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Studie: Media 3.0

by Steffen Büffel. Average Reading Time: about 2 minutes.

In einer Studie der Sektion “Technology, Media & Telecommunications” der Beraterfirma Deloitte werden Verlage und ihre digitalen Geschäftsmodelle beleuchtet.

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Quintessenz der Studie, in deren Rahmen Entscheider bei 40 Verlagen befragt wurden, sind folgende fünf Kriterien (jeweils darunter meine Anmerkungen), nach denen sich der Erfolg digitaler Geschäftsbereiche ableiten lässt:

1. klar verständliche Strategie

  • Ist die Frage “für wen?”. Meiner Erfahrung nach verstehen die Entscheider etwas anderes unter einer digitalen Startegie als die Mitarbeiter, die für die Umsetzung zuständig sind. Werbekunden und Endkunden haben auch nochmal eine ganz andere Perspektive. Hier scheint es mir entscheidend zu sein, die unterschiedlichen Perspektiven mehrwertorientiert (für alle Perspektiven) zu integrieren. Ein Unternehmen braucht eine digitale Lebens- und Arbeitskultur, bei der insbesondere verstanden wurde, das Märkte Konversationen sind und nicht mehr länger eine one-to-many Einbahnstraße.

2. innovatives Klima

  • Auf jeden Fall ein richtiger und wichtiger Punkt. Aber “innovatives Klima” klingt wie die euphemistische Umschreibung von “Innovationsdruck”. Ich verbinde “innovatives Klima” mit intellektuellem Freiraum, sich aus dem Alltagsgeschäft immer wieder herauszunehmen und in einem vom Alltagsdruck befreitem Klima das Brain stormen zu lassen. Mein Erfahrung nach ist in einigen Häusern das innovative Klima, aber eher ein Klima der Angst, die mit dem Druck einhergeht ständig Innovation betreiben zu müssen. Ein wirklich innovatiges Klima verbindet Innovation und Produktentwicklung aber mit einem positivem Gefühl.

3. flexible Organisation zur zeitnahen Umsetzung von Trends

  • Wenn flexible Organisation heißt starre Strukturen sinnvoll aufzubrechen, um neue Wege der digitalern Markenführung zu betreten ist das sicherlich der richtige Weg. Zeitnahe Umsetzung von Trends…. mhh… Trends haben etwas vergängliches. Wenn ich jedem Trend hinterherrenne und in kurzsichtig einfach umsetze erziele ich vielleicht immer wieder einmal kurzfristige Erfolge. Die disruptiven Veränderungen im Web erfordern aber stattdessen – zumindest aber – zusätzlich, dass man die langfristigen Entwicklungen identifiziert und die eigene Strategie genau danach abstimmt. Nur so kann man zukunftsfähig bleiben und die eiegen Marke nachhaltig weiterbringen.

4. Personalisierunh von Inhalten

  • Personalisierung? Ja, bitteschön! Dann aber richtig und konsequent. Personalisierung muss vielmehr als es bisher passiert die sozialen Aspekte der Onlinenetze berücksichtigen. Und generell aus einer Netzwerkperspektive heraus entwickelt werden. Personalisierung muss sich den digitalen Identitäsfacetten der User anpassen, im Profiling muss das berücksichtigt werden.

5. Nutzung der Markenstärke zur Erschließung neuer Geschäftsfelder

  • Entscheidender Punkt. Hier fehlt es dem Großteil noch an Mut. Es besteht die Angst der Markenverwässerung. Statt Line-Extension unter einer Marke werden immer noch zu oft lieber mehrere Marken positioniert, in dem Irrglauben damit die Trennschärfe zu bewahren. Bitte einmal auf den Kopf stellen und neu nachdenken.

Die Studie gibt’s hier als PDF zum Download.

[via medienlese.com]