Lifestream » berlin

Heldenmarkt, ein nachhaltiger Erfolg

Bio, Recycling und Fairtrade: am 13. Und 14. November wurde der Postbahnhof am Ostbahnhof in Berlin zur nachhaltigen Zone. Der zweite Heldenmarkt zog 5000 Besucher an und die Schlange vor der Tür ging zeitweise bis über die Straße. Das breite Angebot der Aussteller reichte von Bio-Lebensmitteln und veganer Kosmetik bis zu nachhaltiger Kleidung und Recycling-Möbeln. Zudem gab es Informationsstände von Dienstleistern, beispielsweise für grünen Geldanlagen, wie der GLS-Bank oder dem Baumsparvertrag.

Insgesamt 102 Aussteller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stellen ihre Produkte vor und klärten die Besucher über verschiedenste nachhaltige Ansätze auf. Im Rahmenprogramm gab es zahlreiche Mitmach-Aktionen für Klein und Groß sowie eine Vortragsreihe mit Berichten über Trinkwasser oder . Mein persönlicher Favorit war der Vortag über Bienenhaltung und Berlin als Bienenparadies. Einige meine Lieblingsprodukte vom Heldenmarkt möchte ich auch noch vorstellen, natürlich ist das nur eine kleine Auswahl des großen Angebotes.

Dieses Gerät habe ich am Stand von Elemental gefunden. Was aussieht wie die Rose vom kleinen Prinzen unter der Glasglocke ist ein ökologischer Luftreiniger. Andrea Air heißt das futuristische Stück und es enthält ein preisgekröntes Filtersystem, das aus einer normalen Zimmerpflanze einen vollbiologischen Luftreiniger macht. Und Abends lässt es sich noch effektvoll beleuchten.

Als Upcycling nennt man wohl das, was Lockengelöt betreibt. Die Hamburger werten gebrauchte Gegenstände auf, indem sie sie einem neuen Gebrauch zuführen. Direkt aus St. Pauli kommen auch diese charmanten Öffner, die in ihrem früheren Leben einmal Kickerfiguren waren. Es gibt sie, wie hier, als Korkenzieher, aber auch als Flaschenöffner. Kann man beim nächsten Hertha Spiel stillvoller sein Bier öffnen?

Grüne Elektronik, vom USB-Stick bis zur Dynamo-Taschenlampe gab es bei Vireo. Aus Materialien wie Holz oder Bio-Mais-Paste gab es gleich eine ganze Reihe formschöner und umweltfreundlicher Produkte, von denn ich noch nie gehört hatte. Besonders angetan hat es mir diese Massivholz-Tastatur, die gleich in drei verschiedenen Holzsorten daher kam.

Meine Mädchenseele hat sich sofort in die recycelten Notizhefte, Tagebücher und Reisejournale von Sukie verliebt, die ich bei schœner.wærs.wenns.schœner.wær am Stand gefunden habe. Ihr farbenfrohes Innenleben macht jede Notiz zum Erlebnis.  Die vielen anderen schönen Produkte von ihrem Stand gibt es glücklicherweise auch im gleichnamigen Concept Store in Berlin, Kreuzberg.

Das sind natürlich nur einige der vielen schönen Produkte, die es auf dem Heldenmarkt zu sehen und zu kaufen gab. Wer jetzt neugerig geworden ist:  Der nächste Heldenmarkt ist bereits in Planung:
Er wird am 26./27. März 2011 wieder im Berliner Postbahnhof am Ostbahnhof stattfinden. (Fotos; Silke Lambers, http://www.heldenmarkt.de)

November 30 2010, 9:58am

Livestream: TEDx Berlin

Der Livestream von der TEDx Berlin-Konferenz:

November 15 2010, 11:03am

Ökoführer: Bio in Berlin

Jeder kennt inzwischen seinen Bioladen um die Ecke. Mein Bio-Bäcker ist zweimal links rum, der kleine Bioladen recht herum und der Biosupermarkt ein paar Meter die Strasse runter. Was aber, wenn ich andere ökologische Produkte suche? Solche, die man nicht an jeder Straßenecke findet, wie z.B. Bekleidung und Schuhe oder Möbel. Oder wenn mir nach einer Lidschattenfarbe sucht, die es im lokalen Bioladen nicht gibt? Oder ich Hochzeitskleid aus Hanf suche? Und zwar nicht im althergebrachten Müsli-Stil, sondern modern und bewusst. Ich habe inzwischen den perfekten Führer, um genau diese Geschäfte zu finden: Bio in Berlin. … Im Oktober 2010 frisch aus der Presse gekommen listet dieser Ökoführer alle wichtigen Geschäfte und Dienstleister in Berlin auf, die sich auf bewusste Produkte spezialisiert haben. Die Autoren Martin Blath und Traudl Kupfer arbeiten als Redakteure und Journalisten in Berlin und haben mit großer Sorgfalt Berliner Anbieter ökologischer Produkte und alle Brandenburger Bio-Höfe und Imkereien recherchiert. Sie sind aber auch der Frage nachgegangen, welcher Friseur konsequent mit natürlichen Produkten arbeitet und welche Eisdiele die Waffel mit Bioeiscreme füllt. Außerdem erklären sie, wo man Bio-Blumen für die ökologisch-denkende Liebste findet oder wer einem in Bio-Kochkursen sein Wissen über ökologisches Kochen vertiefen kann. Dieser kompakte Führer komprimiert nicht nur den Berliner Biomarkt, er zeigt auch unbekannte Möglichkeiten auf, seinen Alltag ökologisch bewusst zu gestalten.

Martin Blath/Traudl Kupfer Verlag an der Spree http://www.spreeverlag.de ISBN: 978-3-9809951-9-1 8,00 Euro (Foto: Silke Lambers)

November 1 2010, 10:02am

Berlin stellt Solaratlas ins Netz

Der Netzausbau kommt nur im Schneckentempo voran und wird voraussichtlich den europäischen Stromgedanken zunichte machen. Auch die Offshore-Idee droht unter den mangelnden Netzkapazitäten pulverisiert zu werden. Da wäre Dezentralisierung das Gebot der Stunde. Wenn nicht gerade wieder das Kartellamt publizieren ließe, dass die Solarenergie für uns alle den Strompreis steigen läßt. Im Solaratlas Berlins kann man schauen, was eine Anlage auf dem eigenen Dach bringen würde…

