahl stellen können. Anschließend wird Anfang Juni die Jurierung stattfinden, sodass die Bürger in der Zeit vom 25. Juli bis zum 28. August 2012 wieder die Chance haben die Plakate im Stadtgebiet Heidelbergs betrachten zu können, darüber nachzudenken und ferner ihren Favoriten zu bestimmen.

Bild oben: Gewinnermotiv – Gorilla “East meets West” / Bild unten: Plakate in der Heidelberger Innenstadt

Wir Netzpiloten möchten nun auch euch, liebe Leser, dazu einladen an diesem Wettbewerb teilzunehmen und würden uns freuen, wenn auch Ihr euch angesprochen fühlt, ein eigenes Werk einzureichen. Ferner werden wir euch als Medienpartner von „Mut zur Wut“ im oben genannten Ausstellungszeitraum jeden Tag mit einem Plakat konfrontieren, was hoffentlich gerne und mit regem Interesse diskutiert wird. Der Wettbewerb „Mut zur Wut“ braucht das, was er selbst bewirken möchte: Resonanz, einen Diskurs und einen Platz in unserer Wahrnehmung, damit sein erklärtes Ziel weiter transportiert werden kann.

Mut zur Wut – Siegerplakate 2011

March 26 2012, 9:45am

Link der Woche: LEGO “Imagine” by Jung von Matt (Whudat)

Auf Whudat gibt es derzeit eine lustige kleine Sammlung altbekannter Comicfiguren, die kreativerweise aus LEGO-Bausteinen gebaut wurde. Sehenswerter Linktipp zum Wochenende. Mal schauen, ob Ihr alle Zeichentrick-Helden erkennt. Die Netzpiloten-Redaktion verabschiedet sich für diese Woche! Genießt die Sonne!

March 23 2012, 1:30pm

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March 22 2012, 9:30am

Ideenlos im Netz

Noch befindet sich die digitale Technik im Embryonenzustand, wie es Christoph Kappes ausdrückt, aber schon jetzt verspüren Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die Eruptionen der neuen Netzwirklichkeit. In der Musikindustrie bleibt kein Stein auf dem anderen. Politische Machtkünstler ergeben sich den Shitstorms im Internet, Informationstechnologie wandert in die Computerwolke, Hardware-Produzenten erleben die Pulverisierung ihrer Geschäftsgrundlage und die klassische Telefonie verliert den Boden unter den Füßen, weil Skype und die verschriftete Kommunikation in sozialen Netzwerken die Oberhand gewinnen.

Ideenlos im Netz „Vergleicht man den Lebenszyklus mit anderen Techniken, befinden wir uns in einem vermutlich noch sehr unausgereiften Stadium. Zehn Jahre nach Erfindung der Radiowellen gab es noch sogenannte ‘Knallfunkensender’, die ohrenbetäubenden Lärm machten und nur wenige Kilometer Reichweite hatten. Der elektrische Strom kam erst in den 1930er Jahren in deutsche Haushalte, 60 Jahre nach der Erfindung des Dynamos durch Siemens und 250 Jahre nach der Entdeckung elektrischer Ladung. Die Automobilindustrie macht auch seit 1970 noch gewaltige Fortschritte bei der Sicherheit, sogar die Schifffahrt wird in den letzten 40 Jahren durch Containerschifffahrt enorm verbessert“, schreibt Kappes in seinem Papier für  Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft”. Platon und der kommunikative Kontrollverlust Regelfreie und flüssige Kommunikation in losen und netzartigen Strukturen, das unadressierte Senden, Folger-Strukturen, Mikrokommunikation und Instant-Kommunikationsakte wie Gefällt  mir-Entscheidungen sind wichtige Stichworte, die die asynchrone Kommunikation des Netzes recht gut beschreiben. Man kann es auch in den Worten von Gerhard Wohland, Leiter des Instituts für dynamikrobuste Höchstleistung http://www.comperdi.de/home.html , ausdrücken: Es breitet sich eine Kommunikation unter Abwesenden aus. „Das ist allerdings schon in der Antike so gewesen. Sokrates wetterte gegen die Schrift. Erst Platon hat aufgeschrieben, was Sokrates gesagt hat. Der hat den Braten gerochen. Wenn ich aufschreibe, was ich denke und was ich sage, dann kann sich jeder Hinz und Kunz darüber her machen“, sagt Wohland. Man gibt etwas aus der Hand. Deshalb ist es auch so falsch, soziale Netzwerke als „Kanal“ zu bezeichnen. Das insinuiert Steuerbarkeit und Kontrolle, also das Kanalisieren von Kommunikation. Das findet aber nicht mehr statt: Gewissheiten, die irgendwelche Social Media-Schlaumeier täglich verkünden, sind schlichtweg unsinnig und leeres Geschwätz. Digitale Infrastruktur entscheidet über Sieg und Niederlage Man wisse erst hinterher, wozu etwas gut sei, so der Organisationswissenschaftler Wohland. Das entbinde nicht von der Notwendigkeit, kreative Ideen für die digitale Welt zu entwickeln. Vor einer ähnlichen Situation stand Deutschland im 19. Jahrhundert. Es waren wenige geniale Persönlichkeiten, die das Wagnis der Telekommunikation eingegangen sind, ohne zu wissen, welche wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen die neuen Technologien haben. Es war der Staatsbeamte und Reichpostmeister Heinrich von Stephan, der den Bau eines unterirdischen Telegraphennetzes veranlasste nach den verheerenden Stürmen im Jahr 1876. Mit einer Reichsanleihe wurde innerhalb von sechs Jahren die technisch beste und modernste Telegraphen-Anlage der Welt gebaut. Schon am 26. Juni 1881 konnte Kaiser Wilhelm die Fertigstellung eines Leitungsnetzes mit 37.373 Kilometern verkündet werden. Eine ähnliche Meisterleistung vollbrachte Stephan bei der Einführung der Telefonie und des internationalen Postverkehrs mit Frachtdampferverbindungen. Nur mit diesen infrastrukturellen Weichenstellungen konnte sich die Industrialisierung entfalten. Die digitale Infrastruktur wird über Sieg und Niederlage einer vernetzten Ökonomie entscheiden. Das hat der ehemalige IBM-Cheftechnologe Gunter Dueck deutlich zum Ausdruck gebracht. „Schnelle Internetverbindungen sind von riesiger Bedeutung für die Wirtschaft, betont auch Kanzlerin Merkel immer wieder. Doch der Netzausbau läuft schleppend, vor allem in der Provinz. Jetzt gesteht die Bundesregierung: Sie wird ihre Breitbandziele wohl verfehlen”, schreibt Spiegel Online-Redakteur Christian Stöcker in einer vorzüglichen Analyse. Man definiert sich zudem den Breitband-Status schön. Ein Megabit pro Sekunde (Mbit/s) sei schon so etwas wie eine Breitbandverbindung. „Legt man diese Zahl zugrunde, sind nach einem neuen Expertenbericht zum Breitbandatlas des Wirtschaftsministeriums inzwischen 39,4 Millionen oder 98,7 Prozent der Haushalte mit einer Breitbandverbindung ausgestattet. Diese Ziel habe man 2011 ‘mit leichter Verspätung’ erreicht, heißt es jetzt aus dem Wirtschaftsministerium”, so Stöcker. Dass man sich mit diesen willkürlichen Festlegungen selbst in die Tasche lügt, ist wohl auch der Bundesregierung bewusst. Und was macht der Wirtschaftsminister Rösler? Richtig. Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründe ich einen Arbeitskreis oder im Politiker-Neusprech ausgedrückt, einen Breitbandgipfel. So entstehen aber keine Ideen und Visionen. Es mangelt der Beamten-Elite in den Ministerien vor allem an der Einsicht. Erst ab einer Downloadrate von 30 Megabit pro Sekunde könne man von Breitband sprechen, so der Booz-Berater Roman Friedrich. In deutschen Ministerien seien diese Zusammenhänge schlichtweg nicht bekannt: „Man ist stolz darauf, dass wir zwei Megabit haben. Was helfen uns zwei Megabit? Der Markt geht woandershin“, kritisiert Friedrich. Keine Visionen für Hightech-Kommunikation Kein Heinrich von Stephan in Sicht. „Dieser Mann hatte Visionen. Die sehe ich bei den politischen Akteuren in Deutschland heute nicht. Es wäre an der Zeit für ein Bekenntnis, die fortschrittlichste, modernste und beste Infrastruktur für Hightech-Kommunikation in unserem Land zu schaffen. Das ist eine nationale Aufgabe. Solange diese Einsicht fehlt, wird nicht viel passieren“, kritisiert Bernd Stahl vom Netzwerkspezialisten Nash Technologies.Stattdessen beschäftigt sich das Bundeswirtschaftsministerium mit kleinkarierten Geheimrunden zur Betonierung des Urheberrechts im Internet. „Solange das Internet immer noch kriminalisiert wird, kann sich nichts ändern. Weil in den Köpfen derer, die Entscheidungen fällen noch nicht angekommen ist, was für Chancen schnelles Internet bietet. Eine Stufe drunter sieht es schon anders aus. Mancher Nachwuchs-Politiker begreift das schnelle Internet auch als Chance“, meint der Journalist Heinrich Bruns. Dueck spricht von der von der Notwendigkeit einer „strukturkultivierenden Marktwirtschaft“. Der Staat müsse die Infrastrukturen auf die Zukunft ausrichten. Zu einem solchen Schritt würde sich niemand entschließen. Ein superschnelles Internet sei für die Wirtschaft und für die Transformation zur Wissensgesellschaft unabdingbar. „Dieselben Leute, die die 60 Milliarden für die Zukunft nicht geben wollen, argumentieren wie selbstverständlich, dass der entscheidende Anstoß zu Deutschlands Wirtschaftswunder der energische und kompromisslose Ausbau des Autobahnnetzes in den 1960er-Jahren war, der für Deutschland eine moderne Infrastruktur schuf.“ Ein kompromissloser Ausbau des Internets hätte ähnlich dimensionierte positive Auswirkungen. Ein großer Teil der Wertschöpfung wandere schon jetzt in die digitalisierte und vernetzte Ökonomie, erklärt Stahl. Da gehe schon vieles an Deutschland vorbei. Quelle/Crosspost: service-insiders

