In eigener Sache: Statements zum Social Media Engagement der Verlage
Screenshot: www.journalist.de
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Studio5 @ tpc Zürich
Am vergangenen Dienstag hatte ich die Gelegenheit beim Media Future Day 2009 der tpc teilzunehmen. In meiner Funktion als Assistent im Studienbereich CAST an der Zürcher Hochschule der Künste habe ich kurz den Studiengang und das Ausbildungskonzept vorgestellt und mich dann dem eigentlich Vortragsthema, nämlich “Best of Plattform und Portal” im Bereich Web.TV und Web.Video gewidmet.
Hier meine Folien:
Für Kenner der Szene sind die genannten Plattformen und Dienste sicherlich keine wirklichen Neuerungen. Dennoch glaube ich wahrgenommen zu haben, dass es gerade einmal YouTube in den Aufmerksamkeitsfokus der Branche geschafft hat – und das nur wegen der schlicht enormen Reichweite. Vor 2-3 Jahren hätte man über YouTube noch geschmunzelt, heute spricht man darüber, wie man Konkurrieren bzw. Kooperieren kann. Bezeichnend war für mich in diesem Zusammenhang, dass mein Vorredner von YouTube nicht wirklich viel über die Zukunft von YouTube gesprochen hat, sondern es weitestgehend um Monetarisierung usw. ging. Klar, dass ist das, was die Macher interessiert, aber einen Blick in die Zukunft im Rahmen eines Media Future Day stelle ich mir visionärer und mutiger vor.
Klasse war aber die eröffnende Keynote von Bertram Gugel von Axel Springer Digital TV. Ich hoffe, dass es die Folien bzw. den Vortrag noch als PDF und/ oder Video geben wird.
Links
Heute bin ich auf Einladung der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands e.V. (GKP) als Referent und Podiumsteilnehmer beim Kolloquium “Podcasts, Blogs und Feeds – Journalismus im Web 2.0″ eingeladen. Um 14 Uhr werde ich sprechen zu “Vom Rezipienten zum Medienschaffenden – Wie ändert Web 2.0 die Gesellschaft?“. Ich habe mir vorgenommen vieles live zu zeigen, aber natürlich auch ein paar aussagekräftige Folien zum Wandel im Mediennnutzungsverhalten zu zeigen. Technikdeterministisch wie es der Titel suggeriert werde ich aber nicht argumentieren. Für mich ist es eher die Frage wie wir, wie die Gesellschaft – wenn man das große Wort in den mund nehmen will – die technischen Möglichkeiten des Webs durch ihren Gebrauch in kulturelle Praktik überführen und so quasi die Ausdrucks- und Darstellungsformen im Austausch durch und mit dem Web institutionalisieren.
Zusammen mit dem Institut für Wissensmedien in Tübingen führe ich derzeit eine Befragung zum Thema Tagging durch. Wie jeden Befragung lebt auch diese von möglichst vielen Teilnehmern. Deswegen würde ich mich sehr freuen, wenn sich unter meinen Leserinnen und Lesern auch ein paar Freiwillige finden würden. Hier geht es zur Umfrage. Leider gibt es keine Statusanzeige wie viel schon beantwortet wurde. Deswegen die Info: bitte 8-10 Minuten einkalkulieren. Vielen Dank! :-)
Wer über die Ergebnisse informiert werden möchte schickt einfach eine E-Mail an tagging@media-ocean.de
Für die Blogpiloten habe ich mit PR-Blogger Klaus Eck ein Interview geführt. Darin spricht Klaus Eck über Reputationsmanagement und warum Twitter nicht erklärbar ist. Empfehlen kann ich noch das Buch “Corporate Blogs. Unternehmen im Online-Dialog zum Kunden“, das er 2007 veröffentlicht hat.
(weiterlesen…)
Für die Blogpiloten habe ich mit Prof. Dr. Thomas Pleil das folgende Interview geführt:
Dr. Thomas Pleil ist Professor für Public Relations in den Studiengängen Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus an der Hochschule Darmstadt. Er betreibt das Blog “Textdepot” und hat 2007 das Buch “Online-PR im Web 2.0” veröffentlicht. Im Interview mit den Blogpiloten spricht er über die Herausforderungen für die klassische PR- und Krisenkommunikation in Zeiten von Web 2.0 und gibt seine Einschätzung zum aktuellen Fall der geplanten Nokia-Werksschließung in Bochum.

