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Preferred Blog: wortgefecht.net

Ein Corporate Blog in unserer Reihe preferred blog, geht ja gar nicht. Doch. Geht. Wenn eine Agentur sich anschickt, einfach mal normale Themen auf normale Weise zu beleuchten, ohne aus dem Bereich Social Media rocket science zu machen, dann ist das in diesem Fall auch mal ein Lob wert. Unaufgeregt und informativ berichtet der Schweizer Michael Gisiger über den Bereich des Web, der am meisten inflationiert wird, ohne zu Faseln. Mein Tipp für alle selbst ernannten Social Media Berater, die – Hand auf’s Herz – nichts anderes sind als Leute, die für einen Tagessatz das lernen, was wir mit offenen Augen und Ohren eh alle verstehen, wenn wir uns in vielen Ecken und Winkeln im Netz bewegen. Aber auch jeder andere, der Kommunikation im und über das Netz betreiben will, kann mal beim wortgefecht.net vorbeischauen. Ach ja, es ist das erste Mal, dass ich es jemandem verzeihe, wenn er von DER Blog schreibt. Am allerbesten sind die Blindtexte beim Agentur-Link. ;-) Erinnert mich doch ein bißchen an meine Anfänge vor 176 Millionen Jahre.

August 10 2010, 10:03am

Die Verdammten – ein ungewöhnliches Browserspiel

…Langsam öffne ich die Augen. Die warme Sonne scheint mir ins Gesicht. Ich blicke mich um. Staub und Sand überall. In der flimmernden Luft zeichnen sich einige Umrisse von Gebäuden ab. Ich wanke auf sie zu, mich fragend, warum ich hier bin und was ich hier soll. Plötzlich fasst jemand meine Schulter. “ Bau dir ein Zelt, schnell. Wir brauchen mehr Verteidigung für die kommende Nacht. Die Zombies werden diese Stadt überfallen…” Da fällt es mir wieder ein: ich muss überleben, mit meinen 39 Mitbürgern. Der Kampf beginnt von vorn. Wie viele Tage werden wir diesmal überstehen… Angekommen in der postapokalyptischen Welt Die Verdammten ist ein browserbasiertes Zombie-Survivalgame aus der TWIN MOTION Spieleschmiede. Nach eurer Anmeldung werdet ihr in eine wüstenähnliche Welt hineingeworfen, in der ihr Tag für Tag ums überleben kämpfen müsst. Es fängt alles damit an, dass ihr Teil einer zufällig zusammengestellten 40-köpfigen Stadtgemeinschaft werdet. Ab sofort heißt es, die richtige Balance zwischen den eigenen Bedürfnissen und denen der Gemeinschaft zu finden, um möglichst lange durchzuhalten. Wie gut ihr in der Stadt zusammengearbeitet habt, erfahrt ihr jede Nacht am eigenen Leib. Denn um Mitternacht fallen die Zombies über die Stadt her und versuchen eurer schmackhaften Körperteile habhaft zu werden. Eine halbe Stunde zittern und bangen. Danach könnt ihr im Leichsblatt, der renommierten Stadt-Gazette, nachlesen, wie verheerend der Angriff war. Solltet ihr wider Erwarten nicht überlebt haben, so bedeutet dies nicht das Ende. Denn ihr werdet gleich wiedergeboren. So könnt ihr in einer neuen Stadt nochmal ganz von vorn anfangen und es besser machen.

Das tägliche Leben in der Stadt Wenn ihr in einer Stadt angekommen seit, erhaltet ihr den Status eines einfachen Einwohners bzw. Bürgers. Als Bürger habt ihr jeden Tag 6 Aktionspunkte (AP) zur Verfügung. Mit Nahrung, Wasser oder Drogen ist es möglich, die Aktionspunkte wieder aufzufüllen. Diese Punkte könnt ihr für Bauarbeiten in der Stadt oder an eurer Behausung verwenden. Ihr könnt aber auch einen Ausflug in die Außenwelt machen und dort nützliche Gegenstände finden, die eure Stadtgemeinschaft voranbringen. Wichtig ist erstmal Bekanntschaft mit den anderen Mitbürgern zu schließen. Von ihnen und der Spielhilfe erfährt man allerlei interessante, zum Überleben notwendige Details. Es lohnt sich auch einen Blick ins Anfänger-Wiki zu werfen. Zudem gibt es eine To-Do-Liste auf der ihr sehen könnt, welche Dinge ihr jeden Tag erledigen solltet, damit ihr gut in der Stadt und in der Außenwelt zurechtkommt.

Außenwelt Wie schon gesagt, könnte ihr Erkundungen der Umgebung vornehmen. Dazu geht ihr zum Stadttor. Dort schaut ihr auf die Karte und erkennt welche Sektoren ihr absuchen könnt oder welche Gebiete von Zombies bevölkert werden. Wer als Erster in die Außenwelt will, wird jedoch mit einer Karte konfrontiert, die keinerlei Hinweise, über die Zombieaktivität enthält. Wer mutig ist, kann auch allein mit der Erkundung anfangen. Mit einem Zombie werdet ihr spielend fertig, wenn mehrere auftauchen, ist es ratsam in einer Gruppe, auch Expedition genannt, das Gelände zu erforschen. Ihr könnt das erforschte Areal auch kennzeichnen, um den anderen Bewohnern der Stadt Hinweise zu geben, was sich dort befindet.

Ressourcen Wenn ihr etwas gefunden habt, dann müsst ihr entscheiden, ob ihr es der Gemeinschaft spenden wollt, oder lieber für euch behaltet. Überlegt euch gut was ihr mitnehmt, denn der Platz in euren Rucksäcken ist begrenzt. Allzu egoistisches Verhalten kann jedoch möglicherweise mit einer Anzeige von Mitspielern geahndet werden, ebenso wie anderes Fehlverhalten. Doch dazu später mehr. Mit den gefundenen Gegenständen könnt ihr Verteidigungsanlagen oder andere Gebäude bauen. Wenn ihr es geschafft habt z.B. eine Werkstatt zu bauen, könnt ihr neue Gebäude errichten und gefundene Rohstoffe in andere wichtige Baumaterialien umwandeln. Im Wiki gibt es weitere nette „Rezepte“ für verschiedenen Sachen, z.B. aus einer Streichholzschachtel und einem Baumstumpf stellt ihr eine Fackel her, die wenn ihr sie der Stadt spendet, die Verteidigung erhöht. Eine der essenziellen Ressourcen, die ihr zum Überleben braucht und Aktionspunkte zurückbringt, ist Wasser. Jeden Tag solltet ihr euch deshalb aus dem Brunnen der Stadt eine Ration entnehmen. Doch Obacht, Wasser ist ein begrenztes Gut und sollte sparsam verwendet werden. Nahrung, hingegen, ist meistens vorhanden. Schaut nicht so sehr auf die Qualität des Essens. Einfach runter damit, das füllt eure AP’s nochmal auf und gibt ordentlich Kraft für das nervenaufreibende Leben in der Postapokalypse. Nur mit dem Verzehr von Menschenfleisch solltet ihr euch zurückhalten, da könnt ihr euch leicht eine todbringende Infektion einfangen. Apropos nervenaufreibend, wenn der Thrill zu groß werden sollte, könnt ihr mit ein paar Drogen Abhilfe schaffen, dann werdet ihr wieder entspannter. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Manche Substanzen machen abhängig, die braucht ihr dann jeden Tag. Wenn ihr sie nicht bekommt, sterbt ihr. Es lohnt sich also, so lange es geht, clean zu bleiben. Bei Verletzungen und Infektionen hilft eine Behandlung mit Bandagen und Antibiotika. Schafft ihr es nicht in absehbarer Zeit euch zu verarzten, sterbt ihr. Daher: passt gut auf euch auf! Ja, es ist ein durchaus hartes Leben in der Ödnis. Deshalb ist die Zusammenarbeit untereinander vielleicht die wichtigste Ressource, damit ihr und letztendlich auch die Stadt viele Tage überstehen könnt. Die ist allerdings manchmal ganz schön schwierig, wo die Meinungen und Befindlichkeiten von 40 Bürgern aufeinander prallen. Nicht jeder verhält sich immer kooperativ. Oft genug sind Saboteure am Werk. Aber für sie gibt es verschiedene Mittel und Wege der Bestrafung. Entweder ihr verbannt die Bösewichte oder hängt sie auf.

Heldenmodus Einwohner zu sein ist schön und gut. Aber manchmal fühlt sich der ein oder andere zu höherem berufen. Dann möchte man Held sein. Bei Die Verdammten könnt ihr dann eure Stadt als ‘Buddler’, ‘Wächter’ oder ‘Aufklärer’ unterstützen. Diese Professionen bieten natürlich auch einige Vorteile: Der Buddler kann die Außenwelt schneller erkunden. Er findet auch wesentlich häufiger seltene Gegenstände. Der Aufklärer verfügt über eine Art Tarnumhang, so kann er sich unbeobachtet, weit von der Stadt entfernen und das Gelände sondieren. Als Wächter steuert ihr der Stadt ein paar extra Verteidigungspunkte bei, wenn die Zombiehorden über euch herfallen wollen. Wichtiger ist der Wächter jedoch im Außengelände, denn dort zählt er für zwei Spieler und kann so mehr Zombies in Schach halten. Es gibt noch viele weitere Heldenfeatures. Diese erschließen sich aber erst, wenn ihr längere Zeit als Held unterwegs seit. Einziger Wermutstropfen: Held wird man nicht einfach mal so. Dazu müsst ihr das kostenpflichtige Premiumangebot nutzen. Aber es macht auch riesigen Spaß das Spiel im Einwohnermodus zu erleben.

