PK zum Start
der Readers-Edition der Netzeitung
by Steffen Büffel. Average Reading Time: about a minute.
Auch schon wieder fast ‘ne Woche her, aber allein aus der Chronistenpflicht mir selbst gegenüber dennoch ein nachträgliches Blog-Posting wert: Der Start der Readers Edition (RE), einem “Citizen-Journalism-Projekt” der Netzeitung.
Auf Einladung von Peter Schink, der das Konzept für die RE entwickelt hat, habe ich am vergangenen Dienstag – strategisch geschickt gewähltes Datum: 6.6.2006 – an einem Pressegespräch zum Launch der Readers Edition teilgenommen.
Mein Job war es, nach ein paar einführenden Statements der beiden Geschäftsführer der Netzeitung, Philip Graf Dönhoff und Dr. Michael Meyer, einen knappen Überblick über die Grundprinzipien des “Citizen Journalism” und aktuelle Beispiele zu geben. Anschliessend haben Solveig Grothe und Peter Schink die Readers Edition für die ca. 20 anwesenden Presse- und “Bloggervertreter” live vorgeführt.

Das war überhaupt mit das Interessanteste neben dem eigentlichen Anlaß: Es waren pi mal Daumen ebenso viele Vertreter klassischer Medien anwesend wie Blogger. Leider gab es keine Namensschilder, so dass ich mir keinen Komplett-Überblick verschaffen konnte.
Nachdem das Konzept der Readers Edition im Vorfeld in diversen Blogs schon kritisch unter die Lupe genommen wurde, geht die Debatte um journalistische Qualitäts- und Relevanzkriterien und die Zukunft des Online-Publishings nach dem Start der RE erst richtig los. Einen Überblick und Verweise zu den verschiedenen Diskussionssträngen gibt’s via Technorati. Die altbekannten Themen “Journalismus vs. Blogs”, “Profischriber vs. Laiencontent” werden nochmal neu aufgerollt, erhalten aufgrund des konkreten Beispiels “Readers Edition” und der Berichterstattung darüber aber eine andere Qualität. Die Argumente in der Debatte scheinen mir diesmal wesentlich näher an der Sache, als man es vom üblichen Bashing der jeweils “anderen” Seite aus der Vergangenheit her kennt. Unbedingt lesen!!!


