Christopher Nolan (Memento, Insomnia, Batman Begins & The Dark Knight) wird uns wieder mit einem außergewöhnlichen Film ins Kino entführen. Diesmal sind Leonardo DiCaprio, Ken Watanabe und Michael Caine dabei:
Lifestream » lifestyle
Kino-Preview: Inception
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July 9 2010, 12:02pm
Und wo lassen Sie denken?
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Das Erschreckende an diesen Diensten ist die Tatsache, das Zehntausende sich auf diese Weise gerne “beraten” lassen. In etwa so neutral, wie die professionellen Beratungen zu Finanzprodukten in der Bankenwelt. Sicher. Sauber. Günstig.
July 7 2010, 11:00am
Musik-Video des Monats: Futureheads
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Oh, es gibt wieder so eine Art Surfpunk. Das gefällt. Sehr. Dachte schon Butthole Surfers wären zum Rokoko zugeordnet worden. Song des Monats natürlich sowieso. Passt zum Wetter.
July 7 2010, 10:35am
Gute Aussichten: Die besten Sky Bars der Welt
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In den nächsten Wochen stellen wir Euch unsere Lieblingsbars über den Dächern der Metropolen dieser Welt vor, denn es gibt nichts Schöneres als bei einer Reise auch mal über den Dingen zu stehen. Unsere Route wird uns rund um den Globus führen, unter anderem mit Stopps in Shanghai, New York und Paris. Starten wir also unsere Reise im fernen Asien. Genauer gesagt in Bangkok, wo wir uns im Sirocco in luftige Höhen begeben. Verlaufen kann man sich auf dem Weg zu dieser Dachbar nicht, denn freundliche Thais weisen den Weg vom Hoteleingang zu den Fahrstühlen und passen besorgt auf, das man nicht vor lauter Staunen die Stufen übersieht, wenn man auf das Dach hinaustritt und von der Aussicht überwältigt wird. Scheinbar endlos zieht sich ein glitzerndes Häusermeer dahin, nur unterbrochen durch das dunkle Band des Chao Praya Flusses. Wie der Name Sirocco schon vermuten lässt ist es ein wenig windig auf dem Lebua State Towers, bei tropischen Temperaturen eine willkommene Abkühlung hoch über den Dächern der nicht immer frischen Millionenmetropole. Mitten im Himmel liegt die Bar auf dem 63. Stock des Hochhauses und überragt alle anderen Gebäude der Umgebung. Freie Sicht für Barbesucher. Oder Restaurantbesucher. Denn im Sirocco kann der geschätzte Leser auch unter dem thailändischen Sternenhimmel speisen. Natürlich sind die Preise hier lange nicht so günstig wie in Bangkoks Garküchen, sie können eher mit gehobenen europäischen Preisen mithalten. Dafür aber spielen Musiker sanfte Jazzmusik, während die geneigte Leserin – mit einem köstlichen Cocktail in der Hand – Bangkok aus einer ganz neuen Perspektive kennenlernt.
Sirocco auf dem Lebua State Tower
1055 Silom Road Bangrak
Bangkok 10500
Thailand
July 7 2010, 10:02am
Wedding Dress holt den Laufsteg auf die Strasse
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Wer bei Wedding Dress gleich ans Heiraten denkt, liegt hier ganz schön daneben. Wedding Dress, benannt nach dem Berliner Stadtteil Wedding, ist ein alternatives, urbanes Modefestival und eine Alternative zu den Modemessen und -schauen der Hauptstadt. Eine stetig wachsende Zahl aufstrebender und etablierter Designer präsentiert und verkauft hier ihre Kreationen. Am 10. und 11. Juli ist es wieder soweit, dann verwandelt sich die Brunnenstrasse mit zahlreichen Ständen und Showrooms zu einen großen Laufsteg. Mode und Accessoires so weit das Auge reicht. Das farbenfrohe Getümmel auf dem Straßenfest und im Designer’s Showroom mit seinen vielen kreativen Ideen hat über die letzen Jahre beständig zugenommen. Das gute Juliwetter und die zeitliche Nähe zur Fashion Week tun da ihr Übriges. Dieses Jahr steigt die fünfte Edition des immer beliebteren Festivals: Auf 500 Metern zwischen U-Bahnhof Bernauer Strasse und Voltastrasse zeigen und verkaufen rund 150 Designer aus Deutschland und Europa ihre Kreationen ein Wochenende lang. Darunter sind diesmal Kilian Kerner, Berg & Gather, A.D. Deertz, Stephanie Franzius und Marcel Ostertag. Höhepunkt der populären Veranstaltung sind die beiden Modenschauen, die das Wedding Dress ebenso abrunden wie zahlreiche lukullische und musikalische Leckerbissen um die Modemeile herum. Mehr Information unter http://www.weddingdress5.de.
