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Lernrevolution mit Social Media

Präsentation eines Vortrags von Kathrin Ulrich zum Thema Lernen am Arbeitsplatz vom 28. März: Impulsvortrag Lernrevolution mit Social Media View more presentations from MFG Innovationsagentur

April 1 2011, 9:45am

Good School in Hamburg: Are friends electric?

Tweet, blink, chak, boing. Auf Sendung waren in der Good School jedenfalls ALLE und ALLES, soviel ist klar. Eine leuchtend, twitternde, Fleecedecke – eine Loopbox – missmutige, eifersüchtige Sparschweine – ein Nasometer für tweets – ein Stressreaktionsbär – ein twitter Globus – ein Ponyrennen der virtuellen Eitelkeiten – und ein Real-Step-Controller für Minecraft…

Die Good School in der Lagerstraße im Hamburger Schanzenviertel ist eine Fortbildungsstätte für Werbeagenturen. Simone Ashoff und Christian Gast fühlen am Puls der Kommunikationsgesellschaft, um Phänomenen wie Social-Networks und Open Source-Lösungen nachzuspüren. Hierzu werden Experten geladen, die aus berufenem Munde und mit geschickter Hand vermitteln. Lernen und Erfahrungen sammeln bedeutet in der Good School, Neues mit Kinderaugen zu betrachten, das sorgt oftmals für ungewöhnliche Ansätze. Es steht „Physical Computing“ auf dem Stundenplan. Pünktlich um 8.30h zur ersten Stunde war ich wohl das letzte Mal in der Mittelstufe und auch Samstagunterricht hatte ich dort zuletzt. Aber da war Schule noch Schule ohne das Prädikat „Good“.

Marcus Nowotny und Alex Weber von der Hamburger Gruppe Palo Altona sind als Arduino-Dozenten gewonnen worden. Jeder der keinen Arduino kennt, noch keinen getroffen hat oder an Kampfstern Galaktika denkt, kann beruhigt sein. Das ging den meisten Teilnehmer der Workshops ähnlich. Der Arduino erinnert an ein Geek Toy aus den Anfangstagen der Computerwelt. Er besteht aus einem Board mit Steckverbindungen und USB-Anschluss. An den Arduino können u.a. Druck-, Helligkeits- und Bewegungssensoren in Verbindung mit Ausgabemedien wie Motoren, LEDs und Lautsprechern gestöpselt werden. Mit einem Rechner verbunden wird der Arduino ein Bindeglied zwischen digitaler und analoger Welt und erweitert somit den Gestaltungsrahmen individueller Kampagnen. Beispiele hierfür sind eine U-Bahn-Treppe in Stockholm, die durch Drucksensoren und Lautsprechern zur Klaviatur umfunktioniert wird, oder Turnschuhe, die beim Verbiegen Sounds erzeugen.

Nach ersten Steck- und Programmierübungen lassen sich schon Erfolge erkennen. Weiteren Input erhält die Klasse von Fabian Hemmert, der als Doktorand der Designforschung in den T-Labs der Telekom viele beeindruckende neue Entwicklungen auf Arduino-Basis vorstellt.

Der zweite Tag steht im Zeichen des Bastelns. Das Selber-Hand-Anlegen sowie Einfälle schnell und effektiv umsetzen, liefert ein reales Gefühl für die außerordentliche Vielfalt, die schon ein einfaches technisches Ensemble bietet. Von der ersten Idee über die Fertigstellung bis zur Präsentation bleiben nicht ganz 10 Stunden. Die entspannte Atmosphäre unter den Teilnehmern lässt die Zeit verfliegen. Nicht zuletzt, weil das Good School Team jedem bei seinem Projekt zur Seite steht. Und am Ende des zweitägigen Workshops Palo Altonale sind alle Projekte funktionstüchtig beendet. Jeder nimmt viele gute Erfahrungen und seinen lieb gewonnenen Arduino mit heim. Und nach dem Workshop ist klar, friends sind nicht nur electric sie sind auch „Good“. Klassenziel erreicht.

Der nächste Termin für das „Physical Computing“ –Seminar ist der 4. und 5. März 2011. Programm und weitere Informationen über: http://www.good-school.de

Autor: Fabian Ziemer ist Student, Kulturanthropologie und Philosophie Uni Hamburg und zur Zeit Praktikant bei den Netzpiloten in der Hamburger Niederlassung.

