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Kostenfreies Screen Sharing mit Mikogo

Es gibt ja so Gelegenheiten, da fragt man immer seinen Alpha-Nerd. Oder seine Alpha-Nerdin. Der oder die wird’s schon richten, denkt man sich dann. Ganz so einfach ist das aber doch nicht, denn wie erklärt man jemandem übers Telefon, was er wo zu klicken hat, um endlich … (hier bitte ein beliebiges Problem eintragen) zu können?

An dieser Stelle setzt Mikogo an. Der Dienst schreibt sich “free screen sharing for people and businesses” auf die Fahne und wartet sogar mit Fernbedienbarkeit des Rechners auf. Im Rahmen der (mittlerweile beigelegten) Auseinandersetzung um den Twitter-Account @mannheim hat Mikogo einige Publicity bekommen. Es wird also Zeit, den Dienst genau unter die Lupe zu nehmen.

Wie funktioniert Mikogo?

Wie im Screen Sharing üblich, startet eine Person eine Session und lädt dann andere Teilnehmer ein, die übers Web alles sehen können, was auf dem Bildschirm des Session-Leiters geschieht. Dazu muss der Leiter oder die Leiterin eine Software installieren, die von Mikogo kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Linux-User bleiben hier leider draußen. Den kompletten Funktionsumfang gibt es nur für Windows-Rechner, Mac-Anwender müssen auf einige Funktionen verzichten. Ist die Software installiert, kann man einen Account machen, ihn eintragen und loslegen. Jedes Meeting hat eine eigene ID aus neun Zahlen, die man den Teilnehmern mitteilen muss. Dazu bietet die Mikogo die Möglichkeit, direkt aus der Software heraus eine E-Mail zu verschicken oder die ID zu kopieren.

Mit Mikogo lässt sich ein fremder Rechner einfach fernsteuern, um beispielsweise die Systemeinstellungen zu kontrollieren

Für die Teilnehmer/innen ist die Sache einfacher. Sie müssen lediglich auf die Mikogo-Homepage gehen und unter “Join Session” ihren Namen und die ID der Session eingeben, an der sie teilnehmen möchte. Mikogo bereitet daraufhin eine ausführbare Datei vor, die heruntergeladen und gestartet werden muss. Ist das erledigt, können sie den Bildschirm des Leiters/der Leiterin sehen. Sehr schön sind eine Reihe von Zusatzfeatures, die es ermöglichen, Dateien auszutauschen oder auf den Bildschirm eines Teilnehmers zu wechseln. Es ist sogar möglich, den eigenen Rechner zur Fernsteuerung freizugeben. Der Wermutstropfen der ganzen Sache ist allerdings die fehlende Audio- oder Chat-Unterstützung innerhalb der Software. Mikogo hat jedoch spezielle Telefonnummern für verschiedene Länder eingerichtet, über die Konferenzen durchgeführt werden können.

An wen richtet sich Mikogo?

Mikogo soll die Werbetrommel für die ausgefeilten und kostenpflichtigen Anwendungen von BeamYourScreen rühren und bietet daher einen eingeschränkten Funktionsumfang. Aus diesem Grund wird Mikogo für viele Unternehmen kaum interessant sein: So ist die Anzahl der Teilnehmer auf zehn Personen beschränkt, und es gibt keine Möglichkeit, direkt innerhalb des Systems über Chat oder Telefon Rückmeldung zu geben. Außerdem schlägt als Nachteil zu Buche, dass sich die Teilnehmer nicht über einen HTML-Viewer einloggen können, sondern eine ausführbare Datei herunterladen und starten müssen. Wenn man mit diesen Einschränkungen leben kann, lässt sich Mikogo natürlich auch gewinnbringend im Unternehmensumfeld einsetzen.

Über die Fernsteuerung wird sich der oben erwähnte Alpha-Nerd freuen: So lassen sich einfach Probleme beheben. Ansonsten bietet sich der Dienst für kleinere Projekte oder Seminare an. Windows-Nutzer dürfen sich außerdem über die Möglichkeit freuen, eine Aufzeichnung des Meetings anlegen zu können.

Blogpiloten-Fazit

Mikogo ist ein interessanter Dienst für die genannten Zielgruppen. Gerade in der Möglichkeit der einfachen Fernsteuerung liegt ein echter Mehrwert gegenüber anderen Diensten, mit denen sich der Bildschirm teilen lässt. Umständlich ist der Verzicht auf einen HTML-Viewer. Man muss also auch den technisch Unbedarften under den Teilnehmern klar machen, dass sie eine Datei ausführen müssen, wenn sie am Meeting teilnehmen möchten. Abgesehen davon ist der Funktionsumfang jedoch beeindruckend und die Handhabung einfach. Mit einer eigenen Telefonnummer wird zudem die Einschränkung aufgehoben, dass Mikogo keine direkten Telefonkonferenzen bietet. Somit kann Mikogo für alle kleineren Meetings empfohlen werden.

February 4 2010, 10:00am

Was ist eigentlich Gowalla?

Der Pl0g–Screencast geht in die sechste Runde. Diesmal erklären uns Marco (aka emzo) und Florian (aka dotdean) Gowalla, ein sogenanntes location–based game, in anderen Worten: Ein Spiel, das weiß, wo du dich befindest und diese Information ins Spielgeschehen einbezieht. So wird der öffentliche Raum zum Spielfeld. Warum das wirklich Spaß machen kann und hilft, deine Stadt neu zu entdecken, erklärt die Pl0g–Crew im Podcast …

pl0gscreencast #06 - gowalla from dotdean on Vimeo. Mehr zu lesen und weitere Pl0gcasts gibts auf Pl0g.de, die Shownotes und Links direkt zum Podcast gibts hier.

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November 21 2009, 8:00am

Kindischer Kindle - The incovenient truth

Neben meiner Tätigkeit hier bei den Blogpiloten bin ich ja viel als Medien- und Verlagsberater in Deutschland unterwegs. Auf Konferenzen und bei Vorträgen habe ich in diesem Jahr auch ab und an über den Kindle von Amazon, elektronische Lesefolien und andere neuartige E-Reader gesprochen bzw. wurde gefragt, ob das das nächste große Ding ist und ob man als Verlag da unbedingt mit dabei sein muss. Meist habe ich dann auf Basis meines Fachwissens und meines gesunden Menschenverstandes argumentiert, aber immer mit dem flauen Gefühl, Kindle und Co. noch nie selbst in der Hand gehabt zu haben - wie übrigens auch 99,9% derer, die mich dazu befragt haben.

Ähnlich war es damals beim iPhone. In der Theorie wirklich ein maximal medienkonvergentes Gerät und als ich es dann irgendwann endlich in der Hand halten und testen konnte, war schnell klar: DAS Ding wird die digitale Welt verändern - und so war es dann ja auch.

In Sachen Kindle blieb also auch nur der einzige Weg: Kaufen! Gesagt getan, der Kindle kam vor drei Wochen bei mir an. Ausgepackt, aufgeladen, anmachen und nach gefühlten 2,57 Sekunden hatte ich den Reflex das Teil direkt wieder einzupacken und zurück in die USA zu schicken. Genau das habe ich inzwischen - und nicht nach den gefühlten 2,57 Sekunden - auch getan. Dass ich das Gerät dann doch länger behielt, lag daran, dass ich wissen wollte, warum nach gefühlten 2,57 Sekunden der Antireflex kam. Dazu aber gleich mehr.

Vorab noch mein Eindruck aus den gefühlten 257 Blogpostings, die ich über den neuen Kindle in Vorfreude auf mein eigenes Exemplar gelesen habe. Als Revolution, das nächste große Ding, benutzerfreundlich, leicht, klein, kompakt, gut lesbar (auch bei dunklen Lichtverhältnissen wie viele deutlich betonten) usw. usf. wurde der Kindle gefeiert. Im Nachhinein haben gefühlte 99,2 Prozent dieser Beiträge den Kindle nur deswegen über den grünen Klee gelobt, weil sie entweder dafür bezahlt wurden oder aber schlicht und einfach damit angeben wollen, dass sie zur “Elite” der early Adopter und der early “Kindle-Ergatterer” gehören.

Nun zu meiner Einschätzung: Unbestritten ist die Idee, ein permanent an den mächtigen und wachsenden Amazon-Katalog angebundenes mobiles Endgerät zu entwickeln, eine gute. Die damit verbundenen Wertschöpfungsketten haben ihren Reiz, ja. Soweit so gut. Unbestritten ist es auch toll, wenn man es schafft, eine solche Idee zur Marktreife zu bringen. Des Weiteren ist es aber auch unbestritten, dass, wenn der Kindle 2 quasi die positive Weiterentwicklung und Verbesserung des Kindle 1 sein soll (den ich leider nie in der Hand hatte), etwas grundlegend schief gelaufen sein muss, bei der Ausarbeitung der Idee. Denn:

der Kindle ist für mich eine Usability- und User Experience Katastrophe. Intuitiv ist anders! Knöpfe oben, Knöpfe unten, Tastatur mit schlechten Druckpunkten und ein Joystick, der mit Joy so viel zu tun hat wie höllische Zahnschmerzen.

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November 13 2009, 10:28am

Google Dashboard: Nicht schlauer als zuvor

Es klingt spannend: Google will transparenter werden und hat darum eine Seite aufgelegt, auf der jeder User nachschauen kann, welche Daten Google über ihn ganz persönlich erfasst hat. Google Dashboard heisst dieser frisch gelaunchte Dienst. Google selbst erklärt den Dienst so:

Der Mehrwert von Google Dashboard begrenzt: Wer schön säuberlich auf einer Seite sehen möchte, wie viele Mail-Konversationen, Google Docs und Fotos bei picasa er gespeichert hat, der wird hier interessante statistische Informationen finden. Ein etwas enttäuschendes Ergebnis - denn welche Google-Dienste man selbst nutzt, kann sich jeder User ja in der Regel selbst beantworten. Praktisch ist allerdings, dass man von der Dashboard-Seite aus die Einstellung aller Google-Dienste über einen direkten Link verändern kann.

