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Julian Assange: erneute Auslieferung-Verhandlungen!

Der Kampf Julian Assanges gegen eine Auslieferung ist nun nach einigen vorher-gegangenen Instanzen in eine neue Runde gegangen. Es hängt viel davon ab, wie die Richter des Londoner High Court urteilen werden. Eine Auslieferung nach Schweden, könnte auch eine Überstellung an die USA durch Schweden zur Folge haben.

Am 1. Dezember 2010 hat die internationale Verbrechensbekämpfungs-organisation Interpol, die sogenannte “Red Notice” gegen Julian Assange erlassen. Die “Red Notice” ist das schärfste Mittel Interpols, dass zur Fahndung eingesetzt werden kann und veranlasste alle 188 Mitgliedsstaaten Interpols bei der Festnahme mitzuwirken. Der internationale Haftbefehl, der auf die angebliche Vergewaltigung zweier Schwedinnen durch Julian beruht, übte einen zu hohen Druck auf ihn aus und somit stellte er sich am 7. Dezember 2010 der Poliziei in London. Nachdem Julian eine Woche in Untersuchungshaft im Wandesworth-Gefängnis saß, entschied ein Londoner Gericht ihn auf Kaution und der Einhaltung einiger Auflagen freizulassen. Zu den Auflagen zählte u.a. Hausarrest und das Tragen einer elektronischen Fußfessel. Julian Assange, der die Vorwürfe als unhaltbar und als Komplott gegen sich und Wikileaks empfindet, kämpft seitdem gegen eine Auslieferung nach Schweden. Im Februar 2011 entschied das Londoner Magistrates’ Court sich zur Auslieferung, wogegen Julian erneut in Berufung ging. Die Fortsetzung des Verfahrens wurde nun am 12.07.2011 wieder eingeleitet. Er beruft sich heute hauptsächlich darauf, dass er in Schweden keinen fairen Prozess mehr zu erwarten habe. “Die Öffentlichkeit in Schweden ist voreingenommen, da der schwedische Premier und Justizminister mich öffentlich verurteilt haben.” sagte Julian Assange neulich in einer Diskussionsrunde. Er befürchtet zudem dass die schwedische Regierung ihn an die USA überstellen würde, wo weitere Anklagen auf Julian warten. Am 16. Juni 2011 hat Assange das Video “191 Days Without Charge” auf Vimeo hochgeladen, um auf seine Situation – 191 Tage Hausarrest und das obwohl bis dato keine Anklage in Schweden vorliegt – aufmerksam zu machen. Seit dem 09.07.2011 gibt es jetzt auch einen Youtube Channel von Wikileaks über den zukünftig Videobotschaften an Abonnenten gesendet werden sollen.

July 12 2011, 1:15pm

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