Das Potenzial ist da: Die mehr als 500.000 Dächer Berlins könnten rund 3,2 Millionen Megawattstunden Strom pro Jahr liefern, wenn alle geeigneten Dachflächen konsequent mit Solarmodulen bestückt würden. Die aus Sonnenenergie erzeugte Strommenge könnte theoretisch rund 77% des privaten Stromverbrauchs in Berlin abdecken. Diese überraschenden Daten liefert der Berliner Solaratlas, ein Projekt der Wirtschaftsförderung Berlin Partner GmbH in Zusammenarbeit mit dem Senat von Berlin. Mit nur wenigen Mausklicks lässt sich in einem dreidimensionalen Stadtmodell im Internet ablesen, ob sich ein Dach für die Installation von Solaranlagen eignet (Photovoltaik und Solarthermie) und wie viel Sonnenenergie dieses Dach dann einfangen könnte. Weitere Informationen: mögliche CO2-Vermeidung und voraussichtliche Kosten. Die Integration dieser Solarpotenzialanalyse in ein virtuelles dreidimensionales Stadtmodell ist weltweit einzigartig. Der Solaratlas deckt derzeit die Berliner Innenstadt innerhalb des S-Bahnrings ab und  wird bis zum Spätherbst auf die gesamte Stadt mit mehr als 500.000 Gebäuden erweitert. Der Solaratlas ist für alle im Internet einsehbar und informiert erstmals auch eine breite Öffentlichkeit über mögliche Solardächer. Derzeit gibt es erst rund 8.000 Solaranlagen auf den Dächern Berlins. Deshalb wollen Senat und Wirtschaftsförderung in Berlin einen zweiten Schritt gehen und im kommenden Jahr, 2011, die bereits vorhandene Solardachbörse der Senatsverwaltung für Gesundheit, Verbraucher und Umweltschutz ergänzen. So sollen private wie öffentliche Dacheigentümer sowie Anbieter von Solartechnologie eine internetgestützte Plattform erhalten, die Angebot und Nachfrage zusammen bringt. Sowohl der Atlas als auch die Börse sind dringedn nachahmenwert, bleibt zu hoffen, dass noch andere Kommunen auf diese Idee kommen. Die Solardachbörse der Senatsumweltverwaltung vermittelt derzeit Dächer im öffentlichen Eigentum an Solarnutzer. Die neue Berliner Solarbörse soll die Vermarktung aller geeigneten, also auch der privaten Dächer, voran bringen und hierzu unterstützende Beratungen anbieten sowie Gebäudeanalysen vermitteln. Dies alles leicht verständlich und im Internet in einem 3D-Stadtmodell sichtbar gemacht.

October 6 2010, 9:56am

Die besten Skybars der Welt: Unsere Favoriten

Auch die schönste Serie muss einmal ein Ende haben und so schreiben wir heute das letzte Mal über die besten Sky Bars der Welt. Zum Abschied haben wir als kleines Bonbon nochmal eine Liste von allen Sky Bars, die wir in den letzten Wochen besprochen haben. Als Bonus haben wir die Liste mit weiteren Favoriten ergänzt, damit ihr weltweit über den Dingen stehen und geniessen könnt. Amsterdam: Canvas op de 7e 7e verd. Volkskrantgebouw Wibautstraat 150 Amsterdam http://www.canvasopde7e.nl


Bangkok: Sirocco 1055 Silom Road
Bangrak Bangkok Thailand http://www.lebua.com


Berlin: Terrasse auf dem Hotel De Rome Behrenstrasse 37 Berlin http://www.hotelderome.com


Berlin: Deck5 Schönhauser Allee 80 Berlin http://www.freiluftrebellen.de


Istanbul: 360 Istiklal Cad. Misir Apt. Kat 8 Beyoglu Istanbul http://www.360istanbul.com


London: Vertigo 42 International Financial Centre Tower 42 25 Old Broad St London http://www.vertigo42.co.uk


New York: Rare VIEW Im Affinia Shelburne Hotel 303 Lexington Avenue
(at 37th Street.) New York


New York: Hudson Sky Terrace 356 West 58th Street, 15th floor (Eighth and Ninth Aves) New York http://www.hudsonhotel.com


New York: Private Roof Club and Garden Gramercy Park Hotel
2 Lexington Avenue New York http://www.gramercyparkhotel.com


Shanghai: Cloud 9 Jin Mao Tower 88 Century Avenue Pudong New Area, Shanghai shanghai.grand.hyatt.com


Paris: Le Ciel de Paris Tour Maine Montparnasse 33, avenue du Maine 75015 Paris http://www.cieldeparis.com


Sydney: Orbit
level 47 Australia Square
264 George Street Sydney http://www.summitrestaurant.com.au

August 12 2010, 11:15am

Die besten Skybars der Welt: Hotel de Rome in Berlin

Nachdem wir in den letzten beiden Wochen von den Dächern Asiens geschaut haben, bleiben wir diese Woche heimischer. Denn warum in die Ferne streben, wenn das Gute liegt so nah? Heute liegt es auf der Dachterrasse des Hotel de Rome in Berlin Mitte. Denn von hier aus hat man den schönsten Blick über Berlin von einer Terrasse aus. Das fantastischen Panorama der historischen Gebäude ,wie der Staatsoper und dem Berliner Dom, kennt man von keiner anderen Dachbar in Berlin. Auf der anderen Seite sieht man auch die Höhepunkte ostdeutscher Architektur, wie den Fernsehturm und einige Plattenbauten. Ein sehr reizvoller Mix. Gut gemixt sind auch die Getränke: Vom Milchshake bis zum Champagnercocktail, Milchkaffee bis zum Fruchtsaft. Genießen kann man Getränke wie auch die spektakuläre Fernsicht von den gemütlichen weißen Kissen der großen Korbsofas aus, die zum längeren Verweilen einladen. So kann man die heißen Tage der Hauptstadt aushalten, während große Schirme vor zuviel Sonnenschein schützen. Glücklicherweise muss man keineswegs eine Suite im Hotel de Rome beziehen, um in den Genuss dieser Aussicht zu gelangen. Die freundlichen Mitarbeiter des Hotels schalten gerne den Fahrstuhl in die vierte Etage frei. Ja, richtig, nur in die vierte Etage. Damit ist die Dachterrasse lange nicht der höchste Aussichtspunkt Berlins, dennoch ist die Aussicht ungeschlagen.

