Weblogs & Co. in der Lehre (IV)
by Steffen Büffel. Average Reading Time: about 2 minutes.
Der letzte Eintrag zu meinem Seminar “Netzwerkmedium Internet” liegt nun schon etwas länger zurück. Zeit also für ein Update! Hier, hier und hier hatte ich bereits berichtet, wie sich das Seminar in den ersten Wochen entwickelt hat.
Wiki zur Netzwerkkommunikation
Nach der Erarbeitung des Grundlagenwissens zu Formen der Netzwerkkommunikation, Social Networks, Social Software und Web2.0-Diensten, sind wir nach dem Jahreswechsel dazu übergegangen die Wiki-Projektarbeit zu intensivieren. Derzeit arbeiten die Studierenden in eigenständiger Gruppenarbeit daran, dasSeminar-Wiki, das bisher zur Seminarorganisation, zum Brainstorming und zum Vorstrukturieren der Themenbereiche eingesetzt wurde, um eine weitere Komponente zu erweitern. Ziel ist es ein Wissensnetz zur Netzwerkkommunikation aufzubauen, welches in Überblicksartikeln, Beispielen und Expertenstatements zu webzweinulligen Themen informiert.
Experteninterviews
Für die kommende Woche stehen die Experteninterviews an. Dazu sollten die Studierenden für ihren jeweiligen Schwerpunkt Experten identifizieren und bei der inhaltlichen Vorbereitung der Themen Thesen und Fragen für die Interviews erarbeiten. Der Anspruch ist zu der Spezifik, den Einsatzfeldern, Anwendungsgebieten, Chancen und Perspektiven von Wikis, Weblogs, Chatkommunikation, Foren, Podcasting, Vodcasting, Online-Communities und Suchmaschinen Statements von Fachleuten einzuholen. Mit ersten Ergebnissen und fertigen Interviews ist Anfang übernächster Woche zu rechnen.
Netzwerkeffekte – Mehr Themen, mehr Engagement, mehr Output
Was mich an dem Seminar in der Zwischenzeit immer wieder positiv überrascht hat ist, mit wie viel Engagement die Studierenden bei der Sache geblieben sind, auch nachdem ich die wöchentlichen Treffen im Seminarraum für die Projektarbeit aufgelöst habe. Für mich ist es ein Beleg dafür, dass das Konzept eines vernetzten Seminars aufgegangen ist und sich die Integration von neuen Kommunikationstechnologien bewährt hat. Äußerst effektiv und produktiv war die Idee, dass alle Studierenden jede Woche einen Beitrag leisten müssen und diesen den anderen zur Verfügung stellen, im Wiki oder im eigenen Weblog. So konnte in der Summe eine größere Fülle von Themen intensiver bearbeitet werden, als das bei klassischen Referateseminaren der Fall gewesen wäre. Es erfordert zwar ein Mehr an Koordindationsaufwand aller Beteiligten, aber die Identifikation mit dem Seminar ist um ein vielfaches höher.
Schlüsselqualifikation Netzwerkkommunikation
Ich bin überzeugt davon, dass Kompetenzen im vernetzten Arbeiten und im Umgang mit Formen der Netzwerkkommunikation wichtige Schlüsselqualifikationen für das spätere Berufsleben in sehr vielen Bereichen sein werden. Insofern ist die eigentlich so naheliegende Idee aufgegangen, nicht nur über Netzwerkkommunikation zu reden, sondern sie auch im Seminar und im Unialltag selbst aktiv zu erproben. Weitere Updates folgen…
