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Netzpolitisch aktiv - wo am Besten?

Dass politisches Engagement Not tut, haben viele Netznutzer spätestens in diesem Jahr verstanden – als es um das Zugangserwerungsgesetz von Ursula von der Leyen ging. Bleibt nur die Frage, wo man sich engagiert, um allzu viel von Unwissenheit geprägte Politik zu verhindern. Einer Partei beitreten und dort etwas verändern? Einen Arbeitskreis wie den AK Vorrat oder den AK Zensur gründen und sich dort engagieren? Mitglied der Piratenpartei werden? Oder gleich beim Chaos Computer Club? Thema auch bei „atoms&bits“. Blogger und Twitterer mspro hatte paritätisch eingeladen: Aaron König von der Piratenpartei, Franziska Heine als Vertreterin des AK Zensur, Mathias Richel, der die Piraten in der SPD gründete und Frank Rieger vom Chaos Computer Club. Allesamt politisch Engagierte, die unterschiedliche Wege des politischen Engagements eingeschlagen haben. Er habe bei seiner Arbeit in der SPD gesehen, dass man auch innerhalb der Partei sehr schnell sehr viel Wirbel machen könne, sagt SPDler Richel. Eine Erfahrung, die er machte, als er sich in der Partei gegen die geplanten Netzsperren einsetzte. „Wenn man im richtigen Ton die richtigen Leute anspricht, dann tut sich was“, sagt er. Und wenn sich das nicht im Ergebnis widerschlage, dann doch zumindest in der parteiinternen Wahrnehmung. Doch er räumt ein: Die Gesellschaft ändere sich schneller als Parteien – weil letztere eben doch immer nur reagieren. So viel Geduld mag Rieger vom Chaos Computer Club (CCC) nicht an den Tag legen. Versuche, Politiker zu beraten, etwa beim Hackerparagrafen, seien für ihn frustrierend gewesen. Darum habe der CCC sich von Parteien und Parlament abgewandt. „Das ist nicht unsere Welt“, so Rieger. Besser sind seine Erfahrungen in Zusammenarbeit mit dem Verfassungsgericht, bei dem der CCC immer wieder als Gutachter auftritt. Außerdem habe sich der CCC darauf verlegt, eine andere Kultur, ein neues Selbstverständnis zu schaffen. Nicht Mülltrennen sei heute uncool – ähnlich müsse das Bewusstsein auch bei netzpolitischen Themen geändert werden. Bei den Piraten sei er absichtlich nicht aktiv, sagt Rieger. Weil er ein Problem mit Parteienstrukturen habe – ein Argument, das in Netzkreisen äußerst verbreitet ist. Immerhin räumt er aber ein, die Entwicklung der Piratenpartei wohlwollend zu beobachten – vor allem, weil ihm ihr Konzept der liquid democracy gut gefalle. Was das genau sei, das kann Piratenpartei–Vorstand Aaron König nicht genau erklären. Er spricht lieber über direkte Demokratie, die in der Schweiz so gut funktioniert und auch für Deutschland ein System sein könne. Und bekommt sich an dieser Stelle gleich mit SPD–Mann Riechel in die Haare, ob man so etwa auch über haushaltspolitische Fragen abstimmen könne. Ob die Piratenpartei also eine Partei sei, die Parteien schwächen wollten? Ja, sagt König. Und reagiert auch gleich auf die Kritik, dass die politische Verortung der Piraten zu vielen nicht-Netzthemen noch unklar sei: Jetzt, vor der Wahl fokussiere man sich noch auf Kernthemen. Danach, sagt er, seien die Piraten natürlich gefordert, auch zu anderen politischen Themen Position zu beziehen. Parteien abschaffen halte sie für keine sonderlich gute Idee – zumindest, wenn man dem nichts Konstruktives entgegenzusetzen habe, sagt Franziska Heine. Zielführender findet sie ihr Engagement im AK Zensur. Dort seien Leute, die Dinge einfach machten, Transparenz und Parallelstrukturen schafften. „Es ist wichtig, das zu leben, von dem man glaubt, dass es wichtig ist – und nicht darauf zu warten, das es jemand anderes tut“, sagt Heine, die mit ihrer Onlinepetition gegen das Zugangserschwerungsgesetz genau das auch demonstriert hat. „Wir stecken gerade mitten in einem Wandel drin und haben nicht den besten Blick drauf“, sagt Kommunikationswissenschaftler Christoph Bieber – eigentlich als Schlusswort einer ganz anderen Veranstaltung – aber absolut zutreffend auch für diese Veranstaltung. „Warten wir doch mal ab. Am Ende waren wir alle ‚Yeah‘.“

