Wir haben uns daran gewöhnt, dass Google ein gefährlicher Datenkrake und Apple ein nimmersatter Verkäufer digitaler Spielzeuge ist. Diese Archetypen der digitalen Ökonomie haben mittlerweile sogar schon einen Urahn: Der Großvater Microsoft röchelt noch ein wenig auf dem Sofa des weltweiten Datennetzes vor sich hin. Aber auch dieser Methusalem hatte einst richtige Feinde. Vor 10 Jahren hatten Legionen von Journalisten vor den Konsequenzen der digitalisierten Arbeitswelt gewarnt. Die Menschen wurden krank vor schlechten Monitoren und Bürostühle genügten nicht mehr den ergonomischen Anforderungen. Vor allem der Aufbau der Oberfläche von Microsofts Bürolösungen galt als steinzeitlich. Heute ist das alles vergessen. Seit wir den Monitor auf ein Zehntel verkleinert haben und darauf herumwischen, geht es uns so gut, dass die wahren Gefahren nur noch von den Datenbanken der Werbenetzwerke ausgehen. ZEIT und Süddeutsche Zeitung hatten Mitte der Woche berichtet, dass die kapitalistische Großinvasion namens Google ihre giftigen Arme auf uns gerichtet habe. In einer Datenbank mit dem mysteriösen Kürzel DDP sollten die Interessen der Werbekunden an den Meistbietenden verhökert werden. Der Datenschutz – die goldenen Bulle der letzten Jahre – war in Gefahr. Offenbar hatte Google vor, uns alle zu verwanzen… Man schrieb von der Website des amerikanischen Marketing-Fachblatts AdAge ab. Zumindest glaubte man, den Artikel dort verstanden zu haben. Dort wurde eine neue Lösung der Googlianer für das Target-Markting von Bannerwerbung auf Websites vorgestellt. Das Ziel bei dieser Form der Werbung liegt darin, den älteren Semestern im Internet Werbung für Kreuzfahrten auf den Leib zu schneidern und dem siebzehnjährigen Enkel die neueste CD seiner Lieblingsband zu präsentieren. Die Süddeutsche zog ihre Schlüsse etwas voreilig:“Künftig sollen Werber bei Google Daten von Verbrauchern kaufen können, mit Name, Adresse und, vor allem, nach Interessen sortiert.“ Google hat solche Adressen in den allermeisten Fällen vermutlich gar nicht. Und wenn sie die hätten, wäre es das Ende des Werbegeschäfts, wenn sie sie verkauften. Das Vertrauen wäre dahin – weltweit. Im Gegenteil sind es nicht selten dessen Kunden, die Online-Shops und Versandhändler, die ein einträgliches Geschäft mit der Vermietung von Adressen betreiben. In Wirklichkeit geht es bei Googles Plattform namens AdExchange um die Werbeplätze auf einer Website, auf denen die sogenannten Banner erscheinen, die uns so freundlich blinkend den letzten Nerv rauben, wenn wir einen Artikel in einem Online-Magazin verstehen wollen. Das Dementi von Google kam dann auch kurze Zeit später auf Google+, dem sozialen Netzwerk des Werbemonopolisten: „Wir verkaufen keine Nutzerdaten oder -profile und werden das auch in Zukunft nicht tun. Richtig ist, dass wir zusammen mit anderen Werbenetzwerken an Initiativen arbeiten, das Datenmanagement von Interessenskategorien zu vereinfachen, indem die vorhandenen Daten aus verschiedenen Werbenetzwerken auf einer Plattform zusammengefasst werden.“ Man will dort sogar dem Nutzer ermöglichen, aus der personalisierten Werbung anhand von Interessensgebieten auszusteigen. Genau dieser Datenbank gegenüber soll der Nutzer dann erklären können, dass er keine persönliche maßgeschneiderte Werbung haben will. Ein totales Aus der Werbung hätte fatale Folgen. Denn das würde automatisch zur Folge haben, dass 90% aller professionellen Webangebote Abonnementkosten erheben müssten. So gesehen ist eine personalisierte Werbung das kleinere Übel. Und es ist für viele junge Männer eine gute Entwicklung, dass im Web keine Werbung mehr für Damenbinden, Treppenlifte und ausgefallene Hüte um ihre Aufmerksamkeit buhlt. Frauen verzichten dafür gern auf hübsche Bildchen über Rasierschaum, Sportwagen und Tennissocken. Aber die Alarmglocken vieler Journalisten klingeln häufig, wenn die digitale Trias aus Google, Werbung und Nutzer eine neue Verknüpfung erlebt. Dass sich viele Firmen viel lieber bei den fein justierbaren Datenbanken von Facebook bedienen, scheint noch nicht so ganz bis in die heiligen Hallen der Recherche gedrungen zu sein. So wird Facebook immer mehr zum McDonalds der Sozialen Netzwerke. Die Flut an sinnlosen Spielen und unerwünschter Werbung nimmt dort epische Ausmaße an. Aber man verdient noch immer nur einen Bruchteil des Suchmaschinenmonopols. Google will alles. Wer Mitglied im neuen Netzwerk ist, der wird feststellen, dass alle je verfügbaren Dienste nun ein Dach bekommen haben. Das gemeinsame Erstellen von Dokumenten im Web, das Verwalten von Fotos und viele andere Dienste, die wir mit unserem Computer täglich verrichten, bietet Google im Rahmen seiner Cloud-Services an. Das bedeutet, dass man eigentlich keine Festplatte mehr braucht, weil alle Daten irgendwo auf einer der Serverfarmen von Google liegen. Konsequenterweise bietet man seit diesem Sommer dafür sogar eigene Laptops an. Diese Chromebooks genannten mobilen PCs kommen ganz ohne Windows oder Linux als Betriebssystem aus. Was für uns sinnlos erscheint, ist für die neue Generation der digitalen Konsumenten schon eingeprägt: Computer ohne Internet sind wie Licht ohne Strom. Ob der röchelnde Senior namens Microsoft dem noch irgendetwas entgegenzusetzen hat? Einige größere europäische Verlage haben ihre Zusammenarbeit bereits in die virtuellen Arbeitsräume von Google Docs verlegt. Dort hat man sehr still gehalten, als die Google-Suada durch den deutschen Blätterwald zog. Vielleicht stürzten dort aber auch immer die virtuellen Dokumente ab, als die Redakteurinnen etwas Schlechtes über den Suchgiganten schreiben wollten?
