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Tazaar - Der Twitter-Kleinanzeigenmarkt

Twitter bietet 140 Zeichen Platz, um die Frage zu beantworten “What are you doing?”. Kleinanzeigen bieten meist kaum mehr Platz und beantworten die Frage, was der Sender zum Verkauf anbietet. Tazaar bringt Twitter und Kleinanzeigen zusammen. Tazaar versteht sich selbst als Twitter-Bazaar, daher auch der Name. Wie funktioniert Tazaar?

Tazaar nutzt die Gepflogenheiten der Twittersphere zum Aufgaben von Angeboten und Gesuchen. Wer etwas zu verkaufen hat startet seinen Tweet einfach mit dem Hashtag #wts (want to sell). Wer etwas sucht startet mit #wtb (want tu buy). Weitere Details wie Preis, Ort, Gegenstand des Angebots etc. werden sind dann quasi im Haupttext des Tweets. Auch hier bietet sich die Verwendung von Hashtags an. Tweet dann absetzen und auf einen Reply bzw. eine Direct Message hoffen. An wen richtet sich Tazaar? Theoretisch richtet richtet sich Tazaar natürlich an Verkäufer und Kaufinteressenten der Marke 2.0, die auf einem schnellen und unkomplizierten 2.0-Weg auf einen Deal hoffen. Praktisch sieht das auf der Seite von Tazaar derzeit allerdings leider doch sehr nach SPAM und dubiosen Anbietern aus. Der werden Häuser und Autos nach dem Losverfahren angeboten, das spricht nicht gerade dafür, dass es sich hier um ein seriöses Anbieterumfeld handelt. Blogpiloten-Urteil Die Idee ist toll, die Umsetzung twittergrecht einfach. Aber die aktuellen Angebote auf der Seite sprechen nicht dafür, dass es hier um die Anbahnung von seriösen Geschäften geht. Die Macher können sich ihre Nutzer an der Stelle zwar nicht wirklich aussuchen, aber Maßnahmen zur Verhinderung dieser Form von Angebotsmüll und plumper Werbelinks wäre wünschenswert.

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June 16 2009, 1:06pm

momentile: Das Ich im Bilde

Egoshooting mal anders. Bei Momentile steht das Ich im Vordergrund. Jeden Tag ein Snapshot mit der Kamera, Bild hochladen und sich von anderen stalken lassen (ja, so heisst das bei Momentile wirklich). Und so funktioniert’s: Registrieren, Profil ausfüllen und dann loslegen und Eo-Shoots machen. Auf Verschlagwortung, Kommentierung und anderen Social Dingens Firlefanz verzichtet Momentile explizit: “There are no image descriptions, tags or comments. Currently, there are a ton of great places to socially share your photos. Momentile is something different entirely. Momentile is a personal mosaic of daily images, that aim to tell a story using only imagery. A single momentile consists of one image with a date. That’s it!”

Aber was man selbst nicht darf, dürfen dafür andere machen. Die eigenen Stalker dürfen Bildkommentare hinterlassen, Captions, über die man dann auch informiert wird per E-Mail oder auf Wunsch auch via SMS. Und um die eigenen Ego-Shoots zu promoten, darf natürlich der Autotweet via Twitter nicht fehlen. Last but not least gibt es neben der “klassischen Upload-Funktion” bei Momentile eine mobile Applikation, derzeit für iPhone und iPod-Touch.

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June 2 2009, 9:50am

My-Name-is-E: Poken für Erwachsene

Seit der LIFT 2009 in Genf und der Re-Publica 2009 in Berlin ist ein Teil der Web-Szene im Poken-Fieber. Nein, nicht Pockenfieber, POKEN - Die kleinen Tamagotchi-ähnlichen Plastikfigürchen, die per Handschlag digitale Visitenkarten austauschen. Putzig sind sie ja, aber manchen etwas zu verspielt, um sie im Businesskontext einzusetzen. Für “Erwachsene” gibt es jetzt mit “My Name Is E” (kurz “E”) eine Alternative. Wie funktioniert “E”! Einmal angemeldet, kann man sich bei “E” sogenannte Cards anlegen. Das sind digitale Visitenkarten für ganz unterschiedliche Anlässe, die mal mehr, mal weniger über die eigene digitiale Identität verraten. Neben den klassischen Kontaktdaten (Adresse, Telefonnummer, E-Mail) lassen sich eine Fülle von Social-Networking-Profilen mit “E” verknüpfen. Dazu einfach den Usernamen bzw. die Zugangsdaten zu Twitter, Dopplr, Vimeo, Facebook und Co. eingeben und mit einer der Cards verknüpfen lassen.

