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#CTM11: Live ist tot, es lebe die Liveness!?

Das mit der Transmediale (#TM11) verschwesterte und zeitgleich statt findende Festival Club Transmediale (#CTM11, 1. – 6.2.2011) in Berlin ist in diesem Jahr der Frage der “liveness” nachgegangen, vor allem mit einem zweitägigen Symposium zu Beginn des Festivals (1. – 2.2.) im HAU1, am Donnerstag dann mit Vorlesungen und einer Diskussion im Haus der Kulturen der Welt, gemeinsam mit der Transmediale. Die Frage, was eigentlich “live” ist, gehört zu den wichtigsten Fragen der “digital culture” (imho), entsprechend vielfältig und kontrovers ist der Begriff dann auch diskutiert worden. Während etwa für Wolfgang Ernst, Professor für Medientheorien an der Berliner HU und Eröffnungsredner des Symposiums, “live” mit den digitalen Medien endet, stellte gleich die erste anschließende Diskussionsrunde eine Renaissance des “live”, gerade durch die Verbreitung digitaler Medientechnologie, fest. Dieser Text wird sich hauptsächlich mit der Frage der Live-Musik und auditiver Medienkultur befassen, da mich einerseits die Frage der Laptop-Konzertsituation und des Computers als Musikinstrument persönlich beschäftigt und andererseits ein Blogeintrag über ein einwöchiges Festival eine gewisse Reduktion vorschreibt, wenn nicht einfach nur aus jedem Dorf ein Hund präsentiert werden soll. Verweise auf andere, artverwandte Live-Kontexte können jedoch immer leicht gezogen werden… Der Begriff “live” ist aus mehreren Perspektiven heraus schwierig. Einerseits ist eine direkte Übersetzung in die deutsche Sprache nicht möglich, andererseits gibt es auch keinen eindeutigen Begriff für sein Gegenteil. Auf der CTM tauchte unter anderem der Vorschlag “prerecorded” auf, damit scheint man sich unter anderem mit dem Werbetext für das neue Beatsteaks-Album einig zu sein, der in Berliner U-Bahnen zur Zeit über die Bildschirme flimmert. Dort wird verkündet, der größte Teil des Albums sei “live” eingespielt worden, was bedeutet, die Aufnahme der Instrumente erfolgte hauptsächlich zeitgleich, quasi in einer Performance der ganzen Band, nur einige “Overdubs” sind später hinzugefügt worden. Interessant ist hier, dass das Album ja als Studio-Album (nicht als Live-Album) verkauft wird,innerhalb dessen dann offenbar eine live/nicht-live Unterscheidung getroffen werden kann. Die Form live/nicht-live tritt dann, systemtheoretisch formuliert, auf der nicht-live-Seite wieder in die Form ein. Das kann natürlich auch auf der live-Seite passieren, wenn bei einem Konzert einige Spuren per Sequenzer eingespielt werden und so das Live-Konzert dann wieder nicht-live Elemente bekommt, oder wenn sich plötzlich herausstellt, dass der Sänger gar nicht “live” singt. Hier zeigt sich schon, dass eine rein medientechnische Definition problematisch ist. Die Laptopkonzerte, die ich ab und zu spiele, wären danach jedenfalls ziemlich unlive, und dies dürfte für den größten Teil elektronischer oder elektroakustischer Musikgeschichte gelten, in der “abgespielte” Elemente einer “halbfertigen Musik” (Loops, Grooves, Arpeggiatoren) immer schon eine große Rolle spielten. Der Zusatz “live” hinter den Acts der Lineups derzeitiger Clubkultur deutet dabei da diese Unterscheidung statt, wo ist der Unterschied, der einen Unterschied macht? Wenn man heute die Setups von DJs und Live-Musikern auf den Konzertbühnen vergleicht, scheint eine Trennung – wenn man sie überhaupt akzeptiert – anhand von Software, Hardware, Instrumenten oder Tools, schlicht unmöglich. Was genau soll der Begriff live eigentlich aussagen? Mit jeder Beobachtung oder Unterscheidung möchte man etwas bestimmtes beobachten und von etwas anderem unterscheiden. Jede Unterscheidung, die man bildet, um etwas zu untersuchen, verdeckt aber immer auch etwas, beobachtet etwas nicht. Und zwar wird dabei eine ganze Menge mehr nicht beobachtet, als beobachtet wird. Das gilt auch für den Begriff des “live”. Er suggeriert ja möglicherweise einen Verweis aus den allgegenwärtigen (und in Medien diskutierten) Medien heraus. Doch es geht nicht um die Unterscheidung medial/nicht-medial. In seinem Vortrag gleich zu Beginn des CTM-Symposiums zur Frage “What is live?” hat Wolfgang Ernst in diesem Sinne die wichtige