Lifestream » google
Videotipp: The Google Minus Project
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/znWmYjwFyo8/
Dieser Videotipp ist eine Parodie auf das Google+ Promovideo. Bei aller Euphorie um das neue soziale Netzwerk, kann und muss man die Hektik um dieses Projekt einfach auch mal aufs Korn nehmen können. Das Video gibts nach dem Click!
July 13 2011, 12:00pm
Google+ Spickzettel
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/dnm_N6KGiXI/
Quelle: Simon Lautsen
July 13 2011, 9:20am
Google+: Circle of Trust
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/DsHC61TyOZY/
July 8 2011, 9:20am
Videotipp: Google+ Review
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/pQuWLfSkQi8/
In diesem Video gibt eine Person einen Einblick in Google+ und zeigt welche Vorteile das neue soziale Netzwerk aufweist. Ganz interessant, vorallem für die Personen, die sich nicht gleich anmelden und ausprobieren wollen. Das Video gibts nach dem Click!
July 5 2011, 12:00pm
My Google+
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/MMkNps1DoTM/
Also der erste Eindruck ist gut. Ja, es ist funktionale exakt so wie der Kern von facebook, allerdings gefällt mir die Video-Konferenz-Funktion (Hangouts) schon mal extrem gut. Die Übersicht ist deutlich höher als bei fb und im Gegensatz zu diaspora klappt auch alles auf Anhieb – bis auf die mageren 18 Leutchen, die ich da von Beginn an einer Gruppe zuordnen kann, die bei Google+ eben Kreise (Circles) heisst. Neben den üblichen Einteilungen kann ich frei wählen bei den Bezeichnungen der Listen. Aha. Es ist aber sehr sinnvoll, kleinteilig vorzugehen, da man alle seine Statusupdates, Links und sonstige Tipps und Inhalte immer an alle, einige Gruppen oder nur einen Kreis versendet. Ansonsten kann ich mein Profil im üblichen Rahmen bearbeiten und die Sichtbarkeit einzelner Einträge dort sinnvoll einschränken. Sparks sind Interessensgebiete bzw. Themenbereich in die ich den Content einteilen kann. Sehr sinnvoll. Was habe ich davon, wenn ich alle Leute aber keinen Inhalt einteilen kann. Das finde ich sehr gut. Den Rest muss ich am Wochenende ausprobieren. Bis dahin hier der Blogpost von Robert Scoble zu Google+
July 1 2011, 12:23pm
Google: Gelbe Seiten plus Rabatte
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/MBYLXzyY2aI/
In Portland, Oregon, ging es am 1. Juni los: Mit Google Offers will der Suchmaschinenkonzern Groupon angreifen. Was noch interessanter erscheint, ist die Einbettung im Web. Denn mit Googles Cityguides erscheinen nun sukzessive unter der URL http://www.google.com/Stadtname zunächst in den USA Gelbe Seiten zu jeder größeren Kommune. Dort werden Firmen, Geschäfte und Einzelunternehmer aber auch Kinos und Theater in den üblichen Kategorien dargestellt, aber natürlich auch Einzel-Veranstaltungen. Erfahrungsberichte sind aufgelistet, die Firmen können Detailinformationen einstellen und natürlich besondere Rabatte via Google Offers anbieten. Damit konsolidiert Google erstmals auf lokaler Ebene sein location-based services aus der Smartphone-Welt mit den uns hinlänglich bekannten Gelben Seiten, um seine Anzeigengeschäft anzukurbeln. Die Kundenbasis wird auf diese Weise ins Unendliche gesteigert. Bisher sind folgende Kategorien implementiert: Restaurants, Attractions, Bars, Coffee, Health, Fitness & Beauty, Hotels, Restaurants, Shopping. Beim Schritt auf die lokale Ebene der Werbewelt hat Google den diversen Verlagen und Sendern schon wieder eine lange Nase gemacht und es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn das nicht bald auch in Europa stattfinden wird. Der Siegeszug des Taschencomputers mit Telefonfunktion wird das Ganze sicher noch rasant beschleunigen. Wer also schon die Places App auf seinem Smartphone hat, kann diese Funktionen zumindest schon in Portland, Austin, Madison und San Diego nutzen
June 16 2011, 9:45am
Google: Der Panda geht um
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/N0xpBn3NsaY/
Wenn Google niest, fallen ganze Firmen wie Kartenhäuser in sich zusammen. Nach den USA und England kommt also nun Deutschland in den Genuss des neuen Updates in Googles Suchalgorithmus namens Panda 2.2. Das hatte Matt Cutts, der Leiter von des Webspam-Teams bei Google anläßlich der Konferenz SMX Advanced in Seattle vor Pfingsten bekannt gegeben.Was gibt es Neues dazu? Wie hinlänglich bekannt sein dürfte, soll es den Content Farmen an den Kragen gehen, also genau denjenigen, die die Anzeigen-Idee von Google, Dokumente zu bewerten als Geschäftsmodell nutzen, um auf dieser Basis Texte für lukrative Werbeumfelder zu erstellen (in Indien zahlen sie um drei Dollar pro Text). Die Demand Medias dieser Welt haben schon Einbußen, die zu einem Umsatzrückgang um 20% geführt haben, die sie aber durch neue Anpassungen ausgleichen können. Schlimmer ist das für kleinere Anbieter, die sich langsam das Google-Ranking nach oben gearbeitet haben und deren Existenzgrundlage in den Google-Anzeigen für eine einzige Website liegt.