Terrasse auf dem Hotel De Rome Behrenstrasse 37 10117 Berlin http://www.hotelderome.com (Fotos: Silke Lambers)

July 21 2010, 10:03am

Wedding Dress holt den Laufsteg auf die Strasse

Wer bei Wedding Dress gleich ans Heiraten denkt, liegt hier ganz schön daneben. Wedding Dress,  benannt nach dem Berliner Stadtteil Wedding, ist ein alternatives, urbanes Modefestival und eine Alternative zu den Modemessen und -schauen der Hauptstadt.  Eine stetig wachsende  Zahl aufstrebender und  etablierter Designer präsentiert und verkauft hier ihre Kreationen.   Am 10. und 11. Juli ist es wieder soweit, dann verwandelt sich die Brunnenstrasse mit zahlreichen Ständen und Showrooms zu einen großen Laufsteg. Mode und Accessoires so weit das Auge reicht. Das farbenfrohe Getümmel auf dem Straßenfest und im Designer’s Showroom mit seinen vielen kreativen Ideen hat über die letzen Jahre beständig zugenommen. Das gute Juliwetter und die zeitliche Nähe zur Fashion Week tun da ihr Übriges. Dieses Jahr steigt die fünfte Edition des immer beliebteren Festivals: Auf 500 Metern zwischen U-Bahnhof Bernauer Strasse und Voltastrasse zeigen und verkaufen rund 150 Designer aus Deutschland und Europa ihre Kreationen ein Wochenende lang. Darunter sind diesmal Kilian Kerner, Berg & Gather, A.D. Deertz, Stephanie Franzius und Marcel Ostertag. Höhepunkt der populären Veranstaltung sind die beiden Modenschauen, die das Wedding Dress ebenso abrunden wie zahlreiche lukullische und musikalische Leckerbissen um die Modemeile herum. Mehr Information unter http://www.weddingdress5.de.

July 2 2010, 10:02am

Jean-Luc und die singuläre Schönheit faustgroßer Pixel

“Jean-Luc und die Singularität vorm falschen Fenster” heißt das offene Think Tank, das dieses Wochenende im HAU 1-Theater in Berlin stattfindet. Organisiert vom atoms&bits-Netzwerk geht es um Medienwandel und die Frage, wie Netztechnologien die Welt verändern. Unter den Mitdenkern sind unter anderem “Slow Media“-Manifestantin Sabria David, iRights-Redakteur Matthias Spielkamp und Technik-Baustler Philip Steffan. Zum Warmwerden am Freitag zeigten Weltfriedensblogger Nils Bokelberg und Sebastian Sooth vom Hallenprojekt eine Videoschau im Theater, als Antithese zum Zukunftsthema in “faustgroßen Pixeln”. So kamen die Videos nämlich aus der Google Wave. Nach der nicht ganz erfolgreichen Live-Video-Schaltung zu Lehrner Jean-Pol Martin war das bereits die zweite Singularität des Tages. Was denn bitte eine “Singularität” sei, fragte ich den Futuristen Christian Heller. Die Antwort: Singularitäten sind Prozesse und Ereignisse, die selbst Futuristen nicht vorhersehen können. Wenn euch das nicht davon abhält, bei Jean-Luc mitdenken zu wollen, könnt ihr euch die Videos des Abends heute noch einmal normal gepixelt ansehen. Was euch vielleicht auch noch mehr Aufschluss über den kryptischen Namen der Veranstaltung geben wird: • Did you know? 3.0 • Singularitätssong • Epic 2015 • Tron Trailer • What is Google Wave? • Web 2.0 … The Machine is Us/ing Us • Online-Zeitungen, 1981 auf KRON tv • The IT Crowd: “Break the internet” • Das Bit aus Tron • TV’s first interracial kiss in Star Trek, 1968 • IBM-Werbespot: “Wackel am Kabel” • Trusted Computing • The IT Crowd: “This, Jen, is the Internet” • How It’s Made - Microchip • Matrix Trailer • Did you know? 4.0 …und noch ein ungescreenter Bonus-Track: Trillions Wer Jean-Luc heute oder morgen über Twitter verfolgen möchte, kann über den oder das Hashtag #jl1 dabei sein. Oder hingehen: Um 10:30 ging es los, ab 20:00 gibt es eine Brain-Revue mit Teilnehmern des Think Tanks und Gästen.

 Verwandte Artikel

Wie Microsoft sich die Zukunft vorstellt (0) Web 2.0 Expo Woche: Die wichtigsten Links (0) Was ist Shopwindoz? (0) Wallpainting in Berlin by BLU (0) Von der Empfängnis bis zur Geburt: RealBirthTV (1)

January 9 2010, 11:27am

Kitsuné Maison Night am 27.11. in Berlin

http://www.myspace.com/delphic http://www.myspace.com/twodoorcinemaclub

 Verwandte Artikel

Interview mit Andreas Gebhard zur a2n (2) Wo gibt’s Musik? 15 Quellen für Topmusik (15) Wieder weltweit Musik entdecken mit Pandora (2) Wider MTV und Co – tape.tv (3) Web 2.0 Expo Woche: Die wichtigsten Links (0)

November 4 2009, 9:43am

Oliver Koletzki feat. Fran - Hypnotized

Mucke von Friedrichshain-based Elektro-Pop-Muckemacher Oliver Koletzki. Wieso entdeckt man Stücke wie diese erst dann, wenn der Sommer schon vorbei ist? Ach was solls, das Video trägt ein Stückchen Sommer, Herz-Schmwerz und die Leichtigkeit des Seins in den Herbst hinüber. Das Video und noch ein Linktipp gibt es nach dem Klick. Oliver Koletzki feat. Fran - HypnotizedOliver koletzki | MySpace-Musikvideos Linktipps: — Künstlerportrait im Berliner Tip — MySpace-Seite — Stilvortalent — MySpace-Video-Page

 Verwandte Artikel

Web 2.0 Expo Woche: Die wichtigsten Links (0) Was ist Shopwindoz? (0) Wallpainting in Berlin by BLU (0) Von der Empfängnis bis zur Geburt: RealBirthTV (1) Videos vom Barcamp Berlin (2)

October 16 2009, 10:58pm

Blogpiloten beim atoms&bits;Festival

Angekündigt haben wir es ja schon: In Berlin läuft derzeit das atoms&bits–Festival, das wir als Sponsor unterstützen. Und natürlich werden wir auch den ein oder anderen Artikel von dort posten, um das Festival inhaltlich zu begleiten. Zeit, einen Blick auf’s Programm zu werfen.

atoms&bits–Camp Höhepunkt des Festivals ist das kommende Wochenende und hier wiederum besonders das atoms&bits–Camp am Samstag, 26., und Sonntag, 27. September. Im Coworking Space betahaus und dem ЇMA Design Village werden ca. 400 Teilnehmer erwartet – es wird zum Treffpunkt von Visionären, Baustlern, Aktivisten, Geeks und Kreativen. Während der verschiedenen Workshops, Vorträge, Präsentationen und Diskussionsrunden kann der selbständige Webentwickler der Strickladenbesitzerin Tipps für ihren Internetauftritt geben und der politische Aktivist mit der Kuratorin über die Kulturflatrate diskutieren. Der Eintritt ist frei und auch spontane Besucher sind herzlich willkommen.