Doch der ganz große Transparenz- und Datenschutzwurf, so viel ist klar, ist Google mit dieser Seite nicht gelungen. Wer sich erhofft hat, zu erfahren, welche Suchanfragen Google auf den eigenen Namen zurückverfolgen kann und wie weit diese zurückliegen, der wird enttäuscht - und müsste wahrscheinlich an Google History verwiesen werden (das vielen Datenschutzinteressierten aber noch viel gruseliger ist).

Auch die Frage, welche Infos Google aus den Mails plus Suchanfragen für die Schaltung von Werbung herausfiltert - oder welche Verknüpfungen zwischen den Diensten Google überhaupt herstellt, bleibt leider unbeantwortet.

Golem.de weisst außerdem darauf hin, dass Google auch Daten sammelt, die im Dashboard nicht ersichtlich sind:

Google nennt explizit Serverlogs, in denen die Requests samt IP-Adresse, Browsertyp, Browsersprache sowie eines oder mehrere Cookies mit eindeutigen Identifizierungscodes gespeichert werden. Diese Daten werden laut Google aus Gründen des Datenschutzes getrennt vom Google-Account gespeichert und stehen daher nicht über das Dashboard bereit. Zudem werden die Logfiles durch Löschen von Teilen der IP-Adresse anonymisiert und die Cookie-Informationen nach 18 Monaten gelöscht. Auch Daten, die Google über seine Werbesysteme Adsense und Doubleclick generiert, fließen nicht in das Dashboard ein.

Kurz: Google Dashboard ist ein praktisches Tool, um einen Überblick über wissentlich eingegebene Informationen online zu bekommen. Über ungewollte Datenerhebung und Verknüpfungen der Infos aus verschiedenen Google-Diensten bietet das Dashboard aber keine Informationen an - und damit eben auch keine wirklichen Kontroll- und Abwehrmöglichkeiten für den User.

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November 9 2009, 8:47am

pip.io: Das bessere Google Wave

Wer versucht hat, eine Einladung für Google Wave zu bekommen und dann endlich reinschauen konnte, war überrascht und enttäuscht zugleich. Es ist ein cooles Tool, um mit Kollegen zusammen zu arbeiten. Die Integration anderer bestehender Netzwerke ist nicht direkt möglich. Obwohl zum Beispiel twittergadget auch ganz ohne die iFrame-Extension funktioniert. Die muss man erst einbinden, um friendfeed zu sehen.

pip.io erscheint auf den ersten Blick wie ein Google Wave, das schon erwachsen ist. Es war eigentlich als Desktop-App gedacht und wird wohl auch weiterhin als white-label Version für Firmen vertrieben werden, um die Koordination innerhalb der Firma und zu den einzelnen bestehenden Sozialen Netzwerken zu verbessern. Die Gründer verstehen es als ein OS (Betriebssystem) für Soziale Netzwerke. Es ist deutlich performanter als Wave (es kennen aber auch sehr wenige Nutzer und läuft auf Amazons AWS - also in der cloud).

Es hat eine Ebene auf der die Profile von twitter, Facebook, Youtube und Netflix (Internet-TV in den USA) eingebunden werden können. Von pip.io aus werden alle beschickt mit statusupdates und Neuigkeiten der Freunde, die man einlädt werden dort auch sichtbar. So hat jedes Netzwerk seine eigene Seite. Sehr übersichtlich. Push und Pull funktioniert gleichermaßen. Die Seiten müssen also nicht mehr geöffnet werden um bei facebook eine Statusmeldung abzusenden.

Es gibt darüberhinaus aber auch eine Möglichkeit wie in Wave eigene Rooms einzurichten, die in etwa einer Wave bei Google entsprechen. Man lädt Freunde oder Kollegen ein und kann dann Dateien hochladen, Links austauschen. Man kann sogar mittels eines kleinen Schloßsymbols an ganz bestimmte Nutzer oder Gruppen Posts versenden, obwohl man sich auf der globalen Ebene befindet.

Auf der globalen Ebene hat Google nichts Entsprechendes anzubieten. Mann kann via Google Maps einen bestimmten Bereich der Erde eingrenzen und dort alle globalen Posts ansehen oder einen absenden. Das Tolle ist, man kann also sehen, was Leute in bestimmten Regionen gerade interessiert. Diese globale Ebene ist also eine geografiebasierte Suchoberfläche für Echtzeitkommunikation.

Leo Shimizu, CEO von pip.io denkt bereits darüber nach, neue Inhalte und Dienste kontinuierlich einzurichten. Er versteht pip.io als Grundgerüst für das gesamte Realtime Web, weil sie alles als realtime event ansehen. Jeder Nutzer produziert einen Strom von Events und kann jeden einzelnen Post nach Wunsch einschränken auf bestimmte Zielgruppen oder einzelne Freunde.

Es gibt auch einen Bereich namens Recents. Da wird alles, was man als Letztes aufgesucht und bearbeitet hat, aufgelistet. Sollte sich da irgendetwas tun - ein Freund oder Kollege antwortet oder stellt eine neue Datei ein, dann wird das mit einem kleinen Symbol angezeigt und man hat jederzeit mit einem Blick im Auge, ob sich in einem der letzten tasks etwas getan hat und kann reinklicken, man ist genau an der richtigen Stelle um zu reagieren oder um es nur zu lesen. Es ist also eine schöne Darstellung des Veränderungsgrades der realtimestreams aus der nahen Vergangenheit, weil man ja nie alles gleichzeitig im Blick behalten kann. Dies ist mein TOOL OF THE YEAR 2009.

Probier es aus:http://www.pip.io

Invitationcode: pipiobeta

Hier ein Video-Interview mit Robert Scoble und zwei Gründern, nach circa 8 Minuten werden alle Funktionen erklärt.

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October 27 2009, 8:28am

DandyID - Das eigene Ich aus dem Netz fischen

Man kennt das ja. Nach und nach häuft man Dutzende von Social Network Profilen an, pflegt davon wirklich nur 3-4 (wenn überhaupt) und verliert sehr schnell die Lust und den Überblick über all das, was man so im Laufe eines Onlinejahres im Netz an Spuren auf neuen Plattformen hinterlässt. DandyID kann hier helfen den Überblick zu behalten bzw. zurück zu erobern.

Wie funktioniert DandyID?

Registrieren, E-Mail aktivieren anmelden und los geht’s. Dandy ID ist quasi eine Art XING nur für einen selbst. Denn hier kann man seine eigene multiple Onlinepersönlichkeit an einer zentralen Stelle wieder zusammenpuzzeln und die eigenen Profile bei den derzeit deutlich über 300 verschiedenen unterstützten Netzwerken im Blick behalten.

Aber Dandy-ID wäre dann eigentlich recht langweilig, wenn das schon alles wäre. Das Schöne ist, dass man mit Hilfe der bereitgestellten Widgets und der API sein Dandy-ID Profil z.B. im eigenen Wordpress-Blog einbinden kann.

An wen richtet sich Dandy-ID?

Nun, das liegt deutlich auf der Hand. Dandy-ID richtet sich an die multiplen Persönlichkeiten im Netz. Wer viele Profile ausprobiert und auch aktiv nutzt hat hier einen tollen Dienst, der einem bei der Pflege und Übersicht unterstützt. Vor allem für Webworker kann Dandy-ID hier wertvolle Dienste leisten.

Blogpiloten-Fazit

Nützlicher Dienst für diejenigen, die Networking-Junkies und mit Lust und Laune neue Dienste ausprobieren und aktiv betreiben wollen. Besonders gut gefallen die Möglichkeiten die eigene Dandy-ID Profil-Cloud in anderen Diensten einbinden zu können. So erspart man sich das händische integrieren jedes einzelnen Dienstes im eigenen Blog oder Facebook beispielsweise. Das i-Tüpfelchen ist der Analytics-Part von Dandy-ID.

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October 15 2009, 6:49am

minube - Der soziale Reiseplaner

Du hast dir sicher schon mal ein Restaurant von einem Freund empfehlen lassen oder hast ein schönen Reiseziel dank des Tipps eines Bekannten entdeckt. Wer auf persönliche Empfehlungen von Freunden Wert legt, ist bei minube am richtigen Platz. Denn hier teilen Onlinefreunde ihre Reiseerfahrungen. Minube bietet aber noch mehr Was ist das Ziel von minube.de? Hinter minube steckt die Idee ein Reiseplanungsportal mit Community- und Empfehlungsfunktionen anzureichern. Insofern minube ist der “soziale” Reiseplaner. Denn neben der Recherche und der Buchung von Reisen kann man sich Dank der persönlichen Meinungen, Eindrücke und Kritiken von anderen Reisenden inspirieren lassen.

Orte, die einem besonders gut gefallen, kann man in seinem Profil speichern (zum Beispiel Restaurants, Hotels, Sehenswürdigkeiten). Hat man sich für ein Ziel entschieden, kann man Flug- und Hotelpreise vergleichen und später die eigenen Urlaubserfahrungen mit anderen teilen. Diese persönlichen Erfahrungen helfen wiederum anderen Reisenden, Ideen für den eigenen Urlaub zu bekommen. Wie funktioniert minube.de? Schritt 1 ist wie immer, dass man die übliche Registrierungsprozedur durchläuft.