November 22 2010, 10:00am

TED2010: Sir Ken Robinson on learning revolution

Der beste Beitrag der TEDtalks in diesem Jahr im Februar in Longbeach kam vom Briten Sir Ken Robinson:

June 3 2010, 10:00am

TEDtalks: What adults can learn from kids

April 14 2010, 12:30pm

Erfolgreich durch die Prüfung mit Cobocards

Wer vor einer wichtigen Prüfung steht, stellt sich häufig die Frage, wie er all die wichtigen Vokabeln, das Faktenwissen oder Jahreszahlen rechtzeitig in seinen Kopf bekommt. Viele greifen dabei auf die bewährte Methode der Lernkarten zurück. Die Frage auf der einen, die Antwort auf der anderen Seite. Das System eignet sich somit sowohl zum Selbstlernen als auch zur Kontrolle. Cobocards ist ein Dienst, der das bewährte Prinzip ins Netz überträgt und um einige Funktionen ergänzt. Die grafische Oberfläche ist gelungen, aber wie zeigt sich Cobocards hinter den Kulissen? Wie funktioniert Cobocards? Cobocards macht von Anfang an alles richtig, was man sich als Lerner wünscht. So sind die Einstiegshürden gering, da man lediglich eine E-Mail-Adresse, einen Usernamen und ein Passwort benötigt. Die E-Mail-Adresse muss nicht verifiziert werden, so dass man direkt loslegen kann. Pfeile und Legenden leiten den Nutzer dann zu seinem ersten Kartenset und den eigentlichen Lernkarten. In Kartensets kann man die Karten thematisch ordnen, die Karten beruhen auf dem bewährten Prinzip von Frage und Antwort. Für die Karten selbst steht eine begrenzte, aber ausreichende Anzahl von Formatierungen zur Verfügung, mit denen man wichtige Punkte auf den Karten hervorheben kann. Hat man dann seine Karten erstellt, kann man sich nach Wahl in einer vorgegebenen oder zufälligen Reihenfolge abfragen lassen. Dabei bekommt man die Frage angezeigt und kann seine Vermutung noch einmal eintippen, bevor man sie mit der Antwort vergleichen kann. Dazu stehen sinnvolle Zwischenstufen zur Verfügung: “gewusst”, “halb gewusst”, “nicht gewusst”. Die Karten kommen dann in entsprechende Kategorien, so dass man problemlos alle nicht gewussten Fragen noch einmal wiederholen kann. Zudem gibt Cobocards dem Lerner eine schöne Bilanz, um seinen Lernerfolg zu bewerten. Cobocards bietet einige sinnvolle Kategorien, um den Lernvorgang zu strukturieren Außerdem gibt es eine Reihe von sinnvollen Zusatzfeatures. So kann man sich die Karten über verschiedene Vorlagen ausdrucken. Zudem kann man im Team arbeiten, zusammen Kartensätze anlegen, gegenseitig überprüfen und die anderen abfragen. Damit können sich Klassen oder Lerngruppen die Arbeit teilen. An wen richtet sich Cobocards? Mit seiner klaren Fokussierung auf ein eng begrenztes, aber wohl bekanntes Feld richtet sich Cobocards vorrangig an Schüler und Studenten, die für Prüfungen lernen müssen. Dabei fällt sehr positiv ins Auge, wie kinderleicht und intuitiv die Bedienung des Dienstes vor sich geht. Blogpiloten-Urteil Cobocards macht einen fantastischen Eindruck. Der Dienst ist kinderleicht zu bedienen, bietet eine Reihe sinnvoller Funktionen, ohne jedoch überfrachtet zu sein, und sieht gut aus. Kleiner Wermutstropfen: leider gibt es noch keine mobile App, mit der man leicht auf einem Mobiltelefon lernen könnte. Das wird jedoch dadurch abgeschwächt, dass es eine eigene PDF-Vorlage gibt, die die Karten für mobile Geräte aufeinanderfolgend anzeigt. Das soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass man Cobocards jedem, der für eine Prüfung Lernstoff pauken muss, wärmstens ans Herz legen kann.

