Im Juli hat der neue Medien-/Werbung-/Plattform-/Kanalanbieter und Distributor Apple ein eigene Werbeplattform für das mobile web gestartet namens iAd. 17 Firmen haben sich bereit erklärt, vom Start weg mitzumachen. Einige haben sich zunächst zurück gehalten wegen der Ferienzeit, sodass eigentlich nur Unilever und Nissan im Moment über aktuelle reale Erfahrungen berichten können. Walt Disney, J.C. Penney und Citigroup haben vor wenigen Wochen erst begonnen loszulegen. Aber die Gründe für den schleppenden Start liegen laut Wall Street Journal etwas tiefer. Denn Apple begibt sich nicht nur im App Store verdächtig geheimnisvoll in die Position eines allwissenden Zensors, auch bei iAds fummeln die Mannen um Steve Jobs bereits auf der kreativen Ebene der Werbeproduktion kräftig mit, was nicht immer und jeder Agentur bzw. deren Kunden gut schmecken dürfte. Und so dauert die gesamte Produktion nun deutlich länger. Insider sprechen von einer Verlängerung auf 8-10 Wochen von der Konzeption bis zurfinalen iAd-Werbung. Abgesehen von den nicht abreißenden Diskussionen um die Zulassung von Apps im Apple App Store wird auch hier klar, was passiert, wenn jemand mit Kontrollzwang eine erfolgreiche Firma leitet: … Es gibt eben auf jeder Ebene sehr viel Kontrolle und den Endkunden vermittelt man das als Handlung zum Fördern von Sicherheit. Durch die aktuellen Probleme rund um Adobes PDF-Format und die AIR-Plattform und seine plattformübergreifende Anfälligkeit, wird der extreme Kontrollbedarf in Richtung Endkunden mit Sicherheitsbedürfnissen gut zu kommunizieren sein. Ob die Werbewelt ähnlich platten Argumentationen verfällt, bleibt fraglich. Ob Chanel seine iAd-Ambitionen wegen dieser Einmischungen aufgegeben hat, bleibt offen. Es könnte auch gut sein, dass die Franzosen auf Googles AdMob oder Millenial Media warten, um dort auf den mobile-ad Zug aufzuspringen. Ob es sich lohnen kann, mindestens ein Million Dollar auszugeben (dass ist das Startkapital um in den iAd Club aufgenommen zu werden), um eine Werbung zu platzieren, wo man durch Schütteln die Farbe des neuen Nissan Elektroautos ändern kann, wird die Zukunft zeigen. Das Zielen auf eine bestimmte Konsumentengruppe klappt auf jeden Fall, denn wer ein iPhone oder iPad besitzt, fühlt sich am Puls der Zeit und wird besonders offen sein für das futuristische Versprechen, dass Technologie das Leben lebenswerter macht. Wir sind gespannt, wie lange das anhält und welchen Preis Kunden und Firmen dafür zahlen. Das Armageddon wird eine weltweit kommunizierte metergroße Sicherheitslücke sein, die iPhones oder Macs kontrolliert oder gar zum Abstürzen bringt. An dem Tag wird die Apple Aktie um mehr als 30% fallen…
Lifestream » markt
iAds laufen ganz langsam an
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August 16 2010, 10:52am
Gartner: Hype Cycle Emerging Technologies 2010
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Besten Dank an @hemartin für den Hinweis auf den neuen HypeCycle EmTEch für dieses Jahr. Wie gesagt, es gibt einiges, was von Gartner kommt, was ich gerne verbreite. Die seltsamen Ergüsse neulich zur Arbeitswelt 2020 gehörten nicht dazu. Die Hypecycles sind schon interessant und Grundlage vieler angeregter Diskussionen.
Draufclicken hilft definitiv den Augen! Quelle: http://www.gartner.com
August 9 2010, 12:56pm
Rezension: Facebook – Marketing unter Freunden II
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Nach der ersten Rezension des Buches aus PR-Sicht, folgt nun eine Rezension unserer Leserin Beatrice Brenner aus Sicht des Marketing: Das Buch hat mir anhand von Zahlen, Fakten und Erfolgsstories erst klargemacht, welchen Stellenwert mittlerweile das Social Web und speziell Facebook haben.
Die rund 250 Seiten lesen sich leicht, flüssig und unterhaltsam. Wer sich wie ich, ständig verleiten lässt, auf der Facebook-Seite rumzuklicken, um das gerade Erfahrene auszuprobieren, schaut sich besser vor Lesebeginn das Inhaltsverzeichnis genau an. Die „Geheimnisse“, hinter die man selbst nicht kommt, werden in späteren Kapiteln nämlich meist aufgeklärt. Die Lektüre ist ein idealer Leitfaden für Einsteiger, Unternehmen und Marketingverantwortliche, die Facebook strategisch einsetzen wollen (siehe Seite 15). Die Autoren erklären zunächst das Prinzip des Social Web, bevor sie den Leser langsam darauf vorbereiten, selbst aktiv zu werden…
Gerade, wer Facebook in seine Marketingstrategie integrieren will, sollte die Anfangskapitel zum Verständnis wirklich aufmerksam lesen. Fehler, die andere gemacht haben, muss man ja selbst nicht wiederholen.
„Erfolg ist, wenn Controlling ihn nachweisen kann.“ Wie bei Google so finden sich auch bei Facebook Möglichkeiten zur Erfolgsmessung der Facebook-Aktionen. Geradezu unglaubliche ROI Zahlen von bekannten Unternehmen findet man auf Seite 156. Das ist absolut beeindruckend.
Ein bisschen sollte man sich schon auskennen in der Welt der Internet-Sprache und –Tools, denn die Autoren adressieren doch hin und wieder ein internet-technisch versiertes Publikum, das mit Fachbegriffe vertraut ist. Wer aber Ajax lediglich als Putzmittel kennt und mit RSS nichts anfangen kann, sollte sich am besten gleich ein Glossar anlegen. Das würde dem Buch übrigens ohnehin gut tun.
Als fleißiger XING-Nutzer bin ich an die XING-Menuführung und Funktionen gewöhnt und finde diese auch logisch. Da ich die sozialen Netzwerke hauptsächlich business-orientiert nutzen will, bin ich mit Facebook gar nicht klargekommen. Dass ein Mann meine Freundin sein kann, leuchtet mir einfach nicht ein. Dass mich eine wildfremde Person ohne Erklärung als Freundin hinzufügen will, ist gewöhnungsbedürftig. Das Buch der Holzapfels hat mir nun den Weg durch den Dschungel gezeigt und mir die Facebook-Philosophie näher gebracht. Endlich bin motiviert, für mich ein Profil und für meine Firma eine Seite anzulegen und Facebook auch für meine Kunden einzusetzen.
Die Autoren erklären die Idee, Funktionsweisen und Plugins von Facebook ganz locker anhand von Metaphern. Das macht Spaß zu lesen und man versteht das Ganze spielerisch. Ab Seite 166 geht’s los mit Kampagnen-Beispielen aus der Business-Praxis. Beschrieben werden Erfolgsstories von etlichen B2C Unternehmen und einer Klinik, die statt Krankheiten das Thema Gesundheit in den Vordergrund stellt. Endlich mal eine positive Darstellung der Arbeit eines Krankenhauses bzw. „Gesundheits“hauses! Zum Glück gibt’s dann auch noch ein B2B Beispiel. Die beiden Autoren sind mit ihrem eigenen Unternehmen auf Facebook unterwegs und plaudern fröhlich aus dem Nähkästchen. Genau darauf habe ich gewartet. Ich halte die Zielgruppe Endverbraucher im Social Web als leichter erreichbar als Business-Kunden und bin daher für dieses letzte Beispiel mit Anregungen sehr dankbar.
Zum Schluss weist uns eine kleine Facebook-Knigge darauf hin, was man tut und was lieber nicht. Auch das ist wichtig und spart Zeit, wenn man die Erfahrungen nicht erst selbst machen muss. „facebook – marketing unter freunden „ ist nicht als Handbuch zu Facebook zu verstehen, es liefert aber sehr hilfreiche Aufklärung und eine Konzept-Anleitung für die eigene Facebook-Strategie. Wenn ich mit meinem Business in der Web 2.0 Welt bestehen will, muss ich mir darüber in Klaren sein, dass ich mich auf Augenhöhe mit dem Kunden, Interessenten und Kritiker einlasse. Hier geht es um Beziehungsaufbau und Kommunikation und nicht um klassisches Marketingdenken.
Das Buch liefert viele Hinweise, Tipps und Anregungen für die Marketing-Kreativität in Facebook. Für mich ist es zum Arbeitsbuch geworden und ich habe mir eine Checkliste und einen Ideenpool angelegt für zukünftige Aktionen. Wenn ich mir die Trends und Voraussagen am Endes des Buches anschaue, wird klar: Social Web und generell Facebook lassen sich nicht aufhalten. Web 2.0 ist kein Hype, es ist neues Marketing. Auch hier gilt: statt Aktionismus zu betreiben, die Sache lieber mit einer gut überlegten Strategie und Zielsetzung angehen. Und genau dabei hilft dieses Buch. Beatrice Brenner ist Leserin von netzpiloten.de und freie Marketingberaterin mit einer sehr langen Berufserfahrung in allen Sparten und Branchen. Sie ist über ihre Website mbs-brenner.com zu erreichen.
