Netzpolitik.org hat einen sehenswerten Vortrag von Meike Richter in der Uni Hamburg ins Netz gestellt, der auf einfache Weise in praktische Fragen rund um die Creative-Commons-Lizenz einführt…
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Video-Vortrag über Creative Commons
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June 1 2011, 9:59am
Interview: Michelle Thorne, Creative Commons
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Im Netzpiloten-Interview erklärt Michelle Thorne von Creative Commons International, warum Lizenzen vom Typ “einige Rechte vorbehalten” so wichtig sind und warum es sich auch für Urheber lohnt, über Lizenzen nachzudenken.
Ich bin Michelle Thorne und arbeite bei Creative Commons International, dem Creative Commons Ableger für internationale Portierungen. Frage: Was macht Creative Commons? Das ist eine US Non-Profit Gesellschaft, die darauf hinarbeitet, alternative Urheberrechtslizenzen bereitzustellen. Bisher ist die übliche Copyrightlizenz das Konzept “Alle Rechte vorbehalten”. Das andere Ende des Spektrums ist lizenzfrei, die sogenannte Public Domain. Creative Commons will einen Weg anbieten, sich zwischen diesen beiden Extremen zu bewegen und es Urhebern und Nutzern zu ermöglichen, genau zu entscheiden, wie ihre kreativen Werke benutzt und lizensiert werden. Deshalb bieten wir Lizenzen vom Typ “Einige Rechte vorbehalten” an. Warum braucht die Welt Creative Commons? Es gibt einen internen Konflikt zwischen dem ursprünglichen, traditionellen Sinn von Urheberrecht und unserem digitalen Zeitalter, in dem das Kopieren selbst Kern der Internetkommunikation und aller Medienkommunikation ist. Wir müssen überdenken, was es bedeutet, kreative Werke zu nutzen, auf sie zu verlinken, sie zu bearbeiten und zu teilen. Deshalb denke ich, es ist sehr wichtig, dass die Menschen sich der Gesetze bewusst sind und was die Alternativen zu diesen Gesetzen sind. Es ist ein sicherer und legaler Weg, der Öffentlichkeit genau zu sagen, wie deine Werke weiterverwendet werden sollen. Wie kann man seine Arbeit unter eine Creative Commons-Lizenz stellen? Der beste Weg ist, auf CreativeCommons.org zu gehen, oben in der Ecke gibt es einen Knopf “Lizenz”. Wenn man den anklickt wird man zu einer schönen Maske weitergeleitet, in der man die Sprache einstellen kann, die man bevorzugt. Man wird gefragt, was für Rechte man gerne anwenden möchte: Ob man die Weiterbearbeitung der Werke erlauben möchte, ob man kommerzielle Nutzung erlauben möchte. Man klickt einfach die entsprechenden Blöcke an und es wird eine Lizenz generiert, die den festgelegten Bedingungen und der jeweiligen Rechtsprechung entspricht. Das ist sehr wichtig, weil die Lizenzen auf nationales Recht zugeschnitten sind. Weil Urheberrecht grundlegend auf nationalem Recht basiert, ist es wichtig, dass es zu den Bedingungen des jeweiligen Landes passt. Woran arbeiten die Menschen bei Creative Commons? Das letzte großen Projekte war, dass wir Version 3.0 rausgebracht haben. Zuerst als nicht-portierte Lizenz, das heißt sie wurde nicht auf nationales Recht angepasst, und jetzt haben mittlerweile fast alle Länder eine Version 3.0. Das ist ein großer Schritt, weil diese neue Version sich auf einige Schwierigkeiten mit moralischen Rechten konzentriert, was ein großes Thema ist beim Europäisches Recht und anderen Rechtsprechungen außerhalb des amerikanischen Gewohnheitsrechts. Zudem werden Verwertungsgesellschaften in Zukunft eine große Rolle spielen. Es gibt ein Pilotprogramm mit den Niederlanden und der Verwertungsgesellschaft Buma/Stemra, bei dem Musiker, die mit einer Verwertungsgesellschaft arbeiten, Creative Commons Lizenzen innerhalb der Niederlande nutzen können. Warum sollte jemand eine Creative Commons Lizenz wählen? Ein wichtiger Punkt ist, dass es der Community und einem größeren Publikum signalisiert, dass man sie dazu einlädt, die eigenen Werke zu verwenden, sie anzusehen, sich damit zu beschäftigen. Es inspiriert mehr Menschen dazu, sich zu engagieren. Im Endeffekt denke ich, dass es einen sehr positiven EFfekt hat, das hat sich immer wieder gezeigt. [Science Fiction Autor] Cory Doctorow zum Beispiel hat sein Buch unter online einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht während es gleichzeitig in Druck ging. Beide Versionen wurden am gleichen Tag veröffentlicht und es ist wahrscheinlich, dass die Verkaufszahlen seines gedruckten Buchs sich durch die Onlineverbreitung sogar gestiegen sind.
June 3 2010, 1:20pm
Creative Commons auf Flickr tendenziell restriktiv
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Nach einer aktuellen Studie von Creative Commons tendieren Flickr-Nutzer dazu, ihren Werken verhältnismäßig restriktive Rechte zuzuteilen. Drei Viertel der Nutzer (76%) schließen kommerzielle Verwendung ihrer Werke aus, bzw. verlangen für diesen Fall persönliche Vereinbarungen. Anders sieht das Bild aus, wenn es um kreative Abwandlungen geht: etwa zwei Drittel (63%) erlauben Bearbeitungen ihrer Bilder. Gewählte Creative-Commons-Lizenzen im Detail Das oben skizzierte Bild bestätigt sich bei einem Blick auf die tatsächlich gewählten Lizenzen. Die restriktivste Version (BY-NC-ND), die keinerlei Bearbeitungen und kommerzielle Nutzung erlaubt, ist mit 33% die beliebteste, gefolgt von BY-NC-SA mit 29%. Verhältnismäßig freie Lizenzen wie BY und BY-SA sind unbeliebter (12% und 8%). Die Wachstumsrate von Creative-Commons-Bilder ist nach einem Hoch 2006 auf stabil bleibende 4% gesunken. Insgesamt werden über 100 Millionen Bilder auf Flickr unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht. Die Zahlen belegen, dass Creative Commons sich auf Flickr etabliert haben, die Fotografen jedoch bedacht mit ihren Werken umgehen und für kreative Projekte (Abwandlungen, Collagen etc.) tendenziell offen sind, kommerzielle Verwendungen allerdings kontrollieren möchten. Für Einsteiger: was bedeuten die Abkürzungen? Creative Commons erlauben die flexible Bestimmung der Rechte an einem Werk. Genauere Erklärungen gibt es in unserem Beitrag zum Update der Creative Commons auf Version 3.0. Die Abkürzungen stehen für:
BY: Namensnennung NC: no commercial, keine kommerzielle Verwendung SA: share alike: Weitergabe unter der gleichen Lizenz ND: no derivatives, keine Bearbeitung
In den Flickr-Einstellungen kann jeder Nutzer seine bevorzugte Lizenz einstellen. Standardmäßig steht sie auf “all rights reserved” (keine Creative Commons), alternativ kann sie für jedes Bild separat gewählt werden. [via readwriteweb]
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