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Deutschlandfunk: “Revolution Online”

“Inwieweit haben soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter der arabischen Revolution zum Sieg verholfen? Online-Aktivisten und Internet-Experten sind sich weitgehend einig, dass die Widerstandsbewegungen ohne sie nicht so erfolgreich gewesen wären.”

Der Deutschlandfunk hat in seiner Sendung “Hintergrund” über die Arabische Revolution berichtet und lässt auch aktive Blogger aus den Revolutions-Staaten zu Wort kommen. Um die Radiosendung zu hören klickt hier!

June 27 2011, 9:26am

transmediale11: Radio Tactics – Radio Magics

RESPONSE:ABILITY lautete die kryptische Metapher der diesjährigen transmediale.11, die am Wochenende in Berlin zu Ende gegangen ist. Gemeint war damit das Zurechtfinden der Menschen innerhalb der digitalen Welt, in der wir uns ununterbrochen einer digitalen Stimulation ausgesetzt sehen. Über 200 Künstler, Kreative und Wissenschaftler stellten hierzu im Haus der Kulturen der Welt sowie über die ganze Stadt verteilt verschiedenste Performances, Installationen, Videoarbeiten und Konferenzen vor. Dabei wurde auch ein alter Staubfänger wiederentdeckt: das Radio! Das Netz als Echtzeit-Lebensraum und der Mensch mittendrin: die digitale Kultur hat unser Leben nicht nur technisch, sondern auch sozial radikal verändert. Mittlerweile sind wir gleichzeitig on- und offline, erstellen eine Vielzahl an virtuellen Identitäten und schaffen es so scheinbar mühelos, zur selben Zeit überall zu sein. Was aber bedeutet dieser permanente Zustand der Digitalen Liveness für uns Menschen in unseren Identitätskonzepten und sozialen Beziehungen? Welche politischen Fragestellungen ergeben sich daraus? Und überhaupt: trägt in diesem Gewusel eigentlich irgend jemand die Verantwortung? Auf dem diesjährigen Festival für Kunst und digitale Kultur transmediale wurden eine Vielzahl an Arbeiten vorgestellt, die den Menschen in diesen Entwicklungen positionieren…