Wer wissen will, wie oder sie nun seine Website optimieren muss, der hat hier nochmal die Gelegenheit, direkt bei Google nachzusehen, welche Fragstellungen überhaupt zu den Änderungen in Googles-Ranking-Algorithmus geführt haben. Außerdem werden nun so langsam die Nutzerdaten hinzugezogen, also die von Nutzern blockierten Websites oder Inhalte, die mit +1 bewertet wurden (findet das überhaupt statt?).
June 15 2011, 10:00am
VIDEOTIPP: Facebook gets roasted by Twitter etc.
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/58C7QONxj28/
Was sagen wohl Google, Twitter, Foursquare und MySpace über Facebook? In diesem Video jedenfalls wird Facebook ziemlich aufs Korn genommen. Der Lacher des Abends ist allerdings eine andere “Größe” des Business – doch seht selbst! Das Video gibts nach dem Klick!
May 31 2011, 12:00pm
Google oder Facebook
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/9j-hLSiI630/
Erinnert sich noch jemand an das Jahr 2010 oder gar 2009? In diesen beiden Jahren überboten sich die meisten Verleger und Herausgeber darin, auf die böse Firma Google einzuschlagen. All die Millionen Agenturmeldungen, die die Verleger mit einem minimalen Online-Mitarbeiterstab tausendfach umformulieren ließen. Sie wurden immer wieder neu publiziert und vom bösen Datenkraken einfach per Spider gescannt und für die Nutzer verfügbar und auffindbar gemacht. Ganz langsam dämmert es den Entscheidern, dass dies wahrscheinlich gar nicht so dumm war. Man wollte es mit dem nächsten König des Webs anders machen. Und so umarmte und bekniete man Steve Jobs exakt zu dem Zeitpunkt als sein Marketing die Experten ausreichend über die Potenz des heiligen iPad eingelullt hatte. Nach der 1001. Medien-App ist man etwas weniger umsatzstark als nach dem Google-Durchmarsch und noch umsatzschwächer als nach den Goldenen Siebzigern und Achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Nun aber wird es seit ein paar Monaten extrem still um die Burdas, Döpfners und Schirrmachers. Der Grund ist in der obigen Grafik anschaulich. Sozusagen Infografik 1.0. Denn wenn die Wirklichkeit dich überholt hat, hast du keine Chance, nicht mal Alkohol. Du stehst in der Fremde… Quelle der Grafik
May 27 2011, 10:00am
Böse Links: Osamas “Rache” via Facebook und Google
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/d3o8VMhBSBI/
Wieder gibt es Malware-Angriffe auf Facebook, wieder wird die Neugierde der Opfer ausgenutzt und wieder können die Auswirkungen verheerend sein. Seid dem Tod Osama Bin Ladens am Montag haben sich Online-Kriminelle wieder ins Zeug gelegt, um den Medienrummel für ihre Zwecke zu nutzen. So kursierten prompt nach der ersten Meldung des Präsidenten Barack Obama schon die ersten Tötungsvideos und Fotos der Leiche auf Facebook. Das Gefährliche daran ist, dass sich hinter den Posts gezielte Malware- und Phishing-Attacken verbergen.
Methoden auf Facebook: In zwei Varianten tauchen die Videos und Bilder auf. In der ersten Variante wird der User dazu verleitet, den Link über seine Facebook-Pinnwand weiterzuverbreiten, indem er sein „i like“ vergibt. Als Belohnung für eine dann folgende Online-Umfrage verspricht der Entwickler die blutige Zurschaustellung der Leiche. Passieren tut aber nichts, außer das die gesammelten Daten der Online-Umfrage dem Urheber des Posts via CPL-Methode (Cost Per Lead) Geld einbringen. Denn für jeden Datensatz erhält er vom Autor der Befragung eine Vergüttung. Die zweite Variante hält eine Fanpage bereit, auf der der User aufgefordert wird, einen Javascript Code in die Adresszeile des Browser zu kopieren. Als Belohnung winkt das Video heißt es dann, tatsächlich aber lauert hier die größte Gefahr. Denn durch die Eingabe des Codes werden alle Sicherheitsmechanismen des Browser gekappt und der Codeschreiber erhält vollen Zugriff auf den Rechner, so können sich eventuell Viren, Würmer und Trojaner ungehindert auf dem PC verteilen.