Über den Einsatz von Social Software, also Weblogs, Podcasts, Wikis & Co., im Bildungskontext von Schulen, Hochschulen und Unternehmen wird derzeit viel diskutiert. In einer Zeit steigender Informationsmengen erscheint es notwendig, Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen, um up-to-date zu bleiben und zusätzliche Wissensquellen zu erschließen, die bei der Bewältigung von gestellten Aufgaben hilfreich sein können. Von “Edubloggern”, “Podcastern” und “Wikianern” ist da die Rede, die besagte Web 2.0-Anwendungen nutzen, damit zu aktiven Content-Produzenten avancieren und sich in Communities vernetzen.
Um diese und weitere aktuelle Entwicklungen im Bildungsbereich umfassend zu diskutieren, wird vom 18. bis 20. April 2008 das erste deutsche EduCamp zum Thema “Lehren und Lernen 2.0″ als ein kommunikatives Zusammentreffen von E-Learning-Experten und Lehrenden im Schul- und Hochschulbereich, Vertretern von Unternehmen und Agenturen sowie interessierten Studierenden stattfinden. Als zentral gelegener Veranstaltungsort im “grünen Herzen Deutschlands” dient der neue Humboldtbau der Technischen Universität Ilmenau in Thüringen, der über modern ausgestattete Seminarräume, einen Audimax und ein großes Foyer verfügt. (evtl. Ilmenau-Begründung: persönliche Atmosphäre, günstige Übernachtungsmöglichkeiten, ausgeprägte Studentenkultur).
Themenschwerpunkte des EduCamps sind bisher “Corporate E-Learning 2.0″ und “E-Learning 2.0 in der Hochschullehre”. Weitere Themen könnten z.B. “E-Portfolios” oder “Digitale Spiele und Virtuelle Welten” im Bildungseinsatz sein. Basierend auf dem Konzept eines BarCamps ist jeder Teilnehmer aufgefordert, ein eigenes Thema mitzubringen, über das er gerne referieren bzw. diskutieren möchte. Franz Patzig, einer der Hauptorganisatoren bisheriger BarCamps in Deutschland, beschreibt dies als “Mitmach”-Konferenz, bei der sich der Tagesplan erst vor Ort durch kurze Vorstellung des eigenen Themas und anschließende Belegung der vordefinierten Zeitfenster ergibt. Ein kollaboratives “Geben” und “Nehmen” entsteht. Angedacht sind dabei sowohl Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden als auch andere Methoden des wissenschaftlichen Austausches, die von den Teilnehmern gerne als Ideen eingebracht werden können.
Auf dem EduCamp-Wiki können schon jetzt Themen- und Methodenvorschläge eingetragen und diskutiert werden: http://educamp2008.mixxt.de
Und jetzt alles nochmal von mir im Video-Interview mit Ulrike Reinhard:
Link: sevenload.com
Re-Post eines Beitrags, den ich für die Blogpiloten verfasst habe.
Ich muss zugeben, die “Weisheit der Vielen” habe ich mir nicht angesehen. Aber der Trailer zur Sendung und das Thema haben mich an einen Beitrag aus der TED-Reihe erinnert, den ich vor kurzem gesehen habe. Deborah Gordon forscht über Ameisen und hat dabei eine paradoxe Beobachtung gemacht, die sie so auf den Punkt bringt: “Ants don’t make more ants. Colonies make more Colonies.“. Es geht also auch hier um die Weisheit der Vielen und kollektive Intelligenz, darum, wie ein komplexes System (z.B. eine Ameisen-Kolonie) funktionieren kann, wenn doch die kleinste (Sinn)Einheit, die Ameise, nicht die Intelligenz besitzt, “den ganzen Haufen zu steuern”. Hier der Vortrag als Video und weiter unten noch zwei Tipps zu verwandten Themen, die sich mit kollektiver Intelligenz im Web und den Erfolgsfaktoren von Online-Communities im Web 2.0 beschäftigen.
Hier noch die versprochenen Tipps: Zum einen empfehle ich das Buch “Emergence” von Steven Johnson, Untertitel: “The Connected Lives of Ants, Brains, Cities and Software”. Zum anderen empfehle ich dieses Posting aus dem Blog “Beobachtungen zur Medienkonvergenz” von Anderas Göldi. Der Autor setzt sich darin mit der Frage auseinander, ob ein offenes oder eher ein geschlossenes Konzept für das Wachsen einer Online-Community förderlich ist.
Wachstum, kritische Masse, Stabilität trotz Chaos. Alles Themen, die wir von der Ameisenforscherin auch aufs Web übertragen können.