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Interview: Jeff Jarvis über Zerstörer

Ulrike Langer (Mediummagazin, medialdigital.de) hat Jeff Jarvis interviewt zum Thema Journalisten als Unternehmer. Wer es nicht glaubt, möge Augen und Ohren öffnen und achtsam sein. (fast 18 Minuten lang)

Wer es lieber lesen will, findet hier die Transkription. via Ulrike Langer

February 3 2010, 2:56pm

Die Flatrate und der “Irrweg” – Revival einer Debatte

Endlich kommt mal wieder ein bisschen Bewegung in die Debatte um die Kulturflatrate: Nachdem der Bundesverband Musikindustrie 10 Thesen zu diesem “Irrweg” veröffentlicht hat, schießt Journalist und Urheberrechte-Spezialist Matthias Spielkamp zurück und antwortet auf Zeit online mit einem offenen Brief an den Geschäftsführer des Musikindustrieverbands, Stefan Michalk. Und schon fliegen die Fetzen. Aber schön der Reihe nach:

Am Montag tauchte das Positionspapier des Bundesverbands der Musikindustrie. Niemand wisse genau, was mit der Kulturflatrate gemeint sei, heisst es darin: “Selten hat es ein derart unausgegorenes Konzept so schnell Karriere gemacht und es sogar in die Programme einiger Parteien geschafft.”

Dabei ist die Idee hinter der Kulturflatrate recht einfach: Statt die Verbreitung von digitalen Kopien und Filesharing zu verfolgen, sollen alle Inhaber eines Internet-Anschlusses eine Pauschalabgabe zahlen, die dann an Künstler und andere Rechteinhaber ausgeschüttet werden soll. Also ein Prinzip ähnlich der Musikverwertungsgesellschaft GEMA. Künstler werden für die Verbreitung ihrer Schöpfungen über das Netz aus den Kulturflatrate-Gebühren entlohnt, im Gegenzug soll die Verbreitung dieser Kopien legal werden.

Es ist natürlich klar, dass die Musikindustrie von diesem Vorschlag nicht begeistert ist. Interessant ist aber ihre Argumentation in einigen Punkten. So heisst es dort:

“Die Kulturflatrate ist unfair, weil Verbraucher für etwas bezahlen, was sie gar nicht nutzen.”

Ein interessantes Argument, dass man sich vielleicht für den nächsten Besuch der freundlichen Kollegen von der GEZ bereit halten sollte. Aber das ist ja erst der Anfang: 5. Die Kulturflatrate verflacht die Kultur. Bei der Kulturflatrate ist ein Song aus dem Computer genauso viel wert wie Beethovens Neunte, ein Pornofilm das gleiche wie ein cineastisches Meisterwerk und der Groschenroman steht auf einer Ebene mit dem literarischen Klassiker. Weil für die Abrechnung nur die Masse der Downloads zählt, entfällt jeder Anreiz Zeit und Geld in Nischenprodukte zu investieren. Die kulturelle Vielfalt nimmt ab. Die Kultur verflacht.

Oha! Diese Argumenation ist spannend, dann können wir alle demnächst im Buchladen einmal ausdiskutieren, warum das Reclam-Bändchen Goethe eigentlich weniger kostet als ein großformatiger Playboy-Kalender. Außerdem mal Hand aufs Herz: Selbst dem Bundesverband Musikindustrie sollte doch schon einmal aufgefallen sein, dass das Netz DER Marktplatz für Nischenprodukte und Partikularinteressen aller Art ist. Und dass sich selbst für krudeste Ideen finanzielle Verwertungsmöglichkeiten findet. Nur eben nicht unter der unbedingt unter der Federführung von Labels oder Verlagen. Natürlich ist es richtig, kritisch nachzufragen, wie man ein System schaffen will, dass es schafft, auch weniger populäre Künstler angemessen zu entlohnen. Denn das ist tatsächlich eine von mehreren Schwächen, die die Kulturflatrate zum jetzigen Stand der Diskussion ohne Zweifel hat.

Weiter im Text:

  1. Die Kulturflatrate nimmt Urhebern und Künstlern das Recht über die Verwendung ihrer Werke selbst zu bestimmen.

Heute können Urheber, Künstler, Autoren und andere Rechteinhaber frei darüber entscheiden, wie und wo ihre Werke und Produkte verwendet werden dürfen. Sind im Internet alle Kulturgüter auch nur für den nicht kommerziellen Gebrauch frei nutzbar, kommt dies einer Enteignung der Rechteinhaber gleich. Denn wenn die Kulturflatrate Sinn haben soll, hat der Konsument keine Möglichkeit mehr zu unterscheiden, was legal und was unter Umständen illegal ist. Dementsprechend kann der Rechteinhaber sich auch nicht mehr dagegen wehren, wenn er nicht will, dass seine Produkte im Netz frei verfügbar sind.

