Fallstudie: Weblogs bei regionalen Medienhäusern
by Steffen Büffel. Average Reading Time: about a minute.
In Kooperation mit dem Forscherteam von fazit-forschung an der Medien- und Filmgesellschaft (MFG) Baden-Württemberg arbeite ich neben meiner Diss derzeit ein zwei kleinen Fallstudien zum Einsatz von Social Software und insbesondere Weblogs bei regionalen Medienhäusern. Zu diesem Zweck war ich gestern zu Gast beim Trierischen Volksfreund, um mit CvD Alexander Houben und Onlineredakteur Roland Grün ein Interview zu führen. Ausnahmsweise stellte ich also diesmal die Fragen. :-)
Ziel der Fallstudien wird es sein einen ersten systematischeren Blick hinter die Kulissen und Strategien des Einsatzes von Social-Software-Anwendungen bei Lokalzeitungen zu erhalten. Nicht nur in Bezug auf webzeinullige Anwendungen, sondern auch in bezug auf die generelle Weiterentwicklung des klassischen Journalismus on- und offline erwarte ich mir wertvolle Erkenntnisse. Dass das Web das wichtigste Standbein für die Zukunftsfähgikeit der Printverlage neben dem klassischen Offlinegeschäft sein wird und eigentlich schon ist, habe ich hier ja schon mehrfach erläutert.
Zentral sind dabei neben technischen Innovationen der Informationsdistribution (Web, e-Paper, RSS, SMS, MMS, WAP, M-Paper) die Etablierung von voll interaktiven Rückkoppelungsmechanismen, auf deutsch, der direkte Dialog mit dem Leser und der Aufbau von Online-Communities. Gerade hier sind grundlegende Wandlungen des Berufsbildes des klassischen Journalisten zu erwarten: Die Fähigkeit medienkonvergent für die verschiedenen Ausspielknäle zu arbeiten gehören hier dazu. Ebenso Themenmonitoring in der Leser-/ User-Community sowie Management und Moderation dieser Communities an der Schnittstelle zwischen Lesern und Redaktion. All dies werden künftig neue Aufgaben sein, die es gilt in den Redaktionen zu verteilen.
Wer das alles für Käse hält, möge dies wohl oder übel begründet in den Kommentaren erläutern. ;-)