Erste Spielerfahrung Auf den ersten Blick, hat sich bei mir eine leichte Überforderung eingestellt. So viele Buttons, so viele Dinge, die zu erledigen sind. Was muss ich der Reihe nach tun, um vorwärts zukommen? Zu Beginn habe ich in ein kleines Tutorial geschaut, um ein Gefühl für das Spiel zu bekommen. Außerdem gibt es noch eine Hilfe, die einen groben Überblick über alles Wichtige vermittelt. Sollten dennoch Fragen auftauchen, so kann man diese im Forum loswerden. Dazu gibt es ein Weltforum, in dem eher allgemeine Dinge diskutiert werden und ein Stadtforum, in dem Dinge, die speziell die Stadt betreffen, beredet werden. Insgesamt herrscht ein entspannter und größtenteils angenehmer Ton im Forum, selbst als wir über das Aufhängen einiger Mitbürger sprachen. Neulinge werden im Allgemeinen nett aufgenommen, also habt keine Scheu etwas zu fragen. Wenn die Spieler jedoch erfahrender werden, kommt es oft zum Kompetenzgerangel, wie im wahren Leben auch. Dann kann es auch schon mal etwas rauer zugehen im Forum. ‘Die Verdammten’ spielt mit Ambivalenzen. Zum einen habt ihr die Möglichkeit ein braver Bürger zu sein, der sich Tag für Tag in den Dienst der Stadt stellt. Zum Anderen könnt ihr aber auch als Saboteur tätig sein und eher eure eigenen Ziele verfolgen. Dann müsst ihr aber auch mit den Gegenmaßnahmen der Bürger leben. Vorausgesetzt ihr werdet entdeckt. Ich habe das Spiel ca. 14 Tage getestet und bin sehr begeistert. Ich habe gebaut, die Außenwelt abgesucht, mich in die Gemeinschaft eingebracht, Diebe und Saboteure angezeigt usw. Leute zu hängen ist mir jedoch nicht vergönnt gewesen. Die Verdammten ist komplex, aber benötigt nicht Unmengen an Zeit. Mir hat besonders die Beschreibungen verschiedener Aktionen gefallen. Beispielsweise als ich eine Heldentat vollbrachte: „Mit Hilfe seiner übermenschlichen Heldenkräfte hat Butze 2 Zombie(s) lauthals schreiend und mit bloßen Händen umgebracht!“ Ein weiterer Punkt, der mich sehr begeistert hat, war die Möglichkeit durch die Kombination verschiedener Gegenstände, neuen Dinge herstellen zu können. Das gibt nochmal zusätzlich Motivation, Tag für Tag, die unwirtliche Wüste abzusuchen. Am Besten fand ich aber die Teamarbeit. Denn wenn es mal funktioniert hat, das man sich über die geplanten Bauprojekte einig war, dann hat man recht zügig seine Stadt fit machen können, um den Zombieansturm widerstehen zu können. Menschliche Abgründe sind an der Tagesordnung, Drogen, Sucht, Diebstahl, Sabotage, schädigender Egoismus. Die Verdammten fördern so einiges an abweichenden Verhalten zu Tage. Hineingeworfen ins postapokalyptische Zombieszenario entwickeln sich die Menschen zu richtig tollen Teamspieler oder zu destruktiven Bösewichten. Neben letzteren haben auch Leute, die sich nicht am Bau der strategisch wichtigen Gebäude beteiligen, sondern lieber irgendwas bauen, meine Nerven strapaziert. Weil dadurch der Spielfluss und mein Ziel, nämlich zu Überleben, erheblich gestört wurde. Glücklicherweise kann man immer wieder neu anfangen und vielleicht aus Fehlern lernen. Die Verdammten ist ein verdammt cooles Spiel. Tolle Idee, kreative Umsetzung, witzige Beschreibungen. Unbedingt auprobieren! Ach, ja dieses Browserspiel ist absolut werbefrei. Auf der Website gibt es außerdem noch ein witziges Video sowie eine ganz ausführliche Beschreibung des Spiels.

August 6 2010, 11:11am

Blogvorstellung: ScienceBlogs PLANETEN

http://www.scienceblogs.de/PLANETEN

Wie heißt du? Ludmila Carone Seit wann bloggst du? Seit Anfang 2007 und seit November 2007 bei den scienceblogs.

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen? Weil die meisten Leute nur vage und meist eher Hollywood-Klischee- Vorstellungen davon haben, was ein Wissenschaftler so den lieben langen Tag macht. Ach und weil ich zeigen wollte, dass Wissenschaftler nicht nur alte humorlose Männer in weißen Kitteln sein müssen. Ich hab noch nie in meinem Leben einen Kittel getragen…

Worüber schreibst du? Im Grunde über alles, was ich interessant oder besonders doof finde. Vor allem versuche ich zu vermitteln, dass Wissenschaft mehr als eine Ansammlung von Wissen ist. Das Wesen der Wissenschaft ist: Faszination für das Neue und schonungslose Ehrlichkeit auch und gerade sich selbst gegenüber. Und sie stellt für manche Menschen einen Wert an sich dar: Freude an der Schönheit von Sternen und Galaxien. Verwunderung über die wunderbare und geradezu verrückte Welt der Quantenmechanik. Das erhebende Gefühl ein Rätsel gelöst zu zu haben, was vor einem vielleicht noch nicht mal einer gesehen hat. Wer das alles unter dem Diktat von “Wozu soll das gut sein?” sieht, schießt sich letztendlich selbst ins Knie. Anwendungen wurden in der Vergangenheit fast immer aus den Möglichkeiten gewonnen und nicht aus der Notwendigkeit heraus. Max Planck hat z.B. niemals einen Computer im Sinn gehabt, als er die Wärmestrahlung erforschte. Benjamin Franklin hat nicht an Stromkraftwerke gedacht, als er seine Drachen steigen ließ, um Blitze zu erforschen. Dennoch könnte ich diesen Text hier ohne diese beiden Ereignisse nicht schreiben und veröffentlichen. Am Anfang jedes wissenschaftlichen Fortschritts stand eher die Frage: “Hmm, was passiert wohl, wenn ich das und das mache?” Und weniger: “Ich mache das jetzt, um xyz zu erreichen.” Und selbst wenn man mit einem festgesetzten Ziel antritt, muss man sich immer auf Überraschungen gefasst machen. Ach ja und oft versuche ich zu vermitteln, dass ich keinen Grund sehe, warum Frauen da nicht genauso gut sein sollten wie ihre männlichen Mitstreiter. Eine Frauenquote von 5-10% im Physikstudium ist ja wohl steigerungsfähig. Was dir ohne Internet nicht passiert wäre: Spontan von einem Film-Team angerufen und interviewt zu werden, damit ich für die Sendung „Taff” auf Pro7 meinen Senf über ein angebliches Alien in Südamerika zugeben soll, das die BLÖD gefunden haben will. Wurde meines Wissens allerdings nie gesendet. War wohl zu skeptisch und aufklärerisch. Kann auch einfach sein, dass ich schlicht scheiße aussah. Wer rechnet auch damit, dass da gleich ein Film-Team reingestürmt kommt? Einer der Vorteile des Wissenschaftler-Daseins ist, dass ich hier mit Schlabber-T-Shirt, nackten Füßen und kurzer Hose am Schreibtisch sitzen kann. Natürlich ungeschminkt. Immerhin gab es ein nettes Gespräch mit den Medienleuten. Vielleicht haben die auch was gelernt. Bild’ ich mir zumindest ein. Ach und die Story von dem älteren Herrn, der mich im Büro anrief, um sich von mir versichern zu lassen, dass der neue Teilchenbeschleuniger am CERN wirklich, wirklich nicht die Welt untergehen lassen wird. Obwohl er das in der PM gelesen hat. Hat mich ne halbe Stunde meines Lebens gekostet, aber ich glaub’, der war hinterher wirklich ruhiger. Wovon braucht das Internet mehr: Mehr Frauen, die sich für Wissenschaft interessieren und sich nicht schämen, es auch zu zeigen. Frauen im Web sind… unterrepräsentiert. Die meisten meiner Kommentatoren sind eindeutig Männer. Es kann doch nicht sein, dass sich fast nur die trauen, ihren Senf dazuzugeben? Oder was zu fragen? Kopf kratz Deine tägliche Web-Lektüre: Natürlich die Scienceblogs und die Scilogs. Ansonsten ein buntes Sammelsurium an Jobblogs, politischen Blogs, feministischen Blogs etc. Eine der besten: Isis, the Scientist – Wissenschaftlerin, Mutter, Latina und nimmt kein Blatt vor den Mund. Dies ist ein Crossposting von http://www.maedchenmannschaft.net von der Autorin Helga Hansen. Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.

July 29 2010, 11:07am

Preferred Blog: Der Ohrenschützer

Wie schön und schonend für die Augen, wenn ich zwischendurch Netzliteratur nicht zu lesen brauche, sondern ihr zuhören kann! Besonders gern höre ich dem Ohrenschützer zu. Da kann man die eigentlichen Ohrenschützer, also die Stöpsel, getrost vergessen. Einfühlsam und mit einer klaren Sprache liest der Ohrenschützer eigene und fremde Texte, die er gerne auch mal mit Musik oder Geräuschen hinterlegt und so zu Hörstücken aufwertet, einer Kurzversion des Hörspiels. Seine Texte sammelt er mehrheitlich in der Szene der deutschsprachigen Literaturforen, und er schreckt auch vor skurrilen und experimentellen Texten nicht zurück. Poetisches und Slapstick, Düsteres und Heiteres, Nachdenkliches und Vordergründiges tanzen auf seinem Podcastblog einen schrill-bunten Reigen. Das gesprochene Wort hat gegenüber dem geschriebenen den Vorteil, dass es noch ein Stück näher an mich heran kommt, mich stärker ergreift. Was wünscht man sich mehr für Literatur und literarische Versuche? Man mache die Probe aufs Exempel:

Ein wunderschöner Schmetterling: Poetische Träumerei an einer Abdankungsfeier, geschrieben von Jens Reimann. Oder ist es mehr als eine Träumerei? Über das Gehen – Betrachtungen eines Rollstuhlfahrers: Ein frecher Text aus meiner eigenen Feder – mit Verlaub. Der Ohrenschützer macht ihn zur schönen Satire, die nachdenklich stimmt. Bilanz von Günther Bach: Knapper und knackiger geht es kaum. Ein Gedicht mit Hang zur Lautmalerei, bestens geeignet für einen Podcast. Und bestens geeignet, um die Bilanz seines eigenen Lebens daran zu messen.

Es liest: Der Ohrenschützer Crosspost von Walter Bs Textereien

July 19 2010, 10:08am

Preferred Blog: litblogs.net

Literarische Blogs gibt es nicht wie Sand am Meer, zumindest nicht wirklich gute. Zugegeben: was ein guter oder weniger guter literarischer Blog ist, bleibt wohl eher der persönlichen Einschätzung überlassen. Das ist nicht wesentlich anders als mit Literatur in gedruckter Form: zwar gibt es sehr wohl objektive Qualitätskriterien, doch das Subjektive bleibt für den Genussleser ein entscheidender Faktor. Denn wenn mir ein Buch nicht gefällt, kann mich in den meisten Fällen auch ein noch so belesener Literaturpapst nicht wirklich vom Gegenteil überzeugen. Umso schöner, dass ich Litblogs.net entdeckt habe. Denn hier sind ein paar richtig gute literarische Blogs versammelt. Und es ist ein Einfaches, mit ihnen in Kontakt zu kommen – und zu bleiben. Litblogs.net ist eine Art Monitor für zurzeit rund zwanzig literarische Blogs. Titel, Herkunft und Alter aller neuen Beiträge werden auf der Hauptseite aufgelistet, wie man sich das von Blogs gewohnt ist: der aktuellste Eintrag zuoberst. Durch einen einfachen Klick kann man den Eintrag ansehen, ohne die Seite verlassen zu müssen, alternativ dazu aber auch, indem man den entsprechenden Blog in einem neuen Fenster öffnet. Selbstverständlich sind die Blogs auf einfache Art zugänglich, auch ohne dass gerade ein aktueller Beitrag aufgelistet ist. Ferner sind Kurzporträts der Blogbetreiber hinterlegt…

Überhaupt besticht Litblogs.net durch seine benutzerInnenfreundliche Technik. So gibt es am Fuss der Seite eine versenkbare Instrumentenleiste, wie ich sie noch nie gesehen habe. Sie erleichtert das Navigieren auf der Seite und stellt Such- und Übersetzungsfunktionen, aber auch Feed-Abos und Schnittstellen zu sozialen Medien zur Verfügung. Doch das wichtigste sind die literarischen Blogs. Hier eine völlig subjektive Auswahl: Aléa Torik: Das Tagebuch einer ehemaligen Studentin der Linguistik- und der Literaturwissenschaft und ambitionierten Schriftstellerin. Poetisch in Form und Inhalt, sorgfältig im Umgang mit der Sprache, berührend in seiner Offenheit. logbuch isla volante: Der Besuch dieses Blogs ist wie ein Abstecher aufs Meer. Täglich wird ein Aquarell eingestellt, das vielfach hauptsächlich Wasser abbildet und trotzdem immer wieder eine Überraschung darstellt. Dazu Kürzesttexte. Ein Genuss in seiner Schlichtheit. Visuelle Poesie: Anatol beeindruckt auf seinem Blog mit visueller Poesie durch die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten im weiten Berührungsfeld von Sprache und bildender Kunst. Particles: Der Blog von Andreas Louis Seyerlein hat etwas Verspieltes und ist nach meinem Empfinden hoch poetisch. Er ist Teil eines literarischen Gesamtkunstwerkes, das weit mehr ist als einfach “nur” Literatur in digitaler Form – statt auf Papier: ein multimediales Erlebnis, bei dem die Möglichkeiten der Netzkunst voll zum Tragen kommen – und das nicht in effekthascherischer Weise, sondern eben hoch poetisch, geradezu erschütternd zuweilen.