Methoden auf Google: Doch nicht nur auf Facebook läuft man Gefahr Opfer dieser Angriffe zu werden. Laut Kaspersky haben sich auch Darstellungen in die Google Bildsuche eingeschlichen. Gibt man beispielsweise Suchbegriffe wie “osama bin laden body” ein, würden angebliche Fotos der Leiche gezeigt, die bei einem Klick auf eine Webseite führen. Hier bekommt man dann die Möglichkeit, eine virenverseuchte Software namens “Best Antivirus 2011″ zu downloaden, also eine Rogueware die sich mit dem Design einer renommierten Anti-Virus Software tarnt.
Keine offiziellen Videos und Bilder Da von offizieller Stelle keine derartigen Videos und Bilder herausgegeben wurden, solltet ihr keinesfalls auf diese betrügerischen Versprechungen hereinfallen. Auch Bilder die per E-Mail verschickt werden, können zur Gefahr werden. So wurden schon einige Spam-Mails mit Online-Banking Trojanern gefunden. Denkt daran, wenn ein Video freigegeben werden sollte, werdet ihr es sicher in den Abendnachrichten sehen! Wie ihr euch am besten vor Phishing-Attacken auf Facebook wehren könnt, erfahrt ihr auch in einem älteren Beitrag: “Phishing via Facebook und Twitter”.
May 6 2011, 10:00am
Who likes Google +1 ?
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/8b7SkR7FY3c/
Jetzt ist es also soweit. Google hat seinen eigenen like-button. Jeder kann nun bald in Googles Suchlisten etwas toll finden und den +1-button drücken. Endlich können wir schon vorher bewerten, was wir nachher erst sehen können. Und es klappt nur bei denjenigen, die in Google-Konto haben. Bis das Ganze zu uns kommt dauert es noch, wer das Wasser solange nicht halten kann, der sei auf diese experimentelle Seite von Google verwiesen und kann es dort ausprobieren. Toll? Toll! In Zeiten, wo der like-button auf jeder Website mindestens überall eingebunden ist und schon erste rechtliche Bedenken ausgelöst hat, zieht Google nach. Da die Mannen und Damen in Mountain View gleichzeitig gegen Microsoft, Apple, Facebook und ein Dutzend anderer Großkopferten im Webmarkt antreten, erkennt man schnell das große Problem bei Google. MeToo statt Innovationen. Wo das hinführt, müssen die VZ-Netzwerke in Deutschland aktuell erfahren. Man macht so ein bißchen rum, verdient etwas Geld aber die Musik spielt woanders. So wird es auch +1 ergehen. Denn aus +1 wird keine 1+ erwachsen. Wer besser als sehr gut sein will, der muss etwas erfinden und ein Bedürfniss dafür wecken. Wer noch besser sein will, der sollte einfach ein bestehendes Bedürfnis bestmöglich befriedigen. Dass Google das kann, haben sie schon eindrucksvoll erwiesen. Aber irgendwie ist der Wurm drin in der Produktwut der Kalifornier. Es könnte die Hybris sein, überall mitmischen zu müssen. Ihr Kerngeschäft scheint angegriffen zu werden durch Facebook. Seltsam. Eigentlich müssten sie nur schneller und besser bei Android werden, um Apple und Facebook mit nur einem Atemzug an die Wand zu drücken, aber ausgerechnet da geht alles einen sehr gemächlichen Gang, wenn man sich den Android App Market anscheut und die Patentstreitigkeiten. Wenn Android eines Tages nicht mehr so erscheint wie Apples iOS für einem Jahr, dann werden metoos vom Schlage +1 einfach überflüssig. Denn dann liegt ein mobile payment, ein soziales Netzwerk, eine offene Plattform und ein bedienderfreundliches Betriebssystem für das Web 4G vor. Und dann verschwinden mindestens zwei Mitbewerber von Google von alleine unter ferner liefen. Man kann Google aktuell nur Fokussierung und Konzentration auf das Wesentliche wünschen: Suche und Mobiles.
