Die Entwicklung des Musikvideos bewegt sich im Moment extrem schnell und lässt Beobachter kaum Zeit zum Luftholen. Das neueste interaktive Projekt des Regisseurs Chris Milk setzt auf die Nutzung der WebGL Technologie und verschlägt diesmal komplett den Atem! Das Video gibts nach dem Klick!
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VIDEOTIPP: WebGL Musikvideo “3 Dreams of Black”
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May 16 2011, 12:00pm
Musikvideo 2.0 – Interaktive Begegnungen!
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Es hieß lange Zeit, das Ende des Musikfernsehens sei auch das Ende des Musikvideos. Eine These, die bestritten und meines Erachtens auch widerlegt wurde. Wer sich die Geschichte und die Gegenwart des Musikvideos anschaut, erkennt unschwer, dass diese Unterhaltungs- und Kunstform nicht unbedingt auf das Musikfernsehen angewiesen ist…..
Die ersten kommerziell gedrehten Musikvideos entstanden bereits in den 60igern. Promovideos der Künstler, wie das 1967 erschienende „Penny Lane“ von den Beatles oder das Promovideo zu „Dead End Street“ von den Kinks (indem erstmalig der Inhalt des Textes inszeniert wurde) gelten heute als die Vorreiter der kommerziellen Musikvideos. Mit Punk, New Wave und dem Elektropop feierten die Clips ihren großen Durchbruch in den 1970er und 1980ern. Und in dieser Zeit entstand auch erst das Musikfernsehen. 1981 ging MTV in den USA auf Sendung und damit wurden Musikvideos in breiten Kreisen populär. Obgleich es als Kunstform schon lange Beachtung gefunden hatte! Von da an passierte eigentlich nur eines – die Produktion dieser Stücke wurde finanziell total aufgebläht. Natürlich brachte das auch Vorteile mit sich. Klassiker wie „Thriller“ von Michael Jackson entstanden – mit für die damaligen Möglichkeiten spektakulären Special Effects. Die Animationsbranche profitierte ungemein von den Werbebudgets und auch die klassische Filmindustrie kopierte die Standards. Und doch erlebte die Branche zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen empfindlichen Dämpfer! Schuld daran war das frei zugängliche Internet. Die millionenschweren Werbebudgets, die die Musikindustrie in die Videos ihrer Stars steckten, wurden vaporisiert. Kaum einer kaufte mehr Platten bzw. sah Musikfernsehen, denn Social Media Portale wie YouTube boten rund um die Uhr von jedem Ort der Welt, die Videos und Songs ohne Rahmenprogramm und ohne Kosten an. Während VIVA und MTV reagierten und sich mit Klingeltonwerbung und „Little Sweet Sixteen“ über Wasser hielten, versuchten Künstler und Regisseure neue Wege zu bestreiten. Sie machten sich das Internet nicht zum Feind – wie das Musikfernsehen – sondern zum Freund! Der Trend geht zum interaktiven Video, welches ohne das Internet gar nicht funktionieren würde. Ein berühmtes Beispiel ist „We Used To Wait“ von Arcade Fire. Durch die Eingabe seiner Adresse zu Beginn des Clips, erlebt man als Jogger im Video, eine Tour durch seine Nachbarschaft. Möglich wird das durch die Einblendung von Google Street View Aufnahmen und vorgefertigten Sequenzen. Ein weiteres Beispiel ist das Video „The Never-Ending Why“ von Placebo, indem ein drachenähnliches Wesen durch den Clip gesteuert wird. Doch auch deutsche Künstler haben sich dem Trend zugewandt. So hat K.I.Z mit „Neuruppin“ ebenfalls ein interaktives Video herausgebracht, welches auf Grund des Jugendschutzes nur von 23 – 6 Uhr vollständig gesehen werden kann und von mir an dieser Stelle auch nicht weiter detailliert wird – aber es ist klasse, so viel sei gesagt! Nun mögen kritische Zungen behaupten, die Videos wären billig gemacht und würden an die Qualität und den Unterhaltungswert der gängigen Musikvideos nicht herankommen. Doch hier sei nochmals gesagt es ist ein Trend der in den Kinderschuhen steckt und großes Potenzial inne hält. Der Schritt von „Penny Lane“ zu „Thriller“ hat immerhin auch 16 Jahre gedauert! Ich denke man darf gespannt sein, wie sich dieses neue Genre in den nächsten Jahren entwickelt und was uns so erwartet. So kann man vermutlich auch von ausgehen, dass andere technische Aspekte Bedeutung finden werden. Womöglich wird man demnächst interaktive 3D Videos finden oder mit Freunden gemeinsam in Videos interagieren können. Womöglich werden neue Portale entstehen, die solche Videos a la YouTube ausstrahlen und anbieten werden. Im Moment kann man kaum eine innovativere und kreativere Entwicklung verfolgen, als die Entwicklung der Musikvideos – auch und gerade im und durch das Web!
