Gestern war Tag 1 der neuen Zeitrechnung. Denn Microsoft muss unbedingt sein in die Tonne verklappten Milliarden bein Skype-Kauf wieder refinanzieren. Da kommt ein surrealer Mitzwanziger gerade recht. Also hobelt und klöppelt man in einer ANcht und Nebelaktion ein Skype-Plugin in das Soziale Netzwerk. Damit kann man zwar nicht wie bei Google+ mit vielen Leuten eine Videokonferenz abhalten, aber dafür bleibt das Plugin noch aktiv, wenn man die Seite von Facebook schon geschlossen hat. Das ist die neue Form der Integration. Ein ganz neues Desgin gabe es auch. Und man kann ein Chat-Fenster aufmachen und Freund dazu einladen gemeinsam zu chatten. Mehr als 50.000 Leute haben sich diese banhbrechenden Innovationen auf Livestream.com (wer es sich nochmal geben will) angesehen. Ich hätte gern einen großen Beitrag drüber geschrieben. Es ist jedoch jetzt schon zuviel der Ehre für eine derart dünne Suppe.
Lifestream » chat
Facebook: Wir können auch anders
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July 7 2011, 9:30am
Chatroulette: Auge in Auge mit dem Freak
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Soziales Netzwerk? Kann man jetzt auch ohne Freunde haben: Auf Chatroulette.com wird jedem Nutzer zufällig aus einem Pool von 20.000 Nutzern ein Gesprächspartner zugeschanzt – mit dem man entweder ins Gespräch kommen kann. Oder einfach auf “next” klickt, um einen interessanteren vorgesetzt zu bekommen.
Ist das etwas Neues? Ja und nein.
Natürlich nicht, weil Chaträume und Videotelefonie schon ziemlich ausgelutschte Netzneuerungen sind. Und doch hat chatroulette es nicht nur geschafft, in kurzer Zeit viele Menschen zu begeistern – sondern auch, Menschen kreuz und quer über den Planeten per Videokamera so nah zu einander zu bringen, als säßen sie gemeinsam in einem Raum. Und das, diese zufällige, weltumspannende Verbindung ist vielleicht das Neue daran. Einige sind sogar so aufgeregt, chatroulette in eine Reihe mit dem Imageboard 4chan zu stellen. Und viele, von Autoren der taz bis zum New York Magazine sind immerhin so gut amüsiert davon, dass sie Stunde um Stunde dort verbringen und sich munter von Penissen über singende Soldaten bis zu chinesischen Kindern in Internetcafés. So freakig wie all die Youtube-Videos, an die wir uns schon lange gewöhnt haben. Und doch ganz anders – weil man völlig zufällig mit all jenen Webzirkus-Clowns in eine 1:1-Situation geworfen wird.
Urheber dieses ganzen Hypes soll übrigens ein 17-jähriger Russe namens Andrey Ternovskiy sein – das zumindest schreibt Brad Stone auf dem Bits-Blog der New York Times. Dort wird Ternovsky folgendermaßen zitiert:
I didn’t advertise my site or post it anywhere, but somehow, people started to talk to each other about the site. And the word started to spread. That’s how the simultaneous user count grew from 10 to 50, then from 50 to 100 and so on. Each time the user count grew, I had to rewrite my code completely, because my software and hardware couldn’t handle it all. I never thought that handling the heavy user load would be the most difficult part of my project.
As the user base grew, bandwidth and hosting bills started to show bigger sums. I am glad that my relatives helped me with it by ‘investing’ some money in my idea.
It wasn’t very much money, so I couldn’t just buy new servers just like that, I had to optimize my code as much as possible instead. I must say that lots of people have helped and still are helping me when I have questions about coding. I am very thankful to them. I still code everything myself, though. I’d love to share work with someone else, but I am not in the USA, and most of the interested people are located far away from me, because I live in Moscow. So I still have to do all the things myself.
Die chatroulette-Server, so Ternovsky später in seinem angeblichen Emailinterview, stünden in Frankfurt. Und er denkt in dem Dokument auch darüber nach, wie sein Projekt genutzt wird:
I think it’s cool that such a simple concept can be useful for so many people. Although some people are using the site in not very nice ways – I am really against it. Others do really unbelievable things I could never think of. They make up songs about strangers and sing to them, draw them, listen to music, broadcast them their own music. Two groups of teenagers can party together. That’s just great in my opinion. I am glad that I made this project and it is a pleasure for me to work on it.
February 16 2010, 11:00am
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