Unter dem Motto „Das Netz ist hier und jetzt, es ist live. Andere haben es für uns gebaut – gestalten müssen wir es jetzt selbst“ erschien es zunächst etwas erstaunlich, dass ausgerechnet dem Radio als Medium gleich am zweiten Festivaltag eine besondere Aufmerksamkeit zuteil wurde. Zwar gehört Radio auch heutzutage neben Internet noch immer zu den meistgenutzten Live-Medien weltweit. Als ältestes Massenkommunikationsmedium kommt ihm dabei aber die bemerkenswerte Rolle des Reliktes zu, dass als reines Audioformat in einer primär visuell ausgerichteten digitalen Welt mehr oder weniger standhaft überlebt zu haben scheint. Mit einer eigenen „Unter-Konferenz“ namens ´Test Signals´ rückte man dem Radio auf der transmediale.11 zu Leibe und versuchte in zwei Gesprächsrunden zu ergründen, wie sich das Radio in der digitalen Zukunft positionieren kann bzw. welches gesellschaftliche und politische Potential ihm zukünftig als freie Plattform zukommen könnte. Geraldine de Bastion, Projektmanagerin bei newthinking communications, hatte in der ersten Gesprächsrunde ´Radio Tactics´ klare Antworten: „Radio kann (mehr oder weniger als einziges Medium) die letzten noch unerschlossenen ländlichen und abgeschiedenen Gegenden an das globale Informationsnetz anschließen!“ Radio schlägt also die Brücke von der alten in die neue Welt der Kommunikationsmedien. Um technisch mitzuhalten muss es sich aber unbedingt den neuen Technologien gegenüber öffnen, so fuhr de Bastion fort, und das heißt: die Verwendung von “open source technologies“, “crowd sourcing“ und “cross media“! Was das im einzelnen bedeutet, wurde von den drei weiteren Rednern aufgegriffen. Douglas Arellanas von http://www.sourcefabric.com und Mitorganisator der ´Test Signals´-Reihe entwickelt eben jene open source Technologien für Radiomacher. Gerade für Journalisten und Radioprogrammierer ist eine frei verfügbare Software wichtig, da sie ihnen für ihre oft unter oder gar nicht finanzierten Projekte Unabhängigkeit und Qualität verspricht – egal ob terrestrisch oder online. Dass die Möglichkeiten des Rundfunks besonders in politischen Krisengebieten wie zur Zeit im arabischen Raum eine enorme Bedeutung erfährt, betonte Arellanas fast nebenbei: „radio still works when internet shuts down!“ Innovation und Eigensinn waren für Diana McCarthy, der zweiten Rednerin, Schlagworte ihres Radiosenders. Als Mitbegründerin der freien Berliner Radiosender Herbstradio und seinem Nachfolger Reboot FM steht sie für ein freies, unabhängiges Radioprogramm, dass – im Gegensatz zum Trend der Zusammenfassung von Hörerschichten bei kommerziellen Radiostationen – den speziellen Geschmack kleinerer Hörerschichten anvisiert, und das heißt: „crowd sourcing“. Als ein junges Berliner Nischenradio mit Fokus auf aktueller, experimenteller Musik setzt Reboot FM einen Hörer mit i-Pod-Gewohnheiten voraus, der bereits über ein großes Kontingent an aktueller Musik verfügt. Etwas Neues spielen, das auch Grenzen überschreitet und Interessant ist: für Diana McCarthy heißt die Zukunft Crossover innerhalb einer bestimmten Nische, der man sich voll und ganz verschreibt. Wie die Zukunft des Radios technisch nun konkret aussieht, wusste schließlich der letzte Redner Jonathan Marks: hybrid! Ein Zwitter namens “Cross Media“ wird sich entwickeln, indem sich Audio, Visuals und Text auf eine „relevante“ Art und Weise miteinander verbinden. Im Mittelpunkt des Ganzen steht natürlich der Empfänger bzw. Konsument: „Radioproduzenten werden lernen müssen, nicht für, sondern mit einem Publikum Radio zu machen!“ Denn frei nach dem Motto „if i want to harm you, i isolate you“ wird die soziale Vernetzung auch beim Radio zukünftig eine stärkere Bedeutung haben. Also Teilen statt reine Beschallung – doch wie soll das aussehen? Denn Radio „beschallt“ nicht nur oder donnert gar auf den unwilligen Hörer herab, sondern kommuniziert und – fasziniert! Diesem Aspekt widmete sich der zweite Teil der Gesprächsrunde mit dem schönen Titel ´Radio Magic´. Die eingeladenen Radiokünstler Sarah Washington, Knut Aufermann, Alejo Duque, Alejandra Perez Nuñez sowie die Gründerin des Wiener Radiosenders KUNSTRADIO-RADIOKUNST Heidi Grundmann zeigten hier, inwiefern die Faszination am Radioklang als künstlerisches Potential genutzt werden kann. Zusammen versuchte man zunächst in persönlichen Rückblicken den „Radiozauber“ sprachlich zu erfassen, aber bedauerlicherweise Weise begann hier die Diskussion zu verwässern und ins Plauderhafte abzudriften. Als später die Sound-Arbeiten der Künstler vorgestellt und angespielt wurden, wurde schnell klar, warum: Radio-Magie liegt wortwörtlich in der Luft! Das Magische ist das Ungewisse: wer sitzt hinter den Stimmen, Geräuschen und Klängen? Und wer kann sie alles hören? Und als schließlich Alejo Duque auch noch zu einer verbogenen Antenne griff und demonstrierte, wie zufällig vorbeifliegende Radiowellen in einem Auditorium klingen können, kroch die Faszination auch in die letzte Reihe des Publikums. Da irritierte dann auch das etwas fahrige Schlußplädoyer von Knut Aufermann nicht mehr, man möge nach der Veranstaltung einfach selber weiter nach Experimenteller Radiokunst suchen. Man macht es einfach. http://reboot.fm/ http://www.kunstradio.at/ http://resonancefm.com/ Fotos: Transmediale, Beate Stender

