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rp09: Shift Happens für… Jan Tißler

Im Vorfeld der re:publica 2009 haben die Blogpiloten 5 Fragen an deutsche Webworkerinnen und Webworker geschickt und gefragt, was sie mit dem Motto der diesjährigen re:publica “Shift Happens” verbinden. Außerdem fragten wir die Experten wie sie die Gegenwart und Zukunft der Digitalkultur einschätzen. Oliver Gassner, Vivian Pein, Dr. Jan Schmidt, Tina “Picki” Pickhardt, Martin Koser, Andreas Auwärter und Djure Meinen. Weiter geht es in der Reihe mit Jan Tißler (UPLOAD-Magazin) Jan beschreibt sich selbst wie folgt: Ich bin Redakteur beim t3n Magazin, unverbesserlicher Internetfan und manchen vielleicht auch über upload-magazin.de bekannt. Und hier Jans Antworten auf unsere Fragen:

“Shift happens” - “Veränderung passiert”. So das Motto der re:publica in diesem Jahr. Was verbindest Du ganz persönlich in Deinem (digitalen) Leben und Arbeiten mit diesem Motto? Veränderung ist für mich immer die Chance, etwas Neues auszuprobieren. Ein konkretes Beispiel ist das Internet und speziell das WWW. Ich bin sehr dankbar dafür, dass es das gibt und dass es meinen Beruf als Journalist gerade komplett über den Haufen wirft. Es eröffnet vielen Menschen neue Möglichkeiten und schafft neue Wege, auf denen sich Informationen und Meinungen verbreiten können. Das ist einfach klasse. “Die Zukunft ist schon da, sie ist nur noch nicht gleichmäßig verteilt” (Williams Gibson). Welcher Teil der (digitalen) Zukunft ist für Dich schon längst Gegenwart? Das allgegenwärtige Internet. Ich denke, dass es in einigen Jahren vielen Menschen gar nicht mehr bewusst sein wird, dass sie gerade “online” sind. Der Begriff an sich wird immer mehr verschwinden. Vor zehn Jahren war es noch eine bewusste Handlung, ins Internet zu gehen. Heute sorgen Flatrates bei vielen Menschen zu Hause bereits dafür, dass ihr PC praktisch immer online ist. Das wird mit anderen Geräten und vor allem auch unterwegs immer mehr der Fall sein. Wenn ich heute in eine Region komme, wo ich keinen Internetzugang habe, ist das für mich Wildnis, Outback, Prärie. Das wird in Zukunft noch sehr viel mehr Menschen so gehen. “Zurück in die Zukunft!” - Was sind nach Deiner Erfahrung im Privaten wie im Beruf die größten Barrieren, wenn Du anderen versuchst zu erklären, wie die digitale Kultur “funktioniert?” Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich selbst so genau weiß, wie die digitale Kultur funktioniert… Richtig schwer wird es jedenfalls immer dann, wenn die Menschen keine eigenen Erfahrungen damit haben und ihr Wissen über das Internet schlimmstenfalls aus Fernsehen oder Zeitungen haben. Oft begegnet mir die Meinung, man würde online alles von sich preisgeben und sei vollkommen gläsern. Dabei habe ich das wie im sonstigen Leben selbst im Griff - mit ähnlichen Einschränkungen. Die Möglichkeiten, die sich aus der Digitalisierung der Gesellschaft ergeben, werden dagegen sehr viel seltener gesehen. Als digitale Webworker gestalten wir die Zukunft auch selbst mit. Welchen Themen liegen Dir am Herzen und warum? Im Moment liegt mir vor allem die Freiheit des Netzes am Herzen. Sie wird von vielen, sehr mächtigen Gruppierungen bedroht. Das passiert aktuell mit einer Vehemenz, die mir schon unheimlich ist. Ich versuche verstärkt, mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln darüber aufzuklären. Ein anderes Thema, das mich laufend beschäftigt: Wie man die neuen Chancen nutzt, die sich durch das Internet ergeben. Wie kann man das Netz einsetzen, um seine Meinung, sein Wissen oder auch seine Werke zu verbreiten? Das finde ich sehr spannend. Menschen, die früher kein Gehör gefunden haben, erreichen nun direkt ihre Leser, Hörer oder Zuschauer. Zu Themen, über die man ohne Netz nur wenig bis gar nichts erfahren hat, gibt es aktuelle, tiefgehende und fachliche Informationen. Kurzum: Niemand ist mehr auf das Wohwollen irgendeines “Torwächters” angewiesen. Die Mauern sind eingerissen, jeder kann sich frei bewegen. Was kommt nach Blogs, Social Networks und - unser aller Lieblingshypethema - Twitter? Wie sieht der nächste “Shift” aus? Jemand muss es schaffen, mir zuverlässig genau die neuen Inhalte aus dem Netz zu fischen, die mich interessieren. Das könnte das “nächste große Ding” sein. Wäre es nicht wunderbar, morgens schon eine Auswahl der neuesten News aus den eigenen Interessensbereichen auf dem Laptop, Tablet, E-Reader oder Smartphone zu haben? Natürlich wühle ich mich auch gern durch meine RSS-Feeds, Linktipps von Freunden und Bekannten sowie Googles Suchergebnissen. Aber so ein automatisch generiertes, dazulernendes Grundinformations-Dingens wäre perfekt. Versprochen wird uns das schon lange. Wird Zeit, dass es mal jemand erfindet. Aber es muss wirklich, wirklich gut sein. Es muss mich genauso verblüffen, wie mich einst (tja, damals) Google verblüfft hat.