Feststellung gemacht, dass “live” mit Blick auf elektronische Medien bezogen entstanden ist, auch Philip Auslander stellte das später fest. Die Unterscheidung live/ nicht-live verweist also auf keiner Seite aus den Medien heraus, sondern wird benutzt, um unterschiedliche mediale Settings voneinander zu unterscheiden. Kurz: ohne Medien bräuchte man den Begriff gar nicht (letztlich eine triviale Feststellung). Dabei erzeugen nach Ernst elektronische auditive Medien immer eine Form akustisch realer und gegenwärtiger Präsenz – der Moment des Erklingens ist immer live. Diese Präsenzerzeugung elektronischer Medien ist im Gegensatz zur mit Symbolen arbeitenden Schrift Teil einer radikal vergegenwärtigenden Technologie. Unsere Sinne, immer auf den aktuellen Moment bezogen, lassen sich dabei gewissermaßen täuschen, die Vergangenheitsverneinung der Medien, die im Vortrag leider bisweilen sogar noch ontologischer als Todesverneinung in Erscheinung trat, wird hier als Betrugsversuch verstanden. Das aktuelle, perzeptuell immer gegenwärtige Medienerlebnis kann und muss also im Nachhinein mit der Unterscheidung live/nicht-live behandelt werden. Digitale Übertragungen erfolgen bekanntlich leicht zeitverzögert (hier wird gerne das Beispiel der Übertragung eines Fußballspiels bemüht, bei der der analoge Nachbar schon jubelt, während man selbst erst den zuvor digitalisierten Pass auf den freistehenden Stürmer sieht). Solche Zwischenspeicherungen gibt es bei Medien wie dem Radio nicht. Ernst stellt in Folge die steile These auf, digitale Medien verlören durch diese Zwischenspeicherung das Attribut “live”: durch die zwischenzeitliche binäre Codierung endet dieses Konzept gewissermaßen. Da sich jedoch auch beim digitalen live-stream ein Live-Effekt einstellt – das kann kaum bestritten werden – bleibt ihnen die phänomenologische “liveness”. Die digitalen Medien zeigen uns also dankenswerterweise – so würde ich zusammenfassend formulieren, um aus diesem Dilemma noch irgendwie halbwegs unbeschadet herauszukommen und etwas Verwertbares abseits neuer sperriger Begriffe mitzunehmen – dass “live” als medientechnisches Konzept der scheinbar unmittelbaren Übertragung gestorben ist. Wenn wir das festgestellt haben, können wir zu den wirklich spannenden Fragen der liveness-Debatte übergehen. In der ersten Session des Symposiums wurde dann, durchaus konträr zum Vortrag von Wolfgang Ernst kurz zuvor, eine Renaissance des “live” diskutiert, etwa die momentan boomende Konzertkultur angesichts der andauernden Krise der Tonträgerindustrie, oder die strukturell im Web2.0 verwurzelte Feststellung, dass im Zeitalter von Skype, Ustream und auch Twitter jeder ein Sender, jeder also “live” sein kann – so jedenfalls die Perspektive von Andreas Bogk vom Chaos Computer Club. Hier ist man dann schnell bei der aktuellen und wichtigen Debatte zur Netzneutralität – “live” wird zum Politikum. Philip Auslander beschrieb in seinem Vortrag am Mittwoch, dass der Begriff “live” nicht mit Aufkommen der Möglichkeit der Tonaufnahme, dem Phonographen oder Grammophon, sondern vielmehr mit der Verbreitung des Radios notwendig wurde (in Kombination mit Aufnahmemedien, müsste man hinzufügen). Denn die Hörer konnten nicht feststellen, ob es sich bei den Klängen um eine Schallplattenaufnahme handelte, oder ob nicht eben doch das Runfunkorchester “live” zu hören war. Anstatt eine rein übertragungstechnische und so letztlich problematisch bleibende Definition zu entwickeln, stellt Auslander eher das Verhältnis von Künstler oder Sender und Publikum in den Blickpunkt des Interesses. “Live” haftet einer Aufführung, einem Objekt oder der bloßen Ansammlung von Menschen nicht ontologisch an, sondern wird immer durch die Akzeptanz der liveness einer Aufführung durch ein Publikum hergestellt. Liveness wird zur Beziehung zwischen Künstler und Publikum, eine Methode der Synchronisation zwischen Sender und Empfänger, die eben nicht nur zeitlich zu verstehen ist, aber natürlich bestimmte Bedingungen hat. In dieser Beziehung ist mir der Einwurf von Malcom Le Grice deutlich im Gedächtnis geblieben, der die Idee einstreute, dass in einer Live-Situationeine ausgeführte Entscheidung nicht zurückgenommen werden kann, es also kein “undo”, kein strg/cmd-z gibt.