July 2 2010, 10:02am
Volltreffer: Die Fussball-Tasche
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Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten. Die Tasche ist auch rund, hat aber eine deutlich längere Lebenserwartung. Denn mit dieser Wiedergeburt eines Fußballes kommen auch die weiblichen WM- Fans endlich nicht mehr zu kurz. Jede Tasche wird aus einem ausgedienten Trainingsfußball von Hand in Deutschland hergestellt und ist damit jeweils ein einmaliges Einzelstück. Die „Ball Bag“ ist auch geräumiger als man annimmt und fasst alles, bis auf die Vuvuzela. Übrigens gefällt das ungewöhnliche Accessoire nicht nur Frauen: Die Tasche hat außerdem einen extrem hohen Flirtfaktor bei jedem Public Viewing. Meine durchschnittlichen (Ball)kontakte zum männlichen Gegner? Pro Spiel mindestens drei! So macht Recycling nicht nur Sinn, sondern auch richtig Spass. Erschaffen wurde die ultimative Fantasche von dem Stuttgarter Designteam „Abteil“, das neben Fußbällen noch allerlei andere Materialien zu Taschen verarbeiten. Zu kaufen bei http://www.abteil-shop.de
June 29 2010, 11:12am
Sommer-Festivals in England
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Seit den Beatles nennt sich England gerne die Heimat der Popmusik. Man muss fairer Weise auch sagen, dass Popmusik nach wie vor eines der wichtigsten Export-Produkte Englands ist. Viele Bands, die auf deutschen und anderen europäischen Festivals spielen, kommen aus Großbritannien. Außerdem ist man hier verrückt nach Festivals und zieht scharenweise jedes Jahr mit lustigen Kostümen, bunten Zelten und manchmal sogar der ganzen Familien auf in die Felder von Glastonbury, Reading oder auf die Isle of Wight. Das muss man mal gesehen haben, schon alleine unter dem Aspekt Kulturstudien. Der Klassiker aller Festivals: Glastonbury Ist natürlich schon längst ausverkauft und auch leider schon vorbei. Weil das Kult-Festival, das als Konzert auf einer Wiese des Bauern Michael Eavis angefangen hat, aber inzwischen das beliebteste und sehenswerteste des Landes ist, soll es nur aus Vollständigkeitsgründen erwähnt werden. Und vielleicht klappt es ja nächstes Jahr. Unzählige Bühnen, ein überdimensionaler Zeltplatz und ein ganzes Dorf, das sich dem… äh Merchandising absolut überlebenswichtiger Artikel (Wasserspritzpistolen, Band-T-Shirts, Armbänder, heiße Würstchen, Bier) widmet. Und 2006 sogar ein eigener Kinofilm! Wer, wann, wo und wie viel? 23.-27- Juni, Glastonbury, ca. € 200
In der Idylle: Das Big Chill Festival Das Big Chill Festival findet in der Nähe von London statt und zwar im Schlosspark von Eastnor Castle (eigentlich für Rehe reserviert). Es wird natürlich gezeltet mit dabei sind M.I.A., Massive Attack, Kruder & Dorfmeister, Roger Eno und sogar das Kunstmuseum Tate Britain mit einer Sonderausstellung. Es gibt einen Zeltplatz für Familien mit Kindern in respektvoller Entfernung von der Hauptbühne für Ruhe am Abend und in Respektvoller Entfernung von kinderlosen Campern für die Ruhe am Morgen…das nenne ich Kinder- und Erwachsenen-freundlich.
Wer, wann, wo, wie viel? 5.-8. August, Eastnor Castle Deer Park, Herefordshire, ca. €160 DAS Festival in Wales: Green Man Zwar immer noch groß, aber nicht wie die großen Geschwister Glasto oder Reading. Joana Newsom, Tiondersticks, The Tallest Man on Earth, Flaming Lips, Field Music sind mit dabei. Insgesamt ein wenig Alternativer und dann auch noch in der spektakulären Natur des Brecon Beacons National Parks in Wales. Wer, wann, wo, wie viel? 20.-22. August, Glanusk Park (Brecon Beacons National Park, South Wales), ca € 130 Mit Option auf Nichtzelten: Reading Das Reading Festival ist nach Glastonbury ein anderes kollektives, nationales Erlebnis der Briten. Hier kommen auch jedes Jahr Hundertausende von Musikfans her. Dieses Jahr kann man die Veteranen von Guns’n Roses, Queens of the Stone Age, Arcade Fire, Weezer, The Libertines, Gogol Bordello, Phoenix, We are Scientists und die Klaxons bestaunen und natürlich viele andere Headliner und unbekanntere Bands. Vom Bahnhof Reading mit einem Shuttlebus erreichbar, ist es auch für Leute mit Zeltaversion eine Möglichkeit. Wer, wann, wo, wie viel? 27.-29. August, Reading, ab ca. € 200 And last but not least: Bestival Erst im September ist Bestival quasi der Nachzügler der Festivalsaison. Es findet auf der Isle of Wight statt, die man von England aus mit der Fähre erreicht. Vielleicht ist es nicht mehr ganz so warm wie im Juli oder August, aber das Festival hat eine ganz besondere Atmosphäre. Hier wird das Verkleiden (Fancy Dress) nämlich besonders ernst genommen. Ein großes Buuuuh! an alle, die mit Jeans und Kapuzenpullover ankommen, denn dieses Jahr ist da Thema „Fantasy“!
…inspiriert vom Space-Thema des letzten Jahres…
Zu den Headliner gehören Dizzee Rascal, Hot Chip, The Flaming Lips, The Prodigy, Roxy Music, Echo & The Bunnymen, La Roux, Mylo, Tricky und viele mehr. Wer, wann, wo, wie viel? 9.-12. September, Isle of Wight, ca. € 140 Bilder: Danke an oindypoind, reds on tour, drivingtosucceed, Girl Interrupted Eating, _moonpie und prusakolep Crossposting von hostelbookers.com
June 28 2010, 10:00am
MUSIK: Autreche – Move Of Ten
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Steve Becket, Chef des Warp-Labels und Wegbegleiter Autechres seit ihrer ersten LP, antwortete in einem älteren Interview auf die Frage, welchem seiner Künstler er es am ehesten gönnen würde, in einem Space-Shuttle abzuheben: “Ganz bestimmt Autechre. So etwas würden sie sich bestimmt nicht entgehen lassen und ihre Musik passt auch sehr gut in den Weltraum!” In fast jeder Autechre-Kritik ist die Rede von “Geräuschen, die ausserirdischer nicht mehr sein könnten”, vom “Sound, um eines Tages in einer anderen Welt aufzuwachen.” Während man den Kollegen Squarepusher eher mit schwitzenden Jazzimprovisationen assoziiert, Aphex Twin mit Horrorsoundtracks und exzentrischem Humor, waren Autechre immer die weltfremden Raumschiff-Helden aus der Zukunft…
Im Laufe ihrer Karriere bastelte das Projekt aus Rochdale, Manchester an immer detaillierteren, schwerer nachvollziehbaren Vorschlägen neuer Musik, die für Aussenstehende häufig nach unattraktiven Soundmanierismen für zurückgezogene Informatiker und Physikstudenten klang. Das abstrakte Artwork, kryptische Tracktitel und Auftritte in kompletter Dunkelheit verstärkten den unnahbaren Eindruck des eigenbrötlerischen Duos noch mehr. Fans der ersten Stunde vermissten zunehmend die harmonischen Klangteppiche der frühen Veröffentlichungen, und für den Dancefloor war diese Musik ohnehin selten zu gebrauchen. Dabei hat das Duo immer wieder den wichtigen Einfluss von Dance-Musik betont, immer wieder Mantronix, Just-Ice oder 808-State als Inspiration erwähnt. Aber eben auch Tod Dockstader und Coil.