February 11 2011, 9:47am

ON - Open Broadcast Exchange 02 - 14.-19.6.2010

Open Broadcast, das “erste usergenerierte Radio der Schweiz”, veranstaltet während der ART Basel ein “Radio Village” unter dem Titel “ON - Open Broadcast Exhange 02″. Tagsüber wird “ON topic” diskutiert, über “Future Topics”, “Future Tools” und “Future Content”. Am Donnerstag, 17. Juni, moderiert Martin Zimper den “Future Content”-Workshop. Der Workshop untersucht den digitalen Wandel in der Radiolandschaft: werden neue Technologien neue inhaltliche Formen ermöglichen? Werden neue Technologien neue Hörgewohnheiten hervorrufen? Oder werden die Hörer die neuen Technologien beeinflussen? Im Workshop werden die Teilnehmer unter der Moderation von Martin Zimper versuchen, eine Roadmap für die Radioindustrie, sowie für den Radiohörer der Zukunft zu entwickeln. Die Workshops sind nicht öffentlich, werden aber über livebeats.com ins Netz übertragen. Unter den Teilnehmern sind u.a. Philip Bürkler (Broadcaster, Producer, Schweizer Radio DRS CH – agglo.tv), Mathias Coinchon (Senior Engineer, Eurpoean Broadcasting Union CH), Pete Downton (PURE UK), Leo Niesser (Broadcaster, UNIKOM, Radio LoRa, Radio RaBe CH), Christian Schorno (Founder, musikzimmer.ch CH), Pit Schultz (Founder, Herbstradio DE). Das Workshopprogramm wird durch die Programmpunkte “ON air” und “ON stage” abgerundet. Innerhalb der Reihe “ON air” werden Franziska Oliver und Pascal Christoph Tanner im Gespräch mit Martin Zimper am Donnerstagabend von 19 - 19.30 Uhr die Ergebnisse des Workshops “Future Content” präsentieren.

June 16 2010, 12:00pm

Eric Markuse über Social Media bei MDR Sputnik

Vor ein paar Tagen hatte ich Gelegenheit, Eric Markuse einige Fragen zum Einsatz von Social Media bei MDR Sputnik zu stellen, wo er als Programmchef tätig ist. MDR Sputnik ist das Jugendradio des MDR und dort werden viele Instrumente des Social Web für den Austausch mit den Hörern eingesetzt. Insofern hat mich interessiert, welche Bedeutung das Thema “Social Media” konkret für den Sender hat.

Bei Wikipedia erfährt man Folgendes über Eric Markuse:

“Markuse begann seine journalistische Laufbahn nach seinem Studium der Politikwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte 1986 als Volontär bei der Eckernförder Zeitung, später als Redakteur. Nach zwei Jahren Arbeit als Pressesprecher bei der Ostseebad Damp GmbH wechselte er 1991 zu den Kieler Nachrichten und arbeitete dort in verschiedene Ressorts. In den Neunzigern arbeitete er kurze Zeit bei Bild München und als Chefreporter der Münchner tz. 1999 folgte der Wechsel zur Hamburger Morgenpost als stellvertretender Chefredakteur.

Seit 2001 arbeitet Markuse für den Mitteldeutschen Rundfunk. Dort war er zunächst als Unternehmenssprecher Chef der Hauptabteilung Kommunikation, später zusätzlich Chef der Abteilung Neue Medien in Leipzig tätig. Seit Juni 2006 ist er Programmchef bei MDR Sputnik.”

Interview

Wer sind Sie und womit verdienen Sie Ihr Geld?

Sputnik ist das multimediale Jugendkultur-Radio des MDR. Es ist durch die Gebührenfinanzierung werbefrei und damit auch nicht kommerziell.

Was ist Ihr Ziel beim Einsatz von Social Media?

Soziale Netzwerke sind eine sehr wichtige Kommunikationsform, vor allem in der Jugendkultur. Wir nutzen Social Media, um unsere Hörer und User am Programm teilhaben zu lassen und sie an unseren Sender zu binden – aber auch, um schnell und direkt mit ihnen zu kommunizieren. Auߟerdem gibt es bei MDR Sputnik die Besonderheit, dass wir sehr gezielt Jugendkultur durch Social Media fördern: Wir betreiben eine eigenentwickelte Web-2.0-Plattform für junge Musiker und Nachwuchsbands. Diese Bands spielen wir im Tagesprogramm und in einer speziellen Radiosendung – ein gutes Beispiel, wie User Generated Content bestens funktioniert. Und einmal im Jahr verleihen wir den RadioAward für neue Musik an die besten Nachwuchsmusiker von dieser Plattform. Diese Mischung aus Social Media, Radio und gezielter Kulturförderung ist einmalig in Deutschland.

Wie versuchen Sie, dieses Ziel zu erreichen?

