Wir haben uns daran gewöhnt, dass Google ein gefährlicher Datenkrake und Apple ein nimmersatter Verkäufer digitaler Spielzeuge ist. Diese Archetypen der digitalen Ökonomie haben mittlerweile sogar schon einen Urahn: Der Großvater Microsoft röchelt noch ein wenig auf dem Sofa des weltweiten Datennetzes vor sich hin. Aber auch dieser Methusalem hatte einst richtige Feinde. Vor 10 Jahren hatten Legionen von Journalisten vor den Konsequenzen der digitalisierten Arbeitswelt gewarnt. Die Menschen wurden krank vor schlechten Monitoren und Bürostühle genügten nicht mehr den ergonomischen Anforderungen. Vor allem der Aufbau der Oberfläche von Microsofts Bürolösungen galt als steinzeitlich. Heute ist das alles vergessen. Seit wir den Monitor auf ein Zehntel verkleinert haben und darauf herumwischen, geht es uns so gut, dass die wahren Gefahren nur noch von den Datenbanken der Werbenetzwerke ausgehen. ZEIT und Süddeutsche Zeitung hatten Mitte der Woche berichtet, dass die kapitalistische Großinvasion namens Google ihre giftigen Arme auf uns gerichtet habe. In einer Datenbank mit dem mysteriösen Kürzel DDP sollten die Interessen der Werbekunden an den Meistbietenden verhökert werden. Der Datenschutz – die goldenen Bulle der letzten Jahre – war in Gefahr. Offenbar hatte Google vor, uns alle zu verwanzen… Man schrieb von der Website des amerikanischen Marketing-Fachblatts AdAge ab. Zumindest glaubte man, den Artikel dort verstanden zu haben. Dort wurde eine neue Lösung der Googlianer für das Target-Markting von Bannerwerbung auf Websites vorgestellt. Das Ziel bei dieser Form der Werbung liegt darin, den älteren Semestern im Internet Werbung für Kreuzfahrten auf den Leib zu schneidern und dem siebzehnjährigen Enkel die neueste CD seiner Lieblingsband zu präsentieren. Die Süddeutsche zog ihre Schlüsse etwas voreilig:“Künftig sollen Werber bei Google Daten von Verbrauchern kaufen können, mit Name, Adresse und, vor allem, nach Interessen sortiert.“ Google hat solche Adressen in den allermeisten Fällen vermutlich gar nicht. Und wenn sie die hätten, wäre es das Ende des Werbegeschäfts, wenn sie sie verkauften. Das Vertrauen wäre dahin – weltweit. Im Gegenteil sind es nicht selten dessen Kunden, die Online-Shops und Versandhändler, die ein einträgliches Geschäft mit der Vermietung von Adressen betreiben. In Wirklichkeit geht es bei Googles Plattform namens AdExchange um die Werbeplätze auf einer Website, auf denen die sogenannten Banner erscheinen, die uns so freundlich blinkend den letzten Nerv rauben, wenn wir einen Artikel in einem Online-Magazin verstehen wollen. Das Dementi von Google kam dann auch kurze Zeit später auf Google+, dem sozialen Netzwerk des Werbemonopolisten: „Wir verkaufen keine Nutzerdaten oder -profile und werden das auch in Zukunft nicht tun. Richtig ist, dass wir zusammen mit anderen Werbenetzwerken an Initiativen arbeiten, das Datenmanagement von Interessenskategorien zu vereinfachen, indem die vorhandenen Daten aus verschiedenen Werbenetzwerken auf einer Plattform zusammengefasst werden.“ Man will dort sogar dem Nutzer ermöglichen, aus der personalisierten Werbung anhand von Interessensgebieten auszusteigen. Genau dieser Datenbank gegenüber soll der Nutzer dann erklären können, dass er keine persönliche maßgeschneiderte Werbung haben will. Ein totales Aus der Werbung hätte fatale Folgen. Denn das würde automatisch zur Folge haben, dass 90% aller professionellen Webangebote Abonnementkosten erheben müssten. So gesehen ist eine personalisierte Werbung das kleinere Übel. Und es ist für viele junge Männer eine gute Entwicklung, dass im Web keine Werbung mehr für Damenbinden, Treppenlifte und ausgefallene Hüte um ihre Aufmerksamkeit buhlt. Frauen verzichten dafür gern auf hübsche Bildchen über Rasierschaum, Sportwagen und Tennissocken. Aber die Alarmglocken vieler Journalisten klingeln häufig, wenn die digitale Trias aus Google, Werbung und Nutzer eine neue Verknüpfung erlebt. Dass sich viele Firmen viel lieber bei den fein justierbaren Datenbanken von Facebook bedienen, scheint noch nicht so ganz bis in die heiligen Hallen der Recherche gedrungen zu sein. So wird Facebook immer mehr zum McDonalds der Sozialen Netzwerke. Die Flut an sinnlosen Spielen und unerwünschter Werbung nimmt dort epische Ausmaße an. Aber man verdient noch immer nur einen Bruchteil des Suchmaschinenmonopols. Google will alles. Wer Mitglied im neuen Netzwerk ist, der wird feststellen, dass alle je verfügbaren Dienste nun ein Dach bekommen haben. Das gemeinsame Erstellen von Dokumenten im Web, das Verwalten von Fotos und viele andere Dienste, die wir mit unserem Computer täglich verrichten, bietet Google im Rahmen seiner Cloud-Services an. Das bedeutet, dass man eigentlich keine Festplatte mehr braucht, weil alle Daten irgendwo auf einer der Serverfarmen von Google liegen. Konsequenterweise bietet man seit diesem Sommer dafür sogar eigene Laptops an. Diese Chromebooks genannten mobilen PCs kommen ganz ohne Windows oder Linux als Betriebssystem aus. Was für uns sinnlos erscheint, ist für die neue Generation der digitalen Konsumenten schon eingeprägt: Computer ohne Internet sind wie Licht ohne Strom. Ob der röchelnde Senior namens Microsoft dem noch irgendetwas entgegenzusetzen hat? Einige größere europäische Verlage haben ihre Zusammenarbeit bereits in die virtuellen Arbeitsräume von Google Docs verlegt. Dort hat man sehr still gehalten, als die Google-Suada durch den deutschen Blätterwald zog. Vielleicht stürzten dort aber auch immer die virtuellen Dokumente ab, als die Redakteurinnen etwas Schlechtes über den Suchgiganten schreiben wollten?