Spätestens mit ihrem sehr ruhigen, letzten Album, ‘Oversteps’, erschienen im März, dürften Autechre einige alte Hörer wieder zurückgewonnen haben, die sich aufgrund der immer komplizierter werdenden Rhythmen abgewendet hatten. Zu Hören war experimenteller Ambient, relativ beatfrei und erstaunlich melodiös. Davon abgesehen scheint das Projekt sich immer spannenderen PR- und Release-Strategien zu widmen: Anlässlich ihrer letzten Veröffentlichung bestritten die beiden Briten eine 12-stündige Radioshow, diverse Live-Auftritte, veröffentlichten ihr Material als Doppel “12, CD, FLAC und Mp3-Album. Hinzu kam ein spezielles DJ-Set für das britische Online-Magazin ‘Fact’ und ein neues Projekt von Sean Booth mit Mika Vainio (Pansonic) und Kouhei Matsunaga,
Dass Autechre, die sich bisher meistens etwa 2 Jahre Zeit zwischen Neuerscheinungen liessen, nun innerhalb weniger Monate mit “Move of ten” eine weitere EP mit 10 neuen Stücken abliefern, beweist eine neue, unerwartete Produktivität. Die Qualität hat darunter nicht gelitten.
June 25 2010, 11:09am
CD des Sommers 2010 – NUFA: das Wetter ist schön heute
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Ich bin ja mit DAF, KFC und Fehlfarbens Monarchie und Alltag sozialisiert worden. Insofern war Ideal, Nina Hagen oder gar Nena für uns eher eine Strafe. Ideal hatte mit Effjott noch viel Glück. Als dann deutsche Texte über die Fantastischen Vier wieder salonfähig wurde, ahnte ich Schreckliches. Bands wie Juli, Wir sind Helden oder Silbermond hatten das Schreckliche vollständig erfüllt. Aber es gab ja noch die Sterne und Tocotronic zum Ausgleich. Aber Rettung naht. Zwei Songs im Radio reichten, um mich zu amazon zu treiben und heute ist das Ding in meinem CD-Player. Sommermusik pur. Manchmal überschreitet es fahrlässig diese und jene Grenze des guten Geschmacks. Immer wenn es nicht bemüht ist, hat es Stil. Am Ende hat man wunderschönen Songs gelauscht, atmosphärischen Krach gehört und dem wilden 70er und 80er Jahre Exzess der Effektgeräte eine Seite abgerungen, die schon tot schien. Man experimentiert wieder – ohne Samples. Endlich. Die bis in den letzten Click hinein perfektionierten Arrangements der amerikanischen Studios hat man sich als Negativbeispiel genommen und einfach Musik produziert und nicht Produkte auf einen Markt hin optimiert. Ort, Farbe Stimme etc., Glitzer und in müden haben das Zeug zu großer Berühmtheit. Genau genommen noch mindestens drei weitere Stücke. Prädikat: Sehr empfehlenswert. Diese Band ist offenbar ein besonderer Wein, der langsam reift und dann zum Jahrhunderttropfen wird. Man wünscht den Jungs aber doch, dass jemand beim finalen Mastern einfach alles mit viel Fingerspitzengefühl durch eine der schönen Kisten von Universal Audio schickt. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau, das in Deutschland lange Jahre nicht im Ansatz erreicht wurde. Allererste Sahne. Meine persönliche CD das Jahres schon jetzt!
NUFA nehmen DAF, Durutti Column, Fehlfarben, Wishbone Ash, Sterne und Einstürzende Neubauten an die Hand und führen sie zurück auf das Wesentliche: Unsichtbare Kraft. Absichtslose Leidenschaft. Der Hang zu Nebengleisen.
Kaufen das Ding, wer immer auf ein Crossover zwischen Rock, Indie, Krach und sentimentalen Texten steht. Ach ja, manche Songs sind zeitweise übrigens süß wie Sirup, das passt und ist weit entfernt von Krach. Macht nichts. Die Texte reißen es eh raus.