Unsere Radio-Community, eine Art Radioklub als Soziales Netzwerk, gibt es schon seit 2007. Diese Plattform war die erste ihrer Art in der ARD und schon in Betrieb, als es andere Netzwerke, wie zum Beispiel Facebook, in Deutschland noch gar nicht gab. Später kamen die Jugendradios Fritz (rbb) und YouFM (hr) noch hinzu. Wir teilen uns also diese Plattform, die gemeinsam mit der Martin-Luther-Universität in Halle entwickelt wurde und durch MDR Sputnik gehostet wird. Unsere Community mit Bandplattform ist für uns eine ganz wichtige Verbindung zu unseren Hörern und ein wichtiges Kommunikationselement, ein stark genutzter Rückkanal. Wir verstehen uns als Community mit Radioanschluss mit etwa 35.000 Usern, davon etwa 4000 Bands.

Gleichzeitig sind wir aber auch auf anderen Plattformen wie Facebook oder StudiVZ zu finden – und besitzen einen sehr lebhaften Account beim Microblogging-Dienst Twitter. MDR Sputnik verfügt über Social-Media-Redakteure, die von morgens bis abends mit Hörern und Usern kommunizieren und alle entsprechenden Plattformen, auf denen wir vertreten sind, bedienen. Das sind echte Fulltime-Jobs.

Welche Aufgaben umfasst der Job Ihrer Social-Media-Redakteure konkret und wie sieht ein typischer Tagesablauf aus?

Der Redakteur schließt sich mit den Sendungsmanagern kurz und bespricht die Themenlage, sichtet bereits vorliegendes Material und plant Online-Umsetzungsformen. Im Folgenden ist er nicht nur für die Produktion und Veröffentlichung sendebegleitender, journalistischer Inhalte (Texte, Bilderstrecken, Aufbereitung von Audio- und Videobeiträgen) auf sputnik.de verantwortlich, sondern muss bei seiner Arbeit die mysputnik-Community und die Sputnik-Profile auf anderen Plattformen wie Facebook, StudiVZ oder Twitter miteinbeziehen, die Inhalte auf diesen verteilen und auf User-Feedback reagieren. Entsprechend kommuniziert er dort eingehende Hörer-Reaktionen, Kommentare etc. an Redakteure und Moderatoren.

Um Onlineinhalte möglichst zeitgleich zur Sendung anbieten zu können, arbeitet der Redakteur mit ca. 6 Stunden Vorlauf, bereitet also schon am Vormittag Inhalte für die Sendungen am Nachmittag und Abend vor bzw. arbeitet am Abend für den nächsten Morgen vor. Den Abschluss einer Schicht bildet eine schriftliche, detaillierte Übergabe an den Online-CvD und den nachfolgenden Kollegen.

Was sind wesentliche Herausforderungen, mit denen Ihre Social-Media-Redakteure zu kämpfen haben?

Unser redaktioneller Workflow ist an das veränderte Mediennutzungsverhalten unserer Zielgruppe angepasst, die im Internet soziale Netzwerke zunehmend als Informations- und Kommunikationsmedium nutzt. Analog zur technischen Zusammenführung unserer Web 1.0.- und Web 2.0.-Welten sind Sputnik-Onlineredakteure deshalb verpflichtet, nicht nur Informationen zu recherchieren und aufzubereiten, sondern auch den permanenten Austausch und die Diskussion mit den Hörern/Usern zu fördern und zu betreuen. Dies setzt eine fundierte journalistische Ausbildung ebenso voraus wie multimediales Denken, Kenntnisse der Strukturen und Tools des Web 2.0., Freude an der direkten Kommunikation, Spontaneität und die richtige Ansprechhaltung.

Wie messen Sie Ihren Erfolg beim Einsatz von Social Media und wie groߟ ist er?

Den Erfolg unseres Social-Media-Engagements kann man nicht mit einer Quote messen – schon gar nicht mit der Radio-Reichweitenmessung. Aber unsere Zahlen sind gut, wir sind erfolgreich: Die eigene Community wächst, ebenso die Fans und Follower auf den anderen Plattformen. MDR Sputnik, ein kleines, wertvolles, öffentlich-rechtliches Programm, das durch einen Geburtsfehler kaum über Radiofrequenzen verfügt, sucht sich seine Hörer und User im Web,– auch im Social-Media-Web.

Wo finden wir Sie im Social Web?