Die digitale Vistenkarten lässt sich dann auf unterschiedlichen Wegen mit anderen austauschen. Entweder über das Handy oder den so genannten Connector, der quasi das Äquivalent zum POKEN darstellt. Einloggen, Handy oder Connector in Reichweite bringen und schon ist man digital über die E-Visiten-Cards, vernetzt.

An wen richtet sich “E”? Die Zielgruppen von “E” und “Poken” liegen zunächst mal nicht so weit auseinander. Geekige Webworker werden ihren Gefallen an dem einen oder dem anderen Dienst finden. Allerdings kommt “E” etwas seriöser als die verspielteren Poken daher. Zwar arbeitet Poken offenbar auch an einer Business-artigen Variante, aber der erste Eindruck ist bei “E” eben edler und richtet sich damit direkter an ein Business-Publikum. Blogpiloten-Urteil Egal ob Poken oder “E”, entscheidend wird für Dienste dieser Art sein, dass sie schnell kritische Massen an Usern und dadurch virale Effekte erreichen, die für die Verbreitung dieser neuen Art des Visitenkartentauschs sorgen. Die logischere und gut umgesetzt Handyanbindung von “E” gefällt hier besonders gut. Der Dienst wirkt ausgereift und der Sinn einer solchen Anwendung erschliesst sich für Digitalarbeiter im Handumdrehen. Nur: Es könnte kaum einen bescheuerteren Namen geben. Da ist Poken als Begriff weniger sperrig. Bildnachweis: Screenshots gemacht auf http://www.mynameise.com/

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May 22 2009, 11:57am

Calaméo - Der Rich-Content-Document-Sharer

Dienste zum Veröffentlichen, Teilen und Einbetten von Dokumenten verschiedenen Typs gibt es im Web schon so einige. Slideshare.net und issuu.com dürften hier die zwei prominentesten Vertreter sein. Der neue Dienst Calaméo betritt hier nun die Bühne und kann nach ersten Tests überzeugen, vor allem durch weitere Features, die man so bei der Konkurrenz noch vergeblich sucht. Wie funktioniert Calaméo?

Das Besondere an dem Dienst ist, dass er die hochgeladenen Dokumente in so genannte Flipbooks umwandeln kann, die dann in schicker Flashoptik durchgeblättert werden können. Gefällt sicherlich nicht jedem, weil Flash und so. Aber daran haben die Macher insofern gedacht, dass sie die integrierten Texte extrahieren und voll durchsuchbar gemacht haben. So ist es ein guter Kompromiss. In die Flipbooks lassen sich natürlich Links und inzwischen auch Audiodateien sowie YouTube-Videos einbinden. Das macht die Sache dann schon recht sexy. Für zahlende Kunden bietet Calaméo zudem Zugriff auf die API, so dass Abonnement-Verwaltung, Zugriffssteuerung und dergleichen vorgenommen werden können. An wen richtet sich Calaméo? Gerade die über das normale Maß hinausgehenden Features dürften Calaméo zum Beispiel für Verlage interessant machen, die schick gestaltete, interaktive Hochglanzmagazine ins Netz bringen wollen. Die Werbekunden die C4 und Glanz gewohnt sind, könnten somit überzeugt werden, auch online Werbung in ein “printnahes” Produkt zu stecken. Mir scheint hier auch der eigentliche Businesscase zu liegen. Der ein oder andere Verlag setzt ja bereits auf Flipbooks. Wie erfolgreich vermag ich nicht zu sagen. Zuguterletzt ist Calaméo ein Sprachentalent. Den Dienst gibt es in sieben Sprachversionen. Blogpiloten-Urteil Verlage als Zielgruppe okay, da könnte Calaméo tatsächlich einen Charme entwickeln. Für den Rest der Onlinegemeinde ist der Dienst eine nahezu vollwertige Alternative zu den etablierten Playern, wenngleich die auf den zusätzlichen Flash-Schnickschnack verzichten. Aber wie gesagt, es ist eh Geschmackssache, was man von Flipbooks hält. Kurz und gut: Ausgereift, sehr guter Featureumfang, eine klare Empfehlung den Dienst mal selbst zu testen.