July 7 2010, 12:02pm
Ein Herz für Erzeuger
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Viele Leute in der Medienbranche können sich nicht vorstellen, dass Nutzer bei kommerziellen Inhalte-Angeboten in großem Stil anfangen, freiwillig zu zahlen. Letztlich wird es die Zeit zeigen und so langsam haben wir ja auch mit Kachingle, Flattr & Co. immer besser geeignete Möglichkeiten, um solche Modelle zu erproben. Und wenn man irgendwann mal bei Facebook ein “Like” mit einem kleinen Geldbetrag verknüpfen kann, dann wird richtig Bewegung in die Sache kommen.
Fakt aber ist, dass die Idee des freiwilligen Bezahlens gar nicht so neu ist, wie häufig getan wird. Beispiele dafür gibt es viele. Beispielsweise gibt es von Netto seit August 2008 die Aktion Ein Herz für Erzeuger. Ich kenne das vom Einkaufen bei Plus (gehört zu Netto), dass dort die gleiche Milch in 2 Varianten angeboten wird. Der einzige Unterschied ist, dass die eine Variante 10 Cent mehr kostet, die an die Erzeuger gehen sollen. Wer diese unterstützen möchte, kann freiwillig 10 Cent mehr zahlen. Die günstigere Milch gleicher Art steht gleich daneben, sodass man wirklich von einer Freiwilligkeit sprechen kann.
Ich weiß nicht, wie erfolgreich diese Aktion ist, aber ganz erfolglos kann sie nicht sein: Unter der Dachmarke “Ein Herz für Erzeuger” bietet Netto Marken-Discount seit August 2008 fair gehandelte fettarme H-Milch an. Der Umsatzanteil der “Ein Herz für Erzeuger”-Milch liegt aktuell bei gut zehn Prozent des Gesamtumsatzes der Netto- Trinkmilch. “Das Angebot wird von unseren Kunden sehr gut angenommen”, bestätigt Franz Pröls, Sprecher der Geschäftsleitung von Netto Marken-Discount. Aufgrund der positiven Kundenresonanz hat Netto bereits im vergangenen Jahr das Sortiment von “Ein Herz für Erzeuger” um Kartoffeln, Schinken und um Mozzarella ergänzt. Seit April 2009 können Netto-Kunden zudem Eier im Sortiment dieser Dachmarke finden und mit dem Aufpreis von zehn Cent je Packung deutsche Landwirte unterstützen.
Natürlich weiß ich auch nicht, wie viel von den 10 Cent tatsächlich bei den Erzeugern ankommen. Aber das ist in diesem Zusammenhang auch nicht entscheidend. Wichtig an dem Beispiel ist, dass es zeigt: Viele Leute sind bereit, freiwillig ein Mehr an Geld zu bezahlen, wenn sie hinter einer Sache stehen und sie förderungswürdig finden. Warum also sollten die Leute nicht auch ein Herz für Inhalte-Erzeuger haben? Crosspost von leanderwattig.de
June 18 2010, 10:30am
Wie man eine Marke nicht aufbaut (Video)
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Ein herrliches Video, das zeigt, wie junge Existenzgründer mit durchgehechelten Präsentationen in das extrem schwierige Umfeld des strategischen Managements nicht eingeführt werden, liefert dieses Video. Als Beispiel für strategisches brand management dient der dynamischen, jungen Beraterin Google. Schöner wäre es gewesen, dasselbe mit social business zu erleben oder mit Sportschuhen oder gar einem twitter client. Aber offenbar möchte man dort Leute auf das Web 1.8 vorbereiten. Vielleicht hat man auch nicht das brand bubble Buch gelesen. Vielleicht kennt man auch nicht die neue Welt des knowledge flow…
Vor zehn Jahren wäre die Präsentation toll gewesen. Jetzt kann man sich nur wundern, warum immer alle hinter Gonzo Marketing zurückfallen. Selbst Seth Godin würde wahrscheinlich einen Lachanfall bei der Präsentation bekommen.
June 10 2010, 4:24pm
Hagel III: The Power of Pull (Video)
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Das mit Abstand beste Sachbuch des jungen Jahres kommt, wie sollte es anders sein, mal wieder aus den Staaten. In diesem Fall von dem Mann, von dem fast alle abschreiben, die wir als Webexperten kennen (Chris Anderson, Umair Haque, Kevin Kelly und viele mehr). Zusammen mit John Seeley Brown und Lang Davison hat John Hagel III The Power of Pull verfasst. Bisher ist sogar die Rezeption in den USA nur auf einer sehr oberflächlichen Ebene erfolgt, weil sowohl seine Analysen als auch seine Handlungsvorschläge die Curricula der Betriebswirtschaftslehre vor allen im postgraduierten Umfeld quasi zerstäuben. Ein Einführung in die Gedankenwelt des zurzeit besten Diagnostikers gibt es in diesem Video des Monats Juni:
Ich werde das Buch gerne rezensieren, lese es aktuell zum zweiten Mal, um nicht einen Satz zu verpasssen. Ist mir auch seit 5 Jahren nicht mehr passiert. Das mal als Vorabwürdigung. Man könnte sagen, dass Chris Andersons Free und die letzten beiden Bücher von Umair Haque ein Vorwort zu diesem Buch sind. Achja, wer es noch nicht weiß, Hagel III war derjenige der den SHIFT INDEX für Deloittes Center for the Edge erstellte. Wer den gelesen hat, kann sich sechsstellige Summen bei den stromlinienförmigen MBA-Absolventen der privaten Unis dieser Republik sparen und den Report hier runter laden. Wer den Bericht gelesen hat, bekommt einen Eindruck, welcher Unterschied zwischen einer guten Ausbildung und gutem Wissen besteht.
June 10 2010, 11:45am
Video: DAS INTERVIEW mit Steve Jobs (D8)
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Hier nun das lang erwartete Video des Interviews von Kara Swisher & Walt Mossberg mit Steve Jobs. Themen: HTML5 vs. Flash, Foxconn, Plattformen…
Quelle: allthingsd
June 7 2010, 5:01pm
Interview: Frank Rieger über Privatsphäre
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Während der diesjährigen re:publica haben die Netzpiloten ein Gespräch zum Thema Privatsphäre und verantwortlicher Konsum mit dem Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC) Frank Rieger geführt, der im Hauptberuf Geschäftsführer einer Firma für Kommunikationssicherheit ist.
June 4 2010, 10:00am
Das Geheimnis der Markenführung
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von Gavin Potenza Truth on the Brands
June 1 2010, 10:14am
Etsy vs. DaWanda: Kampf der Titanen
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Etsy und DaWanda – die beiden Anbieter stehen für Social Commerce: Während andere nur hier und da Elemente in ihre Shops einfügen, setzen sie voll auf die Kraft des sozialen Kaufens und Verkaufens. Das Konzept ist schnell erklärt: DaWanda und Etsy wollen dem Handwerker oder der Bastlerin von nebenan ihren eigenen Shop geben. Zugelassen sind ausschließlich selbstgemachte Produkte, Materialien oder Dinge aus der guten alten Zeit. Finanzieren tut sich dieser Service zum einen durch die Einstellgebühr: Jeder Verkäufer muss pro eingestelltem Artikel einen Betrag bezahlen. Etsy verlangt derzeit 20 (US-)Cents, DaWanda setzt auf ein abgestuftes System zwischen 10 und 30 (Euro-)Cents. Zum anderen gibt es eine Verkaufsprovision: 3,5 % des Verkaufspreises gehen an Etsy, DaWanda verlangt 5 %. Wer sein Produkt gerne auf der Startseite anpreisen möchte, findet dafür verschiedene weitere Preismodelle. Social Commerce als Nutzer: Shopping wie auf dem Bastelmarkt Beide Anbieter haben verfügen über sinnvolle Suchmöglichkeiten, z.B. über Farben. Etsy setzt dabei auf eine Flash-Anwendung, die zwar schick aussieht, aber wesentlich unpraktischer ist als DaWandas einfache Farb-Suchoption. DaWandas Geschenkefinder bietet über Schlagworte schnellen Zugriff auf beliebte Geschenkekategorien, und eine redaktionelle Auswahl (z.B. zur Fußball-WM) pusht entsprechende Produkte zusätzlich. Eingeloggte Nutzer können sich Produkte merken, ihre Wertschätzung über Herze ausdrücken oder Kommentare dazu abgeben. Apropos eingeloggt: Sowohl Etsy als auch DaWanda sind erfreulich datensparsam und begnügen sich mit Name, E-Mail und Passwort – die Adresse wird erst verlangt, wenn sie notwendig wird. Nach einem Kauf können einige Produkte durch Absprache mit dem Verkäufer noch individualisiert werden – zum Beispiel, um einen passenden Rahmen zu wählen oder den eigenen Namen auf die Tasche sticken zu lassen.