Lifestream » marketing
Best Viral 2011: Facebook im Kleid von Excel
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Wer schon immer mal das beste Viral des Jahres 2011 sehen wollte, es kommt von Diesel, der Klamottenfirma, die schon in den 80ern Kult war. Excellbook ermöglicht es, im Büro den besten Eindruck (Arbeiten an Exceltabellen) zu verbreiten und trotzdem die ganze Zeit auf Facebook zu surfen. Das Video liefert eine kleine Rahmenhandlung rund um die Vorstellung des Tools. Runterladen könnt Ihr das geniale Programm für PC und Mac übrigens hier: http://www.bestupidatwork.com/
(Dank an @kaipiranha)
June 17 2011, 12:45pm
Best Practice Guide: Facebook Marketing
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Eine HAndreichung von facebook für facebook (Der Schalter unten links unter dem scribd-Dokument ermöglicht das Ansehen im Fullscreen-Modus): Face Book Best Practice Guide
April 28 2011, 10:02am
10 Fehler im B2B Online-Marketing
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Auch und gerade bei der Kommunikation via Social Media geht manchmal einiges schief; Konzeption, Personal oder Realisierung können aus dem Ruder laufen… Flop 10: B2B Social-Media-Marketing View more presentations from Jens Stolze
March 30 2011, 11:00am
Social Media Marketing stirbt?
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Seit einem Jahr ist jeder Werbetreibende, Agenturinhaber, Marketingverantwortliche mit dem Unvermeidlichen konfrontiert. Andere haben es schon 2008 irgendwo mal gelesen: Social Media und Marketing haben irgendwie irgendwas miteinander zu tun. Sollten es zumindest, wenn man die Konferenzen und Expertenbeiträge in Stadt und Land näher betrachtet. Amerika, ja Amerika, da geht es ganz nach vorn. Die sind ja schon so viel weiter, hört man den Senior Berater der 2007 gegründeten Social-Media-Agentur XYZ tönen. Und in der Tat: Die Amerikaner sind tatsächlich weiter. 90% der Nutzer von Sozialen Netzwerken verlassen die Fanseiten, tweets und andere wohlfeile Social Media Marketing Wunderwaffen laut einer Studie… Am schlimmsten trifft es die E-Mails, mehr als 90% haben sich aus dem Empfang von Firmenmails aka Newsletter ausgetragen, 77% der Nutzer werden nicht mehr so schnell wie früher E-Mail Accounts an Firmen weitergeben um an Informationen zu kommen. Und mehr als 50% der Facebook-Nutzer haben mitbekommen, dass der like-button zu einem unrühmlichen Werbeschalter verkommt. Bleibt noch zu erwähnen, das mehr als 70% der Befragten Leute bei Facebook sehr empfindlich geworden sind, welche Firma und Produkte sie in Zukunft “liken” werden. Wenn wir also annehmen, dass USA den Trend setzt, dann wäre es sicher nicht ganz unpassend, auch hierzulande davon auszugehen, dass Social Media eher etwas von Menschen für Menschen ist. Sozial heißt ja auch “gegenseitig”. Angebot und Nachfrage ist übrigens nicht Teil der Welt sozialen Verhaltens, wird nennen dies Ökonomie. Sonst müssten Prostituierte ein Studium als Sozialarbeiterin nachweisen. Das klingt zunächst nicht dumm. Die Kehrseite bedeutet aber, das nicht Gehorsam und Profilneurose über Führungspositionen entscheiden sondern die Mitarbeiter ihre Führungskräfte wählen. Siehste, so gesehen sind die Firmen noch meilenweit von “sozial” entfernt, ergo auch das Marketing.
February 16 2011, 9:30am
Der Leser: Kundenansprache im Web
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Kaum zu glauben: Seit einigen Jahren häufen sich die Ratgeber für Marketing- und PR-Fachleute über die Kommunikation ohne Massenmedium. Sie nennen das neue Dingsbums Social Media. Als wären nicht Massen im Web vertreten. Wenn überhaupt irgendwas Massenmedium ist, dann das Web. Eines hat sich allerdings kolossal verändert: Man unterbricht nicht mehr die eigentliche Botschaft, um mal eben Produkte in schönen Landschaften zu zeigen bzw. an schönen Models. Man versucht nicht mehr die Zeit der Zuschauer und Leser totzuschlagen, indem man verfilmte Groschenromane sendet oder 1001 Profile über Industriekapitäne XY als journalistischen Inhalt zu verhökern. Einige Sender und Verlage tun das noch. Wahrscheinlich ist das mittelfristig auch ganz sinnvoll, weil die heute 60jährigen so etwas erwarten. Und sie sind ein große Gruppe, also schnell noch melken. Der ganze Rest ist Nische. Den jeder Mensch ist ein Haufen Nischeninteressen. Deswegen mussten wir früher immer soviel Blättern und Zappen. Das eigentümliche Charakteristikum dessen, was wir Massenmedium nennen, war, dass eine Handvoll Menschen, die sich heute gern als Experten oder Gatekeeper bezeichnen, darüber entschieden, was in den Äther geschickt oder gedruckt wurde. Das wurde dann an die Massen gepusht. Heutzutage aber suchen sich Konsumenten aka Leser Informationen über das zusammen, was sie käuflich erwerben wollen. Dazu rudern sie über den See der Informationen. Pull. Manchmal haben sie passende Sachen an der Angel. Andere Konsumenten könnten den Damen und Herren Marketing- und PR-Profis zeigen, was da sinnvoll ist. Man müsste einfach nur mal die Rezensionen in den Bewertungsportalen lesen. Da wird jedem sofort klar, welche Bewertung sinnvoll und zielführend für eine Kaufentscheidung ist und welche nicht…
Aber Marketingmenschen unterscheiden sich von PR-Leuten dadurch, dass sie der Überzeugung anheim gefallen sind, dass der Kauf emotional gesteuert wird. Das mag in der Mehrzahl der Fälle stimmen, denn das Gefühl ist genauso wie der Verstand einfach nur eine Einrichtung im Menschen, die Urteile fällt. Aber auch und gerade diese emotionalen “Ausfälle” brauchen vor der Vernunft der Freunde, Ehepartner und auch der eigenen triftige Gründe für einen Kauf. Wer die nicht liefert, weil er noch im Schlaraffenland der psychologischen Kriegsführung im Marketing aus den 70ern und 80ern geprägt wurde, der kann nach hause gehen. Man kann die Menschen verführen – auf den ersten und auf den zweiten Blick. Aber viele leben so lange, dass sie auch einen dritten und vierten Blick tätigen. Jeder kennt das von der Partnerwahl. Man mag die One-Night-Stands, Exfreunde und -freundinnen. Aber in der Rückschau merkt man doch, was einem gefehlt hatte. Die persönliche Ansprache, die Bindung, die Nähe. Jemand kann noch so hübsch sein, noch so tolle Muskeln haben: Nach einiger Zeit stellt sich heraus, wer er oder sie ist im Zusammenleben. Genau diese Information liefern die Kundenrezensionen von der Art: “War total begeistert beim Auspacken. Nach mehrmaligem Gebrauch ging X kaputt und y wackelete bedenklich. Zusammenfassend muss ich sagen, dass es toll aussieht in der Küche, aber nach einer Woche habe ich mir wieder eine Z von der Firma Klupatra gekauft. Also: Nur kaufen und Ansehen, nicht benutzen. Keine Kaufempfehlung”. Kundenansprache beginnt also in der Produktentwicklung. Wenn man dann noch im Web erklären kann, warum das Ding mehr nützt, mehr Neid hervorrufen wird oder einfach das alte Dingsbums ersetzt durch bessere Nutzbarkeit etc. der wird auch mehr verkaufen. Das gilt übrigens auch für die Leute, die früher Massenmedien gemacht hatten und heute Legionen von Beratern bezahlen um ihnen das Web zu erklären. Es macht keinen Sinn auf Lobbyveranstaltungen der Menschheit einzureden, dass man unersetzbar ist und das die gefälligst dafür zahlen müssen. Man muss einen klaren Nutzen darstellen können. Wenn man dann noch ein einigermaßen zuverlässiges, leicht zu bedienendes Etwas verkauft, das schick aussieht, dann heißt man Apple und hat Erfolg. Es ist keine Zauberei. Es ist das Einnehmen der Kundenperspektive in Wort, Schrift, Bild und Produktenwicklung. Das geht im Fernsehen ein bißchen, in der Zeitung einigermaßen, im Radio schon ganz gut und im Web viel besser – aber glaubt ja nicht, das wäre das Ende der Fahnenstange.