March 20 2012, 9:59am

Die 11. Woche im Web

Das neue iPad ist da. Auf der Pressekonferenz wurde Apples neues Wunderwerk bereits ausführlich angepriesen. Heute kommt es in den Handel. Ist allerdings schon ausverkauft – zumindest was die Vorbestellungen angeht. Die gute Nachricht: Alles Hardcover, die man fürs iPad2 anschaffte, passen auch beim Neuen. Aber muss man sich dann überhaupt ein neues iPad kaufen, wenn man die zweite Generation schon besitzt? Hm. Das Neue ist einen Ticken schwerer und wird schneller warm. Insofern gibt es Abzüge in der B-Note. Und sonst? Das neue Retina-Display stellt auf derselben Fläche wie früher nun mehr dar: 2048 × 1536 Bildpunkte. Das sind vier Mal so viel wie beim iPad 2 (1024 × 768 Pixel). Die Pixeldichte hat sich mit 264 dpi gegenüber dem iPad 2 verdoppelt. Das Auge guckt ja mit. Apple hat dankenswerterweise die Icons und die Menus auf die höhere Auflösung angepasst. Bei den App-Entwicklern dürfte dies dauern und zunächst für Blinzelorgien sorgen. Insgesamt ist das Surferlebnis gleich gut wie früher, nur Bilder und Karten ruckeln mehr, weil sie ja nun mehr Daten nachladen müssen wegen der höheren Auflösung. Mehr dazu hier…

Das Pinterest das Allertollste ist seit Pip.io, Quora, und wie hießen die noch? Richtig: Amen. Das dürfte bis spätestens Mitte Mai der Fall sein. Ob und wer dann noch davon spricht? Wir werden berichten. Außerdem war da noch das fast neue Problem mit den mobilen Abofallen, das besonders beim iPhone immer wieder aufpoppt. Ob wir dann nun auch bald einen Hohen Rat fürs Internet bekommen wie im Iran, dürfte einen spannende Frage sein. Wenn Sascha Lobo, Mario Sixtus, Ansgar Heveling und zu Guttenberg zusammen mit Frau Weisband und Stephan Urbach über die großen Fragen des Netzes in Deutschland zu Gericht sitzen, könnte es lustig werden. Zumindest deutlich spannender als in der unseligen Enquete-Kommision. Kennt die noch jemand? Und dann war da noch die Nachricht des AK Zensur, dass man sich gestern in mehrfacher Hinsicht ein Beispiel an ACTA genommen hatte und erneut hinter verschlossenen Türen tagte: Die Zugangsprovider fürs weltweite Netz sollen zukünftig freiwillig auf Anforderung der Rechteinhaber und ohne rechtsstaatliche Kontrolle Abmahnungen, genannt Warnhinweise, an ihre Kunden verschicken. Zum Glück werden keine Vertreter der Netznutzer eingeladen. Warum auch? Verbraucher sollen schließlich zahlen und schweigen. Wofür sonst soll die Demokratie denn taugen, wenn nicht für ein unbehelligtes Agieren von Anbietern und ihren Interessenvertretern beim Gestalten von Verordnungen und rechtlicher Praxis. Unter der Ägide des BMWi herrscht wenigstens noch eine große Portion preußischen Sendungsbewußtseins für die Untertanen bzw. Bürger, wie sie neuerdings genannt werden möchten. Herr Rösler wird schon sehen, welche erdrutschartigen Siege durch seine Lieferungen eingefahren werden. Wider den intelligiblen Gedanken…