Produktseite von DaWanda: Kommunizieren trifft auf Kaufen Social Commerce bedeutet, den Nutzer zu Wort kommen zu lassen, und folgerichtig setzen Etsy und DaWanda auf eine Reihe von Social-Web-Elemente: Etsy bittet die Community an die Wahlurne, welches Geschenk wohl am besten für Muttertag geeignet sei; DaWanda lässt die Community als Geschenkeberater fundieren – wobei die Vorschläge naturgemäß nicht selten aus dem eigenen Warenangebot stammen. Social Commerce als Verkäufer: Mit dem Hobby das Sparschwein auffüllen Bisher habe ich vor allem die Features behandelt, die den Nutzer erwarten – aber Social Commerce ist keine Einbahnstraße, sondern erlaubt, sich einen eigenen kleinen Online-Shop zu erstellen. Dafür benötigt man zunächst einen Account, der dann in einem zweiten Schritt zum Verkäufer-Account umgemodelt werden kann. DaWanda merkt man an dieser Stelle an, dass sie auf den deutschen Markt spezialisiert sind: Es gibt eigene Felder für AGBs, Impressum und Widerrufsbelehrung, zudem wird zwischen privaten und gewerblichen Verkäufern unterschieden. Die Bezahlung der Gebühren läuft über Lastschrift (für deutsche Verkäufer) oder über PayPal bzw. Überweisung (für Verkäufer außerhalb Deutschlands). Etsy sieht man seine amerikanische Herkunft an – angefangen mit der Tatsache, dass für die Abwicklung der Gebühren zwingend eine Kreditkarte notwendig ist. Optisch lässt sich der Shop über ein Banner anpassen, weitere Gestaltungsmöglichkeiten gibt es jedoch nicht.
Einzelne Shops werden ausführlich vorgestellt, hier Etsy Die AGBs entsprechen weitgehend den Erwartungen. Eine Quelle von Missverständnissen ist, dass beide Anbieter es nicht erlauben, Gebühren zu umgehen – was strenggenommen bedeuten würde, dass die Produkte ausschließlich über die eine Plattform verkauft werden dürfen. Auf Nachfrage bestätigten jedoch beide Anbieter, dass damit lediglich gemeint sei, keine Links zu einem externen Online-Shop zu posten, bei dem keine Gebühren fällig werden würden – man darf seine Produkte also durchaus auf mehreren Wegen verkaufen. An wen richten sich Etsy und DaWanda? Die Zielgruppe von Etsy und DaWanda lässt sich am besten über typische Anwendungsszenarien erläutern. Eine Künstlerin, die ihre Gemälde oder Fotografiedrucke unter die Leute bringen möchte. Ein Handwerker, der nach Feierabend Schmuck oder sonstige schöne Dinge herstellt. Oder eine Bastlerin, die aus Filz Broschen und Taschen herstellt. Wer sich in solchen oder ähnlichen Beschreibungen wiederfindet, für den dürften Etsy und DaWanda die erste Adresse sein, um seine Werke einfach unters Volk zu bringen. Netzpiloten-Fazit Featuremäßig geben sich Etsy und DaWanda nicht viel – beide sind weit vorne, was Features für Nutzer und Verkäufer angeht. Wünschenswert wäre es, wenn es weitere Möglichkeiten gäbe, den eigenen Shop anzupassen – beispielsweise über eine eigene CSS-Datei. Wegen der einfachen Bedienung und der Anpassung an deutsche Gesetze hat DaWanda naturgemäß die Nase vorne. Etsy lohnt sich vor allem für Verkäufer, die explizit auf den englischsprachigen bzw. internationalen Markt drängen möchten.
May 31 2010, 10:00am
Was Sie schon immer über youtube wissen wollten…
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Eine umfangreiche Infografik zu youtube haben die Jungs von Website-Monitoring publiziert. Mehr nach dem
May 18 2010, 11:00am
Dann klappt’s auch mit der Million!
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Jetzt ist Schluß mit dem Kümmern unter einem Marketingstudium. Hier kommt der Wolfgang. So geht Millionär heute!
via @siswords Niemals nie aufgeben tun!
May 11 2010, 3:09pm
Interview: Digitales Publizieren für Autoren
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Ulrike Langer hat Leander Wattig zum Thema Digitales Publizieren für neue und alte Autoren befragt.
Leander Wattig über die Chancen des digitalen Publizierens from Ulrike Langer on Vimeo.
April 28 2010, 3:20pm
Agenda 2011: Geolocation & Marketing
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April 22 2010, 9:30am
Morgen wird ACTA veröffentlicht
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Morgen, am 21. April wird der erste offizielle Entwurf des Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) veröffentlicht. Dieser internationale Vertrag soll dann die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen weltweit vereinheitlichen. Diese Entscheidung zur Veröffentlichung trafen die Unterhändler u.a. auf Druck vieler Netzaktivisten bei ihrer achten Verhandlungsrunde in Neuseeland. Dazu die EU: “Es wurde bei dieser Verhandlungsrunde Übereinstimmung darüber erzielt, dass die Verhandlungen jetzt einen Punkt erreicht haben, wo die Veröffentlichung des Entwurfstextes dazu beitragen wird, eine endgültige, gemeinsame Position zu erreichen. Aus diesem Grund und wegen des Impulses, der dem Treffen entspringt, sind die Teilnehmer einstimmig übereingekommen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um den im Ergebnis der Diskussionen konsolidierten Text der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, der den erreichten Fortschritt dokumentiert.”
Dann sollen die vielen Kritiker die Möglichkeit erhalten endlich direkt am autorisierten Text ihre teils heftige Kritik am überbordenden Regulierungswillen innerhalb von ACTA detailliert zu formulieren. Ob bis Jahresende, wenn der Vertrag schlußendlich unterzeichnet werden soll, noch genug Zeit für profunde Diskussionen ist, bleibt fraglich.
April 20 2010, 8:10am
GENERATION TRASH
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Es ist soweit. Wir bringen den Müll nicht mehr vor die Tür, wir holen ihn uns direkt ins Haus. Wir leben ihn, feiern ihn, kleiden uns darin ein. Eine ganze Generation huldigt dem Trash. Trash-TV, Trash-Musik, Trash-Literatur, Trash-Design, Trash-Talk, Trash-Fashion Party-Trash, Trash-Kultur. Trash ist nicht Vintage, Used oder Second-Hand. Trash ist nicht Punk, Schlager oder Pop. Trash ist Trash. Der Trash hat nicht nur als blaue, grüne und gelbe Tonne den Sprung in die Postmoderne geschafft. Er steht ebenfalls für für ein geistloses, kulturelles Produkt, das sich in (un)gewollte, niveaulose Komik hüllt. Sein Markenzeichen: hauptsache billig, absurd und ordinär. Und quasi über Nacht allgegenwärtig. Wir versinken im Trash.
Bei einer so extraordinären Präsenz stellt sich die Frage: Warum jetzt? Warum in dieser Intensität? Ist es die pure Lust einer Generation von Spielkindern am Stil- und Knigge-Bruch in Sprache, Form und persönlichem Ausdruck? Oder tiefsinniger Verweis auf eine konstante Sinnüberladung selbiger, die sich in der Konsequenz nach Sinnlosigkeit und Kaputtem sehnt? Nach Barbie Ken, Karaoke und Wok-WM. Die Beweislage ist erdrückend. Selbst Kulturonkel ARTE zieht mit und adelt das Phänomen Trash mit einer eigenen Sparte: ARTE Trash: “Trash-Filme – kultig, strange, gruselig, fantastisch”.
Alexander Markus schwimmt und tanzt im Electrolore-Rausch mit riesigem Plastikglobus nach „Papaya“ und Stefan Raab verdient seine Brötchen mit „Wok-WM“ und singt dabei „Wir kiffen“.
Aber damit nicht genug. Möbel sind jetzt nicht mehr nur Möbel, sondern das neue Gerümpel der Zukunft. Ein durchgestyltes, aufgeräumtes Interieur gilt als antiquiert, als spießig. Trash ist das Feng-Shui der Gegenwart. Im Duden für Szenesprache findet sich „trashig“ in der Katgorie Lifestyle & Wohnen. Assoziationen sind hier Flohmarkt und Retro-Chic. Trash als Feng-Shui der Gegenwart. Soso. Und weil wir gerade so schön auf der Trash-Welle surfen, sind wir uns für nichts zu schade. Selbst der Braut Allerheiligstes, ihr Kleid, darf nicht weiss bleiben. „Neuer Trend: Trash the Dress.“ Natürlich haben mal wieder die Amis dieses Absurdum initiiert. Ein originelles Fotoshooting für Braut und Kleid. Braut auf der Baustelle. Braut an der Tankstelle. Braut im Matsch. Hauptsache schmuztig machen. Hauptsache Trash. Dank Louis Vuitton können wir uns sogar für ein paar kleine Dollar unsere eigene Designer-„Trash Bag“ leisten. Eine wasserabweisende Mülltüte mit Lederriemen und art-typischem Plastikzug. Für alle, deren Portemonnaie für den Label-Trash am Band zu schmal ist, geht es auch günstiger. Denn für den Trash-Look a la Lady Gaga braucht man nur „ein bisschen zuviel Selbstbräuner, freizüge Bondage-Outfits, Korsagen und Unterhosen über billigen Nylonstrümpfen.“ Hauptsache ordinär. Ist Trash der post-punkige Stinkefinger, der sich jetzt höher denn je gegen frisch gekehrte Bürgersteige und aufgeräumte Kinderzimmer hebt? Ist er offensichtliche, massentaugliche Revolution gegen Anstand und Niveau? Schafft der Trash, was der Punk nicht konnte, weil der Trash jeder Ernsthaftigkeit entbehrt und sich billiger und anstrengungsloser leben und verkaufen lässt? Und wann fängt es an, entsetzlich zu stinken? Bildnachweis: alviman
April 16 2010, 12:14pm
Selbst-Marketing 2.0 in der Flat World
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Bereits an anderen Stellen wurde versucht, die positiven Aspekte von “Marketing 2.0” herauszuarbeiten, aber machen wir uns nichts vor: Das bleibt ein ebenso zwiespältiger und ungemütlicher Begriff wie die untergründig verwandte “Ich AG” (“Unwort des Jahres 2002”). Es stimmt ja: Im Web 2.0 muss ich im doppelten Sinn Stücke von mir selbst preisgeben, um auf diesem neuen Markt mitspielen zu können. Das gilt nicht nur bei “Selbst-Vermarktung” im engeren Sinn, sondern auch dann, wenn ich im Web ein unpersönliches Produkt “vermarkten” will. Im Web muss ich dem Produkt dazu meine persönliche Stimme leihen, also ein Stück von mir selbst.