Entscheidend ist wohl hier der Verweis auf “andere Rechteinhaber” – denn häufig bestimmen mehr die Kulturindustrie als die Künstler selbst, wie ein bereits erschienenes Werk verwertet wird und verwendet werden darf. (Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel).

Hier die These, über die sich Matthias Spielkamp so trefflich aufregte: Die Kulturflatrate führt zu einer unverhältnismäßig hohen Belastung aller Konsumenten und benachteiligt sozial Schwache. Mit fortschreitender Digitalisierung und zunehmendem Ausbau der Bandbreiten sind immer mehr Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft vom unrechtmäßigen Gebrauch ihrer Produkte betroffen. Eine Kulturflatrate müsste mittelfristig nicht nur Musik, Filme oder Bücher erfassen, sondern würde alle Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft betreffen. Nach Schätzungen der Bundesjustizministerin kämen auf jeden Verbraucher mit Internetanschluss zusätzliche Kosten in Höhe von 50 Euro pro Monat zu. Gerade sozial Schwache können sich das nicht leisten.

Dazu Spielkamp: Schätzungen der Bundesjustizministerin? Das ist interessant. Können Sie mir dafür eine Quelle nennen? Sie meinen doch hoffentlich nicht die Interviews, in denen die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries sagte, dass die Kosten für jeden Einzelnen bei fünfzig Euro im Monat liegen könnten, oder? Weil, wenn Sie das meinen, dann muss ich Ihnen leider sagen, dass da ein Missverständnis vorliegt. Frau Zypries hat einfach irgendwelche Zahlen genommen, die von den Befürwortern der Kulturflatrate ins Spiel gebracht worden waren. Aber die können für sie ja keine Relevanz haben, da “eigentlich niemand genau weiß, was damit genau gemeint ist”, wie sie sagen, so dass genaue Zahlen nach Ihrer Ansicht gar nicht existieren können. Schon gar nicht, wenn diese Schätzung der Befürworter offenbar noch mit einem Faktor zwischen fünf und zehn multipliziert wurde. Wie Frau Zypries darauf kam, hat sie nicht verraten, musste allerdings recht schnell ihre Aussage zurücknehmen und erwähnte anschließend gar keine Zahlen mehr. Sie waren wohl etwas vage. Nicht zu vage allerdings, um von Ihnen acht Monate später als “Schätzungen der Bundesjustizministerin” verkauft zu werden. Mich machen solche Tricks misstrauisch.

Es wäre müßig, auf alle anderen Thesen des Papiers im Detail einzugehen, das haben außerdem jede Menge anderer Menschen bereits bereits getan – etwa in den Kommentaren auf netzpolitik.org.

Wie bereits gesagt: Die Kulturflatrate wird in vielen Punkte zu recht kritisiert – von offenen Fragen zu Verteilungsschlüsseln bis zur Ablehnung einer Zwangsabgabisierung sämtlicher Lebensbereiche. Die Grünen sind trotz allem dafür, und haben natürlich auch die entsprechende Studie in petto, die im übrigen auf viele Thesen des Musikindustrie-Verbands antwortet – und das, obwohl sie bereits neun Monate zuvor erschienen ist.

Dass die Idee der Kulturflatrate aber nie so richtig totzukriegen ist, zeigt, dass der Bedarf, über die Trias Künstler, Geld und Netz nachzudenken, immer größer wird. Die Tatsache, dass sich der Bundesverband Musikindustrie dazu berufen gefühlt hat, ein solches Papier zu veröffentlichen, ist nämlich wohl eigentlich die interessantere Botschaft als ihre 10 Thesen.

Ansätze, über Vermarktung und Aufmerksamkeitsökonomie im Netz nachzudenken, gibt es genügend. Nicht neu, aber interessant dazu: Die Empfehlungen von Nine Inch Nails-Frontmann Trent Reznor und Ex-Talking Heads-Sänger David Byrne an unbekannte Künstler.

February 1 2010, 9:30am

Technologie im Büro - Hilfe oder Hindernis?

Die große Studie der IBM, in der über 2500 CIOs befragt wurden zu den Aufgaben und Chancen, die die Informationstechnologie gelöst hat bzw. noch lösen muss, hat Business Intelligence und Virtualisierung in den Vordergrund gerückt. Das erste ist der Umgang mit Betriebskennzahlen und das zweite ist das Auslagern von Aufgaben an virtuelle Server. Das eigentliche Thema, das die Menschen betrifft, die täglich ins Büro fahren, wird damit kaum fokussiert: Vereinfacht Technologie die täglichen Aufgaben oder macht es ihre Lösung schwieriger oder langwieriger?