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March 30 2009, 10:20am

rp09: Shift Happens für… Andreas Auwärter

Im Vorfeld der re:publica 2009 haben die Blogpiloten 5 Fragen an deutsche Webworkerinnen und Webworker geschickt und gefragt, was sie mit dem Motto der diesjährigen re:publica “Shift Happens” verbinden. Außerdem fragten wir die Experten wie sie die Gegenwart und Zukunft der Digitalkultur einschätzen. Oliver Gassner, Vivian Pein, Dr. Jan Schmidt, Tina “Picki” Pickhardt und Martin Koser. Weiter geht es mit Andreas Auwärter (Website) Andreas beschreibt sich selbst mit den folgenden Tags: Podcasting - Podcastforschung - web20 in academics - elearning20 - uni20 Und hier die Antworten von Andreas auf unsere Fragen: “Shift happens” - “Veränderung passiert”. So das Motto der re:publica in diesem Jahr. Was verbindest Du ganz persönlich in Deinem (digitalen) Leben und Arbeiten mit diesem Motto? Zu den üblichen täglichen Checkups gestalten sich weitere Kanäle der Verknüpfung, die gewartet, gepflegt und auch in den Arbeitsalltag eingeplant sein wollen. “Die Zukunft ist schon da, sie ist nur noch nicht gleichmäßig verteilt” (Williams Gibson). Welcher Teil der (digitalen) Zukunft ist für Dich schon längst Gegenwart? Es ist eine fast tägliche Herausforderung das Sinnbringende, den persönlichen, wie allgemeinen Mehrwert anderen, auch Studierenden zu schildern. Für mich ist das der Schlüssel zur nachhaltigen Medienbildung in ihrem umfassenden Sinn. Im erfahrungs- und gegenstandbezogenen Handeln, wie zum Beispiel Podcasten lässt sich das recht gut vermitteln. Es ist nicht das Tool, also das Podcasten an sich, sondern die Eigenart des Mediums, welches in einem bestimmten Kontext eingesetzt wird, einen Sinn erschließt. “Zurück in die Zukunft!” - Was sind nach Deiner Erfahrung im Privaten wie im Beruf die größten Barrieren, wenn Du anderen versuchst zu erklären, wie die digitale Kultur “funktioniert?” Ich habe keine Schwierigkeiten auf Grenzerfahrungen (Schlagwort Digitale Identität etc.) hinzuweisen. Schwierigkeiten bereitet, wenn Menschen beim Wahrnehmen von potentiellen Problemen nicht nach Lösungen und Umgang suchen, sondern sich schneckenhaustechnisch auf das Apostolet des “Dann besser nichts tun” berufen. Die Gegenposition: Durch aktive Teilnahme Anlässe zu schaffen, bei denen Reflektion über die Tragweite des Handelns angemessen erscheinen - das schafft den richtigen Boden. Doch Barrieren liegen auch auf einer anderen Ebene: Für sich selbst einen Sinn für das Handeln gefunden zu haben, heisst noch lange nicht, dass der Sinn sich jemandem erschließt, wenn man es ihm demonstriert. Oft genug bleibt es bei der Buzzword-Hülse, die dann auch erst wieder zum Leben geweckt wird, wenn für das lernende Individuum die Zeit reif wird. Als digitale Webworker gestalten wir die Zukunft auch selbst mit. Welchen Themen liegen Dir am Herzen und warum? Hier muss ich eine Auswahl treffen. Dialog, da es eine Form der Kommunikation beschreibt, welche die gleiche Augenhöhe der Gesprächspartner betont. Bildung - weil mich mit dem Begriff so viel mehr verbindet als Schule. Respekt - weil ich erleben darf, wie verantwortungsvoll (und das auch im umfassenden und digitalen Sinne) nach kurzer Anleitung Studierende in der Lage sind, Erlerntes, Erfahrenes sich Erschließendes, etc. umzusetzen. Medien - hier besonders die auditiven, weil es neben der Wiedergabe durch die Verfremdung oder Transformation sehr viel mehr transportieren lässt als in Schriftform. Kommunikation - hier die gelernte Achtung auch vor dem Horizont anderer Kulturräume. Imperfektion (andere sagen Kreativität) - da sich hier ehrlicher Weise Anspruch und Wirklichkeit treffen und um einen gelungenen Weg der Mitte herausbildet. Partizipation - weil sie Grundlage dessen ist, was wieder in die Gesellschaft zurückspiegeln möchte. Empfangsbereitschaft, denn sie bildet den notwendigen zweiten Kanal zwischen den Akteuren. Kompetenz - nicht nur in der Frage der Handlungsfähigkeit sondern auch der Wirkung und Auswirkung zu begreifen. Fantasie - weil es noch so viele Möglichkeiten gibt, die traditionellem bislang unerschlossen blieb. Identität, weil das Thema an sich anspornt verantwortungsvoll und reflektiert, selbstbezogen als auch fremdbezogen, damit umzugehen. Was kommt nach Blogs, Social Networks und - unser aller Lieblingshypethema - Twitter? Wie sieht der nächste “Shift” aus? Das ist immer eine schwierige Frage. Ich mag es in Form von Wünschen äußern: Verstetigung, im Sinn, dass aus dem Bestehenden die nützlichsten Szenarien ihren begründeten Einklang in die Welt der Bildung aber auch der Praxis findet. Ordnung, im Sinn, dass die vielen eingebrachten und geäußerten Anteile von Inhalten durch bessere und feinere und intelligentere Systeme zu dem interessierten Rezipienten finden. Farben, im Sinn, dass die Wahrnehmung dessen, was sich in meinem beschriebenen “Shift” vollzieht eben oft nicht in “Schwarz” und “Weiss” wiedergeben lassen und notwendigerweise die Zwischentöne und Farben, die Nuancen und eben die Alltagsanwendung besser getroffen werden sollte.