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September 30 2009, 8:35am

Publizieren: “Warten, bis Dinosaurier aussterben”

“Die Verlage haben Angst”, sagt Lukas Rieder. Angst davor, ihre Rechtfertigung für den Produktionsprozess zu verlieren. Rieder bietet bei “atoms&bits” eine Veranstaltung zum “Neuen Publizieren” an - naheliegend, denn er hat das Startup paperc gegründet, das wissenschaftliche Literatur leichter veröffentlichen und online zugänglich machen will. Viele Autoren würden heute einfach zu wenig verdienen – obwohl die Produktionskosten der Verlage ständig sinken würden. Bis zu 60 % Gewinnmargen streichen sie ein, sagt Rieder, und schlägt folgenden Ausweg vor: Autoren nehmen die Publikation ihrer Werke selbst in die Hand, kontrolliert mittels eines Peer Reviews. Ob Wissenschaftler überhaupt mit ihren Publikationen Geld verdienen müssten, wirft ein Kollege von Wikipedia ein. Schließlich seien viele Wissenschaftler Universitätsmitarbeiter, würden also mit Steuergeldern bezahlt. Warum also sollten sie mit ihren Publikationen Zusatzverdienste einstreichen? Es sei falsch, Verlagen zu unterstellen, Kosten vorzutäuschen, sagt Autorin Kathrin Passig. Produktions- und Organisationsprozesse seien tatsächlich hoch, wegen des “starrsinnigen Festhaltens an überholten Verfahren”. Genau aus diesem Grund werden auch viele Verlage sterben, meint Social–Media–Berater Igor Schwarzmann. “Wir sind alle sehr ungeduldig”, sagt er. Wie schnell die Entwicklung aber gehen könne, würde man am Beispiel der Lexika sehen, die innerhalb von wenigen Jahren mit Wikipedia eine echte Konkurrenz bekommen hat. Longtail-Effekte seien Verlagen egal: die Verlage würden einzelne Spitzentitel stark bewerben, andere kaum, klagt Autorin Passig. Es sei schwierig, Sachen zu publizieren, die nicht gestreamlined seien. Auch mit dem Lektorat ist sie häufig nicht zufrieden: Meist würden die Lektoren der Verlage nicht mehr stark an dem Text arbeiten, sagt sie. Viele Teilnehmer der Veranstaltung können sich gut vorstellen, dass Freiberufler das Lektorat übernehmen und das Buch dann direkt über Amazon oder ähnliche Plattformen vermarktet wird. Natürlich kommt die Debatte auch auf die Zukunft des gedruckten Buches zu sprechen. Schwarzmann glaubt, dass das Print-Buch künftig ein freakiger Gegenstand werden wird – ein Hobby wie Elektrische Eisenbahnen. Und zwar nicht nur im Unterhaltungs–, sondern auch im wissenschaftlichen Bereich. Das alles sei eigentlich nur noch eine Frage des Designs der Lesegeräte. Rieder widerspricht: Er glaubt, dass es gedruckte Bücher auch weiterhin geben wird: Wissenschaftlich wolle man eben auf vieles elektronisch zugreifen, im Urlaub aber dann doch lieber ein Buch dabei haben. Gerade im wissenschaftlichen Bereich setzt er aber große Hoffnungen in das digitalen Publizieren von Arbeiten und sieht dort auch große Vorteile. “Man muss nur warten, bis die Dinosaurier aussterben.” Gerade Print–on–demand–Dienste wie epubli vereinfachen den Produktionsprozess noch weiter: Teils ab 2, teils ab 500 Stück könne man bei der Druckerei in Auftrag geben, sobald ein Exemplar im Netz bestellt werde – ein Gegenentwurf zur Großlagerhaltung großer Verlage. “Der Veröffentlichungszeitpunkt spielt nicht mehr so die Rolle”, sagt Autorin Passig. Soll ein Text, der veröffentlicht wird, als fertig betrachtet werden oder nur als eine Version, die noch verändert, angepasst werden kann? Eine Frage, über die die “atoms&bits”-Runde streitet: Die einen lehnen es ab, Beta-Versionen eines Buches zu kaufen und später gesagt zu bekommen, welche Zeile darin falsch ist. Andere entgegnen: Darin liege doch gerade die Chance. Die Alternative sei: Die Zeile ist falsch und ich als Käufer des Buches erfahre es nicht. Positives Beispiel für ausführliches Feedback zum Manuskript sei hier der O’Reilly-Verlag. Mehr zum Thema: Handelsblatt-Blogger Thomas Knüwer über das Gefangenendilemma der Printverlage.