June 23 2010, 10:02am
Kubrick vs. Scorsese
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via kraftfuttermischwerk
June 22 2010, 12:00pm
Parfum unisex: PG19 Louanges Profanes
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Kennen Sie Nag Champa Räucherstäbchen aus Indien – die klassische blaue Packung? Ich liebe sie und habe sie auf Ibiza das erste Mal gekauft. Ich hatte mir dort einmal mit einer Freundin einen Wohnwagen gemietet und wir haben schon zum Frühstück im Freien diese Räucherstäbchen abbrennen lassen. Seitdem bin ich süchtig danach, weil sie mich an ein paar sehr schöne Tage in der Sonne erinnern. Diese Räuchstäbchen riechen anders als alle anderen, süßer. Kein Wunder also, dass mich Louanges Profanes sofort angesprochen hat, auch wenn ich beim ersten Mal nicht genau ausmachen konnte warum, bei der zweiten Duftprobe war die Erinnerung schlagartig da – Nag Champa, das Parfum der Götter. Hier geht’s weiter…
Die Geschichte hinter dem Parfum ist sehr schön: Eine befreundete Kundin ersuchte Pierre Guillaume „absolutes weibliches Glück“ in ein Parfum zu transkribieren. Guillaume stellte sich eine Liebesnacht mit einem Engel, verbunden mit Unschuld und Sinnlichkeit vor und wählte aus dem Religiösen entlehnte Ingredienzen um diesen Duft zu kreieren: Die Orangenblüte, die man in Frankreich der Braut ins Haar steckt, die weiße Lilie der Madonna, Weihrauch, der eine reinigende Wirkung hat, Benzoin, das von orientalischen Geistlichen verwendet wird und Edelholz, mit dem Noah seine Arche gebaut hat. In einer wundervollen Komposition ergibt dies einen floralen Orientalen, der etwas ganz besonderes hat: eine helle, cremige Nuance, die mich an eine bestimmte Sonnenmilch aus der Kindheit erinnert, und welche der Verführung mit Reinheit trotzt. Ein Spagat, der wahres Genie erfordert. Pierre Guillaume spielt mit Emotionen, olfaktorischen Erinnerungen, die gebunden sein können an Orte, Personen, Begegnungen. Dank seiner Ausbildung in Feinchemie beherrscht er sein Metier meisterhaft und schafft es auf Basis rein biologischer Naturessenzen einzigartige Düfte und wahre Wunder zu vollbringen. Kategorie: unisex Parfumeur: Pierre Guillaume Jahr: 2008 Noten: Neroli, weiße Lilie, Weihrauch, Benzoin, Guajakholz http://www.parfumerie-generale.com
June 21 2010, 11:37am
Parfum Men: Nightscape – Ulrich Lang
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Nightscape, aus dem Jahr 2009, ist eine Hommage an das nächtliche New York. Dieser Duft entwickelt sich schnell, sehr schnell. Eigentlich ist er gleich da, solch eine Präsenz hat er. Ich bin ihm vom ersten Moment an verfallen, weil ich Patchouli liebe und er einfach sehr gut gemacht ist. Ich würde ihn sogar an einem heißen Sommertag tragen, Brüche finde ich sehr spannend. Nach einem ungewöhnlichem Auftakt mit Jasmin und Geranie in der Kopfnote öffnet die Nacht ihr dunkles Herz und reißt uns hinab in einen Abgrund aus herbem Leder, köstlicher Zeder, sinnlichem Moschus und feinstem Patchouli. Ich falle…direkt in die Arme dieses modernen Orientalen. Noten: Bergamotte, grüne Noten, Jasmin, Geranie, Zedernholz, Leder, Moschus, Amber, Tonkabohne, Patchouli http://www.ulrichlangnewyork.com
June 14 2010, 10:03am
transmediale 2011
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Wer möchte, kann ab jetzt wieder seine Arbeiten einreichen für den transmediale award. Die Jury steht bereits fest: Marisa Olson (New York), Matteo Pasquinelli (Amsterdam), Brandon Labelle (Berlin), Thomas Macho (Berlin), Defne Ayas (Shanghai). Eingereicht werden können visionäre Arbeiten aus dem gesamten künsterlischen Spektrum, die sich auseinandersetzen mit den schnell wechselnden Herausforderungen, die uns die digitale, technische und netzwerkorientierte Umgebung stellt. Mehr zum transmediale Award / Vilém Flusser Theory Award 2011 hier.
June 8 2010, 9:52am
Interview: Michelle Thorne, Creative Commons
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Im Netzpiloten-Interview erklärt Michelle Thorne von Creative Commons International, warum Lizenzen vom Typ “einige Rechte vorbehalten” so wichtig sind und warum es sich auch für Urheber lohnt, über Lizenzen nachzudenken.
Ich bin Michelle Thorne und arbeite bei Creative Commons International, dem Creative Commons Ableger für internationale Portierungen. Frage: Was macht Creative Commons? Das ist eine US Non-Profit Gesellschaft, die darauf hinarbeitet, alternative Urheberrechtslizenzen bereitzustellen. Bisher ist die übliche Copyrightlizenz das Konzept “Alle Rechte vorbehalten”. Das andere Ende des Spektrums ist lizenzfrei, die sogenannte Public Domain. Creative Commons will einen Weg anbieten, sich zwischen diesen beiden Extremen zu bewegen und es Urhebern und Nutzern zu ermöglichen, genau zu entscheiden, wie ihre kreativen Werke benutzt und lizensiert werden. Deshalb bieten wir Lizenzen vom Typ “Einige Rechte vorbehalten” an. Warum braucht die Welt Creative Commons? Es gibt einen internen Konflikt zwischen dem ursprünglichen, traditionellen Sinn von Urheberrecht und unserem digitalen Zeitalter, in dem das Kopieren selbst Kern der Internetkommunikation und aller Medienkommunikation ist. Wir müssen überdenken, was es bedeutet, kreative Werke zu nutzen, auf sie zu verlinken, sie zu bearbeiten und zu teilen. Deshalb denke ich, es ist sehr wichtig, dass die Menschen sich der Gesetze bewusst sind und was die Alternativen zu diesen Gesetzen sind. Es ist ein sicherer und legaler Weg, der Öffentlichkeit genau zu sagen, wie deine Werke weiterverwendet werden sollen. Wie kann man seine Arbeit unter eine Creative Commons-Lizenz stellen? Der beste Weg ist, auf CreativeCommons.org zu gehen, oben in der Ecke gibt es einen Knopf “Lizenz”. Wenn man den anklickt wird man zu einer schönen Maske weitergeleitet, in der man die Sprache einstellen kann, die man bevorzugt. Man wird gefragt, was für Rechte man gerne anwenden möchte: Ob man die Weiterbearbeitung der Werke erlauben möchte, ob man kommerzielle Nutzung erlauben möchte. Man klickt einfach die entsprechenden Blöcke an und es wird eine Lizenz generiert, die den festgelegten Bedingungen und der jeweiligen Rechtsprechung entspricht. Das ist sehr wichtig, weil die Lizenzen auf nationales Recht zugeschnitten sind. Weil Urheberrecht grundlegend auf nationalem Recht basiert, ist es wichtig, dass es zu den Bedingungen des jeweiligen Landes passt. Woran arbeiten die Menschen bei Creative Commons? Das letzte großen Projekte war, dass wir Version 3.0 rausgebracht haben. Zuerst als nicht-portierte Lizenz, das heißt sie wurde nicht auf nationales Recht angepasst, und jetzt haben mittlerweile fast alle Länder eine Version 3.0. Das ist ein großer Schritt, weil diese neue Version sich auf einige Schwierigkeiten mit moralischen Rechten konzentriert, was ein großes Thema ist beim Europäisches Recht und anderen Rechtsprechungen außerhalb des amerikanischen Gewohnheitsrechts. Zudem werden Verwertungsgesellschaften in Zukunft eine große Rolle spielen. Es gibt ein Pilotprogramm mit den Niederlanden und der Verwertungsgesellschaft Buma/Stemra, bei dem Musiker, die mit einer Verwertungsgesellschaft arbeiten, Creative Commons Lizenzen innerhalb der Niederlande nutzen können. Warum sollte jemand eine Creative Commons Lizenz wählen? Ein wichtiger Punkt ist, dass es der Community und einem größeren Publikum signalisiert, dass man sie dazu einlädt, die eigenen Werke zu verwenden, sie anzusehen, sich damit zu beschäftigen. Es inspiriert mehr Menschen dazu, sich zu engagieren. Im Endeffekt denke ich, dass es einen sehr positiven EFfekt hat, das hat sich immer wieder gezeigt. [Science Fiction Autor] Cory Doctorow zum Beispiel hat sein Buch unter online einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht während es gleichzeitig in Druck ging. Beide Versionen wurden am gleichen Tag veröffentlicht und es ist wahrscheinlich, dass die Verkaufszahlen seines gedruckten Buchs sich durch die Onlineverbreitung sogar gestiegen sind.