March 16 2012, 9:45am

Copyright Math – eine neue empirische Wissenschaft

Der Comic-Autor Rob Reid enthüllt Copyright Math. Was das sein soll? Nun ja, eine bemerkenswerte neue Fachrichtung die auf tatsächliche Zahlen, die empirisch herhoben worden beruht und Anwälten sowie Lobbyisten der “Content-Mafia” als Grundlage für ihr Handeln dienen sollen. Der Vortrag, der im Rahmen der TED-Konferenz gehalten wurde, gilt jetzt schon als einer der besten TED-Talks ever. Zumindest laut boingboing! Viel Spaß mit diesem Video..

March 16 2012, 7:47am

Startup-Interview: Alexander Schimkat von Couture Society

In unserer Startup-Interview-Reihe geht es heute um Couture Society, einer Plattform, die sich darauf versteht Mode zu demokratisieren. Was das genau bedeutet, erzählt uns Alexander Schimkat, einer der Gründer von Couture Society. Interessante Einblicke in die Modewelt, in den Wirtschaftsstandort Deutschland sowie zum Background der Gründer erwarten euch.

Ich treffe heute Alexander Schimkat, einem der Gründer von Couture Society. Eine Pre-Order-Plattform für Haute Couture. Hey Alex! Danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Hallo. Sehr gern!

Ja, Alex. Erzähle uns doch erstmal ein wenig über Couture Society. Wie funktioniert eure Plattform? Ihr habt z.B. auf eurer Webseite betont, dass Ihr die Mode demokratisieren wollt. Wie kann man sich das denn vorstellen? Der Demokratisierungsgedanke entspringt eigentlich im Wesentlichen dem Punkt, dass in der Regel sehr sehr viele Teile, die im Rahmen einer Modenschau gezeigt werden, nicht produziert werden. Sprich es gibt zwar eine große Aufmerksamkeit in den Medien und damit auch bei den Endkonsumenten, also den Modeliebhabern, aber diese Leute haben oftmals nicht die Chance diese Klamotten zu kaufen, weil es eben Risikoaverse Händler gibt, die bestimmte Nachfragen im regionalen Kontext berücksichtigen und die in der Regel dann Sachen ordern bei den Designer, die leichter über die Ladentische gehen. Das führt natürlich dazu, dass es gewisse Bevormundung gibt, ein Diktat des Geschmacks des Händels im Endeffekt, und genau hier wollten wir modeaffinen Menschen, die Möglichkeit geben selbst zu entscheiden was sie in Zukunft tragen wollen. Sprich wir sammeln die Orders nach so einer Fashion-Show von den Leuten ein und geben diese dann gesammelt an die Designer weiter.