Denn wer im Büro am Rechner sitzt hat meistens mehrere Browserinstanzen auf: da ist eine Sicht für SAP, um Tabellen und Listen im System zu aktualisieren, dann noch das Intranet der Firma, um nachzusehen, was es zum Mittag gibt, was es Neues in der Abteilung zu wissen gibt, warum der Parkplatz schon wieder umstrukturiert wird, warum die Kollegen aus dem Geschäftsbereich 13 jetzt doch in den ersten Stock ziehen und vieles mehr. Wer hat da schon Zeit für ein wenig Flurfunk? Seelig sind diejenigen, die noch immer rauchen, die treffen sich draußen und reden abteilungsübergreifend. Manchmal überlegt man sich, ob es nicht schlauer wäre, wieder mit dem Rauchen anzufangen. Ungefilterte echte Nachrichten von Mensch zu Mensch, das waren noch Zeiten … Aber auch da hat die Studie von IBM eine Antwort, denn all die Firmen, die in den vergangenen Jahren viel Geld für Collaboration und Kommunikation per Web investiert haben, haben auch signifikant steigendes Wachstum zu verzeichnen. Firmen mit hohem Wachstum integrieren ihre IT und die Firmentätigkeit um 94 Prozent häufiger. Um 94 Prozent häufiger? Die Studie gibt einen Faktor mit einer Prozentzahl an? Irgendwas stimmt da nicht, oder haben Sie auch gerade 84 Prozent häufiger ein Problem gesehen als ich? Das Problem der Softwarewelt im Büro besteht aber zunächst nicht hauptsächlich darin, dass Unternehmen, die enorm wachsen, auch enormes Geld für IT ausgeben – was nur möglicherweise einen Zusammenhang hat, der auch ursächlich sein kann. Das Problem ist der Umgang mit Technologie. Gerade in Meetings wird immer wieder deutlich, dass die Generation Y (also die nach 1980 Geborenen) kein Problem damit hat, mitten in der Besprechung das Smartphone zu zücken und diversen Funktionen zu nutzen. LexisNexis hat Anfang des Jahres seine Studie zum Umgang mit Technologie im Firmenumfeld veröffentlicht. Ein großer Unterschied besteht nicht im kenntnisreichen Umgang der „Digital Natives“ mit der digitalen Welt sondern mit den Etiquetten, also den Umgangsformen mit Technologie, die ein Überdenken erfordern. Zwei Drittel der 44–60jährigen Baby Boomers geben an, dass der Gebrauch von PDAs und Smartphones wie BlackBerries und iPhones oder gar Laptops eher die sozialen Umgangsformen im Büro stören – bei Gesprächen ganz allgemein und bei Besprechungen im Besonderen. Diejenigen die unter 28 Jahre alt sind, sind nur zur Hälfte mit dieser These einverstanden. 17 Prozent der Baby Boomers gehen davon aus, dass im Gegenteil der Gebrauch dieser Mittel im Gespräch eher nutzt und fast 33 Prozent der sogenannten Net–Generation würden diese Einschätzung unterschreiben. Spannend wird es beim Bloggen, denn nur 28 Prozent der Über–44–Jährigen glauben, dass das Schreiben von Blogartikeln über arbeitsrelevante Themen akzeptabel ist, die junge Generation ist zu über 40 Prozent damit einverstanden. Es wäre also an dieser Stelle eine hilfreiche Maßnahme, von den seltsamen Hypothesen über Digital Natives mit besonderen Hirnfunktionen und außerordentlich libertären Ansichten Abstand zu nehmen und das Wesentliche rund um den Gebrauch von Social Media in den Blick zu nehmen. Denn zunächst soll die Form der Kommunikation über Blogs, Soziale Netzwerke und andere niedrigschwelligen Softwaretools ja einen Austausch befördern. Es scheint aber noch nicht mal in der vermeintlich IT-affinen Generation klare Mehrheiten zu geben, die den Einsatz solcher Werkzeuge uneingeschränkt wünschen oder unterstützen oder gar betreiben. Der geneigte Leser möge sich also genau überlegen, wie er diesen Widerspruch zwischen galoppierendem Enthusiasmus für solche Werkzeuge mit dem Bedarf und der moralischen Verfasstheit der Menschen in einen Kontext bringt. Es geht hier weniger um eine technikfeindliche Haltung, als um eine realistische Einschätzung von Social Software hinsichtlich ihrer Akzeptanz bei bestimmten Themengebieten und Aufgaben. Und die Zahlen von LexisNexis legen den Verdacht nahe, dass gerade Mentoring-Programme, in denen Ältere ihr Wissen an Jüngere übertragen sollen/können/dürfen/müssen, nicht unbedingt durch Onlinetools eine Verbesserung erfahren. Das liest sich schon allein an der Zeit ab, die die Generation Y (Digital Natives) mit Sozialen Netzwerken, Foren und Blogs verbringen (über 10 Stunden) im Vergleich zu den alten Knackern über 44 Jahre, bei denen es gerade mal über 5 Stunden sind. Ich halte beide Zahlen für sehr stark überzogen, da ein offenes Tab von Facebook oder eines Blogs noch lange nicht bedeutet, dass man das 10 Stunden lang wirklich verfolgt. Wohingegen E–Mails und Twitter eine deutliche höhere Potenz haben, die Leute beim Problemlösen zu stören, weil der always–on–Charakter viele Leute verführt, direkt und umgehend auf neue Nachrichten zu reagieren. Es ist und bleibt eine Frage der Dispziplin, die zum Beispiel Mac–Nutzer dazu veranlasst so etwas wie macfreedom zu nutzen, das einem für eine definierte Zeit am Tag völlige Ruhe vor dem Netz verschafft indem es den Monitor und den Webzugang sperrt. Die Menschen erkennen, dass es eines kontrollierten Umgangs mit PC und Web bedarf, um sich selbst und andere zur Reflexion und Bewertung von Inhalten zu bringen – nur dann ist das Social Web eine Erweiterung der realen menschlichen Kontakte. Andernfalls hat es großes Potenzial zu einem Ersatz zu werden, was eine normale Betrachtung der Etiquette rund um Technologie schnell zu einem ideologischen Streit werden lässt, weil man dem ein oder anderen die Nabelschnur zur digitalen Identität nimmt. Das ist im beruflichen Umfeld genauso schlimm wie bei den Jugendlichen, die viele Büromenschen mitleidig anschauen, weil sie von ihrem Word Of Wacraft nicht wegkommen. Ihre eigene starke Fokussierung auf den digitalen Arbeitsplatz reflektieren sie aber gar nicht mehr. Darin besteht eine latente Gefahr, die der Sucht nach Onlinespielen in nichts nachsteht. Über die Hälfte der Studienteilnehmer bei LexisNexis gaben an, dass sie durch die viele Technologie am Arbeitsplatz, den sie ja per Laptop, PDA und Smartphone auch mit ins Auto und mit nach hause nehmen, zu Multitasking gezwungen werden – gegen ihren Willen. Wenn man die Zeit zusammenrechnet, die üblicherweise am Tag mit E–Mail, Office, Instant Messaging und am Browser verbracht wird um arbeitsrelevante Informationen und Kommunikation zu erfahren und zu verteilen, kommt man auf über 15 Stunden. Insofern ist der Einsatz der modernden Technologien schon längst ein Fall für das Arbeitsrecht.

