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Automatypewriter

This is just too cool. A guy named Jonathan Guberman rigged up a typewriter to not just output text from a computer–which would have been a very neat printer–but also to accept input. That means not only can it print, but it’s the coolest ever tool for playing interactive fiction. Check out video of the Automatypewriter in action, after the click.

A new way to interact with fiction from Jonathan M. Guberman on Vimeo.

November 3 2010, 12:00pm

Video: Going West

Papercraft, the art of folding and cutting paper to create 3d shapes, is a prominent part of the online DIY and “Maker” culture. Rarely is it so well-done and mesmerizing as in this animated piece which appears to be cut out of a single book. Catch the video after the click.

October 7 2010, 12:00pm

DIY: Klima retten

Die Klimakatastrophe von Kopenhagen war ziemlich gut getimed: Kaum war das Elend beschlossen, schon verabschiedete sich die westliche Welt in familienselige Weihnachterei. Und zwei Wochen später, wenn man all das Rotkohl-Klöße-Gans-Inferno und sogar die Familienfeier heil überstanden hat, hat man das unwürdige Geschacher ums Weltklima schon halb vergessen. Da Obama ja nun leider nicht die Welt gerettet hat und sich auch sonst irgendwie keiner vorgedrängelt hat, sind jetzt erst einmal wieder wir dran. Grund genug, den Weg ins neue Jahr mit ein paar guten Öko-Vorsätzen zu pflastern. Aber wie? Eine Ideensammlung aus dem Netz:

Basics: Schlechte Nachrichten zum Anfang: Auf der Seite des UBA kann man sich schön detailliert ausrechnen lassen, wie viel Tonnen CO2 man pro Jahr ganz persönlich zu verantworten hat. Bundesdeutscher Durchschnitt sind 11 Tonnen - aber auch wer darunter liegt, sollte sich nicht entspannt zurücklehnen. Zur eigenen Bilanz gibt’s Tipps dazu, wie man das eigene Klimaelend auch mal wieder ein bisschen eindämmen kann. Weitere Anregungen gibt es bei Greenpeace: da wird vorgerechnet, wie man pro Jahr schon mal bis zu einer Tonne CO2 sparen kann, ohne sich ein Bein auszureißen: ein bisschen Fensterabdichten hier, ein wenig Regionalgemüse dort. Außerdem gibt es dort noch mehr Tipps, die zwar jeder von uns schon einmal gehört hat, aber Hand aufs Herz: Wer macht das denn bislang alles? Und so schick es jetzt schon wieder ist, Lohas zu verhöhnen, finden sich auf utopia.de jede Menge Ideen, was man tun könnte. Und natürlich auf dem Blog von Colin Beavan, dem noimpactman aus New York, der ein Jahr lang versucht hat, urban und möglichst CO2-neutral mit seiner Familie in Manhattan zu leben.

Strom: Technisch weit vorne ist das Zuhausekraftwerk, eine technische Innovation von VW und den Ökostromern von Lichtblick: Gasbetriebene Kleinkraftwerke für den Hauskeller springen ein, wenn Windräder mangels Wind stillstehen und darum keinen Strom ins Netz einspeinsen können. Die Abwärme der Anlage im Hauskeller kann gleich zum Heizen des Hauses genutzt werden. 100.000 solcher Kleinanlagen sollen in den kommenden Jahren installiert werden - und im Idealfall die Energieleistung von zwei AKW einsparen. Für alle Mieter und Mittellosen bleibt der Ökostrom. Wer noch immer nicht gewechselt hat oder schlichtweg verwirrt ist, findet bei ecotopten eine gute Übersicht, wer Strom für wieviel ökologisch korrekt anbietet.