June 3 2010, 1:20pm
Der Kellner und sein liebes Vieh
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Der /die Kellner/in Bedeutung: Angestellte(r) in der Gastronomie, veraltet auch Kellerjunge, Kellerknecht. Häufig verwendete Synonyme: Bierschubser, Getränkeschwester, Schankmoped, Serviertraktor, Tellermuli Lebensraum: Cafés, Kneipen, Bars, Szenerestaurants, Systemgastronomie Voraussetzungen: geschickter Umgang mit Gläsern und Tabletts, sowie diversen neurotischen Befindlichkeiten, ein sympathisches und gepflegtes Auftreten, körperliche Fitness, gutes Kopfrechenverständnis, ein stabiles Nervenkostüm, sowie ein gesundes Maß an Ignoranz gegenüber unqualifizierten Kommentaren und persönlichen Affronts Zuletzt gehörte Sätze: „Wir zahlen alle getrennt!“, „Kann ich den Kinderwagen mitten im Gang parken?“, „Kannst Du einen 500 Euro Schein wechseln?“, „Das stimmt so“ (Definitionsfrage), „Habt ihr auch Sojamilch?“, „Kann ich meinen Caesar Salat auch mit Balsamico-Dressing und ohne Hähnchen haben?“ Verdienstmöglichkeiten: ab 7 Euro /Stunde, Trinkgeld inzwischen Glückssache Zugegeben, die Fabel des ewig kellnernden Studenten ist längst hyperpräsente Realität. Die fixe Idee von schnellem Reichtum per überaus grosszügigen Trinkgeldern leider nur noch eine Mär aus dem Deutsche-Mark-Land. Hier geht’s weiter…
Doch trotz der nicht enden wollenden Rennerei und Putzerei, ewig fleckigen Schürzen und des oftmals aufreibenden „Service am Gast“ ist ein Rendezvous mit Kellnermesser und Handfeger jedem zumindest temporär zu empfehlen.
Denn im bunten Zoo der Gastronomie hat jeder sozial- und gesellschaftswissenschaftlich Versierte seine helle Freude: nirgendwo kann man seine lieben Mitmenschen authentischer und unverstellter studieren, als im eigenen Tisch-Revier.
Und mit der Zeit dämmert es dem Kellner-Kopf, dass er neben seiner Funktion als Dienst-Leistender auch noch Butler, Blitzableiter, Freiwild und Projektionsfläche für seine hungrigen, durstigen und zerstreuungssüchtigen Gäste ist. Man macht Bekanntschaft mit den absurdesten Allergien, den sinnentleertesten Bestellungen und gesellschaftlichen Entgleisungen, bei denen sich unser geschätzter Freiherr Knigge im hübsch gemachten Grabe umdrehen würde.
Man observiert kulinarische Trendwenden und die neusten Diätwunder. So verloren wir die Apfelschorle an das Rhabarber-Lager, das Kännchen Kaffee an den Soja-Latte und den Prosecco an Aperol. Spindeldürre Weibchen entwickelten über die Jahre kollektive Weizenunverträglichkeiten und das Salat-Dressing wurde kategorisch abbestellt. Der Schraubverschluss auf Weinflaschen verschliesst nun nicht mehr nur billigen Lambrusco, sondern gibt geltungssüchtige Pseudo-Sommeliers am Tisch der Kork-Lächerlichkeit preis.
Nach einer Weile Schürzen-Dienst lernt man, die Befindlichkeiten seiner Gäste innerhalb weniger Augenblicke einzuschätzen und sich in delikate Hierarchiegefüge einzuordnen. Jungen Kellnerinnen geht schnell auf, dass ein gewisser Schlag Herren ihre Bestellung bevorzugt ins Dekolletè nuscheln, ungeachtet der An- oder Abwesenheit ihrer derzeitigen Herzensdamen. Und Barmänner erhellt zu fortgeschrittener Stunde die Einsicht, dass das Privileg hemmungs- und stilloser Avancen längst nicht mehr nur der Adam-Garde vorbehalten ist.
Trotz oder vielleicht gerade wegen dieses Karnevals der unverstellten Interaktion unter (Un)gleichen, wird der Kellner-Job allzu oft zu einem Bermudadreieck für einstmals ehrgeizige Köpfe. Die Verlockung einer abwechslungs- und bewegungsreichen Tätigkeit, mit klar definierten Arbeitsabläufen und stetem Bargeldfluss, scheint einfach zu gross für all jene, die eigentlich „etwas ganz anderes machen wollen“, „eine Auszeit zwischen zähen Prüfungsphasen brauchen“ oder gerade „nichts besseres finden“. Und so wird das, was eigentlich als Übergangs- oder Ausgleichstätigkeit geplant war, oft zu einer neverending Teller-story.
Aber bekanntlich hält ja nichts länger als ein Provisorium. Jaja.