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May 15 2009, 9:08am

Wenn der Appetit kommt - JustHunger hilft

Huuuunger! Wenn das leere Gefühl in der Magengegend mal wieder auftaucht, gähnende Leere im Kühlschrank herrscht und der Weg zum nächsten Supermarkt einfach viel zu weit ist, hilft jetzt JustHunger. Dort lässt sich das Essen ganz einfach von der Couch aus bestellen. Jede Menge Community Funktionen gibt es als Nachtisch dazu. Wer jetzt Appetit bekommen hat, sollte dringend weiterlesen… Wie funktioniert JustHunger? Ganz Eilige geben einfach die eigene Adresse ein und mit einem Klick, werden alle Lieferdienste aus der Umgebung angezeigt. Die passende Google Maps Karte gibt es gleich dazu. Zu den gefundenen Restaurants gibt es ausführliche Informationen sowie die Speisekarte und eine Preisliste. Um dem Community-Gedanken Rechnung zu tragen, sieht man auch gleich wie das jeweilige Restaurant von anderen Nutzern bewertet wurde und welche Gerichte besonders beliebt sind. Rund 1000 Lieferdienste können bislang nach diesen Kriterien durchsucht werden. In der Community – die hier Society heißt -  kann man sich zudem über das Kochen austauschen, Restaurants empfehlen, Kochbücher führen oder JustHunger Parties organisieren. Für wen ist JustHunger gedacht?

Natürlich sind alle Hungrigen hier richtig. Aber auch Menschen mit allgemeinem Interesse am Essen und Kochen. Das Portal bietet nicht nur den schnellen Weg zur Essensbestellung, sondern auch ausführliche Austauschmöglichkeiten: Online auf dem Portal selbst und offline beim gemeinsamen Kochen oder den JustHunger Parties. Blogpiloten-Urteil: Endlich mal eine richtige Alltagshilfe! Ganz einfach lassen sich mit JustHunger die Lieferdienste der Umgebung erkunden. Keine lästigen Speisekarten mehr sammeln, sondern ruckzuck das Richtige finden und gleich online bestellen. Wenn die Entscheidung für das richtige Essen mal wieder schwerfällt, kann man sich einfach an den Favoriten der anderen Nutzer orientieren oder einfach mal den Thailänder um die nächste Ecke testen. Einziges Manko: Die Datenbank könnte noch etwas Futter gebrauchen. Selbst in Berlin ist die Auswahl an Restaurants eher bescheiden. Das ändert sich hoffentlich bald. Bis dahin muss man vielleicht doch noch ab und zu selber kochen!

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May 8 2009, 9:00am

Etherpad - Kollaboratives Schreiben in Echtzeit

Wikis sind ein klasse Tool um mit anderen zusammen ein hyper-verlinktes Textdokument zu erstellen. Der Editor von Google-Docs ist ideal, um gemeinsam an einem Word-artigen Dokument zu arbeiten. Beiden Fällen - Wiki und Google-Docs - ist gemeinsam, dass es keine wirkliche Echtzeitkooperation zulässt. Zwar sehe ich bei Google-Docs wenn, ein Co-Autor gerade auch online ist, aber ich sehe nicht in Echtzeit, welche Teile des Textes die anderen gerade bearbeiten. Etherpad.com schafft hier Abhilfe. Wie funktioniert Etherpad? Das schöne an Etherpad ist, dass man auch ohne vorherige Registrierung direkt ein so “Pad” starten kann. Bei einem Etherpad handelt es sich genau genommen um eine simple Eingabemaske im Browser, in der man direkt loslegen kann einen Text zu verfassen. Über die eingebaute “Invite-Funktion” bzw. den Short-Url-Link auf das eigene Etherpad kann man weitere Autoren einladen, die ebenfalls ohne Registrierung direkt loslegen und im Dokument mitarbeiten können. Das Besondere ist dabei, dass Etherpad die gleichzeitigen Änderungen der teilnehmenden Autoren auch tatsächlich in Echtzeit darstellt. Es wirkt dann quasi so, wie wenn auf dem Etherpad mehrere Cursor gleichzeitig den Text auf das Etherpad fliessen lassen - und de facto ist es ja auch so. Es ist nur ungewohnt an mehreren Stellen gleichzeitig Text entstehen zu sehen. Wer es sehen will, dem sei der Screencast auf der Etherpad-Website ans Herz gelegt.