Saisongemüse: Jajaja, schon klar: Obst und Gemüse aus der Region ist gesünder, ökologischer und schmeckt besser. Aber woher zur Hölle wissen, wann Chicoree Saison hat und woher meine Zuchini im Februar kommt? Hier eine gute Übersicht jenseits von Kohlsorten-Winter-Trübsinnigkeit. Noch besser: Selbstanbauen. Geht auch jenseits von Heim- und Schrebergarten - wie die urbanen Landwirtschaftler des Berliner Prinzesinnengartens mit ihrem mobilen Ökogemüseanbau demonstrieren.

Fischkonsum: Vor lauter CO2-Sparen und Sorge um unser aller Omega3-Fettsäuren-Haushalt gerät immer mal wieder in Vergessenheit, dass wir im Begriff sind, diverse Fischarten per Tieffangflotten auszurotten. Da hilft auch kein Delphin auf der Dose: Thunfischessen ohne schlechtes Gewissen geht nicht mehr. Welche Sorten sonst noch gemieden werden sollten, verrät einmal mehr Greenpeace.

Internet: Unangenehm wird immer, je stärker man selbst betroffen ist. Schon seit einer ganzen Weile kursiert die Zahl, dass ein Mal googeln so viel Strom verbraucht wie eine angeschaltete 11-Watt-Energiesparlampe in einer Stunde. Es gibt zahlreiche Ansätze, wie man sein Surfverhalten und Rechnerarbeiten grün aufhübschen kann - hier eine recht zufällige Auswahl (die gerne via Kommentar ergänzt werden kann): utopia.de hat getestet, ob es ökologischer ist, bei Amazon ein Buch zu kaufen oder in den Laden zu gehen. Fujitsu hat schon vor einiger Zeit ein Ökonotebook aufgelegt, andere Anbieter haben nachgezogen - und auch externe Festplatten gibt es schon in öko. Ob das alles so grün glänzt, wie es auf den ersten Blick ausschaut, darüber kann mal wieder heftigst unter Experten gestritten werden, ähnlich wie im Fall der grünen Suchmaschine Forrestle.

Sport: Leidig ist ja das ewige Loha-Thema: Ist guter Konsum besser als keiner und wer darf sich mit ein bisschen Ökostrom-Bahnfahren-Vegetariersein eigentlich über wen moralisch erheben? Zumindest lustig ist aber diese Initiative: Im Fitness-Studio die Energie für das eigene Handy selbst herstellen. Obwohl Waldlauf sicher eine wesentlich bessere Energiebilanz hat als Maschinentreten im überheizten Studio. Überhaupt wäre mal eine Aufstellung interessant, wie die Ökobilanz verschiedener Sportarten ausschaut.

Theorie: Die Zeit liefert mit ihrem Öko-Essay “Die Botschaft lautet: Grüner leben” den passenden Unterbau zur Debatte: Gespräche mit und Gedanken von Leuten wie dem Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdamer Institut für Klimaforschung und James Hansen, dem Chefklimaforscher der NASA (interessant, dass es so etwas überhaupt gibt!). Tiefer in die Materie ein steigt Michael Braungart in seinem Buch über Produktionskreisläufe: Cradle to Cradle. Und wo viel Enthusiasmus, da ist auch der Widerspruch nicht weit: Kathrin Hartmann räumt in ihrem Buch auf mit dem Anspruch, via Konsum die Welt retten zu wollen. Aber probieren kann man’s ja trotzdem. foto: flickr.com/max braun