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October 14 2009, 3:39pm

Technologie im Büro - Hilfe oder Hindernis?

Die große Studie der IBM, in der über 2500 CIOs befragt wurden zu den Aufgaben und Chancen, die die Informationstechnologie gelöst hat bzw. noch lösen muss, hat Business Intelligence und Virtualisierung in den Vordergrund gerückt. Das Erste ist der Umgang mit Betriebskennzahlen und das Zweite ist das Auslagern von Aufgaben an virtuelle Server. Das eigentliche Thema, das die Menschen betrifft, die täglich ins Büro fahren, wird damit kaum fokussiert: Vereinfacht Technologie die täglichen Aufgaben oder macht es ihre Lösung schwieriger oder langwieriger?

Denn wer im Büro am Rechner sitzt hat meistens mehrere Browserinstanzen auf: da ist eine Sicht für SAP, um Tabellen und Listen im System zu aktualisieren, dann noch das Intranet der Firma, um nachzusehen, was es zum Mittag gibt, was es Neues in der Abteilung zu wissen, warum der Parkplatz schon wieder umstrukturiert wird, warum die Kollegen aus dem Geschäftsbereich 13 jetzt doch in den ersten Stock ziehen und vieles mehr. Wer hat da schon Zeit für ein wenig Flurfunk. Seelig diejenigen, die noch imme rauchen, die treffen sich draußen und reden abteilungsübergreifend. Manchmal überlegt man sich, ob es nicht schlauer wäre, wieder mit dem Rauchen anzufangen. Ungefilterte echte Nachrichten von Mensch zu Mensch, das waren noch Zeiten…

Aber auch da hat die Studie von IBM eine Antwort, denn all die Firmen, die in den letzten Jahren viel Geld für Collaboration und Kommunikation per Web investiert haben, haben auch signifikant steigendes Wachstum zu verzeichnen. Firmen mit hohe Wachstum integrieren ihre IT und die Firmentätigkeit um 94% häufiger! Um 94% häufiger? Die Studie gibt einen Faktor mit einer Prozentzahl an?

Irgendwas stimmt das nicht, oder haben Sie auch gerade 84% häufiger ein Problem gesehen als ich?

Das Problem der Softwarewelt im Büro besteht aber zunächst nicht hauptsächlich darin, dass Unternehmen, die enorm wachsen auch enormes Geld für IT ausgeben - was nur möglicherweise einen Zusammenhang hat, der auch ursächlich sein kann. Das Problem ist der Umgang mit Technologie.