Natürlich lassen sich jederzeit Zwischenversionen speichern, die als statische Varianten quasi als Snapshot des Dokuments zum jeweiligen Zeitpunkt gespeichert werden. Jeder Autor kann eine eigene Schriftfarbe für sich definieren, so lässt sich hinterher leicht nachvollziehen, wer welchen Teil bearbeitet hat. In der beschriebenen Onlinevariante ist Etherpad kostenlos nutzbar. Es werden aber auch Bezahlvarianten angeboten, die für den ein oder anderen sicher weitere Vorteile bieten. So kann man etwa eine Version von Etherpad herunterladen, die sich dann zum Beispiel im Firmennetzwerk auf dem eigenen Server installieren lässt. Genau daran krankt es ja bei vergleichbaren Onlinelösungen zur Kollaboration. An wen richtet sich Etherpad? Für die spontane und dezentrale Eventplanung eignet sich die webbasierte Variante von Etherpad hervorragend. Aber auch für professionelle Webworker, die in Freelancer-Netzen mit anderen zusammenarbeiten, kleine Projektteams und auch Firmen, die ihr Wissensmanagement intern kostengünstig pimpen wollen, sollten mit Etherpad eine attraktive und innovative neue Lösung an der Hand haben, die hilft Kollaboration besser und effizienter zu gestalten. Blogpiloten-Urteil Toller Dienst, der Vorteile gegenüber Wikis, Google-Docs und Co. hat, wenn es um Echtzeitkollaboration und Adhoc-Text-Hacking geht. Umgekehrt scheint Etherpad aktuell nur auf genau diese Stärke zu setzen, so dass es die Vorzüge ,die eine Wiki-Software oder Google Docs mit sich bringen, noch nicht halten kann. Aber: Das, was Etherpad macht, macht es sehr sehr gut. Weitere Features sind etwa: unlimitierte Undo-History, alle Zwischenschritte sind lückenlos nachvollziehbar, und - vor allem für Programmierer interessant - Code-Syntax wird gehighlighted.    Verwandte Artikel

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May 6 2009, 3:02pm

Wider MTV und Co – tape.tv

Seit Juli 2008 im gibt es ein neues Kleinod für Musikliebhaber im Internet – tape.tv. Gegründet wurde die Plattform von Conrad Fritzsch (39) und Stephanie Renner (41). Etwa 17.000 Musikvideos soll das Archiv des Senders umfassen. Von Indie und Elektro bis hin zum aktuellen Chartsgedudel ist für jeden etwas dabei. Man ist geneigt vom neuen MTV zu sprechen. Vorbei sind die Zeiten von nervender Klingeltonwerbung und fragwürdigen Pseudorealityshows. Hier kann der geneigte User nonstop seiner Lieblingsmusik frönen, so wie in den glorreichen Tagen von Viva2 oder MTV. Ebenso förderlich für die Popularität von tape.tv dürfte der jüngste Streit zwischen YouTube und der Gema sein, im Zuge dessen YouTube sukzessive die Musikvideos entfernen muss. Obwohl sich Gema und YouTube derzeit zu Gesprächen bereit zeigen.