June 2 2010, 10:00am
Netzpiloten-Cinema: rip! A remix manifesto
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Ein vielfach ausgezeichneter Film des Dokumentarfilmers Brett Gaylor rund um das Thema REMIXING mit allen bekannten Größen, die zu diesem Thema schon einmal etwas gesagt haben – aus der Sicht der Akteure, also der Kreativen und der Genießer. The film’s central protagonist is Girl Talk, a mash-up musician topping the charts with his sample-based songs. But is Girl Talk a paragon of people power or the Pied Piper of piracy? Creative Commons founder, Lawrence Lessig, Brazil’s Minister of Culture Gilberto Gil and pop culture critic Cory Doctorow are also along for the ride.
June 1 2010, 10:00am
Parfum Women: La Tulipe von Byredo
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Ich widerspreche denjenigen, die behaupten, dass Tulpen nicht riechen. Tulpen haben einen ganz wundervollen eigenen Geruch und es gibt nichts Schöneres, als seine Nase in den knackigen Blütenkopf zu stecken. Zur Zeit habe ich immer einen Strauß auf dem Schreibtisch stehen – am liebsten Papageientulpen; ich liebe die ausgefransten Blütenblätter und den unregelmäßigen Farbverlauf. Auf den neuen Duft der schwedischen Manufaktur Byredo, die zur Intertrade Europe Gruppe gehört, war ich unheimlich gespannt und jetzt habe ich ihn hier. La Tulipe riecht zu Beginn leicht nach Rhabarber und sehr intensiv nach Freesien, als würde man sie direkt vor der Nase haben – und Freesien riechen wirklich sehr stark. Es ist eine kühle Süße die gleichzeitig etwas Feuchtes hat, wie Tau auf einer Blüte im Morgengrauen. Was für ein Zufall, denn neulich meinte eine Freundin zu mir, dass ich bitte einen Duft für sie finden solle, der nach Freesien riecht – ich habe ihn gefunden! Den typischen Tulpenduft kann ich leider nicht ausmachen, auch nicht den Geruch frisch geschnittener Stiele, den viele als typisch grüne Blumennote assoziieren mögen und die Christopher Brosius in seinem Duft To see a flower perfekt hinbekommen hat. Abgesehen davon ist La Tulipe ein zauberhafter floraler Frühlingsduft, der mit der Zeit eine holzig-erdige Note bekommt und in mir die Lust weckt, barfuß über eine nasse Wiese zu laufen. Kategorie: Damen Parfumeur: Ben Gorham Jahr: 2010 Noten: Rhabarber, Alpenveilchen, Freesie, Tulpe, Hölzer, Vetiver http://www.byredo.com Crosspost von http://www.olfactorialist.de
May 28 2010, 10:15am
Parfum Men: Notte Bianco – Linari
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Männer in tollen Anzügen können sehr sexy sein. Notte Bianca, was so viel heißt wie „durchfeierte Nacht“, ist der passende Duft zu diesem Outfit – ein unglaublich männliches Parfum, das nach frisch gestärkten Hemden und Zigarren riecht. Bei einem unserer legendären kochen-und-bis-tief-in-die-Nacht-reden-und-trinken-Abende mit meiner Freundin Anja kamen wir nach zwei Flaschen Weißwein zu der Überzeugung, dass Notte Bianca nach Schnee riecht. Und tatsächlich, am Morgen nach dieser “Notte Bianca”, wiederholte ich den Test und stellte fest, dass der Duft neben der warmen Kaschmirholznote und der würzigen Tabaknote etwas klirrend Kaltes hat, wie Wäsche, die an der Winterluft getrocknet wurde. Im Abgang ist Notte Bianca kühl wie ein Drink auf Eis. Doch die herbe Coolness ist nur eine Facette, die dieser Duft in seinen unterschiedlichen Stadien zeigt. Der Auftakt ist zitrisch-fruchtig mit einer süßlichen Note. Die Süße des Kaschmirholzes ist von Anfang an präsent. Die Herznote besteht aus pulsierenden Kräutern gemischt mit einer Cohiba-Note, aus dem sich eine extravagante Basis aus Absinth und grasigem Vetiver herauskristallisiert. Es dominiert das Kantige, extrem Rassige, das hinter seiner harten Schale sanfte Noten von weißem Moschus, Tonkabohne und Amber versteckt. Tonangebend ist und bleibt das Kaschmirholz, dass noch am nächsten Morgen mit seiner süßen Würze am Handgelenk an die vergangene Nacht erinnert, während die Sonne aufgeht und es Zeit wird ins Bett zu gehen. Mark Buxton schafft hat einen absolut eigenwilligen Duft kreiert. Der schwarze Flakon aus feinstem französischen Glas und einem Verschluß aus afrikanischer Wenge ist ein Designobjekt für sich und Understatement pur. Kategorie: unisex Parfumeur: Mark Buxton Jahr: 2008 Noten: rosa Grapefruit, Bergamotte, italienische Orange, Sternanis, Nelke, Salbei, Absinth, Kaschmirholz, Vetiver, weißer Moschus, Tonkabohne, Amber http://www.linari.com Crosspost von http://www.olfactorialist.de
May 21 2010, 10:32am
Prefered Video: What motivates people to work better
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Ein Video, das Dan Pinks Ansichten fantastisch visualisiert.
- Motivation
- Enterprise 20
- gesellschaft
- Firma 20
- LifeStyle
- Fremdbild
- HR
- Personalentwicklung
- Selbstbild
May 21 2010, 10:00am
Parfum – der Zauber des Unsichtbaren
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Innere Schönheit ist nicht sichtbar, man fühlt sie. Ein Duft ist eben solch ein Phänomen. Man nimmt ihn wahr – subtil oder intensiv, schüchtern oder provokant. Ein Lufthauch vermag es, uns innerhalb von Sekundenbruchteilen um Jahre zurück zu versetzen oder in ferne Länder zu entführen: vor unserem inneren Auge entstehen so genannte olfaktorische Momentaufnahmen – Reisen, Feste, Emotionen. Ein Parfum kann unsere Persönlichkeit unterstreichen oder ihr eine völlig neue Facette verleihen. Von Heinrich Heine stammt das Zitat „Düfte sind die Gefühle der Blumen“ und Coco Chanel ließ einst verlauten, dass eine Frau, die kein Parfum trägt, keine Zukunft hätte.
