Ein spannendes Projekt auf flickr hat mmatze ausgegraben. Per geotagging über flickr haben Tausende Fotofreaks “touristische Karten” der weltweiten Großstädte erstellt. Bei vielen Kameras wird bei jedem Bild über ein Geotag der Längen- und Breitengrad abgespeichert. Passiv stimmen die Fotografen und Touristen sozusagen mit den Augen ab, welche Stellen besonders sehenswert sind. Dabei fällt auf, dass einige Städte fast zur Gänze abfotografiert werden (Las Vegas) und andere eben nur im Zentrum (Berlin, siehe rechts). So lassen sich aussagekräftige Visualisierungen touristischen Interesses betrachten. Endlich beginnt die Kartenwut und die Datenflut zu einem spannenden neuen Zweig der Mashups zu wachsen: Ohne Datenschutzprobleme entstehen Übersichten auf die lokalen Gepflogenheiten per Aktivität und nicht per gelenktem oder gekauftem Kanalisieren von Aufmerksamkeit. In einige Ländern träumen schon Verkehrsplaner davon, via Handysignalen auf Echtzeitkarten den realen Verkehrsfluß zu nutzen, um Ampelschaltzeiten anzupassen. In San Francisco hat man so Taxis beobachtet und festgestellt, dass es ganze Stadtviertel gibt, in die nie ein Taxi fährt. Nicht gerade ein Ausweis von großem Vertrauen der Taxifahrer in die lokale Polizeiarbeit.
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Stadtführung per Crowd-Sourcing?
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June 15 2010, 10:00am
Vorstellung: Canon 550D Fotos & HD-Videos
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Habe mir vorgestern die DSLR Canon 550D kommen lassen. Die erste Spiegelreflexkamera unter 1000 EUR, die FullHD-Videos kann in 1080p25 und auch noch 720p50 beherrscht sowie einen Stereo-Mikrofoneingang besitzt. Das Kit-Objektiv – ein Zoom von 18-55mm Brennweite bezogen auf Vollformat – ist nicht so das ganz lichtstarke Objektiv. Aber für erste Tests und den Amateuralltag reicht es allemal. Die Automatikprogramme sind umfangreich, aber neigen gern zu überbelichteten Bildern, aber das läßt sich schnell mit der Belichtungskorrektur optimieren.
Der 18-Megapixel-Sensor ist in APS-C-Größe und damit in etwa dreimal größer als übliche 2/3-Zoll-Sensoren der guten Videokameras. Das ist der Hauptgrund für meinen Kauf gewesen, da ich endlich einen vernünftigen Sensor für HD-Videos haben wollte und das Ganze bei den teuren Videokameras langsam lächerlich wird. Außerdem kann man den gesamten Sermon an Tonwertprogrammen, Weißabgleich in allerfeinsten Justierungen bis zum Bildstil nutzen – also alles direkt in der Kamera Vorhandene ist auch für Film anwendbar. Nur der Autofokus ist kein dynamischer, der ein Objekt verfolgt. Aber wozu gibt es eigentlich den Fokusring am Objektiv? Denn der 1Megapixel-Monitor ist extrem scharf und erlaubt darüberhinaus eine gute Einschätzung der Farben: beides bei HD-Video extrem wichtig. Leider ist der Screen nicht schwenkbar, was sich auch im Live-Modus der Fotofunktion gut gemacht hätte – da werden einige Leute lieber zur bald erscheinenden G2 von Panasonic greifen.
Rauschen: Die Fotos sind allesamt wirklich scharf (bei ausreichend Licht ist auch der Autofokus schnell) und neigen bis zu ISO 1600 nicht erkennbar zu Rauschen. Darüber wird es kritischer, wenn man anspruchsvoll ist, aber die meisten Zeitgenossen sehen bis ISO 3200 nix Schlimmes außer man druckt es aus. Ich würde allerdings davon absehen in der Konfiguration die Schärfe besonders aufzudrehen. Die Kanten werden dann schnell unnatürlich aufgesteilt. Bin von einer 18Megapixel-Kamera sehr beeindruckt, nicht umsonst sehen viele Ersttester die Kamera in punkto Schärfe und Rauschverhalten direkt hinter der Nikon D90.