Sich inspieren lassen: Reiseberichte über 600 Städte in über 100 Ländern stehen derzeit zur Verfügung. Alle Erfahrungen stammen von minube-Nutzern, wodurch sich ein breitgefächertes Bild der verschiedenen Orte ergibt. Die eigene Reise planen: Orte, die einem besonders gut gefallenkann man sich in seinem Profil speichern. Die Lieblingsorte können Restaurants, Hotels oder Sehenswürdigkeiten einer Stadt sein, ein Naturpark oder ein Strand. Preise vergleichen: Mithilfe der Flug- und Hotelsuchmaschine können Nutzer mit einer Suche Preise von über 13 Anbietern vergleichen und sparen somit Zeit und Geld. Durch einen Klick können sie herausfinden, welcher Flug am ehesten ihrer Vorstellung entspricht und müssen nicht von Webseite zu Webseite springen. Dieser Service ist für die Nutzer kostenlos. Erfahrungen teilen: Nach der Rückkehr aus ihrem Urlaub können Reisende ihre Erfahrungen inklusive Fotos und Videos bei minube mit anderen Reisenden teilen. Orte, die sie während ihres Urlaubs entdeckt und die sie fasziniert, beeindruckt oder entspannt haben und von denen sie glauben, dass sie einen Besuch Wert sind. Reisende können ihre Erfahrungen auf zwei Arten teilen: Entweder, indem sie einen Lieblingsort erstellen oder indem sie ein Reiseblog erstellen. Neben der Planung der eigenen Reise bietet minube jedoch auch vielfältige Kontaktmöglichkeiten: Nutzer von minube können einen Reisepartner finden, indem sie ihre Reiseplanung veröffentlichen. Sie können im Forum Fragen rund ums Thema Reisen stellen und anderen Nutzern Nachrichten schicken. Außerdem können sie die Fotos und Videos anderer Nutzer kommentieren und Erfahrungen zu schon bestehenden Orten ergänzen. Blogpiloten-Fazit Minube bietet eine geschickte und für Web 2.0 Fans intelligente Verbindung von Reiseplanungs- und Buchungsportal angereichert mit Community- und Empfehlungsfunktionen. Letztere dominieren die Startseite von Minube zwar nicht, aber “unter der Haube” rücken sie dann stark in die Fokus. Die Seite lässt sich gut nutzen, die Usbaility ist ausgereift und der ein oder andere Testlauf bei Hotelsuche ergab gute Ergebnisse hrs.com.

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September 15 2009, 12:26pm

Zamzar - Der Online-File-Konvertierer

Bei der nahezu unüberschaubaren Zahl von Dateiformaten und dem immer wieder aufkommenden Bedarf an einer Transkodierung und Konvertierung stösst man beim eigenen Betriebssystem oder der jeweils benutzten Software schnell an Grenzen. Hier kommt Zamzar als Schweizermesser ins Spiel. Denn… Zamzar konvertiert eine sehr umfangreiche Palette an Dateiformaten in verwandte Formate. Eine Übersicht über die unterstützen Konvertierungwege gibt es hier.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach: registrieren, einloggen, Datei hochladen, Konvertierungsformat wählen und Zamzar seinen Job machen lassen. Je nach Accounttyp bietet Zamzar unterschiedliche Größen beim Online-Storage. Vergleiche folgende Liste.

Blogpiloten-Fazit Kurz und gut: Einfach nur nützlich! Das Pricing ist fair!

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September 4 2009, 9:20am

Twitter-Management mit HootSuite

Intensiv- und Profitwitterer entwickeln mit der Zeit eine Twitterstrategie, bei der es darum geht mit verschiedenen Accounts, zu bestimmten Uhrzeiten, bestimmte Tweets abzusetzen und gleichzeitig die Übersicht über Follower, Replys, direct Messages etc. zu behalten. Mit dem Webfrontend von Twitter selbst stösst man hier schnell an Grenzen. Diverse Clients und Webservices von Drittanbietern sind bereits auf dem Markt, die das Twitter-Management erleichtern und unterstützen. Einer dieser Dienste ist HootSuite. Wie funktioniert HootSuite? Nach dem obligatorischen Anlegen eines Accounts lassen sich in HootSuite mehrere Twitteraccounts importieren, die dann zentral über HootSuite verwaltet, mit Inhalten befüllt und über das Statistik-Tool beobachtet und systematisch ausgebaut werden können.

Die Webdarstellung erinnert dabei ein wenig an die Spaltenansicht von Tweetdeck. Am Seitenkopf sind sehr übersichtlich als Tabs dargestellt die einzelnen Accounts angeordnet, so dass man leicht hin- und herspringen kann. Mit dem Auswertungstool von Hootsuite lässt sich der Erfolg der eigenen Tweets messen. Zum Beispiel wird dabei auch berücksichtigt, ob Links, die man getwittert hat auch tatsächlich geklickt wurden. Das gibt wertvolles Feedback auf die eigene Twitterstrategie. Weitere nützliche Funktionen von Hootsuite sind die Multiautorenfunktion inklusive Rechtemanagement. Das heisst, es können mehrere Autoren über Hootsuite twittern und der Admin kann dabei unterschiedliche Rechte an die Ko-Twitterer vergeben. Zeitversetztes Twittern ist ebenfalls möglich sowie die automatische Bespielung der eigenen Twitteraccounts via RSS. Auch schön: Eine Integration mit Ping.fm ist möglich. An wen richtet sich Hootsuite? Für den Freizeit- und Gelegenheitstwitterer ist Hootsuite sicherlich nicht gedacht. Wer des Twitterns willen twittert und kein spezielles Interesse an Reichweitenmaximierung hat, braucht diesen Dienst nicht. Wer aber Twitter als Teil des Selbstmarketings bzw. der Unternehmenskommunikation einsetzt, wird sehr wohl einen großen Nutzen aus Hootsuite ziehen können. Insbesondere das Statistik- und Auswertungstool ist hier sehr hilfreich. Blogpiloten-Fazit: Ein ansprechend und übersichtlich gestalteter Webservice für professionelles Twitter-Management. Die Multiautorenfunktion sowie die Möglichkeit für statistische Auswertungen und die damit verbundene Reichweitenmessung machen Hootsuite zu einem interessanten Tool für Profitwitterer, die strategisches Microblogging betreiben wollen. Zwar spielen Dienste wie Hootsuite hier sicher auch Spammern in die Hände, aber mit denen muss man leider leben, egal ob mit oder ohne Hootsuite.

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August 31 2009, 9:01am

Google Wave - was ist das und wie geht das?

Seit einiger Zeit geistern Begriffe wie Realtime Web oder Pushbutton Web durch das Netz. Es geht dabei um Inhalte, die beispielsweise über twitter ins Netz kommen und zur Konversation anregen können. Waren früher die Blogkommentare meist eine zeitversetzte Kommunikation zwischen Autor und Leser, sind Werkzeuge wie tumblr.com, posterous.com, friendfeed.com oder eben twitter eher Wege, um schnell ein Thema oder Problem zu diskutieren. Die Suchmaschinen tun sich noch schwer damit, dieses Web in Echtzeit abzubilden. Google denkt aber schon einen Schritt weiter - mit Google Wave. Denn es wäre reichlich einfältig zu denken, dass die alte dokumentenbasierte Art, Inhalte im Web zu publizieren nun dem Untergang geweiht ist. Im Gegenteil. Das Echtzeitweb stellt eine Art Metaebene dar, die über diese “statische” Inhalte eine Diskussion ermöglicht oder einfach den Zusammenhalt und die Bindung zwischen Menschen online fördert. Woraus besteht Google Wave? Zunächst ist es eine sogenannte Client-Server-Plattform, die zwischen verschiedenen Nutzern eine nachvollziehbare und jederzeit wiederauffindbare Schicht an Daten ermöglicht, die sowohl die Gespräche als auch eingebundenen Binärdaten wie Video, Bilder, Audio oder eben z.B. Word-Dokumente verlinkt oder mitransportiert und darstellt. Wave kann in jeden bestehenden Webauftritt eingebaut werden. Entwickler könne ihre eigenen Anwendungen oder Spiele erstellen und in Google Wave einbinden. Der Code von Wave ist Open Source. Alle Inhalte können wie bei einem Wiki editiert und verändert oder mit Kommentaren versehen werden. Jeder kann direkt jeden einzelnen Buchstaben erkennen, den ein anderer an einem Text gerade eingibt - in Echtzeit. Auch die Rechtschreibhilfe wird in Echtzeit stattfinden wie wir das schon von Textverarbeitungen und E-Mailprogrammen kennen. Aber anders als bei E-Mail wird es keine Anhänge geben denn alles wird sofort in Echtzeit angezeigt - eben auch fremde oder eigene Inhalte, die man per drag&drop auf die Oberfläche legt. Was ist nun eine Welle (Wave)? Eine Welle ist ein neues Thema bzw. Thread, den jemand anlegt und zu dem alle etwas beitragen könne wie eben Kommentare, Bilder oder Videos. Man kann beispielsweise gemeinsam ein Dokument bearbeiten. Entweder tut man dies synchron als wenn beide zur gleichen Zeit online sind oder asynchron wie bei E-Mail. Google Wave speichert alle Schritte und ruft sie demjenigen auf, der das Dokument weiterbearbeiten will. Es ist also eine Art Versionierung enthalten inklusive einer Benachrichtigung über alle Änderungen. Mann es also als eine Mischung aus E-Mail, Chatprogramm, Wiki, Blog und Fotoportal bezeichnen, dass als Kollaborationsportal daherkommt. Unterhalb der Wave-Ebene gibt es dann so genannte Wavelets, die Unterthemen zu einer Wave bilden und ein spezielles Thema vertiefen oder Nebenthemen eröffnen. Die kleinste Einheit ist dann ein Blip, also ein einfacher Kommentar oder eine Antwort, die man senden kann. In dem Blip könnte man also einfach ein Youtube-Video zu einem Aspekt einbinden und “Schau Dir mal an, wie die das machen” dazu schreiben. Es gibt aber auch Applikationen innerhalb eines Waves, die man aufrufen kann - entweder robots oder gadgets. Ähnlich wie die Facebook Applikationen könne hier auf der Basis von OpenSocial allerlei zusätzliche Quellen eingebunden werden oder ganz Funktionen implementiert werden. Robots sind automatisierte Dienste, die twitter-Inhalte mit einem bestimmten Hashtag einbinden oder aktuelle Aktienkurse zu einer Firma einbleden etc. pp, es geht aber auch mit der Google Wave API einfach ein Schachspiel darzustellen und den Nutzern verfügbar zu machen. Es gibt bereits Tausende von iGoogle und OpenSocial Gadgets, die durch Wave an Wert gewinnen, weil nun Mehrspielerversionen sinnvoll umsetzbar sind - sowohl für den Spaß als eben auch für gemeinsame Abstimmung über Inhalte oder Dokumente ist das ein Schritt nach vorne. Und die robots verhalten sich so wie IM-robots aus früheren Zeit, nur eben smarter, denn sie können mit den Nutzern interagieren, da sie wie Chat-Teilnehmer auftreten. Und dann gibt es noch die Wave Embends. Bisher gibt es zwei, eines für die Diskussione von Youtube Videos auf einer beliebigen Website und das andere ist eher ein Darstellen mehrerer Waves auf einer Homepage. Wer tiefer einsteigen will, findet beim Wave Protocol mehr Information oder steigt in die Entwicklung ein und schaut sich das API an bzw. den Wave Embed Developer Guide. Fazit: Was ist Wave denn nun und wird es gut? Zunächst ist ein Novum bei Google. Denn das erste Mal bietet Google von vornherein eine Plattform an wie twitter oder friendfeed, die die Konversation im Web in den Mittelpunkt rückt und nicht Suchfunktionen oder das Abbilden bestehender Office/E-Mail-Softwar im Netz. Insofern verläßt Google jetzt den Ansatz einfach lokale Funktionen ins Netz zu bringen und gestaltet einfach ein Plattform, die beide Welten sinnvoll vereint. Klappt das Vorhaben, dann werden viel Nutzer des Realtime Web diese Plattform bevorzugen, weil sie gutes Potenzial hat Facebook, MySpace und Xing genauso zu beerben wie auch die entstehenden Social Web Anwendungen in den Firmen (Enterprise 2.0). Durch das Öffnen der Plattform für allerlei Soziale Netzwerke bleibt viel Potenzial, denn letztlich kann man in so einem Netz  nicht mehr betreiben als Kontaktmanagement. Das Pflegen dieser soziale Bindungen über Statusmeldungen war und ist etwas mühsam. Bei twitter haben wie schon das Potenzial bei den 30-50jährigen gesehen. Wenn die jüngeren nun Wave als neue und extrem erweiterte Chatplattform annehmen, könnte es das erste Mal sein, dass man hier mit allen Altersgruppen themenbasiert virtuell diskutieren kann. Genau daran wird aber der Erfolg zu messen sein. Noch funktionieren die Gespräche über die persönlichen Seiten Einzelner in den Netzwerken oder den per Followerliste begrenzten Timelines bei twitter. Eine Öffnung auf themenbasierter Ebene kann eine falsche Entscheidung sein. Lassen wir uns überraschen. Ab dem 30.September wissen wir mehr… Bildnachweis: Google