March 31 2011, 11:05am
Frei zugängliche Inhalte will kein Mensch
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/Q0vF7PaIiKM/
Was ist vor ein paar Tagen passiert? Die Meldung des Tages aus Sicht der Buchverlage kam aus New York: Das dortige Bezirksgericht lehnte das Google Book Settlement ab, womit der Konzern künftig für die Digitalisierung von Literatur in jedem Fall die Zustimmung der Rechteinhaber braucht. Siehe da: das Internet ist kein rechtsfreier Raum … Ich finde das Urteil gut, weil bestehendes Recht eingehalten werden muss. Es sollte sich niemand darüber hinweg setzen dürfen, wie wir das ja bspw. in der Weltpolitik leider täglich anders erleben. Wenn der Rechtsrahmen nicht mehr passt, weil bspw. neue Technologien Märkte umkrempeln, dann muss in jedem Falle erst das Recht angepasst werden, ehe man anders agieren kann. Sonst endet man in der Willkür. So weit, so selbstverständlich. Interessant ist es nun, sich die Reaktionen auf dieses Urteil anzusehen. So hat der Justiziar des Buchbranchen-Verbandes Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Dr. Christian Sprang, neulich der Buchbranchen-Verbandsplattform Boersenblatt.net ein Interview gegeben, in dem er zunächst das Urteil gutheißt und die Perspektiven von Googles Projekt einschätzt: Google wird sich sicher die Frage stellen müssen, ob sich der Aufwand für die Massendigitalisierung noch lohnt, wenn das Verfahren auf „Opt-in“ umgestellt wird. (…) Die Autoren und Verleger können sich das Urteil in Gold einrahmen Dann aber folgt Wunderliches – im Überschwange des “Sieges”?: (…) Richter Chin hat darin klar zum Ausdruck gebracht: Das Urheberrecht hat einen Kern, über den man nicht verfügen kann. Es ist ein Eigentumsrecht, und dahinter muss der Anspruch der Internetgemeinde, alle Inhalte zugänglich zu machen, schlicht und einfach zurücktreten. Schon lange suche ich jemand, der mir die ominösen und vielerwähnten Begriffe “Internetgemeinde” bzw. “Internet-Community” erklärt. Wer bitte soll das sein? Alle Internetnutzer? Nutzt Dr. Sprang das Internet nicht, sodass er von einer anderen Gruppe sprechen kann? Wo steht ferner der Anspruch der “Internetgemeinde” formuliert, alle Inhalte gegen den Willen der Urheber zugänglich machen zu wollen? Das ist doch eine starke Unterstellung, wie ich finde, die einen Beleg verdient. [Nachtrag : Matthias Ulmer beschreibt, was die “Internetgemeinde” sein soll] Doch dann geht es noch weiter. Dr. Sprang wird zu der Aufgabe von Verlagen befragt: Aber haben Verlage nicht zumindest eine moralische Verpflichtung, auch im Internet den Zugang zu möglichst vielen Inhalten zu ermöglichen? Seine Antwort: Ganz bestimmt. Aber es ist auch eine Mär zu glauben, dass es im Netz eine ständige Nachfrage nach wichtigen Inhalten gäbe, die kommerziell nicht erhältlich sind. Drei von fünf gemeinfreien Büchern, das zeigt eine aktuelle Untersuchung, sind nach ihrer Digitalisierung nicht ein einziges Mal weltweit genutzt worden. Auf welche Untersuchung bezieht sich Dr. Sprang und worauf bezieht sich diese Untersuchung? Mit “das zeigt eine aktuelle Untersuchung” kann man bekanntlich alles “belegen”. Und was will er uns darüber hinaus sagen? Will er uns sagen, dass es keinen Bedarf an frei zugänglichen Inhalten jenseits von Verlagsangeboten gibt? … Ich lese hier eher das übliche Muster des Schutzes des eigenen Marktes heraus. Wir könnten ja mal eine Umfrage starten, um zu schauen, ob Dr. Sprangs Sicht tatsächlich auch die selbstverständliche Sicht der Kunden seiner Kunden ist. So erfreulich ich es finde, dass das Recht auch im Falle von Googles Buchprojekt durchgesetzt wird, so bedauerlich finde ich es, dass die Verfügbarmachung von Buchinhalten zu langsam voran geht. Während Google bisher schon 15 Millionen Bücher digitalisiert hat, sind es im Falle der groß angekündigten EU-Initiative gerade einmal 1,2 Millionen Bücher. Spiegel Online bringt es auf den Punkt: Google übernimmt Aufgaben, die der Staat nicht erfüllt Kevin Kelly hat in seinem Vortrag auf der TOC 2011 treffend festgestellt: We used to be people of the book, now we are people of the screen. Daher sollten nun möglichst alle Buchinhalte auf Bildschirmen verfüg- und einfach nutzbar sein. Noch immer steckt unser Wissen aber im Wesentlichen zwischen Buchdeckeln. Je langsamer die Digitalisierung also voran geht und je stärker die Anbieter ihre Märkte abschotten und den Wandel verlangsamen, desto eher werden die Leute zu (illegalen) Alternativen greifen. Die Piraterie nimmt ja schon jetzt massiv zu. Zudem werden die Möglichkeiten, selbst Bücher zu scannen, immer besser. So könnte sich das Urteil gegen Google langfristig auch für die Buchbranche als Pyrrhussieg erweisen.
Dies ist ein Crosspost.
March 30 2011, 10:10am
Google One Pass: Mega Payment
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/GcaVw_znbQw/
Gegen Apples iTunes und AppStore anzustinken ist einfach. Man muss einfach die Kunden und Verkäufer weniger an der Kette herumzerren. Damit hat Google nun angefangen mit seinem Bezahldienst One Pass. Einmal anmelden und schon kann man jeden Inhalt, jedes Verlags-Produkt der Google-Partner im Web erwerben, ohne dass der Kauf bzw. das Benutzen an bestimmte Hardware gebunden wäre. Abos, Artikel und ebooks könne also mit allen Denkbaren Geräten (neudeutsch=devices) gelesen, gesehen und gehört werden. Wenn sich Döpfner Apple für deren mittlerweile in Verlegerkreisen verrufene Verkaufsplattform hinkniete, dann dürfte er jetzt den Herren Page und Brin nicht ganz jugendfreie Dienste anbieten müssen. Google kommt den Branchenverbänden der Verleger nun deutlich entgegen und könnte damit Apple düpieren.