January 28 2011, 9:55am
Studie: Global Social Media Checkup
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Wie nutzen Firmen weltweit twitter, facebook und Co. – also Soziale Netzwerke und Social Media? Eine Studie von Burson-Marsteller liefert Einsichten und Aussichten. In der Präsentation gibt es einen Überblick über die Ergebnisse…
November 15 2010, 9:58am
Rezension: Facebook – Marketing unter Freunden II
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Nach der ersten Rezension des Buches aus PR-Sicht, folgt nun eine Rezension unserer Leserin Beatrice Brenner aus Sicht des Marketing: Das Buch hat mir anhand von Zahlen, Fakten und Erfolgsstories erst klargemacht, welchen Stellenwert mittlerweile das Social Web und speziell Facebook haben.
Die rund 250 Seiten lesen sich leicht, flüssig und unterhaltsam. Wer sich wie ich, ständig verleiten lässt, auf der Facebook-Seite rumzuklicken, um das gerade Erfahrene auszuprobieren, schaut sich besser vor Lesebeginn das Inhaltsverzeichnis genau an. Die „Geheimnisse“, hinter die man selbst nicht kommt, werden in späteren Kapiteln nämlich meist aufgeklärt. Die Lektüre ist ein idealer Leitfaden für Einsteiger, Unternehmen und Marketingverantwortliche, die Facebook strategisch einsetzen wollen (siehe Seite 15). Die Autoren erklären zunächst das Prinzip des Social Web, bevor sie den Leser langsam darauf vorbereiten, selbst aktiv zu werden…
Gerade, wer Facebook in seine Marketingstrategie integrieren will, sollte die Anfangskapitel zum Verständnis wirklich aufmerksam lesen. Fehler, die andere gemacht haben, muss man ja selbst nicht wiederholen.
„Erfolg ist, wenn Controlling ihn nachweisen kann.“ Wie bei Google so finden sich auch bei Facebook Möglichkeiten zur Erfolgsmessung der Facebook-Aktionen. Geradezu unglaubliche ROI Zahlen von bekannten Unternehmen findet man auf Seite 156. Das ist absolut beeindruckend.
Ein bisschen sollte man sich schon auskennen in der Welt der Internet-Sprache und –Tools, denn die Autoren adressieren doch hin und wieder ein internet-technisch versiertes Publikum, das mit Fachbegriffe vertraut ist. Wer aber Ajax lediglich als Putzmittel kennt und mit RSS nichts anfangen kann, sollte sich am besten gleich ein Glossar anlegen. Das würde dem Buch übrigens ohnehin gut tun.
Als fleißiger XING-Nutzer bin ich an die XING-Menuführung und Funktionen gewöhnt und finde diese auch logisch. Da ich die sozialen Netzwerke hauptsächlich business-orientiert nutzen will, bin ich mit Facebook gar nicht klargekommen. Dass ein Mann meine Freundin sein kann, leuchtet mir einfach nicht ein. Dass mich eine wildfremde Person ohne Erklärung als Freundin hinzufügen will, ist gewöhnungsbedürftig. Das Buch der Holzapfels hat mir nun den Weg durch den Dschungel gezeigt und mir die Facebook-Philosophie näher gebracht. Endlich bin motiviert, für mich ein Profil und für meine Firma eine Seite anzulegen und Facebook auch für meine Kunden einzusetzen.
Die Autoren erklären die Idee, Funktionsweisen und Plugins von Facebook ganz locker anhand von Metaphern. Das macht Spaß zu lesen und man versteht das Ganze spielerisch. Ab Seite 166 geht’s los mit Kampagnen-Beispielen aus der Business-Praxis. Beschrieben werden Erfolgsstories von etlichen B2C Unternehmen und einer Klinik, die statt Krankheiten das Thema Gesundheit in den Vordergrund stellt. Endlich mal eine positive Darstellung der Arbeit eines Krankenhauses bzw. „Gesundheits“hauses! Zum Glück gibt’s dann auch noch ein B2B Beispiel. Die beiden Autoren sind mit ihrem eigenen Unternehmen auf Facebook unterwegs und plaudern fröhlich aus dem Nähkästchen. Genau darauf habe ich gewartet. Ich halte die Zielgruppe Endverbraucher im Social Web als leichter erreichbar als Business-Kunden und bin daher für dieses letzte Beispiel mit Anregungen sehr dankbar.
Zum Schluss weist uns eine kleine Facebook-Knigge darauf hin, was man tut und was lieber nicht. Auch das ist wichtig und spart Zeit, wenn man die Erfahrungen nicht erst selbst machen muss. „facebook – marketing unter freunden „ ist nicht als Handbuch zu Facebook zu verstehen, es liefert aber sehr hilfreiche Aufklärung und eine Konzept-Anleitung für die eigene Facebook-Strategie. Wenn ich mit meinem Business in der Web 2.0 Welt bestehen will, muss ich mir darüber in Klaren sein, dass ich mich auf Augenhöhe mit dem Kunden, Interessenten und Kritiker einlasse. Hier geht es um Beziehungsaufbau und Kommunikation und nicht um klassisches Marketingdenken.