Gerade in Meetings wird immer wieder deutlich, dass die Generation Y (also die nach 1980 Geborenen) kein Problem damit hat, mitten in der Besprechung das Smartphone zu zücken und diversen Funktionen zu nutzen. LexisNexis hat Anfang des Jahres seine Studie zum Umgang mit Technologie im Firmenumfeld veröffentlicht. Ein großer Unterschied besteht nicht im kenntnisreichen Umgang der “Digital Natives” mit der digitalen Welt sondern mit den Etiquetten, also den Umgangsformen mit Technologie, die ein Überdenken erfordern. Zwei Drittel der 44-60jährigen Baby Boomers geben an, dass der Gebrauch von PDAs und Smartphones wie BlackBerries und iPhones oder gar Laptops eher die sozialen Umgangsformen im Büro stören - bei Gesprächen ganz allgemein und bei Besprechungen im Besonderen. Diejenigen die unter 28 Jahre alte sind, sind nur zur Hälfte mit dieser These einverstanden. 17% der Baby Boomers gehen davon aus, dass im Gegenteil der Gebrauch dieser Mittel im Gespräch eher nutzt und fast 33% der sogenannten Net-Generation würden diese Einschätzung unterschreiben.

Spannend wird es beim Bloggen, denn nur 28% der Über-44-Jährigen glauben, dass das Schreiben von Blogartikeln über arbeitsrelevante Themen akzeptabel ist, die junge Generation ist zu über 40% damit einverstanden. Es wäre also an dieser Stelle eine hilfreiche Maßnahme, von den seltsamen Hypothesen über digital natives mit besonderen Hirnfunktionen und außerordentlich libertären Ansichten Abstand zu nehmen und das Wesentliche rund um den Gebrauch von Social Media in den Blick zu nehmen. Denn zunächst soll die Form der Kommunikation über Blogs, Soziale Netzwerke und andere niedrigschwelligen Softwaretools ja einen Austausch befördern. Es scheint aber noch nicht mal in der vermeintlich IT-affinen Generation klare Mehrheiten zu geben, die den Einsatz solcher Werkzeuge uneingeschränkt wünschen oder unterstützen oder gar betreiben.

Der geneigte Leser möge sich also genau überlegen, wie er diesen Widerspruch zwischen galoppierendem Enthusiasmus für solche Werkzeuge mit dem Bedarf und der moralischen Verfasstheit der Menschen in einen Kontext bringt. Es geht hier weniger um eine technikfeindliche Haltung, als um eine realistische Einschätzung von social software hinsichtlich ihrer Akzeptanz bei bestimmten Themengebieten und Aufgaben. Und die Zahlen von LexisNexis legen den Verdacht nahe, dass gerade Mentoring-Programme, in denen Ältere ihr Wissen an jüngere übertragen sollen/können/dürfen/müssen nicht unbedingt durch Onlinetools eine Verbesserung erfahren.

Das liest sich schon allein an der Zeit ab, die die GenerationY (digital natives) mit Sozialen Netzwerken, Foren und Blogs verbringen (über 10 Stunden) im Vergleich zu den alten Knackern über 44 Jahre, bei denen es gerade mal über 5 Stunden sind. Ich halte beide Zahlen für sehr stark überzogen, da ein offenes Tab von Facebook oder eines Blogs noch lange nicht bedeutet, dass man das 10 Stunden lang wirklich verfolgt. Wohingegen E-Mails und twitter eine deutliche höhere Potenz haben, die Leute beim Problemlösen zu stören, weil der always-on- Charakter viele Leute verführt, direkt und umgehend auf neue Nachrichten zu reagieren. Es ist und bleibt eine Frage der Dispziplin, die zum Beispiel MacNutzer dazu veranlasst so etwas wie macfreedom zu nutzen, das einem für eine definierte Zeit am Tag völlige Ruhe vor dem Netz verschafft indem es den Monitor und den Webzugang sperrt. Die Menschen erkennen, dass es eines kontrollierten Umgangs mit PC und Web bedarf, um sich selbst und andere zur Reflexion und Bewertung von Inhalten zu bringen - nur dann ist das Social Web eine Erweiterung der realen menschlichen Kontakte. Andernfalls hat es großes Potenzial zu einem Ersatz zu werden, was eine normale Betrachtung der Etiquette rund um Technologie schnell zu einem ideologischen Streit werden lässt, weil man dem Einen oder Anderen die Nabelschnur zur digitalen Identität nimmt. Das ist im beruflichen Umfeld genauso schlimm wie bei den Jugendlichen, die viele Büromenschen mitleidig anschauebn weil sie von ihrem WordOfWacraft nicht wegkommen. Ihre eigene starke Fokussierung auf den digitalen Arbeitsplatz reflektieren sie aber gar nicht mehr. Darin besteht eine latente Gefahr, die der Sucht nach OnlineSpielen in nichts nachsteht.