Auf nichts reagiert der Mensch so empfindlich wie auf Gerüche. Die Riechzellen in der Nase sind unmittelbar mit dem Mandelkern, einem Teil des limbischen Systems, verbunden. Hier ist der Sitz unserer Emotionen. Was für den einen mit einer schönen Erinnerung verbunden ist, kann bei einem anderen negative Gefühle wie Ekel oder Angst hervorrufen. Die Redewendung „Ich kann sie/ihn nicht riechen“ kommt nicht von ungefähr. Über eine weiteren Schaltzentrale, den Thalamus, werden die Informationen weitergegeben an die Großhirnrinde, die den Geruch identifiziert, z.B. als Rose, Tabak oder Moos. Trainierte Nasen können bis zu 10.000 verschiedene Gerüche erkennen.
Doch wie ist eigentlich ein Parfum aufgebaut? Düfte folgen einem bestimmten Verlauf. Der Duftaufbau ist pyramidenförmig und besteht aus Kopfnote, Herznote und Basisnote, die sich unterschiedlich schnell entwickeln.
Die Kopfnote ist der erste Eindruck eines Parfums und besteht oftmals aus Zitrusfrüchten, den so genannten Hesperiden, oder Kräutern wie Minze oder Lavendel. Die Kopfnote verfliegt nach zehn bis fünfzehn Minuten, aus diesem Grund sollte man auch niemals ein Parfum nach dem ersten Eindruck beurteilen und kaufen.
Die Herznote, auch Mittelnote genannt, entfaltet sich in der Mitte des Duftes und ist für den eigentlichen Charakter des Parfums verantwortlich. Bei Damendüften ist die Herznote meist blumig, bei Herrendüften würzig oder holzig. Oftmals finden wir Blüten wie Jasmin und Rose oder Hölzer wie Sandelholz und Zedernholz in der Herznote. Nach der Herznote wird der Duft einer bestimmten Duftfamilie zugeordnet.
Nach einer Stunde oder länger entwickelt sich die Basisnote. Sie besteht aus Inhaltsstoffen, die sich langsam verflüchtigen und lange anhalten. Die Basisnote hält mehrere Stunden und kann, z.B. auf Kleidungsstücken noch nach mehreren Wochen zu riechen sein. So kennt jeder das Beispiel des Schals, der nach dem Parfum des Besitzers riecht. Typisch für die Basisnote sind z.B. Ingredienzen wie Vanille, Patchouli, Amber oder Weihrauch.
Heute finden wir neben dem pyramidenförmigen Aufbau beispielsweise auch den sternförmigen Aufbau, bei dem alle Komponenten gleichzeitig und ergänzend zum Tragen kommen. Ein Beispiel dafür ist die Nischenmarke Humiecki & Graef.
Die Duftfamilien Man ordnet Parfums unterschiedlichen Duftfamilien zu, basierend auf deren Inhaltsstoffen. Die wichtigsten sind:
Zitrus Diese Duftfamilie beinhaltet Zitrusfrüchte wie Zitronen, Limetten, Orangen, Grapefruits oder Mandarinen. Die Düfte zeichnen sich durch eine gewisse Frische und Leichtigkeit aus.
Holzig Diese Düfte sind warm und holzig und enthalten edle Hölzer, wie z.B. Rosenholz, Kaschmirholz, Zedernholz, Sandelholz und das momentan mittlerweile fast inflationär verwendete Adlerholz, auch unter dem Namen Oud bekannt geworden.
Blumig Wie der Name schon sagt, zählt man hierzu florale Düfte, die Noten wie Rose, Jasmin, Maiglöckchen oder viele andere enthalten. Man kann diese Familie wiederum in Untergruppen wie blumig-frisch, blumig-holzig, blumig-orientalisch usw. unterteilen.
Orientalisch Orientalische Düfte haben ein ganz besonders würziges Aroma. Inhaltsstoffe sind oftmals Amber, Patchouli, Vanille etc.
Chypre Namensvetter dieser Familie war der Duft Chypre von Coty (1917). Er basiert auf einer harmonischen Kombination von frischen Nuancen in der Kopfnote, einer blumigen Herznote und würzigen, erdigen Ingredienzen wie z.B. Patchouli in der Basisnote.
Fougère Diese überwiegend maskuline Duftrichtung leitet sich ab von einem Parfum aus dem Hause Houbigant, Fougère Royale (1882). Fougère-Düfte enthalten krautig-frische Noten wie Farn oder Moos.
Aldehyde Aldehyd-Noten sind synthetisch hergestellte Inhaltsstoffe, die blumig, fruchtig oder holzig-pudrig riechen. Erstmals wurden sie 1921 im berühmten Chanel N°5 verwendet. Sie verleihen dem Parfum Strahlkraft und können einem Duft aus überwiegend natürlichen Ingredienzen den letzten Kick geben.
Aquatisch Diese Note wird beispielsweise durch die Verwendung der Stoffe Calone oder Melonal bei einem Parfum erzeugt. Sie riechen nach Meer, Algen und Salz und verleihen dem Duft den Eindruck einer Meeresbrise.
Tabak/Leder Nicht mehr nur eine Männerdomäne – diese Duftfamilie beinhaltet Parfums, die nach Pfeifentabak, Zigarre oder Leder riechen. Sie sind meist sehr animalisch und verführerisch schwer. Eines der berühmtesten Parfums dieser Familie ist sicherlich Cuir de Russie von Chanel.
Wo trägt man ein Parfum auf? Am besten an gut durchbluteten Körperstellen, also an den Handgelenken, den Armbeugen oder am Hals, Dekolleté und hinter den Ohren. Viele Menschen sprühen es auch gerne in ihre Haare, da sie den Duft lange speichern. Gerne wird Parfum auch auf die Kleidung gesprüht, da jedoch gerade hochwertige Parfums einen hohen Anteil an Parfumölen enthalten, ist davon eher abzuraten.
Die zweite Regel, die man beachten sollte ist: niemals reiben. Geben Sie dem Duft die Möglichkeit, sich zu entfalten, er besteht aus Molekülen. Durch Reiben zerstören Sie die Duftstruktur.