Also seid Ihr dann auch richtig vor Ort. Wie nimmst du vorab Kontakt mit den Designern auf? Wir reisen halt in der Regel vor den Fashion Weeks schon um die Welt, haben Meetings mit den Designern und erklären das Konzept ganz kurz. Dabei stoßen wir eigentlich immer auf offene Türen, weil für die Designer das ganze Konzept eigentlich nur Vorteile hat. Sie haben zusätzliche Erlöse, weil sie schon sehr früh sehen welche Nachfrage für bestimmte Teile einher geht, bei dem Endkonsumenten. So dass sie wiederrum bestimmte Teile, die bei uns schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt geordert werden, selbst produzieren und entsprechend später in ihren eigenen Läden verkaufen können. Sie wissen also schon ziemlich früh was ein Trend werden könnte – nämlich bereits acht Monate vorher. Darüber hinaus gibt es bei denen dann geringere Stückkosten und natürlich ist es auch eine Imagefrage, weil in dem Moment wo diese Teile, die sehr sehr kreativ sind, schlussendlich auch produziert und nicht nur einmal quasi auf dem Runaway gezeigt werden sowie von bestimmten Menschen getragen werden. Das ist für die Designer natürlich auch besonders wichtig im Kontext Markenführung und Markenbildung etc. Was wir machen ist quasi in der Regel kurz nach einer Fashion Show die gesamte Kollektion einmal zu shooten. Sprich wir haben die Bilder vom Runaway und wir haben entweder hier, wenn es die Berliner Fashion Week ist, unser Studio, oder eben ein Studio in Kopenhagen, Paris oder London. Wir shooten dann also die gesamte Kollektion durch und kriegen zum gleichen Zeitpunkt auch schon die ganzen Informationen vom Designer, wie teuer das ist usw., sodass wir im Endeffekt mehr oder weniger in Realtime versuchen die Klamotten auch online zu haben. Teilweise shooten wir die Klamotten auch schon vor der eigentlichen Show und gehen dann fünf Minuten danach online. Ja ich habe gesehen, dass Ihr immer viele Infos und tolle Fotos zu den Kleidungsstücken habt. Das ist gut, weil es ja schon ein kleines Investment ist, wenn man sich solch ein Haute-Couture-Kleid leistet. Ihr seid jetzt seit April letzten Jahres online. Was für Fashion Shows habt Ihr in der Zeit so besucht? Ja also wir haben im April letzten Jahres tatsächlich angefangen. Das war dann aber erst einmal ein kleiner Testlauf. So richtig angefangen haben wir erst im Juli 2011, hier in Berlin. Haben da vielleicht erstmal zehn, elf oder zwölf Designer gehabt in der ersten Runde. Ich weiß jetzt nicht recht die Namen. Die findet man aber auch alle auf der Website. Da gibt es so ein Punkt „Past Collections“ oder „Past Fashion Weeks“. Im Anschluss haben wir dann in Kopenhagen weitergemacht, haben da auch so mit acht oder neun Designern zusammen gearbeitet – auf der Kopenhagen Fashion Week. Danach Milan Fashion Week, London Fashion Week und dann New York Fashion Week. Ja, genau. Ah ok, ich habe außerdem gesehen, dass man bei euch vorab Mitglied werden muss auf der Seite, also es geht bei euch schon auch in Richtung einer Community auf der Page? Ja also im Endeffekt muss man nicht Mitglied werden. Man kann natürlich diese ganzen Sachen sich auch so ansehen. Man muss halt nur irgendwo links neben die Login-Maske klicken und hat dann auch die Möglichkeit auch so rein zusehen. Allerdings ist es für uns als junges Unternehmen auch wichtig erst mal eine kritische Masse auch an Leuten aufzubauen. Heißt wir nutzen auch jede Chance um die Leute auch zu registrierten Usern zu machen, damit wir sie in der Folge auch weiterhin ansprechen und entsprechende Mehrwerte kommunizieren zu können. Wir haben ja oft auch spezielle Aktionen wo wir beispielsweise zum ganz frühen Zeitpunkt schon besondere Rabatte über Facebook rausgeben, oder es gibt Tickets für irgendwelche Fashion Shows bei uns, oder es gibt auch mal die Möglichkeit einen Designer zutreffen. Diese ganzen Mehrwerte im Endeffekt, kommunizieren wir natürlich auch über Newsletter usw. Also es ist nicht wirklich eine Community, es sieht so ein bisschen so aus und es hat halt diesen den Touch einer Gemeinschaft. Des Wegen auch Couture Society, Gesellschaft. Die Leute sollen gute Mitglieder dieser Gesellschaft sein. Und wie kam es nun eigentlich zu dieser Idee? Und wie hat sich eure Arbeit anfangs entwickelt, bevor es sich dann schlussendlich wirklich gelohnt hat. Gekommen ist es dazu, als wir ehrlicher Weise (lacht), das ein oder andere Bier zu Hause getrunken hatten, und wir uns fragten, warum es nicht möglich ist, bestimmte Krawatten von so einer Adidas Luxusmarke zu kaufen gibt. Wir hatten die irgendwo gesehen auch auf einer Show und hat nicht die Möglichkeit diese Krawatten tatsächlich zu kaufen. Wir waren halt alles Werber und Marketing-Leue und da musste man doch gut und gerne mal eine Krawatte tragen bei einer Präsentation. Wir wollten dann nicht unbedingt diese stinknormalen Berater-Krawatten tragen, sondern etwas Ausgefalleneres. Naja und genau diese haben wir dann gesehen, doch es gab diese weltweit nicht zu kaufen. Das war dann so ein bisschen der erste Gedanke und dann haben wir Businesspläne geschrieben und die eingereicht bei gewissen Awards. Und dann sehr schnell auch Awards gewonnen wie zum Beispiel vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und von der BITKOM. Und das hat uns dann bestärkt in dem Gedanken, dass tatsächlich auch zu launchen und von einer PowerPoint-Präsentation, von einer Idee quasi, in ein tatsächliches Projekt zu überführen. Also habt Ihr neben dem Werber-Dasein auch eine große Vorliebe für Mode gehabt? Also, ähm, joahr. Das kann man wohl bejahen.. Punkt. (lacht wieder). Das passt ja dann. Wie seid Ihr vorher zusammengekommen? Ähm. Martin kenne ich schon seit meiner ersten oder zweiten Berufstätigkeit, als Berater einer Markenagentur, oder besser Markenführungsagentur. Und den Rest habe ich mal eingestellt, als ich Director of Interactive bei einem großen PR-Network war. Dann haben wir uns aber in dieser Viererkonstellation tatsächlich auch 2010 schon selbständig gemacht mit einer Agentur, die hieß damals AMSJ-Werbeagentur und aus dieser Agentur, ist dann quasi couture-society.com entstanden. Und wie soll es nun zukünftig weitergehen? Was für Pläne habt Ihr so mit Couture Society? Also ich kann jetzt nicht alles ausplaudern bzw. will auch nicht alles ausplaudern. Aber wir sehen eine große Window Opportunity im Bereich Social und Social Commerce. Insbesondere vor dem Hintergrund das die Modebranche über die Social Networks eben eine große Präsenz auch immer wieder findet. Das ist z.B. auch so in der Musikwirtschaft oder im Sport, wo auch viel Content geshared wird und Mode eben auch. Weil es inzwischen auch möglich ist, so eine Fashion-Show zu sehen, auch wenn ich nicht in diesem elitären Zirkel bin. Früher musste ich ja quasi einen Chefredakteur oder Designer kennen um überhaupt mal Bilder von einer Fashion-Show zu sehen. Mittlerweile ist es ja jedem möglich quasi übers Netz daran teilzunehmen. Genau diese Bewegung wird halt verstärkt über die sozialen Netzwerke und dieses Momentum, welches im Kontext dieser Fashion Week entsteht, wollen wir zukünftig stark auch mit Networks nutzen und besondere Aktionen auch über die sozialen Netzwerke fahren, um auch die kritische Maße zu vergrößern und um die Leute deutlich glorialer zu machen sowie auch zu halten. Natürlich auch um dann wieder einen nächsten Step zugehen, denn sicherlich muss man sich auch sehr sehr schnell überlegen wie man dieses Modell dann weiter entwickelt. Pre-Ordern ist nun mal nicht etwas, das für jeden relevant ist, sag ich mal. Man muss schon teilweise bis zu vier Monate warten, bis so ein Teil dann geliefert wird. Man hat es zwar trotzdem deutlich früher als jeder andere und man konnte selber entscheiden, was man haben möchte, aber man muss halt schon warten. Von daher ist es nichts für den typischen Zalando-Kunden, aber vielleicht etwas für den Nicole-Farhi- oder dem Odeur-Kunden und da müssen wir uns überlegen, wie wir genau diese Menschen zukünftig angreifen und dieses Segment dann entsprechend auch weiterentwickeln.