Gucken inzwischen nicht mehr so angespannt drein: Die Organisatoren des atoms&bits Festival. (Foto: Simon Bierwald) Eingerahmt wird das Camp von verschiedenen Veranstaltungen, u.a.: Coworking@Berlin – Das Medienboard–Event Donnerstag, 24.09., 10:30 bis 12:30 Uhr im betahaus:, u.a. mit Petra Müller (Geschäftsführerin Medienboard Berlin-Brandenburg) (Link) Politische Partizipation heute Donnerstag, 24.09., 14:30 bis 16:30 Uhr in der dffb–Filmhaus–Cafeteria, 9. Stock, u.a. mit Adrienne Goehler (Kuratorin, Publizistin und Kultursenatorin a.D.) und Stefanie Wenner (Kuratorin für Schauspiel am HAU) (Link) atoms&bits–Salon Donnerstag, 24.09., 20 bis 22 Uhr im HAU: atoms&bits–Salon, u.a. mit Matthias Lilienthal (künstlerischer Leiter des Hebbel-am-Ufer) (Link) Pecha Kucha Vol.15 Freitag, 25.09., 20:20 Uhr im IMA Design Village, u.a. mit Michael Bukowski (Schriftsteller) und Ansgar Oberholz (Sankt Oberholz), Eintritt: 6 Euro (Link) atoms&bits–Party Samstag, 26.09., ab 22:30 Uhr im betahaus, u.a. mit Rampa/ &ME (live) und Hans Blitz/ Tanzfaster/ Emski/ Johnny Sepp an den Turntables, Eintritt: 5 Euro (Link) atoms&bits–Wahlparty - Public Viewing Sonntag, 27.09., 12 bis 22 Uhr im betahaus, u.a. mit Live-Sendung vom Bundesradio (Link) Alle Veranstaltungen im Überblick gibt’s im Festivalkalender auf atomsandbits.net. Disclaimer: Die Blogpiloten sind Sponsoren von atoms&bits, der Autor ist Mitorganisator des Festivals.

 Verwandte Artikel

atoms&bits–Festival: für Blogger und Bastler (1) Web 2.0 Expo Woche: Die wichtigsten Links (0) Videos vom Barcamp Berlin (2) Social Media Camp: Interview mit Oliver Berger (0) Interview mit Andreas Gebhard zur a2n (2)

September 24 2009, 6:02pm

atoms&bits;Festival: für Blogger und Bastler

Ausgehend von Berlin findet vom 18-27 September das dezentrale atoms&bits Festival. Höhepunkt des Festivals ist das am Wochenende vom 25.-27. September, wo in Berlin mit dem atoms&bits Camp im IMA Design Village und jeder Menge Events im Betahaus ein Wochenende lang Geeks, Visionäre, und Aktivisten zusammenkommen die eine neue Kultur des Selbermachens zelebrieren.

Aus dem offiziellen Ankündigungstext: Was ist das atoms&bits Festival? Atome und Bits stehen für die kleinsten Elemente unserer modernen Gesellschaft. Aus ihnen setzt sich alles zusammen, was unser alltägliches Leben ausmacht, lässt sich alles gestalten, was es angenehmer und besser machen könnte. Beim atoms&bits Festival geht es darum zu zeigen, wie wir die Gesellschaft Bit für Bit und Atom für Atom verändern, organisiert über das Internet und mit greifbaren Ergebnissen. Dabei führt das atoms&bits Festival Visionäre, Baustler, Aktivisten, Geeks und Kreative zusammen – eben alle, die jene neue Kultur des kollaborativen Selbermachens repräsentieren.
Die fünf Themen, sogenannte Tracks, um die sich alles dreht sind:

neue Arbeitsformen (Coworking) Lust am Bausteln (DIY) eine Kultur der Offenheit (OpenEverything) partizipative Politik neue, offene Formen des Kunst- und Kulturschaffens (Art of Production of Art)

…sowie verbindende die Netzkultur, die all das überhaupt erst ermöglicht. Wann und wo finden das atoms&bits-Festival und das atoms&bits-Camp statt? Das atoms&bits Festival ist als dezentrales Festival organisiert, das sich über zehn Tage erstreckt (18.-27. September 2009). Es wird seine inhaltlichen Brücken weltweit schlagen und dadurch Menschen, Aktivitäten und Orte miteinander verbinden. Eine nachhaltige Vernetzung und Kollaboration erfolgt dabei u.a. mit den Events all2gethernow (Thema: Musik; Ort: Berlin) http://www.a-2-n.de/ , Breakout (Thema: Coworking; Ort: global) http://breakoutfestival.org/, OpenEverything (Thema: Open Source Prinzipien; Ort: global) http://openeverything.wik.is/ und andere. Den Höhepunkt des weltweiten Festivals und gleichzeitig Kick-off für im Rahmen von atoms&bits entstandene Aktionen und Projekte, bildet das atoms&bits-Wochenende vom 25. bis 27. September. In Berlin findet dann das atoms&bits Camp statt, zu dem sich rund 400 Teilnehmer treffen, um zu diskutieren, Projekte zu planen und sich zu vernetzen. Angelehnt an das Barcamp-Format sind alle Teilnehmer aktiv am Geschehen beteiligt, die Vorträge (Sessions) sind interaktiv und werden von den Teilnehmern inhaltlich selbst gestaltet. Wer organisiert das atoms&bits Festival? Das atoms&bits Festival ist selbst das beste Beispiel dafür, wie diese neue Kultur des kollaborativen Selbermachens funktioniert. Anfang Juli 2009 stand die noch vage Idee, eine Reihe unabhängig voneinander geplante Aktionen und Veranstaltungen zu einem großen Event zu bündeln. Aus ihr ist innerhalb kürzester Zeit das Konzept eines Festivals geworden: atoms&bits. Die Partizipationsstrukturen sind offen, alle arbeiten gleichberechtigt. Jeder konnte und kann seinen Teil dazu beitragen und hierdurch selbst den Charakter und die Ergebnisse des atoms&bits Festivals beeinflussen. Der derzeitige Planungs- und Schaffungsprozess des Festivals kann über die Festival-Website http://atomsandbits.net, über Twitter (http://twitter.com/atomsandbits_de ), Flickr (http://www.flickr.com/photos/atomsandbits/ ), Blogbeiträge der Beteiligten und andere Online-Medien bereits nahezu in Echtzeit mitverfolgt werden. Kurzinfos:

Die Teilnahme ist kostenlos. Für das a&b Camp ist eine Registrierung notwendig (hier unter “Camp-Anmeldung”). Offizielles Hashtag ist #atomsandbits und #anb Infos auch per @atomsandbits

Disclaimer: Die Blogpiloten sind Sponsoren von atoms&bits, der Autor ist Mitorganisator des Festivals.

