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Auf dem Weg zur Open Access Nachrichtenagentur?

by Steffen Büffel. Average Reading Time: about a minute.

Hier zunächst einmal der Aufhänger, der mich dann weiter unten zu meinen Überlegungen zur Open Access Nachrichtenagentur bringt…

leserfoto

Wiederholt ist mir aufgefallen, dass der Trierische Volksfreund inzwischen offenbar Leserfotos in seiner Berichterstattung einsetzt. Gestern war es ein Foto von Guildo Horn, heute das Bild aus der Bitburger Brauerei. Offenbar setzt man also auch an dieser Stelle wie andere Blätter inzwischen auf user-geknipsten-Content. Ob und wie viel Honorar für die Fotos bezahlt werden ist mir (noch) nicht bekannt, was mich nur wundert ist, dass die Namen der Fotografen nicht mit abgedruckt werden. In den von mir beobachteten Fällen hat mich es nicht gestört, dass es keine “Profi-Fotos” waren, es tat der Qualität keinen Abbruch. Ich könnte mir vorstellen, dass es um Kostenersparnis geht und man sich Nachahmeffekte erhofft und möglichst viele Leser eigenes Bildmaterial einschickt.

Würde man all die Bemühungen, bürger-generated-content systematisch in die professionelle Berichterstattung einzubinden, zentralisieren und auf einem Protal sammeln, liesse sich so etwas wie eine “Open Access Nachrichtenagentur” aufbauen, mit Texten, Bildern, Fotos, Videos, Kommentaren, Geschichten etc. Mit einem entsprechenden Tagging-System versehen liesse sich der Content mit Metadaten versehen und über RSS/Atoms automatisiert in den Produktionsprozess bei den professionellen Medienanbietern einbinden.