Philip Auslander, Foto: Katrina James, illgetyoumypretty.net Zuvor hatte bereits Rolf Großmann in seinem Vortrag zum Verhältnis von Medien und Musikinstrumenten in struktureller Übereinstimmung mit Positionen von Auslander festgestellt, dass es bei der Frage, ob ein Ding ein Instrument sei, im Grunde um Zuschreibungen und Erwartungen geht, nicht um Ontologie oder Technik eines bestimmten Gegenstandes, der “an sich” ein Instrument, oder vor allem “an sich” kein Instrument ist. Die Frage nach dem Musikinstrument und die Frage nach der Live-Situation im Zeitalter digitaler Virtualität sind aus dieser Perspektive heraus verwandt. Wendet man den Blick jedoch – ähnlich wie mit Auslander oben beschrieben – von Gegenständen oder Übertragungswegen ab, können rote Fäden kultureller Konfiguration der Aufführungspraxis, instrumentenspezifische Schulenbildung oder Phänomene der Virtuosität beobachtet werden, die das Instrument als kulturelles Setting treffender definieren. Medien sind also längst Teil aktueller Instrumentenkultur. Dabei wies Großmann in einem kulturhistorischen Ansatz darauf hin, dass die Grenzen zwischen Instrumenten und Medien nicht jetzt erst, sondern wieder, verschwimmen. Reproduktionsmedien, mechanische Musikautomaten und die ersten analogen Speichermedien (Phonograph, Grammophon) wurden als Instrumente wahrgenommen, waren Teil einer lebhaften Aufführungskultur. Diese “Liveness” des instrumentalen Spiels ist den Reproduktionsmedien in soziokulturellen Transformationsprozessen in der Mitte des letzten Jahrhunderts allerdings abhanden gekommen, die klangliche Vergegenwärtigung, die Präsenzerzeugung im medialen Moment wurde fortan als Verweis auf etwas Vergangenes, nicht als Eigenwert, verstanden. Die Frage, ob Medien Instrumente sind, hat uns (Musikwissenschaftlern) die aktuelle Musikkultur im Grunde abgenommen: Clubs feiern DJs als Interpreten einer klar definierten Aufführungskultur und die Instrumente dieser Aufführungskultur sind Musik(Medien)instrumente. Jede Wissenschaft, die dies vernachlässigt, koppelt sich von aktueller Musikkultur ab und agiert entweder rein historisch, oder entwickelt einen eigenen, normativen Instrumentenbegriff des “do und don’t”, der mit populärer Kultur letztlich nichts zu tun haben will (auch diese Perspektive fand sich auf dem Symposium) und sich wohl zu einem guten Teil aus Ängsten vor Kontrollverlust oder Paradigmenwechsel speist. Natürlich bedeutet dies nicht, dass nicht auch verschiedenste Veränderungen statt finden, die kritisch beleuchtet werden können (so wie es in der aktuellen systematischen Musikwissenschaft bereits geschieht, siehe etwa Harenberg/Weissberg (Hg.): Klang (ohne) Körper. Spuren und Potenziale des Körpers in der elektronischen Musik, Bielefeld: Transcript, 2010). Um beispielhaft noch einmal auf den Kontext der Konzertsituation zurück zu kommen: reinen Lautsprecherkonzerten, wie sie etwa sehr früh schon von Vertretern der musique concrète in Frankreich durchgeführt wurden, fehlte ein Interpret, fehlte die für das Publikum nachvollziehbare, musikalische Geste [steile These: in den heutigen Lautsprecherkonzerten der Clubs und Discos tanzt das Publikum deshalb selbst]. In eine ähnliche Richtung gingen jedenfalls am Donnerstag dann die Ausführungen Eric Kluitenbergs, der in seinem Vortrag über “Digital Liveness” den Kontext von Online-Symposien am Beispiel des 2010er Electrosmog-Festivals aufgegriffen hat. Wenn ein Vortrag per Videochat übertragen wird, blieben die Veranstaltungsräume leer, im Gegensatz zu Vorträgen mit körperlich anwesenden, gestikulierenden und mimenden Sprechern. Das auch auf der TM und CTM wieder angesprochene “Email-Paradigma” (Looking like I’m checking email, I’m not getting any female, Pascal Plantinga) zeigt, dass die Live-Situation im Konzert elektronischer Musik offenbar mehr erfordert, als die bloße Präsenz eines ausführenden Musikers, der mit einem winzigen Tastendruck jeden erdenklichen Klang erzeugen kann. Das funktionierte bei Kraftwerk noch alsgezielte Inszenierung einer kühlen Maschinenästhetik, ist heute aber nur noch ein Treppenwitz der Medienmusikgeschichte. Foto: Cover des Buches von Philip Auslander: Liveness: Performance in a Mediatized Culture. London, New York: Routledge, 1999.