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August 17 2009, 8:34am

StepMap - Der Land- & Themenkarten Baukasten

Hinter StepMap.de verbirgt sich ein kleines aber feines deutsches Startup aus Berlin, das sich ganz dem Thema personalisierte Landkarten verschrieben hat. Denn mit Stepmap lassen sich in nur wenigen Schritten Kartenausschnitte aus dem Weltatlas wählen, eigene Informationen einbinden, Texte, Bilder, Logos und Videos ergänzen. Wie es geht und was Stepmap noch so alles bietet, steht im Review. Wie funktioniert Stepmap? Bei Stepmap kann man entweder einen wachsenden Fundus personalisierter Land- und Themenkarten durchforsten und weiterverwenden oder aber selbst auf Basis einer Landkarte loslegen und sein eigenes Thema darauf darstellen. Einen Überblick gibt der Atlas.

Was beim Erstellen einer eigenen Stepmap ungewöhnlich aber wie ich finde clever gelöst ist: man muss sich nicht erst einmal registrieren, um eine Karte anzulegen, sondern kann direkt mit dem Schritt-für-Schritt-Assistenten loslegen. Erst ganz am Ende wird man gebeten sich einzuloggen bzw. sich zu registrieren, denn schliesslich soll die personalisierte Karte ja auch abgespeichert werden. Der Assistent umfasst 4 Schritte. Im ersten Schritt wählt man den Kartenausschnitt. Zur Verfügung steht dabei der komplette Globus. Regionen und Länder sind vordefiniert und können über die Pulldown-Menüs ausgewählt werden. Was wirklich toll ist: Es werden nicht nur Standardkartendesigns angeboten, wie man sie aus dem Schulatlas oder dem Fernsehen her kennt, nein, es steht bereits eine breite Palette unterschiedlicher Kartenstile zur Verfügung und man kann auch einfach selbst einen eigenen Stil definieren. Dazu einfach die entsprechenden Untermenüs aufklappen. Beim Test gab es so gut wie keine Stolpersteine, alles ist intuitiv und leicht bedienbar. Im zweiten Step kann dann die Karte mit eigenen Informationen bestückt werden. Hierzu stehen erneut eine Vielzahl von Optionen zur Verfügung. Vor allem die sehr umfangreiche Palette an Logos und Symbolen erweitert die Möglichkeiten, die man etwa bei GoogleMaps hat um ein Vielfaches. Auch hier erlaubt StepMap das Hochladen eigener Logos und Icons. Pfade, Verbindungslinien und Beschriftungen gehören selbstverständlich auch zum Funktionsumfang. In Step 3 können Mediendaten hinzugefügt werden, zum Beispiel YouTube-Videos, Audios und Fotos, die später neben den Karten angeordnet werden. Als Quelle lassen sich sowohl eigene Dateien von der Festplatte hochladen, Internetquellen importieren oder direkt Videos von via YouTube-URL einbinden.

Im vierten und letzten Step geht es schnell. Nur noch Titel, Beschreibung und Tags für die eigene Karte eingeben und abspeichern. Ist man noch nicht registriert oder eingeloggt, kann man das an dieser Stelle nachholen. Die Karte landet dann im personalisierten Bereich und kann anschliessend in anderen Websites per HTML-Code eingebettet werden. An wen richtet sich StepMap? Ein Blick in den Atlas von StepMap verrät, wer von StepMap profitieren kann. Dort finden sich zum Beispiel neben Karten von Reisenden, die ihre Weltreise dokumentiert haben, auch historische Kartenaufbereitungen oder Karten, die wirtschaftliche Zusammenhänge und statistische Werte visualisieren. Für Lehrer ist StepMap ebenfalls interessant. Einige Medienanbieter haben StepMap offenbar auch schon für sich entdeckt und zum Beispiel die Bundesliga-Ergebnisse auf einer StepMap dargestellt. Wie mir einer der kreativen Köpfe hinter Stepmap erklärt hat, wird das Kartenmaterial auch in hochauflösender Form angeboten, so dass die Karten auch in Printprodukten verwendet werden können. Durch die intuitive und einfache Bedienung spricht StepMap nicht nur Geeks, sondern vielmehr eine breite Masse von Nutzern an, die bereits auf einen erstaunlich breiten und dabei nützlichen Funktionsumfang zurückgreifen können. Blogpiloten-Urteil Neben all den bereits genannten positiven Eigenschaften von StepMap muss noch erwähnt werden, dass der Dienst kostenlos ist und zweitens das Kartenmaterial weltweit lizensiert wurde und somit von den StepMap-Nutzern überall und ohne Einschränkungen verwendet werden kann. Natürlich fehlen aber auch noch ein paar nützliche Funktionen. So ist zum Beispiel die Zoomfunktion - bekannt von GoogleMaps und anderen Anbietern - noch nicht bei StepMap integriert (kommt aber noch). Insgesamt ein sehr schönes Produkt, kinderleicht zu bedienen und eine willkommene Alternative zu den Google-Produkten.

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August 13 2009, 9:08am

Team Apart: Einfach online zusammenarbeiten

Über’s Netz zusammenarbeiten - auf neudeutsch Online Collaboration - gibt es schon länger, aber so richtig einfach und unkompliziert ist es nach wie vor nicht. Das versucht Team Apart jetzt zu ändern, gerade für kleine Teams und Freiberufler. Wir haben das Tool getestet - und 50 Einladungen für Blogpiloten-Leser. Das alles nach dem Sprung.

Eins vorneweg: Team Apart richtet sich nicht an Großunternehmen. Wer mit 20 Leuten in ein Online-Meeting möchte, der sollte sich im Corporate Collaboration Bereich umsehen. Bei Team Apart ist alles auf möglichst einfache, schlanke Bedienung ausgelegt. Downloads sind nicht nötig, alles läuft im Browser. Die Besonderheit: Hier werden Text und Video kombiniert, die sogenannten Workspaces bleiben erhalten, auch wenn die Nutzer sich ausloggen. Ein Meeting kann so einfach mal unterbrochen und später fortgesetzt werden. Gemeinsam kann man so an einem Textdokument arbeiten (wobei es eigens für Programmierer auch eine Code-Ansicht mit Zeilennummern etc gibt), an einem Whiteboard (zum Freihandmalen), oder man kann sich Fotos zeigen. Das alles ist kostenlos - wer bezahlt, darf zusätzlich auch seinen gesamten Desktop mit den Kollegen teilen.

Screenshot von Team Apart So lassen sich zum gemeinsamen Textbearbeiten mehrere Videokanäle öffnen, damit man sich beim Arbeiten auch tief in die Augen sehen kann. Ein sehr nettes Feature, das vielen Konkurrenten fehlt. Wir waren mit nur wenigen Klicks ruck zuck startklar und gemeinsam im virtuellen Konferenzraum. Unser Eindruck? Die Zusammenarbeit im Textdokument war bequem, unkompliziert, das Interface ist simpel und reagiert schnell. Audio und Video waren im Test leider unbefriedigend, der Ton hat gehakt und klang metallisch. (Am anderen Ende der Leitung war ein recht schwacher Laptop, aber das sollte freilich kein Hindernis sein.) Hier wird sich zeigen, wie sich die Technik entwickelt oder ob das ein Einzelfall war. Wer ein Werkzeug zur Zusammenarbeit sucht, sollte Team Apart definitiv testen. Der Dienst ist schlank, sehr einfach zu bedienen und braucht keinerlei extra Software. Bevor es zum ernsthaften Einsatz kommt, empfehlen wir aber dringend, erstmal einen Testlauf zu machen. Team Apart ist noch ganz frisch und wird sicher noch ein wenig brauchen, bis es für den Ernstfall gerüstet ist. Vielversprechend sieht es allemal aus. Einladungen Für Blogpiloten-Leser gibt es 50 Einladungen zum Betatest von Team Apart. Einfach durchklicken, anmelden, selber testen!