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January 5 2010, 8:30am

Bausteln - Demokratisierung des Produktionswissens

Am Sonntag den 8. Februar hatten Technikinteressierte die Möglichkeit mit Arduino, nicht dem selbst ernannten König von Italien, sondern der Hardwareplattform, in Kontakt zu kommen. Für den mehrstündigen Workshop wurden von Upstream, die sich ebenfalls am Hallenprojekt beteiligen, Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Organisiert wurde die Veranstaltung, bei der das Experimentieren, Spielen und der Wissensaustausch im Vordergrund stand, von Philip Steffan und Christian Heller. Philip Steffan führte die Teilnehmer erst theoretisch an die offene Plattform und die damit verbundenen Möglichkeiten zur kreativen Entfaltung heran. Wer schon etwas Erfahrung mit Elektrotechnik und Programmierung hatte, tat sich wohl leichter den Ausführungen zu folgen, obwohl sich der Workshop gerade an Neulinge richtete. Im weiteren Verlauf hatten die Teilnehmer viel Spaß mit Arduino. Dabei halfen sie sich gegenseitig die ersten Schritte zu machen und kleine Erfolgserlebnisse zu erleben. Man baustelte mit LEDs, Sensoren, kleinen Lautsprechern und nach kurzer Zeit blinkte und tutete es aus unterschiedlichen Ecken. Das kleine Board bietet einen für die heutigen Verhältnisse sehr langsamen Prozessor, ein paar Steckplätze für Pins und in der einfachen Ausführung eine USB-Schnittstelle. Völlig ausreichend um eine Vielzahl von Anwendungen zu realisieren. Angefangen von Überwachungseinheiten für Pflanzen, die twittern sobald sie Wasser brauchen, bis hin zu in die Kleidung eingenähten Blinkern, die einem beim Radeln die Handzeichen ersparen sollen. Die Vielfältigkeit der Kreationen geht mit der Vorstellungskraft der Baustler und ihrem Ideenreichtum einher

Die Idee Hardware unter eine Open Source Lizenz zu stellen ist verhältnismäßig neu. Holm Friebe und Bre Pettis sind Vorreiter einer Bewegung, deren Kredo - Selbermachen statt kaufen, in der Breiten Masse bald eine Renaissance erleben könnte. In der Gesellschaft ist ein zunehmender Wunsch nach Individualisierung, dem die Hersteller konventioneller Produkte nur teilweise nachkommen können, spürbar. Dabei können die Produzenten für Massenartikel aus wirtschaftlichen Gründen dem Wunsch nur bis zu einem gewissen Maße Rechnung tragen. Häufig übernehmen an diese Stelle schon andere Unternehmen den Individualisierungswunsch als Geschäftsmodel, um für Massenprodukte individuellere Skins oder Erweiterungen anzubieten. Ihr Erfolg hängt dabei von der Verbreitung der Produkte weniger Hersteller ab und dient gleichzeitig meist als Erweiterung ihres eigenen Portfolios.

Video: Rapid-Prototyping - Interview mit Bre Pettis (6:43) Wenn nun die Baupläne für Gadgets oder andere Gebrauchsgegenstände frei verfügbar sind und es Menschen gibt, die das Produktionswissen unter die Leute bringen wollen, hat jeder Interessierte die Chance all die coolen Dinge selber zu machen. Besser noch, weiter zu entwickeln und die Erfahrungen wieder mit anderen zu teilen. Das muss nicht zwingend mit Mikrokontrollern zu tun haben, sondern es können andere Dinge sein, wie z.B. das Stricken. Gerade da gibt es einige Enthusiasten, die sich einer Standardisierung der Sprache für den Austausch der Bauanleitungen verschrieben haben.  Die Sprache heißt KnitML und leitet sich aus den Ideen von XML ab. Sie soll letztendlich eine von Menschen und Maschinen interpretierbare und weltweit anerkannte Sprache werden. Diese Bestrebungen zeigen, dass zum einen eine gemeinsame offene Plattform/Sprache zum Austausch der Baupläne entwickelt werden muss, unabhängig von der Art der Werke. Andererseits müssen sich Menschen für diese Plattformen einsetzen und mit anderen Interessierten darüber austauschen - sei dies nun on- oder offline. Für die Hersteller von Massenprodukten ergibt sich zwangsläufig die Frage, ob ihr Geschäftsmodell zukunftsfähig ist und ab wann sie versuchen sollten Enthusiasten in Ihre Entwicklungsprozesse einzubinden. Unterumständen kann es schon jetzt opportun sein, die eigenen Baupläne zu veröffentlichen und andere an der Weiterentwicklung mitwirken zu lassen.

February 13 2009, 12:28pm

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