July 9 2010, 1:27pm

Preferred Blog: Studio Glumm

“Wir verabschieden uns flüchtig, und als ich durch das Loft gehe, schauen die Mädels mich mit großen Augen an, als wollten sie in meinem Gesicht ablesen, wie es gelaufen ist, aber ich bleib cool. Undurchsichtig bleiben, Mädels. Das A und O in diesem Metier. Als ich endlich draußen stehe, in den Straßen von Köln, bin ich heilfroh. Einerseits. Andererseits verdient man kaum Geld damit, dass man andauernd heilfroh ist, weil es nicht geklappt hat.”

Wer wirklich lesen will. Wer wirklich eine Stimme hören will, der landet früher oder später beim Glumm. Als die Dinosaurier noch herumwankten, hatte er mal einen Literaturpreis gewonnen. Doch irgendwas kam dazwischen. Zwischen ihn und die große Schriftstellerkarriere. Ein Glück. Vielleicht hätte er dann nie seine beiden Blogs 500beine und seit einiger Zeit das Studio Glumm begonnen. So können wir lesen, schmunzeln, uns ertappt fühlen, in schallendes Gelächter ausbrechen und mitleiden. Ach ja, das Thema. Es geht um das Leben an sich – also echte Literatur. Prosa.

Einer der Besten!

June 29 2010, 10:02am

Netzpiloten Preferred Blog: USA Erklärt

Fast schon ein Klassiker ist USA Erklärt, immerhin hat das Blog schon gut vier Jahre auf dem Buckel. Und es bleibt trotzdem frisch! Ganz gemäß seines Mottos “Der faktische Hintergrund, freundlich erklärt” betrachtet Scot Stevenson hier kulturelle Unterschiede zwischen USA und Deutschland und erläutert quasi nebenbei amerikanische Redewendungen. Als Amerikaner in Berlin – Stevenson arbeitet als Redakteur bei der Nachrichtenagentur Reuters und ist mit einer Deutschen verheiratet – kennt er bei Welten bestens und nimmt keine der beiden so richtig ernst. Bei seinen augenzwinkernden Berichten bleibt kein Auge trocken. Aus gegebenem Anlass seien zwei Artikel mit Fußballbezug empfohlen: Flaggenprobleme zur WM, das aufrechte Sternenbanner sowie Die Game Faces der Republikaner. Aber Vorsicht: USA Erklärt ist ein wahres Zeitgrab. Stöbern auf eigene Gefahr.

June 25 2010, 12:52pm

Ein Tag in der digitalen Journalisten-Galaxis

Von Marx bis youtube Dieser Tage finden bundesweit kostenlose Workshops statt, die die jungen, willigen Surfer der digitalen Medienwelle für einen neuen Studiengang des Medieninstitut School of Audio Engineering (SAE) begeistern sollen. Ab September 2010 soll das Studium des Digital Journalism neue Wort- und Bildjongleure für die Netz-Welt ausbilden. An diesem heissen Donnerstagnachmittag, in einem der wohltemperierten Seminarräume des Hamburger SAE-Instituts, präsentiert Matthias Lange, ehemaliger Printjournalist, inzwischen Blogger, PR-Lemming und „digitaler Nomade“, den „Studiengang 2.0“. Und weil jedem SAE-Studenten bei Studienantritt ein MacBook versprochen wird, hat er an diesem Donnerstag gleich die gesamte Produktpalette des Herrn Jobs mitgebracht und liebevoll dekoriert. Und so applen iPhone, iPad, MacBook und iPod vor ihm auf dem Tisch herum.

Langes’ braune Anzugshose fällt über schwarze Cowboystiefel, die blondgelockten, langen Haare über eine Hornbrille á la Woody Allen. Nach ein paar Minuten ist den knapp 20 anwesenden digitalen Surfern in spe klar: Matthias Lange liebt die digitale Wort- und Bilderwelt. Und Apple.

Nachdem sich einleitend alle erheben, um die netz-verschlossenen Journalisten in einer symbolischen Schweigeminute zu Grabe zu tragen, folgt eine Hommage an iPad, youtube, Twitter und die Macht sozialer Netzwerke in ihrer Gesamtheit.

In den nächsten 90 Minuten geht es um die Entwicklung der Massenmedien im Allgemeinen und die Kanalisierung von Informationsflüssen im Netz, den richtigen Umgang mit digitalen Werkzeugen, Suchmaschinenoptimierung („Wir schreiben für Google“) im Besonderen.

Matthias Lange gibt sich digital-dynamisch, lebensnah und junggeblieben. Seine Ausführungen werden von netz-entlehnten Einspielern via MacBook begleitet, die ein wenig zu lapidar, zu willkürlich und unzusammenhängend daherpixeln. So verspottet Rotzlöffel Nelson in einem Ausschnitt einer Simpsons-Folge einen Printjournalisten („Etablierte Medien sind die Verlierer“), da wird die spontane Schlagkraft eines Flashmobs mit einer Konzert-Aktion der Black Eyed Peas verdeutlicht („Masse und Macht“), da wird mit Facebook-Hyperbeln argumentiert und sogar Karl Marx darf mit seiner Forderung zur Demokratisierung der Kommunikationsmittel nicht fehlen.

Die vereinzelt treffenden Beispiele zur Blogger-Macht und dem Informations-Multiplikator Internet (an den Fallbeispielen Horst Köhler und dem Palmöl-Skandal um Nestle) gehen im allgemeinen Geplänkel über Netz-Notwendigkeiten unter.

Matthias Lange sein MacBook endlich schlafen legt, erfährt der geneigte Zuhörer in einer knappen Viertelstunde schließlich die Eckdaten zu der Angelegenheit, für die er ursprünglich eingecheckt hat: der neue Studiengang. Digital Journalism. Stimmt, da war noch was!

Das SAE-Diplom erhält man also nach dem ersten Jahr, mit der Option auf vertiefende Bachelor- und Master-Studiengänge an den verschiedenen SAE-Standorten. Zu absolvieren sind 35 Wochenstunden mit jeweils 10 Theorie- und 25 Praxisstunden. Neben einer allgemeinen Einführung in das journalistische Basiswissen wird man bloggen, twittern und tuben. Einzige Voraussetzungen sind Volljährigkeit, die Mittlere Reife und ein sicherer Umgang mit der deutschen Sprache in Wort und Schrift. Die Kosten variieren je nach gewähltem Studienmodell (Teil- oder Vollzeit) zwischen 11.000 Euro und 12.800 EURO. Inklusive MacBook und Software.

Die digitale Avantgarde kann also aufatmen. Es leuchtet kein neuer Stern am Netz-Himmel. Das ist nur ein MacBook der SAE.

June 18 2010, 11:10am

Rezension: Facebook – Marketing unter Freunden I

Wir haben uns entschlossen user generated journalism einzuführen. Das bedeutet, dass wir alle Leser ermuntern, Artikel einzureichen oder aber an den Rezensionen mitzuarbeiten. Das Ratgeber-Buch Facebook – Marketing unter Freunden ist so ein Fall. Eine unserer Autoren (Lena Brombacher) und eine Leserin – Bea Brenner – werden das Buch bewerten. Als Erste ist heute Lena dran und beschreibt den Nutzen aus Sicht der ehemaligen Pressearbeiterin. Frau Brenner wird dann mit ihren über 20 Jahren Erfahrung im Marketing und einer noch vorhandenen interessierten Distanz zu socialmedia berichten, ob und wie das Buch hilft, Hemmschwellen zu überwinden. (Redaktion Netzpiloten.de) Worum geht es? Facebook ist die populärste Schnittstelle aller Social Networks. Hier fließen Twitter, youtube, flickr und der Content sämtlicher Blogs, Websites und Plattformen aus dem WorldWideWeb zusammen. Mittlerweile zählt facebook 400 Millionen aktive Mitglieder weltweit, wäre facebook ein Land, wäre es das viertgrößte Land dieser Erde. Nirgendwo erreicht man eine so große Zahl an potentiellen Kunden. Doch wie kommt man als Unternehmen dorthin, wo sich die Konsumenten schon befinden?

Große Unternehmen wie Starbucks oder Coca Cola haben schon längst verstanden, dass sie ihre Zielgruppe am besten über das Web 2.0 erreichen, doch es gibt noch etliche, die völlig im Dunkeln tappen und denen facebook so exotisch erscheint wie ein Trip in die Weiten des Alls. Das haben Felix und Klaus Holzapfel erkannt und das Handbuch mit dem Titel „facebook – marketing unter Freunden“ geschrieben. Das Motto lautet: „Dialog statt plumpe Werbung“. Sie richten sich, wie sie selbst zu Beginn des Buches klarstellen, nicht an facebook-Nerds, sondern an Non-Facebooker, aktive Facebooker, Marketing-Abteilungen und die Führungsetagen von Unternehmen. Für diese wird zu Beginn erst einmal eine kleine Einführung gegeben, wie man eine Fanpage anlegt – was dem normalen User ja bereits bekannt ist. Doch auch für den hat das Buch einiges zu bieten, wenn er die ersten Kapitel überschlägt. Betont wird auch, dass man sich hier duzt, frei nach dem Motto „das sind alles meine Freunde.“

Ich selbst arbeite seit Jahren in den Bereich Werbung und Public Relations, nutze facebook privat und entspreche mit 130 „Freunden“ dem durchschnittlichen Facebook-User. Momentan bin ich mit dem Aufbau einer Fanpage für meinen Blog beschäftigt und bräuchte dringend ein paar Ansätze, wie ich es am besten angehe. Ich kann also noch einiges dazulernen und bin gespannt.

Was lerne ich durch das Buch? Nun zuallererst habe ich mein Hintergrundwissen über facebook erweitert. Ich wusste nicht, dass facebook aus der Plattform „Facemash“ entstand, die von facebook-Gründer Mark Zuckerberg für Studenten der Harvard-University entwickelt wurde. Als Harvard die Seite verbot wurde daraus „thefacebook.com“ und später facebook. Desweiteren finde ich es sehr interessant zu erfahren, welche die erfolgreichsten Seiten bei facebook sind, nämlich auf Platz 1 „Texas Hold’em Poker“, auf Platz 2 die facebook Seite von Michael Jackson und auf Platz 3 „Mafia Wars“, ein Social Media Game (Stand März 2010). Ich recherchiere dies, doch mittlerweile hat der King of Pop definitiv mehr Freunde als die Pokerseite. So schnell kann es gehen.