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September 29 2009, 8:02am

Netzpolitisch aktiv - wo am Besten?

Dass politisches Engagement Not tut, haben viele Netznuter spätestens in diesem Jahr verstanden - als es um das Zugangserwerungsgesetz von Ursula von der Leyen ging. Bleibt nur die Frage, wo man sich engagiert, um allzu viel von Unwissenheit geprägte Politik zu verhindern. Einer Partei beitreten und dort etwas verändern? Einen Arbeitskreis wie den AK Vorrat oder den AK Zensur gründen und sich dort engagieren? Mitglied der Piratenpartei werden? Oder gleich beim Chaos Computer Club? Thema auch bei “atoms and bits”

Blogger und Twitterer MS Pro hatte paritätisch eingeladen: Aaron König von der Piratenpartei, Franziska Heine als Vertreterin des AK Zensur, Matthias Riechel, der die Piraten in der SPD gründete und Frank Rieger vom Chaos Computer Club. Allesamt politisch engagierte, die unterschiedliche Wege des politischen Engagements eingeschlagen haben.

Er habe bei seiner Arbeit in der SPD gesehen, dass man auch innerhalb der Partei sehr schnell sehr viel Wirbel machen könne, sagt SPDler Riechel. Eine Erfahrung, die er machte, als er sich in der Partei gegen die geplanten Netzsperren einsetzte. “Wenn man im richtigen Ton die richtigen Leute anspricht, dann tut sich was”, sagt er. Und wenn sich das nicht im Ergebnis widerschlage, dann doch zumindest in der parteiinternen Wahrnehmung. Doch er räumt ein: Die Gesellschaft ändere sich schneller als Parteien - weil letztere eben doch immer nur reagieren.

So viel Geduld mag Rieger vom Chaos Computer Club (CCC) nicht an den Tag legen. Versuche, Politiker zu beraten, etwa beim Hackerparagrafen, wären für ihn frustrierend gewesen. Darum habe der CCC sich von Parteien und Parlament abgewandt. “Das ist nicht unsere Welt”, so Rieger. Besser sind seine Erfahrungen in Zusammenarbeit mit dem Verfassungsgericht, bei dem der CCC immer wieder als Gutachter auftritt. Außerdem habe sich der CCC darauf verlegt, eine andere Kultur, ein neues Selbstverständnis zu schaffen. Nicht Mülltrennen sei heute uncool - ähnlich müsse das Bewusstsein auch bei netzpolitischen Themen geändert werden. Bei den Piraten sei er absichtlich nicht aktiv, sagt Rieger. Weil er ein Problem mit Parteienstrukturen habe - ein Argument, das in Netzkreisen äußerst verbreitet ist. Immerhin räumt er aber ein, die Entwicklung der Piratenpartei wohlwollend zu beobachten - vor allem weil ihm ihr Konzept der liquid democracy gut gefalle.

Was das genau sei, das kann Piratenpartei-Vorstand Aaron König nicht genau erklären. Er spricht lieber über direkte Demokratie, die in der Schweiz so gut funktioniert und auch für Deutschland ein System sein könne. Und bekommt sich an dieser Stelle gleich mit SPD-Mann Riechel in die Haare, ob man so etwa auch über haushaltspolitische Fragen abstimmen könne. Ob die Piratenpartei also eine Partei sei, die Parteien schwächen wollten? Ja, sagt König. Und reagiert auch gleich auf die Kritik, dass die politische Verortung der Piraten zu vielen nicht-Netzthemen noch unklar sei: Jetzt, vor der Wahl fokussiere man sich noch auf Kernthemen. Danach, sagt er, seien die Piraten natürlich gefordert, auch zu anderen politischen Themen Position zu beziehen.