Über die Hälfte der Studienteilnehmer bei LexisNexis gaben an, dass sie durch die viele Technologie am Arbeitsplatz, den sie ja per Laptop, PDA und Smartphone auch mit ins Auto und mit nach hause nehmen zu Multitasking gezwungen werden - gegen ihren Willen. Wenn man die Zeit zusammenrechnet, die üblicherweise am Tag mit E-Mail, Office, Instant Messaging und am Browser verbracht wird um arbeitsrelevante Informationen und Kommunikation zu erfahren und zu verteilen, kommt man auf über 15 Stunden. Insofern ist der Einsatz der modernden Technologien schon längst ein Fall für das Arbeitsrecht.

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October 13 2009, 3:39pm

Formel 1: Schumi und sein Comeback

Egal, was man mittlerweile aufschlägt, die Zeitung am Frühstückstisch oder das Magazin, das man morgens in der Bahn liest, wenn man zur Arbeit fährt. Für viele, vor allem für die, die den Motorsport mögen, gibt es momentan nur ein Thema, das Comeback von Michael Schumacher. In Valencia bereitet man sich schon auf den großen Ansturm vor, da man sogar damit rechnen muss, dass viele Deutsche nach Valencia reisen werden, um “King Schumi” zu unterstützen. In einem Fernsehbeitrag, hat man, ich glaube es war vorgestern, sogar jemanden interviewt, der seinen Türkei–Urlaub für das Rennen in Valencia verlegt hat. Auch im Stern diskutierte man vor kurzem dieses Thema, “Zirkusnummer oder Königslösung!” Und ich muss sagen, ich kann mich auch noch nicht so recht entscheiden, was ich von dem Comeback halten soll. Einerseits freue ich mich natürlich darüber, dass der größte Rennfahrer aller Zeiten wieder zurück ist, doch andererseits denke ich mir, hätte man auch jemand anderen einsetzen können. Bei den Tests in Maranello, soll Schumi ja gut 4 Sekunden langsamer gewesen sein als die Bestzeit, die damals von Barrichello aufgestellt wurde. Sollte er es jedoch schaffen, in dieser Saison noch einmal auf das Treppchen zu fahren oder ein Rennen zu gewinnen, dann macht er sich wahrscheinlich ganz unsterblich für viele Motorsportfans und an den Rennstrecken werden Denkmäler aufgestellt. Aber was man einfach zugeben muss ist, dass es eine außerordentliche Geste gegenüber Felipe Massa war, die hier seitens Schumachers geleistet wurde. Ich habe gestern Abend noch ein Interview mit Felipe Massa gesehen und muss sagen, dass ich mich schon ein wenig erschrocken habe. Zwar ist er schon wieder nach Hause gereist und sagte, er wolle wieder Rennen fahren, aber so wirklich will ich nicht daran glauben, wenn man sieht, welche Verletzung er bei dem Rennen davon getragen hat. Das linke Auge war noch fast komplett geschlossen und stark angeschwollen, außerdem sah man natürlich die schweren Narben im Gesicht. Auf jeden Fall war es ein sehr tragischer Unfall, der natürlich das Comeback überschattet. Und genau das ist der Punkt, der mich an der ganzen Szenerie mittlerweile stört. Viele reden gar nicht mehr über das, was in Budapest passiert ist, sondern nur noch über das Comeback von Michael Schumacher. Einige sprachen sogar davon, dass es das beste ist, was der Formel 1 in dieser schweren Zeit passieren konnte. In meinen Augen finde ich das äußerst makaber, auch wenn ich weiß, dass damit nicht der Unfall von Felipe Massa gemeint war, aber irgendwie sehe ich diesen Unfall immer vor Augen. Aber nun gut, ihr merkt wahrscheinlich, dass ich selber nicht genau weiß, ob ich es gut finden soll oder nicht, aber daher frage ich ja Euch um eure Meinung. Denkt ihr, es ist richtig, dass er zurückkehrt, oder hätte er es lieber lassen sollen? Des Weiteren habe ich letzte Woche eine Abstimmung auf Einslive gesehen, in der das Comeback Lied von Michael Schumacher gevotet werden sollte. Als Gewinner bei EInslive wurde glaube ich Daft Punk mit “Technology” gewählt. Hätte aber auch noch einen weiteren Tipp, der vielleicht ganz gut passen könnte. Als ich nämlich bei der Formel 1 am Nürburgring war, (ja, ich war auch schon bei der Formel 1 ;), wurde im Eifeldorf ein neuer Hit vorgestellt, der doch eigentlich auch ganz gut zu dem Comeback passen würde. Habe Euch mal das Video von YouTube rausgesucht. Der Name des Künstlers ist Alban Skenderaj, ist zwar in Deutschland noch recht unbekannt, hat aber zusammen mit dem Nürburgring eine Kooperation gemacht  (Alban feat the°Ring). Mir persönlich gefällt das Lied ganz gut, hört einfach mal rein. Auf jeden Fall wird hier Rennsport Feeling herüber gebracht und das passt auf jeden Fall zum Schumi–Comeback, wie ich finde. Und der Titel “This is your Day” passt ja eigentlich auch ganz gut zu einem Comeback!

