Coca Cola ist 125 Jahre alt geworden und feierte dieses runde Jubiläum mit einer besonderen PR Aktion – einer 3D Projektion (Da freuen sich die Culture Jammer bestimmt). Das Video gibts nach dem Klick!
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VIDEOTIPP: Coca Cola 125th Anniversary Illumination
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May 13 2011, 12:00pm
Wie PR Social Media zerstört…
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Es gibt nicht nur in Deutschland viele PR-Berater und PR-Experten, die mit dem Thema Social Media Umsätze generieren, die sie vorher nie hatten. Aber viel mehr Agenturen versuchen mehr oder weniger erfolgreich die wegbrechenden Umsätze seit dem Siegeszug des Web durch das Thema Web 2.0 und Social Media aufzufangen. Brian Carter hat nun zu diesem Thema einen bemerkenswerten Beitrag ins Netz gestellt.
Er vertritt darin die These, dass PR-Menschen nicht selten den Bereich Social Media in einer Weise “verschmutzen”, der weder den alltäglichen Nutzern noch den engagiert professionellen Arbeitern nutzt. Denn sie verwirren sowohl diejenigen, die Social Media und Soziale Netzwerke einfach so nutzen als auch die Menschen, die dafür zu zahlen bereit sind.
Er nennt sie “Ignorant Opportunists” und charakterisiert sie mit den folgenden Eigenschaften: Kein Hintergrundwissen in Marktforschung und Marketing (was ich für nicht so tragend halte), keine Erfahrung in Social Media vor 2008 (was wirklich ein wichtiger Punkt ist), der sinkende Umsatz hat sie zum Thema Social Media getrieben (ja, da kenne ich eine Menge), sie favorisieren twitter vor allem anderen (twitter ist ja auch toll, oder) und, was wahrscheinlich der größte Fehler ist: Sie glauben, dass alle Social Media Aktivitäten unter den PR-Hut gehören. Vor allem der letzte Punkt läßt erkennen, dass ihnen die Begriff HR, Organisationsentwicklung und Unternehmenskultur völlig abgehen. Dass die PR-Umsätze gefallen sind, dürften viele gemerkt haben (Quelle 1, 2, 3).
Brian Carter geht von den harten Fakten aus und den Diskussionen rund um ROI bei PR-Maßnahmen, im speziellen bei Social Media.
Er vergleicht die Kompetenz von arbeitslosen Immobilienmaklern und die der PR-Berater für den Komplex rund um Social Media und kann kaum erkennen, dass PR-Menschen besser vorbereitet wären für den Dialog mit den Webnutzern. Er wirft allerdings ein, dass Makler immer mit den Interessenten reden. PR-Menschen wären aber klassischerweise Leute, die nur Informationen gesendet hätten. Presseinformationen wurden und werden nicht selten wie Brandbomben über den Redaktionen abgeworfen und man hofft, dass wenig Blindgänger darunter sind. Dialog mit den Journalisten hat es selten gegeben und wenn dann nur, um nachzufragen, ob denn auch die Informationen angekommen seien und ob man ein Belegexemplar haben können…
Aus meiner Sicht ist exakt dieser Punkt essenziell für das Verständnis von Brian Carter. Er rekurriert seltsamerweise sehr auf die Marktforschung als bestes Mittel, um den Nutzern und Kunden zuzuhören: Personalisierung und Optimierung der Botschaft sind seine heiligen Grale. Das mag aus seiner Sicht stimmen. So ganz bin nicht bei ihm.
Denn erkennbar ist, dass PR ganz klassisch praktisch nie auf Dialog angelegt war. Ich erninnere mich noch gut an die zarten Hinweise auf dialogorientierte Kommunikation Ende der Neunziger Jahre, die in der Branche selten bis gar nicht aufgenommen wurde, obwohl Zerfaß und Bentele 1996 zu exakt diesem Thema ein tolles Buch geschrieben hatten. Die heutigen Social Media Berater wissen oft gar nicht, dass so etwas existiert. Diejenigen, die schon so lange in der Branche sind, dass sie es wissen könnten, haben durch das sogenannte PR-Boradcasting in den letzten 20 Jahren soviel Geld verdient, dass sie einfach zu jedem neuen Kunden eine schnuckelige Diplom-Blondine mit hohen Absätzen und kurzen Hauptsätzen beiordnen, die entweder den Kunden becirct oder mit dessen Marketing-Managerin über die besten Einkaufsmöglichkeiten für Prada-Taschen schnattern. Der Rest ist derselbe Schmu wie schon 1994: Produktvorstellung. Geschäftsführerzitat. Firmenprofil. E-Mail-Verteiler. Distribution und alle paar Monate eine Redaktionstour um ein “passendes Anzeigenumfeld” zu erschaffen. Achja, ich hatte die Anwenderberichte vergessen, die in den Fachmagazinen der dritten und vierten Reihe im Handelsblatt-Verlag erscheinen. Das sind die Magazine, wo die Objektleiterinnen über die gesamte Redaktionsmannschaft herrschen, die nur aus einem prekären Redaktionsleiter und sechs freien Autoren besteht, die nebenbei noch für PR-Agenturen tätig sind.