Die Seite von tape.tv besteht aus einem Player, der sich vor einem schwarzen Hintergrund befindet. Nicht mehr und nicht weniger. Im übersichtlichen Menü, das erscheint, wenn der Nutzer mit der Maus über das gespielte Video fährt, kann er sein Lieblingsmusikgenre auswählen und es sich dann in einer Endlosschleife anhören und ansehen. Ebenso ist es möglich, sich ganz leicht eine Playlist zu basteln. Abseits der gängigen Musikgenres gibt es auch einen Menüpunkt “special features”. Dort kann zwischen verschiedenen Unterpunkten wie “ffk bei dug” oder “weisses rauschen” gewählt werden. Es werden Videos gezeigt, die eben inhaltlich in die jeweilige Rubrik passen. Gut finde ich das schlichte Aussehen und die ruhige, ohne aufdringliche Werbung verunstaltete Umgebung des Players. Die Ads fügen sich gut ins Gesamtbild der Seite ein. Ebenso, dass man sich nicht mehr stundenlang durch das Musikprogramm quälen muss um „seinen“ Lieblingsclip schauen zu können - wenn man etwas nicht mag, klickt man einfach weiter. Nicht so gut gemacht: Man kann nicht nach Musiktiteln suchen. Es ist auch nicht möglich auf ein Video zurückzuspringen. Des Weiteren fehlt die Möglichkeit der Einbindung in andere Dienste, wie z.B. Twitter oder Facebook. Auch gibt es keine Funktion, die mir erlaubt, einen Link an Freunde zu senden, wenn mir ein Video besonders gut gefallen hat. Tape.tv kommt in einem überraschend aufgeräumten Design daher. Es beschränkt sich ganz auf das Zeigen von Musikvideos und ist somit ein schöner Gegentrend zum heutigen sogenannten Musikfernsehen mit seinen überfrachteten Unterhaltungsformaten. Ein echter Gewinn, wie ich finde. Dass immer nach fünf Songs eine kurze Werbeunterbrechung kommt, die man nicht überspringen kann, ist zu verschmerzen. Dies möchte ich tape.tv nicht ankreiden, da sie sich ja irgendwie finanzieren müssen. Es werden Clips präsentiert, die eine wesentlich bessere Auflösung haben als bei YouTube. Dabei ist tape.tv, wie der Name schon verrät, mehr Fernsehen als Internet. Einige Funktionen wie Senden von Links oder das Einbinden in andere Dienste fehlen. Insgesamt ist tape.tv eine solide Möglichkeit sich im Internet Musikvideos anzuschauen. p.s. Bei Jetzt gibt es ein Interview mit Conrad Fritzsch.    Verwandte Artikel

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April 27 2009, 2:49pm

Ushahidi: Crisis Mapping in Afrika

In der afrikanischen Blogosphäre gibt es noch vieles zu entdecken. Im Blogpiloten Interview spricht Juliana Rotich von  Globalvoicesonline.org über Social Media in Afrika und Grassroots-Bewegungen in Kenia. Das angesprochene Projekt Ushahidi haben wir uns einmal genauer angeschaut. Nach dem Klick gibt es das Interview und den Blogpiloten-Review. Mit Juliana Rotich haben wir am Rande der diesjährigen LIFT-Conference in Genf gesprochen: Interview: Juliana Rotich (Globalvoicesonline) from Steffen Bueffel on Vimeo.

Ushahidi ist das suahelische Wort für Zeugenaussage. Zeugen sucht die Open Source Software für Unruhen und kriegerische Auseinandersetzungen in Afrika. Trauriger Anlass für die Entwicklung der Plattform waren die Unruhen nach den Wahlen in Kenia Anfang 2008. Seitdem wird die Plattform auch für andere Konfliktsituationen genutzt - ganz aktuell bei den Parlamentswahlen in Indien. Wie funktioniert Ushahidi? Ushahidi Nutzer können Ihre Informationen per Telefon, SMS, E-Mail oder über das Internet an die Plattform senden. Im Web gibt es dafür bereits ein Formular, das nach der Art des Konfliktes, Ort und Zeitpunkt fragt. Zudem wird um eine kurze Beschreibung gebeten. Um Informationen zu untermauern, können noch Quellen wie Blogs oder Videos angeben werden. Auch wenn Ushahidi nicht alle Informationen bis ins Detail überprüfen kann, gelten die Angaben als sehr zuverlässig. Grund dafür ist u.a. die intensive Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen, die ebenfalls Informationen aus den Krisenregionen liefern. Nicht offiziell bestätigte Informationen werden auf der Plattform als “Nicht verifiziert” gekennzeichnet. Auch andere User können die Glaubwürdigkeit einzelner Beiträge bewerten.