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March 29 2009, 12:09pm

rep09: Shift Happens… für Vivian Pein

Im Vorfeld der re:publica 2009 haben die Blogpiloten 5 Fragen an deutsche Webworkerinen und Webworker geschickt und gefragt, was sie mit dem Motto der diesjährigen re:publica “Shift Happens” verbinden. Außerdem fragten wir die Experten wie sie die Gegenwart und Zukunft der Digitalkultur einschätzen. Nachdem wir mit Oliver Gassner gestartet sind, geht es nun weiter mit Vivian Pein Vivian beschreibt sich selbst in der dritten Perrson mit den folgenden Worten: Geek Girl und Netzwerkerin aus Hamburg, organisiert leidenschaftlich gerne Barcamps und Co. Nach ihrer Zeit als Headhunterin und Freelancertum in Marketing, PR und Design, hat Sie ein Social Network in eine Unternehmenskultur integriert und arbeitet jetzt als Community Manager bei XING. Und hier Vivians Antworten auf unsere Fragen:

“Shift happens” - “Veränderung passiert”. So das Motto der re:publica in diesem Jahr. Was verbindest Du ganz persönlich in Deinem (digitalen) Leben und Arbeiten mit diesem Motto? Dass seit ein paar Jahren “online sein” ein essentieller Teil des Lebens und Arbeitens geworden ist. Dass ich mit Freunden und Kollegen aus der ganzen Welt wesentlich einfacher in Kontakt bleiben kann und dass die Kommunikation deutlich schneller und interaktiver geworden ist - unabhängig von Zeit und Raum. “Die Zukunft ist schon da, sie ist nur noch nicht gleichmäßig verteilt” (Williams Gibson). Welcher Teil der (digitalen) Zukunft ist für Dich schon längst Gegenwart? Unter der Woche mache ich meinen Laptop vor dem Frühstück auf und nehme ihn abends mit ins Bett. Nicht, weil ich einsam und alleine bin, sondern weil ich meinen Medienkonsum fast komplett auf online umgestellt habe. In meiner Wohnung findet man weder TV noch Radio - alles was ich wissen, hören und sehen muss, bekomme ich online. Naja, fast alles - ein gutes Buch oder das “real life” ist und bleibt unersetzlich für mich. Und ich kann von überall arbeiten, wo ich Internet und meinen Laptop habe - das ist etwas, das ich im letzten Jahr mit 157 Tagen außer Haus sehr zu schätzen gelernt habe. “Zurück in die Zukunft!” - Was sind nach Deiner Erfahrung im privaten wie im Beruf die größten Barrieren, wenn Du anderen versuchst zu erklären, wie die digitale Kultur “funktioniert?” Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und es ist immer schwer Gewohnheiten zu ändern ohne dass die Person selbst erlebt, was einem kleine Änderungen bringen können. Beispiel Beruf: die grösste Angst meiner Kollegen war damals, dass man mit der zusätzlichen Plattform nur noch mehr Arbeit schafft. Wenn man hier klar zeigt, dass es nur ein anderer Weg ist etwas zu tun, ein Weg, der schneller ist und in der Zukunft noch mehr Zeit und Arbeit spart, dann sieht das schon ganz anders aus. Privat ist die grösste Herausforderung immer so weit auf dem Boden zu bleiben, dass der andere einen überhaupt noch versteht und zu sehen, wo wirklicher Mehrwert für das Gegenüber sein könnte. Nicht jeder braucht Twitter oder Blogs, aber ein leidenschaftlicher Hobbyfotograf freut sich total, wenn man ihm flickr zeigt und er plötzlich aus der ganzen Welt positive Kommentare zu seinen Fotos bekommt. Als digitale Webworker gestalten wir die Zukunft auch selbst mit. Welchen Themen liegen Dir am Herzen und warum? Mir gefällt der offene Gedanke von Barcamps - voneinander lernen, selbst Wissen weitergeben und Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen. Deswegen helfe ich auch so gerne dabei, diesen Gedanken in andere Themengebiete wie z.B. beim ArtCamp auf das Thema Kunst zu übertragen. Was mir auch sehr am Herzen liegt ist, dass Unternehmen lernen, dass “dieser ganze Social Media Kram” ein grosses Potential im Unternehmenseinsatz hat. Es gibt so viele Tools, die den Wissensaustausch innerhalb eines Unternehmens schneller und effizienter machen, dabei helfen, dass Zeit gespart wird und dazu führen, dass Mitarbeiter sich mehr vernetzen. Ich bin froh, dass ich die Chance hatte, dieses Potential in ein Unternehmen zu bringen und zeigen konnte, dass es funktioniert. Was kommt nach Blogs, Social Networks und - unser aller Lieblingshypethema - Twitter? Wie sieht der nächste “Shift” aus? Schwer hier Prognosen abzugeben, denn wie schon blogs wird twitter meiner Meinung nach nie bei “allen” ankommen wie z.B. Telefon oder Handy. Wie bei 4 aber schon angesprochen gibt es eine Sache, die ich mir wünschen würde - den Shift zu mehr Medienkompetenz und Bewusstsein im Umgang mit dem Internet. Wenn eine Frau in meinem Alter völlig entsetzt darüber ist, dass ich ein Bild von ihr per Mausklick auf meinem Desktop speichere oder ein alter Schulfreund mit Schrecken feststellt, das seine 5 Jahre alten Forenbeiträge über google zu finden sind, dann ist das wirklich bedenklich. Niemand muss sich vor dem Internet verstecken, aber man sollte drüber nachdenken, was man schreibt oder einstellt. Das schöne daran ist - hier kann jeder von uns, der Kinder hat oder haben will, etwas dazu beitragen, dass dies Realität wird.