February 10 2011, 9:45am

Video: “Instant Elements”

Google’s new Instant Search is used to create an automatic music video for the Tom Lehrer’s classic song “The Elements.” It’s a good match–both Instant Search and “The Elements” shove a lot of information into a small package.

September 10 2010, 12:10pm

Konferenz: all2gethernow 2010

Als 2009 die popkomm abgesagt wurde, war die Musikbranche etwas stickum. Man munkelte es könne an den bösen p2p-Tauschbörsen im Netz liegen, oder an der schlechten Stimmung wegen der Krise. Die Gerüchte und Mutmaßungen schossen ins Kraut. Die all2gethernow etablierte sich in Berlin aus dem Stand in dieser Nische als Zwitter zwischen Konferenz und barcamp. Heute macht man aus der Not eine Tugend. Offiziell klingt das nun so: Genreübergreifend und auf Augenhöhe sollen möglichst umfassende Perspektiven in die Gespräche über neue Strategien und Geschäftsmodelle der Musikwirtschaft und angrenzender Kultur- und Kreativzweige mit einbezogen werden. Geschäftsführer großer Unterhaltungskonzerne treffen auf Klein- und Mittelständler, Vertreter von traditionellen Verwertungsgesellschaften auf digitale Freigeister, Performer und Produzenten treffen auf interessierte Konsumenten. Der partizipatorische Prinzip des Konferenzformates liefert den Teilnehmern wertvolle neue Inspiration und lädt explizit dazu ein, voneinander zu lernen. Das Programm Anfang bis Mitte nächster Woche gliedert sich in drei Abschnitte:

06.-07.09.2010: #a2n_camp, Kulturbrauerei Hier steht der praxisorientierte, partizipative Dialog über die Zukunft der Musikbranche zwischen allen Beteiligten im Fokus. Es tauschen sich Internationale Player aus: Major CEOs, Indie-Vertreter, Musiker, Manager, Promoter, Hollywood-Sounddesigner, Internet-Unternehmer, Journalisten, GEMA und Creative Commons. 140 Speaker, ca. 80 Sessions Ticktets: 30,00 Euro, http://a-2-n.de/ticket oder an der Tageskasse 08.-09.09.2010: #a2n_congress, Flughafen Tempelhof Aufgebaut als kuratiertes Kongress-Programm steht die Vermittlung von aktuellen Erkenntnissen im Mittelpunkt: Internationale Top Speaker geben Einblicke in Gegenwart und Zukunftsperspektiven der Branche. 90 Speaker, 26 Sessions Zugang nur mit 4-Tage Kombi-Ticket der Berlin Music Week: 236,00 Euro, http://berlin-music-week.de/tickets 10.-11.09.2010: #a2n_forum, Flughafen Tempelhof Die Ergebnisse von #a2n_camp und #a2n_congress werden von sogenannten „Rapporteuren“ zusammengefasst und als Interviewfragen aufbereitet. In öffentlichen Gesprächen mit verschiedenen Künstlern des BERLIN FESTIVAL werden die spannendsten Themen der BERLIN MUSIC WEEK CONFERENCE aus der Sicht der Performer noch einmal durchleuchtet. Zugang mit 4 Tage Kombi-Ticket und Tickets des Berlin Festivals, http://berlin-music-week.de/tickets