Die gesammelten Vorfälle werden auf einer Karte angezeigt und können dort nach Kategorien sortiert werden. Mit einem Klick kann man sich so anzeigen lassen, wo beispielsweise Enteignungen stattfinden oder herausfinden, wo UN Friedenstruppen stationiert sind.  Alle Einträge können auch in chronologischer Reihenfolge aufgerufen werden. Für wen ist Ushahidi gedacht? Ursprünglich wollte Ushahidi allen Kenianern einen Überblick  zu den Unruhen geben. Das waren nicht nur hilfreiche Informationen und Warnungen für die Bevölkerung, sondern auch unabhängige Auskünfte für Journalisten. Mit der Ausweitung auf andere Gebiete und Konflikte wird das Angebot auch für andere Gruppen und Regionen interessant. In Ländern, in denen es häufig keine unabhängige Presse gibt, ist Ushahidi eine ideale Möglichkeit, auch Informationen zu verbreiten, die nicht direkt von der Regierung kommen. Langfristig plant Ushahidi die Software kostenlos zum Download anzubieten. Eine Alpha-Version kann bereits getestet werden. Die Software kann dann nicht nur für Krisenbeobachtungen eingesetzt werden , sondern auch bei positiven Ereignissen, die für eine breite Masse interessant sind. Insbesondere Hilfsorganisationen und NGOs könnten die Software nutzen. Den Menschen in Afrika möchte Ushahidi darüber hinaus möglichst bald eine kostenlose Hotline anbieten, über die sie von Unruhen berichten können. Denn auch wenn Mobiltelefone auf dem Kontinent weit verbreitet sind, fehlt häufig das Geld für Gespräche. Blogpiloten-Urteil: Ushahidi visualisiert und kartografiert Unruhen und Kriege auf übersichtliche Art und Weise. Interessant wird das Angebot vor allem durch die vielen Quellen und Informationen, die direkt aus den Krisenregionen und von den Betroffenen kommen. Die Plattform ist einfach zu bedienen und die eingehenden Informationen sind schnell abzurufen. Damit erfüllt Ushahidi alle Kriterien, um unvermittel für die Bevölkerung hilfreich zu sein und leistet einen großen Beitrag für die Weiterentwicklung von Social Media in Afrika.

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April 20 2009, 8:22am

Procaster: Mogulus meets Desktop-Application

Mogulus ist mit einem eigenen Live-Video-Produktions-Tool an den Start gegangen, dass die Erstellung von Live-Sendungen vereinfachen soll: Procaster. Wer bisher Mogulus über das Web genutzt hat, kann jetzt also auch mit einem eigenen Desktop-Client arbeiten. Wer will, kann sich bei Procaster einige sehenswerte Videos anschauen, die die Funktionsweise demonstrieren; oder aber ihr folgt unserem Test unmittelbar nach dem Sprung. Wie funktioniert Procaster? Procaster ist eine Software, die man auf seinem Rechner installieren muss, um Live-Sendungen zu produzieren. Erhältlich bisher nur für Windows-Dosen. Eine Mac-Version ist derzeit in der Mache, über Linux schweigt sich die Website aus. Wer jedoch die Rechner-Voraussetzungen erfüllt, kann nach Download und Installation schon loslegen: einfach mit dem Mogulus-Account anmelden, und schon steht einem das Procaster-Interface zur Verfügung. Unschönes Detail: Der Login-Screen unterstützt kein Copy&Paste – wer also seine Passwörter in einer zentralen Software verwaltet und bei Bedarf in das Feld reinkopieren will, muss tippen.

Das Interface wirkt aufgeräumt und kommt mit schönen Transparenz-Effekten daher. Man kann die Qualitätsstufe des Videos wählen, zwischen Kamera-, Screen- und Game-Modus umschalten, mit einem Klick auf den unübersehbaren “Go Live”-Button den eigenen Kanal bespielen und verschiedene Quellen zusammenmischen. Im Live-Modus bekommt man dann übersichtlich den Bereich angezeigt, der gerade gefilmt wird, kann über Maus oder Shortcuts zoomen oder den Bereich verschieben und in den entsprechenden Fenstern mit seinen Zuschauern chatten. Umfangreiche Einstellungen verbergen sich unter “Preferences”. Für wen ist Procaster gedacht? Im Grunde genommen richtet sich Procaster an alle, die auch vorher schon Mogulus genutzt haben, denn das Tool bietet einfachen Zugriff auf alle Funktionen. Die Beschränkung auf Windows schließt einen Teil der Zielgruppe natürlich noch aus, Microsoft-Nutzer aber können ihre ganze Prozessor-Kraft auf Live-Sendungen verwenden und sind nicht mehr auf die Beschränkungen des Browsers angewiesen. Blogpiloten-Urteil Wer Mogulus und Windows nutzt, kommt an Procaster kaum herum. Das Tool ist kinderleicht zu bedienen, bietet jedoch dennoch direkten Zugriff auf ausgefuchste Features. Man hat nicht nur alle Mogulus-Funktionen griffbereit, sondern kann sich direkt mit seinem Twitter-Account einloggen und die ganze Welt wissen lassen, dass man gerade live ist. Das Interface ist nicht nur optisch gelungen, sondern bietet über Shortcuts schnellen Zugriff auf die wichtigen Funktionen. Die Einarbeitungszeit ist überraschend kurz. So muss ein gelungenes Tool aussehen. Fehlen nur noch Mac- und Linux-Unterstützung.    Verwandte Artikel