Die Inhalte werden verständlich erklärt, teilweise mit hilfreichen Darstellungen. Jedoch muss ich klar sagen, dass das Buch einen Laien komplett überfordern wird. Der Inhalt ist auch für einen Geschäftsführer ohne Marketing Know-How zu kompliziert, für den Marketingprofi etwas langatmig. So wie die Autoren immer wieder betonen, dass es die eierlegende Wollmilchsau nicht gibt, sollten sie sich vielleicht auch auf eine Zielgruppe festlegen, anstatt alle über einen Kamm zu scheren. Ich würde das Buch Marketingabteilungen empfehlen, die sich mit dem Thema facebook noch nicht im Detail auseinandergesetzt haben, bzw. erste Erfahrungen gesammelt haben und wissen möchten, wie sie es richtig angehen sollen. Sie verfügen über das nötige Marketing-Know-How um die zahlreichen Ideen dem Unternehmen gerecht auzuwählen und umzusetzen.

Unterm Strich ist das Buch eine solide Basis, um das System facebook als solches zu verstehen und die Vielzahl an Möglichkeiten im Besonderen zu entdecken. Viele gute Tipps und Hinweise wägen Pro und Contra bestimmter Apps und Einstellungen ab. Ich bekomme viele neue Anregungen dafür, wie ich facebook auch in meinen Blog einbinden kann und darüber Freunde für meine Fanseite gewinnen kann, die dort wiederum alle Posts sofort in ihrem Newsfeed erhalten. Diese Portal übergreifende Vernetzung bietet zahlreiche Vorteile, so kann man seine facebook-ID auch zum kommentieren anderer Blogs und Sites benutzen. Hier beweist sich facebook als Metaebene. Das erste was ich also brauche ist eine simple „Like Box“, die ich mir bei facebook unter Apps downloaden kann. Alles andere werde ich dann nach und nach ergänzen.

Das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis ist ausgewogen und so erfährt man nach ausführlichen Kapiteln über Return on Investment oder Controlling auch etwas über die erfolgreichsten Kampagnen, wie z.B. die Kampagne von Burger King, bei der man 10 Freunde gegen einen Whopper eintauschen konnte. Dass facebook darüber not amused war ist klar. Die Kampagne wurde unterbunden, dennoch hat sie sich in den Köpfen verankert. Das ist gute Werbung und für mich der gelungenste Teil des Buches. Vielleicht hätte man die Beispiele direkt in den jeweiligen Kapiteln einbauen sollen um die Inhalte etwas aufzulockern.

Eine Sache möchte ich jedoch noch loswerden. Ich finde den Vergleich zwischen „Unternehmen – Kunden“ und „Mann – Frau“, den die Autoren mehrmals anwenden, extrem „altbacken“. Man kann doch nicht allen Ernstes einem Publikum, das ständig darauf bedacht ist, ein möglichst cooles Image zu pflegen – nehmen wir z.B. einen Marketing Director bei Nike – erzählen, dass es sich beim Verhältnis zum Kunden wie mit der Anmache zwischen Mann und Frau verhält. Dass heute auch mal die Frau den ersten Schritt macht oder dass man langfristiges Interesse signalisieren muss, damit sich ein lange Beziehung entwickelt und kein One-Night-Stand. Das ist genauso unlustig wie der Tipp „lustige Filme“ hochlzuladen. Abzüge in der B-Note also für die Sprache, teilweise auch in grammatikalischer Hinsicht.

Wenn man das Buch mit seinen 250 Seiten durchgearbeitet hat, haben sich die Regeln bei facebook wahrscheinlich schon wieder geändert oder das Kind hat einen anderen Namen, aber darauf weisen auch die Autoren in ihrem Schlusswort hin. Es geht vielmehr um die Positionierung als Unternehmen im Web an sich, explizit dargestellt am Beispiel von facebook. Denn wer sich dem Fortschritt verschließt, wird es in Zukunft schwer haben, der Konkurrenz standzuhalten. Wer jedoch verstanden hat, dass der Button „gefällt mir“ Türen öffnet, ist den anderen einen Schritt voraus. Bildnachweis: nanette

June 11 2010, 10:00am

Netzpiloten Preferred Blog: “Geht´s noch…?!”

Eines meiner liebsten Blogs ist „Geht´s noch…?!“ und wird geschrieben von  zwei tollen Kulturjournalistinnen – die eine, Susan Vahabzadeh, ist seit vielen Jahren führende Filmkritikerin, die andere, Christine Dössel, eine der prominentesten Theaterkritiker Deutschlands. Beide arbeiten als Redakteurinnen im Feuilleton der Süddeutschen  Zeitung. Und als hätten sie dort nicht schon genug zu schreiben, nehmen sie uns in ihrem Blog regelmäßig mit auf ihre wirklich lesenswerten Backstage-Erlebnisse hinter die deutschen und internationalen Kulturstätten. Den Damen widerfährt viel Skurriles, Beeindruckendes und manchmal Rührendes von Cannes bis Oberammergau. Kürzlich hat sich Christine in einem langen persönlichen Stück den Frust von der Seele geschrieben, den ihr die Arbeit in der Jury zum Heidelberger Stückemarkt bereitet hat. Das war Blogging at it´s best: tagebuchartig persönlich und gleichzeitig hintergrundreich und leidenschaftlich.

June 10 2010, 10:00am

Kostenfreies Screen Sharing mit Mikogo

Es gibt ja so Gelegenheiten, da fragt man immer seinen Alpha-Nerd. Oder seine Alpha-Nerdin. Der oder die wird’s schon richten, denkt man sich dann. Ganz so einfach ist das aber doch nicht, denn wie erklärt man jemandem übers Telefon, was er wo zu klicken hat, um endlich … (hier bitte ein beliebiges Problem eintragen) zu können?

An dieser Stelle setzt Mikogo an. Der Dienst schreibt sich “free screen sharing for people and businesses” auf die Fahne und wartet sogar mit Fernbedienbarkeit des Rechners auf. Im Rahmen der (mittlerweile beigelegten) Auseinandersetzung um den Twitter-Account @mannheim hat Mikogo einige Publicity bekommen. Es wird also Zeit, den Dienst genau unter die Lupe zu nehmen.

Wie funktioniert Mikogo?

Wie im Screen Sharing üblich, startet eine Person eine Session und lädt dann andere Teilnehmer ein, die übers Web alles sehen können, was auf dem Bildschirm des Session-Leiters geschieht. Dazu muss der Leiter oder die Leiterin eine Software installieren, die von Mikogo kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Linux-User bleiben hier leider draußen. Den kompletten Funktionsumfang gibt es nur für Windows-Rechner, Mac-Anwender müssen auf einige Funktionen verzichten. Ist die Software installiert, kann man einen Account machen, ihn eintragen und loslegen. Jedes Meeting hat eine eigene ID aus neun Zahlen, die man den Teilnehmern mitteilen muss. Dazu bietet die Mikogo die Möglichkeit, direkt aus der Software heraus eine E-Mail zu verschicken oder die ID zu kopieren.

Mit Mikogo lässt sich ein fremder Rechner einfach fernsteuern, um beispielsweise die Systemeinstellungen zu kontrollieren

Für die Teilnehmer/innen ist die Sache einfacher. Sie müssen lediglich auf die Mikogo-Homepage gehen und unter “Join Session” ihren Namen und die ID der Session eingeben, an der sie teilnehmen möchte. Mikogo bereitet daraufhin eine ausführbare Datei vor, die heruntergeladen und gestartet werden muss. Ist das erledigt, können sie den Bildschirm des Leiters/der Leiterin sehen. Sehr schön sind eine Reihe von Zusatzfeatures, die es ermöglichen, Dateien auszutauschen oder auf den Bildschirm eines Teilnehmers zu wechseln. Es ist sogar möglich, den eigenen Rechner zur Fernsteuerung freizugeben. Der Wermutstropfen der ganzen Sache ist allerdings die fehlende Audio- oder Chat-Unterstützung innerhalb der Software. Mikogo hat jedoch spezielle Telefonnummern für verschiedene Länder eingerichtet, über die Konferenzen durchgeführt werden können.

An wen richtet sich Mikogo?

Mikogo soll die Werbetrommel für die ausgefeilten und kostenpflichtigen Anwendungen von BeamYourScreen rühren und bietet daher einen eingeschränkten Funktionsumfang. Aus diesem Grund wird Mikogo für viele Unternehmen kaum interessant sein: So ist die Anzahl der Teilnehmer auf zehn Personen beschränkt, und es gibt keine Möglichkeit, direkt innerhalb des Systems über Chat oder Telefon Rückmeldung zu geben. Außerdem schlägt als Nachteil zu Buche, dass sich die Teilnehmer nicht über einen HTML-Viewer einloggen können, sondern eine ausführbare Datei herunterladen und starten müssen. Wenn man mit diesen Einschränkungen leben kann, lässt sich Mikogo natürlich auch gewinnbringend im Unternehmensumfeld einsetzen.

Über die Fernsteuerung wird sich der oben erwähnte Alpha-Nerd freuen: So lassen sich einfach Probleme beheben. Ansonsten bietet sich der Dienst für kleinere Projekte oder Seminare an. Windows-Nutzer dürfen sich außerdem über die Möglichkeit freuen, eine Aufzeichnung des Meetings anlegen zu können.

Blogpiloten-Fazit

Mikogo ist ein interessanter Dienst für die genannten Zielgruppen. Gerade in der Möglichkeit der einfachen Fernsteuerung liegt ein echter Mehrwert gegenüber anderen Diensten, mit denen sich der Bildschirm teilen lässt. Umständlich ist der Verzicht auf einen HTML-Viewer. Man muss also auch den technisch Unbedarften under den Teilnehmern klar machen, dass sie eine Datei ausführen müssen, wenn sie am Meeting teilnehmen möchten. Abgesehen davon ist der Funktionsumfang jedoch beeindruckend und die Handhabung einfach. Mit einer eigenen Telefonnummer wird zudem die Einschränkung aufgehoben, dass Mikogo keine direkten Telefonkonferenzen bietet. Somit kann Mikogo für alle kleineren Meetings empfohlen werden.

February 4 2010, 10:00am

Was ist eigentlich Gowalla?

Der Pl0g–Screencast geht in die sechste Runde. Diesmal erklären uns Marco (aka emzo) und Florian (aka dotdean) Gowalla, ein sogenanntes location–based game, in anderen Worten: Ein Spiel, das weiß, wo du dich befindest und diese Information ins Spielgeschehen einbezieht. So wird der öffentliche Raum zum Spielfeld. Warum das wirklich Spaß machen kann und hilft, deine Stadt neu zu entdecken, erklärt die Pl0g–Crew im Podcast …

pl0gscreencast #06 - gowalla from dotdean on Vimeo. Mehr zu lesen und weitere Pl0gcasts gibts auf Pl0g.de, die Shownotes und Links direkt zum Podcast gibts hier.