Die alte Trennlinie zwischen Privatperson und Profession gibt es nicht mehr. Das ist dann nicht so problematisch, wenn ich mich voll und ganz mit dem identifiziere, was ich anbiete. Das ist das untergründige Ziel in der Web-Ökonomie. Aber wie oft ist das in der Realität wirklich hundertprozentig der Fall? Die Krawatte und das Siezen waren in der alten Wirtschaft ja auch ein Schutz vor zu viel Vereinnahmung.
Trotzdem sollten wir Begriffe wie “Marketing 2.0” und “Ich AG” verwenden. Gerade deshalb, weil sie ungemütlich und schmerzhaft sind. Die Welt, in die wir da treiben, wird ja tatsächlich ungemütlicher, und auch das Web 2.0 ist keine Wohlfühlnische. Der beste Ratschlag für das hier nötige Selbstmanagement steht in “Die Welt ist flach”, Thomas Friedmans ebenso wichtigem wie zwiespältigem Buch. Er stammt von Marcia Loughry, einer alleinerziehenden Mutter und Sekretärin, die sich über viele Umwege auf eigene Faust zur IT-Expertin hochgekämpft hat:
“In der Flachen Welt musst du immer versuchen, ExpertIn für drei Felder zu sein. Das erste Feld ist das, was jetzt gerade dein Brot-und-Butter-Geschäft ist. Befasse dich dazu aus eigenem Antrieb möglichst intensiv mit einem zweiten Feld, das irgendwie mit dem ersten zusammenhängt. Und dann sollte es immer noch ein drittes, ganz anderes Feld geben: Da, wo du vielleicht irgendwann einmal hin willst. So. Und dann mach dir noch eins klar: Diese drei Felder bleiben nicht gleich. Sie werden sich permanent verschieben und verändern.”
Langweilig wird es dabei sicher nicht, und lebenslanges Lernen ist eine gute Sache. Aber für die meisten von uns bedeutet das auch Unsicherheit und Stress, materiell und psychisch. Das meint der Slogan “Mach es nicht selbst”, Refrain der aktuellen Tocotronic-Single. Auf dem Video tanzen gruslig grinsende Obi-Disneyland-Marketing-Tiere, bis sie am Ende in Flammen aufgehen. (Auch das ist natürlich ein Widerspruch: Die Band ist eine kollektive Ich AG von 40jährigen Postjugendlichen, die vom Do It Yourself-Ethos des Punk her kommt und jetzt davon lebt, Subversivität als Ware zu verkaufen. Dass sie das sehr genau weiß, ist gerade der Witz dieses Stücks.) Meconomy, Zombieconomy
Thomas Middelhoff, Mitglied des Marketing Alumni Münster e.V. (Ehemaligenverein der Marketingstudenten in Münster)
Wenn man das euphorisch beschreibt, in alter Marketing-Sprache halt, klingt das so: “Willkommen in der Meconomy: Wir machen unsere Hobbys zum Beruf und verlegen unseren Lebensmittelpunkt dorthin, wo wir am glücklichsten und produktivsten sind. Wir müssen uns als Marke positionieren, ständig dazulernen und Dinge, die wir nicht gern tun, an Dienstleister in fernen Ländern auslagern. Wir machen uns leichteren Herzens selbstständig, aber vor allem werden wir selbstständiger denken und fühlen. Es wird ein gutes, aufregendes und erfülltes Leben sein …”
Ungefähr so, wie sein Text hier klingt, sehen die Hochglanz-Homepage und die Marketing-Fotos des Trendsachbuch-Autors Markus Albers aus. Trotzdem kommt die Widersprüchlichkeit auch bei ihm zum Vorschein: Sein Buch ist nämlich gar nicht so eindimensional, wie es hier klingt, und seine Hintergrund-Interviews mit Jochen Mai (“karrierebibel.de – Jeden Tag mehr Erfolg!”) und Klaus Eck (pr-blogger.de), die er dazu im Web veröffentlicht hat, sollte man lesen (#, #). Albers, Mai und Eck machen digitales Marketing für gedruckte Bücher über Selbstmarketing 2.0. Bei ihnen allen spürt man dieses schwierige Gemenge aus Euphorie und leiser Verzweiflung, aus Selbstbefreiung und Verdammtsein zur dauernden Eigendynamik, die uns seit dem Platzen der Dotcom-Blase begleitet. (Darum ging es ja schon vor Jahren in Funny Van Dammens Song-Klassiker “Baut kleine geile Firmen auf”.)
Wichtig ist zu verstehen, dass das eben kein Privatproblem ist. In Friedmans “Die Welt ist flach” fühlt sich die gesamte Westliche Welt so wie die einzelne digitale Wissensarbeiterin. Es gibt permanente globale Konkurrenz, alles verändert sich schneller als man sich anpassen kann und plötzlich merkt man, dass es keine tragende Säule unserer Wirtschaft und Gesellschaft mehr gibt, die bei prüfendem Klopfen nicht entsetzlich hohl klingt. Da ist nirgends mehr vorwärtstreibende Energie und kaum noch Mehrwert, auf dem man ein Geschäft aufbauen könnte. Man spürt es auf der Cebit genauso wie bei der Autoindustrie, an den Universitäten und bei den Banken, bei den Telcos und beim Maschinenbau, in der Medienindustrie und in den Kaufhäusern.
Zombieconomy nennt das der Web-Ökonom und Harvard-Blogger Umair Haque. Überall zerfallen die Riesenfirmen, die im 20. Jahrhundert ein sicheres Leben für Zehntausende Angestellte und ein Vielfaches an Zulieferern garantierten. Die digitale Ökonomie ersetzt das nicht: Microsoft hat noch 93.000 Mitarbeiter weltweit, Google hat 20.000, die Weltmacht Facebook hat 1000. Auf der Plus-Seite der Job-Bilanz stehen nicht viel mehr als ein paar versprengte WissensarbeiterInnen vor ihrem Bildschirm im Home Office. Unser Unbehagen hat gute Gründe. Start me up
“Me playing Start Me Up from the Rolling Stones”
Wie weit soll man da selbst mitmachen? Wie sehr muss man sich selbst belügen, damit man der Welt mit dynamischem Erfolgslächeln begegnen kann? Bedeutet “Marketing 2.0” wirklich, dass man sich jeden Tag aufs Neue klarmachen muss: “Jeder Mensch ist eine Marke”?
Das ist ein Missverständnis. Die Meconomy ist falsch, weil sie nur die alte Idee von Marketing auf die neuen Verhältnisse überträgt. Das Marketing-Konzept der “Marken”, das sich seit den 1980er Jahren entwickelt hat, gehört ja selbst zur Zombieconomy. Gefälschte Prada-Taschen und egozentrische Lebensgefühl-Werbung gehören zur vergangenen Epoche, so wie “innovative Finanzprodukte” und rasende Luxus-Geländewagen in Schwarz mit getönten Scheiben.
Für die vogelfreie Selbständigkeit des Web-Zeitalters liefert ein anderes Schlagwort besseres Rüstzeug: Das Startup. Ein kleines Team zu allem entschlossener WissensarbeiterInnen findet sich zusammen und wird eins mit ihrem Projekt. Eigenbaumarkt, Dübeln statt Grübeln. Die neuen digital-vernetzten Medien geben allen die Produktionsmittel dafür in die Hand: Da hast du einen Computer, da hast du unfassbar mächtige Software, die fast nichts kostet, da hast du das Internet, mit dem du in Millisekunden Zugang zu allem Wissen und zu allen Leuten hast. Jetzt mach was damit.
Schon im Blasenjahr 2000 war “Startup” die Zauberformel, aber damals dachte man in Deutschland bei “Medien” nur an Marketing. (Beim Cebit-Startup-Contest in diesem Jahr war das immer noch so.) Lauter windige kleine digitale Werbe-Firmen, die niemand brauchte, schossen aus dem Boden. Ein Pixelpark, der ebenso schnell wieder verschwand, wie er gekommen war. Nun ist es zwar so, dass auch die Profitabilität der vielen winzigen neuen Web 2.0-Startups durchaus umstritten ist, aber trotzdem ist die Situation ganz anders: Die neuen Firmen bauen kleine Software-Applikationen. Da geht es um Nutzererfahrungen (“User Experiences”): Entweder wird die jeweilige Web-Software benutzt, oder eben nicht. Entweder gibt es Netzwerk-Effekte, oder eben nicht. Viel Geld wird damit in den seltensten Fällen verdient, außer es gelingt, das als kleinen Baustein der neuen Web-Infrastruktur an Google zu verkaufen. Aber die Zombieconomy hat ja auch kein “Businessmodell” mehr.