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August 11 2009, 1:59pm

Review: Aupeo! Die Highquality-Lieblingsmusikstreamer

Bei Aupeo! kann man sich sein eigenes Lieblingsmusikprogramm zusammenstellen oder sich Musik empfehlen lassen, die dann als linearer Audio-Stream zu hören ist. Aupeo! ähnelt damit mehr einem persönlichen Radiosender. Hinter dem Empfehlungssystem von Aupeo! steckt ein Algorithmus des Fraunhofer-Instituts. Das Besondere: Der Algorithmus findet nicht nur ähnliche Künstler, sondern kann auch bestimmte Stimmungen aus Liedern herauslesen und eine entsprechende Playlist anlegen.

Das Userinterface ist übersichtlich gestaltet, nach dem üblichen Anmeldeprozedere kann man nach wenigen Minuten mit dem Anlegen einer eigenen Playlist bzw. mit dem Abspielen der eigenen Lieblingsmusik loslegen. Zwar kann man Aupeo! auch ohne Anmeldung nutzen. Nachteil: Aupeo! merkt sich dann nicht, was man bisher schon gehört hat.

Bei dem so genannten Mood-Chooser handelt es sich um eine Matrix, auf der man einstellen kann, in welcher Stimmung man sich gerade befindet bzw. zu welcher Stimmung passende Musik vorgeschlagen und abgespielt werden soll. In der Datenbank befinden sich derzeit rund 500.000 Musikstücke, so dass hier für die allermeisten Geschmäcker mehr als nur ein Titel dabei sein dürfte. :-)

Leider wurde der alte Mood-Chooser offenbar aufgegeben. Dieser bot noch weitere Möglichkeiten, die Musikauswahl einzuschränken. So konnte man z.B. den Tempo-Bereich der Musik einschränken oder den Zeitraum der Erscheinungsjahre begrenzen.

Das Spezielle an Aupeo! ist, dass hier nicht nur via Webbrowser gestreamt wird, sondern der Dienst auch mit zahlreichen internettauglichen Endgeräten im Bundle vertrieben wird. Bestechend ist bei beiden Empfangswegen die Qualität der Musikstücke, da diese mit bis zu 320 kpbs ausgegeben werden. Eine weitere Besonderheit von Aupeo! gegenüber anderen Musikstreaming-Plattformen sind die Aupeo!-Stations. Hier werden Genre spezifische Channels von Musikexperten redaktionell zusammengestellt. In Teilen sind die Channels frei verfügbar, die volle Bandbreite ist jedoch zahlenden Kunden des Premium-Accounts vorbehalten. Dieser kostet 49,95 Euro pro Jahr bzw. 4,95 Euro im Monat. Fazit Beim Testen drängte sich für mich als altem Last.fm-User natürlich ein Vergleich zwischen den beiden Diensten auf, wenngleich sie eigentlich an vielen Stellen gar nicht vergleichbar sind. Bei der Musikauswahl hat sich allerdings gezeigt, dass mir Aupeo! mehr gute Stücke in die Playlist legt als Last.fm und sich Musikstücke nicht so häufig (gar nicht?) wiederholen, wie es bei Last.fm manchmal der Fall ist. Demgegenüber hat mir Aupeo! bestimmte Künstler gar angeboten. Schade finde ich, dass der grafische Mood-Chooser nicht mehr angeboten wird. Demnächst werden die Blogpiloten auch mal ein Hardwaregerät testen. Bei den W-Lan-Radios gibt es ja inzwischen eine breite Auswahl, so dass auch hier ein testender Blick lohnt.

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August 10 2009, 9:20am

Posterous: Bloggen, so einfach wie E-Mails schreiben

Nehmen wir einmal einen typischen Tag im Leben eines Bloggers. Nennen wir ihn Paul. Paul hat einen Gedanken, den er unbedingt der ganzen Welt mitteilen möchte. Also loggt er sich in das Backend seines Blogs ein, legt einen neuen Artikel an, gibt Text ein, bindet Medien ein, liest Korrektur, stellt online. Vorausgegangen ist dem Ganzen eine recht umfangreiche Phase, in der Paul sich eine Webpräsenz eingerichtet, eine Software installiert, sich ein Theme ausgesucht (oder sogar selbst eines gemacht) und die Funktionalitäten zurechtgebogen hat. Doch was für Paul so selbstverständlich scheint, bringt eine ganze Reihe anderer Menschen nur zum Abwinken. Viel zu kompliziert, das alles. Und so beschränken sie sich aufs Schreiben von E-Mails. Womöglich noch als Rundmails an alle ihre Freunde, mit denen sie Informationen rumschicken. Und dann kommt Posterous daher und behauptet, das ganze Webzeugs zu können, indem man E-Mails schreibt. Und könnte damit alle Menschen zu Bloggern machen, die damit bisher nichts zu tun haben wollten. Wie funktioniert Posterous? Schon der erste Eindruck der Webseite klingt vielversprechend: Da ist das sonst so obligatorische “Create an account” fett durchgestrichen und mit einem frechen “Skip it” untertitelt. Posterous funktioniert angeblich, indem man eine E-Mail an post@posterous.com sendet. Alle Inhalte, die man anfügt, landen automatisch auf der Webseite. Bilder werden dabei auf eine geeignete Größe reduziert und als Einzelbild oder Galerie präsentiert. Ton- und Filmdokumente kommen mit einem Player auf den eigenen Webspace und können dort direkt abgespielt werden. Eine Kommentar-Funktion bringt Posterous natürlich ebenfalls von Haus aus mit. Posterous: schlicht, aber alles dabei Ganz so einfach ist es dann aber leider doch nicht – zumindest war es mir im Test nicht möglich, den Registrierungsvorgang zu überspringen. Denn obwohl Posterous behauptet, kein Login zu benötigen, muss es schon wissen, welche E-Mail-Adressen zu welchem Account gehören. Das bedeutet, dass man sich doch vorher registrieren und seine E-Mail-Adressen mit seinem Account verknüpfen muss. Dazu kann man entweder seinen Facebook-Account oder eine E-Mail-Adresse verwenden. Anschließend tut Posterous aber alles so, wie man es von ihm erwartet. Zudem kann es auf andere Dienste zugreifen und die Inhalte verteilen. Mit dabei sind Facebook, Flickr, Twitter und einige mehr. An wen richtet sich Posterous? Eigenen Aussagen zufolge richtet sich Posterous an Anfänger und gelegentliche Blogger ebenso wie Social Media Pros. Besonders die ersten beiden Gruppen dürften mit dem Dienst zufrieden sein: noch nie zuvor war es so einfach, Inhalte ins Web zu bekommen. Einfach eine E-Mail schreiben, alles reinhauen, Posterous übernimmt den Rest – bearbeitet werden kann das Ganze natürlich auch im Nachhinein noch. Erfahrenere Nutzer hingegen werden den Geschwindigkeitsvorteil zu schätzen wissen. Einmal eingerichtet, kann man Inhalt über eine E-Mail an post@posterous.com direkt auf alle Plattformen verteilen; möchte man nur auf Flickr posten, geht die Mail halt an flickr@posterous.com. Kombinationen à la flickr+facebook@posterous.com sind natürlich auch möglich. Große Einflussmöglichkeiten sucht man jedoch vergebens. Zwar kann man recht einfach eine eigene Domain und Google Analytics verwenden – wer jedoch gerne ein eigenes Layout hätte, ist mit einer eigenen Präsenz besser beraten. Muss dann aber auch die Arbeit in Kauf nehmen, die er damit hat. Blogpiloten-Urteil Wer nur mal hin und wieder etwas online stellen möchte, findet in Posterous einen geeigneten Anbieter. Vorkenntnisse sind nicht notwendig – wer E-Mails schreiben kann, kann auch Posterous. Für Web 2.0-Experten setzt ganz auf den Twitter-Effekt: schnell und einfach. Posterous hat so die Chance, zu einer ganz großen Nummer im Web 2.0 zu werden, indem es Leute anlockt, die sich nicht mit komplizierter Technik beschäftigen, aber dennoch partizipieren möchten.

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July 17 2009, 2:55pm

Tazaar - Der Twitter-Kleinanzeigenmarkt

Twitter bietet 140 Zeichen Platz, um die Frage zu beantworten “What are you doing?”. Kleinanzeigen bieten meist kaum mehr Platz und beantworten die Frage, was der Sender zum Verkauf anbietet. Tazaar bringt Twitter und Kleinanzeigen zusammen. Tazaar versteht sich selbst als Twitter-Bazaar, daher auch der Name. Wie funktioniert Tazaar?

Tazaar nutzt die Gepflogenheiten der Twittersphere zum Aufgaben von Angeboten und Gesuchen. Wer etwas zu verkaufen hat startet seinen Tweet einfach mit dem Hashtag #wts (want to sell). Wer etwas sucht startet mit #wtb (want tu buy). Weitere Details wie Preis, Ort, Gegenstand des Angebots etc. werden sind dann quasi im Haupttext des Tweets. Auch hier bietet sich die Verwendung von Hashtags an. Tweet dann absetzen und auf einen Reply bzw. eine Direct Message hoffen. An wen richtet sich Tazaar? Theoretisch richtet richtet sich Tazaar natürlich an Verkäufer und Kaufinteressenten der Marke 2.0, die auf einem schnellen und unkomplizierten 2.0-Weg auf einen Deal hoffen. Praktisch sieht das auf der Seite von Tazaar derzeit allerdings leider doch sehr nach SPAM und dubiosen Anbietern aus. Der werden Häuser und Autos nach dem Losverfahren angeboten, das spricht nicht gerade dafür, dass es sich hier um ein seriöses Anbieterumfeld handelt. Blogpiloten-Urteil Die Idee ist toll, die Umsetzung twittergrecht einfach. Aber die aktuellen Angebote auf der Seite sprechen nicht dafür, dass es hier um die Anbahnung von seriösen Geschäften geht. Die Macher können sich ihre Nutzer an der Stelle zwar nicht wirklich aussuchen, aber Maßnahmen zur Verhinderung dieser Form von Angebotsmüll und plumper Werbelinks wäre wünschenswert.