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November 21 2009, 8:00am

Kindischer Kindle - The incovenient truth

Neben meiner Tätigkeit hier bei den Blogpiloten bin ich ja viel als Medien- und Verlagsberater in Deutschland unterwegs. Auf Konferenzen und bei Vorträgen habe ich in diesem Jahr auch ab und an über den Kindle von Amazon, elektronische Lesefolien und andere neuartige E-Reader gesprochen bzw. wurde gefragt, ob das das nächste große Ding ist und ob man als Verlag da unbedingt mit dabei sein muss. Meist habe ich dann auf Basis meines Fachwissens und meines gesunden Menschenverstandes argumentiert, aber immer mit dem flauen Gefühl, Kindle und Co. noch nie selbst in der Hand gehabt zu haben - wie übrigens auch 99,9% derer, die mich dazu befragt haben.

Ähnlich war es damals beim iPhone. In der Theorie wirklich ein maximal medienkonvergentes Gerät und als ich es dann irgendwann endlich in der Hand halten und testen konnte, war schnell klar: DAS Ding wird die digitale Welt verändern - und so war es dann ja auch.

In Sachen Kindle blieb also auch nur der einzige Weg: Kaufen! Gesagt getan, der Kindle kam vor drei Wochen bei mir an. Ausgepackt, aufgeladen, anmachen und nach gefühlten 2,57 Sekunden hatte ich den Reflex das Teil direkt wieder einzupacken und zurück in die USA zu schicken. Genau das habe ich inzwischen - und nicht nach den gefühlten 2,57 Sekunden - auch getan. Dass ich das Gerät dann doch länger behielt, lag daran, dass ich wissen wollte, warum nach gefühlten 2,57 Sekunden der Antireflex kam. Dazu aber gleich mehr.

Vorab noch mein Eindruck aus den gefühlten 257 Blogpostings, die ich über den neuen Kindle in Vorfreude auf mein eigenes Exemplar gelesen habe. Als Revolution, das nächste große Ding, benutzerfreundlich, leicht, klein, kompakt, gut lesbar (auch bei dunklen Lichtverhältnissen wie viele deutlich betonten) usw. usf. wurde der Kindle gefeiert. Im Nachhinein haben gefühlte 99,2 Prozent dieser Beiträge den Kindle nur deswegen über den grünen Klee gelobt, weil sie entweder dafür bezahlt wurden oder aber schlicht und einfach damit angeben wollen, dass sie zur “Elite” der early Adopter und der early “Kindle-Ergatterer” gehören.

Nun zu meiner Einschätzung: Unbestritten ist die Idee, ein permanent an den mächtigen und wachsenden Amazon-Katalog angebundenes mobiles Endgerät zu entwickeln, eine gute. Die damit verbundenen Wertschöpfungsketten haben ihren Reiz, ja. Soweit so gut. Unbestritten ist es auch toll, wenn man es schafft, eine solche Idee zur Marktreife zu bringen. Des Weiteren ist es aber auch unbestritten, dass, wenn der Kindle 2 quasi die positive Weiterentwicklung und Verbesserung des Kindle 1 sein soll (den ich leider nie in der Hand hatte), etwas grundlegend schief gelaufen sein muss, bei der Ausarbeitung der Idee. Denn:

der Kindle ist für mich eine Usability- und User Experience Katastrophe. Intuitiv ist anders! Knöpfe oben, Knöpfe unten, Tastatur mit schlechten Druckpunkten und ein Joystick, der mit Joy so viel zu tun hat wie höllische Zahnschmerzen.

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November 13 2009, 10:28am

Google Dashboard: Nicht schlauer als zuvor

Es klingt spannend: Google will transparenter werden und hat darum eine Seite aufgelegt, auf der jeder User nachschauen kann, welche Daten Google über ihn ganz persönlich erfasst hat. Google Dashboard heisst dieser frisch gelaunchte Dienst. Google selbst erklärt den Dienst so:

Der Mehrwert von Google Dashboard begrenzt: Wer schön säuberlich auf einer Seite sehen möchte, wie viele Mail-Konversationen, Google Docs und Fotos bei picasa er gespeichert hat, der wird hier interessante statistische Informationen finden. Ein etwas enttäuschendes Ergebnis - denn welche Google-Dienste man selbst nutzt, kann sich jeder User ja in der Regel selbst beantworten. Praktisch ist allerdings, dass man von der Dashboard-Seite aus die Einstellung aller Google-Dienste über einen direkten Link verändern kann.

Doch der ganz große Transparenz- und Datenschutzwurf, so viel ist klar, ist Google mit dieser Seite nicht gelungen. Wer sich erhofft hat, zu erfahren, welche Suchanfragen Google auf den eigenen Namen zurückverfolgen kann und wie weit diese zurückliegen, der wird enttäuscht - und müsste wahrscheinlich an Google History verwiesen werden (das vielen Datenschutzinteressierten aber noch viel gruseliger ist).

Auch die Frage, welche Infos Google aus den Mails plus Suchanfragen für die Schaltung von Werbung herausfiltert - oder welche Verknüpfungen zwischen den Diensten Google überhaupt herstellt, bleibt leider unbeantwortet.

Golem.de weisst außerdem darauf hin, dass Google auch Daten sammelt, die im Dashboard nicht ersichtlich sind:

Google nennt explizit Serverlogs, in denen die Requests samt IP-Adresse, Browsertyp, Browsersprache sowie eines oder mehrere Cookies mit eindeutigen Identifizierungscodes gespeichert werden. Diese Daten werden laut Google aus Gründen des Datenschutzes getrennt vom Google-Account gespeichert und stehen daher nicht über das Dashboard bereit. Zudem werden die Logfiles durch Löschen von Teilen der IP-Adresse anonymisiert und die Cookie-Informationen nach 18 Monaten gelöscht. Auch Daten, die Google über seine Werbesysteme Adsense und Doubleclick generiert, fließen nicht in das Dashboard ein.

Kurz: Google Dashboard ist ein praktisches Tool, um einen Überblick über wissentlich eingegebene Informationen online zu bekommen. Über ungewollte Datenerhebung und Verknüpfungen der Infos aus verschiedenen Google-Diensten bietet das Dashboard aber keine Informationen an - und damit eben auch keine wirklichen Kontroll- und Abwehrmöglichkeiten für den User.

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November 9 2009, 8:47am

pip.io: Das bessere Google Wave

Wer versucht hat, eine Einladung für Google Wave zu bekommen und dann endlich reinschauen konnte, war überrascht und enttäuscht zugleich. Es ist ein cooles Tool, um mit Kollegen zusammen zu arbeiten. Die Integration anderer bestehender Netzwerke ist nicht direkt möglich. Obwohl zum Beispiel twittergadget auch ganz ohne die iFrame-Extension funktioniert. Die muss man erst einbinden, um friendfeed zu sehen.

pip.io erscheint auf den ersten Blick wie ein Google Wave, das schon erwachsen ist. Es war eigentlich als Desktop-App gedacht und wird wohl auch weiterhin als white-label Version für Firmen vertrieben werden, um die Koordination innerhalb der Firma und zu den einzelnen bestehenden Sozialen Netzwerken zu verbessern. Die Gründer verstehen es als ein OS (Betriebssystem) für Soziale Netzwerke. Es ist deutlich performanter als Wave (es kennen aber auch sehr wenige Nutzer und läuft auf Amazons AWS - also in der cloud).

Es hat eine Ebene auf der die Profile von twitter, Facebook, Youtube und Netflix (Internet-TV in den USA) eingebunden werden können. Von pip.io aus werden alle beschickt mit statusupdates und Neuigkeiten der Freunde, die man einlädt werden dort auch sichtbar. So hat jedes Netzwerk seine eigene Seite. Sehr übersichtlich. Push und Pull funktioniert gleichermaßen. Die Seiten müssen also nicht mehr geöffnet werden um bei facebook eine Statusmeldung abzusenden.

Es gibt darüberhinaus aber auch eine Möglichkeit wie in Wave eigene Rooms einzurichten, die in etwa einer Wave bei Google entsprechen. Man lädt Freunde oder Kollegen ein und kann dann Dateien hochladen, Links austauschen. Man kann sogar mittels eines kleinen Schloßsymbols an ganz bestimmte Nutzer oder Gruppen Posts versenden, obwohl man sich auf der globalen Ebene befindet.

Auf der globalen Ebene hat Google nichts Entsprechendes anzubieten. Mann kann via Google Maps einen bestimmten Bereich der Erde eingrenzen und dort alle globalen Posts ansehen oder einen absenden. Das Tolle ist, man kann also sehen, was Leute in bestimmten Regionen gerade interessiert. Diese globale Ebene ist also eine geografiebasierte Suchoberfläche für Echtzeitkommunikation.

Leo Shimizu, CEO von pip.io denkt bereits darüber nach, neue Inhalte und Dienste kontinuierlich einzurichten. Er versteht pip.io als Grundgerüst für das gesamte Realtime Web, weil sie alles als realtime event ansehen. Jeder Nutzer produziert einen Strom von Events und kann jeden einzelnen Post nach Wunsch einschränken auf bestimmte Zielgruppen oder einzelne Freunde.

Es gibt auch einen Bereich namens Recents. Da wird alles, was man als Letztes aufgesucht und bearbeitet hat, aufgelistet. Sollte sich da irgendetwas tun - ein Freund oder Kollege antwortet oder stellt eine neue Datei ein, dann wird das mit einem kleinen Symbol angezeigt und man hat jederzeit mit einem Blick im Auge, ob sich in einem der letzten tasks etwas getan hat und kann reinklicken, man ist genau an der richtigen Stelle um zu reagieren oder um es nur zu lesen. Es ist also eine schöne Darstellung des Veränderungsgrades der realtimestreams aus der nahen Vergangenheit, weil man ja nie alles gleichzeitig im Blick behalten kann. Dies ist mein TOOL OF THE YEAR 2009.

Probier es aus:http://www.pip.io

Invitationcode: pipiobeta

Hier ein Video-Interview mit Robert Scoble und zwei Gründern, nach circa 8 Minuten werden alle Funktionen erklärt.

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October 27 2009, 8:28am

DandyID - Das eigene Ich aus dem Netz fischen

Man kennt das ja. Nach und nach häuft man Dutzende von Social Network Profilen an, pflegt davon wirklich nur 3-4 (wenn überhaupt) und verliert sehr schnell die Lust und den Überblick über all das, was man so im Laufe eines Onlinejahres im Netz an Spuren auf neuen Plattformen hinterlässt. DandyID kann hier helfen den Überblick zu behalten bzw. zurück zu erobern.

Wie funktioniert DandyID?

Registrieren, E-Mail aktivieren anmelden und los geht’s. Dandy ID ist quasi eine Art XING nur für einen selbst. Denn hier kann man seine eigene multiple Onlinepersönlichkeit an einer zentralen Stelle wieder zusammenpuzzeln und die eigenen Profile bei den derzeit deutlich über 300 verschiedenen unterstützten Netzwerken im Blick behalten.

Aber Dandy-ID wäre dann eigentlich recht langweilig, wenn das schon alles wäre. Das Schöne ist, dass man mit Hilfe der bereitgestellten Widgets und der API sein Dandy-ID Profil z.B. im eigenen Wordpress-Blog einbinden kann.