 Verwandte Artikel

Web 2.0 Expo Woche: Die wichtigsten Links (0) Videos vom Barcamp Berlin (2) Sprich Klartext! Heute @re:publica 09 (0) Social Media Camp: Interview mit Oliver Berger (0) re:publica Konferenz (5)

September 8 2009, 1:16pm

Interview mit Andreas Gebhard zur all2gethernow

Im September wird die erste a2n stattfinden. a2n steht für “all together now”. Ins Leben gerufen wurde die a2n von Andreas Gebhard. Andreas ist Gründer und Geschäftsführer von newthinking communications, Mitbegründer und Organisator der re:publica. Blogpiloten: Wie bist Du auf die Idee zur all2gethernow gekommen? Hängt dies mit der Absage der Popkomm zusammen? Andreas Gebhard: Ja, das hängt eng mit der Absage der Popkomm zusammen. Die Absage wurde ja damit begründet, dass das Internet für die Schwierigkeiten in der Musikbranche verantwortlich sei. Mich haben zwei Dinge daran geärgert. Zum einen, dass es so kurzfristig gemacht worden ist. Wenn man sich mit der Organisation solcher Veranstaltungen auseinandergesetzt hat, wird klar, dass die Absage schon ganz früh hätte passieren müssen. Die Leute haben natürlich ihre Veranstaltungen für die Popkomm schon vorbereitet. Auf der anderen Seite wird schon wieder ein Argument nach vorn gestellt, welches vor 6 oder 7 Jahren vielleicht noch jemanden hinter dem Ofen hervor gelockt hätte. 2009 ist das einfach nicht mehr zeitgemäß. Nach der Absage habe ich mich zügig mit Leuten, die ich aus diesem Umfeld kenne, in Verbindung gesetzt. Wir haben uns getroffen und innerhalb von drei oder vier Tagen dieses Projekt auf die Beine gestellt.

Was will die a2n anders machen? Stellt sie ein Gegenkonzept zur Popkomm dar? Grundsätzlich ist die a2n offen für jedermann. Das behauptet die Popkomm auch von sich, aber wir setzen da auch am Preis an. Die a2n richtet sich eindeutig an Teilnehmer auf Augenhöhe. Wir werden keine monströsen Messestände mit Cocktailparties und Messehostessen haben, sondern jeder Teilnehmer ist auch tatsächlich aufgerufen, sich einzubringen. Wir haben drei Bereiche in denen wir arbeiten, vom 16. September - 18. September. An den ersten beiden Tagen (16. und 17. September) findet ein #camp statt, ein Barcamp. Wir haben das aber extra #camp genannt, weil es in der Musikbranche noch ein ziemlich neuer Begriff ist. Dort soll in Diskussionsrunden und Foren, also in einen etwas abgewandelten Format, wie bei einem normalen Barcamp, sehr offen über Fragestellungen des Musikbusiness 2.0 diskutiert werden. Da kann dann jeder mitmachen, jeder vorbeikommen. Wir haben auch schon die Location ausgesucht. Es wird die Münze Berlin sein, direkt am Alexanderplatz gelegen, wo wir ganz viel Raum und Fläche haben um uns da zwei Tage auszutoben. Beim zweiten Bereich drehen wir das etwas um. Eben war es eher Grasroots. Jetzt eher Top–down. Dazu wird es am Freitag im Radialsystem die #conference geben – die all2gethernow-conference. In kurzen Sessions sollen aktuelle Best–Practice–Beispiele vorgestellt werden. Ebenso wird es wieder mehrere Diskussionsrunden geben. Der Fokus liegt darauf, eine schnelle und gebündelte Informationseingabe zu gewährleisten. Das wird auch unter internationaler Beteiligung stattfinden. Wir werden internationale Gäste haben, sowie Videochats mit ins Programm einbinden. Bei so kurzen Sessions ist dies ja auch sehr gut möglich. Abgerundet oder umspannt wird das ganze von der #cloud. Die #cloud umfasst das dezentrale Festival in der ganzen Stadt. Da kümmern sich die Betreiber der Locations, die Booker und die Labels selbst. Über 100 Veranstaltungen stehen jetzt schon fest, die an diesen Tagen stattfinden werden. Da wird es ein richtig schönes Lineup geben und richtig umfangreiches und gutes Booking, von elektronischer Musik über Jazz, Klassik bis hin zu Indie, Metal etc. Eröffnet wird die a2n im Kesselhaus am 15. September mit einer großen Party, die wir zusammen mit der Berlin Music Commission und der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie durchführen. Welche Majorlabels sind mit dabei? Wie gesagt, es ist eindeutig darauf gemünzt, dass alle die Interesse haben auch an der a2n teilnehmen können. Wir haben keine Messestände in dem Sinne. Von daher sind Labels als Teilnehmer willkommen. Es haben sich auch schon einige am Programm beteiligt. Es geht genau darum eine Mischung zu bekommen von Fans bis zum Manager. Da müssen sich natürlich die Manager mehr am Riemen reißen und die veränderten Rahmenbedingungen anerkennen als die Fans. Aber da müssen sie durch. Wir laden jeden ein, die Scheu davor zu verlieren und an solchen Formaten teilzunehmen. Wird es eine Initialzündung sein, diese Veränderungen in die Musikindustrie hineinzutragen? Wir haben mit dem programmatischen Titel a2n gesagt, wir wollen zusammen daran arbeiten dies zu verbessern. Die Popkomm hatte ja das Problem, dass sie es nicht geschafft hat, z.B. die weltberühmte Berliner elektronische Clubmusikszene mit ins Boot zu holen. Wir arbeiten sehr eng mit dem ebenfalls stattfindenden Festival BerMuDa zusammen, wo 20 Clubs dabei sind, die mit einem richtig tollen Lineup aufwarten. Es passiert durch den Impuls der Absage, auch unabhängig von der a2n, in Berlin enorm viel. Alles wird neu positioniert, die Leute finden sich neu zusammen. Wenn man jetzt einen gute und kooperative Zusammenarbeit hinbekommt, hat das natürlich Auswirkungen auch für die Zukunft. Ich bin fest davon überzeugt, das sich da einiges ändern wird. Was sagt denn Dieter Gorny zur a2n? Das weiß ich gar nicht. Aber die Türen stehen für ihn selbstverständlich offen. Wir haben unterschiedliche Gespräche geführt, auch mit der Popkomm. Es kann ja noch soviel passieren. Wenn man sich den Fahrplan anschaut, dann hat ja gerade die zweite Hälfte der Vorbereitungsphase angefangen. Wir haben einen Webauftritt entwickelt. Dies und vieles mehr musste ja auch erstmal aufgebaut werden. Das fällt ja nicht vom Himmel. Wir haben dazu einen Verein gegründet. Was in den nächsten Tagen hin zur a2n passieren wird? Nun, da ist noch einiges an Luft. Welche Künstler haben schon zugesagt? De La Soul oder die Leipziger Newcomer Noise/Punk–Band Safi werden beispielsweise dabei sein. Die ganz großen Namen waren ja auch bei der Popkomm nicht dabei, wenn man so zurückdenkt. Wir laden nicht für großes Geld irgendwelche Künstler ein, sondern wir sagen: die Türen sind offen, kommt vorbei. Wir sammeln auch Videobotschaften, von Musikern, von denen wir wissen, dass sie es nicht schaffen werden, so kurzfristig nach Berlin zu kommen. Aber wir denken auch mittelfristig. Für nächstes Jahr bzw. übernächstes Jahr. Wir sind an einer weiteren Zusammenarbeit mit allen Playern interessiert. Das läuft im Moment ganz gut. Was dann an größeren Artists kommen wird, das wird man sehen. Wir laden alle Interessierten ein sich unter http://a-2-n.de zu registrieren und an der all2gethernow teilzunehmen!

