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Tele(fon)kom(iker)

by Steffen Büffel. Average Reading Time: about a minute.

Samstagmorgen, ich schlürfe meinen Kaffee, das Telefon klingelt, ich melde mich, mit Köllner Dialekt begrüßt mich ein aufgestachelter Call-Center Mitarbeiter, um mir das super-duper-tolle-neue-Bestandskundenupgrade für Telekomkunden schmackhaft zu machen. Ich lege das Telefon für genau 30 Sekunden auf den Tisch, schlürfe an meinem Kaffee und überfliege ein paar RSS-Feeds. Nach 30 Sekunden nehme ich den Hörer wieder auf und höre den Satz: “Na, Herr Büffel, was halten Sie davon? Ist doch ein einmaliges Angebot und wir wollen ja nicht, dass Sie den Verein wechseln.” Meine Antwort: “Jaja, ich weiss, aber Sie sind jetzt schon der siebte “Telekom”-Mitarbeiter, der mich anruft, ich will doch einfach nur das Upgrade.”

Geduldig höre ich mir sein Re-Framing-Geschwafel an, dass er ja von der Telekom direkt sei und für die Bestandskunden zuständig sei und dass man da ja auch Callcenter beauftragt habe und dass da ja Leute arbeiten, die – und er relativiert es mit einem missglückten Lachen – keine Ahnung haben. “Man muss ja mal sagen, wie es ist.” Dass bisher alle Anrufer angegeben haben, dass sie direkt von der Telekom aus anrufen, sage ich ihm nicht. ;-) So ganz wohl fühle ich mich nicht dabei, zum siebten Mal meine Kundendaten durchzugeben. Aber jetzt soll alles ganz schnell gehen. “Herr Büffel (klingt schön im Kölner Dialekt) am Montag, Dienstag, spätestens am Mittwoch bekommen Sie dann einen Kontrollanruf von uns.” Kontrollanruf? Werde ich jetzt überwacht? Wollen die wissen, ob ich noch lebe und ob sich das verschicken des Auftrags überhaupt lohnt?

Nunja, ich bin gespannt, ob der Köllner Jung das jetzt hinbekommt. Die Hotspot-Flat und a weng mehr DSL-Speed würden mich schon reizen. Und selbst wenn es nicht klappen sollte, ich kann ja immer noch direkt in den T-Punkt gehen (in Trierer sind die MItarbeiter überraschend kompetent und freundlich meiner Erfahrung nach) und es ganz sein lassen. Meinen Kampf die ideale Telefongesellschaft zu finden und dafür hin und her zu wechseln habe ich seit Jahren aufgegeben. Denn die sind alle gleich “gut”.