Wo an dieser Stelle besteht Kompetenz für den Austausch auf Augenhöhe? Warum sollten ausgerechnet diese PR-Expertern verstehen, dass man eine Facebook-Seite nicht einfach mit Pressemitteilungen und Roadshow-Daten vollmüllt?
Leider sind exakt diese PR-Experten es, die auf Panels von Zuhören reden, wenn es um Social Media geht. Wann hatte jemals eine der vielen PR-Ausbildungsstätten die das FAZ-Institut (sic) oder die seltsamen anderen PR-Akademiegewächse auch nur ansatzweise erklärt, was Zuhören überhaupt bedeutet?
Demgegenüber setzt Carter die Digital Marketeers, die eine enorme Erfahrung darin haben sollten, da sie ja schon immer via Google AdWords und Blogkommentaren am Puls der Zeit wären. Ähem.
Denn genauso wie PR immer nur Presseinformationen, Anwenderberichte und phrasendreschende Geschäftsführer gepushed hatte, haben die Marketeers nichts anderes getan, als den Statistiken aufs Maul zu schauen und zu hoffen, dass sie die Wirklichkeit derart abbilden, dass man seine Botschaften in ein bestehendes Bedürfnis hineinschiebt wie den Braten ins heiße Rohr.
Beides hat wenig mit dem Begriff SOZIAL (gegenseitig) zu tun. Insofern wäre es gut zu verstehen, dass Social Media nicht einfach ein weiterer Kanal ist, in dem man mit oder ohne Zuhören, mit oder ohne Statistiken Firmeninformationen hineinschiebt in der Hoffnung, dass nach 20 Minuten bei 200° schicker Ertrag mit knuspriger Krume herauskommt.
April 6 2011, 10:10am
Helmut Schmidt zu PR und Markenbildung
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Gestern sah ich einen CDU-Menschen, der im Fernsehen etwas über den Markenkern der CDU faselte. Zuerst war ich amüsiert über die Naivität. Dann merkte ich, dass er es ernst meinte. Nach kurzem Nachdenken fiel mir ein, dass die CDU wahrscheinlich 600.000 EUR an eine Agentur überwiesen hat, um etwas über Branding und Markenbildung zu erfahren. Das erinnert mich daran, dass ich mich neulich im Selbstversuch bei einem Online-Dating-Portal angemeldet hatte. Auch dort traf ich auf Frauen, die sich offenbar einen Markenkern erarbeitet hatten: Die Mehrheit der Erfahrungen. Wenn man zwanzig mal erlebt hat, dass Motorradfahrer viel netter sind als sie zunächst aussehen, Christen gerne CDU wählen oder Konservative Ausländer als Problem ansehen, dann bilden sich kleine oder große Markenkristalle im Verhalten…
Schon sucht man immer wieder Situationen auf, um diese Vorurteile zu bestätigen und kann nachher mit Fug und Recht behaupten, dass man sich einen Kern aufbaut. Genauso bildet sich ja auch eine Perle in einer Muschel – um einen Fremdkörper. Man kann das auch das Wachsen am Fremdbild bezeichnen. Wer sich selber nicht spüren kann, erlebt auf diese Weise wenigstens ein bißchen Lebendiges. Und man braucht gar nicht zu Extremsportarten zu greifen wie noch in den Achtziger, wo alle diejenigen, die den Kontakt zu sich selbst nicht aufbauen konnten, einfach zu Adrenalinjunkies wurden. Unter dem Gesamtmotto “Es lebe der Sport” konnte man sich sogar zu der Gesundheitswelle zählen. Genauso verhalten sich auch nicht wenige Ü40-Singles und die CDU. Die ist ja auch Ü40. Dass diese Markenkerne eigentlich aus der Warenwelt kommen und zur Herstellung künstlicher Bedürfnisserweckung erfunden wurden, scheint niemanden zu stören. Dass haben wir in Mannheim so gelernt und das setzen wir jetzt so um. Brand Management. Dass es den Leuten unter ihrem Hut im Oberstübchen gehörig brennt, scheint niemanden zu stören. Ist ja schön warm. Denn man ist ja jetzt sozusagen im selben Boot wie Tampons, Autoreifen, Gardinen, Schokoriegel