Das Buch liefert viele Hinweise, Tipps und Anregungen für die Marketing-Kreativität in Facebook. Für mich ist es zum Arbeitsbuch geworden und ich habe mir eine Checkliste und einen Ideenpool angelegt für zukünftige Aktionen. Wenn ich mir die Trends und Voraussagen am Endes des Buches anschaue, wird klar: Social Web und generell Facebook lassen sich nicht aufhalten. Web 2.0 ist kein Hype, es ist neues Marketing. Auch hier gilt: statt Aktionismus zu betreiben, die Sache lieber mit einer gut überlegten Strategie und Zielsetzung angehen. Und genau dabei hilft dieses Buch. Beatrice Brenner ist Leserin von netzpiloten.de und freie Marketingberaterin mit einer sehr langen Berufserfahrung in allen Sparten und Branchen. Sie ist über ihre Website mbs-brenner.com zu erreichen.
July 7 2010, 12:02pm
Rezension: Facebook – Marketing unter Freunden I
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Wir haben uns entschlossen user generated journalism einzuführen. Das bedeutet, dass wir alle Leser ermuntern, Artikel einzureichen oder aber an den Rezensionen mitzuarbeiten. Das Ratgeber-Buch Facebook – Marketing unter Freunden ist so ein Fall. Eine unserer Autoren (Lena Brombacher) und eine Leserin – Bea Brenner – werden das Buch bewerten. Als Erste ist heute Lena dran und beschreibt den Nutzen aus Sicht der ehemaligen Pressearbeiterin. Frau Brenner wird dann mit ihren über 20 Jahren Erfahrung im Marketing und einer noch vorhandenen interessierten Distanz zu socialmedia berichten, ob und wie das Buch hilft, Hemmschwellen zu überwinden. (Redaktion Netzpiloten.de) Worum geht es? Facebook ist die populärste Schnittstelle aller Social Networks. Hier fließen Twitter, youtube, flickr und der Content sämtlicher Blogs, Websites und Plattformen aus dem WorldWideWeb zusammen. Mittlerweile zählt facebook 400 Millionen aktive Mitglieder weltweit, wäre facebook ein Land, wäre es das viertgrößte Land dieser Erde. Nirgendwo erreicht man eine so große Zahl an potentiellen Kunden. Doch wie kommt man als Unternehmen dorthin, wo sich die Konsumenten schon befinden?
Große Unternehmen wie Starbucks oder Coca Cola haben schon längst verstanden, dass sie ihre Zielgruppe am besten über das Web 2.0 erreichen, doch es gibt noch etliche, die völlig im Dunkeln tappen und denen facebook so exotisch erscheint wie ein Trip in die Weiten des Alls. Das haben Felix und Klaus Holzapfel erkannt und das Handbuch mit dem Titel „facebook – marketing unter Freunden“ geschrieben. Das Motto lautet: „Dialog statt plumpe Werbung“. Sie richten sich, wie sie selbst zu Beginn des Buches klarstellen, nicht an facebook-Nerds, sondern an Non-Facebooker, aktive Facebooker, Marketing-Abteilungen und die Führungsetagen von Unternehmen. Für diese wird zu Beginn erst einmal eine kleine Einführung gegeben, wie man eine Fanpage anlegt – was dem normalen User ja bereits bekannt ist. Doch auch für den hat das Buch einiges zu bieten, wenn er die ersten Kapitel überschlägt. Betont wird auch, dass man sich hier duzt, frei nach dem Motto „das sind alles meine Freunde.“
Ich selbst arbeite seit Jahren in den Bereich Werbung und Public Relations, nutze facebook privat und entspreche mit 130 „Freunden“ dem durchschnittlichen Facebook-User. Momentan bin ich mit dem Aufbau einer Fanpage für meinen Blog beschäftigt und bräuchte dringend ein paar Ansätze, wie ich es am besten angehe. Ich kann also noch einiges dazulernen und bin gespannt.
Was lerne ich durch das Buch? Nun zuallererst habe ich mein Hintergrundwissen über facebook erweitert. Ich wusste nicht, dass facebook aus der Plattform „Facemash“ entstand, die von facebook-Gründer Mark Zuckerberg für Studenten der Harvard-University entwickelt wurde. Als Harvard die Seite verbot wurde daraus „thefacebook.com“ und später facebook. Desweiteren finde ich es sehr interessant zu erfahren, welche die erfolgreichsten Seiten bei facebook sind, nämlich auf Platz 1 „Texas Hold’em Poker“, auf Platz 2 die facebook Seite von Michael Jackson und auf Platz 3 „Mafia Wars“, ein Social Media Game (Stand März 2010). Ich recherchiere dies, doch mittlerweile hat der King of Pop definitiv mehr Freunde als die Pokerseite. So schnell kann es gehen.
Die Inhalte werden verständlich erklärt, teilweise mit hilfreichen Darstellungen. Jedoch muss ich klar sagen, dass das Buch einen Laien komplett überfordern wird. Der Inhalt ist auch für einen Geschäftsführer ohne Marketing Know-How zu kompliziert, für den Marketingprofi etwas langatmig. So wie die Autoren immer wieder betonen, dass es die eierlegende Wollmilchsau nicht gibt, sollten sie sich vielleicht auch auf eine Zielgruppe festlegen, anstatt alle über einen Kamm zu scheren. Ich würde das Buch Marketingabteilungen empfehlen, die sich mit dem Thema facebook noch nicht im Detail auseinandergesetzt haben, bzw. erste Erfahrungen gesammelt haben und wissen möchten, wie sie es richtig angehen sollen. Sie verfügen über das nötige Marketing-Know-How um die zahlreichen Ideen dem Unternehmen gerecht auzuwählen und umzusetzen.
Unterm Strich ist das Buch eine solide Basis, um das System facebook als solches zu verstehen und die Vielzahl an Möglichkeiten im Besonderen zu entdecken. Viele gute Tipps und Hinweise wägen Pro und Contra bestimmter Apps und Einstellungen ab. Ich bekomme viele neue Anregungen dafür, wie ich facebook auch in meinen Blog einbinden kann und darüber Freunde für meine Fanseite gewinnen kann, die dort wiederum alle Posts sofort in ihrem Newsfeed erhalten. Diese Portal übergreifende Vernetzung bietet zahlreiche Vorteile, so kann man seine facebook-ID auch zum kommentieren anderer Blogs und Sites benutzen. Hier beweist sich facebook als Metaebene. Das erste was ich also brauche ist eine simple „Like Box“, die ich mir bei facebook unter Apps downloaden kann. Alles andere werde ich dann nach und nach ergänzen.
Das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis ist ausgewogen und so erfährt man nach ausführlichen Kapiteln über Return on Investment oder Controlling auch etwas über die erfolgreichsten Kampagnen, wie z.B. die Kampagne von Burger King, bei der man 10 Freunde gegen einen Whopper eintauschen konnte. Dass facebook darüber not amused war ist klar. Die Kampagne wurde unterbunden, dennoch hat sie sich in den Köpfen verankert. Das ist gute Werbung und für mich der gelungenste Teil des Buches. Vielleicht hätte man die Beispiele direkt in den jeweiligen Kapiteln einbauen sollen um die Inhalte etwas aufzulockern.