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June 16 2009, 1:06pm

momentile: Das Ich im Bilde

Egoshooting mal anders. Bei Momentile steht das Ich im Vordergrund. Jeden Tag ein Snapshot mit der Kamera, Bild hochladen und sich von anderen stalken lassen (ja, so heisst das bei Momentile wirklich). Und so funktioniert’s: Registrieren, Profil ausfüllen und dann loslegen und Eo-Shoots machen. Auf Verschlagwortung, Kommentierung und anderen Social Dingens Firlefanz verzichtet Momentile explizit: “There are no image descriptions, tags or comments. Currently, there are a ton of great places to socially share your photos. Momentile is something different entirely. Momentile is a personal mosaic of daily images, that aim to tell a story using only imagery. A single momentile consists of one image with a date. That’s it!”

Aber was man selbst nicht darf, dürfen dafür andere machen. Die eigenen Stalker dürfen Bildkommentare hinterlassen, Captions, über die man dann auch informiert wird per E-Mail oder auf Wunsch auch via SMS. Und um die eigenen Ego-Shoots zu promoten, darf natürlich der Autotweet via Twitter nicht fehlen. Last but not least gibt es neben der “klassischen Upload-Funktion” bei Momentile eine mobile Applikation, derzeit für iPhone und iPod-Touch.

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June 2 2009, 9:50am

My-Name-is-E: Poken für Erwachsene

Seit der LIFT 2009 in Genf und der Re-Publica 2009 in Berlin ist ein Teil der Web-Szene im Poken-Fieber. Nein, nicht Pockenfieber, POKEN - Die kleinen Tamagotchi-ähnlichen Plastikfigürchen, die per Handschlag digitale Visitenkarten austauschen. Putzig sind sie ja, aber manchen etwas zu verspielt, um sie im Businesskontext einzusetzen. Für “Erwachsene” gibt es jetzt mit “My Name Is E” (kurz “E”) eine Alternative. Wie funktioniert “E”! Einmal angemeldet, kann man sich bei “E” sogenannte Cards anlegen. Das sind digitale Visitenkarten für ganz unterschiedliche Anlässe, die mal mehr, mal weniger über die eigene digitiale Identität verraten. Neben den klassischen Kontaktdaten (Adresse, Telefonnummer, E-Mail) lassen sich eine Fülle von Social-Networking-Profilen mit “E” verknüpfen. Dazu einfach den Usernamen bzw. die Zugangsdaten zu Twitter, Dopplr, Vimeo, Facebook und Co. eingeben und mit einer der Cards verknüpfen lassen.

Die digitale Vistenkarten lässt sich dann auf unterschiedlichen Wegen mit anderen austauschen. Entweder über das Handy oder den so genannten Connector, der quasi das Äquivalent zum POKEN darstellt. Einloggen, Handy oder Connector in Reichweite bringen und schon ist man digital über die E-Visiten-Cards, vernetzt.

An wen richtet sich “E”? Die Zielgruppen von “E” und “Poken” liegen zunächst mal nicht so weit auseinander. Geekige Webworker werden ihren Gefallen an dem einen oder dem anderen Dienst finden. Allerdings kommt “E” etwas seriöser als die verspielteren Poken daher. Zwar arbeitet Poken offenbar auch an einer Business-artigen Variante, aber der erste Eindruck ist bei “E” eben edler und richtet sich damit direkter an ein Business-Publikum. Blogpiloten-Urteil Egal ob Poken oder “E”, entscheidend wird für Dienste dieser Art sein, dass sie schnell kritische Massen an Usern und dadurch virale Effekte erreichen, die für die Verbreitung dieser neuen Art des Visitenkartentauschs sorgen. Die logischere und gut umgesetzt Handyanbindung von “E” gefällt hier besonders gut. Der Dienst wirkt ausgereift und der Sinn einer solchen Anwendung erschliesst sich für Digitalarbeiter im Handumdrehen. Nur: Es könnte kaum einen bescheuerteren Namen geben. Da ist Poken als Begriff weniger sperrig. Bildnachweis: Screenshots gemacht auf http://www.mynameise.com/

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May 22 2009, 11:57am

Calaméo - Der Rich-Content-Document-Sharer

Dienste zum Veröffentlichen, Teilen und Einbetten von Dokumenten verschiedenen Typs gibt es im Web schon so einige. Slideshare.net und issuu.com dürften hier die zwei prominentesten Vertreter sein. Der neue Dienst Calaméo betritt hier nun die Bühne und kann nach ersten Tests überzeugen, vor allem durch weitere Features, die man so bei der Konkurrenz noch vergeblich sucht. Wie funktioniert Calaméo?

Das Besondere an dem Dienst ist, dass er die hochgeladenen Dokumente in so genannte Flipbooks umwandeln kann, die dann in schicker Flashoptik durchgeblättert werden können. Gefällt sicherlich nicht jedem, weil Flash und so. Aber daran haben die Macher insofern gedacht, dass sie die integrierten Texte extrahieren und voll durchsuchbar gemacht haben. So ist es ein guter Kompromiss. In die Flipbooks lassen sich natürlich Links und inzwischen auch Audiodateien sowie YouTube-Videos einbinden. Das macht die Sache dann schon recht sexy. Für zahlende Kunden bietet Calaméo zudem Zugriff auf die API, so dass Abonnement-Verwaltung, Zugriffssteuerung und dergleichen vorgenommen werden können. An wen richtet sich Calaméo? Gerade die über das normale Maß hinausgehenden Features dürften Calaméo zum Beispiel für Verlage interessant machen, die schick gestaltete, interaktive Hochglanzmagazine ins Netz bringen wollen. Die Werbekunden die C4 und Glanz gewohnt sind, könnten somit überzeugt werden, auch online Werbung in ein “printnahes” Produkt zu stecken. Mir scheint hier auch der eigentliche Businesscase zu liegen. Der ein oder andere Verlag setzt ja bereits auf Flipbooks. Wie erfolgreich vermag ich nicht zu sagen. Zuguterletzt ist Calaméo ein Sprachentalent. Den Dienst gibt es in sieben Sprachversionen. Blogpiloten-Urteil Verlage als Zielgruppe okay, da könnte Calaméo tatsächlich einen Charme entwickeln. Für den Rest der Onlinegemeinde ist der Dienst eine nahezu vollwertige Alternative zu den etablierten Playern, wenngleich die auf den zusätzlichen Flash-Schnickschnack verzichten. Aber wie gesagt, es ist eh Geschmackssache, was man von Flipbooks hält. Kurz und gut: Ausgereift, sehr guter Featureumfang, eine klare Empfehlung den Dienst mal selbst zu testen.

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May 15 2009, 9:08am

Wenn der Appetit kommt - JustHunger hilft

Huuuunger! Wenn das leere Gefühl in der Magengegend mal wieder auftaucht, gähnende Leere im Kühlschrank herrscht und der Weg zum nächsten Supermarkt einfach viel zu weit ist, hilft jetzt JustHunger. Dort lässt sich das Essen ganz einfach von der Couch aus bestellen. Jede Menge Community Funktionen gibt es als Nachtisch dazu. Wer jetzt Appetit bekommen hat, sollte dringend weiterlesen… Wie funktioniert JustHunger? Ganz Eilige geben einfach die eigene Adresse ein und mit einem Klick, werden alle Lieferdienste aus der Umgebung angezeigt. Die passende Google Maps Karte gibt es gleich dazu. Zu den gefundenen Restaurants gibt es ausführliche Informationen sowie die Speisekarte und eine Preisliste. Um dem Community-Gedanken Rechnung zu tragen, sieht man auch gleich wie das jeweilige Restaurant von anderen Nutzern bewertet wurde und welche Gerichte besonders beliebt sind. Rund 1000 Lieferdienste können bislang nach diesen Kriterien durchsucht werden. In der Community – die hier Society heißt -  kann man sich zudem über das Kochen austauschen, Restaurants empfehlen, Kochbücher führen oder JustHunger Parties organisieren. Für wen ist JustHunger gedacht?

Natürlich sind alle Hungrigen hier richtig. Aber auch Menschen mit allgemeinem Interesse am Essen und Kochen. Das Portal bietet nicht nur den schnellen Weg zur Essensbestellung, sondern auch ausführliche Austauschmöglichkeiten: Online auf dem Portal selbst und offline beim gemeinsamen Kochen oder den JustHunger Parties. Blogpiloten-Urteil: Endlich mal eine richtige Alltagshilfe! Ganz einfach lassen sich mit JustHunger die Lieferdienste der Umgebung erkunden. Keine lästigen Speisekarten mehr sammeln, sondern ruckzuck das Richtige finden und gleich online bestellen. Wenn die Entscheidung für das richtige Essen mal wieder schwerfällt, kann man sich einfach an den Favoriten der anderen Nutzer orientieren oder einfach mal den Thailänder um die nächste Ecke testen. Einziges Manko: Die Datenbank könnte noch etwas Futter gebrauchen. Selbst in Berlin ist die Auswahl an Restaurants eher bescheiden. Das ändert sich hoffentlich bald. Bis dahin muss man vielleicht doch noch ab und zu selber kochen!