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rep09: Shift Happens für… Oliver Gassner (2)

March 26 2009, 1:54pm

Causa Wikileaks - Die Blogpiloten Leseliste

Beim Inhaber der Domain wikileaks.de wurde ine Hausdurchsuchung durchgeführt. Wikileaks ist eine weltweite Vereinigung von Transparency-Gruppen und Journalisten, die sich gegen Unterdrückung und für Meinungsfreiheit weltweit einsetzen. Die Tatsache, dass der Betreiber der deutschen Domain in das Fadenkreuz der Ermittlungsbehörden gerückt ist beschäftigt die Blogosphäre. Hintergründe und Meinungen haben wir für euch in der folgenden Link- und Leseliste zusammengestellt.

Svens Blog: Hausdurchsuchung bei Wikileaks.de: “Und da man sich offenbar unglaublich hilflos fühlt, und vor dem Internet sowieso Angst hat, bestraft man dann lieber mündige deutsche Bürger, die sich mit dem Thema befassen” G33KY^2: Hausdurchsuchung bei Wikileaks: “Dresden und Jena? Da soll nochmal einer sagen dass unterdrückende Regime immer weit entfernt sind.. wir sitzen offensichtlich selbst in einem.” Reizzentrum: Es gibt etwas, dass in Deutschland strafbarer ist als Kinderporno: Offenheit: “Was aber beschäftigt die Staatsanwaltschaften und die Ermittlungsbehörden? Na, DAS ist ganz einfach: Es werden DIE Bürger durchsucht, die sich selbst Aufklärung und Transparenz auf die Fahne geschrieben haben.” gulli: Wikileaks: Domain-Besitzer durchsucht: “Bezüglich des Ablaufs der Durchsuchungen gab es offenbar einige Ungereimtheiten und Versäumnisse der Polizei.” Netzpolitik-Podcast 071: Wikileaks : netzpolitik.org: Der Podcast ist ein englischsprachiges Interview mit Julien Assange von Wikileaks FreiheIT-Blog: Immer Ärger um Wikileaks: “Wieso wurde, angesichts der doch mehr als schwammigen Begründung der Durchsuchung, vom zuständigen Richter überhaupt Grünes Licht gegeben?” Fefes Blog - Wikileaks: “Warum können die eigentlich eine Hausdurchsuchung beim Besitzer von wikileaks.de machen, aber nicht bei den Betreibern der Kinderpornoserver?!”

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March 25 2009, 11:17am

Liste der 20 größten Twitter-(Nicht-)Fehler

Klaus Eck hat drüben im PR-Blogger die Liste der 20 größten Twitter-Fehler gepostet. Wenn ich mir die Liste so durchlese bekomme ich den Eindruck, dass bei Befolgung der Ratschläge das Twittern konformistisch(er) werden würde. Twitter bildet meiner tiefen Überzeugung nach Facetten urtypischster Kommunikationsmuster ab und hilft mir dabei, sehr viel über das menschliche Kommunikationsverhalten zu lernen. Mag sein, dass für eine hochpolierte Vorbildtwitterei die Vermeidung von “Twitter-Fehlern” genau das richtige sind. Aber es nimmt dem Twittern die Authentizität, die selbst - und genau das ist für mich eine erstaunliche Erkenntnis - in den Serien von 140-Zeichen-Tweets aufblitzen kann. Ich will morgens von PickiHH begrüßt werden, denn wenn sie es nicht tun würde, wäre ich sauer. Ich will Dutzende Updates von MsPro, ich will automatische Updates von diezeit und ich will den Starbucks-, Döner- und Puller-Tweet von nico (ehemals rednix). Und zuletzt: Ich liebe Ego-Twittern. Ich mag es zu lesen, was andere Leute von sich und über sich sagen und preisgeben und reflektiere fasziniert über die Wirkung, die diese Egoschnipsel auslösen. Kurzum: Ich will keine twitternde Herde von Tagesschau-Nachrichtensprechern, sondern Egos, Egos, Egos mit Macken und Kanten. Würde man keine Twitter-”Fehler” mehr machen und würde alles nur noch schrecklich relevant, sinnbehaftet und egoentleert sein, dann hätten wir so etwas wie Twitkrit wohl nicht und wohl auch keine Twitterlesungen. Also bitte liebes Twittervolk: Findet euren Style, seid authentisch und macht ruhig den ein oder anderen Fehler. Es muss nicht immer ein Fehler sein, einen Fehler (aus Sicht anderer) zu machen. ;-)