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April 17 2009, 8:20am

Afrigator: Entdeckungsreise durch das afrikanische Netz

Niedrige Internetgeschwindigkeiten, schlechte Telekommunikationsinfrastruktur und nur sechs Prozent der Bevölkerung haben Zugang zum Internet – die Voraussetzung der afrikanischen Bevölkerung für einen Weg hin zu digitalen Gesellschaft sind auf den ersten Blick nicht gut. Wenn da das Handy nicht wäre - bereits jetzt das beliebteste Kommunikationsmittel auf dem Kontinent. Nach Expertenschätzungen wird in wenigen Jahren der Großteil der Bevölkerung über ein internetfähiges Handy verfügen. Grund genug, einmal einen näheren Blick auf das digitale Afrika zu werfen. Der Social-Media-Aggregator Afrigator gibt dazu eine gute Übersicht… Wie funktioniert Afrigator? Der südafrikanische Dienst versorgt die Welt mit einer Zusammenfassung afrikanischer Blogs, Podcasts, Videocasts oder News Seiten. Zum zweijährigen Jubiläum legten die Macher gerade beeindruckende Wachstumszahlen vor. Waren 2007 erst 2279 Blogs bei Afrigator registriert, waren es ein paar Monate später bereits 8065. Über die Hälfte davon kommen aus Südafrika.

Die Anzahl der Blogs stieg in einem Jahr um über 60 Prozent. Aus all diesen Quellen sucht das Angebot die wichtigsten und interessantesten Informationen heraus – Fotos, Videos und Twitter-Nachrichten der Nutzer inklusive. Der Großteil der Nachrichten und Einträge ist in Englisch, aber auch französische, portugiesische oder arabische Beiträge sind zu finden. Afrigator bietet mehrere Arten der Sortierung aller Informationen an: chronologisch, nach User-Bewertung, nach Rubriken, Tags oder Ländern. Nach einer Registrierung kann man sich ein persönliches Profil zusammenstellen und nur bestimmten Quellen folgen. Gibt es Neuigkeiten zu den eingegebenen Suchkriterien wird man benachrichtigt. Zudem können die Nutzer ihr eigenes Blog dem Angebot hinzufügen und sich mit anderen vernetzen. Für wen ist Afrigator gedacht? Wer immer noch denkt, dass Blogs und Podcasts noch nicht in Afrika angekommen sind, wird hier eines Besseren belehrt. Bei Afrigator erhalten Interessierte einen guten Überblick zu den Themen, die in Afrika diskutiert werden. Auch Journalisten bekommen ein Meinungsbild und gute Recherchemöglichkeiten. Natürlich gibt es auch eine Version für das Mobiltelefon, damit sich auch die afrikanischen Handynutzer optimal einbringen können. Blogpiloten-Urteil: Die Afrosphere bekommt mit Afrigator ein Zuhause. Im internationalen Vergleich ist die Masse der afrikanischen Blogs sicherlich immer noch gering. Im Verhältnis zu den vorhandenen Internetzugängen doch schon beachtlich. Diese präsentiert Afrigator auf ansehnliche Art und Weise. Mit wenigen Klicks kann man die Stimmung der afrikanischen Blogger einfangen und aktuellen Diskussionen verfolgen. Eine ideale Möglichkeit, die afrikanische Online-Welt zu entdecken.    Verwandte Artikel

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April 9 2009, 1:07pm

Review: Poken - Visitenkarten für Geeks

Unter dem etwas gewöhnungsbedürftigen Namen Poken (www.doyoupoken.com) macht ein kleines Spielzeug auf der re:publica die Runde. Wie eine Biene sehen die Pokens aus, wie ein Panda oder ein kleiner grüner Außerirdischer, und damit ehrlich gesagt nicht besonders hübsch. Aber wozu das Ganze?

Den Review gibt’s nach dem Klick.