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May 27 2009, 2:10pm

Interview: “Wissenschaft muss öffentlicher werden”

Die Themen Wissenschaft, Bildung, Lebenslanges Lernen und Co. blitzen immer mal wieder in der öffentlichen Debatte auf. Gerade in Wahlkampfzeiten wird gerne mehr Geld für Forschung und Lehre, Wissenschaft und Bildung gefordert oder von der Politik versprochen. Egal, ob aus diesen Absichtsbekundungen auch tatsächlich Projekte werden oder nicht, lassen sich neben diesen politisch motivierten und medial plakativ inszenierten Bildungsoffensiven beim wissenschaftlichen Nachwuchs im Bildungssektor selbst Innovatoren ausmachen, die wirklich etwas bewegen. So zum Beispiel Dr. Christian Spannagel, Juniorprofessor von der PH Ludwigsburg. Im Interview mit den Blogpiloten erläutert er sein Selbstverständnis als “öffentlicher Wissenschaftler” und erklärt, wie er durch das Social Web zusammen mit anderen Innovatoren ein Netzwerk aufgebaut hat, das die Art und Weise wie wir über Lehren und Lernen nachdenken revolutionieren könnte. Christian, im April hat das 3. EduCamp - ein BarCamp zur Zukunft des Lernens - stattgefunden. Du warst bei allen drei Camps dabei. Business as usual oder neue Impulse? Wie sind Deine Eindrücke? Ich würde sagen beides, also business as usual und neue Impulse - wobei ich ersteres positiv meine: Das dritte EduCamp war - genau wie die beiden EduCamps zuvor - eine einfach gut gemachte Veranstaltung mit äußerst interessanten Teilnehmern und inspirierenden Gesprächen. Wie immer gehe ich sehr gestärkt und mit vielen Ideen aus dem EduCamp heraus, was enorme gedankliche und vernetzungsmäßige Auswirkungen auf meinen Alltag hat. Das Zentrale beim EduCamp ist für mich mittlerweile die Tatsache, dass ich mich hier zahlreichen Menschen vernetzen kann - auch virtuell übers EduCamp hinaus -, und dass ich dieses Netz für meine Innovationen in der Lehre brauche. Mit einem starken Netz aus Top-Leuten im Hintergrund ist man einfach mutiger, neue und außergewöhnliche Wege im Bildungsbereich zu gehen. Sollte man mal auf die Nase fallen, wird man von seinem “Netz aufgefangen”. Und wenn es klappt, wird man von den Menschen in seinem Netzwerk bestärkt - und das macht unglaublich stark. Wie sehen diese Innovationen in der Lehre aus, die Du in den vergangen Jahren selbst und mit Hilfe Deines Netzwerkes geschaffen hast? Eine ganz wesentliche Veränderung meiner Arbeit hat sich durch die Tatsache ergeben, dass ich mich als “öffentlicher Wissenschaftler” begreife. Dabei handelt es sich um ein Konzept, das sich u.a. durch Anregungen aus deiner “Hard Blogging Scientists”-Bewegung und aus Gesprächen mit dir und EduCamp-Teilnehmern wie Jean-Pol Martin und anderen entwickelt hat. Darüber hinaus hat sich meine Lehre grundlegend verändert. Die Methode “Lernen durch Lehren“, die Neuronenmetapher, Weltverbesserungsprojekte, die zahlreichen Möglichkeiten des Web 2.0: Das alles sind Aspekte, die meine Lehre grundlegend umgekrempelt haben. Ich kann also sagen: Die EduCamps - und damit meine ich insbesondere auch die Menschen im EduCamp-Kontext - haben mein wissenschaftliches und auch mein persönliches Leben komplett verändert. Das ist etwas, was ich nie im Leben vermutet hätte! Lernen durch Lehren? Neuronenmetapher? “Lernen durch Lehren” - oder kurz LdL - ist eine Methode, die von Jean-Pol Martin entwickelt wurde. In dieser Methode unterrichten sich die Schüler gegenseitig. Dies bedeutet nicht, dass sie nur Referate halten. Sie “halten Unterricht”, d.h. sie überlegen sich auch Aufgaben für ihre Mitschüler und planen Methodenwechsel ein. Die Neuronenmetapher gibt Hinweise, wie man sich in