Denn jetzt können diese wieder fast frei wählen ob und wie sie Koppelgeschäfte und Crosselling umsetzen. Denn endlich (?) gibt es auch ein Gutscheinsystem. Ob dieses Mehr an Freiheit, das Google bietet, letztlich das ist, was den Verlagen hilft, im Web mehr Geld zu verdienen, bleibt fraglich, denn in Digitalien ist die Konkurrenz und die Volatilität des Lesers extrem. Mittelfristig werden sie um eigene Geschäftsmodelle im Web nicht auskommen, die mehr liefern als nur bedrucktes Papier hinter Monitorglas mit eingesprengselten Videos. Aber starke Personen, die qua Stimme überzeugen, will ja keiner in der professionellen Medienwelt. Das hat man ja bei den Bloggern gesehen, wie schnell so ein Persönlichkeitskult Reichweiten produziert. Soviel Erfolg würde ja Abhängigkeiten schaffen. Da zahlt man lieber siebenstellige Summen in die Lobbyarbeit für die Gesetzgebung.
February 18 2011, 10:08am
Microsoft “leiht” Suchergebnisse bei Google
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/gG4D9mPiozU/
Der Vorwurf wiegt schwer. Und Verantworliche von Microsofts Suchmaschine bing versuchen erst gar nicht, die Anschuldigungen zu verneinen: bing borgt sich bei Google immer dann die Ergebnisse aus, wenn die Nutzer Kauderwelsch eingeben, also Begriffe so falsch schreiben, dass die Suchmaschine gar nichts damit anfangen kann. Seit Google eine ähnliche Technologie wie die Lösung der deutschen Firma exorbyte eingebaut hat, kann Google nämlich ungefähr erkennen, was Legastheniker, Betrunkene oder andere notorische Falschschreiber wohl meinen könnten. Und auch bei Fachbegriffen aus der Wissenschaft können sich gern mal Fehler einschleichen. Wer kann schon all die griechisch- oder lateinischstämmigen Wörter fehlerfrei in einer Tastatur hacken? In dem Fall zeigt Google immer eine zusätzliche Zeile über den Suchergebnissen an, dass es ein falsches Wort erkannt hat, wie bei Gynälolohie, da kommt dann “Meinten Sie: Gynäkologie:” und dann folgen die Ergebnisse zu dem wahrscheinlichsten richtigen Begriff. Die Firma Exorbyte hatte vor einigen Jahren zu diesem Thema Bahnbrechendes mittels der Levenshtein-Distanz auf den Markt geworfen. Damit kann man – bei schnellen Rechnern – in hoher Geschwindigkeit, fehlende oder falsche Zeichen so ersetzen, dass ein bekanntes Wort aus einer lexikalischen Liste aller bekannten Begriffe erkannt wird. Nicht so bei bing… Denn Bing verfügt nicht über so eine Technologie und läßt mittels Clickstream der Nutzer des Internet Explorer die Ergebnisse bei Google auswerten und erfährt so: Was hätte Google bei der einen oder anderen Fehlschreibung als Ergebnis geliefert und kopiert das einfach. Die Leute von Google haben es sogar nachgewiesen, indem sie sogenannte “honeypots” installierten. Sie präparierten die Ergebnisse bei bestimmten Falschschreibungen und verglichen die Ergebnisse bei bing mit diesen präparierten falschen Wörtern. Bing(o): Es wurde schnell klar, dass die Leute von Microsoft/bing die Technologie von Google im Verhalten beobachten und die Resultate dann einfach kopieren und ihrerseits in ihrer Suchmaschine verwenden. Erkennbar ist das vor allem, dass sie die Falschschreibung nicht wie bei Google mit einer Zeile “Meinten Sie...” anzeigen, sondern einfach so die Ergebnisse eines möglichen korrekten Suchwortes auflisten. Herausgefunden hat das Ganze Danny Sullivan von der Website Searchengineland. Er sprach natürlich Microsoft auf diese ungeheure Anschuldigung an: Harry Shum ist Vice President bei bing und gibt zu, dass bing anonymisierte Daten von registrierten Nutzern des Internet Explorer nutzt, um in diesem Clickstream Daten aus 1000 Quellen zu finden, die in den Algorithmus einfliessen, der bing zu einer Ergebnisliste verhilft. Diese Art, Daten der Kunden aus opt-in Datenströmen zu Verbesserung der Ergebnisse zu nutzen sei doch allgemein üblich. Das mag üblich sein. Aber das bloße Übernehmen der Ergebnisse von Konkurrenten bei Falschschreibungen ist einfach nur peinlich. Sullivan hat jetzt noch genug Beispiele gefunden, wo bing bei absoluten Fantasiebegriffen wie “hyibbprqag” und ähnlichem bing exakt dieselben Suchergebnisse zeigt wie bing. Man kann Google ja eine Menge vorwerfen. Aber bing scheint hinsichtlich der technologischen Kapazität Lichtjahre vom Konkurrenten entfernt zu sein. Es wird Zeit, dass ein echter Technologiekonzern diese Redmonder Simulation eines Softwareunternehmens übernimmt.
February 2 2011, 9:50am
Sneak peek at Android Hummingbird
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/7grqGsa7qXw/
With Google and Apple duking it out for smartphone supremacy, each difference between the two gets highlighted and pored over intensely. One’s open where the other’s closed, one’s for men where the other’s for women. But of course the differences don’t stop at the phones themselves, they extend all the way up to the companies that make them. Witness the extreme secrecy under which Apple develops products compared to the casual way Google shows footage of Hummingbird in action, just as Gingerbread is coming out. See the video of Google showing off Hummingbird after the click.