April 26 2011, 10:00am
Thom Yorke Smashes Dead Fish on Washer-Dryer
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Radiohead is one of the biggest bands in the world today, and it’s no surprise that they’re one of the biggest bands on the internet. Last month they had a double whammy, though: first, they release a surprise new album, announcing Monday that it would be released on Saturday. Then the video for Lotus Flower, which features frontman Thom Yorke dancing enthusiastically, went viral, being edited and morphed in a million ways. In this video, which is typical of the genre, an artist named “Smearballs” added some special effects so you could see what was behind the motions Yorke was making. Watch the video after the click.
March 2 2011, 12:00pm
OKGO: Last Leaf
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OKGO, the reigning champion of viral music videos, are at it again with their latest tune, “Last Leaf.” Unlike some of their previous endeavors, this one is animated, but it still reveals way too many hours spent getting everything perfect. A toast to the boys of OKGO! To jam out to the latest OKGO video, just follow the click.
November 10 2010, 12:00pm
Video: Sonar
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Visuelle Musik, oder?
September 8 2010, 10:19am
Waiting: barrierefreies Musikvideo
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Das ist ja mal eine coole Idee, die ich da bei Einfach für Alle gefunden hab: ein barrierefreies Musikvideo von Max Heidenfelder. Der Song wird durch verschiedene Stilmittel visualisiert, um ihn für Gehörlose nachvollziehbar zu machen. Neben den Musikern, die Textzeilen in Gebärdensprache formulieren, gibt es Visualisierungen der Instrumente (Soundbars oben) und des Rhythmus (graue Punkte unten). Für die Techies: das Video entstand mit der Canon 7D, also einer digitalen Spiegelreflex.
“Waiting” full accessible music video (official music video for Breitenbach) / barrierefreies Musikvideo from max heidenfelder on Vimeo.
July 26 2010, 1:21pm
Erykah Badu: Window Seat
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Ob jemand den Ort des Geschehens erkennt? Ob sie nur noch so in die Medien kommt? Ob Männer Nacktheit wirklich immer anziehender finden als Frauen in Kleidung? Ob der Klamotteneinsammler zum Team gehört?
March 31 2010, 9:30am
Anti-Piracy-Video: Don’t Copy That Floppy
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Vor einigen Tagen wurden die Betreiber der schwedischen Bittorrent-Site The Pirate Bay vorläufig verurteilt (obwohl die Verteidigung in Berufung geht und die endgültige Entscheidung hier völlig offen ist). Dass Raubkopieren nichts neues ist, zeigt uns dabei dieses herrlich-peinliche Video von 1992, in dem amerikanische Schulkinder lernen sollten, das Kopieren der Spieleindustrie schadet.
(via @thornet) Verwandte Artikel
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April 22 2009, 8:05am
Datamoshing - Übertragungsfehler wird Videotrend
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Musikvideomacher waren ja schon immer die Spielkinder in der Branche. Darum haben sie jetzt, wo man sich ihre Videos sowieso nur noch im Netz anschaut, begonnen, wie mit Pixeln herumzumanschen wie Kinder mit Fingerfarben: “Datamoshing” heißt die krude Optik, die Störungen wie Verpixelungen, Komprimierungsartefakten und Übertragungsfehler zur Kunstform erhebt. Zwei Beispiele folgen nach dem Klick.
Bei der Band Chairlift ist das ziemlich avantgardistisch-chic aus:
Und beim US-Rapper Kayne West eher krass bunt und mainstreamig:
Klar: “Datamoshing” ist das auch nur die nächste Sau, die durchs Trenddorf gejagt wird. Aber eine ziemlich stylische. Wen interessiert, wie das ganze technisch funktioniert und Lust auf noch mehr Beispiele hat, kann bei kottke.org weiterlesen.
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