An wen richtet sich Dandy-ID?

Nun, das liegt deutlich auf der Hand. Dandy-ID richtet sich an die multiplen Persönlichkeiten im Netz. Wer viele Profile ausprobiert und auch aktiv nutzt hat hier einen tollen Dienst, der einem bei der Pflege und Übersicht unterstützt. Vor allem für Webworker kann Dandy-ID hier wertvolle Dienste leisten.

Blogpiloten-Fazit

Nützlicher Dienst für diejenigen, die Networking-Junkies und mit Lust und Laune neue Dienste ausprobieren und aktiv betreiben wollen. Besonders gut gefallen die Möglichkeiten die eigene Dandy-ID Profil-Cloud in anderen Diensten einbinden zu können. So erspart man sich das händische integrieren jedes einzelnen Dienstes im eigenen Blog oder Facebook beispielsweise. Das i-Tüpfelchen ist der Analytics-Part von Dandy-ID.

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October 15 2009, 6:49am

minube - Der soziale Reiseplaner

Du hast dir sicher schon mal ein Restaurant von einem Freund empfehlen lassen oder hast ein schönen Reiseziel dank des Tipps eines Bekannten entdeckt. Wer auf persönliche Empfehlungen von Freunden Wert legt, ist bei minube am richtigen Platz. Denn hier teilen Onlinefreunde ihre Reiseerfahrungen. Minube bietet aber noch mehr Was ist das Ziel von minube.de? Hinter minube steckt die Idee ein Reiseplanungsportal mit Community- und Empfehlungsfunktionen anzureichern. Insofern minube ist der “soziale” Reiseplaner. Denn neben der Recherche und der Buchung von Reisen kann man sich Dank der persönlichen Meinungen, Eindrücke und Kritiken von anderen Reisenden inspirieren lassen.

Orte, die einem besonders gut gefallen, kann man in seinem Profil speichern (zum Beispiel Restaurants, Hotels, Sehenswürdigkeiten). Hat man sich für ein Ziel entschieden, kann man Flug- und Hotelpreise vergleichen und später die eigenen Urlaubserfahrungen mit anderen teilen. Diese persönlichen Erfahrungen helfen wiederum anderen Reisenden, Ideen für den eigenen Urlaub zu bekommen. Wie funktioniert minube.de? Schritt 1 ist wie immer, dass man die übliche Registrierungsprozedur durchläuft.

Sich inspieren lassen: Reiseberichte über 600 Städte in über 100 Ländern stehen derzeit zur Verfügung. Alle Erfahrungen stammen von minube-Nutzern, wodurch sich ein breitgefächertes Bild der verschiedenen Orte ergibt. Die eigene Reise planen: Orte, die einem besonders gut gefallenkann man sich in seinem Profil speichern. Die Lieblingsorte können Restaurants, Hotels oder Sehenswürdigkeiten einer Stadt sein, ein Naturpark oder ein Strand. Preise vergleichen: Mithilfe der Flug- und Hotelsuchmaschine können Nutzer mit einer Suche Preise von über 13 Anbietern vergleichen und sparen somit Zeit und Geld. Durch einen Klick können sie herausfinden, welcher Flug am ehesten ihrer Vorstellung entspricht und müssen nicht von Webseite zu Webseite springen. Dieser Service ist für die Nutzer kostenlos. Erfahrungen teilen: Nach der Rückkehr aus ihrem Urlaub können Reisende ihre Erfahrungen inklusive Fotos und Videos bei minube mit anderen Reisenden teilen. Orte, die sie während ihres Urlaubs entdeckt und die sie fasziniert, beeindruckt oder entspannt haben und von denen sie glauben, dass sie einen Besuch Wert sind. Reisende können ihre Erfahrungen auf zwei Arten teilen: Entweder, indem sie einen Lieblingsort erstellen oder indem sie ein Reiseblog erstellen. Neben der Planung der eigenen Reise bietet minube jedoch auch vielfältige Kontaktmöglichkeiten: Nutzer von minube können einen Reisepartner finden, indem sie ihre Reiseplanung veröffentlichen. Sie können im Forum Fragen rund ums Thema Reisen stellen und anderen Nutzern Nachrichten schicken. Außerdem können sie die Fotos und Videos anderer Nutzer kommentieren und Erfahrungen zu schon bestehenden Orten ergänzen. Blogpiloten-Fazit Minube bietet eine geschickte und für Web 2.0 Fans intelligente Verbindung von Reiseplanungs- und Buchungsportal angereichert mit Community- und Empfehlungsfunktionen. Letztere dominieren die Startseite von Minube zwar nicht, aber “unter der Haube” rücken sie dann stark in die Fokus. Die Seite lässt sich gut nutzen, die Usbaility ist ausgereift und der ein oder andere Testlauf bei Hotelsuche ergab gute Ergebnisse hrs.com.

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September 15 2009, 12:26pm

Zamzar - Der Online-File-Konvertierer

Bei der nahezu unüberschaubaren Zahl von Dateiformaten und dem immer wieder aufkommenden Bedarf an einer Transkodierung und Konvertierung stösst man beim eigenen Betriebssystem oder der jeweils benutzten Software schnell an Grenzen. Hier kommt Zamzar als Schweizermesser ins Spiel. Denn… Zamzar konvertiert eine sehr umfangreiche Palette an Dateiformaten in verwandte Formate. Eine Übersicht über die unterstützen Konvertierungwege gibt es hier.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach: registrieren, einloggen, Datei hochladen, Konvertierungsformat wählen und Zamzar seinen Job machen lassen. Je nach Accounttyp bietet Zamzar unterschiedliche Größen beim Online-Storage. Vergleiche folgende Liste.

Blogpiloten-Fazit Kurz und gut: Einfach nur nützlich! Das Pricing ist fair!

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September 4 2009, 9:20am

Twitter-Management mit HootSuite

Intensiv- und Profitwitterer entwickeln mit der Zeit eine Twitterstrategie, bei der es darum geht mit verschiedenen Accounts, zu bestimmten Uhrzeiten, bestimmte Tweets abzusetzen und gleichzeitig die Übersicht über Follower, Replys, direct Messages etc. zu behalten. Mit dem Webfrontend von Twitter selbst stösst man hier schnell an Grenzen. Diverse Clients und Webservices von Drittanbietern sind bereits auf dem Markt, die das Twitter-Management erleichtern und unterstützen. Einer dieser Dienste ist HootSuite. Wie funktioniert HootSuite? Nach dem obligatorischen Anlegen eines Accounts lassen sich in HootSuite mehrere Twitteraccounts importieren, die dann zentral über HootSuite verwaltet, mit Inhalten befüllt und über das Statistik-Tool beobachtet und systematisch ausgebaut werden können.

Die Webdarstellung erinnert dabei ein wenig an die Spaltenansicht von Tweetdeck. Am Seitenkopf sind sehr übersichtlich als Tabs dargestellt die einzelnen Accounts angeordnet, so dass man leicht hin- und herspringen kann. Mit dem Auswertungstool von Hootsuite lässt sich der Erfolg der eigenen Tweets messen. Zum Beispiel wird dabei auch berücksichtigt, ob Links, die man getwittert hat auch tatsächlich geklickt wurden. Das gibt wertvolles Feedback auf die eigene Twitterstrategie. Weitere nützliche Funktionen von Hootsuite sind die Multiautorenfunktion inklusive Rechtemanagement. Das heisst, es können mehrere Autoren über Hootsuite twittern und der Admin kann dabei unterschiedliche Rechte an die Ko-Twitterer vergeben. Zeitversetztes Twittern ist ebenfalls möglich sowie die automatische Bespielung der eigenen Twitteraccounts via RSS. Auch schön: Eine Integration mit Ping.fm ist möglich. An wen richtet sich Hootsuite? Für den Freizeit- und Gelegenheitstwitterer ist Hootsuite sicherlich nicht gedacht. Wer des Twitterns willen twittert und kein spezielles Interesse an Reichweitenmaximierung hat, braucht diesen Dienst nicht. Wer aber Twitter als Teil des Selbstmarketings bzw. der Unternehmenskommunikation einsetzt, wird sehr wohl einen großen Nutzen aus Hootsuite ziehen können. Insbesondere das Statistik- und Auswertungstool ist hier sehr hilfreich. Blogpiloten-Fazit: Ein ansprechend und übersichtlich gestalteter Webservice für professionelles Twitter-Management. Die Multiautorenfunktion sowie die Möglichkeit für statistische Auswertungen und die damit verbundene Reichweitenmessung machen Hootsuite zu einem interessanten Tool für Profitwitterer, die strategisches Microblogging betreiben wollen. Zwar spielen Dienste wie Hootsuite hier sicher auch Spammern in die Hände, aber mit denen muss man leider leben, egal ob mit oder ohne Hootsuite.

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August 31 2009, 9:01am

Google Wave - was ist das und wie geht das?