Von solchen Software-Startups kann jede/r lernen: Wie man eine Idee findet und herausarbeitet, wie man sie Schritt für Schritt möglichst zielgenau umsetzt. Und weil das offen im Web stattfindet, das zugleich der Markt ist, ist diese Umsetzung eigentlich schon fast alles, was man an Marketing braucht. Genau das haben Firmen wie 37 Signals (hier ihr empfehlenswertes Startup-Handbuch), Flickr, Twitter und nicht zuletzt Google selbst vorgeführt. Die Deutschen scheinen sich damit eher schwer zu tun. Ein lediglich auf Web 2.0 geschminktes Zombie-Marketing erkennt man dagegen leicht daran, dass schon wieder Werbetexte und leer lächelnde Fotomodell-Gesichter an die Stelle von Software-Code und minimalistischem Interaktions-Design treten. Mach es zu deinem Projekt (#) “Marketing 2.0”, richtig verstanden, ist also öffentliches Engagement für ein Projekt, mit dem man verschmilzt – aber nicht ohne Distanz zu sich selbst zu bewahren. Startup-Gründer aus dem Silicon Valley geben jederzeit eine Projektidee wieder auf, in die sie vorübergehend 120% investiert haben. Es ist eine Versuchsanordnung. Das heißt, auch in der Ich AG ist die Person nur der Ideenträger. Diese Idee muss man entwickeln. Es ist also eigentlich immer nützlich, so zu tun, als sei man ein Web 2.0-Start-up, und dabei von den Besten zu lernen.
Als Erstes musst du dir dein Projekt selbst verkaufen. Du stehst dir also selbst als Risiko-Investor gegenüber, der in die Zukunft eines sich abzeichnenden Geschäftsfelds investiert: Ist das meine Zeit und Energie wert? Dazu brauchst du vor allem einen Pitch. Also eine “Anpreisung” deiner Idee, deines Produkts, deines Projekts, auf den Punkt, nicht länger als 15 Minuten. In den USA machen sie eine regelrechte Kunstform daraus. Die beste Form dafür ist eine kurze Präsentation: 10 bis maximal 20 Folien, auf denen alles Wesentliche steht. Idealer Weise kann man das auch mündlich vortragen, schwungvoll und klar.
Es gibt viele Vorlagen für Start-up Pitches. Ein guter Anfang ist Guy Kawasaki’s berühmte Slideshow mit zehn Tipps “for Anybody starting Anything”. Auf Slideshare gibt es eine ganze Menge von konkreten Anleitungen, die hier z.B. ist recht gut. (Alle in Englisch: bezeichnend für die deutsche “Gründerkultur”, die geprägt ist von Bürokratie einerseits und billigem Selbstbräuner-BWL-Marketing andererseits.) Ich selbst habe mir eine etwas pragmatischere Vorlage gebastelt, die ich für jedes wichtigere Projekt verwende ( Slideshare, auch zum Download):
Ein paar Folien für den Start von fast Allem. Wenn man das aufgeschrieben hat, ist das im Grunde bereits das Marketing-Konzept. Man kann von anderen nicht Geld, Aufmerksamkeit oder Engagement für irgendwas fordern, wenn man nicht diesen Pitch selbst immer schon klar im Kopf hat. Ja, man kann das Projekt nicht einmal erfolgreich durchführen: Auf diese Weise kann man immer zum Substanziellen zurück, wenn man sich mal wieder verirrt und zerstreut hat. Es ist ja unfassbar schwer, eine Idee in mehreren Köpfen so verankern, dass alle einigermaßen über dasselbe reden. Und das gilt nicht nur bei kollaborativen Projekten. Es ist erstaunlich, wie ungenau man selbst gerade über das denkt, was man am Besten zu kennen glaubt. Den ganzen Schwurbel rund um”Marketing” und “Business” abzuschneiden und aufzuklären, das handhabbar zu machen für Leute wie du und ich: das ist nicht die geringste Leitung der Web 2.0-Kulturrevolution. Bildnachweis: Wikipedia, Lindner, HTW Berlin
Dieser Beitrag erschien im Rahmen der Lindner 2.0-Kolumne für das Blog des eVideo-Projektes der HTW Berlin. eVideo beschäftigt sich in 6 ESF-geförderten, informalisierten Weiterbildungskursen mit verschiedenen Themen, um die Durchschlagskraft des Web 2.0 für die moderne Kommunikation zu erkunden. Im Wintersemester 2009/2010 sondierten die Beteiligten die Wirkungsgrade für “Marketing 2.0″ – im Sommersemester konzentriert sich das Projekt auf “Identität 2.0 – Leben im mobilen Zeitalter”.
April 9 2010, 10:00am
Palmöl: Greenpeace vs. Nestlé
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Da waren sie wieder meine drei Probleme: Konsum, Aufklärung, Kommunikation (KAK). Was war passiert? Nestlé hatte beobachtet, wie Greenpeace andere Großkonzerne (Unilever oder Kraft) wegen Palmöl an den Pranger stellte wegen deren lascher Einkaufspolitik in Bezug auf Palmöl. Beide haben reagiert. Denn die letzten Regenwaldreste in Indonesien werden aktuell von einem Konzern namens Sinar Mas gerodet, um dort Palmölplantagen für den unstillbaren westlichen Hunger danach zu stillen (Biodiesel, Spülmittel, Seifen, Süßigkeiten etc.). Und das dort mitnichten mit lokal verantwortlichen, nachhaltigen und biologisch wertvollen Bandagen gearbeitet wird, haben einige von uns schon in dem einen oder anderen Bericht im TV gesehen. Was ist also anders im neuen Fall?
Im vorliegenden Aufreger, wird der Schweizer Nahrungsmittelriese per vimeo- und youtube-video auf eine perfide Art zum Mörder von Orang-Utans gestempelt. Das perfide daran: Es wird mit klassischen topoi gearbeitet. Kleine unschuldige Waldwesen werden von kleinen unschuldigen Schokoladenriegeln entbeint. Man könnte nun denken, dass sich daran nur diejenigen stören, die dieses Videos zu Gesicht bekommen – also die bereits Bekehrten. Das sind bei den Greenpeace-Videos selten viele Zuschauer. Denn wir als aufgeklärte und vollkommen reinrassige Intelligenzbestien wissen doch schon längst, dass ein großer Teil unseres Wohlstandes auf den Schultern der Natur, armer Leute im Weit-weit-weg-Land bzw. im sweatshop um die Ecke basiert. Aber der Schokoriegel hat eine Fanpage bei Facebook. Und dort wird ein wenig Stunk gemacht, was den Nestlé-Leuten nun gar nicht schmeckt. Man möchte eine Stellungnahme. Denn auf der eignen Produkt-Fanpage darf man nicht hinweisen auf so ein tendenzielles Schundvideo, das Erholungspausen-Assoziationen mit abgetrennten Affenfingern konnotieren will. Also versucht man einen Stop der Verbreitung des Videos zu erwirken. UND genau an dieser Stelle kommt das Web ins Spiel: denn mit dem aufgeklärten Reflex, dass alles, was verboten ist, die Freiheit und das Wohlergehen des Menschen stört, stürzen sich die netizens auf den vermeintlichen Videoverbieter. Dadurch wurde die Verbreitung des Video in unvorstellbare Höhen katapultiert. Leute, die es sonst nie gesehen hätten, erfuhren, das ein böser Konzern ein aufrüttelndes Video über seine unverantwortliche Einkaufspolitik (mit dem geringsten Einsatz den maximalen Gewinn erzielen) verbieten wollte bzw. dessen Verbreitung behindern. Es existiert auch noch eine zweite Version, die nun mit Nestlés Presseveröffentlichung im Nacken entstand, dass man zukünftig nur noch Palmöl aus seriösen Quellen kaufen würde erarbeitet wurde.