Bildnachweis: User YukoM auf Flickr Seid ihr für ein Comeback oder seid ihr doch eher dagegen und der Meinung, sie hätten einen anderen Fahrer ins Auto setzen sollen? Ich kann mich nämlich nicht entscheiden, ob ich es gut finden soll oder nicht!

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August 5 2009, 9:48am

Hop On: forward2business.com - Wie geht Hirndoping?

Ein paar Sätze von Sven Gábor Jánszky zu den spannendsten Trends von morgen.  Seit 2002 veranstaltet Sven Gábor Jánszky jedes Jahr einen  Zukunftskongress, auf dem die Trends von Fernsehen, Internet und der Digitalen Welt von morgen verhandelt werden. Der ehemalige Journalist und Radiomoderator pflegt ein Netzwerk aus Experten, Unternehmern und Politikern, das er zum Einsatz bringt für brennende Themen wie Datenschutz bis zu erneuerbare Energien. Blogpiloten (BP): Forward2Business ist eine der anregendsten und schönsten Businesskonferenzen in Deutschland. Was war dieses Jahr das Top-Thema, das diskutiert wurde? Sven Gábor Jánszky (SGJ): Top-Thema war das Rulebreaking. Wir haben darüber diskutiert, dass Deutschland Grenzverletzer braucht. Wir Deutschen behaupten zwar innovativ zu sein. Doch wer genauer hinsieht, stellt fest, dass unsere Unternehmen in den vergangenen Jahren versucht haben Innovation planbar zu machen. Wir haben uns lineare Innovationsprozesse gegeben und behauptet, dies sei innovativ. In Wahrheit sind unsere Innovationsabteilungen zur Gedankenpolizei geworden, die jede Idee beseitigt, die nicht in die starren Raster unserer Innovationsprozesse passen. Wenn wir aus der Krise lernen wollen, müssen wir über eine zweite Art der Innovation reden, die strategische, „zerstörerische” Innovation. Sie bringt neue Geschäftsmodelle, neue Märkte, Branchen- und Technologieüberschreitungen, neue Partner und Netzwerke! Doch dies bedeutet Grenzverletzung! Es bedeutet die Störung funktionierender Geschäftsmodelle, verteilter Märkte, etablierter Branchen und etablierter Netzwerke! Die besten Rulebreaking-Strategien haben wir mit Rulebreakern intensiv diskutiert. BP: Ihr habt auch über Gehirntuning gesprochen. Was versteht man darunter? SGJ: Der aktuelle Gehirntuningtrend ist entstanden, als die Hirnforschervor ca. 2 Jahren  entdeckt haben, dass vor jeder Hirnleistung in unserem Kopf der Botenstoff Dopamin in erhöhter Konzentration ausgeschüttet wird. Postwendend entstand dabei die Frage, ob dies auch umgekehrt funktionniert. Also: Wenn wir es schaffen den Dopaminausstoß künstlich hervorzurufen, ob dann in der Folge die Hirnleistungen steigen. Die Antwort ist JA! Derzeit sind 3 medizinische Wirkstoffe bekannt, die diese Wirkung bei gesunden Menschen haben. Dies sind Pillen gegen Alzheimer, Parkinson und Narkolepsie (eine seltene Schlafkrankheit). Inzwischen belegen Studien, dass 25% der amerikanischen Collegestudenten und sogar über 60% der Wissenschaftler weltweit, diese Pillen nehmen um ihre Hirnleistungen zu verbessern. In Deutschland wären nach einer Umfrage der DAK über 60% der Angestellten bereit, diese Mittel zu nehmen, wenn sie frei erhältlich wären. Für die Zukunft liegt dieser Trend aber nicht in Pillen und Medikamenten sondern in der Food- und Getränkeindustrie. Nach dem Wellness-Trend erwartet uns hier der Brainfood-Trend. Schon im Jahr 2015 schätzen wir, dass 50% unserer Lebensmittel sogenannter „functional food” sein wird, uns also nicht nur satt macht sondern gleichzeitig die Haut straffer oder das Hirn schneller. BP: Eine deiner Lieblingsvisionen sind die elektronischen Assistenten, die uns die unendlichen Weiten der digitalen Welten sortieren sollen. Wann treten die endlich ihren Dienst an? SGJ: Das haben sie schon. Schon heute wird Online-Werbung von intelligenter Behavioral Targeting Software individuell für mich ausgespielt. Schon heute sind 300.000 Fernseher in Deutschland verkauft, die mein individuelles Programm zusammen stellen. Die entscheidende Frage ist, wann die Smartphones eine solche Marktdurchdringung erreicht haben, dass ich diese elektronischen Assistenten als Application selbst in die Hand kriege. Ich schätze, dass wir darauf noch 2 Jahre warten müssen … für den Massenmarkt noch 6 Jahre. BP: Welchen Stellenwert haben Social Medias (Facebook, Xing, Twitter, …) in deinen Leben? SGJ: Ich nutze XING und Twitter täglich als Kommunikationstools gleichberechtigt zu den Klassikern Telefon, E-Mail und Brief. Jedes der Tools hat seinen Platz gefunden. Facebook nutze ich nicht, vermutlich weil ich kein Faible für Fotos habe, weder online noch offline. Bei mir selbst erkenne ich den Trend, dass ich Social Medias mehr und mehr über das Smartphone nutze und nicht mehr am Laptop. BP: Du widmest dich seit einiger Zeit auch dem Thema Datenschutz. Welches Hirntuning empfiehlst du unserer Familienministerin Ursula von der Leyen? SGJ:  Zensursula will ja nichts Böses, nur geht sie von der falschen Grundannahme aus. Die Denke der Politik, dass Bürger Ihre Daten nicht freigeben wollen stimmt nicht mehr.  Wir wollen unsere Daten freigeben, denn nur dadurch können wir die Vorteile und Services der Internetwelt nutzen. Die Politik muss verstehen, dass sie dem Bürger nicht mehr das Verheimlichen seiner Daten erleichtern muss, sondern dem Bürger eine Möglichkeit schaffen muss, seine Daten freizugeben und gleichzeitig die Souveränität über seine Daten zu behalten. Ich bin sicher, dass wir im nächsten Datenschutzgesetz eine Möglichkeit bekommen, welche den Unternehmen die Nutzung von persönlichen Daten nur gestattet, wenn gleichzeitig jedem Kunden eine Kontrollmöglichkeit über seine Daten gegeben wird. Datenschutz der Zukunft heißt, dass der Bürger mit einem Klick die über ihn gespeicherten Daten ansehen, verändern und löschen kann. Hop Off  und Hop On zu einer kleinen Tour der Lieblingslinks von Sven Gábor Jánszky : START