Wie viele Designerstücke kommen eigentlich so in den Handel und wie viele nicht? Ja das hängt eigentlich auch damit zusammen wie groß oder wie klein das Label ist und hängt auch damit zusammen wie groß die Produktionskapazitäten sind oder welche Lieferanten der Designer hat, sprich auch aus welchen Materialien die Klamotten gemacht sind. Aber ich schätze, dass so 30% im Durchschnitt, über den Daumen gepeilt, nicht in die Produktion gehen. Mindestens. Hier in Berlin sind es mehr. In Paris sind es weniger. Und warum habt Ihr euch für Berlin entschieden? Naja, wir wohnen alle hier (lacht). Nein. Es ist ehrlicher Weise eine dankbare Gründer-Location, auf der einen Seite, weil die Strukturen hier relativ leicht aufzubauen sind. Weil die Leute hier auch relativ offen sind. Ich vermute, dass es in Mailand beispielsweise wesentlich schwerer wäre, weil die Menschen dort, auch noch nicht so fit in Sachen e-Commerce sind. Darüber hinaus ist es auch relativ günstig, in Anführungsstrich, an wirklich fitte Menschen, also an Human-Kapital zukommen. Hier gibt es ein sehr sehr hohes kreatives Potenzial. Das sind so ein paar Standortfaktoren für Berlin natürlich. Darüber hinaus ist die Berlin Fashion Week hier, als Institution, die sich auch so langsam entwickelt. Auf der anderen Seite ist Deutschland ein sehr schwieriger Markt, wenn es darum geht Kapital für das Wachstum zu akquirieren, sprich Investoren zu finden. Da wären wir deutlich besser beraten gewesen, wenn wir in den Staaten angefangen hätten. Dort ist zum einen die Bewertungen solcher Modelle deutlich höher sowie die Bereitschaft mal ein wenig Geld in die Hand zu nehmen, damit ein Projekt die nächste Stufe erklimmen kann. Und woher kommen eure Kunden? Das sind momentan schon, in Anbetracht der Umstände, dass wir auch in Deutschland sitzen, überwiegend deutsche Kunden. Das sind in der Regel Frauen. Momentan etwa zwischen 33, 34 bis 48 Jahre alt. Aber es gibt mittlerweile auch einige jüngere Männer die bestellen, beispielsweise Patrick Mohr oder so. Ich würde außerdem sagen, 70% sind in Deutschland und 30% kommen aus dem Ausland. Dort dann insbesondere aus UK, Frankreich und die USA. Lieber Alex, ich danke dir bis hier hin. Ja, gerne!

March 15 2012, 10:03am

IN EIGENER SACHE: “Wir ohne Grenzen” – Rezension

Politik-Digital-Autor Johann Eggert hat sich unseren Netzpiloten Report „Wir ohne Grenzen“ einmal genauer angeschaut und eine Rezension darüber verfasst. Eggert lobt den „vielschichtigen und kenntnisreichen Überblick, dessen Nutzen nicht zuletzt in den zahlreichen weiterführenden Links liegt“. Für euch liebe Netzpiloten-Leser gibt es hier einmal den Beitrag von politik-digital.de als Crosspost zu lesen.

Wegweiser durch das „Wir-Netz“ Welche Regeln brauchen Privatpersonen, Familien und Unternehmen für einen effizienten und zugleich verantwortungsbewussten Umgang mit den stetig zunehmenden Kommunikations- und Distributionskanälen des Web 2.0? Katrin Viertel und Wolfgang Macht haben mit dem Band „Wir ohne Grenzen“ soeben eine Bestandsaufname in Buchform veröffentlicht. Das Internet ist, spätestens seit dem Übergang in das Web 2.0-Zeitalter, so schnell in Bewegung, dass der Versuch, es festzuhalten und einen halbwegs aktuellen Überblick über Tools, Akteure und Prozesse des „Mitmach-Netzes zu gewinnen, zu einer regelrechten Herausforderung geworden ist. Die Netzpiloten AG präsentiert das Thema „Social Media in Firma und Familie“ nichtsdestotrotz seit wenigen Tagen in komprimierter Buchform. In den sechs Kapiteln „Mitteilen“, „Leben“, „Arbeiten“, „Lernen“, „Teilen“ und „Spielen“, die jeweils durch Statements und Interviews mit Praktikern aus Unternehmen und Jugendschutz angereichert wurden, geben die Medienpädagogin Katrin Viertel und der Internet-Unternehmer Wolfgang Macht, Vorstandsmitglied von politik-digital.de/poldi-net, e.V., einen grafisch äußerst ansprechend gestalteten Überblick über die Potenziale der Social Media-Nutzung für Büros und Unternehmen. Sie stellen zudem innovative Anwendungen vor und geben Anhaltspunkte dafür, wie eine verantwortungsvolle und zeitgemäße Mediennutzung innerhalb der Familie organisiert werden kann. Verbote, dies machen die Verfasser bereits zu Beginn klar, helfen zwar nicht weiter, jedoch sollten mit Kindern und Jugendlichen klare Zeit- und Verhaltensabsprachen für die Nutzung von Netz und Konsole getroffen werden.

Brauchen Teenager soziale Netzwerke zum Flirten? Das Thema Cybermobbing, bereits in der Vergangenheit immer wieder Grund für politische Diskussionen rund um das Thema Jugendschutz im Internet, ist nur ein Aspekt des neuen Buches. Durch die neuen Möglichkeiten mobiler Internetnutzung und die Verbreitung innovativer Kommunikationskanäle wird die Beherrschung von Datenschutzstandards und die verbindliche Einigung auf ein entsprechendes Bewusstsein immer drängender. In dem unter einer CreativeCommons-Lizenz veröffentlichten Band wird Eltern dazu geraten, sich Medienkompetenz anzueignen, mit ihren Kindern auf Augenhöhe über das Thema zu diskutieren und sich den Wünschen ihrer Kinder nach Partizipation in sozialen Netzwerken keinesfalls zu verschließen. Die Kompetenz, diese Kanäle zu nutzen ist, das wird schnell deutlich, längst Grundvoraussetzung für erfolgreiche Kommunikation im Privat- wie Berufsleben. Arbeiten in der Cloud In einem weiteren Kapitel des gut 100 Seiten starken Buches geben Viertel und Macht einen Überblick über wirtschaftliche Chancen und vielversprechende mobilie Anwendungen. Neben zahlreichen Hinweisen auf aktuelle Erfolgsmodelle und zukünftige Trends beim Thema E-Commerce beschäftigen sich die Verfasser auch mit der sich grundlegend wandelnden Arbeitswelt und der Frage, ob und wenn ja, wie Unternehmen die Social Media-Nutzung ihrer Angestellten kontrollieren sollten. Gerade vor dem Hintergrund der Tatsache, dass berufliches und privates Kommunizieren in immer mehr Branchen nur noch schwer voneinander zu trennen ist. Trotz aller in dem Buch versammelten Ratschläge zum sicheren und bewussten Verhalten im Web 2.0: Auch der Spaß kommt nicht zu kurz und so schließt die Überblicksdarstellung mit Begriffsklärungen zu den Themen „Flashmob“ und „Spieleindustrie“ ab. Fazit Ist es möglich, ein derart fluides Thema wie die Entwicklung des Web 2.0 in Buchform darzustellen? Der Mehrwert des nun vorliegenden Buches liegt ohne Zweifel in der Dichte der zu Wort kommenden Sachverständigen. Über die, wie Wolfgang Macht es einleitend nennt, „mitreißend kreative Jugendphase der Social Media-Bewegung“ bietet die Publikation jedenfalls einen vielschichtigen und kenntnisreichen Überblick, dessen Nutzen nicht zuletzt in den zahlreichen weiterführenden Links liegt.