 Verwandte Artikel

Web 2.0 Expo Woche: Die wichtigsten Links (0) Videos vom Barcamp Berlin (2) Social Media Camp: Interview mit Oliver Berger (0) HighNoon im BarCamp-Land - Weihnachtliche Gedanken zur Unzeit (1) Wo gibt’s Musik? 15 Quellen für Topmusik (15)

August 25 2009, 8:55am

Wallpainting in Berlin by BLU

Zeitraffer-Video einer Wallpainting-Action in Berlin von BLU. Mehr dazu auch auf WorldWideWall.org. Aber jetzt erst mal weiter zum Video…

 Verwandte Artikel

Videos vom Barcamp Berlin (2) Sprich Klartext! Heute @re:publica 09 (0) Papergirl: Rollbare Kunst für Berlin (0) Darryl Feldman von Shopwindoz im Blogpiloten-Interview (3) Zack die Bohne, Fernsehen tot (5)

June 18 2009, 9:27am

Carrotmob Berlin: Interview mit Phillip Glöckler

Am 13. Juni startet in Berlin ein Carrotmob. Im Vorfeld eines Carrotmobs konkurrieren mehrere kleine Kiezläden darum, wer von ihnen am nachhaltigsten und CO2-schonendsten wirtschaften kann. Dem Gewinner “droht” ein Carrotmob. Hunderte bis tausende Kunden stürmen den Laden und kaufen, was das Zeug hält. Carrotmob dreht das Prinzip des Boykotts um und belohnt Geschäfte, die bereit sind, Nachhaltigkeit zu unterstützen. Erfolg und Misserfolg am Markt werden beim Carrotmob mit sozialer und ökologischer Verantwortung verbunden. Mehr dazu im Videointerview mit Aktionist Phillip Glöckler.

 Verwandte Artikel

Was ist Shopwindoz? (0) Social Media Camp: Interview mit Oliver Berger (0) Darryl Feldman von Shopwindoz im Blogpiloten-Interview (3) CopyME bringt Remix-Kultur auf die Bühne (0) Wie sag ich’s meinen Eltern? (16)

June 3 2009, 10:20am

Bayerische Kronprinzen

Bei der CSU scheint Friede eingekehrt zu sein. Der neue starke Mann, der vor einem Jahr politisch totgesagte Horst Seehofer, regiert unumschränkt als Parteichef und Ministerpräsident unterm Himmel weiß und blau. Edmund Stoiber hat den Untergang derer, die ihn gestürzt haben, genüsslich mit angesehen und sich am Abstzurz des Führungsduos Beckstein und Huber geweidet. Er sitzt wohlig in Wolfratshausen und wartet darauf, dass mal wieder jemand bei ihm zum Frühstück vorbeischaut. Michael Glos bleibt Bezirksvorsitzender. Er freut sich an der innerparteilichen Solidarität und daran, wie er seinem Widersacher Horst Seehofer mit seinem medial inszenierten Rücktritt die Schau auf der Münchner Sicherheitskonferenz gestohlen hat. Seehofer, so heißt es in CSU-Kreisen, ist darüber nach wie vor nicht glücklich. Glos strahlt und ist angriffslustig wie einst. Ob der Friede in der bayerischen Ex-Staatspartei lange anhält? Mit Markus Söder und Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg sind zwei junge CSUler durch Seehofers Gnade in die erste Reihe der Partei vorgerückt. Der eine agiert auf bayerischer, der andere auf bundespolitischer Ebene. Markus Söder ärgert sich, dass dem wenige Jahre jüngeren Guttenberg das medienwirksamere, bedeutendere Amt zugefallen ist und nicht ihm. Er hat sich darauf eingestellt, Georg Fahrenschon, ebenfalls ein Mittdreißiger im neuen Kabinett, in der Aufmerksamkeit der (Partei-)Öffentlichkeit und Seehofers zu übertrumpfen. Dann kam der smarte Oberfranke und stahl Söder die Show. Horst Seehofer freut sich über das Konkurrenzverhältnis zwischen Söder und zu Guttenberg, denn auf diese Art und Weise hält er beide bei der Stange. Beide werden versuchen, sich an Erfolgen zu überbieten und hart zu arbeiten. Einen höheren Anreiz dafür hat er mit seiner Äußerung geschaffen, er wisse nicht, wie lange er die Ämter auszufüllen gedenke. Viele in der CSU haben aufgehorcht und das Orakel befragt, wie diese Äußerung Horst Seehofers zu verstehen sei. Wie auch immer, die, die sich angesprochen fühlen könnten, haben aufgemerkt. Der Friede ist brüchig in der bayerischen Union. Mehr Infos auf http://www.cicero.de:

Interview mit Horst Seehofer: „Kanzler ist das Allerschönste!“ Klaus Harpprecht: Sie ist groß, die Koalition Hubert Kleinert: Die Generälchen Bildergalerie: Die letzten zwei Jahre der CSU im Zeitraffer Video: Franz Josef Strauß erklärt die Staatsverschuldung

   Verwandte Artikel

Steinmeier muss gewinnen (1) Die CDU als Jobcenter (0) Wie die Union die Wahl vergeigt (2) Wer wird Präsident? (1) Wer folgt auf Angela Merkel? (2)

May 6 2009, 11:33am

Papergirl: Rollbare Kunst für Berlin

Das Berliner Kunstprojekt Papergirl geht in die vierte Runde. Warum der Name? “Papergirl wird wie eine Zeitung verteilt, aber nicht editiert oder gedruckt, sondern besteht aus künstlerischen Originalen, die gerollt werden.” Die Kunstwerke werden am Ende der Ausstellung, in er alle Arbeiten gemeinsam zu sehen sind, verschenkt, vom Fahrrad aus an Passanten auf der Straße. In diesem Jahr voraussichtlich in Neukölln. Ein sehr schönes Projekt - wer freut sich nicht über ein spontanes Kunstgeschenk? Bis zum 17. Juli könnt ihr künstlerische Arbeiten einreichen. Wie und wo steht nach dem Klick.