Pokens sind so etwas wie eine Visitenkarte für all diejenigen, die online leben. Wer sich zum ersten Mal trifft musste bisher die Visitenkarte hernehmen, Namen auf Facebook, Twitter, Flickr und Co suchen und anschließend auf all diesen Plattformen die Freundschaft bestätigen. Das ist langsam, nervig und vor allem kleinteilig - eben alles andere als Spaß. Und hier kommt der persönliche Poken ins Spiel. Jeder Poken hat eine eindeutige Identifikationsnummer, die online mit den persönlichen Profilen verknüpft werden. Wenn ein Poken auf einen anderen trifft - indem sie kurz aneinander gehalten werden - tauschen sie die Idenfitikationsnummer aus. Wer seinen Poken anschließend in den Rechner steckt (einfach per USB), der sieht eine Liste all der neuen Kontakte, die auf dem Poken gespeichert sind. Rund 60 Personen kann man hier auf einmal speichern, dann sollte das Gerät am Rechner entladen werden. Mit einem Klick können alle Kontakte auf allen voreingestellten Plattformen hinzugefügt werden. Das spart Zeit und jede Menge Nerven. Der Clou: Änderst du später deine Daten, dann werden sie automatisch auch bei allen Kontakten aktualisiert - ein Service, der Visitenkarten weit überlegen ist.

Für wen ist das alles gut? Sicherlich nicht für jeden. Wer zu seinen Freunden viele Blogger zählt, der dürfte aber in den nächsten Monaten vermehrt den kleinen bunten Figürchen begegnen. Denn noch sind Pokens in Deutschland überhaupt nicht offiziell erhältlich, und dennoch sind seit einigen Wochen auf jeder Bloggerveranstaltung jede Menge zu sehen. Einen ausführlichen Poken-Review als Video von dotdean gibt’s auch auf Pl0g.de. Bild: Do You Poken? von aymanvanbregt. Some Rights Released.

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April 3 2009, 11:10am

Poken - Schlag ein, ich will netzwerken!

So niedlich sieht der Versuch aus, einen neuen Trend zum sozialen Netzwerken zu kreieren. Das Schweizer Startup Poken hat bei der Lift-Conference vergangene Woche in Genf fleissig getrommelt und die kleinen süßen Plastikfigürchen mit USB-Anschluß unter das Konferenzvolk gebracht. Außerdem waren einige der Teilnehmerbadges mit einem “Poken-Clip” ausgestattet.

Die Idee: Die kleinen Monster fungieren als digitale Visitenkarte die mit einem Onlineprofil verbunden werden können. Und so geht’s: Einfach Pokendevice an das eines anderen “Pokers” (?) halten, warten bis es grün leuchtet und schon hat man die jeweiligen Kontaktdaten des anderen auf dem eigenen Pokendevice eingesammelt. Hinterher nur noch via USB mit dem Onlineprofil synchronisieren und schon kann man sich nach und nach eine (weitere) Freundesplattform aufbauen - sofern man genügend pokende Menschen trifft. Und genau das ist im Moment noch eines der Probleme: Die Verbreitung des Pokens. Online ist es schon schwierig schnell eine kritische Masse zu erreichen, offline - zumal mit zu bezahlenden Minidevices - könnte das noch schwieriger sein. Aber die Daumen sind gedrückt! Ein Poken-Device kostet um die 20 Franken. Das Schöne: Man ist nicht exklusiv auf das Poken-Netzwerk beschränkt, sondern kann eine Reihe weiterer Netzwerkprofile mit dem Poken-Netzwerk verbinden und über die eigene Poken-Card anzeigen lassen. Facebook, Xing, die unterschiedlichen VZ-Netzwerke und Twitter dürften für deutsche User wohl zu den gefragtestes Plattformen gehören. Was stört ist die Pokemon-Kleinkindoptik der Devices. Dem Kindesalter entwachsene User, die Poken professionell einsetzen wollen, werden sich sicher seriösere Poken-Monster wünschen. :-) Kurzum: Die Idee ist charmant, die Umsetzung noch nicht bis ins letzte Detail durchdacht und umgesetzt, aber die Poken-Macher waren bei der Lift nicht nur bemüht Poken unters Volk zu bringen, sondern auch fleißig Feedback einzufangen. Es lohnt sich also das Startup im Auge zu behalten. Bildnachweis: User schoeters auf Flickr.com

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March 2 2009, 5:11pm

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