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March 20 2009, 8:14am

Blog-Evolution: Ad-hoc Dialoge ersetzen Kommentare

Technorati misst die Relevanz von Blogs anhand der Links, die von anderen Blogs darauf verweisen. Die Währung heißt Authority. Es gibt rund 76.000 Blogs weltweit, die über eine “Authorität” von mehr als 50 verweisenden Blogs verfügen. Da beispielsweise Serendipity Probleme mit Trackbacks hat, ist die Dunkelziffer noch höher. Trotz der immensen Zahlen oder gerade deswegen hat Brian Solis von techcrunch Probleme mit der Relevanzmessung. Nach seiner Ansicht verlieren die Blogs an Authorität: Techcrunch selbst, obwohl noch immer auf Platz 3 der Top-100-Liste, musste Einbußen von 50 Prozent der Links hinnehmen. Die Site ist innerhalb von rund drei Monaten von über 32.000 Links auf 16.000 abgesackt, weil sich die Links auf die wachsende Masse der täglich tausend neuen Blogs umverteilt. Ein ähnliches Phänomen erleben die klassischen Medien, die sich in den letzten zehn Jahren trotz um 40 Prozent gestiegener Anzahl an Publikationen denselben Werbekuchen teilen mussten wie Ende der Neunziger. Kommentare wandern aus - zu Twitter Aber das ist nicht der einzige Grund. Wer schon länger bloggt, stellt fest, dass die Anzahl der Kommentare zu Blogeinträgen proportional zur Zunahme von Tweets und Bemerkungen bei Friendfeed oder Facebook abnimmt. Das Web erhält zweite Schicht: Partizipation als ad-hoc Kommunikation Ich würde das sogar noch forcieren und sehe eher eine Teilung in dialogisches ad-hoc Social Media wie Twitter und archiviertes Old-School Publizieren in Blogs. Beides wird immer aufeinander Bezug nehmen, jedoch werden die Themen unterschiedlich verteilt und - was noch wichtiger ist - die Aufmerksamkeit wird nicht nur zum Maß für Werbung, sondern auch zum Maß für das Selbstverständnis des Autors in Bezug auf den jeweiligen Kanal. Twitter ist blog² - Social Media zweiter Ordnung Blogs bilden daher immer mehr den Boden, oder präziser den Dünger, auf dem ad-hoc mit Microblogging oder Aggregationstools eine Bedeutungsebene zweiter Ordnung entsteht. Hier setzt dann auch die gewünschte Bewertungsfunktion an, die mit zoomer.de und anderen Blogprojekten so kläglich an der Ausdauer der Macher gescheitert ist. Denn trotz der enormen Geschwindigkeit der Informationsvernetzung an sich, bewegen sich die Adaptionshandlungen der Masse doch in überschaubaren Geschwindigkeiten. Ich kenne heute nicht wenige Menschen, die täglich das Web nutzen, aber nicht so ganz genau wissen, was ein Blog ist und wo da die Links sind zum Auffinden der einzelnen Artikel. Twitter ist dort eine Art Large Hadron Collider (LHC) - also das riesige Ding in der Schweiz zum Erfassen von Antimaterie… Twitter? Kenne ich, habe ich von gelesen (bei SpOn oder der Süddeutschen)… Aber wehe, wenn die erstmal erfasst haben, was die Early und Late Adopters da so treiben und wie sie es nutzen. Dann bricht der zweite Frühling des viralen Marketings und die Innovation des Kundensupports via Twitter so mancher klassischer Agentur und so manchem traditionellen Call-Center das Genick. Machen wir uns also darauf gefasst, dass die partizipative Ebene an Social Media weitgehend in die dialogorientierte Ebene der ad-hoc und n:n Kommunikationsmittel wie Twitter und identi.ca fließt und dort bleibt. Microblogging ist also kein Feind der Blogs 2.0, sondern Blogging über Blogs - also Blogging². Messmethoden Vielleicht messen wir morgen eher mit Klout.com und Backtype.com was wir heute noch mit Technorati messen. In jedem Fall gibt es eine neue Ebene über der Schicht der Webserver, die mit ICQ begann und über Skype ihren ersten Höhepunkt hatte, der jetzt mit Twitter und Konsorten wieder auf der Schriftebene fortgeführt wird hin zur asynchronen aber multikanalfähigen Kommunikation mit eingebetteten Bildern, Videos und Podcasts. Hypertext ist angekommen im Rich Media Land.

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March 13 2009, 11:52am

Sechzig Grad: Blogroman mit Romanblog

Sehr meta, aber durchaus spannend: Sechzig Grad, ein Roman in Blogform, der live im Netz entsteht. Karen Wiborg, sonst PR-Beraterin, legt den Schreibprozess ihres ersten Buchs komplett offen, postet jedes Kapitel direkt nach dem Schreiben, diskutiert mit Lesern. Im Romanblog zum Blogroman teilt sie zudem ihre Erfahrungen beim Schreiben mit. Wie gesagt, sehr meta. Doch entsteht der Roman nicht nur online, Karen ist auch ansonsten sehr umtriebig in der Web 2.0-Szene. Twitter dürfte da eher Pflichtprogramm sein, der Besuch eines (virtuellen) Social Web Breakfasts und der Cebit zeigen echtes Interesse an der Onlinewelt. In der Webciety-Area der Cebit stand uns die Autorin Rede und Antwort.

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March 13 2009, 8:00am

99 Dinge im Internet, die du nicht verpassen darfst

Eine großartige Sammlung der 99 witzigsten Memes, Websites und Videos hat der New Yorker Schreiber Greg Rutter zusammengestellt. Wer diese Links nicht kennt, kennt das Internet nicht: ThisYouShouldHaveSeen.com. Eine kleine Geschmackprobe gleich nach dem Sprung.

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March 6 2009, 12:00pm

Fotoblog: Deshalb bist du fett

Im Netz ist keine Nische zu klein. Ob Kuchen, Bacon oder Bratwurst, auf This Is Why You’re Fat werden die schlimmsten Kalorienbomben als Fotoblog gesammelt.

Die als Tumblelog angelegte Seite - die den Weightwatchers kalten Angstschweiß auf die Stirn treiben dürfte - ist übrigens anonym registriert. Guten Appetit!

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March 5 2009, 9:00am

Linklotse: Twitter-Hacks

— richardbarley.com: All your Tweetdeck questions answered. Der Titel verrät es, es geht um das optimale Setup von Tweedeck, dem Allrounder unter den Desktop-Twitter-Clients. — fourhourworkweek.com: How to use Twitter without Twitter owning you. Tim Ferries mit seinen Top-5-Hacks Twitter effizient zu nutzen. — elearningtech: Twitter Conference Ideas: eLearning Technology — mashable.com: How to organize a successful Tweeup Followertreffen organisieren. So geht’s! — mashable.com: Twitter-Tools für Firefox