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August 3 2009, 10:00am

Hop On: Utopia.de - Wie geht Nachhaltigkeit?

Ein paar  Sätze von Claudia Langer zu ihrer Plattform Utopia.de.  In den Neunzigern war sie eine erfolgreiche Werberin. Heute lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern in einem würfelförmigen Okö-Haus in München.  Sie richtet ihren Lebensstil auf Gesundheit und Nachhaltigkeit aus und hat dafür  im November 2007 Utopia gegründet - ein Internetportal für strategischen Konsum. Blogpiloten (BP): Utopia ist ein gut gemachtes Community-Portal mit Vision zur Weltverbesserung. Seid ihr Umwelt-Aktivisten? Claudia Langer (CL): Ja, denn unser Ziel ist es nicht nur die Menschen zu informieren, sondern sie zu animieren, selbst etwas zu tun, aktiv zu werden. Wenn wir etwas bewirken wollen, muss sich die breite Masse in Bewegung setzen, und dafür wollen wir werben und begeistern. Nicht indem wir Verzicht fordern, sondern indem wir Produkte, Dienstleistungen und Ideen zeigen, die lustvoll und sinnvoll sind und das Leben bereichern. BP: Was unterscheidet euch von Plattformen wie Adventure Ecology,  Rainforestsos.org oder Lazy Environmentalist? CL: Alles  :)  Im Ernst, ich glaube, Utopia bezieht seine Stärke aus dem Dialog zwischen Community und Redaktion, und Community und Unternehmen. 46.000 absolut interessierte und informierte Verbraucher, die eine starke Meinung vertreten: das macht uns stark! BP: Welches sind die stärksten Funktionalitäten von utopia.de? CL: Die User lieben unsere praxisnahen Ratgeber. Auf der neuen Utopia-Website, die seit dem 1. Juli live ist, finden die User alle Ratgeber unter einem eigenen Navigationspunkt. Unsere neuen Utopisten-Profile bieten alle Features eines modernen Social Networks, u.a. Activity-Feeds, ein Ask-Tool sowie persönliche Statusmeldungen nach dem Vorbild von Twitter. BP: Ihr betreibt ein großes Forum zu allen möglichen praktischen Umweltfragen. Wir Deutschen sind in Foren auch schon mal rüde und pampig.  Any Comments on your Commenters? CL: Ich bin nicht immer glücklich über den Ton, aber immer glücklich über die hochmotivierten und hochkompetenten Gesprächspartner, von denen wir alle jeden Tag lernen. BP: Was hältst du von Aktionen wie „Carrotmob“? CL: :) Großartig. BP: Wie groß ist dein persönlicher ökologischer Fußabdruck? CL: Immer noch zu groß, aber ich arbeite daran und gleiche zumindest meinen gesamten CO2 Fußabdruck, inklusive den meiner Familie und der Firma zu 100% durch Ausgleichsprojekte  aus und bin damit faktisch klimaneutral (ein kleiner Trost). Hop Off

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July 21 2009, 1:12pm

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