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Web20expo SF: Content Strategy for the real world

Speaker: Kristina Halvorson (CEO Brain Traffic) San Francisco Mai 2010

May 14 2010, 10:30am

Piraterie reicht nicht als Erklärung für Preisdruck

Bei Techdirt ist vor ein paar Tagen ein interessanter Beitrag erschienen, der sich mit der Frage auseinander setzt, ob die Major-Labels im Musikmarkt ihren Bedeutungsverlust hätten verhindern können, wenn sie das iTunes-Modell früher angewandt hätten: Did The Recording Industry Really Miss The Opportunity To ‘Monetize’ Online Music?

Besonders treffend finde ich die Betonung, dass der durch die Verfügbarkeit quasi kostenloser digitaler Inhaltekopien ausgelöste Preisdruck im Musikmarkt unabhängig von Piraterie entsteht:

“Tim Lee, who pointed us to this piece in the first place, tacks on the point that “the economic argument for free music is unrelated to ‘piracy.’” This is, indeed, a key point and one we’ve tried to make in the past, but one that sometimes gets lost in the shuffle. The basic economics of music suggest that it was going to face downward pricing pressure all along. That has little to do with unauthorized access to music or whether or not the major record labels sucked it up and did licensing deals with Napster. It was just where the market was going to head one way or the other — because, over time, more and more people would begin to realize that free music was an excellent promotional tool for other things, and that would drive more business to those other areas. That, in turn, would lead more and more musicians and their business partners to recognize the benefit as well. In fact, we’re seeing that happen today. The fact that unauthorized access to files online may have helped push that realization forward doesn’t change the fact that those pressures were going to come one way or the other.”

Das ist in der Argumentationsform auch auf den Buchmarkt übertragbar, wo häufig Debatten geführt werden, die von diesem Gesichtspunkt ablenken. Das ist vor allem deshalb schade, weil die Buchbranche noch mehr Zeit zum Handeln hat/hätte als die Musikindustrie. Immerhin gibt es aber inzwischen schon einige innovative Plattformen wie PaperC. Ich halte es jedenfalls mit Gerd Leonhard, der sehr zu Recht sagt: ‘protection’ is in the business model not the technology

Crosspost: leanderwattig.de Bildquelle: artemuestra (CC-Lizenz)

February 8 2010, 1:45pm

Willkommen beim CAST-Blog

Dies also ist der BLOG von CAST, noch unberührt, jungfräulich. Er sollte, wenn es nach den Gründern geht, das Lebensalter eines Methusalems errreichen. Hier wollen wir zukünftig Beiträge von CAST-Dozenten und des Studienbereichsleiters veröffentlichen, um das zu reflektieren, womit wir uns bei CAST tagtäglich beschäftigen: ausgehend von der Beschaffenheit des Menschen wollen wir über die Beschaffenheit des Netzes und der virtuellen Medienwelt nachdenken. Um am Ende Content zu produzieren, qualitativen, originellen Content, der bewegt. Oder entspannt. Oder aufregt. Oder ein Geheimnis enthüllt. Der jedenfalls nicht kalt lässt. Als erster Happen hier Links zu Projekten im Web, die Geschichten erzählen und erfolgreich sind. Bewegte Geschichten in bewegten Bildern. Ich habe sie am 12.11. bei der Soiree Design und am 13.11. vor Züricher Web-Experten präsentiert. Erstens: das chinesische YOU TUBE. Surfen Sie doch mal auf http://www.tudou.com. 10 Millionen Besuche pro Tag. Chinesen sehen sich gerne chinesische und koreanische Soaps an, bis zu 60 min – keine kleinen Pieces wie bei YOU TUBE.  Tudou-Founder Gary Wang hat sich damit arrangiert, dass upgeloadete Videos nicht gleich, sondern erst nach 6 – 24 Stunden online erscheinen. Zwischendurch checkt die Zensurbehörde das Material. Zweitens: BAND OF BLOGGERS. „Soldier generated content“ – directly from the battlefield. Videos, von Soldaten im Irak oder an anderen Kriegsschauplätzen gefilmt, gebloggt und kommentiert. Vor den Videos läuft 30 Sekunden Waschmittelwerbung. Ja, genau. Drittens: Stefan Petzner, Pressesprecher und intimer persönlicher Freund des verstorbenen Landeshauptmannes Jörg Haider, weint um seinen Lebensmenschen.  Non-linear zu sehen auf  http://www.youtube.com/watch?v=CMDBd05Fl-w Merke: es sind die „inciting incidents“ – die überraschenden Wendepunkte im Leben eines anderen Menschen, die wir beobachten wollen. Momente, die das Leben eines Menschen wirklich umkrempeln. Schüsse im Irak, Tränen in Kärnten, oder die dichterisch erfundenen Wendepunkte und Hooks in den chinesischen Soaps. Diese Stories, so meinen wir von CAST, sind die Glut im lodernden digitalen Lagerfeuer. Bleiben Sie dran!

November 14 2008, 1:49pm

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