Gruppendiskussionen und in vernetzten Umgebungen verhalten sollte: Es ist wichtig, dass man seine Ideen und Fragen nicht für sich behält - etwa aus Angst, etwas Falsches zu sagen - sondern dass man seine Gedanken einfach “wie ein Neuron abfeuert”. Diese Information wird dann im Netz in Interaktion mit den anderen Neuronen - also Leuten, die ebenfalls angstlos ihre Ideen preisgeben - verarbeitet. So kann in der Gruppe neues Wissen entstehen. Und was genau verstehst Du unter einem “öffentlichen Wissenschaftler”? Ein öffentlicher Wissenschaftler arbeitet nicht im Elfenbeinturm und praxisfern, sondern er vernetzt sich mit Menschen auch außerhalb der Hochschule, um im direkten Erfahrungsaustausch wissenschaftlich zu arbeiten. Er publiziert also nicht nur öffentlich, sondern er bindet andere Menschen auch direkt in den Prozess der wissenschaftlichen Wissenskonstruktion mit ein. Gerade im Bildungssektor halte ich es für wichtig, dass man nicht an der Hochschule vor sich hin forscht, sondern dass man in intensivem, unmittelbarem Austausch mit Lehrern, Schülern, Studenten, Referendaren, Lerncoaches, E-Learning-Experten usw. steht. Und dies erreicht man über Web-2.0-Tools. So kann man beispielsweise an einem Text in einem Wiki arbeiten und lädt alle über Twitter ein, daran mitzuwirken oder Ideen und Anregungen zu geben. Oder man reflektiert seine eigene Arbeitsweise in seinem Weblog, denkt dadurch tiefer über sich und seine Arbeit nach und erhält über Kommentare auch noch Anregungen von außen, um nochmal den Begriff “hard blogging scientists” aufzugreifen. Es hat also einerseits etwas mit der persönlichen Haltung und Überzeugung zu tun. Andererseits aber auch etwas mit Kommunikationstools im Web 2.0. Welche Rolle spielen die Techniken und Praktiken des Social Web? Das Social Web spielt eine überaus wichtige Rolle. Es ermöglicht es mir, mich mit den Menschen z.B. aus dem EduCamp-Kontext auch außerhalb der EduCamp-Realtreffen zu vernetzen. Twitter beispielsweise ist ein Tool, mit dem ich mich auch im “Alltag” mit meiner Peer Group intensiv austausche - sei es wissenschaflich oder privat. Das Ganze findet natürlich öffentlich statt, so dass sich auch neue Personen einklinken und mitmischen können. Das ist eine sehr dynamische Web-2.0-Umgebung, in der man sich da bewegt. Gerade diese Dynamik setzt sich für mich auch im Alltag fort: Neue Ideen, Innovationen und Anregungen aus Diskussionen nehme ich aus der virtuellen Welt mit in meinen Alltag und speise meine Erfahrungen wieder in die Netze ein. Ich habe so den Eindruck, sehr viel schneller voranzukommen als alleine: 1000 Gehirne können eben doch kreativer sein als ein einziges. Gerade das ist ein starkes Argument dafür, öffentliche Wissenschaft zu betreiben. Wir wird das in Deinem Umfeld wahrgenommen? Ist ja schließlich ein Bruch mit den bestehenden Gepflogenheiten… Wie nehmen Deine Kollegen und wie Deine Studenten Deinen Ansatz wahr? Kommt das bei allen gut an, ob gibt es Kritik? Der Ansatz des öffentlichen Wissenschaftlers wird von Kollegen und Studierenden eigentlich sehr positiv aufgegriffen. Ernsthafte negative Kritik habe ich von direkten Kollegen nie erhalten. Im Web wird öfter das Problem diskutiert, dass andere einem Ideen “klauen” können, wenn man öffentlich arbeitet. In gewissen Bereichen kann ich diese Bedenken nachvollziehen, beispielsweise wenn es um Patente o.