Parteien abschaffen halte sie für keine sonderlich gute Idee - zumindest, wenn man dem nichts konstruktives entgegenzusetzen habe, sagt Franziska Heine. Zielführender findt sie ihr Engagement im AK Zensur. Dort seien Leute, die Dinge einfach machten, Transparenz und Parallelstrukturen schafften. “Es ist wichtig, das zu leben, von dem man glaubt, dass es wichtig ist - und nicht darauf zu warten, das es jemand anderes tut”, sagt Heine, die mit ihrer Onlinepetition gegen das Zugangserschwerungsgesetz genau das auch demonstriert hat.

“Wir stecken gerade mitten in einem Wandel drin und haben nicht den besten Blick drauf”, sagt Kommunikationswissenschaftler Christoph Bieber - eigentlich als Schlusswort einer ganz anderen Veranstaltung - aber absolut zutreffend auch für diese Veranstaltung. “Warten wir doch mal ab. Am Ende waren wir alle ‘Yeah’.”

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September 27 2009, 3:01pm

Publizieren:”Warten bis Dinosaurier aussterben”

“Die Verlage haben Angst”, sagt Lukas Rieder. Angst davor, seine Rechtfertigung für den Produktionsprozess zu verlieren. Rieder bietet bei “Atoms and Bits” eine Veranstaltung zum “Neuen Publizieren” an - naheliegend, denn er hat das Startup paperc gegründet, das wissenschaftliche Literatur leichter veröffentlichen und online zugänglich machen will.

Viele Autoren würden heute einfach zu wenig verdienen - obwohl die Produktionskosten der Verlage ständig sinken würden. Bis zu 60 % Gewinnmargen streichen sie ein, sagt Rieder, und schlägt folgenden Ausweg vor: Autoren nehmen die Publikation ihrer Werke selbst in die Hand, kontrolliert mittels eines Peer Reviews.

Doch müssen Wissenschaftler überhaupt mit ihren Publikationen Geld verdienen? wirft ein Kollege von Wikipedia ein. Schließlich seien viele Wissenschaftler Universitätsmitarbeiter, werden also mit Steuergeldern bezahlt. Warum also sollten sie mit ihren Publikationen Zusatzverdienste einstreichen?

Es sei falsch, Verlagen zu unterstellen, Kosten vorzutäuschen, sagt Autorin Kathrin Passig. Produktions- und Organisationsprozesse seien tatsächlich hoch, wegen des “starrsinnigen Festhalten an überholten Verfahren”. Genau aus diesem Grund werden auch viele Verlage sterben, meint Social Media-Berater Igor Schwarzmann. “Wir sind alle sehr ungeduldig” sagt er. Wie schnell die Entwicklung aber gehen könne, würde man am Beispiel der Lexika sehen, die innerhalb von wenigen Jahren mit Wikipedia eine echte Konkurrenz bekommen hat.

Longtail-Effekte seien Verlagen egal: die Verlage würden einzelne Spitzentitel stark bewerben, andere kaum, klagt Autorin Passig. Es sei schwer, Sachen zu publizieren, die nicht gestreamlinet zu sein. Auch mit dem Lektorat ist sei häufig nicht zufrieden: Meist würden die Lektoren der Verlage nicht mehr stark an dem Text arbeiten, sagt sie. Viele Teilnehmer der Veranstaltung können sich gut vorstellen, dass Freiberufler das Lektorat übernehmen und das Buch dann direkt über Amazon oder ähnliche Plattformen vermarktet wird.

Natürlich kommt die Debatte auch auf die Zukunft des gedruckten Buches zu sprechen. Schwarzmann glaubt, dass das Print-Buch künftig ein freakiger Gegenstand werden wird - ein Hobby wie Elektrische Eisenbahnen. Und zwar nicht nur im Unterhaltungs- als auch im wissenschaftlichen Bereich. Das alles sei eigentlich nur noch eine Frage des Designs der Lesegeräte. Rieder widerspricht: Er glaubt, dass es gedruckte Bücher auch weiterhin geben wird: Wissenschaftlich wolle man eben auf vieles elektronisch zugreifen, im Urlaub aber dann doch lieber ein Buch dabei haben. Gerade im wissenschaftlichen Bereich setzt er aber große Hoffnungen und Vorteile beim digitalen Publizieren von Arbeiten. “Man muss nur warten, bis die Dinosaurier aussterben.”

