M-Paper: Die U-Bahn auf dem Handy

m-paper-handySeit geraumer Zeit vermarktet die DPA in Deutschland so genannte mobizines – für die Tagespresse kurz m-paper getauft. Entwickelt wurde der DIenst von der DPA-Tochter DPA-Infocom in Zusammenarbeit mit dem britischen Unternehmen Refresh Mobile. Sinn und Zweck ist es, kleine Miniausgaben einer Zeitung auf mobile Endgeräte zu bringen. Der Kunde braucht dazu ein kleines – kostenlos verfügbares – Programm sowie ein geeignetes Telefon. Danach wird jeden Tag um die Nachmittagszeit ein Update geschickt. Die Meldungen von morgen also schon am Nachmittag des Vortages.

Wie man in den folgenden Screenshots sehen kann, ähneln M-Paper sehr den Bildschirm-News-Kiosken, wie man sie in den U-Bahnen so mancher Großstadt findet. In Deutschland bieten derzeit neben der WAZ und der HAZ, auch Die Glocke und die Neue Presse den mobilen Nachrichtendienst an. Ein Vergleich der Inhalte der jeweiligen Ausgaben zeigt, dass alles überregionale aus DPA-Meldungen besteht, sofern es einen Regio-Rubrik gibt, handelt es sich offenbar in der Regel um selbstproduzierte Beiträge der Zeitungs-Redaktionen. Nach SMS-Diensten ist das also ein weiteres Mosaiksteinchen in der Versuchen der Agenturen und Zeitungshäuser die Aktualitätslücke zu schliessen und die Kunden mit neuen Diensten zu versorgen. Geschäftsmodelle werden sicherlich folgen und Akzeptanzmessungen werden hoffentlich in ein paar Wochen folgen. Derzeit laufen die M-Paper nämlich offenbar noch als Pilotprojekt.

Wie das Ganze nun genau aussieht, sieht man in den folgenden Abbildungen…

Im Falle des WAZ M-Paper sieht das auf meinem Handy beispielsweise so aus:

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Zu sehen sind hier der Startbildschirm und die Informationsseite zum Abbonnieren der Inhalte. Seite 1 und die Rubriken werden wie folgt dargestellt:

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News, Sport, Region, Service sind die Hauptrubriken, in denen jeweils 5-6 Meldungen geboten werden. Kleins Bild und dann der Text zum Durchscrollen. Für meinen Geschmack ist der Text einen Tick zu klein, möglichkeiten die Größe zu variieren gibt es nicht. Im linken Screenshot auch zu erkennen: Leser können ihr mit dem Handy geschossenes Foto an die WAZ schicken – eine kleine Öffnung also in Richtung Leser-generated-Content.

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Wie man in den letzten beiden Screenshots sehen kann, ist am Seitenende jeweils ein kleiner Werbeblock zu finden. Entweder wie in diesem fall als weiterführende Links zu Services, oder aber kleine Mini-Werbebanner, wie man sie aus dem Netz kennt.

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