und Lebensversicherungen. Ob Parteien und partnerlose Menschen sich da wohlfühlen? Die Frage ist obsolet. Denn wer nichts fühlt, wenn er oder sie allein ist, der hat eben kein Problem. Oder man rettet sich in eine Gemeinschaft und saugt das dort vorherrschende oder per Agentur erzeugte Gefühl auf und betrügt sich mit dem Einfall, es sei das eigene Gefühl. Sogar Helmut Schmidt, der Peter Sloterdijk unter den Bundeskanzlern, hat das verstanden, als er in dem Bahn-Magazin im Rahmen eines Interviews Folgendes zum besten gab :
“Vertrauen kann man nur herstellen, indem man sich selber anständig, durchsichtig und ehrlich benimmt. Vertrauen gewinnt man nicht durch Public Relations und auch nicht durch Schaffung einer Marke. Es geht um das Vertrauen von Menschen. Und dafür gibt’s seit Jahrtausenden dieselben Rezepte, nämlich: Sei Beispiel und Vorbild!“
Bildnachweis: hardo
September 15 2010, 9:55am
Helmut Schmidt zu PR und Markenbildung
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Gestern sah ich einen CDU-Menschen, der im Fernsehen etwas über den Markenkern der CDU faselte. Zuerst war ich amüsiert über die Naivität. Dann merkte ich, dass er es ernst meinte. Nach kurzem Nachdenken fiel mir ein, dass die CDU wahrscheinlich 600.000 EUR an eine Agentur überwiesen hat, um etwas über Branding und Markenbildung zu erfahren. Das erinnert mich daran, dass ich mich neulich im Selbstversuch bei einem Online-Dating-Portal angemeldet hatte. Auch dort traf ich auf Frauen, die sich offenbar einen Markenkern erarbeitet hatten: Die Mehrheit der Erfahrungen. Wenn man zwanzig mal erlebt hat, dass Motorradfahrer viel netter sind als sie zunächst aussehen, Christen gerne CDU wählen oder Konservative Ausländer als Problem ansehen, dann bilden sich kleine oder große Markenkristalle im Verhalten…
Schon sucht man immer wieder Situationen auf, um diese Vorurteile zu bestätigen und kann nachher mit Fug und Recht behaupten, dass man sich einen Kern aufbaut. Genauso bildet sich ja auch eine Perle in einer Muschel – um einen Fremdkörper. Man kann das auch das Wachsen am Fremdbild bezeichnen. Wer sich selber nicht spüren kann, erlebt auf diese Weise wenigstens ein bißchen Lebendiges. Und man braucht gar nicht zu Extremsportarten zu greifen wie noch in den Achtziger, wo alle diejenigen, die den Kontakt zu sich selbst nicht aufbauen konnten, einfach zu Adrenalinjunkies wurden. Unter dem Gesamtmotto “Es lebe der Sport” konnte man sich sogar zu der Gesundheitswelle zählen. Genauso verhalten sich auch nicht wenige Ü40-Singles und die CDU. Die ist ja auch Ü40. Dass diese Markenkerne eigentlich aus der Warenwelt kommen und zur Herstellung künstlicher Bedürfnisserweckung erfunden wurden, scheint niemanden zu stören. Dass haben wir in Mannheim so gelernt und das setzen wir jetzt so um. Brand Management. Dass es den Leuten unter ihrem Hut im Oberstübchen gehörig brennt, scheint niemanden zu stören. Ist ja schön warm. Denn man ist ja jetzt sozusagen im selben Boot wie Tampons, Autoreifen, Gardinen, Schokoriegel und Lebensversicherungen. Ob Parteien und partnerlose Menschen sich da wohlfühlen? Die Frage ist obsolet. Denn wer nichts fühlt, wenn er oder sie allein ist, der hat eben kein Problem. Oder man rettet sich in eine Gemeinschaft und saugt das dort vorherrschende oder per Agentur erzeugte Gefühl auf und betrügt sich mit dem Einfall, es sei das eigene Gefühl. Sogar Helmut Schmidt, der Peter Sloterdijk unter den Bundeskanzlern, hat das verstanden, als er in dem Bahn-Magazin im Rahmen eines Interviews Folgendes zum besten gab :