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February 27 2009, 7:36am

Linklotse: Sportler auf Twitter und Maybrit Youtube

— blogwithballs.com: Sportler die auf Twitter vertreten sind. US-lastig. — mediadigital: Maybrit Illner will Zuschauerfragen via YooTube einbinden. — spreeblick.com: Johnnys schlimmster Job: Zeitungsausträger. — reticon.de: Tag des digitalen Lernens — NiemanReports: To Prepare for the Future, Skip the Present. Ein 10-Punkte-Programm für Zeitungsverlage. — taz.de: Über Katastrophen und Twitter

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February 26 2009, 7:59am

Linklotse: Blogcharts, Gmail Tipps, Internetzensur

Deutsche Blogcharts: Verlierer der Woche: Robert Basics altes Blog. Gewinner der Woche: Robert Basics neues Blog. Noch fragen? Gmail Blog: Mit ein paar simplen Tricks kann Google Mail mehrere Emailadressen verwalten. Open Net Initiative: Die OpenNet Initiative hat die Internetzensur des letzten Jahres als Überblick aufbereitet. Slate.com: Eine Zeitreise ins Internet des Jahres 1996.

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February 25 2009, 7:08pm

Nebenbei Englisch lernen per Blog

Sprachen lernen muss nicht schwierig sein: Der Englisch Blog vermittelt in kleinen, täglichen Häppchen Vokabeln, Sprachtipps und auch Hinweise zur korrekten Aussprache. Vor allem die sogenannten False Friends, ähnlich klingende Wörter mit grundverschiedener Bedeutung, sind Autor und Sprachtrainer Markus Brendel ein Dorn im Auge. Beispiel? Die Worte appalling und appealing sollte man besser nicht verwechseln.

Ein sehr feiner Blog, der in Kooperation mit dem British Council entsteht. Wer sich auch für die kulturellen Hintergründe aktueller Schlagworte aus dem amerikanischen Bereich interessiert, dem sei das großartige USA Erklärt von Scot W. Stevenson ans Herzen gelegt.

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February 24 2009, 12:34pm

Leselotse: Medienkrise und Puffmeisärger

— netzökonom: New York Times und die Revolution im Internet - Fragt sich, wer hier wen revolutioniert. — medienlese: Der Journalismus ist nicht tot - aber vielleicht die gedruckte Zeitung? — 10.000words: journalism-is-dead.com - Der Name verspricht nichts Gutes. —spreeblick: The Crisis of Credit Video zur Finanzkrise. — wirres.net: fragen-pops über Puff, Mais und Kellogs

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February 20 2009, 9:41am

Buzzriders wird eine Mischung aus Twitter und DPA-Ticker

Buzzriders soll das neue Projekt von Robert Basic heißen, soviel steht schon länger fest. Jetzt hat sich der Blogger gegenüber Meedia zu den konkreten Plänen geäußert, denen er sich nach dem Verkauf seines alten Blogs BasicThinking) widmen will: “Es soll eine echte News-Neuerung werden. Eine Mischung aus DPA-Ticker und Twitter, bei der jeder seine News einstellen kann.” Eine Mischung aus Twitter, DPA und Digg, top-aktuell und natürlich hochgradig interaktiv also. Auf einen Kern von bezahlten Redakteuren möchte er dennoch nicht verzichten. Zunächst aber soll das Projekt klein und schlank starten, als “Linkschleuder”, bis später auch größere Medien angegangen werden können. Wann es losgeht steht noch nicht genau fest, zunächst wird Robert ein wenig an dem Projekt basteln, bisher gibt es dort nur eine weiße, leere Seite zu sehen. Es gab ja schon einige Experimente mit usergenerierten News, die in Deutschland bisher aber einigermaßen erfolglos waren. Zuletzt hat Holtzbrinck angekündigt, bei Zoomer den Stecker zu ziehen, mit Zeitjung (betrieben von der Münchner Werbeagentur Das Goldene Vlies) ist aber ein neues Projekt ans Netz gegangen. Wer auch immer der erste ist, der den Leser-Reporter-Code knackt, wird die Nachrichtenlandschaft hierzulande kräftig verändern. Spannend wird es allemal!

February 17 2009, 4:14pm

Die 15 besten Streetart-Blogs

Streetart und Blogs haben einiges gemeinsam: Beide haben sich aus Subkulturen entwickelt, beide bewegen sich in Nischen, beide können jede Menge Spaß machen. Wir haben die 20 besten Streetart-Blogs aus Deutschland zusammengestellt. Viel Spaß beim Erkunden!

Foto von bhrgero (Creative Commons nc-by-sa)

I Love Graffiti Fast wie ein professionelles Magazin kommt I Love Graffiti daher, ist aber ein privates Gemeinschaftsprojekt von vier Graffiti-Enthusiasten. Neben jeder Menge klasse Fotos gibt’s auch eine eigene Interviewreihe.

  German Street Art Von fetten Pieces bis zu Taschen mit Graffiti-Motiven wird alles gesammelt bei German Street Art.

  BASDART Von Wiesbaden aus erfreut uns Mario Müller in seinem Blog BASDARTmit Gallerie- und Straßenkunst gleichermaßen.

  Graffiti Osnabrück Wer hätte gedacht, dass es eine so aktive Streetart-Szene in Osnabrück gibt? Graffiti Osnabrück ist der Beweis.

  Seak 3D Graffiti, Street Art und Fine Urban Art hat sich Seak auf die Fahne geschrieben - und verspricht damit nicht zuviel. Hinter dem Namen Seak steckt Graffitikünstler Claus Winkler, der hier seine (häufig sogar in Auftrag gegebenen) Werke vorstellt.

  Streetfiles Eher Community als Blog - aber kein bisschen weniger sehenswert - ist Streetfiles.org. Hier tummeln sich Künstler aus Deutschland und Europa und stellen ihre Werke vor.