September 1 2010, 11:14am

Inudge.net: Musik aus der “Konserve” ist von Gestern

Der Musik und den eigenen Ideen Raum geben: Inudge.net ist mehr als nur eine Plattform für Kenner und Produzenten von elektronischer Musik. Jeder, der Spass am Basteln und Kreieren von Klangstrukturen hat, findet hier einen tonstudioähnlichen Arbeitsplatz. Mainstream ist nicht gefragt: auf Inudge.net geht es um das Komponieren einer  komplexen musikalischen Struktur, die sich – einmal erstellt - automatisch im Loop fortsetzt. Ziel ist es letztlich durch das Zusammenspiel von aufleuchtenden Quadraten und gleichzeitig erklingenden Tonfolgen eine audio-visuelle Performance zu erstellen.

Eine quadratische Tonmatrix stellt das grundlegende Handwerkszeug der User von Inudge.net dar. Und so funktioniert es: durch gezieltes Anklicken der Quadrate werden einzelne Töne generiert. Durch längeres Halten der Maus bei gleichzeitigem Ziehen über die Matrix lässt sich eine Melodie komponieren.

Wenngleich die musikalische Raumstruktur optisch durch die begrenzte Benutzeroberfläche eingeschränkt ist, so lassen sich über verschiedene “Sidebar-Tools” neue musikalische Meta-Strukturen generieren, die dem Stück letztlich zu seiner komplexen virtuellen Tiefe verhelfen.

Acht Farbsysteme repräsentieren verschiedene Klangfarben, die durch Auswahl in der Tonmatrix farblich und tonal wiedergespiegelt werden. Durch die Möglichkeit der Geschwindigkeitsregulierung der erstellten Tonfolgen, können verschiedene Rhythmen erzeugt werden.

Durch aufeinanderfolgendes Aufrufen verschiedener Farbsysteme vermischen sich verschiedene Klang- und Rhythmusstrukturen miteinander. Während nur die letzte erstellte “Klangquadratfolge” sichtbar ist, so schwingen die anderen bereits komponierten Melodien im Hintergrund mit.

Mithilfe der Benutzung des Buttons get+share lässt sich zudem der Track via E-Mail versenden oder auf einer Plattform verlinken. Die Reaktionen der Hörerschaft auf die selbstkreierten und veröffentlichten Tracks können schliesslich auch auf inudge.net gepostet werden.

Inudge.net lädt ein zum Austausch und zum Experimentieren mit elektronischen Rhythmen und Melodien. Suchtfaktor kann der Seite nicht abgesprochen werden: Hat man die Klangmatrix erst einmal mit seiner Maus “betreten”, so ist man förmlich gezwungen sich dem Spiel mit Tonstrukturen und rhythmischen Varianten hinzugeben. Die intuitive Benutzeroberfläche macht es auch dem noch so unerfahrenen Internet-User leicht mit der Klangmatrix zu arbeiten. Blogpiloten.de freut sich jetzt schon über das Posten von Links zu euren komponierten Tracks.