Das Greenpeace seinerseits mit dem geringsten Aufwand einen maximalen Bekanntheitsgrad erreichen wollte, nennt man campaigning. Das Nestlé mit billigen Rohstoffen mehr Gewinn erzielen kann (Palmöl aus nachhaltigen Quellen ist selten und teuer) nennt man das Wirtschaftlichkeits- oder Minimalprinzip. Beide Organisationen nutzen also bei der Durchsetzung ihrer Zielvorgaben mit denselben Mitteln. Bei den Einen ist das verwerflich und bei den anderen ist es eine gute Sache. In der Kommunikationswelt wurde lange über das Video, den Einsatz des Social Web (Facebook) und die reale Krisenkommunikation von Nestlé diskutiert. Wer die vielen Fälle studiert hat, die Greenpeace angeprangert hat, der könnte wissen, wie man sinnvoll mit diesen selten haltlosen Vorwürfen umzugehen hat. Denn kritischer Konsum kann viele Probleme dieser aus den Fugen geratenen Welt in harmonische Bahnen lenken. Ich befürchte nur, dass es bei den Konsumenten nicht ankommt. Der allergrößte Teil der bösen Terroristen, hemdsärmeligen Weltverbesserer, fanatischen Fundamentalisten und brutalen Schläger kommt aus einer Welt des Mangels. Zumeist liegt das daran, dass deren Eltern Probleme hatten zu geben: Zuneigung, Nahrung, Gemeinschaftsgefühl, In-der-Welt-willkommen-sein…
Wenn diese Leute nun von diversen Organisationen lernen, dass man mit minimalem Einsatz maximale Aufmerksamkeit bekommt, dann greifen sie zu Mitteln wie Amoklauf, Terror, Gewalt. Denn die Täter erhalten immer mehr Aufmerksamkeit als die Opfer. Insofern ist das Video von Greenpeace eine zulässige Wahl der Waffen, indem die unsichtbaren Opfer unseres Konsums gezeigt werden. Die Frage ist, ob wir es uns leisten können, weiterhin auf dem Wirtschaftlichkeitsprinzip ein Gesellschaftssystem aufzubauen. Denn die Folgen sind vielfältig. Und der Fokus auf Teilaspekte der menschlichen Existenz wie Konsum oder Religion gebärt eine Krankheit, die man im Rahmen der Arbeitsteilung erst in den letzten Jahren als Pferdefuß der seriellen Produktion erkannte: Wenn man Experte in einem Gebiet ist, wird man in demselben Maße wie die Expertise dort zunimmt zum Pflegefall in allen anderen Wissensgebieten. der Blick für das Ganze in dabei nur wieder der vermeintliche Rückschritt, indem man in Theorien wie der Systemtheorie oder dem Konstruktivismus versucht, eine aufgeklärte Form der monolithischen Einheitstheorie zu postulieren. Der Lumannsche Dreischritt aus Informationswahl, Kommunikationsangebot und Verständnis (interne Verarbeitung) basiert nur wieder auf dem dummen Mißverständins von Descartes “cogito ergo sum“, dass wir in einem Dualismus aus Innen- und Außenwelt gefangen sind. Diese uralte Theorie, die auch den buchbesitzenden Religionen als Gott-Mensch-Dualismus innewohnt ist Ursache und Lösung des Problems Minimalprinzip.
Wir sind nicht geteilt in Leib und Seele oder in äußere Wahrnehmung und innere Verarbeitung. Die Begriffe, die wir uns von der Welt machen umfassen nur Einzelaspekte. Wenn wir diese Teile der Lebenswelt als Begriffe analytisch abstrakt getrennt haben, um sie anderen mitzuteilen, dann werden sie zu eigenständigen Botschaftern für einzelne Teile unserer Lebenswelt. Wer glaubt, dass sie auch Teil des Seienden sind, der verkennt, dass wir Begriffe wie Äpfel, Affen, Mehl, Büsche, Wasser und Symmetrie nie in einen Topf tun dürfen. Symmetrie ist Teil eines abstrakten Gedankens, der auf die Lebenswelt angewandt wird. Symmetrie kommt nicht aus derselben Kategorie wie Äpfel, Affe, Mehl und Wasser. Es ist ein synthetischer Begriff, der auf Ideen von der Welt beruht. Ideen kann man viele haben. “Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen”, erklärte einst ein Bundeskanzler unter dem die Verschuldung des Staates erstmals atemberaubende Ausmaße annahm. Es ist genau andersherum richtig. Wir brauchen Visionen, um das Minimalprinzip aus der Gedankenwelt der Ideen mit dem uns unbekannten Lebensprinzip auf dieser Welt in Einklang zu bringen. Mit so einer Vision hat sich bisher noch keine Ideenschmiede bekleckert. Das mag vor allem daran liegen, dass wichtige Gedanken selten geschrien werden. Es kann auch daran liegen, dass die 7 Milliarden für die Protonenschießanlage nahe Genf der lebenden Menschheit fehlen beim Bewältigen 200 wichtigeren Probleme. Eines davon ist die mangelhafte Vereinbarkeit des Minimalprinzips der Wirtschaft mit der Biosphäre, die wir Natur nennen. Und ich glaube auch nicht, dass die anderen 7 Milliarden für die Raumfahrtprogramme da besser helfen. Aber für viele Menschen ist einfacher vorstellbar, 7 Milliarden und Hunderte Physiker zu bezahlen, um die Idee der Zukunft mit Leben zu füllen, als heute auf einen Teil der Gewohnheiten zu verzichten. Wie sollte Mangel Teil der Zukunft werden. Das hatten wir in der Kindheit. Da sind sich fast alle einig, dass sie in der Kindheit zu kurz kamen. Das will man als Erwachsener ausgleichen mit mehr Fahrten nach Kitzbühel, zum Fitness und zum Lieblings-Italiener. Dort wird übrigens auch überall Palmöl verbraucht.
Bildnachweis: mzacha
March 31 2010, 10:00am
Das Web 2020 – more tinsel
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Wer als Berater 4000 € und mehr am Tag erlösen will, der muss schon mit Lametta um sich schießen. Das tut man heutzutage nicht mehr mit einem MBA, einem Doktortitel und sechs Auslandssemestern in drei Ländern. Solche Leute arbeiten zu Hunderten in unzähligen Praktikumsstellen in Berlin und Hamburg. Sogar einige Firmen in München können sich noch Praktikanten leisten. Zumindest die Forschungsabteilungen der großen Automobilfirmen und die Pharmaunternehmen, die mittlerweile immer mehr günstige Werkdoktoranden und junge High Potentials mit Werkverträge auf Distanz halten, bis die endlich im Ausland verschwunden sind. Da verwundert es nicht, wenn die strategischen Berater dieser Welt mit derselben vita sich mit abenteuerlichen Ideen hervortun müssen. Das “Web 2020″ passt ins Beuteschema. Wer auf breitband im deutschlandradio am letzten Samstag (siehe bei den Linktipps von heute) dem Vorsitzenden der Enquète-Kommission für das Internet lauschen durfte, der versteht, warum wir Berater brauchen. Denn Politiker und Entscheider können heutzutage vor lauter Entscheidungen nur noch überblicken, welche Personen sie als geeignet betrachten, sie zu beraten. Warum Expertise? Es gibt doch externes Denken. Denn offenbar kommt Expertise von extern. Die Berater sind im schlechtesten McLuhanschen Sinne zum Exoskelett der Entscheidungsebene mutiert. Inhaltlich ist da offenbar ein großes Vakuum im Bereich strategisches Management. Offenbar auch ein Grund, warum aus Deutschland beispielsweise seit SAP und Software AG nix global Besonderes mehr in Sachen Web und IT kam. Abgesehen von all den Grundlagenforschungen, die für dreifuffzich ins Ausland verhökert werden von lächerlich unterbelichteten Spin-offs der Unis, die regelmäßig bei den Lizenzverhandlungen mit asiatischen und amerikanischen Firmen übervorteilt werden. Zum Thema: Nun also hat so ein 4000€-Tagessatz-Berater tacheles gesprochen zum web2020 – auch noch im Manager Magazin.