  The Lover / I Wrestle You Von Essen aus dokumentiert The Lover Streetart. Neben Fotos gibt es jede Menge Links, sowie eine eigene Ausstellungsreihe in Essen. Was es mit dem Motto “I Wrestle You!” auf sich hat können wir leider nicht sagen.

  Urban Gallery In der Urban Gallery sehen wir die Graffiti-Highlights - “from Düsseldorf and around the globe”. Sehr schöne Werke!

  Streetart Bremen Der Kunstszene der Hansestadt hat sich Streetart Bremen verschrieben. Bilder, Eventhinweise und Interviews, alles ist abgedeckt.

  CzentrifugaBlog Schwer auszusprechen, aber sehr stylisch ist das Angebot des CzentrifugaBlog. Hier dreht sich alles um die Themen Kunst, Druck, Streetart, immerhin sind Streetart und Siebdruck nicht zuletzt durch den gemeinsamen Einsatz von Schablonen verbunden. Gebloggt wird von Berlin aus, wo das Team auch Siebdruckkurse gibt.

  Anartchy Einen ganz anderen Weg als der Rest der Meute geht Anartchy. Zwar dreht sich auch hier alles um Streetart und verwandte Kunstformen, doch gibt es das Ganze hier als PDF-Download in deutlich Magazin-artiger Form.

  Just/Blogsport Der Berlin-basierten Urban Art widmet sich Just/Blogsport. Als Kollektivblog von acht Autoren und Autorinnen gibt’s hier neben Kunst ach Eventhinweise und Medienmitschnitte zum Thema.

  Berlinpiraten Ein großartiges Streetartblog ist das Streetart Berlin Blog / Berlinpiraten. Autor Brenna studiert nach eigenen Angaben “was mit Medien” und dokumentiert hier die Berliner Streetart-Szene.

  Group Of Ten Die Group Of Ten ist eher Künstlerkollektiv als Streetartist Crew, aber stark von klassischer Streetart beeinflusst.

  Reclaim Your City Straßenkunst bis zum Abwinken gibt es beim alten Urgestein den Streetart-Veteranen von Reclaim Your City. Die Website ist gleichzeitig Fotoblog und Künstlerplattform. Vorsicht: Hier verliert man beim Stöbern leicht die Zeit aus den Augen!

Wir haben deinen Streetart-Blog-Favoriten vergessen? Lass es uns wissen!

February 17 2009, 12:30pm

Bloxpert.de: Journalisten finden Blogger

Journalisten brauchen permanent vertrauenswürdige Quellen und Interviewpartner. Nach Möglichkeit sollten es nicht immer die gleichen sein. Trotzdem kommt es häufig vor, dass zu einem bestimmten Thema immer wieder die gleiche Person befragt wird - schlichtweg, weil es zu lange dauert, für ein kurzes Statement einen neuen Experten zu suchen. Dieses Problem soll Bloxpert für die Journalisten lösen. Bloxpert ist ein Projekt von Nicole Simon (Twitter), Autorin des Twitterbuchs Mit 140 Zeichen, die mit dem Dienst aber auch noch ein zweites Problem angeht: Journalisten fragen sie häufig an, als Ansprechpartner oder eben mit der Bitte, Kontakt zu anderen Experten herzustellen. Bloxpert soll diesen Prozess abkürzen. Der Dienst ist für beide Seiten kostenlos. Der gerade offiziell gestartete Dienst ist denkbar simpel: Blogger registrieren sich mit ihrer Emailadresse, Jouranlisten können in diesen Pool von Bloggern posten und nach Ansprechpartnern zu bestimmten Themen fragen. Die Experten zum jeweiligen Themengebiet melden sich beim Journalisten zurück. (Nur die Anfragen gehen derzeit noch über Nicoles virtuellen Schreibtisch.) Mehr geschieht nicht. Mehr muss aber auch nicht geschehen. Dass das durchaus funktionieren kann, ist schon bewiesen. Das amerikanische Vorbild HARO (kurz für Help A Reporter Out), wo rund 50.000 Blogger registriert sind und mehrmals täglich mit den Fragen recherchierender Journalisten konfrontiert werden. Weitere Infos zu Bloxpert, sowie vergleichbare Kontaktbörsen für Journalisten in anderen Bereichen gibt’s bei Kooptech, oder direkt auf dem Bloxpert Blog.

February 15 2009, 8:30am

Topliste: 10 Seiten rund um Kreativität

In Wikipedia heißt es “Kreativität bezeichnet die Fähigkeit schöpferischen Denkens und Handelns“. Was man selbst als kreativ bewertet ist natürlich immer Geschmackssache. Hier unsere Topliste was Kommunikations-, Web- und Modedesigner im Web so servieren. Just Creative Design: Jacob Cass, gerade einmal 21 Jahre jung und studiert an der Newcastle University in Sydney Australien Visual Communication. Im November 2007 gründete er die Seite “Just Creative Design” und schreibt hier über seine Arbeiten und stellt sie in seinem Portfolio aus. Mittlerweile hat er schon knapp 12000 Follower by Feedburner. BD Creative: Gerade in der Modebranche ist BD (Benjamin Davis) wohl bekannt. Sein Hauptaufgabengebiet liegt im Bereich des Webdesigns. Beispielsweise gestaltete er den online Auftritt von OWP Brillen, zu denen MEXX oder Strenesse gehört. Creativity-Online: Wer sich gerne mit TV oder Print Werbung beschäftigt, ist hier gut aufgehoben. Man findet aktuelle Auflistungen von neu erschienen Print oder TV Kampagnen! Jedoch handelt es sich hierbei meistens um den US-Markt. I Love Typography: Dieses Blog ist ein wahres “must know” für Leute, die sich mit Typographie befassen. Ob die besten Fonts 2008 oder neue Trends im Bereich Typography. Hier werdet ihr mit Sicherheit nützliche Informationen finden. Motion Graphics: Ein Italienischer Blog, der sich viel mit, wie der Name es shcon sagt, Motion Graphics beschäftigt. Eines der bekannteren Beispiele dürfte der Asics Origami Spot sein. Ads of the World: Hier findet ihr ein weltweites Archiv vor, welches sich sowohl mit Print als auch mit TV Bewerbung befasst. Egal ob UK, USA oder Deutschland, hier findet ihr den gewünschten Spot ganz bestimmt. Computer Arts: Computer Arts ist eine Seite aus UK, die sich sehr mit den Adobe Programmen wie Dreamwaver, InDesign oder Illustrator befasst. Neben einigen Anleitungen findet man hier einige nützliche kleine Tipps, die man so nicht in den Anleitungen findet. Design You Trust: Tägliche Trends, Updates und noch eine kleine Community. Hier findet man keine genaue Spezialisierungen, sondern einfach alles, was sich mit dem Thema Design befasst. PSD Tuts: Die Seite dürfte dem einen oder anderen, der sich vermehrt mit Photoshop oder Fotografie befasst geläufig sein. Neben Tutorials findet man hier aber auch kurze und interessante Blogbeiträge. Slanted: Eine deutsche Seite, die sich ausführlichst mit dem Thema Typographie auseinander setzen! Außer den üblichen Beiträgen, findet mal hier auch Hilfen und das sogenannte Typforum, um sich mit anderen auszutauschen!