December 8 2010, 12:00pm
Boutiques.com: Googles goes Retail
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/eBfFtP5JbSQ/
Eine neues Modelädchen hat im Netz eröffnet. Oder eher ein gigantischer Multi-Brand-Store von epischen Ausmaßen. Google steigt mit Boutiques.com jetzt auch ins Mode-Retailgeschäft ein. Nach Gmail, Youtube und Blogger ein weiterer Schritt, das Netz zu kontrollieren. Seit letzter Woche läuft die Beta-Version des personalisierten Einkaufsvergnügens. Mode, Accessoires und Schuhe werden auf einer ansprechend gestalteten Seite angepriesen. Boutiques ist kein alleinstehender Online-Shop, sondern eine attraktive Plattform zur Style-Suche. Google fungiert dabei, wie etwa ShopStyle.com oder Polyvore.com als Vermittler. Gekauft wird nicht wirklich auf Boutiques.com, sondern der Verkauf findet in einem externen Online-Shop statt. Elemente aus Social Media und Entertaiment sollen in Zukunft noch stärker in die Seite eingebunden werden, wie etwa Kollektionsvideos und Modespiele. Ziel von Boutiques.com ist es, dem Shopper ein vielfältigeres und interaktiveres Einkauferlebnis zu bescheren, als es einzelne Online Shops könnten. Zudem hat Boutiques.com mit Google als Megasuchmaschine die technischen Vorteile von Google Search und Google Shopping im Hintergrund.
Die Idee zum personalisierten Shopping ist nicht ganz neu, Google kombiniert allerdings zwei Ideen recht raffiniert und vor allem zeitgemäß. Zunächst kann man sein persönliches Profil mit allen Vorlieben und Abneigungen erstellen und mit anderen teilen. Farben, Formen, Stil: alles wird in mehreren Schritten abgefragt und so das persönliche Profil definiert. Dann zeigt Boutiques.com alle Styles, die zu diesem Profil passen, an. Man kann aber auch einfach im Shop eines Bloggers oder Celebrities einkaufen gehen und von deren guten Geschmack profitieren. Zahlreiche Namen hat Google schon verpflichtet, wie etwa die Bloggerinnen von Sea of Shoes und Stylebubble oder die schauspielernden Olsen Zwillinge. Modedesigner wie Catherine Malandrino und Anna Sui unterhalten virtuelle Boutiquen, in denen man bequem alle Stücke seines Favoriten finden und kaufen kann. Weitere Mode-Größen wie Oscar de la Renta und Sarah Jessica Parker haben angeblich auch schon zugesagt, ihre Boutiquen zu erstellen. Durch diese ‚Filterfunktionen“ bleibt es dem Einkaufenden erspart, sich durch Tausende von Angeboten zu klicken. Dabei sucht Boutiques.com nicht das günstigste, sondern das passende Kleidungsstück.
Neben Google haben auch schon andere Internetriesen, wie Amazon oder Ebay in den letzten Jahren versucht im Internet-Modemarkt, dem umsatzstärksten und schnellstwachsenden Markt im Netz, Fuß zu fassen. Google macht mit Boutiques.com allerdings den ersten leicht verständlichen Ansatz; strukturiert das Angebot attraktiv und gekonnt. Es ist abzusehen, dass das Google Konzept besser vom Shopper angenommen wird, auch weil „Google so viel sexier ist als Ebay.“ Die Kombination von Social Media, Online Shops und den von Stars, Designer und Bloggern gestalteten Boutiquen ist ein richtiger Schritt in Richtung Konsument und entspricht den heutigen Anforderungen ans Netz. (Bilder: http://www.boutiques.com)
November 26 2010, 10:00am
Video: A conversation with Eric Schmidt #w2s
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/I4RyX8tn0-w/
Gestern auf dem Web 2.0 Summit haben John Batelle und Tim O’Reilly sich mit Googles CEO Eric Schmidt unterhalten. 45 unterhaltsame Minuten:
November 17 2010, 10:05am
Was ist ein PageRank?
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/fgdrqGs8Qp4/
Tea Scharrmann von wikio.de erklärt den Begriff des Google PageRank:
October 8 2010, 3:11pm
Video: Google Streetview Sneak Preview
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/be4ldjD9Phc/
A sneak preview of what Google Streetview might be like when it launches after months of delays. The first bit seems to be spot on, but I suspect the second half is not exactly the final version.
September 14 2010, 12:00pm
Video: “Instant Elements”
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/6_2fCu8i96w/
Google’s new Instant Search is used to create an automatic music video for the Tom Lehrer’s classic song “The Elements.” It’s a good match–both Instant Search and “The Elements” shove a lot of information into a small package.
September 10 2010, 12:10pm
Der GoogleStreetView-Film
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/cvcYNbu-duY/
Ich bin zwar kein uneingeschränkter Befürworter von Google Street View (auch kein absoluter Gegner, sondern eher noch im Meinungsbildungsprozess befindlich), aber dieser ziemlich prozessorintensive HTML5-Film ist dermaßen inspirierend, dass ich Streetview doch ein wenig dankbar bin, dass es uns das Bildmaterial dafür geliefert hat. #WHOWEFFEKT #ganzgrosseskino
September 2 2010, 12:46pm
Quo Vadis Google?