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October 5 2009, 9:15am

Neue Musikvideos von Eels, Maccabees, Brett Dennen

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Warning: fclose(): supplied argument is not a valid stream resource in /usr/home/npilot/domains/blogpiloten.de/wp-content/plugins/tweet-this/tweet-this.php on line 30 Heute stellen wir euch in Kooperation mit Cooperative Music einige neue Musikvideos vorr, unter anderem von Eels, den Maccabbes, Brett Dennen und Telepathe. — The Maccabees – Love You Better

Nach einem erfolgreichen Debuet (”Colour It In”) und zahlreichen ausverkauften Touren sind die Maccabees jetzt mit neuem Album zurueck! Am 29. Mai 2009 erscheint “Wall Of Arms” ueber Fiction / Cooperative Music. Fuer die Aufnahmen verliessen The Maccabees ihre Heimatstadt London und verpflichteten Markus Dravs (er arbeitete u.a. mit Bjork und Coldplay und war massgeblich an der Produktion von Arcade Fire’s ‘Neon Bible’ beteiligt) als Produzenten. Waehrend “Colour It In” eher eine Art-Pop Mischung aus bunten und sonnigen Melodien war, betreten die Maccabees mit “Wall Of Arms” musikalisch neue Wege, auf denen sich nicht jeder grosse Liebes- und Trennungsschmerz mit einem bittersuessen Popsong aufloesen laesst. Myspace: http://www.myspace.com/themaccabees — Brett Dennen

Schaut man sich den Lebenslauf von Brett Dennen etwas genauer an stellt man ueberraschend fest, dass der junge Singer/Songwriter noch vor fuenf Jahren pfadfinderartig durchs Leben ging. Fest angestellt bei einem Natur-Camp uebernahm er Wanderfuehrungen und lehrte Faehigkeiten zum Ueberleben in der Wildnis. Doch gluecklicherweise ist das nur ein kleiner Teil seines großen Interessengebiets. Die meiste Zeit verbrachte er doch allein mit seiner Gitarre, schrieb Songs und stellte seine Werke in kleinen Cafés vor. Mittlerweile erscheint nun am 05.06.2009 Brett Dennens zweites Album „Hope For The Hopeless“ und mit „Make You Crazy (feat. Femi Kuti)“ steht auch schon die erste Single in den Startloechern. Femi Kuti, der aelteste Sohn des „King Of Afrobeats“, Fela Kuti, kam extra aus Nigeria angereist, um zusammen mit dem Singer/Songwriter aus Kalifornien zusammen zu arbeiten. Und die Arbeit hat sich wahrlich gelohnt, denn heraus gekommen ist ein leichter Popsong, der das Potential hat, dem Sommer 2009 einen perfekten Soundtrack zu geben. Myspace: http://www.myspace.com/brettdennen — 
Eels – Fresh Blood

Ganze vier Jahre hat sich Eels Frontmann Mark Oliver Everett Zeit gelassen: 2005 erschien das letzte Studio-Doppel-Album „Blinking Lights And Other Revelations“, ein fast schon episches Werk mit 33 Songs, das sich vor allem menschlichen Gemuetszustaenden widmete. Vier Jahre die Mr. „E“ zu einem Grossteil im heimischen Studio verbrachte: „12 Song Of Desire“, so der Subtitel des Albums, sind das Ergebnis. Das neue Album „Hombre Lobo“ wird bei uns am 29.05.2009 erscheinen und wie der Name es schon verraet, geht es diesmal leidenschaftlich animalisch zu. Eels’ E selbst sagt dazu: „Ich wollte eine Reihe von Songs schreiben, die von Begierden und Instinkten handeln. Dieses furchtbar starke Begehren, das dich in allen Situationen packen und dein Leben bedeutend veraendern kann.“ Myspace: http://www.myspace.com/eels — The Juan Maclean - One Day