Seit einiger Zeit geistern Begriffe wie Realtime Web oder Pushbutton Web durch das Netz. Es geht dabei um Inhalte, die beispielsweise über twitter ins Netz kommen und zur Konversation anregen können. Waren früher die Blogkommentare meist eine zeitversetzte Kommunikation zwischen Autor und Leser, sind Werkzeuge wie tumblr.com, posterous.com, friendfeed.com oder eben twitter eher Wege, um schnell ein Thema oder Problem zu diskutieren. Die Suchmaschinen tun sich noch schwer damit, dieses Web in Echtzeit abzubilden. Google denkt aber schon einen Schritt weiter - mit Google Wave. Denn es wäre reichlich einfältig zu denken, dass die alte dokumentenbasierte Art, Inhalte im Web zu publizieren nun dem Untergang geweiht ist. Im Gegenteil. Das Echtzeitweb stellt eine Art Metaebene dar, die über diese “statische” Inhalte eine Diskussion ermöglicht oder einfach den Zusammenhalt und die Bindung zwischen Menschen online fördert. Woraus besteht Google Wave? Zunächst ist es eine sogenannte Client-Server-Plattform, die zwischen verschiedenen Nutzern eine nachvollziehbare und jederzeit wiederauffindbare Schicht an Daten ermöglicht, die sowohl die Gespräche als auch eingebundenen Binärdaten wie Video, Bilder, Audio oder eben z.B. Word-Dokumente verlinkt oder mitransportiert und darstellt. Wave kann in jeden bestehenden Webauftritt eingebaut werden. Entwickler könne ihre eigenen Anwendungen oder Spiele erstellen und in Google Wave einbinden. Der Code von Wave ist Open Source. Alle Inhalte können wie bei einem Wiki editiert und verändert oder mit Kommentaren versehen werden. Jeder kann direkt jeden einzelnen Buchstaben erkennen, den ein anderer an einem Text gerade eingibt - in Echtzeit. Auch die Rechtschreibhilfe wird in Echtzeit stattfinden wie wir das schon von Textverarbeitungen und E-Mailprogrammen kennen. Aber anders als bei E-Mail wird es keine Anhänge geben denn alles wird sofort in Echtzeit angezeigt - eben auch fremde oder eigene Inhalte, die man per drag&drop auf die Oberfläche legt. Was ist nun eine Welle (Wave)? Eine Welle ist ein neues Thema bzw. Thread, den jemand anlegt und zu dem alle etwas beitragen könne wie eben Kommentare, Bilder oder Videos. Man kann beispielsweise gemeinsam ein Dokument bearbeiten. Entweder tut man dies synchron als wenn beide zur gleichen Zeit online sind oder asynchron wie bei E-Mail. Google Wave speichert alle Schritte und ruft sie demjenigen auf, der das Dokument weiterbearbeiten will. Es ist also eine Art Versionierung enthalten inklusive einer Benachrichtigung über alle Änderungen. Mann es also als eine Mischung aus E-Mail, Chatprogramm, Wiki, Blog und Fotoportal bezeichnen, dass als Kollaborationsportal daherkommt. Unterhalb der Wave-Ebene gibt es dann so genannte Wavelets, die Unterthemen zu einer Wave bilden und ein spezielles Thema vertiefen oder Nebenthemen eröffnen. Die kleinste Einheit ist dann ein Blip, also ein einfacher Kommentar oder eine Antwort, die man senden kann. In dem Blip könnte man also einfach ein Youtube-Video zu einem Aspekt einbinden und “Schau Dir mal an, wie die das machen” dazu schreiben. Es gibt aber auch Applikationen innerhalb eines Waves, die man aufrufen kann - entweder robots oder gadgets. Ähnlich wie die Facebook Applikationen könne hier auf der Basis von OpenSocial allerlei zusätzliche Quellen eingebunden werden oder ganz Funktionen implementiert werden. Robots sind automatisierte Dienste, die twitter-Inhalte mit einem bestimmten Hashtag einbinden oder aktuelle Aktienkurse zu einer Firma einbleden etc. pp, es geht aber auch mit der Google Wave API einfach ein Schachspiel darzustellen und den Nutzern verfügbar zu machen. Es gibt bereits Tausende von iGoogle und OpenSocial Gadgets, die durch Wave an Wert gewinnen, weil nun Mehrspielerversionen sinnvoll umsetzbar sind - sowohl für den Spaß als eben auch für gemeinsame Abstimmung über Inhalte oder Dokumente ist das ein Schritt nach vorne. Und die robots verhalten sich so wie IM-robots aus früheren Zeit, nur eben smarter, denn sie können mit den Nutzern interagieren, da sie wie Chat-Teilnehmer auftreten. Und dann gibt es noch die Wave Embends. Bisher gibt es zwei, eines für die Diskussione von Youtube Videos auf einer beliebigen Website und das andere ist eher ein Darstellen mehrerer Waves auf einer Homepage. Wer tiefer einsteigen will, findet beim Wave Protocol mehr Information oder steigt in die Entwicklung ein und schaut sich das API an bzw. den Wave Embed Developer Guide. Fazit: Was ist Wave denn nun und wird es gut? Zunächst ist ein Novum bei Google. Denn das erste Mal bietet Google von vornherein eine Plattform an wie twitter oder friendfeed, die die Konversation im Web in den Mittelpunkt rückt und nicht Suchfunktionen oder das Abbilden bestehender Office/E-Mail-Softwar im Netz. Insofern verläßt Google jetzt den Ansatz einfach lokale Funktionen ins Netz zu bringen und gestaltet einfach ein Plattform, die beide Welten sinnvoll vereint. Klappt das Vorhaben, dann werden viel Nutzer des Realtime Web diese Plattform bevorzugen, weil sie gutes Potenzial hat Facebook, MySpace und Xing genauso zu beerben wie auch die entstehenden Social Web Anwendungen in den Firmen (Enterprise 2.0). Durch das Öffnen der Plattform für allerlei Soziale Netzwerke bleibt viel Potenzial, denn letztlich kann man in so einem Netz  nicht mehr betreiben als Kontaktmanagement. Das Pflegen dieser soziale Bindungen über Statusmeldungen war und ist etwas mühsam. Bei twitter haben wie schon das Potenzial bei den 30-50jährigen gesehen. Wenn die jüngeren nun Wave als neue und extrem erweiterte Chatplattform annehmen, könnte es das erste Mal sein, dass man hier mit allen Altersgruppen themenbasiert virtuell diskutieren kann. Genau daran wird aber der Erfolg zu messen sein. Noch funktionieren die Gespräche über die persönlichen Seiten Einzelner in den Netzwerken oder den per Followerliste begrenzten Timelines bei twitter. Eine Öffnung auf themenbasierter Ebene kann eine falsche Entscheidung sein. Lassen wir uns überraschen. Ab dem 30.September wissen wir mehr… Bildnachweis: Google

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August 17 2009, 8:34am

StepMap - Der Land- & Themenkarten Baukasten

Hinter StepMap.de verbirgt sich ein kleines aber feines deutsches Startup aus Berlin, das sich ganz dem Thema personalisierte Landkarten verschrieben hat. Denn mit Stepmap lassen sich in nur wenigen Schritten Kartenausschnitte aus dem Weltatlas wählen, eigene Informationen einbinden, Texte, Bilder, Logos und Videos ergänzen. Wie es geht und was Stepmap noch so alles bietet, steht im Review. Wie funktioniert Stepmap? Bei Stepmap kann man entweder einen wachsenden Fundus personalisierter Land- und Themenkarten durchforsten und weiterverwenden oder aber selbst auf Basis einer Landkarte loslegen und sein eigenes Thema darauf darstellen. Einen Überblick gibt der Atlas.

Was beim Erstellen einer eigenen Stepmap ungewöhnlich aber wie ich finde clever gelöst ist: man muss sich nicht erst einmal registrieren, um eine Karte anzulegen, sondern kann direkt mit dem Schritt-für-Schritt-Assistenten loslegen. Erst ganz am Ende wird man gebeten sich einzuloggen bzw. sich zu registrieren, denn schliesslich soll die personalisierte Karte ja auch abgespeichert werden. Der Assistent umfasst 4 Schritte. Im ersten Schritt wählt man den Kartenausschnitt. Zur Verfügung steht dabei der komplette Globus. Regionen und Länder sind vordefiniert und können über die Pulldown-Menüs ausgewählt werden. Was wirklich toll ist: Es werden nicht nur Standardkartendesigns angeboten, wie man sie aus dem Schulatlas oder dem Fernsehen her kennt, nein, es steht bereits eine breite Palette unterschiedlicher Kartenstile zur Verfügung und man kann auch einfach selbst einen eigenen Stil definieren. Dazu einfach die entsprechenden Untermenüs aufklappen. Beim Test gab es so gut wie keine Stolpersteine, alles ist intuitiv und leicht bedienbar. Im zweiten Step kann dann die Karte mit eigenen Informationen bestückt werden. Hierzu stehen erneut eine Vielzahl von Optionen zur Verfügung. Vor allem die sehr umfangreiche Palette an Logos und Symbolen erweitert die Möglichkeiten, die man etwa bei GoogleMaps hat um ein Vielfaches. Auch hier erlaubt StepMap das Hochladen eigener Logos und Icons. Pfade, Verbindungslinien und Beschriftungen gehören selbstverständlich auch zum Funktionsumfang. In Step 3 können Mediendaten hinzugefügt werden, zum Beispiel YouTube-Videos, Audios und Fotos, die später neben den Karten angeordnet werden. Als Quelle lassen sich sowohl eigene Dateien von der Festplatte hochladen, Internetquellen importieren oder direkt Videos von via YouTube-URL einbinden.

Im vierten und letzten Step geht es schnell. Nur noch Titel, Beschreibung und Tags für die eigene Karte eingeben und abspeichern. Ist man noch nicht registriert oder eingeloggt, kann man das an dieser Stelle nachholen. Die Karte landet dann im personalisierten Bereich und kann anschliessend in anderen Websites per HTML-Code eingebettet werden. An wen richtet sich StepMap? Ein Blick in den Atlas von StepMap verrät, wer von StepMap profitieren kann. Dort finden sich zum Beispiel neben Karten von Reisenden, die ihre Weltreise dokumentiert haben, auch historische Kartenaufbereitungen oder Karten, die wirtschaftliche Zusammenhänge und statistische Werte visualisieren. Für Lehrer ist StepMap ebenfalls interessant. Einige Medienanbieter haben StepMap offenbar auch schon für sich entdeckt und zum Beispiel die Bundesliga-Ergebnisse auf einer StepMap dargestellt. Wie mir einer der kreativen Köpfe hinter Stepmap erklärt hat, wird das Kartenmaterial auch in hochauflösender Form angeboten, so dass die Karten auch in Printprodukten verwendet werden können. Durch die intuitive und einfache Bedienung spricht StepMap nicht nur Geeks, sondern vielmehr eine breite Masse von Nutzern an, die bereits auf einen erstaunlich breiten und dabei nützlichen Funktionsumfang zurückgreifen können. Blogpiloten-Urteil Neben all den bereits genannten positiven Eigenschaften von StepMap muss noch erwähnt werden, dass der Dienst kostenlos ist und zweitens das Kartenmaterial weltweit lizensiert wurde und somit von den StepMap-Nutzern überall und ohne Einschränkungen verwendet werden kann. Natürlich fehlen aber auch noch ein paar nützliche Funktionen. So ist zum Beispiel die Zoomfunktion - bekannt von GoogleMaps und anderen Anbietern - noch nicht bei StepMap integriert (kommt aber noch). Insgesamt ein sehr schönes Produkt, kinderleicht zu bedienen und eine willkommene Alternative zu den Google-Produkten.

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August 13 2009, 9:08am

Team Apart: Einfach online zusammenarbeiten

Über’s Netz zusammenarbeiten - auf neudeutsch Online Collaboration - gibt es schon länger, aber so richtig einfach und unkompliziert ist es nach wie vor nicht. Das versucht Team Apart jetzt zu ändern, gerade für kleine Teams und Freiberufler. Wir haben das Tool getestet - und 50 Einladungen für Blogpiloten-Leser. Das alles nach dem Sprung.

Eins vorneweg: Team Apart richtet sich nicht an Großunternehmen. Wer mit 20 Leuten in ein Online-Meeting möchte, der sollte sich im Corporate Collaboration Bereich umsehen. Bei Team Apart ist alles auf möglichst einfache, schlanke Bedienung ausgelegt. Downloads sind nicht nötig, alles läuft im Browser. Die Besonderheit: Hier werden Text und Video kombiniert, die sogenannten Workspaces bleiben erhalten, auch wenn die Nutzer sich ausloggen. Ein Meeting kann so einfach mal unterbrochen und später fortgesetzt werden. Gemeinsam kann man so an einem Textdokument arbeiten (wobei es eigens für Programmierer auch eine Code-Ansicht mit Zeilennummern etc gibt), an einem Whiteboard (zum Freihandmalen), oder man kann sich Fotos zeigen. Das alles ist kostenlos - wer bezahlt, darf zusätzlich auch seinen gesamten Desktop mit den Kollegen teilen.