ä. geht, aber im Bildungsbereich sehe ich hier z.B. überhaupt kein Problem. Wenn jemand Anderes meine Idee aufgreift und weiterführt, dann kommen wir gemeinsam doch schneller vorwärts, als wenn ich es alleine angehen würde. Die Aussage “Das war aber meine Idee” hat im Bereich öffentlicher Wissenschaft nur eine geringe Berechtigung: Man fasst sich eher als Community auf, die gemeinsam Probleme angeht und löst. Ein Spin-Off-Projekt, das aus Deiner Arbeit, Deiner Einstellung und auch ein bisschen im Dunstkreise der EduCamp-Community entstanden ist, ist die Maschendraht-Community. Wie kam es zur Gründung und was ist die Motivation? Zunächst einmal möchte ich betonen, dass nicht ich die Maschendraht-Community gegründet habe. Zwei Studentinnen von mir - Melanie Gottschalk und Ulrike Kleinau - haben die Community ins Leben gerufen, es handelt sich also um ein studentisches Projekt. Es ist aus einer Erfahrung in einem Seminar heraus entstanden: Ich habe über die Aktionen meines Informatikdidaktik-Seminars gebloggt und getwittert, was dazu geführt hat, dass sich ganz viele Menschen in das Seminar eingebracht haben u.a. “EduCamper” wie Jean-Pol Martin, Lutz Berger, Jana Hochberg und andere. Es wurde zum “öffentlichen Seminar”, und das war sehr motivierend für die teilnehmenden Studenten. Ihre Aktivitäten haben auf einmal Aufmerksamkeit von überall her genossen! Entscheidend hierfür war, dass ich bereits eine gewisse “Grundvernetzung” besessen habe, über die die anderen Menschen “angelockt” wurden. Die Maschendraht-Community ist entstanden, um diese Erfahrung auch anderen Lehrern und Dozenten zugänglich zu machen mit der Message: Verschafft euch eine Grundvernetzung (im Web 2.0), schreibt dort über eure Aktivitäten an der Schule oder Hochschule, und öffnet dadurch eure Seminare für die Zusammenarbeit mit Menschen außerhalb der Bildungsinstitution. Hierdurch können tolle “Weltverbesserungsprojekte” angestoßen werden, die für alle Beteiligten äußerst motivierend sein können! Eine Herausforderung, die die Community der “Öffentlichen Wissenschaftler” und die erweiterte EduCamp-Community noch meistern möchte, ist, mehr Öffentlichkeit herzustellen und die Leute für Innovationen im Bildungssektor zu begeistern - die politischen Entscheidungsträger nicht zu vergessen. Welche Wege und Möglichkeiten siehst Du hier? Politische Entscheidungsträger sind außerhalb meines Fokus - hier sehe ich nur wenig Möglichkeiten für erfolgreiche Überzeugungsarbeit, da in diesem Bereich auch ganz andere Interessen eine Rolle spielen. Ich arbeite lieber im Kleinen - d.h. ich versuche, Projekte zu machen - z.B. mit meinen Studenten - und dadurch erst einmal selbst Erfahrungen zu sammeln. Das Ganze wird dann ins Web 2.0 eingespeist via Weblog, Twitter und Co., um andere darauf aufmerksam zu machen. Vielleicht lässt sich ja noch jemand anders dadurch inspirieren - das ist in der Vergangenheit schon mehrmals passiert! Das heißt: Ich möchte nicht missionieren oder überreden, sondern ich möchte Beispiele geben und diese verbreiten. Und das darf nicht nur innerhalb des Web 2.0 geschehen, sondern muss auch offline passieren (damit auch “Offline-Menschen” Ideen bekommen, wie man online arbeiten kann. Daher richten wir beispielsweise am 9. Mai an der PH Ludwigsburg einen “Lernen-durch-Lehren (LdL)”-Tag aus, an dem Lehrer, Studenten und Dozenten zusammenkommen und gemeinsam über die Methode LdL und die Möglichkeiten des Web 2.0 beim Lernen diskutieren. Ich bin gespannt, wie es weiter geht! :-)    Verwandte Artikel

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Dr. Petra Grell ist Professorin für "Medien und lebenslanges Lernen" an der Universität Potsdam. Im Interview spricht sie über die Struktur von lebenslangem Lernen, welche Rolle Medien dabei spielen und warum insbesondere Blogs und Web 2.0 eine neue Lernkultur ermöglichen. Cast: Steffen Bueffel

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