Clubkönig Juan MacLean fing bereits zur Jahrtausendwende an auf sich Aufmerksam zu machen. Im Jahre 2002 wurde er von dem Szene-prägenden DFA Label unter Vertrag genommen und brachte dort einige Hit Singles wie z.b. By The Time I Get To Venus, The Simple Life oder auch den Megahit des letzten Jahres „Happy House“ heraus. Sein Debut Album „Less Than Human“ wurde 2005 von den Kritikern gefeiert und brachte ihn in aller Munde. Seitdem konzentrierte er sich vor allem darauf Remixe für Kollegen wie Air, Chicken Lips, Daft Punk oder David Gahan zu machen wenn er nicht gerade mit Cut Copy oder den Shocking Pinks auf Tour war. 
Für sein am 24sten April erscheinendes Album „The Future Will Come“ hatte er bereits vor den ersten Produktionsschritten einige konzeptionelle Richtlinien im Kopf. Er wollte ein fangendes, abwechslungsreiches, tanzbares Album schaffen und fand in Nancy Whang (Sängerin von LCD Soundsystem) die perfekte weibliche Gegenstimme zu seinem packenden Gesang. Besonderen Augenmerk legte er auch auf die bisher in der elektronischen Musik nicht weit verbreitete Ehrlichkeit und Direktheit. Mit diesen Vorstellungen schlossen sich die beiden 3 Monate ins Studio, schrieben Songs und nahmen in knapp 3 Monaten eines der schönsten Alben dieser Zeit auf!
Myspace: http://www.myspace.com/thejuanmaclean — Autokratz - Always More http://www.dailymotion.com/video/k4k0uCggkxeeQU12RNw Autokratz, das sind David Cox und Russel Crank. Zwei Freunde, die sich der elektronischen Musik verschrieben haben und Bands wie Daft Punk, Kraftwerk oder Underworld als Referenzen angeben. Nachdem 2008 das Minialbum “Down & Out In Paris & London” erschien und die Club- & Dance-Szene begeistert jubelte, legen die Jungs nun mit ihrem Debütalbum “Animal” nach! Als ersten Vorgeschmack auf das anstehende Werk von Autokratz gab es den Cover-Track “Swastika Eyes”, im Original von Primal Scream, als freien Download. Nun kommt mit “Always More” die erste Single, die ins Rennen geschickt wird. Myspace: http://www.myspace.com/autokratz — 
Telepathe – So Fine

„Dance Mother“ heisst das Erstlingswerk der beiden Damen aus Brooklyn, Melissa Livaudais und Busy Gangnes, die hinter Telepathe stecken. Schon mit der vorangegangen EP „Farewell Forest“ zeigten die beiden, dass sie es verstehen Melodien-, Loops- und Drum Computer-Experimente zu einem einzigartigen Sound zu entwickeln. Das Album setzt dem ganzen jetzt natuerlich noch die Krone auf. Zahlreiche Soundspielerein, dumpfe Baesse und Ambiente-Klaenge sorgen für eine aufregende Mischung, die mit dem Track „So Fine“ einen perfekten Opener gefunden hat. Myspace: http://www.myspace.com/telepathe — The Rakes – 1989

Berlin scheint derzeit einen erheblichen Einfluss auf auslaendische Musiker zu haben. In letzter Zeit hoert man immer wieder, dass sich Bands gerne in der Spree-Metropole niederlassen, um die kreativen Vibes der Stadt zu spueren und zu verarbeiten. So auch The Rakes, die sich die Planet Roc Studios, den legendaeren Hoerfunkstudios der ehemaligen DDR gemietet haben, um endlich mal von der gewohnten Umgebung Londons loszukommen. Ihre Meinung dazu: „Die Londoner Musikszene ist so langweilig – als ob man durch ein Moor durch Mist stapft. Wir wollten an einem Ort sein, der uns mehr inspiriert.“ Schon der Opener des aktuellen Albums „Klang“ und gleichzeitig die erste Single „1989“ zeigt, dass die vier Englaender schnell Fans der deutschen Hauptstadt geworden sind.
 Myspace: http://www.myspace.com/therakes — Filthy Dukes – This Rhythm

Mit „Nonsense In The Dark“ praesentieren uns die Filthy Dukes ein Debuetalbum, das der Beschreibung “electroacidhousenuravetwisteddiscopunkfunk” vollkommen gerecht wird. Was sollte auch anderes herauskommen, wenn sich zwei DJ’s zusammen tun, um gemeinsam Musik zu machen? Die Filthy Dukes blicken zurueck auf drei jahre Bandgeschichte, eine relativ junge Band also, die trotzdem schon mit viel Erfahrung auftrumpfen kann. Spielten sie doch schon beim Glastonbury Festival, gingen mit den Rakes auf große NME-Tour, waren Support von LCD Soundsystem und Hot Chip und legten in den Clubs dieser Welt auf. Die Liste kann man beliebig weiter fuehren, sie remixten die Maccabees, sowie die Rakes. Mit “Nonsense In The Dark” geben sie uns nun die volle Packung Filthy Dukes und werfen mit “This Rhythm” einen perfekten Dukes Track in die Runde. Myspace: http://www.myspace.com/filthydukes

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