Einreichen kannst du jede Art von Kunst. Einzige Bedingung: rollbar muss das Werk sein, damit es (wie der Name schon andeutet) wie eine amerikanische Tageszeitung zusammengerollt und vom Fahrrad aus verteilt werden kann. An der offiziellen Website wird noch gebastelt, dort wird es aber konkrete Infos geben, wo und wie die Kunstwerke eingereicht werden können. Bis dahin am besten einfach kurz per Email nachhaken info@papergirl-berlin.de Einen Eindruck vom letzten Jahr (Papergirl #3) vermittelt dieses Video:

   Verwandte Artikel

Videos vom Barcamp Berlin (2) The Sand of Music (0) Sprich Klartext! Heute @re:publica 09 (0) myDetour Ausstellung - Notizen als Kunst on- und offline (0) Linktipp: Yay! Monday! (0)

April 27 2009, 6:48pm

Social Media Camp: Interview mit Oliver Berger

Am 25. Juni findet in Berlin das Social Media Camp parallel zur Fachmesse IT-Profits statt. Im Interview mit den Blogpiloten erläutert einer der Initiatoren und Organisatoren, Oliver Berger von der Agentur 13. Stock und Pressesprecher der AG Social Media, um was es bei Social Media Camp gehen soll und welche Ziele dabei erreicht werden sollen. Blogpiloten: Derzeit organisiert Du mit anderen zusammen das Social Media Camp. Um was genau soll es dabei gehen? Oliver Berger: Wie der Name vermuten lässt, wird es in erster Linie um Social Media gehen. Natürlich betrachtet im Zusammenhang mit PR und Online-Marketing und unter der Fragestellung, welchen Stellenwert Social Media derzeit einnimmt. Die Kopplung an die Fachmesse IT-Profits/Online-Profits gibt uns die gute Möglichkeit, direkt eine ganze Reihe von Menschen für Social Media zu interessieren und anzusprechen, die diese in ihren jeweiligen Unternehmen einsetzen könnten. Da sich eine große Anzahl von Entscheidern aus kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) und Konzernen aus der IT-Profits befinden soll hoffen wir auf eine gute Durchdringung dieser Gruppe mit einem für sie neuen Thema oder zumindest einem professionellen Blickwinkel auf darauf. Du bist Pressesprecher bei der AG Socia Media, die das Camp mit trägt. Welche Themen stehen für die AG noch auf der Agenda und warum? Die Ziele der AG Social Media stehen als Mission Statement in unserem Wiki. Insbesondere die Schaffung von Relevanzmaßen und Metriken zur Messbarkeit von Social Media sind uns ein wichtiges Anliegen. Gleichzeitig sind auch Förderung von Forschung und Lobbyarbeit Kernthemen, mit denen sich die Mitglieder und insbesondere der Vorstand und ich in meiner Position als Sprecher der AG beschäftigen. Wie schätzt Du die Rolle ein, die Social Media derzeit in der klassischen Medienlandschaft spielt? Als Social-Media-Evangelist ist das eine Frage, auf die mir die Antwort schwer fällt. Sicher ist, dass Social Media nicht den Stellenwert wie PR oder (Online) Marketing in der Medienlandschaft innehat. Sicher ist aber auch, dass es derzeit einen Shift hin zu Social Media zu Ungunsten anderer klassischerer Werbeformen gibt. Social Media bedeuten einen Paradigmenwechsel in der Funktionsweise von Medien. In der Folge bedeutet dies auch, dass sich die Relevanz einer Information und die Bewertung von Kommunikation radikal von dem bisherigen Model unterscheidet. Gerade die frühzeitige Involvierung von Konsumenten/Prosumenten in die Konversation - zu einem Produkt zum Beispiel - eröffnet eine Reihe von Möglichkeiten, die es in anderen Medien so nicht gibt. Da steckt viel Potential drin, was bislang nur oberflächlich abgeschöpft wird. Insbesondere, da es bislang keine verlässlichen Metriken für Social Media gibt. Warum glaubst Du, dass die Relevanz von Social Media noch nicht überall erkannt wurde? Oder ist die Relevanz vielleicht wirklich nicht da? Hauptproblem hier dürfte sein, dass die meisten Menschen nur eine schwammige Vorstellung davon haben, was Social Media eigentlich bedeutet bzw. bedeuten kann. Das Social Media Camp hat die Chance, hier ein Zeichen zu setzen und Aufklärungsarbeit zu leisten. In Zeiten knapper werdender Werbebudgets nimmt die Bedeutung - Shift in der Medienlandschaft - weiter zu. Aus dem Agenturalltag im 13. Stock kann ich berichten, dass durchaus auch namhafte und große Konzerne und Organisationen auf das Thema aufmerksam geworden sind, in der Kommunikation ihrer anlaufenden Maßnahmen aber noch sehr zurückhaltend sind. Grund hierfür sind vielfältige Ängste, die wohl üblich sind, wenn ein Unternehmen einen neuen Weg beschreitet. Hinzu kommt ein generelles Wahrnehmungsdelta in Bezug auf die Relevanz. Wird etwas erst dadurch relevant, dass es genutzt wird oder ist es bereits dadurch relevant, dass man darauf aufmerksam wurde? Was erwartest Du Dir zu diesen und weiteren Themen vom Social Media Camp? Auch bei diesem Camp steht und fällt wieder alles mit den Teilnehmern. Zwar wird es gesetzte Redner geben, die feste Slots belegen, aber der größte Teil des Inputs wird von den Teilnehmern kommen und im BarCamp-Stil die Veranstaltung bereichern. Insofern erwarte ich mir, dass die mir wichtigen Themen Gehör und Zustimmung finden, zumindest aber Basis für eine Diskussion sein können. Diese Basis aber muss ich durch meine aktive Teilnahme selber schaffen, was ich durch die Mitarbeit in der Orga bereits zu erreichen versuche. Sicherlich wird es auch auf dem Social Media Camp keine umfassenden Antworten gerade auf die Frage nach allgemein gültigen Metriken für Social Media geben, aber im Hinblick auf die Lobbyarbeit bin ich zuversichtlich, dass wir eine gewissen Sichtbarkeit sowohl bei den Unternehmen die auf der IT-Profits/Online-Profits als auch in der Berichterstattung der Printmedien erfahren.    Verwandte Artikel