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May 8 2009, 9:00am

Etherpad - Kollaboratives Schreiben in Echtzeit

Wikis sind ein klasse Tool um mit anderen zusammen ein hyper-verlinktes Textdokument zu erstellen. Der Editor von Google-Docs ist ideal, um gemeinsam an einem Word-artigen Dokument zu arbeiten. Beiden Fällen - Wiki und Google-Docs - ist gemeinsam, dass es keine wirkliche Echtzeitkooperation zulässt. Zwar sehe ich bei Google-Docs wenn, ein Co-Autor gerade auch online ist, aber ich sehe nicht in Echtzeit, welche Teile des Textes die anderen gerade bearbeiten. Etherpad.com schafft hier Abhilfe. Wie funktioniert Etherpad? Das schöne an Etherpad ist, dass man auch ohne vorherige Registrierung direkt ein so “Pad” starten kann. Bei einem Etherpad handelt es sich genau genommen um eine simple Eingabemaske im Browser, in der man direkt loslegen kann einen Text zu verfassen. Über die eingebaute “Invite-Funktion” bzw. den Short-Url-Link auf das eigene Etherpad kann man weitere Autoren einladen, die ebenfalls ohne Registrierung direkt loslegen und im Dokument mitarbeiten können. Das Besondere ist dabei, dass Etherpad die gleichzeitigen Änderungen der teilnehmenden Autoren auch tatsächlich in Echtzeit darstellt. Es wirkt dann quasi so, wie wenn auf dem Etherpad mehrere Cursor gleichzeitig den Text auf das Etherpad fliessen lassen - und de facto ist es ja auch so. Es ist nur ungewohnt an mehreren Stellen gleichzeitig Text entstehen zu sehen. Wer es sehen will, dem sei der Screencast auf der Etherpad-Website ans Herz gelegt.

Natürlich lassen sich jederzeit Zwischenversionen speichern, die als statische Varianten quasi als Snapshot des Dokuments zum jeweiligen Zeitpunkt gespeichert werden. Jeder Autor kann eine eigene Schriftfarbe für sich definieren, so lässt sich hinterher leicht nachvollziehen, wer welchen Teil bearbeitet hat. In der beschriebenen Onlinevariante ist Etherpad kostenlos nutzbar. Es werden aber auch Bezahlvarianten angeboten, die für den ein oder anderen sicher weitere Vorteile bieten. So kann man etwa eine Version von Etherpad herunterladen, die sich dann zum Beispiel im Firmennetzwerk auf dem eigenen Server installieren lässt. Genau daran krankt es ja bei vergleichbaren Onlinelösungen zur Kollaboration. An wen richtet sich Etherpad? Für die spontane und dezentrale Eventplanung eignet sich die webbasierte Variante von Etherpad hervorragend. Aber auch für professionelle Webworker, die in Freelancer-Netzen mit anderen zusammenarbeiten, kleine Projektteams und auch Firmen, die ihr Wissensmanagement intern kostengünstig pimpen wollen, sollten mit Etherpad eine attraktive und innovative neue Lösung an der Hand haben, die hilft Kollaboration besser und effizienter zu gestalten. Blogpiloten-Urteil Toller Dienst, der Vorteile gegenüber Wikis, Google-Docs und Co. hat, wenn es um Echtzeitkollaboration und Adhoc-Text-Hacking geht. Umgekehrt scheint Etherpad aktuell nur auf genau diese Stärke zu setzen, so dass es die Vorzüge ,die eine Wiki-Software oder Google Docs mit sich bringen, noch nicht halten kann. Aber: Das, was Etherpad macht, macht es sehr sehr gut. Weitere Features sind etwa: unlimitierte Undo-History, alle Zwischenschritte sind lückenlos nachvollziehbar, und - vor allem für Programmierer interessant - Code-Syntax wird gehighlighted.    Verwandte Artikel

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May 6 2009, 3:02pm

Wider MTV und Co – tape.tv

Seit Juli 2008 im gibt es ein neues Kleinod für Musikliebhaber im Internet – tape.tv. Gegründet wurde die Plattform von Conrad Fritzsch (39) und Stephanie Renner (41). Etwa 17.000 Musikvideos soll das Archiv des Senders umfassen. Von Indie und Elektro bis hin zum aktuellen Chartsgedudel ist für jeden etwas dabei. Man ist geneigt vom neuen MTV zu sprechen. Vorbei sind die Zeiten von nervender Klingeltonwerbung und fragwürdigen Pseudorealityshows. Hier kann der geneigte User nonstop seiner Lieblingsmusik frönen, so wie in den glorreichen Tagen von Viva2 oder MTV. Ebenso förderlich für die Popularität von tape.tv dürfte der jüngste Streit zwischen YouTube und der Gema sein, im Zuge dessen YouTube sukzessive die Musikvideos entfernen muss. Obwohl sich Gema und YouTube derzeit zu Gesprächen bereit zeigen.

Die Seite von tape.tv besteht aus einem Player, der sich vor einem schwarzen Hintergrund befindet. Nicht mehr und nicht weniger. Im übersichtlichen Menü, das erscheint, wenn der Nutzer mit der Maus über das gespielte Video fährt, kann er sein Lieblingsmusikgenre auswählen und es sich dann in einer Endlosschleife anhören und ansehen. Ebenso ist es möglich, sich ganz leicht eine Playlist zu basteln. Abseits der gängigen Musikgenres gibt es auch einen Menüpunkt “special features”. Dort kann zwischen verschiedenen Unterpunkten wie “ffk bei dug” oder “weisses rauschen” gewählt werden. Es werden Videos gezeigt, die eben inhaltlich in die jeweilige Rubrik passen. Gut finde ich das schlichte Aussehen und die ruhige, ohne aufdringliche Werbung verunstaltete Umgebung des Players. Die Ads fügen sich gut ins Gesamtbild der Seite ein. Ebenso, dass man sich nicht mehr stundenlang durch das Musikprogramm quälen muss um „seinen“ Lieblingsclip schauen zu können - wenn man etwas nicht mag, klickt man einfach weiter. Nicht so gut gemacht: Man kann nicht nach Musiktiteln suchen. Es ist auch nicht möglich auf ein Video zurückzuspringen. Des Weiteren fehlt die Möglichkeit der Einbindung in andere Dienste, wie z.B. Twitter oder Facebook. Auch gibt es keine Funktion, die mir erlaubt, einen Link an Freunde zu senden, wenn mir ein Video besonders gut gefallen hat. Tape.tv kommt in einem überraschend aufgeräumten Design daher. Es beschränkt sich ganz auf das Zeigen von Musikvideos und ist somit ein schöner Gegentrend zum heutigen sogenannten Musikfernsehen mit seinen überfrachteten Unterhaltungsformaten. Ein echter Gewinn, wie ich finde. Dass immer nach fünf Songs eine kurze Werbeunterbrechung kommt, die man nicht überspringen kann, ist zu verschmerzen. Dies möchte ich tape.tv nicht ankreiden, da sie sich ja irgendwie finanzieren müssen. Es werden Clips präsentiert, die eine wesentlich bessere Auflösung haben als bei YouTube. Dabei ist tape.tv, wie der Name schon verrät, mehr Fernsehen als Internet. Einige Funktionen wie Senden von Links oder das Einbinden in andere Dienste fehlen. Insgesamt ist tape.tv eine solide Möglichkeit sich im Internet Musikvideos anzuschauen. p.s. Bei Jetzt gibt es ein Interview mit Conrad Fritzsch.    Verwandte Artikel

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April 27 2009, 2:49pm

Ushahidi: Crisis Mapping in Afrika

In der afrikanischen Blogosphäre gibt es noch vieles zu entdecken. Im Blogpiloten Interview spricht Juliana Rotich von  Globalvoicesonline.org über Social Media in Afrika und Grassroots-Bewegungen in Kenia. Das angesprochene Projekt Ushahidi haben wir uns einmal genauer angeschaut. Nach dem Klick gibt es das Interview und den Blogpiloten-Review. Mit Juliana Rotich haben wir am Rande der diesjährigen LIFT-Conference in Genf gesprochen: Interview: Juliana Rotich (Globalvoicesonline) from Steffen Bueffel on Vimeo.

Ushahidi ist das suahelische Wort für Zeugenaussage. Zeugen sucht die Open Source Software für Unruhen und kriegerische Auseinandersetzungen in Afrika. Trauriger Anlass für die Entwicklung der Plattform waren die Unruhen nach den Wahlen in Kenia Anfang 2008. Seitdem wird die Plattform auch für andere Konfliktsituationen genutzt - ganz aktuell bei den Parlamentswahlen in Indien. Wie funktioniert Ushahidi? Ushahidi Nutzer können Ihre Informationen per Telefon, SMS, E-Mail oder über das Internet an die Plattform senden. Im Web gibt es dafür bereits ein Formular, das nach der Art des Konfliktes, Ort und Zeitpunkt fragt. Zudem wird um eine kurze Beschreibung gebeten. Um Informationen zu untermauern, können noch Quellen wie Blogs oder Videos angeben werden. Auch wenn Ushahidi nicht alle Informationen bis ins Detail überprüfen kann, gelten die Angaben als sehr zuverlässig. Grund dafür ist u.a. die intensive Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen, die ebenfalls Informationen aus den Krisenregionen liefern. Nicht offiziell bestätigte Informationen werden auf der Plattform als “Nicht verifiziert” gekennzeichnet. Auch andere User können die Glaubwürdigkeit einzelner Beiträge bewerten.