Gerade Print on demand-Dienste wie epubli vereinfachen den Produktionsprozess noch weiter: Teils ab 2, teils ab 500 Stück könne man bei der Druckerei in Auftrag geben, sobald ein Exemplar im Netz bestellt werde - ein Gegenentwurf zur Großlagerhaltung großer Verlage.

“Der Veröffentlichungszeitpunkt spielt nicht mehr so die Rolle”, sagt Autorin Passig. Soll ein Text, der veröffentlicht wird, als fertig betrachtet werden oder nur als eine Version, die noch verändert, angepasst werden kann? Eine Frage, über die sich die “Atoms and Bits”-Runde streitet: Die einen lehnen es ab, Beta-Versionen eines Buches zu kaufen und später gesagt zu bekommen, welche Zeile darin falsch ist. Andere entgegnen: Darin liege doch gerade die Chance. Die Alternative sei: Die Zeile ist falsch und ich als Käufer des Buches erfahre es nicht. Positives Beispiel für ausführliches Feedback zum Manuskript sei hier der O’Reilly-Verlag.

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September 27 2009, 11:57am

Blogpiloten beim atoms&bits;Festival

Angekündigt haben wir es ja schon: In Berlin läuft derzeit das atoms&bits–Festival, das wir als Sponsor unterstützen. Und natürlich werden wir auch den ein oder anderen Artikel von dort posten, um das Festival inhaltlich zu begleiten. Zeit, einen Blick auf’s Programm zu werfen.

atoms&bits–Camp Höhepunkt des Festivals ist das kommende Wochenende und hier wiederum besonders das atoms&bits–Camp am Samstag, 26., und Sonntag, 27. September. Im Coworking Space betahaus und dem ЇMA Design Village werden ca. 400 Teilnehmer erwartet – es wird zum Treffpunkt von Visionären, Baustlern, Aktivisten, Geeks und Kreativen. Während der verschiedenen Workshops, Vorträge, Präsentationen und Diskussionsrunden kann der selbständige Webentwickler der Strickladenbesitzerin Tipps für ihren Internetauftritt geben und der politische Aktivist mit der Kuratorin über die Kulturflatrate diskutieren. Der Eintritt ist frei und auch spontane Besucher sind herzlich willkommen.

Gucken inzwischen nicht mehr so angespannt drein: Die Organisatoren des atoms&bits Festival. (Foto: Simon Bierwald) Eingerahmt wird das Camp von verschiedenen Veranstaltungen, u.a.: Coworking@Berlin – Das Medienboard–Event Donnerstag, 24.09., 10:30 bis 12:30 Uhr im betahaus:, u.a. mit Petra Müller (Geschäftsführerin Medienboard Berlin-Brandenburg) (Link) Politische Partizipation heute Donnerstag, 24.09., 14:30 bis 16:30 Uhr in der dffb–Filmhaus–Cafeteria, 9. Stock, u.a. mit Adrienne Goehler (Kuratorin, Publizistin und Kultursenatorin a.D.) und Stefanie Wenner (Kuratorin für Schauspiel am HAU) (Link) atoms&bits–Salon Donnerstag, 24.09., 20 bis 22 Uhr im HAU: atoms&bits–Salon, u.a. mit Matthias Lilienthal (künstlerischer Leiter des Hebbel-am-Ufer) (Link) Pecha Kucha Vol.15 Freitag, 25.09., 20:20 Uhr im IMA Design Village, u.a. mit Michael Bukowski (Schriftsteller) und Ansgar Oberholz (Sankt Oberholz), Eintritt: 6 Euro (Link) atoms&bits–Party Samstag, 26.09., ab 22:30 Uhr im betahaus, u.a. mit Rampa/ &ME (live) und Hans Blitz/ Tanzfaster/ Emski/ Johnny Sepp an den Turntables, Eintritt: 5 Euro (Link) atoms&bits–Wahlparty - Public Viewing Sonntag, 27.09., 12 bis 22 Uhr im betahaus, u.a. mit Live-Sendung vom Bundesradio (Link) Alle Veranstaltungen im Überblick gibt’s im Festivalkalender auf atomsandbits.net. Disclaimer: Die Blogpiloten sind Sponsoren von atoms&bits, der Autor ist Mitorganisator des Festivals.