Eine Sache möchte ich jedoch noch loswerden. Ich finde den Vergleich zwischen „Unternehmen – Kunden“ und „Mann – Frau“, den die Autoren mehrmals anwenden, extrem „altbacken“. Man kann doch nicht allen Ernstes einem Publikum, das ständig darauf bedacht ist, ein möglichst cooles Image zu pflegen – nehmen wir z.B. einen Marketing Director bei Nike – erzählen, dass es sich beim Verhältnis zum Kunden wie mit der Anmache zwischen Mann und Frau verhält. Dass heute auch mal die Frau den ersten Schritt macht oder dass man langfristiges Interesse signalisieren muss, damit sich ein lange Beziehung entwickelt und kein One-Night-Stand. Das ist genauso unlustig wie der Tipp „lustige Filme“ hochlzuladen. Abzüge in der B-Note also für die Sprache, teilweise auch in grammatikalischer Hinsicht.
Wenn man das Buch mit seinen 250 Seiten durchgearbeitet hat, haben sich die Regeln bei facebook wahrscheinlich schon wieder geändert oder das Kind hat einen anderen Namen, aber darauf weisen auch die Autoren in ihrem Schlusswort hin. Es geht vielmehr um die Positionierung als Unternehmen im Web an sich, explizit dargestellt am Beispiel von facebook. Denn wer sich dem Fortschritt verschließt, wird es in Zukunft schwer haben, der Konkurrenz standzuhalten. Wer jedoch verstanden hat, dass der Button „gefällt mir“ Türen öffnet, ist den anderen einen Schritt voraus. Bildnachweis: nanette
June 11 2010, 10:00am
Wie man eine Marke nicht aufbaut (Video)
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/yTGR2Ua-304/
Ein herrliches Video, das zeigt, wie junge Existenzgründer mit durchgehechelten Präsentationen in das extrem schwierige Umfeld des strategischen Managements nicht eingeführt werden, liefert dieses Video. Als Beispiel für strategisches brand management dient der dynamischen, jungen Beraterin Google. Schöner wäre es gewesen, dasselbe mit social business zu erleben oder mit Sportschuhen oder gar einem twitter client. Aber offenbar möchte man dort Leute auf das Web 1.8 vorbereiten. Vielleicht hat man auch nicht das brand bubble Buch gelesen. Vielleicht kennt man auch nicht die neue Welt des knowledge flow…
Vor zehn Jahren wäre die Präsentation toll gewesen. Jetzt kann man sich nur wundern, warum immer alle hinter Gonzo Marketing zurückfallen. Selbst Seth Godin würde wahrscheinlich einen Lachanfall bei der Präsentation bekommen.
June 10 2010, 4:24pm
Das Geheimnis der Markenführung
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/vuT10tjKlSg/
von Gavin Potenza Truth on the Brands
June 1 2010, 10:14am
Agenda 2011: Geolocation & Marketing
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April 22 2010, 9:30am
Lohnen sich Online-Marketing Studiengänge?
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Du musst studieren, schließlich hast Du doch Abitur gemacht. Das hätte sich doch sonst gar nicht gelohnt. Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gehört habe, aber vor allem kam es von Leuten, die natürlich selber studiert haben. Aber ich habe auch die anderen kennen gelernt, die Personen, die auch Abitur gemacht haben, aber trotzdem etwas geworden sind, auch wenn sie nicht studiert haben. Mit Sicherheit ist es immer besser, wenn man ein Studium in der Tasche hat. Vor allem wenn man im Marketing etwas erreichen möchte, ist das Studium eine Pflicht. Und so stellt sich mir momentan die Frage, wie sieht es eigentlich aus mit den Studiengängen, die es vor allem im Online Bereich gibt?
Egal ob in der Werbranche oder PR Agenturen. Jeder von uns bekommt es momentan hautnahe mit. Ein Teil der Werbespendings wird neu verteilt und in den nächsten Monaten wird das wahrscheinlich noch stärker durchgesetzt. Erst kürzlich kam auf Horizont die Nachricht, dass Procter und Gamble eine Steigerung des Online Budgets plant. Im Jahr 2009 ging der Trend vor allem in Richtung nationale Online Kampagnen um Kosten zu sparen. Jedoch viel vielen Unternehmen auf, dass auch Online Werbung recht teuer sein kann. Vor allem, wenn es um Reichweitenaufbau geht. Schaltet man beispielsweise in einer Zeitung wie der ADAC, ist man zwar mal eben einen sechsstelligen Betrag los, jedoch erreicht man auch gut ein drittel der Gesamtbevölkerung und baut eine enorme Reichweite auf. Unternehmen setzen sich solche Benchmarks und wollen diese natürlich auch erreichen. Aber wem vertrauen sie ihr Geld an? Im Online Markt gibt es viele, aber wer ist der Richtige? Die Frage nach ausgebildeten Fachleuten wird immer größer und das Angebot von privaten Studiengängen wächst. Schulen wie die WAK oder die DDA bieten zum Beispiel den Online Marketing Fachwirt an. Ein Studiengang, wo auch ich mit dem Gedanken spiele dran teilzunehmen. Aber die Fragezeichen sind noch recht groß, schließlich gibt es noch nicht so viele die diese Studiengänge gemacht haben und vor allem sind sie sehr kostspielig. Der Ablauf der Studiengänge ähnelt sich sehr, unterscheiden sie sich doch lediglich ein wenig von den Timings. So hat man beispielsweise bei der DDA die Möglichkeit zu entscheiden, ob man den Studiengang in 8 Monaten oder in 36 Monaten machen möchte. Schon eine ganz schöne Zeitspann, schließlich macht man bei beiden Varianten den gleichen Stoff. So sollen zum einen die Grundlagen des Online Marketing, die Online Marketing-Instrumente und Strategie und Planung im Online Marketing behandelt werden. Auch an der WAK werden klassische Themen wie Digitales Marketing, Online Advertising, Guerilla Marketing und und und behandelt. Wer alle Inhalte sehen möchte kann ich bei der DDA und hier bei der WAK nachschauen. Interview mit einem Absolventen Und um nochmal ein paar Eindrücke zu bekommen, haben wir die Möglichkeit gehabt mit jemandem zu sprechen, der selber den Kurs an der WAK belegt hat und nun in der Onlinemarketing-Branche arbeitet. Alex Trol ist Junior Produktmanager Neue Medien beim Greven’s Adreßbuchverlag GmbH & Co. KG. Er hat sich ein wenig Zeit genommen, um uns seine Impressionen zu schildern.