An erster Stelle steht http://www.mysputnik.de – das ist unsere eigene Radio-Community mit Bandplattform. http://www.facebook.com/pages/MDR-SPUTNIK/191656040850 ist unsere offizielle Fanpage bei Facebook. http://www.myspace.com/mdrsputnik ist unsere offizielle Site bei myspace und http://www.studivz.net/mdrsputnik ist das entsprechende Pendant bei studiVZ. Auߟerdem findet man uns auf YouTube unter http://www.youtube.com/user/mySPUTNIK sowie auf Dailymation unter http://www.dailymotion.com/MDR_Sputnik. Getwittert wird unter http://twitter.com/mdr_sputnik.

Vielen Dank!

Weitere Interviews von Leander Wattig: ► Wie und warum Sebastian Wolter von Voland & Quist Social Media nutzt ► Profi-Blogger Sascha Pallenberg von Netbooknews über Erfolg mit Social Media ► Heike Scholz über die Bedeutung von “Mobile” für den Buchmarkt

Crosspost: http://www.leanderwattig.de Bildnachweis: Leander Wattig

January 21 2010, 9:30am

DRadio Wissen gestartet

Mit DRadio Wissen ist ein neuer Radiosender gestartet, der sich ganz dem Thema Wissen verschrieben hat. In Zeiten von Quotendruck und immer seichter werdenden Inhalten ein klares Gegenstatement. Die Website von DRadio Wissen bietet Streams, Podcastangebote und eine Fülle von Hintergrundinfos.

January 20 2010, 11:30am

Topliste Frühstücksmusik

Das ewige Absuchen der Frequenzen nach einem guten Sound oder Beitrag ist wohl im virtuellen Zeitalter vom Webradio-Zapping abgelöst worden. Die folgende Topliste zeigt, wo man im Netz Musikmaterial der verschiedensten Genres -kostenlos- zum Zwecke eines beschwingten Frühstücks ausfindig machen kann. Aufgepasst: Der Musikkatalog LastFM. wird jetzt nach einer Testphase in Österreich und der Schweiz kostenpflichtig. Anthiedas: Ein Track am Morgen ist genug Das Aufrufen und Hören dieses Tracks auf Myspace reicht genau aus, um den Kaffee aus dem Automaten zu drücken und eine brühwarme Tasse in aller Morgenmuffeligkeit hinuterzuschütten. Wird man zu Beginn noch recht mild mit der morgendlichen Wirklichkeit vertraut gemacht, so steigert sich der Track im Verlauf auf rhythmischer Ebene und aktiviert mit computergenerierten Beats jeden noch so verschlafenen Körper und Geist. Muse: Drama-Rock-Pop zum Wach werden Die 1996 in Teignmouth gegründete britische Band mischt in ihren Liedern gekonnt Alternative-, Hard- und Progressive-Rock mit klassischen Musikanteilen und Electronica-Einflüssen. Wer sich unter dieser Soundbeschreibung nicht so viel vorstellen kann, der sollte es ein Mal wagen die Muse-Tracklist auf Myspace als musikalische Frühstücksbegleitung auzuwählen. Joe Hisaihi: Mit sinfonischer Musik aus Japan in den Tag Auch YouTube eignet sich als Quelle zum Auffinden von stimmiger Morgenmusik. Die verträumte Musik des japanischen Komponisten Joe Hisaihi passt optimal zu einem ausgedehnten Frühstück. Hisaihi hat unter anderem durch die Musikkompositionen zu Miyazakis Das wandelnde Schloss (2004) oder Chihiros Reise ins Zauberland (2001) grosse Bekanntheit erlangt. Miles Davis & John Coltrane: Jazz zum Frühstück Jazz ist vielleicht die etwas unkonventionellere Art um den werktäglichen Frühstückstisch musikalisch zu unterlegen. Dennoch: die gekonnten Improvisationen von Davis und Coltrane fordern beim Hören zu einem relaxten, easy-going Arbeitstag auf. Deutschlandradio-Kultur: Das Reden am Morgen lieber den Anderen überlassen Beim Anschalten des Live-Streams von Deutschlandradio Kultur weht einem ein Gemisch aus informations- und kulturbezogenen Beiträgen um die Nase. Politische Themenformate und Nachrichtenblöcke werden durch einzelne musikalische Anteile aufgelockert. Podcasts, zu den einzelnen Sendungsformaten werden ebenfalls zum kostenlosen Download angeboten: so muss auch auf dem Arbeitsweg nicht auf qualitativhochwertiges Radio verzichtet werden. Byte-FM: Der Musik Raum geben Das Internetradio wurde vom Musikjournalisten Ruben Jonas Schnell im Januar 2008 gegründet. Musikjournalistische Beiträge werden von bis zu 80 Moderatoren geliefert. Der Sender versteht sich als Sprachrohr für moderne Popmusik. Konzertmitschnitte, Mixtapes sowie Auftritte von lokalen und internationalen DJ`s zählen unter anderem zum Programmangebot. In diesem Jahr ist ByteFM bereits mit dem Grimme Preis ausgezeichnet worden. Einem hippigen, quirrligen Frühstück steht beim Anschalten dieses Onlineradios nichts mehr im Wege.