Roman Friedrich, Telekommunikationsexperte der Unternehmensberatung Booz & Co stand dem manager magazin Rede und Antwort um auf diese Weise eine Studie zu propagandieren. Und da es seit circa zwei Jahrzehnten offenes Geschäftsmodell aller strategischen Berater ist, den Firmen den Weg von der Forschung zum Markteintritt zu begleiten, erkennt Friedrich auch, dass es im Webzeitalter besonders für Telkos besonders wichtig ist, die Dauer des time-to-market zu straffen. Präzise und konkret, wie die Berater nun mal sind nennt er als besonderes Hilfemittel neue Innovationsmodelle. Nun, wer Michael Schrages Bestseller Serious Play – in den USA der Oberburner des Jahres 2000 – gelesen hatte, der wird verschmitzt lächeln über all das Szenariengefasel was sich an solche einleitenden Wort von Strategiebratern anschließt. Sogar auf Change Management in der Organisation weist er hin. Das klingt fast radikal – so noch nie gehört vorher. Ähem. Aber es kommt noch vieeel besser: Denn bei den Boozianer kommt was Neues auf die Welt zu. Nach den Generationen X, Y und Z kommt nun die Generation… ? Raten Sie mal. Richtig. Die Generation C. C steht für “connect, communicate und change“. Ja, liebe Kinder und Kinderinnen das kommt auf uns zu. Das Lebensgefühl und Weltverständnis dieser Generation wird sich durch Telekommunikation, moderne Endgeräte und damit verbundene soziale Trends völlig verändern. Das ist wohlgemerkt keine Science-Fiction, sondern basiert auf der Fortschreibung bereits heute existierender technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen. Ich hatte schon gedacht, dass der Satiriker, der die Texte für Matthias Horx schreibt, ein ausgesuchter Misanthrop sein muss, dass er die Zukunftsforscher mit dieser Kunstfigur so im Fernsehen diskreditiert. Aber derjenige, der die Texte für Herrn Friedrich schreibt, muss eine andere Motivation für solche Sätze haben. Wer so einen Quatsch öffentlich in ein Magazin für Manager schreibt, der muß entweder deren Intelligenz radikal unterschätzen oder sich über sie lustig machen. Ich könnte ja noch verstehen, wenn so etwas ein Marketingfuzzi seinem Abteilungsleiter als Notiz unter die slide zum “mobile web” schreibt für die Sales-Präsentation. Aber ein Strategieberater? Kaum haben sie mal eben DIE Telekomunikation in Gänze, das Endgerät an sich (ist damit eigentlich historische Finalität gemeint?) und zukünftige soziale Trends ohne weiteren Kontext oder Sinn in einem Satz aufgezählt und als evolutiven Schritt der Gegenwart postuliert, da krachen auch schon die ersten Buzzwords aus dem wolkenverhangenen Himmel voller zerbeulter Geigen. Denn auf die Frage des Journalisten (?) des mm, ob virtuelle Realität im Rahmen von augmented reality überhaupt realistisch werden könne, antwortet der Hohepriester der Telekommunikation: In Zukunft werden beispielsweise Navigationssysteme wesentlich intelligenter sein. Sie zeigen nicht nur stupide den Weg zur eingegebenen Adresse, sondern liefern auch aktuelle Informationen über freie Hotelplätze in der Nähe, über geeignete Abendveranstaltungen oder lokal verfügbare soziale Kontakte. Das alles ist im Prinzip heute schon technisch möglich. Tatsächlich, das ist heute schon in Navis möglich, manche konnte das sogar schon vor zwei Jahren, aber was hat das mit AR zu tun? Doch in Zukunft werden derartige Informationen dank hoher Bandbreiten und Prozessorgeschwindigkeiten noch viel schneller und automatischer abrufbar sein. Damit wird die Realität des Internets quasi in die menschliche Wahrnehmung integriert. Ach so, AR wird also erst möglich, wenn man mehr Bandbreiten und schnellere Prozessoren hat. Und ich dachte schon, dass man schnelle Bilderkennung, Echtzeitbild/videokompression und vor allem riesige Datenbanken mit noch riesigeren Metadatenlisten braucht sowie sehr kundennahe Geschäftsmodelle. Aber Booz macht das einfach mit leistungsfähigerer Hardware. Hut ab. Ein tolles Unternehmen mit wertvollen Tipps. Und nun kommt nach der einsame Satz zum Thema Soziale Netzwerke. Warum sollte man diesem Nachfolger der Massenmedien, der schon jetzt Hunderte Journalisten pro Jahr arbeitslos macht überhaupt noch mehr beachten. Deshalb also nur dieser eine Satz des Spezialisten. (Wissen die eigentlich, dass die Carrier selbst auf den Contentmarkt wollen oder zumindest per die Weiterleitung des Contents sich hübsch bezahlen lassen wollen von den Verlagen?). Ein Vertreter der Generation C wird seinen virtuellen Freundeskreis über das mobile Internet überall hin mitnehmen, und die Kontaktfrequenz wird erheblich zunehmen. Naja, warum soll man dieses Soziale Dingsbums vor dem Milliardäre wie Springer, Burda und Mohn zittern überhaupt weiter und tiefer eruieren. Die nehmen gerade Google kleine Teile des Werbemarkts weg. Woher soll man den jetzt schon wissen, dass die fünf Jahren Google entthront haben und die andere Hälfte es Werbemarkts auf sich vereinen. Und her bastelt der Friedrich dann auch den Gedanken hinter Googles goggle mit ein und verweist auf AR als Einkaufsführer und recommendation engine per facebook und Konsorten. Und dann kommt die uralte Telemedizin wieder zum Vorschein. Friedrich exhumiert das Thema ehealth ausgerechnet mit lokalen Sensoren, die die Werte des Körper direkt ans Krankenhaus senden. Eine Technologie die bereits erfolgreich seit Ende Neunziger – ich erinnere noch die nets AG – eingesetzt wird. Aber es passt zum gesamten Eindruck des Zukunftsvision von Booz. Den Managern soll aktuelle Technologie, die ausgereift und marktfähig ist als Zukunft verkauft werden. Wer solche Berater hat, wird in den nächsten Jahren sicher erfolgreich sein mit der Technologie von heute. Ich verstehe nun, warum die Asiaten dem LCD-Monitor zum Erfolg verholfen haben, warum MP3 durch peer-to-peer weltberühmt wurde und warum viele andere revolutionäre Kompressionsverfahren und vieles mehr von ausländischen Firmen in Milliardenumsätze umgewandelt wird. Es ist wie bei der deutschen Politik. Zunächst machen wir einen Plan. Dann überlegen wir, was die anderen planen und zum Schluß holen wir uns Berater. Wenn wir dann diesen bewährten Ansatz der strategischen Planung bis zum Exzess der Informations- und Datensammelei gebracht haben, stellen wir fest, dass unsere Produktentwicklung noch in der Zertifizierungsphase steckt. Wenn die abgeschlossen ist, dann kommen die time-to-market-Optimierer und erzählen uns, was mittlerweile Sache ist. Da wir gemerkt haben, dass unser Produkt zu veralten droht, hören wir uns an, was sie uns von der Gegenwart Zukunft erzählen und entwickeln wie bisher weiter. Immer schön mit langer Analyse- und Planungsphase und bloß keine Geschäftsfeldanalyse machen. Dann sind wir rechtzeitig auf dem Markt, wenn die Asiaten die zweite Produktgeneration der Technologie auf den Markt werfen, die wir gerade vorstellen wollen. Wie sie an die Infos gekommen sind? Nun, Diplomarbeiten werden in Firmen geschrieben. Das wissen die Anderen. Man muss nur wissen, wieviele Lohnsklavendenker Diplomanden in welchen Firmen in den R&D-Abteilungen sitzen. Solche Arbeiten werden doch immer veröffentlicht. Da steht alles drinnen. Böse Firmen nutzen die sperrangelweit offenen Datenbanken vieler Firmen, die zwar ihre Applikationen mit Kerberos und Single-SignOn absichern, aber ihre Datenbanken jedem halbwegs Eingeweihten zur freien Verfügung lassen. Das gilt vor allem für die großen Oracle-Farmen auf denen die Archive, SAP und ähnliches ihre Inhalte ablegen. Aber im Kern liegt es nicht an den mangelnden Sicherungsmaßnahmen sondern schlicht an teuren Experten, die Dinge herbeiphilosophieren, die längst vorhanden und im Markt sind und das Ganze als Zukunftsstudie verkaufen wollen. Wie gesagt: Es gibt Zeugnisse der Armut und Armutszeugnisse. Ich weiß noch nicht, ob ich die Berater gebasht habe oder die Manager, die solche Leute Ernst nehmen. Ich überlege noch…
Manchmal, aber nur manchmal… haben Firmen auch ein bißchen Relevanz gern. Dazu müsste man natürlich auch mal feststellen, was aus der Vergangenheit – also der Firmentradition unabweislich nicht auf den Prüfstand gehört, weil sich alle einig sind, dass es wirklich klasse ist. Dazu muss man erstmal das kleine Wörtchen ALLE ausdifferenzieren. Wer das tut, kann Erstaunliches herausfinden, denn das bloße Wort stakeholder kann Überraschungen enthalten und sehr viel kostbares Wissen. Wenn man die darin zusammengefassten Personen zu Wort kommen läßt und zuhört. Denn auch blindes, evolutionäres Strategiemanagement à la Google nach dem St.-Florians-Prinzip ist auch kein totaler Erfolgsgarant, wenn man vor lauter PS-Protzerei das Profil auf den Reifen vergessen hat.
Bildnachweis: cohdra
March 30 2010, 10:00am
Social Media Broadcast
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Eigentlich widerspricht das Broadcastmodell der Idee von Social Media, dass man einfach eine Nachricht in 1000 Kanäle bläst. Eigentlich widerspricht der Ansatz von social media überhaupt dem aktiven Verteilen einzelner Botschaften an viele, denn die Nutzer sollen selbst dafür sorgen, dass sie das Verteilen übernehmen. Das tun sie natürlich nur, wenn sie den Inhalt verteilenswert finden. Aber die Marketeers wären nicht auf der Welt, wenn es nicht für alles ein Werkzeug gäbe, und so haben sie die Social Media Management Systems ins Leben gerufen. Jeremy Owyang (Altimeter Group) stellte sie am Freitag auf seiner Seite vor; einige Bekannte sind da vertreten aber auch neue Player.