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/1i2xwRYA66Q/
Google kauft sich Bandbreiten bei Verizon. Mobile Bandbreiten. Was kann das bedeuten? Wer auf seinen Augen und Ohren sitzt, kann nicht die Zeichen der Zeit erkennen. Milliarden zukünftige Webnutzer werden nie einen PC oder ein Laptop benutzen. Außerhalb von Europa und den USA ist das Handy Portmonnaie, Buch, Fernseher und Nabel zur Umwelt. Es werden also über kurz oder lang fast ALL die Webinhalte mobil verschickt, die ein kaufinteressiertes Publikum erreichen wollen und sollen. Wer verkaufen will, wer Werbung machen will, wer umherschweifende Kunden einfangen und binden will, der muss diese Plattform für sich erobern. Klar, dass Google deshalb auch Entwickler für das mobile Gaming einkauft, wie jüngst Social Deck oder Firmen wie Anstro, die mobile soziale Netzwerke entwickeln oder gar Jambol, die ein mobiles Bezahlsystem in petto haben oder eben den Entwicklungschef mobile payment von paypal. Denn es ist vollständig egal, ob das Ding iPad, Wave, Humuqu oder Schikketakka heißen wird, mit dem die Leute zwischen 16 und 66 ständig im Netz ihre Freunde, Kollegen, Nachrichten, Feten, Einkäufe oder Datings koordinieren. Es ist einfach bequem, das Netz dabei zu haben. Jetzt müssten nur noch die Carrier mitspielen, und das unseelige DSL einfach fallen lassen und gleich und vollständig ein 4G oder 5G Netz flächendeckend anbieten, das ungefähr die 5fache Bandbreite von UMTS hat, das reicht vielleicht für grundlegende Anwendungen – wenn es dann auch bis zum platten Land reichen würde. Und wenn Streaming etwas schneller geht wegen der bis dahin ermordeten Netzneutralität, die es ja im mobilen Web eh nie gab, dann werden die Leute sogar verschmerzen, dass ihre E-Mail eine Minute länger dauert als früher. facebook mag sich bald ein dickes Stück vom Google-Kuchen abschneiden, ob sie schnell genug die Basis ins mobile Web finden werden, hängt davon ab, wo sie jetzt ihr neues Geld investieren. Google scheint da etwas profunder zu agieren. Die Tatsache, dass Google mit Voice und nun VoIP in googlemail sowie den Resten von Wave ebendort ein heißes Enterprise 2.0 und eine potentielle UCC-Plattform in Händen hält, macht die Sache noch mobiler als je. Wer wettet mit mir, dass im Jahr 2012 Android erstmals mehr Entwickler und Nutzer hat als das iOs von Apple? Ich setze eine Flasche Perrier Jouet! Ein Dom Perignon ist mir noch zu unsicher… Ich fände ja ein freies und netzneutrales mobiles Web mit DSL 32.000 Geschwindigkeit noch besser. Aber das wird dann der Anbieter weltweit und kostenlos umsetzen, der 2020 alle Googles und Apples einfach aufkauft als Reste der verfallenden Webarchäologie des frühen 21. Jahrhunderts. Bildnachweis: Lars Plougman
September 1 2010, 10:08am
Python versus Google
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/Lo9j7afopPE/
Bei Peter Kröner entdeckt: Python versus Google. Sehr verzerrte Stimme, aber gute Ideen. Ich sag nur: “Stoppschilder davor anbringen”…
August 20 2010, 9:51am
Google stellt Wave ein
http://feedproxy.google.com/~r/blogpiloten/~3/hnx5-hZtQ4w/
Das war’s also mit Google Wave. Weil die “user adoption” nicht so angestiegen ist, wie erwünscht und wie es intern wohl der Fall war, wollen sie es nur noch als feature einbauen. Wahrscheinlich für ihre Enterprise 2.0 Initiative rund um Google Office Services. Zumindest erklärt das Urs Hölzle von Google im offiziellen blog.
But despite these wins, and numerous loyal fans, Wave has not seen the user adoption we would have liked. We don’t plan to continue developing Wave as a standalone product, but we will maintain the site at least through the end of the year and extend the technology for use in other Google projects. Wenn man sich zeitgleich den rasanten Anstieg von facebook ansieht, wird es mittlerweile spannend, darauf zu schauen, wann facebook denselben Werbekuchen wie Google futtern wird. Und noch wichtiger wird es, zu sehen, wer dann facebook das Wasser abgraben wird. Es könnte aber auch in die Richtung der Pessimisten gehen, die an den Jugendlichen erkannt haben wollen, dass das Web nur noch so etwas ist wie Strom oder Wasser. Benutzt jeder aber es gibt keine Menschenschlangen für den Kaufhäusern, wenn brandneue Duscharmaturen von Grohe in die Läden kommen oder rosa-glänzende 5fach-Steckdosen von Brennenstuhl.
Vielleicht haben wir ja Glück und der Zug zur comodity, also zur Alltagsware Web, läßt uns wieder mehr Spielraum. Denn dann wird der Fokus des Kapitals wieder weiterziehen in andere Gefilde wie Erneuerbare Energien, Elektroautos oder 9D-Fernsehen mit eingebautem Twitterclient und Riechsalzapplikation.
Vielleicht kommt dann ein alternder Larry Page auf die Bühne und verkauft uns nochmal eine Armbanduhr mit Minibeamer, die Navi, Telefon, Videorecorder und Blutdruckmessgerät in einem ist.
August 5 2010, 1:40pm