Neon.FM: Sanft wecken steht nicht zur Debatte Für alle, die schon am Morgen eine ordentliche Dröhnung Indie- und Alternative-Rock sowie eine Ladung Hip-Hop und Elektro brauchen, ist Neon.FM die richtige Adresse. Die NeonFM-Redaktion vertraut nicht ausschliesslich auf ihren eigenen popkulturellen Musikgeschmack: die Mitglieder der Community können ihre eigenen Playlisten via E-Mail einschicken. So ergibt sich ein Clash von Musikstilen, der am Ende in einem Stream gebündelt auch den ein oder anderen Frühstückstisch mit szenigen Beats unterlegen kann.

Hobnox.com: Musik je nach Stimmungslage individuell wählbar Experimentelles lässt sich ebenso wie Klassik, Rock und Hip-Hop bei Hobnox.com finden. Zur Zeit werden die Top 100 Community-Mitglieder im Bereich Film und Musik gesucht. Gut für die User von Hobnox.com, denn so kann man sich ganz  nach Lust und Laune durch die Profilauflistung klicken und je nach eigener Stimmungslage den Sound am Frühstückstisch bestimmen. Fritz-Radio: Junger Radiosound aus Berlin Fritz-Radio ist der Jugendsender der Rundfunkanstalten Berlin-Brandenburg. Neben dem Livestream werden auch Loopstreams angeboten. Bei Letzteren handelt es sich um zurückliegende Ausstrahlungen aus den Sendungen Soundgarden und Nightflight, die so auch ausserhalb des geregelten Sendeturnus noch einmal angehört werden können. Podcasts werden von den “Radio-Fritzen” ebenfalls zum kostenlosen Download angeboten. Musikwünsche können wie bei Neon.FM auch hier an die Redaktion gerichtet werden. Insgesamt bewegt sich der Musikmix zwischen Urban, Pop, Hip-Hop und Club-Sound: popkultureller Mainstream, motivierte Moderatoren, dynamische Wechsel zwischen Wort- und Musikbeiträgen charakterisieren das Fritz-Radioangebot. Funkhaus Europa: Mulitkulturelle Frühstücksmusik Das Funkhaus Europa ist ein Zusammenschluss des Westdeutschen Rundfunks mit Radio Bremen und den Rundfunkanstalten Berlin-Brandenburg. Neben einem elfstündigen deutschsprachigen Programm wird hier auch sechs Stunden pro Tag in 15 weiteren Sprachen Radio produziert. Auch Podcasts und die Playlisten der einzelnen Sendungen werden von der Redaktion bereitgestellt.  Am Frühstückstisch macht sich besonders der Lifestream Spirits sehr gut. Neben kurzen Wortbeiträgen bleibt hier viel Platz für Musik aus den verschiedensten Ländern und Genres. Dieser Radioklang verzaubert ein jedes Frühstück in ein kleines aber feines multikulturelles Fest.

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July 20 2009, 8:20am

Topliste: Die besten Alternativen zum Radio

Webradios gibt es unzählige im Netz. Wir haben hier für euch eine Liste von herausragenden Alternativen zusammengestellt: Blip.fm Blip.fm wird auch als „twitter for music“ bezeichnet. Man kann seine eigene DJ-Playlist erstellen und mit anderen Usern austauschen. Blip.fm sucht nach Eingabe der eigenen musikalischen Vorlieben andere user (DJs) mit ähnlichem Musikgeschmack.

Roccatune.com Einen echten Mehrwert, nicht nur für Webseiten und Blogs, sondern auch für die Künstler, verspricht roccatune. Denn die Lizenzgebühren für die Verwertungsgesellschaften zahlt der Anbieter. Hier kann man aus mehr als 1,5 Mio Musikstücken auswählen und sie in voller Länge hören.