Video: Mit dem AVCHD-Codec haben so manche Rechner ihre liebe Mühe, denn 46Mbit/sec muss man erstmal verarbeiten können. Da kann das Rendern oder allein schon das Darstellen im Playerfenster zur Ruckelorgie werden – vor allem wenn man – wie ich gerne – Schwenks in Bäumen und ähnlich komplexen Strukturen veranstaltet. Das eingebaute Mikro nimmt einen arhythmisch auftauchenden hohen Ton auf, der offenbar aus der Kamera kommt. Mein externes Mikro (Rode M3) ist per XLR2Stereo-Miniklinke gerne dabei und wird ohne Rauschen oder ähnlich schlimme Sachen aufgezeichnet. Der interne Verstärker ist also kein Hindernis – eher die automatische Pegelung, die stille Parts gerne mal unnatürlich verstärkt. 720p50 erfordert schon eine schnelle Karte also mindestens Class6 und auch FullHD ist nicht eben anspruchslos und verbraucht bei derselben Datenrate (eben die 46Mbit/sec) circa 350 Megabyte pro Minute. Beide Modi also 1080p25 und auch 720p50 konnte ich nicht wirklich an meinem LCD-TV in der Qualität unterscheiden. Aber allein die Möglichkeit 50 Bilder/Sek. mit einer “günstigen” DSLR in der Qualität aufzuzeichnen, ist schon der helle Wahn und klasse für alle Sportfilmer. Und mit den neuen SDXC-Karten (exFAT bis zu 2TB-Größe – aktuell kostet eine 48GB große Karte um 300 EUR) sind dann auch deutlich mehr als 32GB-Karten drin. die 550D unterstützt auch EyeFi-Karten (also SD-karten mit eigener WLAN-Funktion zum Upload)
Bedienung: Ich hatte früher eine Nikon und musste mich umgewöhnen. Bin allerdings nach einer Stunde mit wehenden Fahnen zum Canon-Bedienkonzept übergelaufen. Wer sich ein bißchen mit Fotografie auskennt, wird staunen über die schnelle Erreichbarkeit der wesentlichen Änderungsmöglichkeiten mittels Q-Taste und Drehrad (Dateneingabe) vorne direkt hinterm Auslöser. Sogar die vollautomatischen Modi nutze ich jetzt manchmal ohne große Probleme, weil sie gut funktionieren. Außer den viel zu offenen Blenden im Sonnenlicht, aber da holt man sich eben eine geschlossene Blende durch AE im strahlenden Licht und speichert diese mittels der *-Taste…
Fazit: Nach zwei Tagen und einigen Clips später und zwei Fotospaziergängen bin ich doch überrascht. Ob überhaupt noch irgendjemand Videokameras mit den fizzeligen Sensoren kaufen wird? Wenn ich mich an die Brotdosen von Sony und Panasonic erinnere die zwischen 6000 und 12.000 Euro kosten, dann kann ich getrost zur D550 mit einem dicken 3000EUR-Canon-Zoom mit 2,8 bei 70-200mm raten. Die Qualität der Filme wird um einiges besser sein. Pferdefuß: Die Lautstärke hat nur einen automatic gain, aber das wird dann bereits die bald erscheinende G2 von Panasonic mit Kopfhörer-Eingang und regelbarem Pegel noch verbessern. Allerdings hat die nur einen FourThirds-Sensor und nicht so professionelle Zooms und Festbrennweiten oder per Adapter sogar die irren Zeiss Digiprimes…
March 26 2010, 11:00am
iPhone-Tutorial 3: Fotos schiessen und hochladen
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Das iPhone als Fotoapparat mit integriertem Webzugang.
March 8 2010, 10:00am
Flickr Commons: Auf Spurensuche in der Geschichte
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Dass man bei Flickr gute Fotografien unter einer Creative-Commons-Lizenz finden kann, dürfte mittlerweile so ziemlich jeder wissen. Etwas anders sieht es leider immer noch mit den Commons aus: Obwohl bereits seit einer gefühlten Ewigkeit online, finden sie in der Blogosphäre nicht die Aufmerksamkeit, die ihnen gebühren würde. Grund genug, ein paar besonders feine Sammlungen hervorzuheben.
Doch zunächst einmal zu einer ganz grundsätzlichen Frage: Was sind eigentlich die Flickr Commons? Flickr arbeitet hier mit einer Reihe von Museen und Institutionen zusammen, die Fotografien einstellen, die keinem Urheberrecht mehr unterliegen. Wer sich also für historische Fotografien interessiert, kann bei den Commons eine ganze Reihe von Kleinoden aus renommierten Einrichtungen finden. Gesucht werden können die Werke nicht nur über die Tags, sondern auch über Alben in den Profilen der Museen. Auf der Einstiegsseite werden die Institutionen vorgestellt, und im Flickr-Blog finden sich regelmäßig Hinweise auf einzelne Themengebiete.
Aus der Sammlung des George Eastman House stammen eine Reihe von Daguerreotypien von Southworth und Hawes. Die Daguerreotypie war 1839 als eines der beiden frühen fotografischen Verfahren erfunden worden und arbeitet mit einer Silberplatte als Trägermaterial. Zum Einsatz kam sie vorrangig für Portrait-Aufnahmen als kultisches Andenken an verstorbene oder weit entfernte Menschen. Southworth und Hawes, ein in Boston ansässiges Fotografen-Duo, haben diese Kunst perfektioniert und mit unterschiedlichen Stilmitteln wie Gesichtsausdrücken und Gegenständen den Charakter einer Person zum Ausdruck gebracht.