Die gesammelten Vorfälle werden auf einer Karte angezeigt und können dort nach Kategorien sortiert werden. Mit einem Klick kann man sich so anzeigen lassen, wo beispielsweise Enteignungen stattfinden oder herausfinden, wo UN Friedenstruppen stationiert sind.  Alle Einträge können auch in chronologischer Reihenfolge aufgerufen werden. Für wen ist Ushahidi gedacht? Ursprünglich wollte Ushahidi allen Kenianern einen Überblick  zu den Unruhen geben. Das waren nicht nur hilfreiche Informationen und Warnungen für die Bevölkerung, sondern auch unabhängige Auskünfte für Journalisten. Mit der Ausweitung auf andere Gebiete und Konflikte wird das Angebot auch für andere Gruppen und Regionen interessant. In Ländern, in denen es häufig keine unabhängige Presse gibt, ist Ushahidi eine ideale Möglichkeit, auch Informationen zu verbreiten, die nicht direkt von der Regierung kommen. Langfristig plant Ushahidi die Software kostenlos zum Download anzubieten. Eine Alpha-Version kann bereits getestet werden. Die Software kann dann nicht nur für Krisenbeobachtungen eingesetzt werden , sondern auch bei positiven Ereignissen, die für eine breite Masse interessant sind. Insbesondere Hilfsorganisationen und NGOs könnten die Software nutzen. Den Menschen in Afrika möchte Ushahidi darüber hinaus möglichst bald eine kostenlose Hotline anbieten, über die sie von Unruhen berichten können. Denn auch wenn Mobiltelefone auf dem Kontinent weit verbreitet sind, fehlt häufig das Geld für Gespräche. Blogpiloten-Urteil: Ushahidi visualisiert und kartografiert Unruhen und Kriege auf übersichtliche Art und Weise. Interessant wird das Angebot vor allem durch die vielen Quellen und Informationen, die direkt aus den Krisenregionen und von den Betroffenen kommen. Die Plattform ist einfach zu bedienen und die eingehenden Informationen sind schnell abzurufen. Damit erfüllt Ushahidi alle Kriterien, um unvermittel für die Bevölkerung hilfreich zu sein und leistet einen großen Beitrag für die Weiterentwicklung von Social Media in Afrika.

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April 20 2009, 8:22am

Procaster: Mogulus meets Desktop-Application

Mogulus ist mit einem eigenen Live-Video-Produktions-Tool an den Start gegangen, dass die Erstellung von Live-Sendungen vereinfachen soll: Procaster. Wer bisher Mogulus über das Web genutzt hat, kann jetzt also auch mit einem eigenen Desktop-Client arbeiten. Wer will, kann sich bei Procaster einige sehenswerte Videos anschauen, die die Funktionsweise demonstrieren; oder aber ihr folgt unserem Test unmittelbar nach dem Sprung. Wie funktioniert Procaster? Procaster ist eine Software, die man auf seinem Rechner installieren muss, um Live-Sendungen zu produzieren. Erhältlich bisher nur für Windows-Dosen. Eine Mac-Version ist derzeit in der Mache, über Linux schweigt sich die Website aus. Wer jedoch die Rechner-Voraussetzungen erfüllt, kann nach Download und Installation schon loslegen: einfach mit dem Mogulus-Account anmelden, und schon steht einem das Procaster-Interface zur Verfügung. Unschönes Detail: Der Login-Screen unterstützt kein Copy&Paste – wer also seine Passwörter in einer zentralen Software verwaltet und bei Bedarf in das Feld reinkopieren will, muss tippen.

Das Interface wirkt aufgeräumt und kommt mit schönen Transparenz-Effekten daher. Man kann die Qualitätsstufe des Videos wählen, zwischen Kamera-, Screen- und Game-Modus umschalten, mit einem Klick auf den unübersehbaren “Go Live”-Button den eigenen Kanal bespielen und verschiedene Quellen zusammenmischen. Im Live-Modus bekommt man dann übersichtlich den Bereich angezeigt, der gerade gefilmt wird, kann über Maus oder Shortcuts zoomen oder den Bereich verschieben und in den entsprechenden Fenstern mit seinen Zuschauern chatten. Umfangreiche Einstellungen verbergen sich unter “Preferences”. Für wen ist Procaster gedacht? Im Grunde genommen richtet sich Procaster an alle, die auch vorher schon Mogulus genutzt haben, denn das Tool bietet einfachen Zugriff auf alle Funktionen. Die Beschränkung auf Windows schließt einen Teil der Zielgruppe natürlich noch aus, Microsoft-Nutzer aber können ihre ganze Prozessor-Kraft auf Live-Sendungen verwenden und sind nicht mehr auf die Beschränkungen des Browsers angewiesen. Blogpiloten-Urteil Wer Mogulus und Windows nutzt, kommt an Procaster kaum herum. Das Tool ist kinderleicht zu bedienen, bietet jedoch dennoch direkten Zugriff auf ausgefuchste Features. Man hat nicht nur alle Mogulus-Funktionen griffbereit, sondern kann sich direkt mit seinem Twitter-Account einloggen und die ganze Welt wissen lassen, dass man gerade live ist. Das Interface ist nicht nur optisch gelungen, sondern bietet über Shortcuts schnellen Zugriff auf die wichtigen Funktionen. Die Einarbeitungszeit ist überraschend kurz. So muss ein gelungenes Tool aussehen. Fehlen nur noch Mac- und Linux-Unterstützung.    Verwandte Artikel

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April 17 2009, 8:20am

Afrigator: Entdeckungsreise durch das afrikanische Netz

Niedrige Internetgeschwindigkeiten, schlechte Telekommunikationsinfrastruktur und nur sechs Prozent der Bevölkerung haben Zugang zum Internet – die Voraussetzung der afrikanischen Bevölkerung für einen Weg hin zu digitalen Gesellschaft sind auf den ersten Blick nicht gut. Wenn da das Handy nicht wäre - bereits jetzt das beliebteste Kommunikationsmittel auf dem Kontinent. Nach Expertenschätzungen wird in wenigen Jahren der Großteil der Bevölkerung über ein internetfähiges Handy verfügen. Grund genug, einmal einen näheren Blick auf das digitale Afrika zu werfen. Der Social-Media-Aggregator Afrigator gibt dazu eine gute Übersicht… Wie funktioniert Afrigator? Der südafrikanische Dienst versorgt die Welt mit einer Zusammenfassung afrikanischer Blogs, Podcasts, Videocasts oder News Seiten. Zum zweijährigen Jubiläum legten die Macher gerade beeindruckende Wachstumszahlen vor. Waren 2007 erst 2279 Blogs bei Afrigator registriert, waren es ein paar Monate später bereits 8065. Über die Hälfte davon kommen aus Südafrika.

Die Anzahl der Blogs stieg in einem Jahr um über 60 Prozent. Aus all diesen Quellen sucht das Angebot die wichtigsten und interessantesten Informationen heraus – Fotos, Videos und Twitter-Nachrichten der Nutzer inklusive. Der Großteil der Nachrichten und Einträge ist in Englisch, aber auch französische, portugiesische oder arabische Beiträge sind zu finden. Afrigator bietet mehrere Arten der Sortierung aller Informationen an: chronologisch, nach User-Bewertung, nach Rubriken, Tags oder Ländern. Nach einer Registrierung kann man sich ein persönliches Profil zusammenstellen und nur bestimmten Quellen folgen. Gibt es Neuigkeiten zu den eingegebenen Suchkriterien wird man benachrichtigt. Zudem können die Nutzer ihr eigenes Blog dem Angebot hinzufügen und sich mit anderen vernetzen. Für wen ist Afrigator gedacht? Wer immer noch denkt, dass Blogs und Podcasts noch nicht in Afrika angekommen sind, wird hier eines Besseren belehrt. Bei Afrigator erhalten Interessierte einen guten Überblick zu den Themen, die in Afrika diskutiert werden. Auch Journalisten bekommen ein Meinungsbild und gute Recherchemöglichkeiten. Natürlich gibt es auch eine Version für das Mobiltelefon, damit sich auch die afrikanischen Handynutzer optimal einbringen können. Blogpiloten-Urteil: Die Afrosphere bekommt mit Afrigator ein Zuhause. Im internationalen Vergleich ist die Masse der afrikanischen Blogs sicherlich immer noch gering. Im Verhältnis zu den vorhandenen Internetzugängen doch schon beachtlich. Diese präsentiert Afrigator auf ansehnliche Art und Weise. Mit wenigen Klicks kann man die Stimmung der afrikanischen Blogger einfangen und aktuellen Diskussionen verfolgen. Eine ideale Möglichkeit, die afrikanische Online-Welt zu entdecken.    Verwandte Artikel

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April 9 2009, 1:07pm

Review: Poken - Visitenkarten für Geeks

Unter dem etwas gewöhnungsbedürftigen Namen Poken (www.doyoupoken.com) macht ein kleines Spielzeug auf der re:publica die Runde. Wie eine Biene sehen die Pokens aus, wie ein Panda oder ein kleiner grüner Außerirdischer, und damit ehrlich gesagt nicht besonders hübsch. Aber wozu das Ganze?

Den Review gibt’s nach dem Klick.

Pokens sind so etwas wie eine Visitenkarte für all diejenigen, die online leben. Wer sich zum ersten Mal trifft musste bisher die Visitenkarte hernehmen, Namen auf Facebook, Twitter, Flickr und Co suchen und anschließend auf all diesen Plattformen die Freundschaft bestätigen. Das ist langsam, nervig und vor allem kleinteilig - eben alles andere als Spaß. Und hier kommt der persönliche Poken ins Spiel. Jeder Poken hat eine eindeutige Identifikationsnummer, die online mit den persönlichen Profilen verknüpft werden. Wenn ein Poken auf einen anderen trifft - indem sie kurz aneinander gehalten werden - tauschen sie die Idenfitikationsnummer aus. Wer seinen Poken anschließend in den Rechner steckt (einfach per USB), der sieht eine Liste all der neuen Kontakte, die auf dem Poken gespeichert sind. Rund 60 Personen kann man hier auf einmal speichern, dann sollte das Gerät am Rechner entladen werden. Mit einem Klick können alle Kontakte auf allen voreingestellten Plattformen hinzugefügt werden. Das spart Zeit und jede Menge Nerven. Der Clou: Änderst du später deine Daten, dann werden sie automatisch auch bei allen Kontakten aktualisiert - ein Service, der Visitenkarten weit überlegen ist.

Für wen ist das alles gut? Sicherlich nicht für jeden. Wer zu seinen Freunden viele Blogger zählt, der dürfte aber in den nächsten Monaten vermehrt den kleinen bunten Figürchen begegnen. Denn noch sind Pokens in Deutschland überhaupt nicht offiziell erhältlich, und dennoch sind seit einigen Wochen auf jeder Bloggerveranstaltung jede Menge zu sehen. Einen ausführlichen Poken-Review als Video von dotdean gibt’s auch auf Pl0g.de. Bild: Do You Poken? von aymanvanbregt. Some Rights Released.

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April 3 2009, 11:10am

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