Wie sag ich’s meinen Eltern? (16) Web 2.0 Expo Woche: Die wichtigsten Links (0) Was ist Shopwindoz? (0) Videos vom Barcamp Berlin (2) Markus Beckedahl von Netzpolitik.org im Blogpiloten-Interview (13)

April 21 2009, 10:46am

Sprich Klartext! Heute @re:publica 09

Während ich das hier schreibe, ist unser Blogpiloten-Bus bereits auf dem Weg zum Friedrichstadtpalast, wo heute die re:publica losgeht. Und so sieht er aus:

Wir nehmen dort heute vor allem Klartext-Videos auf, in denen Begriffe aus der Web 2.0-Welt erklärt werden - kurz, knapp und einfach verständlich. Und: von euch. “No Tech Arrogance” ist das inoffizielle Motto, das uns dabei antreibt, wir wollen auch Einsteigern helfen, ihren Weg ins Web zu finden. Und die re:publica ist dafür genau der richtige Ort, denn bei keiner anderen Konferenz in Deutschland kommen sie alle in dieser Mischung zusammen: die Blogger, die Hacker, die Journalisten und die einfach nur Interessierten. Würde mich freuen, wenn du bei mir am Blogpiloten-Bus vorbeischaust und ebenfalls einen Begriff erläutern könntest - es dauert knapp 5 Minuten. Und der Bus ist tatsächlich sehenswert ;)

 Verwandte Artikel

Blogpiloten-Bus @ re:publica 09 (0) re:publica Konferenz (5) re:publica Berlin (0) Videos vom Barcamp Berlin (2) re:publica 08: Programm ist online (0)

April 1 2009, 7:39am

Kopimi Station: Oscar-Gewinner auf USB-Stick

Die Oscar-Gewinner sind bekannt, die Filme werden uns gerade in Deutschland aber noch das ganze Jahr über begleiten. Wer nicht warten will, bis die Filme ins Kino kommen, kann wie schon im letzten Jahr alle Oscar-nominierten Filme aus (hierzulande illegalen) eigens angelegten Filesharing-Sites wie Oscartorrents.com besorgen. Während die Macher hinter einiger dieser Seiten, die schwedische Gruppe Piratebay, sich derzeit vor Gericht (bislang recht erfolgreich) verteidigt, wurden die Filmdownloads durch Oscar-Parties in der echten Welt ergänzt. So gab es weltweit Pirate2Pirate-Partys mit Downloadstationen, von denen einige auch jetzt noch in Betrieb sind. Auch in Berlin gibt (gab?) es mindestens eine dieser sogenannten Pirate2Pirate Kopimi Stationen. Ein kurzes Video folgt nach dem Klick.

 Verwandte Artikel

Web 2.0 Expo Woche: Die wichtigsten Links (0) Was ist Shopwindoz? (0) Von der Empfängnis bis zur Geburt: RealBirthTV (1) Videos vom Barcamp Berlin (2) Veranstaltungstipp: openeverything in Berlin am 6.12. (0)

February 25 2009, 11:39am

Linklotse: Links frisch auf den Tisch

TechCrunch: Bebo, umstrittenes Social Network, spielt in Zukunft eine zentrale Rolle in AOLs Strategie. Jana Eggers / Spreadshirt: Während die Wirtschaft crasht, wächst Spreadshirt mit einer neuen €10 Millionen Investmentrunde weiter. How to present while people are twittering: Wer schon vor einer twitternden Meute präsentiert hat, kennt das Problem. Berliner Morgenpost: Berlin will kostenloses WLAN einführen. CNN.com: Youtube löscht Videos des ägyptischen Antifolter-Bloggers.

 Verwandte Artikel

Political Campaiging im Web 2.0 – ein Rückblick auf die Socialbar Berlin (2) You’ve been twittered!?! – Ein Selbstversuch (2) Yoono – Leben im Browser (2) Willst du mein Freund sein? Soziale Netzwerke im US-Wahlkampf (3) Web 2.0 in Deutschland (0)

February 25 2009, 7:00am

CopyME bringt Remix-Kultur auf die Bühne

Große Videoprojektionen, eine Band aus fünf mal derselben Frau, Jack Nicholson und jede Menge Blut: In einer Solo-Performance beschäftigt sich Rahel Savoldelli mit den Grenzen von Urheberrecht und der Kultur von Remixing und Mashups. Noch zwei Performances wird es in Berlin im Ballhaus Ost geben, in ein paar Monaten wird das Stück voraussichtlich in Atlanta aufgeführt. Inspiriert ist CopyME deutlich von Werken wie Steal This Film und Good Copy Bad Copy, den Plot erklärt die Darstellerin im Video. Rahel Savoldelli / CopyME from thewavingcat on Vimeo. Wer sich für Remix-Kultur interessiert, ist in diesem Theaterstück genau richtig. Noch drei Gelegenheiten gibt es, CopyME in Berlin zu sehen. Im Ballhaus Ost am 25., 26. und 27. Februar.

 Verwandte Artikel

Web 2.0 Expo Woche: Die wichtigsten Links (0) Was ist Shopwindoz? (0) Videos vom Barcamp Berlin (2) DNAdigital - Die “Digital Natives” im Fokus des 3. IT-Gipfels (0) Darryl Feldman von Shopwindoz im Blogpiloten-Interview (3)

February 20 2009, 12:16pm

SLS08-Videointerviews: Martin Riemer - "Der Grundschulblogger"

Martin Riemer arbeitet als "Externer" an der Berliner Hausburgschule, wo er mit Grundschülern bereits zahlreiche Blogprojekte erfolgreich durchgeführt und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt hat. Aktuell ist eines der Schülerblogs sogar für einen Preis nominiert. Im Interview erzählt er über seine Erfahrungen als "Grundschulblogger" und welchen Lern- und Lebenseffekt das Bloggen für seine Schüler hat. Cast: Steffen Bueffel

October 30 2008, 1:26am

EduCamp2008 - Stephen Downes on Connectivism

Stephen Downes gave a inssightful talk about his current work on connectivism. In his presentation he explained the core concepts of connectivism and gave as a practical example a web based class on connected learning he is currently doing together with George Siemens and 2200 students across the globe. Cast: Steffen Bueffel

October 15 2008, 11:15pm

Seite 1