“Wir ohne Grenzen” ist im Eigenverlag der Netzpiloten AG erschienen. Das Buch mit der ISBN 978-3-00-036859-2 gibt es u.a. bei Amazon.

March 14 2012, 1:03pm

Link der Woche: Pinterest – Full Length Movies on YouTube

Sascha Pallenberg hat gestern mal bewiesen, dass man mit Pinterest mehr anstellen kann, als nur Infographics und Fotos vom Mobiliar überteuerter Hersteller zu pinnen. Herr Pallenberg pinned Filme, die in voller Länge auf YouTube zu finden sind. UND teilt dieses Wissen demnach auch mit uns. Das begeistert mich so sehr, dass ich dem Link kurzerhand einen eigenen Platz reservieren wollte. In der Liste findet Ihr Blockbuster wie z.B. „The Illusionist“, Klassiker wie „Spartacus“, Kultfilme wie „The Big Lebowsky“ sowie Zeichentrickfilme a la „The Jungle Book“. Viel Spaß beim tuben!

March 14 2012, 9:30am

IN EIGENER SACHE: Wolfgang Macht im Interview mit LEAD Digital

Der LEAD Digital-Redakteur Frank Zimmer hat unseren Herausgeber Wolfgang Macht einmal zu seinem frisch im Handel erschienen Buch “Wir ohne Grenzen” interviewt, welches er mit Katrin Viertel zusammen produziert hat. Mit freundlicher Genehmigung LEAD Digitals, könnt Ihr, liebe Netzpiloten-Leser, nun einen Crosspost des Interviews auch hier lesen. Viel Spaß dabei.

Social-Media-Buch: Wolfgang Macht: “Digitale Mediennutzung gehört als Unterrichtsfach in die Schulen”

Brauchen wir gedruckte Social-Media-Anleitungen? Netzpiloten-Gründer Wolfgang Macht hat gemeinsam mit Katrin Viertel das Buch “Wir ohne Grenzen – Social Media in Firma und Familie” geschrieben. LEAD Digital wollte wissen, warum.

Alle reden über Social Media und du lässt ein Buch dazu drucken. Was hat so ein Digital-Thema im Buchregal verloren?

Unser Netzpiloten-Report soll idealerweise gar nicht erst in die Bücheregale der Käufer wandern. Wir malen uns aus, dass er in den Büros und zu Hause viele Monate verführerisch herumliegt. Er soll Angestellte und Eltern dazu einladen immer wieder mal hineinzuschauen und sich ein paar Tipps, Hintergründe und Neuigkeiten im Umgang mit Social Media abzuholen: Wie lesen sich die Social Media Guidelines einer Firma wie Audible? Wie streng oder locker sollte ich sein, wenn meine Kinder stundenlang bei Facebook abhängen? Was ist ein Haul-Video? – Wir haben bewusst eine lockere Mischform aus Buch und Broschüre gestaltet mit der wir möglichst viele Social Media –Interessierte und Gelegenheitsnutzer ansprechen wollen. Denn in diesem Punkt sind wir tatsächlich altmodisch: Wir verstehen uns seit Mitte der 90er Jahre als leidenschaftliche Mittler zwischen den Welten.

Eine Studie von eMarketer hat neulich ergeben, dass die Social-Media-Nutzung in Deutschland im Vergleich zu Ländern wie USA und Großbritannien noch unterentwickelt ist. Woran liegt’s?

Ich denke, es ist bei uns in Deutschland eine reine Generationsfrage. Junge Leute sehen wir ja bereits always on in ihren Social-Media-Netzwerken agieren. Mich verblüfft immer wieder, wie sie per Smartphone offenbar ihr gesamtes Sozialleben organisieren. Die über 35-jährigen sind in ihrer Mediennutzung nach wie vor stark über Fernsehen, Printmedien und das Word Wide Web sozialisiert und offenbar zufrieden. Jedenfalls nutzen sie kaum die neuen Social-Media-Dienste wie Twitter zur personalisierten Nachrichtenversorgung, die in den USA einen hohen Stellenwert haben.

Klaus Eck glaubt ja an eine regelrechte „German Angst“ vor Social Media. Wie kann man die deiner Meinung nach überwinden?

Eine “German Angst” vor Social Media nehme ich nicht wahr. Wir haben für die Report-Recherche allerorten in Firmen und Familien große Neugier angetroffen. Große Unsicherheit, Besonnenheit und Skepsis natürlich auch: Was passiert mit meinen persönlichen Daten? Kann ich den Firmen trauen, die meine Daten zukünftig in der Cloud verwalten? Wie soll ich als Unternehmen sinnvoll in den neuen Welten agieren? Ich finde solche Fragen absolut wichtig. Für die Unternehmen werden die zukünftigen Social Media Manager bei der Beantwortung helfen können und für die Anwender gehört die Vermittlung des versierten Umgangs mit digitalen Medien schleunigst als Unterrichtsfach in die Schulen.

Schürst du mit dem Oops-Award deiner Online-Plattform Netzpiloten nicht auch ein bißchen die Panik vor Social-Media-Fehltritten?

Ich hoffe nicht, dass unser Oops-Award als zynische Preisvergabe verstanden wird. Stolperer im Verlauf einer so rasanten Entwicklung, wie wir sie gerade in den digitalen Welten erleben, gehören einfach dazu. Wir Netzpiloten wissen das selbst am besten, wenn wir auf unsere bewegte Firmengeschichte zurückblicken. Wichtig ist es, aus den Fehltritten zu lernen und noch besser ist es, wenn wir unsere Erfahrungen nicht verschämt wegstecken sondern sie mit der Branche teilen. Das fällt uns Deutschen schwerer als zum Beispiel den Amerikanern. Ein bisschen Oops-Humor soll helfen.

Dein Buch gibt es auch auf dem Kindle. Wenn du dir Ende des Jahres die Absatzzahlen anschaust: Wie hoch könnte dann der E-Book-Anteil an der Gesamtauflage sein?

Viele meiner jungen Social Media-Pionier-Freunde haben seit einiger Zeit tatsächlich den Kindle als weiteres Gerät in ihren wandelnden Elektronik-Park aufgenommen. Das beeindruckt mich sehr. Anlass für hohe Hoffnungen an unsere Absatzzahlen für 2012 gibt das allerdings noch nicht.

Wie hoch ist die Druck-Auflage eigentlich?

Wir haben 5.000 Exemplare drucken lassen und als Digitalarbeiter sind wir entgeistert wie viel Platz das Druckerzeugnis in unserem Büro wegnimmt. Wir hoffen auf baldigen Abtransport durch zahlreiche Bestellungen!