Eine umfangreiche Sammlung von Aufnahmen aus der amerikanischen Geschichte gibt es bei der Library of Congress. Mit dabei: Aufnahmen aus der Farm Security Administration (FSA). Im Rahmen von Roosevelts New Deal sollte mit diesem Hilfsprogramm den durch die Weltwirtschaftskrise gebeutelten kleinen Farmern geholfen werden. Nebenbei erlaubte man sich eine Gruppe Fotografen, die das Leben der Bevölkerung dokumentieren sollten und entscheidend die Ästhetik beeinflusste, die wir heute als dokumentarisch betrachten.
Einer fürs heutige Gemüt eigenartigen Blüte widmet sich ein Album des National Media Museum: der Spirit Photography. Diese Geisterjäger wollten mit der Kamera die Existenz von Geistern nachweisen und die Verbundenheit der Toten mit ihren lebenden Verwandten zum Ausdruck bringen. Gearbeitet wurde jedoch meist mit ganz ordinären Doppelbelichtungen und anderen Tricks in der Dunkelkammer.
Bei Interesse nach einer Fortsetzung des Post: ihr wisst ja, just drop me a line. Und wenn Sammlungen fehlen sollten, die euch gefallen: ab in die Kommentare damit.
Bildnachweis: flickr.com/commons
February 9 2010, 10:00am
Flickr jetzt mit Gesichtserkennung
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Mit Hilfe von PolarRose kann die Foto-Sharing-Plattform Flickr jetzt auch Gesichter erkennen. Noch nicht ganz allein und auch nicht hundertprozentig zuverlässig, aber hier entsteht etwas sehr spannendes. PolarRose, ein schwedisches Startup, arbeitet schon lange an Gesichtserkennungssoftware. Durch die Kopplung an Flickr und Facebook ist der Dienst jetzt erstmals in freier Wildbahn verfügbar. Bislang ist das Ganze noch etwas umständlich: PolarRose gleicht Facebook- und Flickr-Kontakte ab, findet auf Flickr Fotos der Facebook-Freunde und markiert sie mit dem entsprechenden Namen auf Flickr. (Grund hierfür ist offenbar ein Detail in den Nutzungsbedingungen der Facebook-Schnittstelle.) Wir können aber wohl davon ausgehen, dass die Integration beider Dienste schon sehr bald runder laufen wird. Nachdem Google Picasa und Apple iPhoto ist damit schon der dritte Dienst am Start, der Ernst macht mit halbautomatisierter Gesichtserkennung. Und das ist sicherlich erst der Anfang. Persönlich bin ich immer ein wenig hin- und hergerissen zwischen Faszination über die Technik und Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre. Mich würde interessieren, wie ihr das seht - lasst mich wissen, wie ihr dazu steht! Verwandte Artikel
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April 22 2009, 5:38pm
Creative Commons auf Flickr tendenziell restriktiv
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Nach einer aktuellen Studie von Creative Commons tendieren Flickr-Nutzer dazu, ihren Werken verhältnismäßig restriktive Rechte zuzuteilen. Drei Viertel der Nutzer (76%) schließen kommerzielle Verwendung ihrer Werke aus, bzw. verlangen für diesen Fall persönliche Vereinbarungen. Anders sieht das Bild aus, wenn es um kreative Abwandlungen geht: etwa zwei Drittel (63%) erlauben Bearbeitungen ihrer Bilder. Gewählte Creative-Commons-Lizenzen im Detail Das oben skizzierte Bild bestätigt sich bei einem Blick auf die tatsächlich gewählten Lizenzen. Die restriktivste Version (BY-NC-ND), die keinerlei Bearbeitungen und kommerzielle Nutzung erlaubt, ist mit 33% die beliebteste, gefolgt von BY-NC-SA mit 29%. Verhältnismäßig freie Lizenzen wie BY und BY-SA sind unbeliebter (12% und 8%). Die Wachstumsrate von Creative-Commons-Bilder ist nach einem Hoch 2006 auf stabil bleibende 4% gesunken. Insgesamt werden über 100 Millionen Bilder auf Flickr unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht. Die Zahlen belegen, dass Creative Commons sich auf Flickr etabliert haben, die Fotografen jedoch bedacht mit ihren Werken umgehen und für kreative Projekte (Abwandlungen, Collagen etc.) tendenziell offen sind, kommerzielle Verwendungen allerdings kontrollieren möchten. Für Einsteiger: was bedeuten die Abkürzungen? Creative Commons erlauben die flexible Bestimmung der Rechte an einem Werk. Genauere Erklärungen gibt es in unserem Beitrag zum Update der Creative Commons auf Version 3.0. Die Abkürzungen stehen für:
BY: Namensnennung NC: no commercial, keine kommerzielle Verwendung SA: share alike: Weitergabe unter der gleichen Lizenz ND: no derivatives, keine Bearbeitung
In den Flickr-Einstellungen kann jeder Nutzer seine bevorzugte Lizenz einstellen. Standardmäßig steht sie auf “all rights reserved” (keine Creative Commons), alternativ kann sie für jedes Bild separat gewählt werden. [via readwriteweb]
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March 31 2009, 11:04am
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