Hallo Alex, vielen Dank, dass du Dir die Zeit genommen hast. Was würdest du so ganz allgemein sagen, lohnt sich der Studiengang an der WAK? Ich bin überzeugt, das man diese Frage nicht allgemein beantworten kann und sollte. Gerade für Leute, die beruflich zwangsweise immer mehr mit (im weitesten Sinne) Online-Marketing zu tun haben, ist der Kurs zum “Fachwirt für Online-Marketing” eine gute Möglichkeit sich neben der Arbeit weiterzubilden. Wie sieht so der grobe Ablauf im Studium aus? An zwei oder drei Tagen unter der Woche bekommt man zuerst die Grundlagen beigebracht, wie zum Beispiel: Was sind Banner? Welche Formate gibt es? Welche Abrechnungsmodelle stehen zur Verfügung? Man bekommt auch einen Einblick in das PR Geschäft, wobei man sich anfangs fragen wird, ob man gerade etwas über PR lernt oder ob man jetzt erst anfängt die deutsche Sprache zu verstehen. Ebenso wird über rechtliche Grundlagen im Internet, Marktforschung, Marketingkonzepte oder Mobile Werbeformen in eigenen Fächern diskutiert. Wie sieht es denn mit allgemeinen Themen wie Social Media und Co. aus? Werden sie berücksichtigt? Leider werden alle, die etwas über aktuelle Themen wie Social Media lernen möchte, ein wenig enttäuscht. Grundlagenwissen über Blogs, Twitter und facebook wird vermittelt, aber das war es dann auch. Ob sich daran aktuell etwas geändert hat kann ich nicht beurteilen. 2008 waren diese Themen jedoch kein Schwerpunktthema. Wo siehst du den Vorteil der WAK? Ein Vorteil der WAK war ganz klar, dass die Dozenten direkt aus dem jeweiligen Berufsfeld kamen. D.h. es gab oft konkrete Fallbeispiele und Erfahrungen, die man für seine eigenen Ideen aufgreifen konnte. Natürlich macht das der eine Dozent besser als der andere, aber so ist es doch überall. Die Frage der monatlichen Gebühren erledigt sich oft dadurch, dass Unternehmen den Abendkurs (mit-)finanzieren. Also eine durchaus machbare finanzielle Hürde, die es zu nehmen gilt. Ich würde aber jedem empfehlen, das Studium nur berufsbegleitend zu machen! Und was hast du aus dem Studium so an Erfahrungen für dich mitgenommen? Erst im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass die Kontakte, die man in Lesungen und auf Veranstaltungen knüpft vielleicht sogar wertvoller sind, als der Inhalt mancher Lehreinheiten. Wobei das natürlich nur für die Personen gilt, die Spaß an solchen Terminen haben. Ich weiß, dass manche dank dem Studium einen neuen Job bekommen haben. Andere haben es einfach als Erweiterung des vorhandenen Wissens gesehen. Man sollte allerdings nicht glauben, dass es eine Garantie gibt, danach den Traumjob im Online-Bereich zu bekommen. Aber auch hier gilt: Wo gibt es die Garantie schon?”
Die Frage der Fragen ist und bleibt: “Lohnt es sich, für diese Studiengänge so viel Geld auszugeben, oder gibt es noch gute Alternativen?” Gerade der Punkt ”Geld” ist für viele der entscheidende Aspekt. Will man beispielsweise das Studium an der DDA in 8 Monaten absolvieren, ist man schnell mit knapp 7500€ dabei. Geld, das in jedem Fall gut angelegt sein sollte. Schließlich kann dieser Weg eine rosigere Zukunft begründen. Für viele mit denen ich mich darüber unterhalten habe, sind es eben nur Zertifikate, für die man viel Geld bezahlt, aber nicht wirklich weiß, ob sie einen später wirklich weiter nach vorne bringen. Die Akzeptanz ist noch schwer einzuschätzen, schließlich kann man diese Studiengänge ja nicht mit den klassischen bekannten Studiengängen wie BWL oder Jura vergleichen. Auch in meinen Augen ist es gerade im Bereich der neuen digitalen Medien so, dass es nicht drauf ankommt, ob du irgendwelche Seminare belegt hast, sondern es ist wichtig, was du wirklich kannst. Im Jahr 2009 erhielten bei der DDA zum Beispiel 96 Studenten ihr Abschlussdiplom in Gütersloh. Auf den ersten Blick mag das jetzt nicht die große Zahl sein, aber wenn man diese Zahl mal mit knapp 7500€ multipliziert, kommt da schon eine ganze Hausnummer zusammen. Doch bis man an diesem Punkt angelangt ist, muss man auch einiges dafür tun. Wie bereits erwähnt gibt es bei der DDA einen sehr straffen Zeitplan. 21 Wochenenden, 5 Klausuren, Projekt-Gruppenarbeit für realen Auftraggeber, Mündliche Prüfung und die Diplomarbeit. Bei der WAK hingegen nimmt man sich etwas mehr Zeit und verteilt den Stoff auf insgesamt 1,5 Jahre. Die monatliche Studiengebühr beträgt hier 310€. Auch eine ganze Stange Geld, die hier von einem verlangt wird. Und vor allem bleibt die Frage, was kommt danach? Ist es nur Nice to have, oder stellt es einen echten Mehrwert dar? (Bei den Beträgen handelt es sich um Werte, die ich den Seiten der WAK und DDA entnommen habe)
March 17 2010, 11:00am
Wie geht das? Das ABC für Twitter in Firmen
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/7SCcPf2Mevc/
In Anlehnung an SMS (Short Message Service) bei Handys kann man Twitter als Mobile & Web Message bezeichnen. Toll. Jetzt wissen Sie genau, was ich meine, oder? Der Twitterboom in Deutschland beginnt gerade zu stagnieren. Das bietet die Gelegenheit, eine Bestandsaufnahme zu machen: Was ist es? Wer braucht es? Und was liefert es für einen Nutzen - speziell für Firmen. Was ist Twitter? Manchmal würde jeder gerne wissen, was seine Freunde, Familienmitglieder oder guten Kollegen eigentlich gerade tun, was sie denken oder wo sie sind. Dazu bräuchte man eine Art Echtzeit-Schnittstelle für das Kurzzeitgedächtnis. Vor einigen Jahren haben ICQ und andere Chatfunktionen das Web erobert - in jüngster Zeit vor allem die jüngeren Mitbürger. Wer Kinder hat, weiß wovon ich hier schreibe. Twitter ist etwas Vergleichbares für die Großen. Man verschickt Kurznachrichten über den Ort, an dem man gerade ist, stellt Fragen zu guten italienischen Restaurants. Oder man verschickt Links zu guten Websites oder lustigen Youtubevideos. Jeder kann seinen Bekannten und Freunden kleine Nachrichten schreiben. Dazu braucht man einen Twitteraccount. Die Adresse der Twitterkonten sehen dann so aus, wenn der eigene Wunschname noch frei ist, liegen hier http://www.twitter.com/wunschname . Die Freunde und Bekannten, die sich dieses Konto abonnieren müssen dort auf FOLLOW klicken. Will man jemandem etwas mitteilen, schickt man eine Nachricht an @wunschname. Bei der Anmeldung kann jeder sich entscheiden, ob man nur die Antworten seiner Freunde (Follower) an sich selbst sehen will oder auch den Austausch der Freunde mit anderen, die ich gar nicht kenne und bei denen ich keine Follower bin und die