Screenshot von Team Apart So lassen sich zum gemeinsamen Textbearbeiten mehrere Videokanäle öffnen, damit man sich beim Arbeiten auch tief in die Augen sehen kann. Ein sehr nettes Feature, das vielen Konkurrenten fehlt. Wir waren mit nur wenigen Klicks ruck zuck startklar und gemeinsam im virtuellen Konferenzraum. Unser Eindruck? Die Zusammenarbeit im Textdokument war bequem, unkompliziert, das Interface ist simpel und reagiert schnell. Audio und Video waren im Test leider unbefriedigend, der Ton hat gehakt und klang metallisch. (Am anderen Ende der Leitung war ein recht schwacher Laptop, aber das sollte freilich kein Hindernis sein.) Hier wird sich zeigen, wie sich die Technik entwickelt oder ob das ein Einzelfall war. Wer ein Werkzeug zur Zusammenarbeit sucht, sollte Team Apart definitiv testen. Der Dienst ist schlank, sehr einfach zu bedienen und braucht keinerlei extra Software. Bevor es zum ernsthaften Einsatz kommt, empfehlen wir aber dringend, erstmal einen Testlauf zu machen. Team Apart ist noch ganz frisch und wird sicher noch ein wenig brauchen, bis es für den Ernstfall gerüstet ist. Vielversprechend sieht es allemal aus. Einladungen Für Blogpiloten-Leser gibt es 50 Einladungen zum Betatest von Team Apart. Einfach durchklicken, anmelden, selber testen!

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August 11 2009, 1:59pm

Review: Aupeo! Die Highquality-Lieblingsmusikstreamer

Bei Aupeo! kann man sich sein eigenes Lieblingsmusikprogramm zusammenstellen oder sich Musik empfehlen lassen, die dann als linearer Audio-Stream zu hören ist. Aupeo! ähnelt damit mehr einem persönlichen Radiosender. Hinter dem Empfehlungssystem von Aupeo! steckt ein Algorithmus des Fraunhofer-Instituts. Das Besondere: Der Algorithmus findet nicht nur ähnliche Künstler, sondern kann auch bestimmte Stimmungen aus Liedern herauslesen und eine entsprechende Playlist anlegen.

Das Userinterface ist übersichtlich gestaltet, nach dem üblichen Anmeldeprozedere kann man nach wenigen Minuten mit dem Anlegen einer eigenen Playlist bzw. mit dem Abspielen der eigenen Lieblingsmusik loslegen. Zwar kann man Aupeo! auch ohne Anmeldung nutzen. Nachteil: Aupeo! merkt sich dann nicht, was man bisher schon gehört hat.

Bei dem so genannten Mood-Chooser handelt es sich um eine Matrix, auf der man einstellen kann, in welcher Stimmung man sich gerade befindet bzw. zu welcher Stimmung passende Musik vorgeschlagen und abgespielt werden soll. In der Datenbank befinden sich derzeit rund 500.000 Musikstücke, so dass hier für die allermeisten Geschmäcker mehr als nur ein Titel dabei sein dürfte. :-)

Leider wurde der alte Mood-Chooser offenbar aufgegeben. Dieser bot noch weitere Möglichkeiten, die Musikauswahl einzuschränken. So konnte man z.B. den Tempo-Bereich der Musik einschränken oder den Zeitraum der Erscheinungsjahre begrenzen.

Das Spezielle an Aupeo! ist, dass hier nicht nur via Webbrowser gestreamt wird, sondern der Dienst auch mit zahlreichen internettauglichen Endgeräten im Bundle vertrieben wird. Bestechend ist bei beiden Empfangswegen die Qualität der Musikstücke, da diese mit bis zu 320 kpbs ausgegeben werden. Eine weitere Besonderheit von Aupeo! gegenüber anderen Musikstreaming-Plattformen sind die Aupeo!-Stations. Hier werden Genre spezifische Channels von Musikexperten redaktionell zusammengestellt. In Teilen sind die Channels frei verfügbar, die volle Bandbreite ist jedoch zahlenden Kunden des Premium-Accounts vorbehalten. Dieser kostet 49,95 Euro pro Jahr bzw. 4,95 Euro im Monat. Fazit Beim Testen drängte sich für mich als altem Last.fm-User natürlich ein Vergleich zwischen den beiden Diensten auf, wenngleich sie eigentlich an vielen Stellen gar nicht vergleichbar sind. Bei der Musikauswahl hat sich allerdings gezeigt, dass mir Aupeo! mehr gute Stücke in die Playlist legt als Last.fm und sich Musikstücke nicht so häufig (gar nicht?) wiederholen, wie es bei Last.fm manchmal der Fall ist. Demgegenüber hat mir Aupeo! bestimmte Künstler gar angeboten. Schade finde ich, dass der grafische Mood-Chooser nicht mehr angeboten wird. Demnächst werden die Blogpiloten auch mal ein Hardwaregerät testen. Bei den W-Lan-Radios gibt es ja inzwischen eine breite Auswahl, so dass auch hier ein testender Blick lohnt.

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August 10 2009, 9:20am

Posterous: Bloggen, so einfach wie E-Mails schreiben

Nehmen wir einmal einen typischen Tag im Leben eines Bloggers. Nennen wir ihn Paul. Paul hat einen Gedanken, den er unbedingt der ganzen Welt mitteilen möchte. Also loggt er sich in das Backend seines Blogs ein, legt einen neuen Artikel an, gibt Text ein, bindet Medien ein, liest Korrektur, stellt online. Vorausgegangen ist dem Ganzen eine recht umfangreiche Phase, in der Paul sich eine Webpräsenz eingerichtet, eine Software installiert, sich ein Theme ausgesucht (oder sogar selbst eines gemacht) und die Funktionalitäten zurechtgebogen hat. Doch was für Paul so selbstverständlich scheint, bringt eine ganze Reihe anderer Menschen nur zum Abwinken. Viel zu kompliziert, das alles. Und so beschränken sie sich aufs Schreiben von E-Mails. Womöglich noch als Rundmails an alle ihre Freunde, mit denen sie Informationen rumschicken. Und dann kommt Posterous daher und behauptet, das ganze Webzeugs zu können, indem man E-Mails schreibt. Und könnte damit alle Menschen zu Bloggern machen, die damit bisher nichts zu tun haben wollten. Wie funktioniert Posterous? Schon der erste Eindruck der Webseite klingt vielversprechend: Da ist das sonst so obligatorische “Create an account” fett durchgestrichen und mit einem frechen “Skip it” untertitelt. Posterous funktioniert angeblich, indem man eine E-Mail an post@posterous.com sendet. Alle Inhalte, die man anfügt, landen automatisch auf der Webseite. Bilder werden dabei auf eine geeignete Größe reduziert und als Einzelbild oder Galerie präsentiert. Ton- und Filmdokumente kommen mit einem Player auf den eigenen Webspace und können dort direkt abgespielt werden. Eine Kommentar-Funktion bringt Posterous natürlich ebenfalls von Haus aus mit. Posterous: schlicht, aber alles dabei Ganz so einfach ist es dann aber leider doch nicht – zumindest war es mir im Test nicht möglich, den Registrierungsvorgang zu überspringen. Denn obwohl Posterous behauptet, kein Login zu benötigen, muss es schon wissen, welche E-Mail-Adressen zu welchem Account gehören. Das bedeutet, dass man sich doch vorher registrieren und seine E-Mail-Adressen mit seinem Account verknüpfen muss. Dazu kann man entweder seinen Facebook-Account oder eine E-Mail-Adresse verwenden. Anschließend tut Posterous aber alles so, wie man es von ihm erwartet. Zudem kann es auf andere Dienste zugreifen und die Inhalte verteilen. Mit dabei sind Facebook, Flickr, Twitter und einige mehr. An wen richtet sich Posterous? Eigenen Aussagen zufolge richtet sich Posterous an Anfänger und gelegentliche Blogger ebenso wie Social Media Pros. Besonders die ersten beiden Gruppen dürften mit dem Dienst zufrieden sein: noch nie zuvor war es so einfach, Inhalte ins Web zu bekommen. Einfach eine E-Mail schreiben, alles reinhauen, Posterous übernimmt den Rest – bearbeitet werden kann das Ganze natürlich auch im Nachhinein noch. Erfahrenere Nutzer hingegen werden den Geschwindigkeitsvorteil zu schätzen wissen. Einmal eingerichtet, kann man Inhalt über eine E-Mail an post@posterous.com direkt auf alle Plattformen verteilen; möchte man nur auf Flickr posten, geht die Mail halt an flickr@posterous.com. Kombinationen à la flickr+facebook@posterous.com sind natürlich auch möglich. Große Einflussmöglichkeiten sucht man jedoch vergebens. Zwar kann man recht einfach eine eigene Domain und Google Analytics verwenden – wer jedoch gerne ein eigenes Layout hätte, ist mit einer eigenen Präsenz besser beraten. Muss dann aber auch die Arbeit in Kauf nehmen, die er damit hat. Blogpiloten-Urteil Wer nur mal hin und wieder etwas online stellen möchte, findet in Posterous einen geeigneten Anbieter. Vorkenntnisse sind nicht notwendig – wer E-Mails schreiben kann, kann auch Posterous. Für Web 2.0-Experten setzt ganz auf den Twitter-Effekt: schnell und einfach. Posterous hat so die Chance, zu einer ganz großen Nummer im Web 2.0 zu werden, indem es Leute anlockt, die sich nicht mit komplizierter Technik beschäftigen, aber dennoch partizipieren möchten.

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July 17 2009, 2:55pm

Tazaar - Der Twitter-Kleinanzeigenmarkt

Twitter bietet 140 Zeichen Platz, um die Frage zu beantworten “What are you doing?”. Kleinanzeigen bieten meist kaum mehr Platz und beantworten die Frage, was der Sender zum Verkauf anbietet. Tazaar bringt Twitter und Kleinanzeigen zusammen. Tazaar versteht sich selbst als Twitter-Bazaar, daher auch der Name. Wie funktioniert Tazaar?

Tazaar nutzt die Gepflogenheiten der Twittersphere zum Aufgaben von Angeboten und Gesuchen. Wer etwas zu verkaufen hat startet seinen Tweet einfach mit dem Hashtag #wts (want to sell). Wer etwas sucht startet mit #wtb (want tu buy). Weitere Details wie Preis, Ort, Gegenstand des Angebots etc. werden sind dann quasi im Haupttext des Tweets. Auch hier bietet sich die Verwendung von Hashtags an. Tweet dann absetzen und auf einen Reply bzw. eine Direct Message hoffen. An wen richtet sich Tazaar? Theoretisch richtet richtet sich Tazaar natürlich an Verkäufer und Kaufinteressenten der Marke 2.0, die auf einem schnellen und unkomplizierten 2.0-Weg auf einen Deal hoffen. Praktisch sieht das auf der Seite von Tazaar derzeit allerdings leider doch sehr nach SPAM und dubiosen Anbietern aus. Der werden Häuser und Autos nach dem Losverfahren angeboten, das spricht nicht gerade dafür, dass es sich hier um ein seriöses Anbieterumfeld handelt. Blogpiloten-Urteil Die Idee ist toll, die Umsetzung twittergrecht einfach. Aber die aktuellen Angebote auf der Seite sprechen nicht dafür, dass es hier um die Anbahnung von seriösen Geschäften geht. Die Macher können sich ihre Nutzer an der Stelle zwar nicht wirklich aussuchen, aber Maßnahmen zur Verhinderung dieser Form von Angebotsmüll und plumper Werbelinks wäre wünschenswert.

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June 16 2009, 1:06pm

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