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September 24 2009, 6:02pm

atoms&bits;Festival: für Blogger und Bastler

Ausgehend von Berlin findet vom 18-27 September das dezentrale atoms&bits Festival. Höhepunkt des Festivals ist das am Wochenende vom 25.-27. September, wo in Berlin mit dem atoms&bits Camp im IMA Design Village und jeder Menge Events im Betahaus ein Wochenende lang Geeks, Visionäre, und Aktivisten zusammenkommen die eine neue Kultur des Selbermachens zelebrieren.

Aus dem offiziellen Ankündigungstext: Was ist das atoms&bits Festival? Atome und Bits stehen für die kleinsten Elemente unserer modernen Gesellschaft. Aus ihnen setzt sich alles zusammen, was unser alltägliches Leben ausmacht, lässt sich alles gestalten, was es angenehmer und besser machen könnte. Beim atoms&bits Festival geht es darum zu zeigen, wie wir die Gesellschaft Bit für Bit und Atom für Atom verändern, organisiert über das Internet und mit greifbaren Ergebnissen. Dabei führt das atoms&bits Festival Visionäre, Baustler, Aktivisten, Geeks und Kreative zusammen – eben alle, die jene neue Kultur des kollaborativen Selbermachens repräsentieren.
Die fünf Themen, sogenannte Tracks, um die sich alles dreht sind:

neue Arbeitsformen (Coworking) Lust am Bausteln (DIY) eine Kultur der Offenheit (OpenEverything) partizipative Politik neue, offene Formen des Kunst- und Kulturschaffens (Art of Production of Art)

…sowie verbindende die Netzkultur, die all das überhaupt erst ermöglicht. Wann und wo finden das atoms&bits-Festival und das atoms&bits-Camp statt? Das atoms&bits Festival ist als dezentrales Festival organisiert, das sich über zehn Tage erstreckt (18.-27. September 2009). Es wird seine inhaltlichen Brücken weltweit schlagen und dadurch Menschen, Aktivitäten und Orte miteinander verbinden. Eine nachhaltige Vernetzung und Kollaboration erfolgt dabei u.a. mit den Events all2gethernow (Thema: Musik; Ort: Berlin) http://www.a-2-n.de/ , Breakout (Thema: Coworking; Ort: global) http://breakoutfestival.org/, OpenEverything (Thema: Open Source Prinzipien; Ort: global) http://openeverything.wik.is/ und andere. Den Höhepunkt des weltweiten Festivals und gleichzeitig Kick-off für im Rahmen von atoms&bits entstandene Aktionen und Projekte, bildet das atoms&bits-Wochenende vom 25. bis 27. September. In Berlin findet dann das atoms&bits Camp statt, zu dem sich rund 400 Teilnehmer treffen, um zu diskutieren, Projekte zu planen und sich zu vernetzen. Angelehnt an das Barcamp-Format sind alle Teilnehmer aktiv am Geschehen beteiligt, die Vorträge (Sessions) sind interaktiv und werden von den Teilnehmern inhaltlich selbst gestaltet. Wer organisiert das atoms&bits Festival? Das atoms&bits Festival ist selbst das beste Beispiel dafür, wie diese neue Kultur des kollaborativen Selbermachens funktioniert. Anfang Juli 2009 stand die noch vage Idee, eine Reihe unabhängig voneinander geplante Aktionen und Veranstaltungen zu einem großen Event zu bündeln. Aus ihr ist innerhalb kürzester Zeit das Konzept eines Festivals geworden: atoms&bits. Die Partizipationsstrukturen sind offen, alle arbeiten gleichberechtigt. Jeder konnte und kann seinen Teil dazu beitragen und hierdurch selbst den Charakter und die Ergebnisse des atoms&bits Festivals beeinflussen. Der derzeitige Planungs- und Schaffungsprozess des Festivals kann über die Festival-Website http://atomsandbits.net, über Twitter (http://twitter.com/atomsandbits_de ), Flickr (http://www.flickr.com/photos/atomsandbits/ ), Blogbeiträge der Beteiligten und andere Online-Medien bereits nahezu in Echtzeit mitverfolgt werden. Kurzinfos:

Die Teilnahme ist kostenlos. Für das a&b Camp ist eine Registrierung notwendig (hier unter “Camp-Anmeldung”). Offizielles Hashtag ist #atomsandbits und #anb Infos auch per @atomsandbits

Disclaimer: Die Blogpiloten sind Sponsoren von atoms&bits, der Autor ist Mitorganisator des Festivals.

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September 8 2009, 1:16pm

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