bei mir auch nicht. Ich kann aber auch alles sehen, was gerade rund um den Erdball verschickt wird (public). Das ist ganz lustig manchmal und in jedem Fall international. Am besten man sucht sich Leute, die man interessant findet und die was zu sagen haben oder Blogger, die verschicken immer Links zu ihren neuesten Blogeinträgen per Twitter. Man bleibt auf diese Weise gut auf dem Laufenden. Manchmal schaut man rein, manchmal nicht, fast immer gibt es aber gute Tipps und Links zu vielen Themen. Frauen nutzen es sehr gerne um zu schnattern, wie mein alter Lehrer sagen würde. Es ist oft amüsant und meistens sehr kurzweilig. Was das Besondere ist: Man hat 140 Zeichen zur Verfügung, um das Wesentliche zu sagen. Es lehrt Konzentration. Trotzdem hat man immer noch Platz für etwas Schönes. Das waren übrigens exakt 140 Zeichen. Was oft als Einschränkung gesehen wird, ist im Grunde der Vorteil. Alle Leute, die in Diskussionsforen seitenlange Abhandlungen über Gott und die Welt schreiben, sind hier nicht zu finden. Man muss sehr auf den Punkt kommen. Wer es nicht erlebt hat, kann gar nicht erkennen, was das für eine Wohltat ist. Und man findet alles in einer eigenen Suchmaschine wieder. Wichtige Informationen kann man mit einer Raute und einem #Schlagwort versehen, sodass die Suchmaschine sofort diesen Tweet, so heißt eine Twitter-Nachricht wiederfindet - analog ist eine Antwort dann ein Re-Tweet. Wer jemandem direkt antworten will, schreibt einfach @twittername vor die Nachricht. Alle Antworten findet man hier. Achja, das Wichtigste. Da es sehr ähnlich wie SMS ist, gibt es natürlich die Möglichkeit, auch Nachrichten per Handy zu senden und zu empfangen, was bei vielen auf einfache Weise endlich die Grenze zwischen Web und Mobiler Welt aufhebt. Wer braucht Twitter? Eine unbestätigte Geschichte ist die, dass die erste Meldung des China-Erdbebens über Twitter durch die Welt geschickt wurde. Und genau hier liegt ganz klar die Stärke von Twitter. Es ist extem unmittelbar und schnell, ermöglicht eine globale Verteilung von Kurznachrichten. Bei den Attentaten und Geiselnahmen in Mumbay (Bombay) hat die Welt direkt von den Geiseln und Eingeschlossenen erfahren, was passiert, weil sie fast alles über Twitter in die Welt geschickt haben. Man kann dieses Werkzeug neben der Verbindung sehr persönlicher Netzwerke von Freunden eben auch als das erste Echtzeitmedium der gobalen Welt bezeichnen. Und um nochmal auf das Schnattern der Frauen zurückzukommen. Es ist sehr wichtig in einem virtuellen Team, dass es Ersatzkanäle für die sogenannte non-verbale Kommunikation gibt. Da man sich nicht sieht und oft über mehrere Kontinente verstreut arbeitet, sind Kurznachrichten auch und gerade über Privates und vermeintlich Unwichtiges essentiell für den Zusammenhalt einer Gruppe. Twitter leistet hier eine Menge. Wie können Firmen Twitter nutzen? Einen wichtigen Punkt hinsichtlich der Kooperation virtueller Teams habe ich gerade genannt. Twitter kann einen sehr guten Einfluß auf “gruppenhydraulische” Prozesse haben. Es ist definitv ein Medium, dass beide Seiten beherrscht: das kurze Austauschen von sehr Privatem und auf der anderen Seite das Mitteilen wichtiger Meilensteine, das Verlinken zu relevanten Webinhalten, das Stellen von Fragen oder das Diskutieren kleinerer Probleme. Twitter wird aber auch zum Markting sowie für PR verwandt. Das kleine Laptop, heutzutage als Netbook bezeichnet, namens Samsung NC10 hat einen eigenen Twitteraccount und folgt allen Techbloggern, damit liefert es ein Tool zur Marktforschung. Es liefert aber auch aktiv neue Inhalte in die Twitterwelt und verlinkt Neuigkeiten zu diesem Netbook. Verlage wie Spiegel Online oder andere verschicken die neuesten Schlagzeilen ihrer Webpräsenzen und versoregn so die Twitternutzer mit direkten Verbindungen zu Ihrer Website. Traffic generieren, nennt man das. Einige Verlage nutzen Twitter aber nicht nur als einkanaliges Rausposaunen der neuesten News sondern Antworten auf Re-Tweets der Follower oder Verfolgen ihrerseits die Neuigkeiten bestimmter Blogger um sich zu vernetzen, um die Recherchewege kurz zu halten und um einfach auf dem Laufenden zu bleiben. Das wichigste Argument hebe ich mir zum Schluß auf. Man kann dort sehr gut Kontakte knüpfen. Es ist für Außenstehende schwer vorstellbar, aber ich habe in kurzer Zeit über Twitter sehr valide Kontakte erhalten, die mein Geschäft, ich bin Freier Autor und berate in Sachen Kommunikation und Wissensmanagement, doch wider Erwarten befruchtet haben. Sogar neue Kunden habe ich über Twitter gefunden. Etwas, das bei Xing viel länger dauerte und kaum in langfristigen und guten Kooperationen mündete, da dort viele Firmen sehr extrem auf junge und billige Freelancer schielen. Da ich nicht dazu gehöre, fiel ich nicht so ins Beuteschema. Aber das kann eine Einzelerfahrung sein, die andere vielleicht nicht teilen. Wer als Firma bedenken hat, weil Twittertweets überalls sichtbar sein können, dem sei übrigens http://www.yammer.com oder besser noch http://www.laconi.ca empfohlen. Es ist fast der gleiche Leistungsumfang, allerdings für geschlossene Benutzergruppen. Hier eine kleine Liste twitternder Firmen. Ein Paar Hinweise zum Twittern allgemein:
Twitter ist kein Kanal, den man mit allem befüllt, was raus muss. Es geht eher um Dialoge, also wirkliche Kommunikation mit Anderen. PR-Berater und Marketingexperten sind auf diesem Ohr leider häufig völlig taub und nutzen Twitter wie eine Art Verteiler für Pressemitteilungen. Das ist Kommunikation des 20. Jahrhunderts. Wir schreiben mittlerweile 2009, das dritte Jahrtausend ist fast eine Dekade alt! Dazu gehört, dass man Leuten auch antwortet, die auf einen Tweet reagieren! Verlage können da noch optimieren. Viele Firmen auch. Es gibt auch Direct Messages. Also Nachrichten, die nur an Dich gehen. Das verlangt absolute Priorität! Denn Du wirst wertgeschätzt durch eine direkte Nachricht, gibst Du den Respekt zurück. Du bekommst diese Direct Messages übrigens auch an den angegebenen E-Mailaccount. Schau ruhig mal da rein ab und zu! Es ist nett, einen Link zu Produktneuheiten oder Pressemitteilungen zu twittern. Aber man verpasst den Sinn von Web 2.0 und Social Media. Erstelle einen Blogbeitrag zur PI oder ein Video und stellen es auf Youtube ein. Das ist bedeutend zielgenauer. Verschicke die PIs besser an die großen Verteiler und die Redaktionsassistenten sowie an Redakteure, die dieses Verhalten auch abgenickt haben.