“Wir ohne Grenzen” ist im Eigenverlag der Netzpiloten AG erschienen. Das Buch mit der ISBN 978-3-00-036859-2 gibt es u.a. bei Amazon.

March 13 2012, 3:55pm

Deutscher Webvideopreis 2012: Wählt eure Favouriten

Image by gildas_f (some rights reserved) Dank Spiegel Online bin ich darauf aufmerksam geworden, dass zur Zeit wieder die Wahlen zum Deutschen Webvideopreis 2012 anstehen. Anfang des Monats ging dazu auch eine Pressemitteilung heraus, die die Nominierten wie folgt ankündigt:

Düsseldorf, 01. März 2012. Der Deutsche Webvideopreis 2012 stellt die diesjährige Nominiertenliste vor. Neben bekannten Webvideogrößen wie Y-TITTY oder Gronkh sind auch einige Überraschungsbeiträge dabei. Aus allen nominierten Einreichungen kann jeder Interessierte vom 1. März, 12.00 Uhr, bis 29. März online auf http://www.webvideopreis.de die Publikumspreisträger 2012 wählen. Die Gewinner der Abstimmung werden zusammen mit den Jury-Preisträgern am 31. März 2012 in Düsseldorf gekürt. Zu den namhaften Partnern und Förderern des Deutschen Webvideopreis‘ 2012 zählen unter anderem: ARTE Creative, Spiegel Online, PRINZ sowie die Stadt Düsseldorf, Panasonic, König Pilsener und YouTube.

Aus insgesamt fast 7.000 Einsendungen haben die Jurymitglieder die aktuell zur Wahl stehenden Nominierten ausgesucht, die ferner auf neun Kategorien verteilt worden:

FYI (For Your Information) LOL (Laughing Out Loud) FAQ/RTFM OMG (Oh My God) Let’s Play (Lasst uns spielen) IMHO (In My Humble Opinion) AAA (Academy Approved Art) Newbie EPIC

Die Videos sind durch die Bank alle klasse. Und wer objektiv wählen möchte, sollte sich ruhig die Zeit nehmen und alle Videos einmal anschauen. Mein absoluter Favourite unter allen ist dieses gute Stück Bewegtbild. Thumbs up for Anne Lucht und Lorenz Rhode!

March 12 2012, 10:00am

iTunes Pricing: A Model for Journalism?

Journalism start-ups, such as Matter, are causing a stir with their pay-as-you-go business models. Reuters finance blogger Felix Salmon and CUNY Fellow Stephen Morse duke it our over whether readers will pay per piece for long-form journalism. See the video for yourself…

March 12 2012, 9:45am

Die Geschichte des animierten GIF (Mini-Doku von PBS)

Johnny Häusler hat es schon ganz richtig bemerkt: Das GIF ist eines der wichtigsten Netzkultur-Bausteine überhaupt. Unzählige Memes wurden mithilfe dieses Dateiformates im Web geboren und hielten nicht zuletzt via Mail-Clients Einzug in die Büros zur allgemeinen Freitagsbelustigung. PBS Arts hat dem Stück Kulturgut nun eine eigene Mini-Doku gewidmet. Zu sehen gibt es sie hier: (Ein derzeit neues Meme auf Basis des animierten GIF, findet Ihr außerdem hinter diesem Link. Lustig!)

March 12 2012, 9:30am

Von PR, Propaganda und dem Hype um einen Schlächter

Wenn unter dem Deckmantel der politischen Bildung, PR betrieben wird, dann ist der Begriff Propaganda meist nicht weit entfernt. Und während die PR, sich als Branchenzweig, mit dem Ruf „sexy“ zu sein schmückt, ist der Begriff Propaganda als Überbleibsel der Nazi-Zeit ein verrufener Begriff. Doch eigentlich trennt die beiden Vokabulare nichts. Denn PR ist Propaganda und Propaganda ist PR. Und beides führt dahin, Menschen zu manipulieren und sie zu (ver)leiten. Wenn man heutzutage einen PR-Film einer Kampagne, eines Unternehmens oder eines Projektes sieht, dann hat man zumeist eine hochwertige Produktion vor sich. Ein Stück Bewegtbild, welches mit Trends der Popkultur hantiert und durch seine Coolness für Aufsehen sorgt. Bedient man sich dann noch einem ideologischen Ansatz, ist das Augenmerk perfekt. Man möchte gar nicht anders als der Sache seinen Segen geben. Trinken für den Regenwald. Kaufen für das Wirtschaftswachstum und eine Marke anhimmeln, die vermeintliche Grenzen sprengen soll. Das ist PR im Zeichen des Guten. PR im Zeichen der Sache. PR als Teil etwas Großen. Das kann nicht schlecht sein. Das muss gut sein. Ich bin dafür, denken nicht Wenige. So werden viele durch Kampagnen von Unternehmen, aber auch durch politische Kampagne wie dem „Krieg gegen den Terror“ vereinnahmt und liefern, getrieben durch die manipulative Meinungsmache, den Konsens zur Legitimation zumeist fragwürdiger Aktionen.