February 13 2009, 8:19am

Frank-Walter Obama

Bildnachweis: bunny auf flickr.com Wo ist eigentlich der Kanzler-Kandidat der SPD? Als Wahlkämpfer ist Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier bisher noch nicht dezidiert in Erscheinung getreten. Sicher, es gab eigene Initiativen des Sozialdemokraten: Eine Einladung an Gewerkschaftsvertreter ins Auswärtige Amt, einen Plan für einen europäischen Weg aus der Finanzkrise, einen Appell an die Völker, nun in eine neue Ära der Abrüstung zu treten. Innenpolitisch kann Steinmeier so gut wie keine eigenen Akzente setzen oder sich gegen die Regierungschefin positionieren. Die Profilierung fällt ihm schwer, als zweiter Mann im Kabinett trägt er die Entscheidungen von Kanzlerin Merkel mit. Eine Weiterführung der großen Koalition scheint einigen sowohl in der SPD als auch in der CDU nicht als die schlechteste Option nach der Bundestagswahl im September 2009. Will Frank-Walter Steinmeier die Wahl eigentlich gewinnen oder läuft er sich nur warm für einen wirklichen, ernst gemeinten Versuch nach der nächsten Legislaturperiode? Wer den Kandidaten beobachtet, der konnte bei ihm in den vergangenen Wochen eine starke Anlehnung an Barack Obama erkennen. Schon im vergangenen Sommer, noch bevor er zum Kandidaten seiner Partei ausgerufen wurde, hat er es sich mit Frau Merkel verscherzt, als er sich für den Vorschlag des Senators von Illinois aussprach, am Brandenburger Tor zu sprechen. Nun lässt Steinmeier keine Gelegenheit aus, den neuen Präsidenten der USA als einen Sozialdemokraten zu präsentieren, als einen, der zu seinem, Steinmeiers, Lager gehört. Davon erhofft sich der ansonsten nicht gerade premium-enthusiastische Steinmeier einen gewissen Abstrahlungseffekt. Immerhin gegen die Kanzlerin kann er damit ankommen; Frau Merkel ist der Fragen um das Charisma Obamas mittlerweile müde und reagiert bisweilen gereizt, wenn sie darauf angesprochen wird. Abstrahlungseffekte soll auch der Online-Wahlkampf der Sozialdemokraten bringen. Während das Willy-Brandt-Haus schon mächtig im Internet trommelt, scheint der politische Mitbewerber im Adenauer-Haus noch nicht genau zu wissen, welche Möglichkeiten der Kampagnen- und Politikgestaltung die virale Welt bringt. SPD-Mann Hajo Wasserhövel, von Parteichef Franz Müntefering mit der Wahlkampfkoordinierung beauftragt, lässt keinen Zweifel daran, dass er die Elemente des Onlinewahlkampfes von Barack Obama, die man auch in Deutschland nutzen kann, auch einsetzen wird. Die Gleichung der Sozialdemokraten ist einfach: Das Netz ist sexy und bevölkert von jungen Menschen – viele darunter Erstwähler. Wer sie erreicht, erreicht eine wichtige Wählergruppe. Die SPD hat das Potenzial des Netzes erkannt. Ob sie die Schwächen ihres Kandidaten mit Hilfe ihrer digitalen Truppen wird ausgleichen können? Begeisterungsfähig wie ein Obama ist Frank-Walter Steinmeier nicht. Er will aber mindestens genauso ernsthaft Kanzler werden wie Barack Obama Präsident. Mehr zum Thema auf Cicero:

Bildergalerie: Frank-Walter Steinmeier – die Karriere des Kandidaten Cicero-Karikaturen zu Frank-Walter Steinmeier „Frank hätte das Zeug zum Kanzler“ – Interview mit Dirk Steinmeier Außen Minister, innen Dorf Interview mit Frank-Walter Steinmeier: Brauchen die USA ein Gegengewicht? Das Cicero-Dossier zu Frank-Walter Steinmeier

February 12 2009, 7:30am

CommonCraft: Blogs einfach erklärt

Die Jungs von der Commoncraft-Show produzieren kleine aber feine und vor allem intelligent gemachte Erklärvideos. Im Folgenden wird Blogs in einfachen Worten (Englisch!) erklärt.

Eine Version mit deutschen Untertiteln gibt es bei dotsub.com.

January 3 2009, 7:39am

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