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Stern.de: Internet-Shows im Fernsehen

by Steffen Büffel. Average Reading Time: about a minute.

Die “MyVideo-Show” auf Sat.1 ist das moderne Remake von “Pleiten, Pech und Pannen“. Es ist aber nicht nur Remake, sondern auch Crossmedia in seiner kostengünstigstes Form. Man lässt Zuschauer kostenlos ihre eigenen Videos auf das fast hauseigene Portal MyVideo.de stellen (ProSiebenSat1 hält 30% an dem Portal), lässt die User so ziemlich alle Rechte abtreten und viele Pflichten eingehen, zahlt keinen Cent dafür und bastelt ein paar sinnentleerte Moderationen drumherum. Das scheint das zu sein, was die Fernsehmacher unter interaktivem Fernsehen verstehen – das AAL-Prinzip at its best. Super RTL wird ab morgen mit der Sendung “Webmix – Das lustigste aus dem Internet” nachziehen.

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Heute ist auf Stern.de ein Artikel zu den neuen Internet-Video-Shows im Fernsehen erschienen. Autor Till Frommann hat mich zum Thema befragt und ein paar meiner Statements in den Beitrag übernommen. Der Hinweis auf den Qualitätsaspekt ganz am Ende des Beitrags war mir zwar wichtig, aber natürlich ist mir klar, dass es den Sendern weniger um Sinnhaltiges geht, sondern um massenfähige und möglichst kostengünstig produzierbare Fernsehformate. Dass sich im Fall der Internet-Shows dann auch noch traumhafte Synergien zur crossmedialen Vermarktung von Werbeflächen ergeben, kann den Machern ja nur recht sein.

Die Spontaneität der Videos und auch der direkten Feedbackmöglichkeiten zu den einzelnen Spots durch die Nutzergemeinde wird durch den Transfer vom Web ins TV subtrahiert, der Medienbruch verursacht De-Interaktivität und wir sind wieder genau an dem Punkt, den der Autor im Stern-Text zu Beginn des Textes so schön illustriert:

“Da kann man noch so lange winken – niemand winkt auf dem Fernsehbildschirm zurück. Und Tuba spielen kann der Zuschauer noch so laut – “Tagesschau”-Sprecher Jens Riewa stört das beim Verlesen der Meldungen nicht im Geringsten. Denn das Fernsehen ist ein passives Medium: Man sitzt davor und guckt.”