Mufin.com Ein anderes Konzept verfolgt der Mufinplayer von mufin.com. Dort gibt man nur den Namen seiner Lieblingsband ein und der Musikplayer sucht aus mehr als 5 Mio Musikstücken ähnlich klingende Tracks und stellt sie dem Anwender vor.

Jogli.com Ähnlich wie bei mufin kann man auch bei jogli nach seiner ganz persönlichen Lieblingsmusik suchen. Jedoch beschränkt sich die Suche auf Musikvideos bei youtube, deren eigener Suchalgorithmus nicht sehr komfortabel ist. Hier kann man nicht unbedingt mit Aufnahmen in Studioqualität rechnen.

Tunesbag.com Tunesbag ist der persönliche Musikplayer im Internet. Man richtet sich seinen eigenen Account ein, lädt seine Musik hoch und kann sich da, wo ein Internetzugang zur Verfügung steht, seine eigene Musik anhören. Eine Alternative für Leute, die sich keinen MP3-Player zulegen wollen.

Jamendo.com Nach eigener Aussage ist Jamendo „die größte und international bekannteste Website für kostenlose und legale Musikdownloads“ . Angeboten werden Streams und Downloads von Musikstücken die unter Creative Commons Licence stehen, also nicht von einer Verwertungsgesellschaft (wie z.B. GEMA) überwacht werden. Künstler können hier auch ihre eigene Musik uploaden und mithilfe verschiedener Werbemaßnahmen vermarkten.

Lastfm.de Der inzwischen zur CBS gehörende Anbieter stellt Radiostationen in unterschiedlichen Kategorien zur Verfügung. Je nach Lizenz des Stückes ist die Musik kostenlos oder nur im kostenpflichtigen Abonnement hörbar. Teilweise gibt es auch nur 3 Sekunden-Samples.

Musopen.com Musopen macht sich das Urheberrecht zu Nutze, denn 70 Jahre nach dem Tod eines Künstlers erlischt dessen Urheberrecht. Deshalb findet man auf musopen.com vor allem klassische, dafür aber komplett freie Musik.

Imeem.com Imeem ist eine interaktive Medienplattform, die es der Community ermöglicht, neue Videos, Musik, Fotos und Blogs zu entdecken und sich miteinander darüber auszutauschen.

Rcrdlbl.com Die kryptische Domain steht für „Record Label“ und bezeichnet sich selbst als Network von unabhängigen kleinen Plattenlabels. Rcrdlbl bietet komplett freie Musik und Multimediainhalte zum Downloaden und Anhören an.

Balconytv.de Balcony TV ist eine Internetsender, der neue Künstler auf einem kleinen Balkon über der Reeperbahn in Hamburg zu Gast hat und diese in einem kurzen Video präsentiert. Die Videos werden dann über verschiedene Videoplattformen wie youtube oder myspace veröffentlicht.

Daytrotter.com Daytrotter aus USA verfolgt ein ähnliches Konzept wie BalconyTV. Dort tritt jeden Tag eine Band live im Studio auf. Die dort gemachten Aufnahmen sind komplett frei zum Anhören und Downloaden. Bildnachweis: User ylvas auf flickr.com    Verwandte Artikel