“Vertrauen kann man nur herstellen, indem man sich selber anständig, durchsichtig und ehrlich benimmt. Vertrauen gewinnt man nicht durch Public Relations und auch nicht durch Schaffung einer Marke. Es geht um das Vertrauen von Menschen. Und dafür gibt’s seit Jahrtausenden dieselben Rezepte, nämlich: Sei Beispiel und Vorbild!“
Bildnachweis: hardo
September 14 2010, 10:42am
Studie: Social Media Governance 2010
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“Wie Unternehmen, Staat und NGOs die Herausforderungen transparenter Kommunikation im Internet steuern” ist die Studie von Ansgar Zerfaß und Stephan Fink untertitelt. Sie soll einen Einblick geben in den aktuellen Stand der Verbreitung, Bewertung und Nutzung von Social Media in Firmen und Non-Profit-Organisationen. In dem Gemeinschaftsprojekt wurden 1007 Fragebögen ausgewertet von Mitarbeitern der Universität Leipzig, des Magazins Pressesprecher sowie der Fink & Fuchs PR AG.
Vorab sind einige Ergebnisse bemerkenswert: 54 Prozent aller befragten Organisationen nutzen im Moment Social Media für Kommunikationsaufgaben. Allerdings ist die Hälfte (26,2 Prozent) seit weniger als zwölf Monaten aktiv, weitere 22,1 Prozent seit über einem Jahr und nur eine Minderheit von sechs Prozent verfügt über mehr als drei Jahre Praxis. Das ist nicht nur ein Trend. Es zeigt, dass die Sättigung im Umgang mit Social Media schneller stattfinden wird, als viele Auguren noch vor einem Jahr prophezeiten. Die Frage ist, ob es einen klaren Mehrwert gegenüber E-Mail, Foren und Projektplattformen im Intranet gibt oder das Ganze nur ein Experimentierfeld ist, von dem sich die Hälfte nach ein paar Monaten wieder abwendet…
Tools: Die Tools mit der größten Verbreitung sind Videosharing, Microblogging und Blogs. Bei den Social Networks, die bei den Studienautoren Communities heißen (?), liegen acebook, Xing sowie eigene Social Networks im Intra- und Extranet vorne. Die populärsten Anwendungen in PR-Abteilungen sind Facebook-Profile/-Seiten und Twitter-Kanäle. Corporate Blogs und Social Media Newsrooms sind dagegen bislang eine Randerscheinung. Zumindest das Erste liegt an dem enormen Aufwand und den noch immer vielstufigen Freigabprozessen in den Unternehmen, die jede Aktualität im Keim ersticken.
Risiken: Neben mangelnder strategischer Ausrichtung der internen Kommunikation, was seit 20 Jahren ein Manko der Kommunikationsarbeit ist, da sie sehr selten im Verbund mit Organisationentwicklung sowie der Personalentwicklung bzw. einem gerichteten Change Management arbeitet, sind die am häufigsten genannten Risiken von Social Media unter dem Stichwort „Kontrollverlust“ eher verschleiert als benannt. Als größte Chance wird von 82,3 Prozent der Befragten die zusätzliche, schnelle Informationsverbreitung genannt, gefolgt von Verbesserungen bei Service und Kundenbindung (45,7 Prozent) und einer vereinfachten Beobachtung der öffentlichen Meinung (44,0 Prozent). Dabei wird die interne Potenz der neuen Möglichkeiten weitgehend ausgeblendet. das mag an einem Mißtrauen gegenüber demokratischen Verhältnissen und einem Unbehagen am Abbau von Hierarchien innerhalb von Firmen liegen…
Wer mehr lesen will, wird hier in diesem PDF fündig.
August 24 2010, 12:11pm
Livestream: World Public Relations Forum 2010
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Wer Lust und Interesse hat, kann den Kongress in Schweden per Livestream verfolgen über diesen Link. Hier ist das Programm für die beiden Tage.
June 14 2010, 10:29am
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