Hier seine kleine Liste: Liste der Social Media Management Systems (SMMS)
Social Marketing Hub (Awareness Networks) bereits großer Player im Geschäft, der eigene Tools für Facebook, youtube, flickr und Twitter anbietet CoTweet (Exact Target) ist das Tool, was fast alle PR-Agenturen nutzen, die für mehrere Kunden twittern bzw. alle tweets in deren Namen auswerten Distributed Engagement Channel (DEC ) Content publizieren, tracken und beobachten und Performanceberichte KeenKong Natural Language Processing für twitter und facebook – cool aber nur für englischsprachige Länder sinnvoll. MediaFunnel Facebook und Twitter werden über verschiedene Rollen und Workflows bedient und überwacht. Objective Marketer Diese hier sind mit Social Media Kampagnen und deren Überwachung dick im Geschäft. Was Kamagnen im Social Media bEreich sollen ist mir schleierhaft… SocialTalk Twitter, Facebook, WordPress und MoveableType werden hier bespielt und überwacht – wieder mit Workflow und diversen Planungs/Kontroll-Tools SpredFast Noch einer mit Collaborative Campaign Management und Planungs/Kontroll-Tools für den social stream Sprinklr Owyang hebt hervor, dass deren Website empfiehlt, die Tools zunächst zum Zuhören (Beobachten) einzusetzen und dann erst zum Verteilen. Klingt irgendwie…na…1000-Mal-gehört, ja das war’s Vitrue: Diese hier können auch mit Facebook und Twitter und haben Planungstools UND können sogar mehrere Seiten bei Facebook bespielen, indem sie sie verbinden…
Ich werde das Ganze weiter beobachten. Es scheint schon jetzt der eigentliche Gedanke des uralten cluetrain in Klump gehauen zu sein. Ein Glück, dass es noch Gonzo Marketing gibt, aber wer hat das schon gelesen. Also wird nun die Social Media Trommel malträtiert bis das Fell reißt oder die Stöcker zerbrechen. Ich gestehe, dass ich es kaum erwarten kann, bis die Karawane weiter gezogen ist…
March 22 2010, 10:30am
SXSW-Konferenz: Google und China
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Google wird sich aus China zurückziehen, meldet die Financial Times. Dieser Schritt ist dem Konzern nicht leicht gefallen, nötig war er aber allemal. Warum das so ist, erklärt der in Peking lebende Autor Kaiser Kuo auf der Web-Konferenz SXSW.
March 15 2010, 12:30pm
Bald Werbefrei: Soziale Netzwerke
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Es geistern viele Experten durch die Welt. Das ist beim Thema Internet oder präziser Web nicht anders. Nicht wenige meinen, dass diejenigen, die die wahren Experten sind gerade Millionen mit diesem oder jenem Thema verdienen. Das ist ein ähnliches Prinzip wie bei den Lehrern und Professoren: Wer es verstanden hat, der forscht oder gründet eine Firma, wer noch dabei ist, es zu verstehen, schreibt eine Promotion und/oder landet im Lehrerkollegium und wer nichts wird, wird eben Berater.
Anläßlich der webciety und ihren seltsamen Diskussionen um die Monetarisierung von Webdiensten vulgo Social Media Marketing wurde aus den Zweifeln ein veritabler Unglauben. Wenn man bedenkt, dass angesichts der neuesten Zahlen Soziale Netzwerke wie facebook und wer-kennt-wen als der Anlaufpunkt für alle Menschen zwischen Hongkong und Ougadougu, zwischen 16 und 61 gepriesen werden, dann kommt einem das vor wie eine Kirche voller Kerzen zum Lobpreisen dieses Unglaubens. Einen ganzen Dom hat bei mir die Tatsache errichtet, dass an dritter Stelle stayfriends und SchülerVZ stehen. stayfriends? An dritter Stelle? Ist das nicht diese Plattform wo man alle 8 Wochen eine Mail bekommt, dass ein Peter Ugenhöfer oder eine Claudia Klingebeil aus der XYZ-Schule jetzt auch einen Account hat. Du könntest sie kennen. Woher soll ich all die Namen der Leute kennen, mit denen ich in einer Klasse war, geschweige denn auf einer Schule. Außerdem bin ich als Schüler alle 5 Jahre umgezogen (mein Vater war in der gerade aufkeimenden Computerbranche unterwegs). Diese Ansammlung von Ehemaligenlisten gilt in der Werbewelt als Soziales Netzwerk? Ich gebe zu, dass ich darüber vor einigen Jahren zwei alte Bekannte wiedertraf, die damals noch nicht in OpenBC waren. Aber ein Soziales Netzwerk? Selbst bei facebook habe ich da meine Zweifel. Ohne die Social Games wäre da doch auch nicht mehr los als ein fröhliches Verabreden und zusenden von Photos oder Links. Nur weil die Leute da ab und zu was auf die Pinnwände der Bekannten kritzeln, ist das doch keine Werbeplattform, oder holen die bald Google ein in ihrem Marktwert bzw. gar im Umsatz.
Man kann in den Gruppen bei Xing, Facebook oder anderen Netzwerken gleichgesinnte zu einer Community of Interest zusammendenken. Dazu gehört allerdings ein veritables Community Management, das recht zeitaufwendig ist. Man kann auch eine funktionierende Kommunikationsplattform mit Kunden über Facebook aufbauen und damit eine Art First Level Support realisieren, wenn man den Zeitaufwand einkalkuliert. Aber wie lange und wie oft sind Nutzer auf sozialen Netzwerken? Es gibt da aus meiner persönlichen Erfahrung einige Typologien:
Der neue Neue Mit so einer Frau war ich in den Achtzigern zusammen. Wenn gestern Abend im TV ein neuer Kaffee beworben wurde, stand der einen Tag später in ihrer Küche. Heutzutage sind das die Early Adopters, die ihre trouvaillen per twitter verteilen. Sie machen alles für ein paar Wochen oder Monate mit und verschwinden genauso geräuschlos wie sie gekommen sind.
Die Probiererin Kenne ich auch schon aus der Prä-Internet-Ära. Erstmal abwarten, was die Neuen so über dieses und jenes sagen. Dann mal gucken. Sie sind immer enttäuscht. Denn sie sind nur die Zweiten. Amerikaner nennen sie “picky”. Sie wollen nur das Beste, wissen aber nicht, was das sein soll. Sie haben viele Mitgliedschaften und warten bis sich eines der Sozialen Netzwerke als wirklich gut herauskristallisiert. Sie machen jeden Trend mit. Leider vergessen sie darüber das Wesentliche: Die Beschränkung auf das Wesentliche. Daher neigen sie dazu, irgendwann ganz abrupt “den ganzen Internetkram nur noch auf E-Mail und Excel zu beschränken. Ich gehe jetzt wieder ins Fitness – da hab ich mehr von!”
Die Mitläufer Sie beobachten lange, bis sie sich für etwas entscheiden, das sie dann konsequent und täglich benutzen. Allerdings tun sie dies wie Hände waschen. Jeden Tag einen Lieblingslink bei dem einen oder anderen Bekannten auf die Pinnwand posten. Oder einen Drink spendieren. Auch mal über die Stränge schlagen und ein Foto mit freiem Oberkörper vom letzten Urlaub aus der Dominikanischen Republik ganz frech online stellen, wo man das neue Tattoo und die riesige Flasche Rum am Bildrand sieht. Die nette Holländerin hat man mit Photoshop abgeschnitten wegen der Freundin, die rastet sonst aus. Das ist die unerwünschte Zielgruppe der Werbekunden, die Schnäppchenjäger der Mediengesellschaft. Denn sie machen 80% des traffics auf den Netzwerken aus. Warum sie statt SMS per Handy jetzt SMS an die Pinnwände schreiben, wissen sie nicht, aber sie sind jedenfalls diejenigen, die diesen Sommer KEINE Ed. Hardy T-Shirts mehr tragen…vielleicht…wo man doch aus Prag noch drei mitgebracht hat letzten Herbst.
Die Speziellen Noch schwieriger als die Probierer sind die Speziellen. Sie lassen nichts aus, um Gott und Welt zu zeigen, dass sie einen speziellen Geschmack, spezielle Freunde, spezielle Gadgets, spezielles Badeöl sowie über ausreichend Himalaya-Salz verfügen und keine profane Hömöopathie nutzen sondern Schüssler-Salze verwenden. Was das Online bedeutet ist klar. Sie haben ein Wordpress-Template, dass es genau einmal auf der Welt gibt – auch und gerade wenn es etwas unübsichtlich, nicht ganz kontraststark oder gar inhaltsreich ist.
Der Rest Das sind die Leute, die einfach arbeiten. Die haben keine Zeit für Soziale Netzwerke. Sie sind da eingeschreiben, besuchen sie einmal in der Woche und sitzen eh den ganzen Tag am Rechner. Zuhause wollen die digitalefreie Zone. Schlimm genug, dass der Freund dauernd PS3 zockt bzw. die Freundin sogar zuhause dauernd SMS schreibt. Monitore sind ganz nett aber überschätzt. Man geht wandern oder saufen oder beides. Ich schätze, dass sind circa 75% der facebook-Nutzer und 85% der Xing-Nutzer. Man guckt ab und zu, hält Kontakt mit versprengten Leuten im Süden oder Norden und hält sich vornehm zurück. Die Selbstdarstellerei im Web wird ihnen langsam zuviel.
Und das soll der Werbemarkt der Zukunft sein? Die ganz dicke Hose in Sachen Reichweite? Für wen denn? Für den Textildiskont oder die günstige Schuhkette?
March 12 2010, 11:26am
25 slides für ein erfolgreiches Startup
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Metrics for Startup Success and Failure View more presentations from Hiten Shah.
March 11 2010, 10:00am
Karrierebibel.de mit viraler Video-Werbung
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Jochen Mai von der Karrierebibel macht aufwendige Werbung für sein neues Buch:
March 8 2010, 3:22pm
Starbucks vs. McDonalds
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Jetzt kann man mal visuell nachvollziehen, was globale Marktmacht eigentlich bedeutet… Draufklicken, zum Vergrößern: Via: Online Schools
Quelle: Princeton University via @sachark
February 23 2010, 9:20am
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