Im Moment ist Twitter noch kostenlos, aber Biz Stone, einer der Gründer machte am 09.02.2009 klar, das es ein Geschäftsmodell gibt und die Gründer vorhaben, ihre Arbeit auch in Geld umzusetzen, was aus ihrer Sicht und der Persepktive des eingesetzten Venture Capitals (Amazon Gründer Jeff Bezos ist auch dabei) logisch ist. “Wir stellen fest, dass immer mehr Firmen Twitter nutzen und viele einzelne Twitternutzer diese Nachrichten lesen. Wir haben Wege, um diese Erfahrungen besser zu nutzen und werden zukünftig für kommerzielle Twitter-Konten Kosten berechnen”, erklärte Stone gegenüber dem britischen marketingmagazine.co.uk. Die Jungs, die alle früher bei Google gearbeitet haben, scheinen noch einiges vor zu haben. Ein 500 Millionen Dollar Angebot von Facebook haben sie ausgeschlagen und stattdessen eine weitere Runde über 250 Milionen Venture Capital gestartet. Befehle in Twitter : @username - Das @-Zeichen adressiert den Twitter-Nutzernamen, der dahinter steht. Schreibt man es am Anfang der Nachricht wird es als Antwort gewertet und der adressierte Nutzer sieht es bei seinen Replies.
tag - Sogenannte Hashtags werden verwendet um Tweets nach Schlagwörter zu ordnen (taggen). In der Twitter-Suche search.twitter.com kann man alle Tweets nach Hastags durchsuchen.
d username Mithilfe des vorangestellten d kann man eine direkte Nachricht an einen Nutzer schicken. Sie ist privat und wird nicht veröffentlicht. get username Mit get kann man sich das letzte Update eines Users ansehen. follow username - Damit kann man jemandem direkt folgen, was sonts nur geht, wenn man auf dessen Twitterseite auf den Button follow klickt. off oder stop oder sleep - Schaltet alle Device-Updates aus (Device sind angemeldete mobile Telefone). on oder start oder wake - Schaltet die Device-Updates wieder ein. track Wort - Ein mächtiger Befehl, mit dem man zukünftig alle Updates erhält, die das Wort enthalten. untrack Wort - Löscht das Wort aus den getrackten Wörtern. untrack all oder track off - Stoppt das tracking von Wörtern. whois username - Man erhält ein Update mit den Daten zu dem User. invite handynummer - Lädt die Person ein Twitter zu nutzen. nudge username - Fordert die Person auf ein Update zu schreiben. fav username - Fügt den letzten Tweet der Person zu den eigenen Favoriten. stats - Bringt eine kurze Statistik zum eigenen Account. Anzahl Following, Followers und welche Wörter man trackt. tracks oder tracking - Liste der Wörter, die man trackt. help - Schickt ein paar Befehle mit kurzer Erklärung als Update zurück: ‘invite’, ‘follow’, ‘track’, ‘whois’, ‘off’
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July 13 2009, 8:25am
TED-Talks: Seth Godin über Tribes
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Seth Godin bei den TED-Talks über die Art und Weise wie das Internet das Marketing revolutioniert hat. Verwandte Artikel
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May 12 2009, 9:29am
Band zahlt fürs Runterladen ihres Albums
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Noch profitabler als geklaut: Wer das neue Album der US-Indie-Band “Officer Roseland” herunterläd, bekommt einen Dollar geschenkt. Mal eine ganz neue Variante, den Marketing-Topf auf den Kopf zu hauen: Auf mystimuluspackage.org kann sich jeder Downloadwillige entscheiden, ob er den Dollar auf sein eigenes Paypal-Konto gutgeschrieben bekommen möchte oder ob er es edel an einen guten Zweck spenden will.
Stellt sich natürlich sofort die Frage, wie schrecklich die Musik von Officer Roseland sein muss, dass geschenkt noch nicht billig genug ist. Zur Beruhigung: Ganz so schlimm ist es nicht. Das Album “Stimulus Package” ist eher harmlos und egal als auffällig furchtbar.
Ebendrum ein cleverer Zug, das Marketingsparschwein für Aufmerksamkeit im Netz auf den Kopf zu hauen - denn ansonsten würde das neue Album der Band aus Philadelphia wohl niemanden interessieren. Officer Roseland selbst begründen ihre Aktion auf ihrer Homepage so: “With the music industry undergoing a drastic facelift, Officer Roseland continues to look for new and innovative ways to reach listeners tired of stale formula and slick mass-production.” Mal schauen, ob sich diese Ein-Dollar-Aktion wirklich für sie auszahlt — denn wirklich penetrant mit Tourdaten, Merchendise-Artikel oder alte Alben wird auf den Homepages nicht wirklich geworben. Und irgendwie müsste doch über irgendeinen Kanal auch mal wieder Geld reinkommen. Diese Paarung von interessanter Aktion mit egaler Musik erinnert ziemlich an “The Get Out Clause”, dieser Band aus Manchester mit dem tollen Überwachungskamera-Video. Die hatten kein Geld für einen echten Dreh und spielten darum vor den zahlreichen Überwachungskameras ihrer Stadt. Liessen sich die Aufzeichnungen per Klage aushändigen, schnippelten alles zusammen und brachten es trotz äußerst durchschnittlichem Geschrammel bei Youtube damit auf immerhin mehr als 270.000 Zuschauer. Wie großartig es wohl erst wird, wenn die Musik solcher Netzhype-Bands auch noch etwas taugen würde??
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February 25 2009, 8:00am
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