Dass ein PR-Film auch einfach pure Propaganda sein kann, verstehen oftmals viele nicht. Der Webfilm KONY2012 ist so ein Beispiel, welches die Tage über die Bildschirme lief und besser nicht konzipiert werden konnte. Während Marketingleute das Video als Meisterwerk feiern, stößt es Journalisten dabei eher auf. Denn das Video ist Demagogie pur. Es personifiziert das Böse und stellt es den wehrlosen und illusionierten Zuschauern gegenüber, mit der Absicht, dass das Böse entkräftet werden muss und zwar am besten durch die Spenden, der Zuschauer oder zu mindestens der weiteren Verbreitung des Videos. Der Zuschauer folgt und ist sofort in die Maschinerie der Manipulation geraten. Denn der einzige Zweck des Videos ist es sich zu verbreiten, weitere zu mobilisieren und noch mehr Leute für seine Sache zu gewinnen. KONY2012 geht dabei an die Substanz. Der Film ist emotional. Denn es werden Schicksalsschläge und Kindertränen gezeigt. Der Schlächter Joseph Kony, ein afrikanischer Warlord und Führer der Rebellenarme LRA (Lords Resistance Army), bildet dabei das Feindbild. Ein kindermordender und fundamentalistischer Irrer, der lynchend durch Zentralafrika zieht und tausende von Menschen auf dem Gewissen hat, steht auf dem Parkett. Man spart in dem Film nicht an immer wiederkehrenden Parolen, die Kony als allgemeine Gefahr für das gesellschaftliche Leben darstellt. Die augenscheinliche Message beruft sich auf eine Wahrheit. Ja. Kony ist eine Gefahr und zu Recht gehört er festgenommen. Doch was kann der geneigte Facebook-Nutzer dagegen tun? Kony ist nicht, wie unterschwellig vermittelt, ein Krimineller der in Berlin-Mitte rumläuft und im Café aufgegriffen werden kann und er ist auch nicht jemand der sich über Grenzen hinweg an Flughäfen mit seinem Pass ausweist. Joseph Kony ist, wenn er denn überhaupt noch lebt, ein Mann der irgendwo im Busch sitzt und nicht mal ein Handy hat, welches geortet werden kann. Die Jagd auf den fanatischen und gemeingefährlichen Protagonisten ist eine Jagd nach einem Phantom. Und dieses Phantom lässt sich nicht durch das Klicken eines „Like“-Buttons oder dem Kauf eines Action Kits fassen. Die Tatsache dass nun aufgrund der Web-Kampagne jeder den Schlächter kennt, wird ferner auch nicht dazu führen, dass er nun aufgibt und geläutert neue Wege einschlägt. Auch die Illusion, einen militärischen Eingriff, durch die Resonanz in den sozialen Medien zu bewirken ist, mit Verlaub, naiv. Doch darauf kommt es eigentlich gar nicht an. Denn bewirkt werden soll im Grunde nur eines. Resonanz schaffen, die der Selbstbeweihräucherung Rückenwind verschafft. Zum einen ist da die Organisation hinter dem Video, die sich Invisible Children nennt und offenbar schon seit Jahren gegen Kony in den Krieg zieht. Das Image wird nicht in Frage gestellt. Die Männer sind Helden und sie sind jung, dynamisch und haben systematisch gute Arbeit geleistet bei Ihrem Manifest, trotz des Skandals der Veruntreuung von Spendengeldern. Zum anderen sind da die Helden der amerikanischen Regierung, die den Kampf der Macher auf das politische Parkett gezogen haben. Republikaner und Demokraten, die gemeinsam den Schlächter stoppen wollen. Dem Frieden und der Freiheit geschuldet. Oder doch eher dem bevorstehenden Wahlkampf? Der Verdacht liegt nahe, dass hier im großen Stil pro-amerikanische Propaganda von Seiten US-amerikanischer Politiker betrieben wird. Auf dem Rücken eines Trends, der wie eine Welle durch das Netz schwappt, scheint der Gralswächter der Demokratie, die USA, wieder im Lichte der Besonnenheit und der Besinnung auf die in der Verfassung festgehaltenen Werte konzentriert. Vergessen die Gräueltaten des Irak-Kriegs. Vergessen die Missstände in Guantánamo. Auch vergessen, die Koranverbrennungen in Afghanistan. Jetzt zählt nur noch eins, der Heldenmut des ehrenhaften Militärs, das fahnenschwingend die geknechteten Völker Nordugandas, der Zentralafrikanischen Republik, der Demokratischen Republik Kongo sowie des Südsudans von der Tyrannei befreien will. Dass die USA und auch die europäischen Partner Großbritanniens nicht zuletzt auch als treibende Keile, der überaus komplexen Konflikte in Zentralafrika, mit Ihrer Kolonialpolitik agieren, spottet in Anbetracht der vermeintlichen Helden, eigentlich jeglicher Erhabenheit. Doch solche Informationen bleiben außen vor. Haben in dem Video nichts zu suchen. Denn Propaganda oder auch Edward Bernays jüngerer Clou, die PR, sieht Aufklärung im Sinne von Bildung mündiger Gedanken nicht vor. Geglaubt wird, was vermittelt wird. Nicht mehr und nicht weniger.

March 9 2012, 5:59pm

Die 10. Woche im Web

Das neue iPad ist kein rechter Paukenschlag, oder doch? Eine ganz neue Produktkategorie hat es gegründet, die Bill Gates Jahr zuvor nicht in den Markt drücken konnte. Ein Netbook mit dem Bedienkomfort eines Smartphone. Aus meiner Sicht ist der Markt langsam gesättigt. Und so streiten sich die Experten darüber, ob Apple nun mit dem iPhone, dem iPad oder einem eigenen iTV zukünftig seine Milliardengewinne steigern wird. Aus meiner Sicht ist am spannendsten, welche Firmen Apple in den nächsten 20 Monaten kaufen wird. Illustre Namen stehen auf der Liste der Kristallkugel-Jünger. Wir lassen uns überraschen. Schnell kann es geschehen… Dass Tablets die Zukunft der PCs sein werden, ist erklärter Wunsch der Leute von Microsoft. Daher haben sie ihr neues Windows 8 zum Tablet-OS umfunktioniert. Die ersten Tester merken auf ihern Desktops allerdings, dass die Umgewöhung noch radikaler ausfällt als das umstrittene UNITY-Konzept von Ubuntu. Ein Zerfasern von Windows in 1001 App erscheint hip und aus Tablet-Pespektive sinnvoll, aber ob wirklich soviele Firmen und Büros mit dem neuen Windows glücklich werden kann stark bezweifelt werden. Und so wird Windows 8 nur ein Übergang sein und spätestens beim nächsten Service Pack oder bei der nächsten Version springen die Firmen wieder auf, wenn Redmond ihnen entgegenkommt… Drüben bei Carta macht sich ein Urheber so seine Gedanken zum Urheber- und Leistungsschutzrecht und erhält Schelte und Zustimmung. Das Dreiecksgeschäft der Verlage scheint gefährdet. Ob sich die Urheber in diesem Bermuda-Dreieck zwischen Werbekunden, Lesern und Verlegern überhaupt eine Stimme erkämpfen können, bleibt fraglich. Manche glauben sogar, dass es 2034 zuende ist mit den Zeitungen… Und dann war da noch das: Mit dem Social-Media-Detection-Plugin für das WordPress-CMS ist es Websitebetreibern möglich, den Login-Status der Seitenbesucher auf den beliebtesten Social Networks einzusehen. Diese Daten werden die Analysedaten aus Google Analytics auf der jeweiligen Seite ergänzen. Soweit also zu den bösen Brüdern Google und Facebook…

March 9 2012, 10:01am

ACTA – einfach erklärt

ACTA? Hier wird es erklärt, was es ist und wie es wirken kann…

March 9 2012, 9:45am

Stephan Urbach: Der arabische Frühling…und was bei uns angekommen ist

Stephan Urbach, geboren 1980 in Lauterbach, geschieden, lebt und arbeitet in Berlin. Nach einem abgebrochenen Lehramtsstudium und einer erfolgreichen Bankkaufmannslehre arbeitete Urbach bei AOL. Seit 2011 tut er das nicht mehr, sondern macht Politik in der Piratenpartei und ist Netzaktivist.

March 8 2012, 1:01pm

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