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April 22 2009, 11:20am

Top 10 iPhone-Apps für Webradio

Wer sehnt sich nicht danach, mit seinem Lieblingssender immer auf dem Laufenden zu sein? Durch den Fortschritt der Technik ist das natürlich schon längst möglich. Und gerade die User eines iPhones werden durch Apple sehr verwöhnt. Gerade in den letzten Tagen wurde in vielen Blogs erwähnt, dass Apple bei den Download Zahlen bald die 1 Milliarde Grenze knacken wird. Für euch gibt es heute die Top Ten der besten Webradio-Applikationen. Sowohl auf dem Rechner als auch auf den iPhones sehr beliebt ist LastFM. LastFM bietet den weltgrößten online Musikkatalog mit kostenlosen Musikstreams, Videos, Fotos, Songtexten, Charts, Künstlerbiografien, Konzerten und Internetradio. Im App-Store gibt es dieses App kostenlos. Für alle Freunde der Elektromusik gibt es das App von Sunshine live . Es bietet zwar keine außergewöhnlichen Funktionen, aber das Wichtigste, der Radiosender funktioniert. Die Titel werden angezeigt und man kann lauter und leiser stellen. Einziges Manko: Bei dem iPhone 2G das nur mit EDGE ausgestattet ist, sollen die Kopfhörer leider stumm bleiben. Bei dem iPhone 3G läuft es ohne Probleme. Ein weiteres Radio, das auch auf die Endung FM hört ist lautFM. Hierbei handelt es sich um ein User-generated Radio. Du kannst dir deine Musik zwar nicht alleine zusammenstellen, aber du bekommst nur von lautFM DJ´s ausgewählte Hits. Jedoch besteht hier die Möglichkeit, dass du dich als DJ bewerben kannst und damit bald deine eigenen Hits zusammenstellst. Mitmachradio mal anders. Ein sehr bekanntes Webradio, das viele wohl auch aus dem normalen Rundfunk kennen, ist das FFH Hitradio. Hitradio FFH ist einer der bekanntesten deutschen Radiosender. Bei dem Webradio gibt es den kostenlosen Livestream auf die Ohren. Ein super Tool, das ich nur allen Besitzern eines iPhones wärmsten ans Herz legen kann ist Shazam. Hierbei handelt es sich zwar nicht um ein typischen Webradio, dafür werden ihr aber nie mehr irgendwo in einem Laden, Disko oder sonst wo stehen und euch fragen “Wie heißt dieser Titel nochmal?” Wenn ihr das App auf euerm iPhone habt könnt ihr einfach auf “Tag” klicken und das Programm spuckt euch Titel und Interpreten aus. Und das kostenlos. Für die späteren Abendstunden oder auch die richtigen Freunde der klassischen Thekenmusik, habe ich mir mal Schlager Karneval Radio auf mein iPhone geladen. Das App gibt es allerdings nur auf Englisch. Ein echt nettes und von den Funktionen her gutes Webradio ist Classic FM. Neben der zum größten Teil klassichen Musik, gibt es hier auch noch Informationen über den Interpreten, das Wetter, Nachrichten oder Ausflugsziele. Für Freunde der klassichen Musik ist dieser Stream sehr zu empfehlen. Ein gutes Webradio aus der Rubrik Housemusik ist der Stream von welovehouse. ”We love house” dürfte dem einen oder anderen bestimmt aus irgendeinem Forum bekannt sein, da sie sehr viel posten und auch sonst online recht präsent sind. Für alle House Fans werden hier aber ein paar echt gute Mixes angeboten. Eine der wenigen Applikationen, für die ich auch schon mal das Geld an Apple überwiesen habe, ist Radio Genie. Hier habt ihr die Auswahl zwischen verschiedenen Radiosendern. Und das Besondere dabei ist, dass ihr auch noch direkt aus dem Programm twittern könnt. Den zum Teil schlechten Bewertungen im Appstore kann ich nicht zustimmen. Bei mir läuft alles einwandfrei. Und für Leute, die keine Datenflatrate haben, gibt es hier noch eine extra Empfehlung. Das App heißt 20 Minuten Mobile und genau das kann es auch. Es bietet dem Nutzer die Möglichkeit Storys, Bildstrecken, Videos und ein Webradio. Der Vorteil der Software besteht darin, dass man sich hiermit in kostenlosen WLAN Netzen schnell einwählen kann und sich beispielsweise Musik aus einem Webradio auf dem iPhone speichern kann. Aber zuletzt muss noch erwähnt werden, dass die Apps alle auf einem iPhone 3G ausgeführt wurden und sie dort ohne Probleme geklappt haben. Aus Berichten und von Freunden weiß ich, dass es bei dem 2G ab und an Probleme gibt, da viele Apps das EDGE nicht unterstützen, da die Leitung einfach zu langsam ist. Ich werde jetzt erstmal wieder mein iPhone aufräumen. Aber zwei Anwendungen werden auf jeden Fall drauf bleiben. Das ist zum einen Shazam und LastFM. In meinen Augen sind dies die besten Applikationen und dazu auch noch kostenlos. Euch allen viel Spaß mit euren Lieblingssendern Bildnachweis: Der User Angatuba - Legionaire auf Flickr.com    Verwandte Artikel

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April 20 2009, 11:11am

Klartext: Was ist Radio Trackback?

Marcus Richter von Radio Fritz erklärt in unserer Klartext-Reihe was es mit der Sendung “Trackback” auf sich hat. Jede Woche

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April 2 2009, 2:44pm

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