Und noch ein Tipp, damit das Parfum länger auf der Haut bleibt: cremen Sie sich vorher mit einer geruchsneutralen Feuchtigkeitspflege ein, sonst saugt ihre Haut das Parfum zu schnell ein.
Sollten Sie auf der Suche nach einem neuen Duft sein, vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl, jeder springt auf das an, was er intuitiv mag. So habe ich beispielsweise festgestellt, dass alle Düfte, die ich über Jahre getragen habe, Patchouli enthielten, auch wenn man es nicht unbedingt gleich heraus gerochen hat. Das war mein „roter Faden“. Andere mögen eher saubere Düfte, aquatische Parfums oder wieder andere springen auf Weihrauchdüfte an. Es gibt auch regionale Vorlieben, so sind die Amerikaner die „Saubermänner“, sie mögen gerne Düfte, die riechen wie frisch gewaschen, als Beispiel die bekannten „Clean“ Parfums. Die Italiener kreieren ihre Parfums mit heimischen Ingredienzen, so enthalten die berühmten Capri-Düfte von Carthusia viele Zitrusfrüchte, Blumen und heimische Kräuter. Die Franzosen sind eher elegant und traditionell geprägt, die Briten üben sich in dezenter Vornehmheit, die Araber mögen es orientalisch und schwer, die Deutschen haben eine Vorliebe für leichte Chypre-Düfte. In tropischen Gefilden erfreuen sich verständlicherweise frische und exotische Düfte großer Beliebtheit.
Ein paar Regeln, die Ihnen helfen, einen Duft richtig zu beurteilen:
1.Teststreifen aus Papier sind nicht aussagekräftig, man kann sich damit an einen Duft herantesten, aber ob man ihn wirklich mag und ob er zu einem passt, kann man nur herausfinden, wenn man ihn auf der Haut ausprobiert. 2.Tragen Sie das Parfum 24 Stunden und entscheiden Sie sich nicht nach 10 Minuten zum Kauf. Die Kopfnote verfliegt und der Duft kann sich noch komplett anders entwickeln. 3.Manchmal gefällt einem ein Parfum auf den „ersten Blick“, doch nach Stunden geht er einem auf die Nerven und man versucht, ihn mit wiederholtem Händewaschen loszuwerden – vergeblich. Daher tragen Sie ihn lange genug und gucken Sie, wie sie mit ihm auskommen. Gehen Sie mit ihm zur Arbeit, Kaffee trinken, einkaufen und ins Bett. Wenn er ihnen am nächsten Morgen noch gefällt oder nicht mehr aus dem Kopf geht, liegen Sie mit Ihrer Entscheidung richtig. 4.Die Entwicklung eines Duftes ist von vielen Kriterien abhängig, etwa davon, ob wir eine trockene Haut haben, oder eher ölige oder was wir gegessen haben. Sogar das Wetter spielt dabei eine Rolle, beispielsweise, ob wir in einem trockenen Klima leben oder in einem eher feuchten. Je nach Luftfeuchtigkeit entfaltet sich auch der Duft mehr oder weniger. Jährlich erscheinen bis zu 200 neue Parfums auf dem Markt. Der Markt wird von mächtigen Großkonzernen dominiert, die Milliardenumsätze machen, besonders Designerdüfte verkaufen sich sehr gut. Daneben gibt es die kleinen, feinen und sehr exklusiven Nischen-Marken, die mit hochwertigen Inhaltsstoffen arbeiten und dem Wort Individualität und Qualität eine völlig neue Bedeutung geben. Denn das, was uns von den großen Marken als etwas ganz Besonders verkauft wird, ist trotzdem nichts als Massenware, bei der man hauptsächlich für den Namen zahlt. Stellt sich die Frage, ob wir wirklich alle gleich riechen möchten? Natürlich nicht. Dann kann ich Ihnen nur raten, kleinen Firmen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, denn dort gibt es wahre Schätze zu entdecken und ich verspreche Ihnen, dass es Ihnen nie wieder passieren wird, dass in der Bahn 10 andere Personen genauso riechen wie Sie. Bildnachweis: Lena Brombacher
May 17 2010, 10:00am
Noch mehr Bio-T-Shirts mit schönen Motiven
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Es gibt noch ein kleines Label namens marchmellow in Berlin, das sich – auch wie unsere Vorstellung von gestern – dankenswerterweise um die Rettung des T-Shirt bemüht mit fairtrade, organic cotton und wirklich schönen Motiven. Auch hier empfehle ich das frühzeitige Eindecken mit den wirklich total uncooolen und daher absolut tragbaren T-Hemden für Damen und Herren.
May 12 2010, 11:00am
Video: American Streamline Design
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Streamline-Design ist eine späte Form des Art Déco. Reling und Bullaugen waren spezifisch für diese Formen.
May 12 2010, 10:00am
Die amtlichen Art-T-Shirts
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Des Artistes sind die einzigen, denen ich vollumfänglich das Recht einräume, den Platz auf T-Shirts zu bedrucken. Da ich mittlerweile Hirnerweichung erleide bei all den coolen Sprüchen und lustigen Grafiken, ist das hier wirklich und in allem Ernst das Beste auf dem T-Shirt-Markt seit der Erfindung der kontrolliert-biologischen Baumwolle als Fellersatz. Künstler: Ai Weiwei und viele andere. Und die unterstützen auch noch Doctors Without Borders/Médecins Sans Frontières (MSF). Hinsurfen und den Laden leerräumen. Die sind bei mytheresa.com – dort gibt es auch nette Schmücke. So geht übrigens Constructive Capitalism.
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May 11 2010, 10:00am
Tracey Thorn: Neue CD hier Probehören
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Wer etwas älter als die digital natives ist, der kennt noch Everything But The Girl, deren Sängering Tracey Thorn hat eine neue Platte ‘Love And Its Opposite’ gemacht. Einige werden ihre Stimme aus von Massive Attack oder Style Council CDs kennen. Ein Genuss, den uns NPR.org zur Verfügung stellt.
May 10 2010, 11:00am














